Kunden em pfehlungen
Rezensionen von büchernarr:
Das Drama des Erwachsenwerdens
Das lügenhafte Leben der Erwachsenen von Elena Ferrante
Nach der Neapel-Tetralogie "Meine geniale Freundin" hat es dieser neue Roman wirklich schwer, denn er muss indirekt mit dem dem Weltbestseller konkurrieren und die Erwartungen sind verhältnismäßig groß. Diesmal ist keine spannungsvolle Frauenfreundschaft im Zentrum sondern ein einziges Mädchen, dass in den 90er Jahren von einem jungen Mädchen zur jungen Frau heranreift.
Giovanna, wohlerzogene Tochter zweier Gymnasiallehrer rebelliert gegen ihnen und versucht ihre Scheinmoral zu offenbaren indem sie zu ihrer von den Eltern verhasste Tante zieht und alles tut, was sie vom Blickwinkel der anständigen Tochter entfernt.
Die brave naive Giovanna experimentiert mit Freundschaften und Liebesbeziehungen und lernt das leben nicht nur von seiner romantischen, sondern auch von seiner zerstörerischen Art kennen.
Obwohl ich von der Tetralogie der Autorin begeistert war und dieser Roman an Erstere meiner Meinung nach nicht ankommt, gab es doch Parallelen zu "Meine geniale Freundin. Der Schreibstil ist wieder einmal sehr lebendig geschrieben und hat mich nach Italien mitgenommen. Qualitativ also recht hoch doch die Stärke seines Vorgängers erreicht der Roman nicht.
Rezensionen von büchernarr:
In Rückblicken das Leben von Marie Curie
Madame Curie und die Kraft zu träumen von Susanna Leonard
Diese Romanbiografie erzählt die spannende Lebensgeschichte der Naturwissenschaftlerin Marie Curie (1867-1934). Hier wird Marie nicht nur als die Ehefrau von Pierre Currie dargestellt, sondern auch ihre menschliche Seite wird vertieft erzählt sowie ihre große Begeisterung für ihre Wissenschaft und die Höhen und Tiefen in ihrem Leben.
Ihre Forschung blieb nicht immer ungefährlich und das war auch der Grund ihres Todes. Doch bis dahin schaffte es diese einzigartige Frau sich durchzusetzen, Nobelpreise zu gewinnen, ihre Kinder großzuziehen, das Atomgewicht von Polonium zu entdecken und sogar mit dem Präsidenten auf eine Ebene zu diskutieren.
Man kann es gar nicht nachvollziehen, wie schwierig das alles für diese Epoche war und was diese Frau alles geleistet hat.
Eine gelungen erzählte Geschichte über Marie Curie als Mensch und Wissenschaftlerin. Einen Punkt Abzug gibt es jedoch von mir, weil es manchmal an der Grenze des Kitschigen reichte und ich das in so einem Buch als fehl am Platz empfand. Trotzdem hat die Autorin einen unterhaltsamen und informativen Roman erschaffen, der Fiktion mit Wirklichkeit sehr gut kombiniert hat.
Rezensionen von yellowdog:
Die Kapitel, in denen der Sebi erzählt
Der Halbbart von Charles Lewinsky
Die Handlung von Der Halbbart ist im frühen 14.Jahrhundert angelegt und der Schweizer Schriftsteller Charles Lewinsky erzeugt auch sprachlich ein Gefühl für die Zeit.
Der Roman wird durch die Erzählperspektive geprägt.
Der Erzähler Sebi ist ein naiver Junge, der aber auch manchmal ganz klug und vernünftig sein kann.
Er ist fasziniert vom neuen Einwohner der Gegend, dem Halbbart. So wird ein kluger, welterfahrener Mann genannt, dem aufgrund von Brandwunden im Gesicht nur auf einer Gesichtshälfte ein Bart sprießt.
Für Sebi ist er ein Quell des Wissens. Erst nach einer Weile erfährt der Leser auch mehr vom Schicksal des Halbbarts.
