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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Lesehörnchen99:

Wichtiges Thema für jedes Mädchen

Rules For Being A Girl von Candace Bushnell; Katie Cotugno

Wie alle Mädchen ist Marin an ihrer Schule mit lauter ausgesprochenen und unausgesprochenen Anforderungen konfrontiert: Schminke dich, aber trag nicht zu viel Make-up. Werd nicht zu dünn, aber auch nicht zu dick. Sei witzig, aber dränge dich nicht in den Mittelpunkt … Und Marin ist gut darin, die Regeln zu befolgen.

Bis ein Vorfall mit ihrem Lehrer ihr die Augen öffnet. Erstmals sieht Marin, wie ungerecht Mädchen und Frauen behandelt werden. Und sie beschließt, sich nicht länger an die Spielregeln von anderen zu halten, auch wenn das bedeutet, dass sie sich gegen ihre eigenen Freunde stellen muss.

Ein Thema, das wirklich jedes Mädchen anspricht, egal welchen Alters. Ob jetzt noch Teenager oder schon junge Erwachsen.
Warum soll man sich immer anpassen, warum soll man sich immer so verhalten, wie er von einem "braven" Mädchen erwartet wird? Wann dürfen Mädchen einfach Menschen sein?
Mich hat das Buch sehr bewegt und auch sehr gut unterhalten. Ein Thema, das mich schön sehr lange beschäftigt und auch nie loslassen wird.
Vielleicht ist manche Entscheidung ein wenig krass, aber es ist ihre Entscheidung. Ich kann das Buch nur jedem Empfehlen.

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Rezensionen von Lesehörnchen99:

Fantasievolles Märchen

Der Winter des Bären von Kiran Millwood Hargrave

Seit Jahren ist der Eldbjørn-Wald im Griff eines eisigen Winters, der Frühling ist nur noch eine ferne Erinnerung. Hier lebt Mila mit ihren drei Geschwistern. Sie halten fest zusammen und würden einander nie im Stich lassen. Doch eines Tages ist Milas Bruder Oskar plötzlich verschwunden – und Mila ist ganz sicher, dass er entführt wurde.

Die Schwestern machen sich auf die Suche nach ihm, begleitet von ihren zwei treuen Schlittenhunden. Einen Verbündeten finden sie in dem geheimnisvollen Zauberer Rune. Er weiß, wer Oskar entführt hat: der Bärengeist Bjørn, der hoch im Norden auf einer sagenhaften Insel lebt und doch eigentlich den Eldbjørn-Wald schützen sollte. Mit Runes magischen Kräften, die Schnelligkeit verleihen und es sogar möglich machen, unter Wasser zu atmen, macht sich Mila auf in den Norden.

Märchen mochte ich schon als Kleinkind unheimlich gern, je länger je lieber. Daher liebe ich Bücher, die einen Märchenhaften Touch haben. Und genauso eines ist der Winter des Bären.
Ein großartiger Schreibstil und eine Geschichte, die so fantasievoll erzählt ist, das ich sie mehr oder weniger in einem Rutsch gelesen habe.
Ein ganz tolles, absolut empfehlenswertes Buch für jedes Alter. Für jüngere, schon mutige auch zum Vorlesen.

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Rezensionen von brauneye29:

Wieder sehr spannend

Zerrissen von Tsokos Michael

Zum Inhalt:
In einem besonders schweren Fall von Kindesmisshandlung muss Fred Abel aussagen. Bei dem Mädchen handelt es sich ausgerechnet um die Nichte seiner Kollegin Sabine Yao. Das ist für das Verhältnis der beiden nicht gerade förderlich. Und das ist nicht der einzige Fall. In einem Boxclub wird eine Leiche in einem Boxsack aufgefunden.

