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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von La Calavera Catrina:

Die besten Vorlesegeschichten aus dem Magazin NIDO

Flo, der Flummi und das Schnack von David Rupp

Wer nach außergewöhnlichen Vorlesegeschichten sucht, und die alten Märchen satt hat, findet in „Flo, der Flummi und das Schnack“ neben zwei anspruchsvolleren Geschichte für Ältere ab 8 Jahren, eine Vielzahl Lesematerial für die Jüngeren.
Ein großer Vorteil einer solchen Sammlung ist herauszufinden, welche Themen und Schreibstile den Kindern am meisten Spaß machen.

Besonders gefallen haben ihnen die kreativen Tiergeschichten, die man sich auch in einem Bilderbuch für die Kleinsten gut vorstellen könnte: „Der Elefant, der lesen lernen wollte“ ist dabei herausgestochen, genauso wie „Die Schildkröte Roswitha“ vom Sams-Autor Paul Maar. Das waren Geschichten, die die Kinder nochmal vorgelesen haben wollten.
Insgesamt hat mich aber auch die Vielfalt beeindruckt: von dem leidigen Thema Haarewaschen, originell in Szene gesetzt von dem Rammstein-Schlagzeuger Flake, bis hin zu ängstlichen Staubflusen, die unter alten Möbeln leben. Aber auch ernste Themen werden behutsam behandelt, wie Demenz, Heimatflucht und Ausgrenzung. Um es mit Selim Özdogans Worten zu sagen: „Die Geschichten (…) sind überall.“ Neben Geschichten spielt auch Musik immer mal wieder eine Rolle: Instrumente, Klänge und Gesang, wie in „Paraplü, das Stachelschwein“ von der Schriftstellerin Eva Menasse, indem es um Stärken und Schwächen geht.
Mein einziger Wermutstropfen: der erhobene Zeigefinger, der manchmal zu dick aufgetragen hat, wie in „Affenband“ von Peter Praschl, als die Affen Noah belehren, dass er rechtzeitig schlafen gehen muss, damit er keine Schwierigkeiten mit seinen Eltern bekommt, oder wie in „Gut gemacht, Zombiekind!“ von Laura Tonke, in der zwei Extreme gegeneinander aufgewogen werden und zucker- und glutenfreie Lebensmittel zur Sprache kommen.

Fazit: Eine Vorlese-Sammlung aus 31 modernen, fantasievollen, kreativen, teilweise belehrenden Märchen für Kinder und Erwachsene, die sich durch Zeit- und Altersangabe perfekt ins Abendritual einfügen lassen. Zu jeder Geschichte gibt es eine detailverliebte, kunstvolle Illustration, auf der sich vor und nach der Lesung immer noch etwas Neues entdecken lässt.

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Rezensionen von La Calavera Catrina:

Bilderbuch-Highlight des Jahres 2020

Eine Hühnerschaukel für Rosa von Ackermann Anja

„Eine Hühnerschaukel für Rosa“ ist eines unserer absoluten Lieblingsbücher der Neuerscheinungen diesen Jahres: Eine harmonische Geschichte, die uns verzaubert hat, mit liebenswerten Protagonisten und herausragenden Illustrationen, die in den idyllischen Garten von Hermines kleiner Villa entführen.

Die farbenprächtigen Illustrationen von Nadine Reitz sind einfach etwas ganz Besonderes. Die Kinder lieben es, das Buch immer wieder durchzublättern und die unterschiedlichen Tiere zu entdecken. Hühner sind bei uns sehr beliebt und die Geschichte um Rosa ist auch noch spannend, weil man wissen möchte, was sich hinter dem Packet für Hermine verbirgt.
Ein gutes Buch hat zudem immer mehrere Deutungsebenen: die unsichere Rosa hat einen Fehler gemacht und hat große Angst vor den Folgen. Es geht um Ehrlichkeit, Geduld und starke weibliche Figuren. Text und Illustration erzählen eine gemeinsame Geschichte - die Illustrationen ergänzen, aber erzählen auch eine ganz eigene Geschichte. Dabei ist der Text gekonnt in die Bilder eingeflochten worden.
Dieses tolle Bilderbuch können wir sehr empfehlen.

