Kunden em pfehlungen
Rezensionen von mamaofhannah07:
Modern statt Klassisch
Still schweigt der See von Tina Schlegel
Still schweigt der See ein Bodenseekrimi von Tina Schlegel (Emons Verlag)
… Bei einem Baum ungefähr in der dritten Reihe war ein hellblaues Band um einen Ast gebunden. Es flatterte im Wind, und Sito konnte nicht sagen, was daran ihn verstörte. ...S.19
Hauptkommissar Paul Sito und seine Kollegen bekommen es in dem neuen Fall mit einer Geiselnahme an der Universität Konstanz zu tun.
Persönliche Berührungspunkte ergeben sich, da Enzig, ein Kollege Pauls unter den Geiseln ist. Miriam, die Freundin des Kommissars ist ebenfalls involviert.
Die Forderungen der Geiselnehmer beziehen sich auf eine ungeklärte Vergewaltigungsserie in der Bodenseeregion. Erschwerend kommt hinzu, dass die Kriminellen die sozialen Netzwerke für ihre Zwecke nutzen. Mit Liveübertragungen nehmen sie direkten Einfluss auf die Meinung der Bevölkerung und setzen die ermittelnden Beamten unter Druck. Die Tat fällt zeitgleich auf den Tag des Klimaschutzgipfels mit geplanten Kundgebungen und Demonstrationen von Thunberg-Aktivisten und Vertretern des rechten Flügels. Bei all diesen Aktionen gilt es den Überblick zu behalten und richtige Entscheidungen zu treffen.
Der Plot ist gut und bietet viele Facetten, die von Tina Schlegel in alle Richtungen bedient werden. Doch dieses Mal schreibt die Autorin einen ganz anderer Krimi aus dieser Reihe rund um Paul Sito. Dieser hier ist actiongeladen, modern, am Puls der Zeit. Wie schon in den Vorgängerbänden brilliert sie mit ausgereiften psychologischen Aspekten, grandiosen Charakteren und einer durchweg hohen Spannung im gewohnt direkten, angenehmen, passend poetischen Schreibstil. Man möchte das Buch gar nicht aus der Hand legen und einfach wissen, was an diesem ereignisreichen Tag noch alles passiert.
Die Figuren beziehen eindeutige Positionen zu politischen Ambitionen. Eine Schwarz-Weiß-Malerei ist für mich deutlich erkennbar. Ich hätte mir hier ein wenig mehr Vielfalt gewünscht. Trotzdem kann ich „Still schweigt der See“ jedem interessierten Leser sowie begeisterten Fans dieser Reihe ans Herz legen.
Fazit: Ich habe einen mitreißenden neuen Fall rund um das Ermittlerteam am Bodensee gelesen. Besonders gut haben mir die unterschiedlichen Charaktere mit ihrem regen Gefühlsleben gefallen. Die ruhigen Momente und Gedanken vom Hauptkommissar Sito genieße ich immer besonders. Auch die kollegialen Beziehungen und sich daraus ergebenden Gespräche finde ich ansprechend ausgearbeitet. Kleine Lebensweisheiten und Gedankenanstöße finden sich im Text. Die Romane von Tina Schlegel sind keine Überraschung im eigentlichen Sinne, denn sie sind einfach richtig gut! Emons steht ebenfalls für eine sehr gute Verlagsarbeit. Daher hoffe ich bald von Sito, Miram, Enzig und Co. u hören und zu lesen.
Rezensionen von mamaofhannah07:
K&K Schwestern in Hochform
Zwei Schwestern für ein Halleluja - Die K&K-Schwestern ermitteln (Die Schnüffelschwestern 4) von Tatjana Kruse
Zwei Schwestern für ein Halleluja ein Roman von Tatjana Kruse (Insel Taschenbuch Verlag)
Was für ein Fest. Konnys und Kriemhilds neuesten Abenteuer sind einzigartig skurril und ein Geschenk für die Lachmuskeln. 277 Seiten Situationskomik vom Feinsten! Flott und pointenreich liest sich der aktuelle Kriminalfall, der kapriziös daherkommt und mitten zwischen Konnys zarter Liebschaft zu einem Priester funkt.