Alles deutet sehr schnell auf einen libanesischen Drogen-Clans hin und die schrecken vor nichts zurück.
Meine Meinung:
Wieder ist es Herrn Tsokos gelungen mit echten Fällen gespickt eine spannende Geschichte zu erzählen, bei der die Ereignisse Schlag auf Schlag kommen und geschickt wird eine gelungene Geschichte erzählt. Mir gefallen die Geschichten und Fred Abel sehr gut und ich freue mich auch sehr, dass die Serie fortgesetzt werden soll. Mehr davon.
Fazit:
Wieder sehr spannend

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Rezensionen von Sophie H.:

Ein superschurkiges Handy!

Hilfe, mein Handy ist ein Superschurke! von Rüdiger Bertram

Franzi möchte gerne ein Handy haben. Alle Kinder in ihrer Klasse haben eins. Aber ihre Eltern erlauben es nicht und das hat zwei Gründe: Wie alle Eltern haben sie Angst, dass Franzi ihre ganze Zeit am Handy verdaddelt und sie haben einfach kein Geld, um Franzi diesen Wunsch zu erfüllen. Beide Elternteile arbeiten viel, aber das Geld ist trotzdem sehr knapp.

Als Franzi dann auf das Gymnasium wechselt, wird sie von ihren neuen Klassenkameraden sehr bald gemobbt, weil sie kein Handy hat. Neue Freundschaften kann sie nicht schließen, weil alle Verabredungen über das Handy getroffen werden. Als die Eltern das mitbekommen, kratzen sie all ihr Geld zusammen und überraschen ihre Tochter mit einem Handy. Obwohl das ein sehr altes Modell ist, ist Franzi superglücklich. Bis das Handy gleich in der ersten Nacht zum Leben erwacht! Das Handy hat ein Eigenleben und stellt sich als Dandy Smart vor. So ein lebendiges Handy kann praktisch sein, wenn es im Erdkundeunterricht vorsagt. Es kann lustig sein, wenn es Nachrichten von anderen Handy abfängt und ausplaudert. Aber es kann auch gefährlich sein. Nämlich dann, wenn sich das Handy als Superschurke entpuppt und Pizzen auf Rechnung anderer bestellt. Richtig kritisch wird es, als Dandy Smart seine neue Besitzerin dazu anstiftet, in eine Firma einzubrechen, um einen Superchip zu klauen. Aber nicht nur Dandy möchte diesen Superchip besitzen, auch eine weitere Person ist darauf erpicht. Und plötzlich findet sich Franzi in einer spannenden Jagd nach dem Chip wieder.
Rüdiger Bertram schreibt flüssig, spannend und sehr humorvoll. Auch die Illustrationen von Ka Schmitz haben mir sehr gut gefallen. Sie setzen wörtliche Rede als Comic um. Das dürfte den jungen Lesern besonders gut gefallen. Obwohl die Hauptperson ein Mädchen ist, gefällt auch Jungen das Buch gut, schließlich würden auch sie gerne ein superschurkiges Handy besitzen. Klare Leseempfehlung!

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Rezensionen von Lesemama:

Wunderschön anzuschauen

Hilfe, mein Handy ist ein Superschurke! von Rüdiger Bertram

Bewertet mit 4 Sternen

Zum Buch:
Die Valeria Lane ist den LeserInnen von Manuela Inusas Bücher ein Begriff. Eine romantische Straße mit vielen Läden.
Nun, in der Adventszeit, werden von den Besitzerinnen alle möglichen Tipps und Basteleien, Dekorationen und auch Backideen an uns weitergegeben.

Meine Meinung:
Alle Bücher der Reihe habe ich zwar lange noch nicht gelesen, aber das Adventsbuch ist trotzdem absolut lesenswert.
Schöne Ideen, ob zum Basteln, Stricken oder einfach nur Dekorieren sind in dem Buch gesammelt. Zwischendurch kommen die Protagonisten zu Wort, es gibt Listen, Vorschläge wie man die Adventszeit stressfrei genießen kann und die Rezepte sind nachvollziehbar.
Ich mag das Buch, es stimmt sehr gut ein auf die schöne Zeit.
Optisch eine Bereicherung, stimmungsvoll und einfach schön anzuschauen. Auch wenn man die Bücher der Valeria Lane nicht kennt, sind einige sehr nette Ideen dabei.
Am besten gefielen mir die Listen, so kann man sich entspannt vorbereiten.