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Rezensionen von Claudia R:

tierische Reise zum Mond

Astrocats & Dogs von Alina Brost

Klappentext:

Zwei junge Katzen stehen vor dem Abenteuer ihres Lebens. Einer Reise zum Mond! Bevor sie sich auf den Weg ins All machen können, stellen sie fest: Sie sind nicht die Einzigen mit dieser Idee! Auch die Hunde wollen gerne die ersten Tiere auf dem Mond sein. Als ein Wettrennen zum Mond beginnt, stehen die Katzen bald vor einer schwierigen Entscheidung.

Cover:

Das Cover verspricht ein großes Abenteuer. Man erkennt eine Katze mit Astronautenhelm und dahinter sehr groß und deutlich den Mond, ein spannendes Abenteuer ist hier dargestellt und macht neugierig auf das Buch.

Meinung:

Ein kindgerechtes und spannendes Abenteuer verbirgt sich in diesem tollen Buch. Der Kater Leo und seine Freundin Lizzy führen ein bequemes Katzenleben. Doch Leo möchte mehr, er will etwas entdecken und einfach mal was unternehmen, während Lizzy eher verschlafen vor sich hinträumt. Doch dann haben sie die Idee eine Rakete zu bauen und auf den Mond zu fahren. Als sie entdecken, dass die Nachbarshunde ähnliches vorhaben, entbrennt ein kleiner Wettstreit.

Doch zu viel vom Inhalt und von der Geschichte möchte ich an dieser Stelle noch nicht verraten, da ich ansonsten zu viel vorweg nehmen würde.

Die Geschichte ist sehr schön und kindgerecht erzählt. Sie lässt sich sehr angenehm und flüssig lesen. Die Sätze sind einfach und altersentsprechend gehalten. Man kann den Handlungen und Geschehnissen sehr gut folgen.

Auch die Charaktere der einzelnen Protagonisten kommen sehr gut hervor und sind toll ausgearbeitet. Leo und Lizzy sind beide sehr unterschiedlich und dennoch waren mir beide sehr schnell sympathisch.

Es macht Spaß den beiden zu folgen und ihnen bei ihrem Wettkampf und der reise zum Mond über die Pfoten zu schauen. Als sie in eine brenzliche und unvorhersehbare Situation geraten, hat mir auch die Wendung sehr gut gefallen.

Man lernt in der Geschichte, worauf es ankommt und dass es nicht immer wichtig ist Erster zu sein, sondern dass Hilfsbereitschaft und gute Freunde wichtige Aspekte im Leben sind und man auch den Mut haben sollte, sich Konflikten zu stellen und von seinem eigentlichen Weg abzuweichen. Die Geschichte enthält wichtige Werte, die hier sehr schön vermittelt werden.

Wunderschön sind auch die bunten Illustrationen diese veranschaulichen das Gelesene und geben den Inhalt sehr gut wieder. So gibt es auf den Bildern allerhand zu entdecken und sie fördern zusätzlich die Kreativität und das Vorstellungsvermögen. Auch die Emotionen der Tiere kommt auf den Bildern sehr gut herüber und wird durch sehr gut wiedergegeben.

Am Ende gibt es dann auch noch einige Fakten, bei den dem Leser noch zusätzliches Wissen über die ersten Menschen und Tiere im All vermittelt wird. Diese wissenswerten Fakten haben mir auch sehr gut gefallen und sie haben das Buch sehr gut abgerundet.

Fazit:

Ein spannendes und wunderschönes Weltraumabenteuer für Kleine und Große Entdecker.