Es ist ein umfangreicher Roman und die Ironie erinnert mich ganz leicht an Thomas Manns Joseph und seine Brüder. Auch Charles Lewinsky nutzt einen charismatischen Plauderton, allerdings sehr genau ausgeführt, um die Geschichte des Dorfes und seiner Einwohner, des Halbbarts und Sebis und seinen Brüdern zu erzählen.
Es ist amüsant, aber es gibt auch ernste Themen.
Und am Ende ist es auch eine Coming-of-Age-Geschichte, die Sebis Weg zeigt. Er taugt weder zum Soldat noch zum Mönch. Er ist kein mutiger Junge, aber wenn es darauf ankommt, ist er da und schließlich weiß er, was er will. Es ist eigentlich unmöglich diesen Protagonisten nicht zu mögen.
Rezensionen von büchernarr:
Großartige Geschichte
Einstein von Torben Kuhlmann
Nicht zufällig wurde auch dieses Buch von Torben Kuhlmann ein Bestseller. Er versteht es einfach mit seinen detailreichen, wunderschön gestalteten Bildern die Kinder zu begeistern und ohne das notwendige Grundwissen, die ersten Kenntnisse zu überbringen, die sie meist viel später entdecken würden.
Im Zentrum der Geschichte liegt diesmal die kleine Maus die in Bern zu großen Käsefest zu spät ankommt und sich wünscht die Zeit zurückdrehen zu können und das heiß ersehnte Fest doch noch zu bestaunen. Sie sucht Hilfe bei einem Uhrenmacher, aber nur indem man die Uhrzeiger zurückdreht, kann man nicht auch die Zeit an sich zurückdrehen. Erst als der Uhrmacher die Theorien Albert Einsteins erwähnt, beschließt die kleine Maus eine Maschine zu fertigen, die sie in die Zeit reisen lässt. Und somit werden die ersten Schritte für die Relativität der Zeit gesetzt. Diese phantasievolle Geschichte ist für Kinder ab fünf Jahren geeignet, wenn auch die etwas komplizierten Begriffe eher für ein wenig später erklärbar sind. Nichtsdestotrotz können sich aber auch die Jüngsten an der einfacheren Version der Geschichte begnügen.
Ein lehrreiches und außergewöhnliches Bilderbuch für jedes Alter!
Rezensionen von Lealein1906:
Wie sich eine Familie verliert
Was uns verbindet von Shilpi Somaya Gowda
In dem Buch „Was und verbindet“ geht es um eine ganz besondere Familiengeschichte, in der vieles schief geht. Genau das macht dieses Buch so besonders. Es geht nicht um Friede, Freude, Eierkuchen, sondern darum, wie sich eine Familie verliert.
Jaya lernt Ende der 80er Keith kennen, mittlerweile haben sie zwei Kinder Karina und Prem.
Doch dann wird die Familie von einer unerwarteten Tragödie erschüttert und entzweit. Das Leben ist nicht mehr das, was es vorher war, und jedes Familienmitglied geht anders damit um. Ob sie irgendwann wieder zusammenfinden können?
Was mir an dem Buch gut gefallen hat, ist, dass es aus den Sichten von allen Familienmitgliedern erzählt wird und dass es auch schon in der Kindheit von Karina und Prem beginnt und sich dann über mehrere Jahre hinfort zieht. So entsteht ein komplettes Familienbild und man kann die vielen verschiedenen Facetten erfassen. Trotzdem konzentriert sich das Buch irgendwann mehr auf Karina, was auch gut ist, weil sie die spannendste Geschichte zu erzählen hat.
Ich fand das Buch gut zu lesen, der Sprachstil ist richtig gut. Man ist auch emotional – vor allem bei der Tragödie – total mit dabei und leidet und lebt mit den Charakteren mit. Die Geschichte hat mich auch immer wieder zu Tränen gerührt. Ein paar Momente gab es bei mir, wo ich etwas gestockt habe, weil ich nicht wusste, worauf die Autorin hinauswollte. Aber am Ende gab es doch ein rundes Bild. Deswegen gebe ich für das Buch 4 Sterne und eine Leseempfehlung für die, die sich auch mal mit einer etwas traurigeren Familiengeschichte auseinandersetzen wollen.
