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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Bücherwald13:

Vielschichtig

Die zitternde Welt von Tanja Paar

Mit "Die zitternde Welt" haben wir einen ganz besonderen Familienroman.
Das liegt einerseits an dem Handlungsort. Denn das Buch spielt mal nicht in England, Amerika oder Deutschland sonder in Anatolien. Das hatte ich noch gar nicht. Auch die politischen Unruhen zu Zeit werden thematisiert.

Auch das fand ich sehr interessant.

Dann haben wir mit Maria eine spannende starke Frau. Sie sprengt die Grenzen der gesellschaftlichen Konventionen und lebt ihr (nicht immer ganz leichtes Leben).

In dem Buch ist viel Inhalt auf ca. 300 Seiten gepackt. So etwas kann schief laufen ist in diesem Buch aber gelungen ohne Botschaft und Tiefgang zu verlieren. Ich konnte bei dem Buch die Vielschichtigkeit spühren und einiges mitnehmen.
Das ist auch dem Schreibstil geschuldet, den ich sehr angenehm und lesbar empfand.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es hat mir Einblicke in eine mir unbekannte Welt gegeben und mir interessant Charaktere nähen gebracht.

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Rezensionen von Streiflicht:

Geniale Idee, schöne Umsetzung

Tatort Reiterhof von Bettina Wendland

Dieses Buch ist toll für kleine Leser, die es spannend mögen und auch gerne selbst ein bisschen ermitteln möchten. Aber auch für Erwachsene hat das Buch seinen Charme und ich habe es gerne gelesen, bevor es an mein Patenkind ging. Gut gefallen haben mir die Gestaltung und die handliche Form des Buches.

Es ist nicht zu klein, aber noch gut händelbar, auch für kleine Hände. Das Cover ist fest und stabil, die Seiten ebenfalls. Schön fand ich die Illustrationen, die die Geschichten und das Erzählte bildlich darstellen und untermalen.

Besonders toll ist natürlich die Idee mit dem Zauberstift und den verborgenen Botschaften auf den Seiten. Das ist eine coole Sache für Kinder mit Entdeckergeist und macht das Buch noch interessanter. Hat mir ebenfalls großen Spaß gemacht, auf die Suche zu gehen und den witzigen Stift auszutesten.

Auch die kurzen Geschichten, die in sich abgeschlossen sind, finde ich gut. So kann man Abschnitte vorlesen und die jungen Leser können sich auch einzelnen Geschichten widmen, die dann auch zu bewältigen sind.

Ein tolles Buch mit einer genialen Idee und einer schönen Umsetzung! Mehr davon!

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Rezensionen von Streiflicht:

Wieder ein Lesespaß

Die Salbenmacherin und der Stein der Weisen von Silvia Stolzenburg

Bereits seit dem dritten Band verfolge ich die Geschichte der Salbenmacherin Olivera mit und bin immer noch begeistert. Ich mag die Erzählweise der Autorin Silva Stolzenburg sehr. Authentisch und realitätsnah, dabei aber modern genug, dass man nachvollziehen und verstehen kann, was passiert. Die Schilderungen der Örtlichkeiten und Personen sind so detailreich, dass es ist, als wäre man dabei, als hätte man eine Zeitreise gemacht.

Das finde ich richtig toll. Man merkt, dass sie sich für die Geschichte interessiert und gut recherchiert hat.

Wieder wird es richtig spannend und lebensgefährlich. Ich war begeistert dabei und habe das Buch quasi in Rekordzeit verschlungen. Bei solchen Büchern möchte ich manchmal einfach eine Auszeit vom Alltag nehmen, um ungestört bis zum Ende lesen zu können... Ich denke, bei dieser Reihe macht es durchaus Sinn, die Vorgänger zu kennen, auch wenn jeder Band einen in sich abgeschlossenen Fall beinhaltet. Die Lebensgeschichte von Olivera und ihren Lieben ist schon sehr prägend und mächtig und es macht mehr Lesespaß, wenn man weiß, was früher schon passiert ist. Quereinsteiger finden sich aber sicherlich ebenfalls gut zurecht und im Zweifel kann man die Vorgänger ja immer noch nachholen. Das verkürzt auch die Wartezeit, bis es weitergeht...

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Rezensionen von Streiflicht:

Wieder mitreißend

DER TOD SPIELT FALSCH von H.C. Scherf

Wer H.C. Scherf schon kennt, weiß, dass seine Bücher Garanten für spannende Stunden und schlaflose Nächte sind. Ich war schon sehr neugierig darauf, wie es mit Gordon Rabe und seinen Mitstreitern weitergeht, da ich die beiden Vorgängerbücher aus dieser Reihe sehr spannend und mitreißend fand. Auch „Der Tod spielt falsch“ stammt aus der Kategorie „so aufregend, dass man Nägel kauen muss“.