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Rezensionen von nanu?!:

Inspirierender Mensch, inspirierende Küche

Uri Buri - meine Küche von Uri Jeremias; Matthias F. Mangold

Uri Jeremias "Buri" scheint ein wahnsinnig interessanter Mensch zu sein. Er ist schon überall gewesen und mit dem was er bereits erlebt hat in seinem Leben, könnte man ein eigenes Buch füllen. Kein ganzes Buch, aber eine Einführung zu Uris Person gibt es zu Beginn seines Kochbuchs, damit der Leser weiß mit wem er es zu tun hat.

Auch Uris Heimat Akko in Israel, sein Team aus Arbeitern, sein Restaurant und Hotel werden in eigenen Kapiteln vorgestellt. Die gezeigten ungestellten Photos machen Lust, Land und Leute kennenzulernen.

Danach folgt alles was man rund ums Fische Zubereiten wissen muss. Woran man die Frische eines Fisches erkennt, wo man ihn am Besten kauft oder wie man ihn putzt und verarbeitet. Dann folgen einige Seiten mit den Grundlagen der Zubereitung. Grillen, braten, schmoren, dämpfen, backen und frittieren, alles ist möglich und wird von Uri Buri in kurzen aber klaren Anweisungen erklärt, wie es am Besten zu machen ist.

Danach kommt ein dicker Packen Rezepte. Uri behauptet von sich selber zwar, dass er prinzipiell keine Prinzipien hat, so ganz stimmt das aber nicht. Denn seine Küche zeichnet sich dadurch aus, dass er pro Gericht nie mehr als 8, höchstens 9 Zutaten verwendet (ausser bei asiatischen Gerichten). Zuviele Gewürze überdecken den Geschmack der Ausgangsprodukte. Alles auf dem Teller muss essbar sein, es werden keine kunstvollen Türmchen aus dem Essen gebaut und unnötige Dekorationen auf dem Teller sind zu vermeiden. Und nur Gerichte die Uri selber schmecken, dürfen in seinem Restaurant serviert werden.

Obwohl die Zutatenlisten seiner Rezepte wirklich kurz sind, könnten die Gerichte vielfälltiger nicht sein.
Nicht immer beinhalten Uris Rezepte Fisch oder Meeresfrüchte. Es werden auch eine Menge vegetarische Dinge gezeigt die man als Beilage servieren kann, die aber auch als eigenständiges Gericht funktionieren wie der Mangosalat, die Blumenkohl-Taboulé oder auch der Spinatsalat mit Orangen und Trockenfrüchte.
Es gibt Rezepte für Suppen, Falafeln, Hummus, Shakshuka, Ofengemüse, gefüllte Weinblätter und vieles mehr.
Der größere Teil seiner Kompositionen besteht aber tatsächlich aus Fisch und Meeresfrüchten.
Man findet Ceviche, Sashimi, Carpaccio und andere Variationen um Fisch roh zu geniessen.
Es gibt Fischküchlein, Garnelen und Miesmuscheln in jeweils mehreren Varianten, Couscous mit Meeresfrüchten, Calamares und Oktopus.
Doraden, Sardinen, Makrelen, Lachsforellen, Rotbarsche und mehr in schweren Saucen, in leichten Saucen, mit einem Hauch von Sauce. Panierter Fisch, Fisch in Brühe, im Eigensaft oder mit einem Spritzerchen Zitrone. Es gibt für jeden Anlass, für jeden Geschmack etwas.
Zu guter Letzt findet man noch einige wenige Desserts und ein paar israelische Standartrezepte.