Natürlich ist es für Fans mit den Büchern zu verbinden und eine Bereicherung, aber auch ohne die Bücher unbedingt zu kennen, findet man jede Menge Inspirationen in dem Buch.
Dieses Jahr werde ich wohl das ein oder andere aus der Valeria Lane in mein Wohnzimmer stellen (;

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Rezensionen von Petra Gruber:

On the Road

Volkswagen Blues von Jacques Poulin

Das Cover:
Ein wenig gelblich verfärbt, ein altes Foto, darauf eine gerade Straße, die Richtung Berge führt und ein rot-weißer VW Bulli. Die Schrift in Weiß, Weinrot und Orange, es lässt an 70er Jahre denken, an alte Reisebilder. Es erzeugt Fernweh und mach Lust zu erkunden, worum es in diesem Roman geht.

Der Titel:
Volkswagen Blues, klingt schön, ist voller Bedeutungen. Offensichtlich ist, dass die Protagonisten mit eine VW Bus unterwegs sind, das erfahren wir aus dem Klappentext. Der Blues, das ist einerseits Musik, aber andererseits auch Traurigkeit, auf einer Reisen mit einem alten Kleinbus kann es schonmal VW Blues geben, oder auch einfach nur den Blues des Lebens.
Die Zeit:
Beginnt man zu lesen, weiß man erst nicht recht, in welcher Zeit die Geschichte spielt. VW Busse sind ja gerade wieder sehr in, ich dachte erst, wir würden uns in der Aktualität bewegen. Schnell wird klar, dass dem nicht so ist. Wir befinden uns in den frühen 80ern bzw. späten 70ern. Reisen werden mit Karten geplant, mit Büchern und Infos aus dem Fremdenverkehrsamt. Keine Handys, kein GPS, keine Apps. Ich wurde richtig sentimental, denn so habe auch ich zu reisen begonnen. Irgendwie war das schön, abenteuerlicher als heute, poetischer.
Die Geschichte:
Jack Waterman, kanadischer Autor aus Montréal macht sich aus einem Impuls heraus auf die Suche nach seinem verschollenen Bruder Théo. Letztes Lebenszeichen von ihm war eine Karte mit einem kryptischen Text aus Gaspé, abgesendet viele Jahre ehe der Roman beginnt. Auf dem Campingplatz dort fällt ihm eine junge Frau mit einem schwarzen Kätzchen auf, wenig später trifft er sie, sie ist per Anhalter unterwegs und fährt mit ihm mit.
Damit beginnt eine lange Fahrt im alten VW Bulli, die sie von Canada aus durch die USA führt, immer auf den Spuren der Siedler, der Indianer, der Eroberer Nordamerikas. Das Mädchen, deren Namen wir nie erfahren, ist Halbindianerin, sie weiß viel über die Geschichte der Indianervölker, ist eine leidenschaftliche Leserin und Museumsbesucherin. Auf den Spuren des Bruders, aber auch der Siedler, der Indianer, lernen wir die beiden besser kennen, erfahren aber auch unglaublich viel über die Geschichte der Indianer, die auch Geschichte der USA ist, allerdings ein ziemlich trauriges Kapitel.
Ob sie Théo am Ende finden, wo ihre Reise endet, ob Jack wieder zu schreiben beginnt,… Das verrate ich hier natürlich nicht!
Fazit:
Eine wunderschöne, sehr ruhig erzählte Geschichte voller interessanter Infos, voller Menschlichkeit, voller Begegnungen,… Am liebsten würde ich mich sofort auf den Weg machen und die Route hinterher reisen. Im Gepäck die vielen Bücher der beiden und mit Zwischenstopps in sämtlichen Museen, die auch sie besuchen.
Bücherlesen ist Reisen im Kopf, mit diesem Roman ganz besonders! Schön ist das!

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Rezensionen von Caroline :

Huldatrilogie "Nebel"

NEBEL von Ragnar Jonasson

Nun ist das Ende der Trilogie gekommen, danke für den btb Verlag für das Rezesionsexemplar.