Spaß beiseite. Auch mit dem dritten Band aus dieser Reihe hat H.C. Scherf wieder für Gänsehaut und Hochspannung gesorgt. Mitunter kommt man auch als Leser an seine Grenzen, wenn es richtig gruslig wird und Monster in Menschengestalt zum Zuge kommen. Schwache Gemüter sollten sich von diesem Autor fernhalten, alle anderen werden bestens unterhalten, auch weil der Autor immer wieder mit Humor an kniffligen Stellen für Auflockerung und ein Schmunzeln sorgt.

Auch dieses Mal beleuchtet Scherf wieder die Abgründe der menschlichen Psyche, die nicht tiefer, schwärzer und grausiger sein könnten. Gordon und seinem Team wird einiges abverlangt, sie sind ja noch näher dran als der Leser, der sich schon bei Tageslicht fürchtet. Und dann ist die Gefahr plötzlich auch noch ganz nah und es geht um Leben und Tod der Ermittler, die gleich an mehreren Fronten kämpfen müssen.

Gelungener dritter Band, der nach mehr ruft!

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Rezensionen von Streiflicht:

Das tut gut

Handbuch für miese Tage von Eveline Helmink

Dieses Buch hat mich sehr neugierig gemacht, denn immer wird nur darüber gesprochen, wie toll alles ist. Wer gibt schon zu, dass er auch miese Tage hat und dass das Leben nicht immer nur toll ist. Dieses Buch mit dem vielsagenden Titel und dem wunderbaren Untertitel hat mich sofort in seinen Bann gezogen.

Besonders gut gefallen haben mir die vielen praktischen Beispiele und Anekdoten, die das, was die Autorin so brillant beschreibt, bestens untermauern und gut nachvollziehbar machen.
Wirklich gut fand ich auch, wie die Zusammenhänge zwischen Körper, Seele und Geist beschrieben werden. Durch die anschauliche Sprache der Autorin Eveline Helmink versteht man sofort, was gemeint ist.
Die Abwechslung zwischen Erzähltem, Beispielen, praktische Übungen und gekonte Illustrationen macht das Lesen leicht und unterhaltsam. Ich glaube, dieses Buch sollten viele Menschen lesen, denn es tut gut.

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Rezensionen von April1985 :

Ein Streifzug durch die Geschichte der Hexen

Geheimnisse der Hexen von Légère Julie; Whyte Elsa

Meine Meinung

Bei Bücher über Hexen muss ich immer sofort zuschlagen. Als ich dieses im Verlag arsEdition erschienene Hexen-Lexikon gesehen habe, musste ich es einfach anfragen.

Das Autorinnen-Trio Julie Legere, Elsa Whyte und Laura Perez haben die Geschichte der Hexen und Magierinnen in kurzen und sehr übersichtlichen Kapiteln zusammengefasst.

Es ist ein informativer, aber auch sehr grausamer Streifzug durch die Geschichte beginnend in der Antike. Über das dunkle Mittelalter und die aufgeklärte Renaissance geht die Reise bis in die Neuzeit.

Es werden berühmte Hexen aus der Vergangenheit und zahlreiche tragische Schicksale vorgestellt. Außerdem wird die Bedeutung magischer Zahlen und Gegenstände erklärt. So zum Beispiel was es mit den Zahlen 3 und 7 auf sich hat. Aber auch die Frage woher der Hexenhut eigentlich kommt wird beantwortet.

Ein Kapitel widmet sich dem Thema Voodoo und der mysteriösen Persönlichkeit Marie Laveau. Auch über die Popkultur wird berichtet und Hexen aus Filmen wie Glinda aus dem Zauberer von Oz oder Hermine Granger aus Harry Potter finden Erwähnung.

Zum Abschluss ist noch ein kleiner Pflanzen- und Kräuterführer enthalten. Angehende Magierinnen finden außerdem eine Anleitung zum Basteln eines Talismans.

Die Autorinnen haben dem schlanken 80 Seiten umfassenden Büchlein wirklich viele Informationen verpasst. Leider kratzen sie dabei nur an der Oberfläche und gehen nicht wirklich in die Tiefe. Das Buch eignet sich also eher zum kurzen Nachschlagen. Möchte man sein Wissen vertiefen, sollte man zu einer anderen Lektüre greifen. Für einen ersten guten Überblick ist Geheimnisse der Hexen aber optimal.