Nur selten bin ich über Zutaten gestolpert die mir völlig unbekannt sind und wo ich mich frage, wo ich diese wohl herbekomme. Sharonfrucht zum Beispiel, vom Barramundi habe ich auch noch nie gehört.
Ein Register am Ende sorgt für Ordnung und ein schnelles Finden der einzelnen Rezepte.
Das Kochbuch ist ein echter Schmöker. Jedes Rezept hat sein eigenes Photo bekommen, eine einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung für das sichere Gelingen, und Tipps und Erläuterungen von Uri selbst. Dabei spricht er den Leser stets ganz unkompliziert mit Du an, was mir sehr gut gefällt.
Dieses Buch ist wirklich ganz toll geworden und ich werde es noch ganz oft in der Hand haben.

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Rezensionen von hexenaugen:

Zwischen Kräutertee und Wollsocken

Wintertee im kleinen Strickladen in den Highlands von Susanne Oswald

Inhalt:

Winter in den Highlands zwischen Wollsocken und Kräutertee

Chloe liebt das Leben in der Natur am Loch Lomond. Hier hat sie ihre Leidenschaft für Kräuter und Teemischungen entdeckt. Doch für ihren Job als Psychologin und ihren Freund Scott pendelt sie nach Glasgow. Sie weiß, dass sie eine Entscheidung treffen muss, denn dieses Leben zwischen den Welten macht sie nicht glücklich.

Als sie sich auf die Reise zu ihrer Großmutter macht, um ihr nach dem Tod des Großvaters beizustehen, scheint ihre Zukunft mit jedem Tag ein wenig klarer vor ihr zu liegen. Auch wenn der Weg in diese Zukunft so verschlungen ist wie die Maschen, die Chloe als Strickanfängerin auf den Nadeln zu halten versucht, nimmt sie die Herausforderungen an und wagt etwas Neues.

Mit kreativen Strickanleitungen

Meinung:

Auch in diesem Roman entführt und die Autorin in die Highlands wo Cloe sich über ihre Gefühle und das, was sie wirklich will, klarwerden muss
und eigentlich weiß sie schon genau wohin sie gehört
Sie hat schnell begriffen, dass sie nicht für Scott in Glasgow bleiben kann da sie spürt sie gehört eigentlich an den Loch Lomond und sie möchte Teil des Dorfgeschehens sein.
Cloe weiß nur nicht wie sie das Scott beibringen soll...

Fazit:

Ein wundervoller Roman zum Schmökern.
Die schottischen Highlands und die Lust am Stricken - eine gelungene Kombination für gemütliche Leseabende.
~*~

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Rezensionen von La Calavera Catrina:

Spannende Lektüre für alle Fans des Makabren

Raum der Angst Ein Escape-Room-Thriller von Marc Meller

Nachdem so viele von dem Buch begeisterst waren, wollte ich genau das auch: ein Thriller, den ich kaum aus der Hand legen kann, mit einer neuartig Handlung, die Spannung verspricht. Und genau das habe ich auch bekommen.

Das Buch beginnt gleich mit mehreren Entführungen: die Escape-Room-Experiment-Teilnehmer verschwinden spurlos, noch bevor sie das Experiment erreichen, eine weitere Frau wird vermisst und ein Busfahrer wird getötet.

Kappler, Dahlhaus und eine Ermittlergruppe innerhalb der Mordkommission ermitteln, um die Teilnehmer noch lebend zu finden. Denn eins ist klar: Wer auch immer dafür verantwortlich ist, meint es ernst und hat alles genau geplant. Ein grausames Spiel beginnt.

Faszinierende Idee: Jeder der sieben Experiment-Teilnehmer steht für Wesens- oder Charaktermerkmale und es gilt herauszufinden, welche Eigenschaft sich unter welchen Umständen am ehesten durchsetzt. Der selbstverliebte Misanthrop, der Muskelmann, die Influencerin, der Sportler - für jedes unterhaltsame Klischee ist gesorgt. Die grausamen Spiele finden in einer Burg statt - sehr atmosphärisch und hervorragendes Spielfeld für sämtliche Grausamkeiten. Die Erzählweise ist nicht zimperlich, deswegen würde ich sensiblen Personen von dieser Lektüre abraten. Erzählt wird außerdem aus mehreren Perspektiven, was dem Leser ermöglicht, sowohl in der Burg zu sein, als auch dem Ermittler-Duo bei der Arbeit über die Schulter zu schauen.
Die kreativen Ideen für die Escape Rooms fand ich gut, besonders die Bordkarte und die Möglichkeit des Rätselratens. Der Showdown kann sich sehen lassen - überraschende Wendungen und ein interessantes Ende.