Rezensionen von gletscherwoelfchen:
Ein außergewöhnliches Kinderbuch - faszinierend, traurig und verrückt zugleich
Super reich von Polly Horvath
Der zehnjährige Rupert hat so viele Geschwister, dass er sie noch nichteinmal alle bei Namen nennen kann - seine Familie ist bitterarm.
Doch eines Tages geschieht etwas vollkommen Unerwartetes. Durch Zufall landet er bei den Rivers, der reichsten Familie der Stadt. Zum ersten Mal erfährt er, was es heißt, ein wohlig warmes Zuhause zu besitzen und richtig satt zu sein.
Und schon bald eröffnen sich ihm zahlreiche weitere Möglichkeiten. Er kann gewinnen, oder aber alles und noch mehr verlieren...
Als wir auf dieses Buch aufmerksam geworden sind, waren wir uns zunächst nicht ganz sicher, ob die dortige Stimmung nicht zu bedrückend und traurig für die gewählte Zielgruppe ist. Nichtsdestotrotz wollten wir Rupert unbedingt eine Chance geben, und haben es alles andere als bereut.
Zwar schwingt in jedem der Passagen eine gewisse Traurigkeit mit, "Super Reich" ist sicherlich keine seichte Lektüre. Im Gegenteil: Die Autorin regt konstant zum Nachdenken an, präsentiert das Gefühl von bitterster Armut und die enorme Schere zwischen Arm und Reich mittels einer berührenden und ebenso außergewöhnlichen Geschichte - typisch für den Verlag Freies Geistesleben eben. Allerdings wird so manche Stelle durch unterhaltsame Fantasyelemente oder kleine Glücksmomente aufgelockert, sodass nicht alles ausschließlich negativ erscheint. Auch dazu beigetragen hat die winterliche Atmosphäre, die durch den fast schon kuscheligen Schreibstil evoziert wird.
Ebenfalls einen ausschließlich positiven Eindruck bei uns hinterlassen haben die wundervollen Figuren. Sie sind enorm individuell gezeichnet, haben ihre Ecken und Kanten und auch ein bisschen etwas Verrücktes schwingt manchmal mit. Aber genau das macht dieses Buch vermutlich so besonders.
Dieses außergewöhnliche Kinderbuch konnte uns wirklich überzeugen. Für alle, die gerne intensivere Geschichten mögen, ist "Super Reich" sicherlich empfehlenswert!
5/5 Sterne
Rezensionen von Lesemama:
Mir war es zu gewollt
Ans Vorzelt kommen Geranien dran von Renate Bergmann
Bewertet mit 2 Sternen
Zum Buch:
Renate Bergmann, bekannt als Online-Omi, macht Urlaub. Sie geht Camper, zusammen mit Kurt und Ilse. Daalle die achtzig schon überschritten hatten, musste es ein "Bettenwagen" sein, kein Zelt. Und das Wohnmobil wurde von Neffen Stefan ans Ziel gebracht, durfte unter keinen Umständen bewegt werden und das allerwichtigste, die Geranien mussten mit .
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Meine Meinung:
Dies war mein erstes Buch von der Online Omi, eines habe ich noch, welches ich kesenmuss und dabei wird es dann wohl auch bleiben.
Mir war der Witz zu gewollt, oftmals zu flach und alles viel zu langatmig. Bis die Oma mal in die Gänge kam dauerte vie zu lange, ständig schweift sie ab, soll wohl humorvoll sein, mich nervte es. Ich hatte mir einfach viel mehr erhofft. Selbst als sie endlich auf dem Campingplatz ankamen und ich dachte, jetzt passieren die lustigen Dinge mit lieben Nachbarn und was halt so alles schieflaufen kann beim Campen, aber auch da schweifte sie immer wieder in unzugängliches ab, das keinen, also zumindest mich, nicht interessierte. Es gab zwar die ein oder andere Situation, die echt witzig war, aber es gab auch viele Wiederholungen und alles in allem war es einfach ein zusamenhangloses geblubber von irgendwelchen Momenten, gerne auch mal länger her, dann wieder im jetzt.