Die gegensätzlichen Charaktere der beiden Schwestern harmonisieren auf verblüffende Art und Weise. Unterstützung erhalten sie von Herrn Hirsch, dem Gärtner derselbigen. Herr Hirsch ist Aphasiker mit gestörtem Sprachzentrum und die lippenformenden Worte purzeln zu unpassender Zeit in gewöhnungsbedürftiger Form aus seinem Mund. Nebenbei bombardiert der Graupapagei Chuck Norris die Gäste der Pension mit Schimpfworten und der anhänglichen Nacktkater Amenhotep im Fleece-Jäckchen sorgt für weitere Kapriolen. Im Zuge der Ermittlungen gelangen Kriemhild und Konny ins Kloster und suchen nach Erklärungen bei der Mutter Oberin. Herrlich! All dies beschreibt die Autorin mit einem angenehmen Humor, der den ein oder anderen Schmunzler beim Leser hervorlockt. Die Geschichte entfaltet einen reizenden Charme und sorgt für kurzweilige, lustige und entspannte Lesestunden. Konnys Kolumnen bewirken Abwechslung und helfen so manchem Hilfebedürftigen auf der Suche nach stichhaltigen Problemlösungen.
Die einleitenden, humorvollen Kapitelüberschriften wecken die Neugier und laden unvermittelt zum Weiterlesen ein. Eine Danksagung und ein Personenregister runden das Gelesene ab.
Fazit: Ich habe den vierten Band ohne Vorkenntnisse zu den ersten drei Kriminalfällen rund um die beiden Schwestern gelesen und mich sehr gut eingelesen sowie köstlich amüsiert. Fröhliche Lektüre, die es lohnt entdeckt zu werden! Daher warten die ersten Erlebnisse der K&K Schwestern auf baldiges Lesen in meinem Bücherregal.
Rezensionen von mamaofhannah07:
Lesen, Wohlfühlen, Loslegen
Rezepte für eine gute Zeit von Melanie Zechmeister; Elisabeth Unger
Rezepte für eine gute Zeit Ernten Kochen Teilen von Melanie Zechmeister & Elisabeth Unger (Löwenzahn Verlag)
„Wir glauben fest daran, dass Gesundheit, Zufriedenheit und persönliches Glück sehr eng mit echten, natürlichen Lebensmitteln, einem warmen Zuhause und der Besinnung auf die ursprünglichen Lebensgrundsätze verbunden sind.
“ S.15
Der Kern des Buches gepaart mit der Verbundenheit und einem höchst ansprechendem Schreibstil, so ist dieser Ratgeber mit der ansprechenden Rezeptsammlung für mich kein Klassisches Standardwerk im Sinne der Hobbyküche und Vorratshaltung. Denn in jeder Zeile liest sich der Respekt vor den Möglichkeiten, die Kornfeld, Boden und Co. für uns und unser Wohlbefinden hergeben. Die Rückbesinnung auf das Ursprüngliche und die Basis im Leben beschreiben die beiden Frauen mit viel Herz und Verstand. Die ansprechenden Bilder und Fotografien untermauern den Text und laden zum Stöbern und Verweilen ein.
Die einzelnen Rezepte und deren Zubereitung sind anschaulich und einfach erklärt. Dank der detailreichen Beschreibung gelingen die Rezepte spielend. Hilfreiche Tipps zu jeder Kreation und Verweise auf passende Beilagen und mögliche Variationen werten die Verwendung sowie das bevorstehende Geschmackserlebnis nochmals auf. Von Herzhaft bis Süß ist hier alles dabei. Besonders gefallen hat mir der Teil zu den alten Getreidesorten und deren Verwendung. Neues in einem Koch-und Backbuch zu lesen, ist nicht selbstverständlich. Hier lernt man durchaus Interessantes dazu.