Inwieweit sind Menschen frei in ihrer Entscheidung - oder beeinflussbar? Und ab wann tun wir Dinge, die wir gar nicht wollen oder sogar verabscheuen? Was genau geht im Kopf eines Psychopathen vor? Spannenden Fragen, denn Autor Marc Meller liebt es, sich mit allen Facetten der Angst zu beschäftigen und verweist sogar auf berühmte Psychopathen der Geschichte, wie dem Co-Ed-Killer.

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Rezensionen von Hedwig Heiss:

Ein sehr schönes Buch

1.090.000 Schritte von Josef v. Sand

Das Buch kann man nicht mehr weglegen. Die Reise, der Weg, die Landschaften, die Gefühle, die Liebe, das Schicksal, der Zufall...Josef v. Sand ist ein wunderbarer Erzähler ein Philosoph.

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Rezensionen von La Calavera Catrina:

Spannend und interessant aufbereitete Hexengeschichte

Geheimnisse der Hexen von Légère Julie; Whyte Elsa

Ist die Magie der Hexen heute nur noch ein harmloser Zeitvertreib, der sich darauf beschränkt Tarotkarten zu legen und Glücksbringer zu tragen? Jedenfalls begeistert das Thema nach wie vor in sämtlichen Bereichen der Kultur und übt eine Faszination auf den Menschen aus, die den Hass der Vergangenheit in Vergessenheit geraten lässt.

Damit das nicht passiert, gibt es Bücher wie dieses:
„Geheimnisse der Hexen“ bietet einen prächtig illustrierten historischen Einblick in die Geschichte der Hexen, ihrer Verehrung und anschließende Verfolgung, bis in die Gegenwart - beruhend auf Volksglaube, Mythologie, Religion, der christlichen Teufelswissenschaft und der unzähligen Vorurteile, aus Märchen und Sagen, als man aus Unwissenheit dem Aberglauben mehr Bedeutung beimaß, als dem rationalen Denken. In zahlreichen Bedeutungserklärungen (Symbolen, Tieren, Pflanzen…) und kurzen Porträts, berühmter Hexen - in denen sie selbst zu Wort kommen -, wird ihr Wissen weitergegeben. Die Anrede „Liebe Schwestern“, zu Beginn des Buches, vermittelt bereits den Eindruck, die Hexen selbst würden ihre Geschichte erzählen. Die Grenzen zwischen Fiktion und Realität scheinen verwaschen und laden ein, die Geschichte der Hexen zu verstehen und die Kunst der Magie zu entdecken. Dabei werden auch allgemeine Fragen beantwortet, die sich zwangsläufig stellen, wenn man sich mit dem Thema beschäftigt. Warum bevorzugt Frauen als Hexen bezeichnet wurden beispielsweise, oder warum magische Zauberei irgendwann zur böser Hexerei wurde. Die Verbrennungen und Hexenjagden waren sehr grausam, und so wirkt das Buch an einigen Stellen bedrückend, wenn die Frauen von ihrem Schicksal erzählen. Wie ein Mahnmahl für all die furchtbare Ungerechtigkeit, der Unwissenheit, Angst, dem Hass und der Gewalt, der diese Frauen zum Opfer fielen, die sich der Unterdrückung und Ausgrenzung widersetzten.