Etwas grenzwertig finde ich hingegen die Altersempfehlung ab 12 Jahren. Sowohl der Schreibstil, als auch die teils doch sehr grausamen Abschnitte zum Thema Inquisition und Hexenverfolgung finde ich für das Alter nicht sehr geeignet. Ich würde die Altersempfehlung zumindest auf 14 Jahre anheben. Das ist aber wie gesagt eine sehr persönliche Meinung von mir. Ich fand das Buch als erwachsene Leserin sehr informativ und ansprechend und ich habe mir auch gleich die Hardcover-Ausgabe vorbestellt. Ich freue mich schon das Buch in den Händen zu halten und die tollen Illustrationen noch besser bestaunen zu können. Ich werde das Lexikon sicher noch oft in die Hand nehmen, um mein magisches Wissen aufzufrischen.

Fazit

Geheimnisse der Hexen ist ein informatives Nachschlagewerk aus dem arsEdition Verlag. Auf 80 Seiten werden die Meilensteine der Hexerei und Magie zusammengefasst. Bekannte Persönlichkeiten aus der Antike, dem Mittelalter, Renaissance und Neuzeit werden vorgestellt. Daneben finden sich auch interessante Begriffserklärungen und eine kleine Kräuter- und Heilkunde. Das Buch eignet sich optimal zum schnellen Nachlesen. Möchte man sein Wissen vertiefen, würde ich allerdings zu einer anderen Lektüre greifen.

Mir haben das Buch und die Aufmachung sehr gut gefallen und ich kann es uneingeschränkt an am Thema interessierte Leser|innen weiterempfehlen.

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Rezensionen von Miro76:

Leben und Lieben in Zeiten des Krieges

Die Liebenden von der Piazza Oberdan von Christian Klinger

Vittorio ist gegen den Willen seines Vaters mit den Italienern in den ersten Weltkrieg gezogen und überlebte nur knapp und mit ganz viel Glück. So verbrachte er die letzten Kriegsjahre in Padua, um sein Jurastudium abzuschließen. Im Anschluss kehrte er nach Triest zurück, wo er feststellen musste, dass seine Mutter diese finstere Zeit nicht überlebt hatte und sein Vater keinen Kontakt mehr zu seinem abtrünnigen Sohn wünscht.

War der Vater wirklich so Monarchietreu?

Vittorio baut sich in Triest ein neues Leben auf, wird Partner in einer gut florierende Kanzlei, heiratet und bekommt einen Sohn - Pino.

Leider stehen die Zeiten wieder schlecht, die Faschisten kommen an die Macht und ein weiterer Krieg ist am Entflammen. Vittorio versucht seine Familie diesmal aus den Kriegswirren herauszuhalten und sein Sohn, der zwar seinen eigenen Kopf hat und nicht immer auf seinen Vater hört, gehorcht eigentlich auch.

Trotzdem wird er von der SS verhaftet, weil er leider am falschen Ort, zur falschen Zeit auf sein Mädchen gewartet hatte. Ihr regelmäßiger Treffpunkt war die Piazza Oberdan, wo auch die SS ihren Stützpunkt hat.

Warum die beiden Liebenden diesen schwierigen Ort für ihre Treffen gewählt hatten, klärt der Autor hier nicht auf. Das geht auch aus keinen Zeitzeugnissen hervor, die es über diese beiden noch gibt. Aber es gibt noch Brief, die diese Liebe dokumentieren.

Christian Klinger führt uns an diese Geschichte nicht chronologisch heran. Die einzelnen Kapitel sind allerdings mit Datum versehen, sodass man sich im Zeitfluss gut zurechtfinden kann. Er schreibt Pino einen Charakter zu, der zu seiner Geschichte passt. Er ist ein besonnener, junger Mann, der ziemlich genau weiß, was er tut und sich wenig, oder nichts vorschreiben lassen will.

Ein mutiger, junger Mann, dem die Liebe zu seiner Laura das Wichtigste ist!

Mir gefallen beide Charaktere sehr gut. Der des Vaters, der noch in der Monarchie aufgewachsen ist und einen sehr klaren Ehrbegriff hat, aber auch der des Sohnes, der sich auflehnt, wenn es nötig ist und trotzdem recht besonnen agiert.

Ich habe diese Liebesgeschichte sehr gerne gelesen und mit Spannung verfolgt, auch wenn sie stellenweise etwas kitschig ist und der Zufall den Liebenden all zu arg in die Hände spielt. Und schlußendlich ist ihnen das Glück eh nicht so hold, wie ich es ihnen gewünscht hätte.