Den anschließenden, passenden Teil zum Brotbacken habe ich interessiert verschlungen und mich an den beschriebenen Sauerteig gewagt. Gut verträglich und gesund, auch hier sind den Variationen fast keine Grenzen gesetzt.
Das Gesamtkonzept ist einfach stimmig und die Aufmachung sehr hochwertig. Ich liebe diese ursprünglichen Rezepte, die so wunderbar alltagstauglich sind, dazu noch schmecken und bekömmlich sind. Ein großes Lob an die beiden Autorinnen für hilfreiche Inspirationen und entspannte Lesestunden.
Fazit: Geerdet sein und ankommen, ein Wohlfühlbuch, welches zum Nachdenken anregt und beim Zubereiten und letztendlich beim duftenden, leckeren Endergebnis dem Leser ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Zum Verschenken für einen Herzensmenschen genauso geeignet, wie zur Freude für sich selbst.
Danke für dieses tolle Buch, welches in meiner Küche jetzt immer griffbereit steht.
Rezensionen von mamaofhannah07:
Vampir, Fledermaus oder einfach Mirella Manusch
Mirella Manusch - Hilfe, mein Kater kann sprechen! von Anne Barns; Christin-Marie Below
Mirella Manusch Hilfe, mein Kater kann sprechen! Christin-Marie Below und Anne Barns mit Illustrationen von Anastasia Braun Schneiderbuch/HarperCollins
„Erzähl!“ Ich setze mich neben sie, öffne meinen Mund und präsentiere meinen neuen Zahn. „Muah!“ Klara rückt ganz nah an mich heran. „Ist der echt?“ „Aber so was von!“ „Krass! Sieht aus wie ein Vampirzahn.
Wie cool!“ S.21
Der Stil in kindgerechter, ansprechender Sprache und dem leicht verständlichen Schreibstil sind altersentsprechend umgesetzt. Durch eine tolle Idee, Mirella die Sprache der Tiere verstehen zu lassen, entfalten sich einige lustige und skurrile Situationen. Das Mädchen könnte eine Freundin von nebenan sein und so kann sich jeder junge Leser oder Zuhörer leicht in die kleine Hauptfigur mit dem großen Herzen hineinversetzen. Das kleine Mädchen mit dem langen Eckzahn und ihre Freundin Klara können so manches Problem mit viel Ideenreichtum lösen. Die Charaktere sind liebevoll dargestellt und die Geschichte hinreißend fantasievoll umgesetzt. Uns hat das erste Abenteuer rund um Mirella Manusch und ihrem französisch sprechenden Kater Langstrumpf sehr gut gefallen. Die Cliffhanger am Ende finden wir nicht ganz so toll. Doch dies ist ja ein gängiges Mittel, um auf den nächsten Band neugierig zu machen.
Die zauberhaften Illustrationen haben uns durch das Buch begleitet und ihre Wirkung zum Text nicht verfehlt.
Fazit: Mirellas Welt mit ganz vielen Tieren und ungewöhnlichen Namen, ein Kinderbuch, welches einfach Freude macht.
Rezensionen von Bibliomarie:
Frostige Provence
Stille Nacht in der Provence von Cay Rademacher
Mit der Ehe von Andreas und Nicola Kantor steht es im Augenblick nicht zum Besten. Da kommt das Angebot eines Kollegen von Andreas gerade recht. Der besitzt ein Ferienhaus in einem abgelegenen Bergdorf in der Provence, genau das richtige für romantische Weihnachtsfeiertage um wieder zu einem harmonischen Zusammenleben zu finden.