Wer sich für das Thema interessiert, findet in diesem Buch einen spannend aufbereitetet Überblick und hervorragend Einstieg. Denn bis heute gelten nicht überall auf der Welt Hexen als Symbol für emanzipierte Frauen, die sich für Gleichberechtigung, Umweltschutz und Individualität stark machen. Vor allem macht das Buch jungen Mädchen Mut, sich als Teil der Natur zu erkennen, Hexenrituale kennenzulernen, sowie auf das logische Denken und den Instinkt zu vertrauen. Außerdem ist es stimmungshaft illustriert, ein bisschen gruselig und somit eine gelungene Mischung.
Wichtigste Aussage: „Magie ist an sich weder gut noch schlecht.“

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Rezensionen von Tara:

Gelungene & skurrile Fortsetzung mit viel schwarzem Humor

QualityLand 2.0 von Marc-Uwe Kling

„QualityLand 2.0: Kikis Geheimnis“ ist die gelungene Fortsetzung der Dystopie „Qualityland“ des Autors Marc-Uwe Kling.

Ich fand schon den ersten Band einfach großartig, da ich bei einer Dystopie die Aussicht auf eine düstere und finstere Zukunft erwarte, die nur wenig zum Lachen bietet. Aber der Autor ist an dieses Thema ganz anders herangegangen und beschreibt die Zukunft ebenso erschreckend wie humorvoll.

Wer der ersten Teil gelesen hat, weiß was ihn erwartet, wer das noch nicht getan hat, sollte dies unbedingt zuvor machen, da dieser direkt an die Handlung anschließt.

Ich mag den Schreibstil des Autors und habe mich über seine skurrilen Ideen sehr amüsiert, auch wenn die Hintergründe eher erschreckend und alles andere als lustig sind. Die Dialoge sind einfach grandios und auch mit den Fundstücken aus dem Internet hatte ich großen Spaß. Hier werden wichtige Themen unterhaltsam aufgegriffen und regen dabei durchaus zum Nachdenken an.

Natürlich ist wieder Peter Arbeitsloser dabei, der inzwischen Peter Maschinentherapeut genannt wird und Kiki, die auf der Suche nach ihrer Identität ist. Auch John of us spielt wieder eine Rolle und der Klimawandel, der Konsum und das Ab- bzw. Aufsteigen in den Levels sind wieder ein zentrales Thema.

Wer über schwarzen Humor lachen kann, ist in Qualityland genau richtig. Ich hoffe, dass uns Marc-Uwe Kling noch mit weiteren Zukunftsaussichten erschreckt und zum Lachen bringt.

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Rezensionen von Tara:

Ein Reiseführer durch die fantastische Welt der Literaturgeschichte

Wonderlands von Laura Miller

„Wonderlands. Die fantastischen Welten von Lewis Carroll, J.K. Rowling, Stephen King, J.R.R. Tolkien, Haruki Murakami u.v.a.“ von der Autorin und Journalistin Laura Miller ist eine Reise quer durch die Literaturgeschichte.

Die Autorin hat ihr Buch in fünf Abschnitte aufgeteilt:

Alte Mythen & Legenden
Wissenschaft & Romantik
Das goldene Zeitalter der Fantasy
Neue Weltordnung
Das Computerzeitalter

Für jeden dieser Bereiche hat sie eine tolle Auswahl getroffen und man merkt, dass Laura Miller für jedes Kapitel ausgiebig recherchiert haben muss.

Die Kapitel sind recht kurz, aber kompakt und informativ, so dass man zahlreiche Hintergrundinformationen erhält.

Mich haben die Informationen zu den mir bekannten Bücher ebenso sehr begeistert, wie mich die Fakten zu den mir bisher unbekannten Werken neugierig auf diese gemacht haben. Zu allen findet man tolle Fotographien und/oder Illustrationen bis hin zu kleinen Kunstwerken.

Dies ist ein Sachbuch der ganz besonderen Art, das ich nur empfehlen kann. Ich hätte mir lediglich ein größeres Format gewünscht, damit die Illustrationen und Fotos besser zur Geltung kommen.

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