Mich konnte die Geschichte, wenn es denn überhaupt eine war, jedenfalls nicht überzeugen. Mir war es viel zu gewollt und daher fand ich es auch nicht mehr lustig.
Rezensionen von Sago:
Inspiration
Ans Vorzelt kommen Geranien dran von Renate Bergmann
Der Klappentext bezeichnet das Buch als vom Bestseller "Die Päpstin" inspiriert.
Diesen Roman muss man nicht gelesen haben, um viel Lesefreude an Helga Glaeseners in derselben Zeit, dem Rom des 9. Jahrhunderts, angesiedelten Nachfolger zu haben. Ich kenne Donna W. Cross' Vorläufer nicht, allerdings die Figur der historischen Johanna, die unerkannt in Männerkleidern bis zur Päpstin aufstieg.
Im vorliegenden Buch ist Johannas Geliebter und Wachkommandant Gero der Großvater der Hauptprotagonistin Freya. Im Rückblick wird geschildert, wie Geros Tochter Gisla von Wikingern entführt und versklavt wird.
In der dänischen Fremde gebiert sie zwangsläufig ihrem Entführer Björn zwei sehr unterschiedliche Töchter, Freya und Asta. Während Asta sich willig in ihr Schicksal fügt, ist Freya ein intelligenter Freigeist, wie auch Johanna, die eine Jugendfreundin Gislas war. Freyas Aufbegehren führt schließlich dazu, dass die Mädchen fliehen müssen. Sehr unterschiedlich gestaltet sich ihr Lebensweg. Freya erkennt wie Johanna die Vorteile, die es bringen kann, wenn eine Frau sich als Mann ausgibt. Dorstadt in Deutschland, Rom und Paris sind die weiteren Schauplätze dieser abenteuerlichen Geschichte, in der Freya um ihre Sicherheit, ihre Liebe und das Recht, als Frau die Heilkunde zu praktizieren, immer wieder kämpfen muss.
Eindrucksvoll schildert Helga Glaesener, von der ich bisher vorrangig Fantasyromane kannte, das Elend versklavter Frauen und deren Benachteiligung in finsteren Zeiten. Wie gkücklich kann man sein, heute zu leben, wo eine Frau nicht fürchten muss, für ihr Wissen als Hexe verbrannt zu werden!
Freyas Kampf gegen heimtückische Feinde wie ihren dänischen Onkel, den Dänen Hasteinn, bin ich atemlos gefolgt. Nur an wenigen Stellen hätte ich mir noch etwas mehr Gefühlstiefe vorstellen können, etwa als Freya ihren Geliebten tot wähnt. Ingesamt aber handelt es sich um einen Roman, der die Zugkraft des Bestsellers "Die Päpstin" eigentlich nicht braucht, sondern für sich allein lesenswert ist.
Rezensionen von Dana:
spannend gemacht und gut durchdacht
Raum der Angst Ein Escape-Room-Thriller von Marc Meller
Der Klappentext des Buches ist wirklich gelungen. Er stimmt schon mal auf die düstere Atmosphäre im Buch ein und sorgt damit für die richtige Stimmung, ohne inhaltlich zu viel zu verraten. Denn im Buch ist es alles andere als einfach die Rätsel des Killers zu bestehen. Gemeinsam sind die acht Teilnehmer stark, haben viel Potenzial und Wissen, um die Lösungen zu finden, doch nicht jedes Problem lässt sich ohne Opfer bewältigen…
Was am Anfang in den Köpfen der Spieler als Experiment begann, entpuppt sich nach und nach als makaberes Spiel auf Leben und Tod.