Miramas-le-Vieux ist ein typisch provenzalisches Dorf, fast alle Häuser sind zu Feriendomizilen umgebaut. Im Sommer wird das Leben dort pulsieren, aber nun, einige Tage vor Weihnachten, wirkt es wie ausgestorben. Einheimische sind kaum zu sehen und die meisten Läden und Restaurants geschlossen. Dann kommt zu den eisigen Temperaturen noch ein heftiger Schneefall. Als Andreas früh aus dem Haus tritt, sieht er, dass der Schnee die Decke eines alten Kellers zum Einsturz brachte und zwischen den Steinbrocken sieht er einen Sarg. Nicht taufrisch, aber auch noch nicht so alt, dass es sich um einen historischen Fund handeln könnte. Auch die Überreste im Sarg scheinen noch sehr alt zu sein. Auf der Suche nach Hilfe stößt er im Ort auf Schweigen, niemand öffnet die Tür und als er später zu seinem Haus zurückkommt, ist der Sarg verschwunden. Nur Autospuren zeigen, dass er nicht geträumt hat.
Der Einzige, der ihm Glauben schenken will, ist ein strafversetzter, dem Alkohol zugeneigter Flic. Da der Schneefall das mittelalterliche Dorf von der Außenwelt abgeschnitten hat, beginnen Nicola und Andreas mit ihrer eigenen Recherche und statt des lähmenden Schweigens zwischen den beiden, gibt es nur endlich wieder Gespräche und Nähe.
Eine winterlich-weihnachtliche Geschichte vom Bestseller Autor Cay Rademacher, die zwar nicht in romantisch-verklärte Weihnachtsstimmung versetzt, aber spannend und ein wenig geheimnisvoll zugleich ist. Der Weihnachtskrimi ist kein umfangreiches Buch und auch nicht mit seinen Provence-Krimis zu vergleichen, aber vom Setting und von der Atmosphäre her gelungen und mir viel Vergnügen gemacht. Was frostig verhalten beginnt, nimmt bis zum Schluss noch gehörig Fahrt auf und löst sich sehr überraschend auf.
Ein gelungener, kleiner Krimi zum Fest.
Rezensionen von brauneye29:
Tolle Geschichten in schöner Aufmachung
Flo, der Flummi und das Schnack von David Rupp
Zum Inhalt: Hier finden wir viele kurze Vorlesegeschichten, die von bekannten Personen geschrieben und mit schönen Illustrationen versehen wurden. Zu jeder Geschichte gibt es eine empfohlenes Alter sowie eine Vorlesedauer. Meine Meinung: Das Buch ist total schön. Einerseits begeistern die wirklich schönen Illustrationen, andererseits die schönen Geschichten, die alle einen besonderen Zauber haben.
Mal sind lustig, mal ein wenig traurig, mal ein wenig zu träumen. Besonders gut hat mir auch gefallen, dass zu jeder Geschichte ein Altersempfehlung und eine Lesedauer mitgegeben wurde. So kann der Vorlesende gut entscheiden, welche Geschichte er/sie am besten auswählt. Ich glaube, dass die Geschichten den Kindern aber auch den vorlesenden Erwachsenen gut gefallen wird. Fazit: Tolle Geschichten in schöner Aufmachung
Rezensionen von Marie aus E.:
Schürt Islandsehnsucht
Das Wörterbuch des Windes von Nina Blazon
Objektiv betrachtet ist die Geschichte voll von Klischees und völlig unglaubwürdig.
Weibliche Heldin in Ehekrise, schlimme Trennung, aber glücklicherweise sofort väterlichen Freund im Urlaubsland Island gefunden, der auch noch Herberge stellt. Sämtliche attraktive Männer verfallen ihr, Sprachprobleme gibt es auch nicht lange und mit wem sich ein Happy End findet, zeichnet sich auch ganz schnell ab.
Mir doch egal!