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Rezensionen von Miro:

Leben und Lieben in Zeiten des Krieges

Die Liebenden von der Piazza Oberdan von Christian Klinger

Vittorio ist gegen den Willen seines Vaters mit den Italienern in den ersten Weltkrieg gezogen und überlebte nur knapp und mit ganz viel Glück. So verbrachte er die letzten Kriegsjahre in Padua, um sein Jurastudium abzuschließen. Im Anschluss kehrte er nach Triest zurück, wo er feststellen musste, dass seine Mutter diese finstere Zeit nicht überlebt hatte und sein Vater keinen Kontakt mehr zu seinem abtrünnigen Sohn wünscht.

War der Vater wirklich so Monarchietreu?

Vittorio baut sich in Triest ein neues Leben auf, wird Partner in einer gut florierende Kanzlei, heiratet und bekommt einen Sohn - Pino.

Leider stehen die Zeiten wieder schlecht, die Faschisten kommen an die Macht und ein weiterer Krieg ist am Entflammen. Vittorio versucht seine Familie diesmal aus den Kriegswirren herauszuhalten und sein Sohn, der zwar seinen eigenen Kopf hat und nicht immer auf seinen Vater hört, gehorcht eigentlich auch.

Trotzdem wird er von der SS verhaftet, weil er leider am falschen Ort, zur falschen Zeit auf sein Mädchen gewartet hatte. Ihr regelmäßiger Treffpunkt war die Piazza Oberdan, wo auch die SS ihren Stützpunkt hat.

Warum die beiden Liebenden diesen schwierigen Ort für ihre Treffen gewählt hatten, klärt der Autor hier nicht auf. Das geht auch aus keinen Zeitzeugnissen hervor, die es über diese beiden noch gibt. Aber es gibt noch Brief, die diese Liebe dokumentieren.

Christian Klinger führt uns an diese Geschichte nicht chronologisch heran. Die einzelnen Kapitel sind allerdings mit Datum versehen, sodass man sich im Zeitfluss gut zurechtfinden kann. Er schreibt Pino einen Charakter zu, der zu seiner Geschichte passt. Er ist ein besonnener, junger Mann, der ziemlich genau weiß, was er tut und sich wenig, oder nichts vorschreiben lassen will.

Ein mutiger, junger Mann, dem die Liebe zu seiner Laura das Wichtigste ist!

Mir gefallen beide Charaktere sehr gut. Der des Vaters, der noch in der Monarchie aufgewachsen ist und einen sehr klaren Ehrbegriff hat, aber auch der des Sohnes, der sich auflehnt, wenn es nötig ist und trotzdem recht besonnen agiert.

Ich habe diese Liebesgeschichte sehr gerne gelesen und mit Spannung verfolgt, auch wenn sie stellenweise etwas kitschig ist und der Zufall den Liebenden all zu arg in die Hände spielt. Und schlußendlich ist ihnen das Glück eh nicht so hold, wie ich es ihnen gewünscht hätte.

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Rezensionen von KimVi:

Spannung und Nervenkitzel garantiert!

Raum der Angst Ein Escape-Room-Thriller von Marc Meller

Sieben Probanden, die sich freiwillig zu einem wissenschaftlichen Escape-Room-Experiment angemeldet haben, verschwinden spurlos. Die Polizei steht vor einem Rätsel. Die junge Studentin Hannah wird zur gleichen Zeit betäubt, entführt und wacht in einem verschlossenen Raum auf. Als die sieben Probanden, die bisher glauben, dass sie an dem Experiment teilnehmen, plötzlich in diesem Raum auftauchen, ahnt noch niemand, welch perfides Spiel sie erwartet.

Ein Spiel auf Leben und Tod....

Durch den rasanten Einstieg ist man sofort mitten im spannenden Geschehen. Die Atmosphäre ist düster, bedrohlich und äußerst angespannt. Genau wie die Teilnehmer, weiß man nicht, was einen auf den folgenden Seiten erwarten wird. Dass es nichts Gutes ist, wird einem allerdings sofort klar und deshalb gerät man früh in den Sog der Ereignisse und beobachtet gespannt, welche Rätsel gelöst werden müssen. Der Drahtzieher scheint an alles gedacht zu haben und mühelos dafür zu sorgen, dass ein Teilnehmer nach dem anderen in tödliche Fallen gerät. Dabei stellt man sich die Frage, welche Motivation den Täter antreibt und welche Rolle Hannah in diesem Spiel zugedacht ist. Die Spannung ist von Anfang an spürbar, kann konstant gehalten werden und sich bei entsprechenden Szenen sogar noch steigern. 

Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet, denn man verfolgt nicht nur das perfide Treiben im Escape-Room-Experiment, sondern auch die Ermittlungen der Polizei. Dadurch hat man einen guten Überblick über die Gesamthandlung. Es kommt zu einigen überraschenden Wendungen, die zusätzlich für Spannung sorgen, so dass sich dieser Thriller quasi von selbst liest. Die detaillierten Beschreibungen der tödlichen Gefahren des Spiels sorgen für einige Gänsehautmomente. Als sich dann allerdings die Hinweise auf den Täter und seine Motivation verdichten, lässt die aufgebaute Spannung etwas nach. Denn die präsentierte Auflösung wirkt nicht vollkommen schlüssig und nachvollziehbar. Dennoch verfolgt man weiter interessiert dem Verlauf, um schließlich mit einem atemberaubenden Finale und einem Cliffhanger belohnt zu werden, der für ein mulmiges Gefühl sorgt.

Ein fast durchgehend spannender Thriller, der allerdings bei der Auflösung etwas schwächelt. Dennoch kann man einige nervenaufreibende Lesestunden damit verbringen und den Nervenkitzel genießen. 

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Albin Leclerc kann's nicht lassen

Eiskalte Provence von Pierre Lagrange

Es ist Vorweihnachtszeit in der Provence. Albin Leclerc, der pensionierte Leiter der Kriminalpolizei soll sich um die diversen Weihnachtsgeschenke für die Familienmitglieder kümmern, als er wieder einmal von einem mysteriösen Mordfall hört: Nicolas Aubry muss sich wegen eines Unwetters mit seiner Wandergruppe in einem verlassenen Steinhäuschen unterstellen.

Dabei entdeckt einer der Gruppe eine Frauenleiche, die als Braut ausstaffiert ist und - bei näherer Betrachtung durch die Polizei - verstümmelt worden ist.
Noch bevor Castel und Theroux, die offiziellen Kriminalbeamten mit ihren Ermittlungen so recht weiterkommen, mischt Leclerc gemeinsam mit seinem Mops Tyson wieder mit. Einige Spuren führen in das Châteaux du Soleil, das bereits einmal als Sitz der Sekte der Sonnentempler, eine unheimliche Rolle gespielt hat.
Wenig später findet man einen Selbstmörder, der in seinem Abschiedsbrief gesteht, die junger Frau ermordet zu haben. Doch das kommt Leclerc ziemlich unwahrscheinlich vor, zumal der Tote ähnliche Verstümmelungen wie die Frauenleiche aufweist. Ein Gespräch mit dem ebenfalls bereits pensionierten Psychiater Foucher deutet in Richtung einer rumänischen Sekte.

Leclerc ahnt zwar, dass auch diesmal der Betreiber des Châteaux du Soleil seine Finger im Spiel hat und, dass es sich hier um ein Verbrechen mit komplexen Zusammenhängen handelt, aber wie kompliziert diese sind, erschließt sich ihm erst spät, beinahe zu spät.

Meine Meinung:

Ich muss immer wieder schmunzeln, wenn sich Albin Leclerc in die Ermittlungen einmischt. Doch diesmal kostet ihn sein Alleingang am Ende beinahe das Leben.

Gut gefallen hat mir die atmosphärische Schilderung des Advents in der Provence, über die mir bislang so gar nichts bekannt gewesen ist. Die Krippenfiguren, die Albin und auch Tyson ähnlich sehen, sind ein netter Einfall.

Sehr interessant finde ich den Hinweis auf die Sekte der Skopzen, die ihren Mitgliedern absolute Keuschheit abverlangt und zur Erreichung dieses Ziels auch vor der Verstümmelung der Geschlechtsorgane sowohl bei Männern als auch bei Frauen nicht zurückschreckt. Vor allem das Auftreten der ursprünglich russischen Sekte in Südfrankreich ist anschaulich erklärt.

Die Charaktere sind wieder gut gelungen. Allen voran natürlich Albin Leclerc, der diesmal bange Tage wegen einer Untersuchung durchstehen muss. Zum Arzt gehen? Das ist nicht Leclercs Welt. Auch Matteo, der Gastwirt, der ein glühender Anhänger Marine Le Pens ist, darf wieder seine rechtspopulistischen Tiraden loslassen.

In Albins Privatleben scheint sich endlich eine lang erwartete Änderung anzukündigen, was Lust auf den nächsten, den 7. Band macht.

Der Showdown selbst ist allerdings für mein Empfinden doch zu dick aufgetragen. Das kostet einen Stern.

Fazit:

Ein Krimi, der zu einer ungewöhnlichen Jahreszeit spielt. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

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