Diesen Escape Room kann man nicht einfach verlassen, in dem man die Aufgaben erledigt. Nur wem es gelingt, nicht in die Fallen zu tappen, hat eine minimale Chance dem Ganzen zu entkommen.
Die Geschichte wird von einem personalen Erzähler geschildert, wodurch es möglich ist, verschiedene Handlungsstränge zu verfolgen, die parallel zueinander verlaufen. So kann man sowohl die Teilnehmer des Experimentes im Escape Room begleiten, als auch den Killer und die Ermittler. Dadurch entsteht ein guter Überblick über die Gesamthandlung und durch die Wechsel der einzelnen Perspektiven wird die Dynamik im Buch erhöht. Obwohl man als Leser durch die unterschiedlichen Einblicke mehr Wissen hat, ist es doch lange Zeit nicht möglich, zu verstehen, was genau da vor sich geht und wer hinter all dem steckt. Selbst wenn es Hinweise gibt, reichen diese nicht aus, um sich ein schlüssiges Bild zu machen, so ging es zumindest mir. Und selbst als die Identität des Mörders aufgedeckt ist, ist der Horror im Escape Room noch nicht vorbei, denn wo sich die verschwundenen Personen aufhalten und wie sie gerettet werden können, sind noch mal ganz andere Fragen und Herausforderungen.
Besonders spannend empfand ich die Szenen, die im Escape Room Stil gemacht waren. Für die acht Menschen, die dort eingeschlossen sind, ist die Herangehensweise zunächst sehr unterschiedlich. Denn zu Beginn glauben einige von ihnen noch daran freiwillig dort zu sein und sehen das alles als ein harmloses, wenn auch kompliziertes Spiel an. Doch nach und nach wird ihnen allen bewusst, dass der Preis des Verlierens ihr Tod ist. Geschockt von den Ereignissen und den Verlusten müssen sich sich zusammen reißen und weiter nach Lösungen und Auswegen suchen. Am besten wäre es, wenn sie dabei gedanklich dem Killer immer einen Schritt voraus wären, das ist jedoch einfacher gesagt, als umgesetzt und so manövrieren sie sich immer wieder unbewusst in brenzlige Situationen, aus denen es nicht immer ein entrinnen gibt. Es ist grausam, was sie dort erleben und durchmachen müssen, wie mit ihren Ängsten gespielt wird und ihr Wissen immer wieder herausgefordert wird. Doch ist es wirklich gut etwas zu wissen und zum Erfolg beizutragen? Die Eingeschlossenen sind ganz unterschiedliche Charaktere und das ist bewusst so gewählt. Jedem von ihnen werden unterschiedliche Eigenschaften zugeschrieben, wobei eine überwiegt und darauf und sind teilweise auch die Aufgaben bezogen, die sie zu erfüllen haben.
Neben diesen Passagen begleitet man auch die Ermittler intensiv bei ihrer Arbeit. Sie versuchen zu durchschauen, was es mit dem eigentlich geplanten Experiment auf sich hat und bemühen sich daraus Rückschlüsse darauf zu ziehen, was wirklich passiert ist. Dabei geht es viel um Psychologie und sie erhoffen sich Hilfe von einem bekannten Professor auf diesem Gebiet. Doch auch wenn sie immer weiter vordringen und es einige Entdeckungen gibt, die neue Fragen aufwerfen und sie so irgendwann auch Antworten erhalten, ist es lange Zeit schwer, das große Ganze dahinter zu erkennen. Auch wenn man in diesen Abschnitten interessante Dinge erfährt, wurde mein Lesefluss hier manchmal etwas gestört. Das lag gar nicht so sehr an der Handlung an sich, sondern an einigen Formulierungen und Sätzen, die abgehackt wirkten und mich beim Lesen ins stocken gebracht haben. Irgendwie ging es teilweise nicht so flüssig voran, wie in den anderen Handlungssträngen, was schade war, denn gerade die Ermittlungen und das Zusammensetzen von Puzzleteilen, ist bei der Suche nach dem Täter bedeutungsvoll. Dass ich zu dem Ermittlerduo keine große Bindung aufbauen konnte, empfand ich nicht als schlimm. Man weiß von ihnen nicht so sehr viel und für die Lösung des Falles ist es aus meiner Sicht auch nicht so sehr von Bedeutung sie gut kennen zu lernen. Es hat die Abschnitte aber vielleicht noch etwas unpersönlicher erscheinen lassen.