Zuerst zum Kriminalfall, der Hulda vor große Herausforderungen stellt. Nicht nur in ermittlerischer Sicht sondern auch für ihr Gefühlsleben.
Es ist Februar und im östlichen Teil der Insel werden zwei Leichen in einem verlassenen Bauernhaus gefunden.

Diese wurden augenscheinlich ermordet, bereits rund um die Weihnachtsfeiertage. Die Wetterlage und die großen Schneemassen haben die Entdeckung so lange verzögert.

Huldas Chef übergibt ihr den Fall, obwohl ihm bewusst ist, dass sie noch immer seelisch stark angeschlagen ist. Zu Weihnachten hat sich ihre 13jährige Tochter umgebracht, dieses furchtbare Ereignis schwebt wie eine dunkle schwere Wolke über Hulda.

Diesen Fall fand ich besonders spannend. Der Doppelmord wird in zwei Erzählsträngen aufgeklärt. Dabei erfährt der Leser einiges über die Opfer aber auch über Hulda, ihren Ehemann und ihre Tochter.

Mehr kann und will ich nicht erzählen. Jedes zusätzliche Wort wäre gespoilert und würde das Lesevergnügen schmälern.

Zur Trilogie gesamt:
Man kann die Bücher auch einzeln lesen, man kann sie auch in verkehrter Reihenfolge lesen aber ich bin Verfechterin des richtigen Reihenfolge lesens.
Jeder einzelne Fall hat seine Stärken. Vor allem der erste Teil (da besonders das Ende) hat mich überzeugt.
Teil zwei und drei passen unglaublich gut dazu und ergänzen die Informationen zu Hulda. Diese Kommissarin wird mir im Gedächtnis bleiben. Eine Frau, knapp vor der Pensionierung, die sich ihr Leben lang gegen die Männer in ihrem Metier wehren musste.

Mir haben alle drei Bücher gut gefallen. Teil 1 wegen dem Wahnsinnsende, Teil 2 wegen der spannenden Geschichte und Teil 3 wegen dem Kriminalfall und auch dem letzten Absatz, der ein völlig neues Licht auf Hulda wirft.

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Rezensionen von Petra Sch.:

Finale der großen schwedischen Widerstands-Trilogie

Feuerrache Thriller. Kla. von Boije af Gennäs Louise

3,5 Sterne

Kurz zum Inhalt:
Nachdem die 25jährige Sara von einer unbekannten Organisation monatelang psychisch in den Wahnsinn getrieben wurde, wegen der auch bereits ihre Eltern und andere ihr nahe stehenden Personen sterben mussten, hat sie nach einer längeren Auszeit eine neue Stelle bei den Schwedischen Streitkräften bekommen.

Schnell steigt sie von der Postverteilerin zur Assistentin des Stabschefs auf.
Doch die Organisation meldet sich bald wieder bei Sara, denn sie will etwas von ihr. Sara weiß jedoch nicht, was das sein soll. Als sie es endlich herausfindet, schwebt sie in höchster Lebensgefahr.
Als die Organisation Lina, Saras jüngere Schwester, auf ihre Seite zieht, ist für sie eines sicher: sie wird sich diesen Machenschaften und Intrigen mit allem, was sie hat, entgegenstellen, um diesem Wahnsinn ein Ende zu bereiten...


