Kunden em pfehlungen
Rezensionen von barbara.liest:
4 Frauen, 4 Leben, eine Geschichte
Die Wunderfrauen - Alles, was das Herz begehrt von Stephanie Schuster
Teil 1 von die Wunderfrauen spielt in Starnberg im Jahre 1953 und erzählt aus der Perspektive von Luise abwechselnd mit ihren Nachbarinnen Helag, Marie und Annabel.
Luise ist gelernte Köchin, kümmerte sich um ihre Schwiegermutter bis zu ihrem Tod und kann sich dank derer Ersparnisse den Traum vom eigenen Gemischtwarenhandel erfüllen.
Nebenbei kümmert sie sich noch um ihre beiden Brüder, die zuerst alleine auf dem Hof leben.
Helga Knaup macht eine Ausbildung in der Starnberger Geburtsklinik und versucht die Männerwelt näher kennenzulernen sowie anderen Frauen ihre Liebe zur Gymnastik näher zu bringen.
Annabel von Thaler ist eine wohlhabende Arztgattin und Luises Nachbarin. Sie ist damit beschäftigt ihren Ehemann von Affären abzuhalten und sich um ihren Sohn Friedrich zu kümmern.
Und dann gibt es noch Marie Wagner, sie wurde als Niederschlesien vertrieben und möchte als Bereiterin arbeiten, landet schließlich aber bei Luises Brüdern Martin und Manni am Hof.
Vier sehr unterschiedliche Frauen die trotzdem sehr viel verbindet und die jede für sich ihre Geschichte mutig und tapfer bewältigen.
Der Schreibstil ist flüssig, die Geschichte ist gut nachvollziehbar und mir gefällt die Idee, dass in den kommenden Teilen jeweils eine der anderen Frauen quasi im Vordergrund stehen wird.
Rezensionen von Lesemama:
Nach schwachem Anfang wurde es noch ganz nett
This Is (Not) a Love Song von Christina Pishiris
Bewertet mit 3 Sternen
Zum Buch:
Zoë ist Chefredakteurin des Musikmagazins re:sound und damit am Ziel ihrer Träume, wäre das nicht Simon, ihr bester Freund aus ihrer Kindheit, in den sie schon immer verliebt ist.
Nun ist Simon wieder in London und er ist wieder Single. Die Chance für Zoë. Wäre da nicht der extrem nervige PRManager Nick, der ständig auftaucht .
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Meine Meinung:
Zuerst ein paar Worte zum Cover. Es passt überhaupt nicht zu der Geschichte, es hat keinen Bezug und ich finde es eher nicht ansprechend. Dafür hat mich der Klappentext umso mehr angesprochen, ich war sehr gespannt auf die Geschichte.
Nun, es fing ganz nett an, dann wurde es zwischendurch sehr sehr langatmig und es passierte gefühlt gar nichts.
Ich fand auch Simon, der ja Zoës große Liebe ist, sehr farblos, ich war von Beginn an Team Nick. Die griechische Hochzeit war ein netter Nebeneffekt, der aber sehr viel Raum einnahm. Das letzte Drittel konnte mich dann zwar noch ein wenig versöhnen und auch endlich überzeugen, aber bis dahin war der Weg sehr lange und auch stellenweise langweilig.
Nette Unterhaltung, mehr leider nicht.
Rezensionen von Miro:
Ein Porträt der Puppenschnitzerin Hannelore Marschall
Herzfaden von Thomas Hettche
Ein namenloses Mädchen läuft wütend vor ihrem Vater weg. Was hat er sich bloß dabei gedacht, sie in ein Puppentheater zu schleppen! Sie ist ja kein kleines Kind mehr.
In einem dunklen Gang entdeckt sie eine Tür und dahinter führt eine Treppe auf den Dachboden. Neugierig schreitet sie hinauf und betritt die Welt der Puppen.
Mit jeder Stufe schrumpft sie, bis sie auf Augenhöhe mit den nun lebendigen Marionetten.
Sie trifft dort Jim Knopf und Prinzessin Li Si und den kleinen König Kalle Wirsch, natürlich auch den Kasperl und viele andere. Und am wichtigsten: Sie trifft die Puppenspielerin Hatü. Oder besser, ihren Geist, denn in der echten Welt ist Hannelore Marschall längst verstorben. Ihr Sohn führt nun die Puppenkiste.
Hatü erzählt dem Mädchen ihre Geschichte und weckt das Kind in ihr wieder auf. Auch das Mädchen muss ein Abenteuer bestehen, Mut und Herz beweisen.