Ganz so plump ist es natürlich nicht und mir hat das Buch richtig gut gefallen. Die Landschafts- und Bewohnerbeschreibungen Islands sind wunderwunderschön und auch Swea, die weibliche Hauptperson sowie ihre neuen Freunde, besonders Eimar, ein ehemaliger Lehrer, sind authentisch beschrieben. Dass das alles "etwas" unwahrscheinlich ist (s. erster Absatz) ist mir während des Lesens nie unangenehm aufgefallen, erst beim Reflektieren über diese Rezension. Insofern ein packender Schreibstil, der mich sofort mitgenommen hat.
Das Buch ist mit 576 Seiten schon ein schöner Wälzer - und hat mich so gepackt, dass ich es am Stück gelesen habe.
Eine wunderbare Mischung aus Lovestory, Naturbeschreibung, Krisenbewältigung und generell über Neuanfänge.
Darüber hinaus für alle Island-Fans ein Traum, Wehmut garantiert.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Manuela Meierhofer:
Kalmann - der Isländer zum Knuddeln
Kalmann von Joachim B. Schmidt
Wer hier einen klassischen Krimi erwartet, wird überrascht sein. Die Auflösung des Falles wird zwar prompt erledigt, spielt aber nicht die Hauptrollen in diesem Buch. Die Hauptrolle hat definitiv Kalmann. In seiner geistigen Entwicklung irgendwo in seiner Jugend stecken geblieben, ist er der "Held" in dieser Geschichte.
Ein äußerst sympathischer junger Mann der es sich zur Aufgabe gemacht hat, sein Heimatdorf zu beschützen. Vor allem vor Eisbären. Denn er ist davon überzeugt, dass es auf dieser Insel auch Eisbären gibt.
Ein Buch, das ich nicht mehr aus der Hand legen konnte. Herzerwärmend! Absolut lesenswert!
Rezensionen von C. P.:
Zweiter Teil des bibliomantischen Prequels
Der Pakt der Bücher von Kai Meyer
Dies ist nach „Die Spur der Bücher“ der zweite Teil des Prequels zur bibliomantischen Trilogie „Die Seiten der Welt“. Nachdem Mercy Amberdale im ersten Band einen Pakt mit Mister Sedgwick geschlossen hat, der beinhaltet, dass sie ihm das letzte Kapitel des ominösen Flaschenpostbuches besorgen soll, erhält Mercy überraschend die Gelegenheit, ihre Schuld zu begleichen.
Natürlich nicht ohne Hintergedanken, denn eine weitere Person hat Interesse daran, die Kapitel des Buches zu vereinen, um die wahre Macht darin für sich nutzen zu können. Schon bald entwickelt sich die Erzählung zu einem Abenteuer voller gefährlicher Intrigen, Spionen und vergifteter Magie. Hilfe erhalten Mercy und ihre Freunde, als plötzlich ein Luftschiff über London auftaucht.
Auch wenn Kai Meyer mit der Idee der Bibliomantik eine wundervolle Welt inmitten des Viktorianischen Londons erdacht hat, konnte mich der zweite Teil des Prequels nicht so recht überzeugen. Es gibt spannende Szenen und ausgefallene Ideen, faszinierende Charaktere und gefährliche Gegner, aber die Spannung wird wiederholt durch ewig lange Dialoge strapaziert, was auf Dauer toxisch für jedwede Buchmagie ist. Insbesondere Mercy tendiert dazu, alles totdiskutieren zu wollen und sich querzustellen, was manchmal angebracht erscheinen mag, aber wenn sie nunmal einen Pakt geschlossen hat nervt es mich, wenn sie sich bereits zu Beginn weigert, ihr Versprechen auch einzulösen. Deutlich interessanter war diesmal die Nebenfigur Tempest, die mich auch charakterlich überzeugen konnte.