Meine Meinung:
"Feuerrache" ist das Finale der großen schwedischen Polit-Widerstands-Trilogie. Die Geschichte ist zwar mehr oder weniger in sich geschlossen, viele Vorkommnisse aus den beiden vorigen Bänden sind erwähnt; man sollte jedoch definitiv die Vorgänger-Bände gelesen haben, um alles in diesem Buch richtig verstehen zu können.
Die Geschichte ist in ich-Form von Sara geschrieben, somit kann man als Leser noch tiefer in die Gedanken- und Gefühlswelt von Sara eindringen und nimmt alles noch intensiver wahr.
Louise Boije af Gennäs hat mit ihrer Widerstandstrilogie eine Geschichte politischer Verschwörungen unerklärlichen Ausmaßes geschrieben: wie viel Macht hat der Staat? Bzw. wieviel vertuschen die Obrigkeiten, um sich und ihresgleichen zu schützen? Glauben Menschen mit Geld und an der Macht tatsächlich, dass Gesetze für sie nicht gelten und sie mit allem durchkommen? Sehr befremdlich und vor allem angsteinflößend finde ich, dass diese Zeitungsartikel und diese unaufgeklärten Affären echt sind. Mich überkommt es kalt, wenn ich daran denke, dass dies alles Realität ist. Intrigen, Täuschungen, Manipulation Waffen- und Menschenhandel an höchster Stelle in einem Land, das als eines der sichersten, fortschrittlichsten und sozialsten (!!) Europas gilt.
Die Spannung wird doch immer recht hoch gehalten, denn es lauert eine ständige Bedrohung über Sara. Es passieren unergründliche Dinge, und natürlich will man auch wissen, wer diese Organisation ist, und was diese eigentlich von Sara bekommen will.
Und wer arbeitet für und wer gegen diese Organisation? Hierbei tappt der Leser auch lange im Dunkeln. Nur bei Saras Freunden Sally und Andreas war ich mir immer sicher.
Wie in den vorigen Bänden sind immer wieder (reale) Zeitungsartikel eingestreut, die den Leser über das angeblich so fortschrittliche und nicht-korrupte Europa nachdenken lassen...
In diesem Abschlussband wird der Leser endlich darüber aufgeklärt, was die Abkürzung der Organisation bedeutet, wer dafür arbeitet und wofür sie überhaupt steht. Und warum sie Sara verfolgt, aber nicht getötet hat. Das fand ich authentisch und nachvollziehbar.
Leider fand ich einige Dinge unrealistisch - wieso hat die Organisation alle Unterlagen vernichten lassen, nur die Zeitungsartikel von Saras Vater waren noch da?
Und der Showdown am Schluss war mir zu übertrieben und unglaubwürdig und hat mich an schlechte amerikanische Actionfilme erinnert: Die Bösewichte tauchen immer und immer wieder auf, obwohl das gar nicht möglich sein kann.
Außerdem war es mir teilweise zu sehr gewollt in die Länge gezogen; man hätte die knapp 630 Seiten locker um 100 kürzen können.
Auch hätte ich mir einen tatsächlichen 'richtigen' Abschluss gewünscht: können die Unterlagen, die Sara retten konnte, etwas gegen diese weit verzweigte Organisation ausrichten? Somit war der Abschluss halb-offen und ich leider nicht ganz zufrieden gestellt.
Das Cover passt wieder sehr gut und bezieht sich auf die Akte "Osseus", was "Knochen" bedeutet.
Zu erwähnen ist auch der Buchschnitt in einem knalligen Orange, der in der gleichen Farbe wie der Titel gehalten ist und ins Auge sticht.


Fazit:
Finale der schwedischen Widerstands-Trilogie, bei der eine taffe junge Frau gegen die Machtkämpfe und Verwirrspiele der Reichen und Mächtigen kämpft. Leider ein übertriebener und unglaubwürdiger Actionfilm-Showdown und für mich leider keine ganz befriedigende Auflösung, weshalb ich nur 3,5 Sterne vergeben kann.

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Rezensionen von Harakiri:

gut geschrieben, spannend aufgemacht

Zerrissen von Tsokos Michael

True Crime Thriller haben so ein bisschen was Besonderes: man weiß nie, was wahr ist und was erfunden.
Auch im neuen Thriller von Michael Tsokos hat Rechtsmediziner Fred Abel wieder jede Menge Fälle auf seinem Tisch. Aus einem relativ harmlosen „Unfall“ mit schweren Folgen, entwickelt sich ein Szenario, das Abel so nie und nimmer erwartet hätte.