Und so erfahren wie, wie Walter Oemichen mit seiner Familie während des Kriegs zum Puppenspielen kam, die Augsburger Puppenkiste gründete und trotz vieler Rückschläge groß machte.
Die Geschichte der Familie Oemichen hat mich sehr berührt. Ihr Anspruch, das Kind in den Menschen lebendig zu halten, die Kreativität und Fantasie anzusprechen und so die Welt ein bisschen besser zu machen gefällt mir gut.
Das Buch ist außerdem wunderschön gestaltet. Die Zeitebenen sind durch die Farbwahl voneinander abgegrenzt; die Gegenwart ist rot, die Vergangenheit blau. Ergänzt wird die Geschichte mit Illustrationen von Matthias Beckmanns, der die Marionetten für uns ins Licht rückt.
Thomas Hettche hat mir mit diesem Buch wunderschöne Lesestunden beschert. Meine Begeisterung für diese liebevolle Geschichte kann ich kaum in Worte fassen. Wahrscheinlich ist "Herzfaden" für mich DAS Lesehighlight dieses Jahres.
Also lesen Sie dieses Buch! Es entführt sie in eine andere Welt und das können wir heuer wohl alle brauchen!
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Als Sippenhäftling in den Fängen der SS
Bis wir uns wiedersehen von Catherine Bailey
Catherine Bailey erzählt in diesem penibel recherchierten Buch die Geschichte der Fey Pirzio-Biroli, Tochter des Kommunalpolitikers und Widerstandskämpfers Ulrich von Hassell und dessen Frau Ilse von Tirpitz.
Obwohl dieses Buch „nur“ die Zeit zwischen September 1944 und Mai 1945 umfasst, birgt es Hochspannung.
Fey ist alles, was Hitler hasst: Tochter einer alten adeligen Familie, behütet im Wohlstand aufgewachsen und mit einem Vater, der in der Widerstandsgruppe rund um Claus von Stauffenberg tätig war. Sie wird als sogenannter Sippenhäftling zuerst unter Hausarrest gestellt und anschließend nach Innsbruck gebracht. Dort trennt man sie von ihren beiden kleinen Söhnen Roberto und Corrado.
Anfangs alleine, trifft sie mit den Angehörigen derer von Stauffenberg, Goerdeler und andere zusammen. Im Unterschied zu Fey, haben diese ihre Kinder bei sich.
Für Fey beginnt der Kampf um das eigene Überleben, denn sie wird gemeinsam mit den anderen Häftlingen von einem Gefängnis ins andere verlegt und letztlich nach Zwischenstationen in den KZs Stutthof bzw. Dachau nach Südtirol gebracht. Die Sippenhäftlinge sind persönliche Geiseln von Heinrich Himmler, der als sie für ihn nicht mehr nützlich erscheinen, den Befehl zur Liquidierung gibt. Dem kommt die Befreiung der Gefangenen durch Soldaten der Wehrmacht zuvor.
Doch damit ist der Leidensweg noch nicht zu Ende. Es dauert noch bis Oktober 1945, bis Fey ihre Söhne wieder in die Arme schließen kann. Die Kinder sind inzwischen von Feys Mutter, Ilse von Tirpitz, in einem, kurz vor der Auflösung stehenden NS-Kinderheim ausfindig gemacht worden und leben in Ebenhausen bei München.
Meine Meinung:
Der Autorin gelingt es, den Seelenzustand der Fey sehr gut darzustellen. Sie kann sich auf Originalquellen und Berichte der Familie stützen. Die Odyssee durch das zerfallende Deutsche Reich, die Willkür der SS-Mannschaften, die Ungewissheit über das eigene Fortkommen, das Schicksal ihrer Familie, insbesondere der kleinen Söhne sind eindringlich geschildert. Die angehängten Karten, ein ausführliches Personenregister sowie zahlreiche private Fotos ergänzen die Geschichte der Fey Pirzio-Biroli.
Das Buch ist wegen der Grausamkeiten des NS-Regimes nicht einfach zu lesen. Der Erzählstil ist nüchtern, sachlich und wirkt manchmal ob der Fülle der Zahlen, Daten und Fakten trocken. Doch anders sind die Gräuel der NS-Zeit kaum zu ertragen.
Fazit:
Ein sehr persönliches Buch, dem ich gerne 5 Sterne gebe und weiter empfehle.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Silvia Grutze:
Revolver Rose
Rose Royal von Nicolas Mathieu
Ein Roman, kurz und knackig geschrieben mit einem Cover, dass andere Inhalte verheißt und durchaus differenziert interpretiert werden kann.