Im Verlauf des Buches gibt es einige Entwicklungen, mit denen ich so nicht gerechnet habe und die es noch interessanter gemacht haben. Während man immer tiefer in die Ermittlungen eintaucht, müssen die Menschen im Escape Room immer kniffligere Rätsel lösen und Zusammenhänge erkennen, die ihnen das Überleben sichern könnte oder aber sie darauf vorbereiten, wie sie sterben werden. Insgesamt war es spannend zu verfolgen und abgesehen von den Ermittlungsabschnitten, in denen es für mich manchmal etwas stockend wirkte, war der Schreibstil flüssig. Die angsterfüllte Atmosphäre wird gut rüber gebracht und auch wenn die Grausamkeiten und Todesfälle nicht alle in jedem Detail beschrieben werden, so sind die Darstellungen doch detailliert und blutig genug, damit man einen bildhaften Eindruck davon bekommt.
Fazit
Einen Thriller in einem Escape Room hatte ich bisher noch nicht gelesen und ich mochte die gut durchdachte Handlung und den peniblen durchdachten „Versuchsaufbau“ in den Räumlichkeiten richtig gern. Die Eingeschlossenen mussten richtig was leisten und selbst wenn sie Erfolg hatten und einen Raum weiter gekommen sind, war doch nicht für alle ein glimpfliches Ende in Sicht – spannend war das auf jeden Fall.
Leider war es in den Passagen der Ermittler manchmal nicht ganz so flüssig zu lesen, wie in den anderen Bereichen, wodurch mein Lesefluss immer mal wieder ins stocken geraten ist. Insgesamt aber ein interessantes Buch mit zahlreichen, unterschiedlichen Grausamkeiten.
Rezensionen von yellowdog:
stimmungsvoll und überzeugend
Unter uns das Meer von Amity Gaige
Eine Familie, die für ein Jahr aus dem Alltag aussteigt und mit einem Segelboot durch die Karibik segelt.
Treibende Kraft ist Michael. für ihn ist es ein großer Traum, schon mit seinem früh verstorbenen Vater war er oft segeln. Seine Frau Juliet hatte Zweifel an diesem Abenteuer. Dennoch, sie nehmen ihre 2 Kinder mit und los gehts.
Die Erählweise ist geschickt gemacht. Erzählt wird einerseits von Juliet, dazwischen sind immer wieder Ausschnitte aus dem Logbuch, das Michael führt und in dem in erster Linie private Gefühle stehen.Es ist also eigentlich mehr ein Tagebuch.
Die Reise ist tatsächlich paradiesisch, besonders die Tochter Sybil genießt das Leben auf der Yacht, das Meer und die Freiheit. Das naseweise Mädchen wird schnell meine Lieblingsfigur, aber natürlich mag ich alle Figuren! Das heißt aber nicht, dass sie einfache Typen sind.
Zwischen Juliet und Michel gibt es immer wieder Konflikte. Sie schleppen einiges an emotionalen Ballast mit sich. Im Verlaufe des Buches erfährt der Leser mehr.
Für mich ist es ein sehr gutes Buch, weil man sowohl Juliets als auch Michaels Gedanken und Emotionen kennenlernt und verstehen kann. Interessant wird es auch, als Juliet später das Logbuch von Michael liest und im Rückblick Ereignisse wertet.
Die amerikanische Autorin Amity Gaige hatte ich vorher noch nie gelesen. Sie ist eine gute Entdeckung für mich.