Und auch der Leser nicht. Mit Spannung verfolgt man Seite um Seite und da hat Tsokos so einige Überraschungen für den Leser bereit. Die Geschichte entwickelt irgendwann eine ganz eigene Dynamik und ohne dass viel Blut fließt, bleibt das Buch von der ersten Seite an spannend. Besonders gut fand ich auch, dass die Täter sich nicht so einfach haben überrumpeln lassen. Ein Mann gegen 10 und der eine gewinnt, ist immer so unglaubwürdig. Tsokos hat da so seine eigenen Ideen und die fand ich sehr gelungen. Allerdings war die Handlung teilweise schon sehr weit hergeholt, aber wer weiß, was nicht unter der Oberfläche in der Hauptstadt Deutschlands so brodelt.
Was aussieht wie ein schmales Bändchen „das man ja schnell durch hat“, hat es in sich. Auf 400 Seiten rast die Handlung nur so durch die Seiten und durch unterschiedliche Perspektiven bleibt es spannend.
Am Ende bekommt man als Leser noch einen kleinen Einblick in die Welt der Fälle des Autors, die ihn auch teilweise zu dieser Geschichte inspiriert haben. Man mag es teilweise kaum glauben. Sehr begeistert hat mich auch die Aussage, dass Abel und Herzfeld wiederkommen werden. Darauf freue ich mich schon sehr.

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Rezensionen von heinoko:

Vielleicht eher eine Männerlektüre

Final Control von Veit Etzold

Wenn ein Autor Hochschulprofessor und Redner für Corporate Storytelling ist, überhaupt einen beeindruckenden Lebenslauf vorweist, zudem mit einer Rechtsmedizinerin verheiratet ist, kann man davon ausgehen, dass seine Bücher reichlich mit Hintergrundwissen gefüttert und strategisch raffiniert konstruiert sind.

Und so besticht auch in diesem Buch wiederum gründliche Recherche kombiniert mit persönlicher Erfahrung, in Form gebracht in einer spannenden Erzählweise.

Im vorliegenden Politthriller, der uns inhaltlich näher rückt als wir es wollen, geht es letztlich um die totale digitale Überwachung. Da ist der Milliardär Dairon Arakis, und da ist Tom, der dringend einen Investor braucht. Während die Welt schier vor die Hunde geht, insbesondere Europa direkt vor einem Bürgerkrieg steht, bietet Arakis die scheinbar einzige Lösung an, nämlich eine chinesische Sicherheitstechnologie. Doch hieße das nicht, den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben?

Als durchschnittlich gebildete Leserin kann ich nicht abschätzen, ob die Bilder, die Veit Etzold hier entwirft, nicht allzu klischeehaft skizziert sind. Zumindest muten sie mich so an. Ist Europa wirklich im Vergleich zur chinesischen Macht so träge-dummdöselig? Und wieso wird ein Bodyguard mit schier überirdischen Karate-Kräften so einfach ausgetrickst? Dies nur zwei kleine Beispiele von Szenen, die mich im Buch nicht überzeugen konnten. Davon gab es etliche. Was mich außerdem nervte, war die Überflutung von Insider-Fachwörtern wie „Non-Disclosure-Agreements“ oder „Pitch“ oder „Heatmaps“ und viele andere. Ich hatte keine Lust, ständig zu googeln, was damit gemeint ist. Der Autor mit dem beeindruckenden Wissenshintergrund hält sich im Buch mit diesem vielfältigen Wissen nicht zurück. Das macht das Buch besonders, denn es gibt nicht nur Thrillerspannung mit einem Schuss Science Fiction, mit politischer Brisanz garniert. Sondern wir lernen auch zum Beispiel, wie, wo und warum das Buch „Frankenstein“ von Mary Shelley entstanden ist. Also kurz gefasst: Es gibt allerlei Klischees, unglaubwürdige Szenen, sich wiederholende Bonmots, viele Fachwörter und Wissensüberladung. Aber es gibt durchaus auch realitätsnahe Spannung. Irgendwie habe ich den Verdacht, dass Veit Etzold eher für männliche Leser schreibt…

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