Nachdem mich im ersten Teil des Prequels der Besserwisser für sich gewinnen konnte, war ich diesmal erstaunt über das Luftschiff sowie dessen Erbauer. Was die Bibliomantik betrifft, hatte ich wiederholt das Gefühl, die Macht dieser Magie nimmt bei einigen Leuten Überhand. Was da mithilfe eines Seelenbuches alles möglich war bei einigen Personen driftete mir irgendwann zu sehr ins Superlative ab. Mal eben ein Druckstoß oder ein magisches Refugium entstehen lassen? Plötzlich kein Problem mehr. Das war mir zu abgehoben.
Auch der zweite Teil des bibliomantischen Prequels zu den Seiten der Welt konnte mich nicht so recht überzeugen. Zuviele Dialoge strapazierten die Spannung aufs Ärgste, die Magie der Bücher nahm gigantische Ausmaße an und die Protagonistin nervte mit ihrer Einstellung, gegen alles und jeden gegenandiskutieren zu müssen.
Rezensionen von C. P.:
Zweiter Teil des bibliomantischen Prequels
Der Pakt der Bücher,2 Audio-CD, 2 MP3 von Kai Meyer
Dies ist nach „Die Spur der Bücher“ der zweite Teil des Prequels zur bibliomantischen Trilogie „Die Seiten der Welt“. Nachdem Mercy Amberdale im ersten Band einen Pakt mit Mister Sedgwick geschlossen hat, der beinhaltet, dass sie ihm das letzte Kapitel des ominösen Flaschenpostbuches besorgen soll, erhält Mercy überraschend die Gelegenheit, ihre Schuld zu begleichen.
Natürlich nicht ohne Hintergedanken, denn eine weitere Person hat Interesse daran, die Kapitel des Buches zu vereinen, um die wahre Macht darin für sich nutzen zu können. Schon bald entwickelt sich die Erzählung zu einem Abenteuer voller gefährlicher Intrigen, Spionen und vergifteter Magie. Hilfe erhalten Mercy und ihre Freunde, als plötzlich ein Luftschiff über London auftaucht.
Auch wenn Kai Meyer mit der Idee der Bibliomantik eine wundervolle Welt inmitten des Viktorianischen Londons erdacht hat, konnte mich der zweite Teil des Prequels nicht so recht überzeugen. Es gibt spannende Szenen und ausgefallene Ideen, faszinierende Charaktere und gefährliche Gegner, aber die Spannung wird wiederholt durch ewig lange Dialoge strapaziert, was auf Dauer toxisch für jedwede Buchmagie ist. Insbesondere Mercy tendiert dazu, alles totdiskutieren zu wollen und sich querzustellen, was manchmal angebracht erscheinen mag, aber wenn sie nunmal einen Pakt geschlossen hat nervt es mich, wenn sie sich bereits zu Beginn weigert, ihr Versprechen auch einzulösen. Deutlich interessanter war diesmal die Nebenfigur Tempest, die mich auch charakterlich überzeugen konnte.
Nachdem mich im ersten Teil des Prequels der Besserwisser für sich gewinnen konnte, war ich diesmal erstaunt über das Luftschiff sowie dessen Erbauer. Was die Bibliomantik betrifft, hatte ich wiederholt das Gefühl, die Macht dieser Magie nimmt bei einigen Leuten Überhand. Was da mithilfe eines Seelenbuches alles möglich war bei einigen Personen driftete mir irgendwann zu sehr ins Superlative ab. Mal eben ein Druckstoß oder ein magisches Refugium entstehen lassen? Plötzlich kein Problem mehr. Das war mir zu abgehoben.
Auch der zweite Teil des bibliomantischen Prequels zu den Seiten der Welt konnte mich nicht so recht überzeugen. Zuviele Dialoge strapazierten die Spannung aufs Ärgste, die Magie der Bücher nahm gigantische Ausmaße an und die Protagonistin nervte mit ihrer Einstellung, gegen alles und jeden gegenandiskutieren zu müssen.
Gelesen wird das ungekürzte Hörbuch erneut von Simon Jäger, der die Charaktere auf faszinierende Art lebendig werden lässt.