Wie kann man nur so in Abhängigkeit zu einem Mann geraten, besonders nach schon so vielen verkorksten Beziehungen? Beim Lesen stellte ich mir Rose genau so vor wie sie auf dem Cover dargestellt ist.
Oft Gast in einer Kneipe eben, ein bisschen verrucht, wie es das Titelbild zeigt. Dann in ihrem Stammlokal der erste Schuss... kühl, trocken, es musste sein. Luce entspricht dem Typus Mann mit dem Frau grundlegend nicht leben möchte. Man versteht ihre Situation und warum sie sich zu ihm hingezogen fühlt, aber irgendwie muss man doch auch oft den Kopf schütteln. Sie scheint gefangen in einem goldenen Käfig. Doch was bewegt diese Frau dazu? Und dann Peng - der zweite Schuss !
Rezensionen von Petra:
neue Serie
Rose Royal von Nicolas Mathieu
Klappentext
In der schwedischen Stadt Haparanda, dicht an der Grenze zu Finnland, wird eine tote Wölfin gefunden. Als die Behörden das Tier untersuchen, finden sie in dessen Magen menschliche Überreste. Nachforschungen führen die Ermittler auf eine heiße Spur: Zwischen Russland, Finnland und Schweden scheint ein Drogendeal aus dem Ruder gelaufen zu sein, es gab mehrere Tote, und gleich mehrere Kriminelle sind auf dem Weg nach Haparanda.
Allen voran: Profi-Killerin Katja, die für ihren russischen Auftraggeber Drogen und Geld zurückholen soll. Auch die erfahrene Polizistin Hannah Wester setzt alles daran, sie Lage aufzuklären. Doch sie ringt mit ihren privaten Problemen. Sie hat Angst, ihr Mann könne sie verlassen. Zugleich hat sie eine Affäre mit ihrem Chef. Dazu plagt sie ein altes Trauma. Doch Hanna steht ihre Frau und muss das auch, um den brisanten Fall zu lösen.
Meinung
Vorweg: eine tolle Sprecherin, sie hält konstant die Spannung aufrecht. Wo mehr Gefühl erforderlich ist, kann sie es mit ihrem Timbre sehr gut vermitteln.
Zum Buch: Der Autor war mir schon vorher bekannt. Als Duo Hjorth und Rosenfeldt.
Hier hatte ich das Gefühl es fehlt eine Hälfte, diejenige die bremst.
Es war von allem etwas mehr. Zuviele Personen. zuviele Morde, zuviel Privatleben, dazu die Stadt, die eine wichtige Rolle spielt, was zumindestens im Hörbuch irritiert.
Die teilweise Brutalität der Ereignisse passt gut zu einen nordischen Thriller, es ist mein persönliches Empfinden das nordische Krimis meistens etwas brutaler und nervenaufreibender sind. Zum einen handeln die Personen kurzsichtig und rennen auf einen Abgrund zu. Andere geben Befehle oder verschweigen wichtige Tatsachen und lassen die Menschen in die Irre gehen. Als Leser weiß ich das vorher und trotzdem ist es spannend diese Ereignisse zu verfolgen.
Dass das Buch mit Cliffhangern endet ist in Ordnung, denn es ist ja als Serie angelegt. Das Wichtigste ist geklärt und das reicht.
Rezensionen von Tara:
Das Leben im Buckingham Palace
Teatime mit Lilibet von Holden Wendy
„Teatime mit Lilibet“ ist ein historischer Roman der britischen Journalistin und Autorin Wendy Holden, in dem sie über das Leben im Buckingham Palace berichtet. Dabei nimmt sie die Perspektive von Marion Crawford – der Lehrerin von Prinzessin Elisabeth und Margaret – ein.
1932 kommt die 22-jährige schottische Erzieherin und Gouvernante Marion Crawford in das Königshaus.
Für sie steht schnell fest, dass das Leben der Mädchen mit dem realen Leben nicht viel zu tun hat und möchte ihnen dies wieder näher bringen, obwohl sie ihre Zukunft ursprünglich eher als Lehrerin in den Slums von Edinburgh sah. Sechzehn Jahre bleibt sie bei den Royals und steht den Mädchen stets zur Seite bevor es zu einem Bruch kommt.
In 64 kurzen Kapiteln erfährt man jede Menge Details über das britische Königshaus und insbesondre über die Kindheit von Königin Elisabeth, erlebt Krisen, Skandale, Hochzeiten und Feste.
Der Schreibstil von Wendy Holden liest sich angenehm. Allerdings wird für mich nicht deutlich, was hier real und was Fiktion ist, was das Buch natürlich nicht weniger unterhaltsam macht.
Ich lese sehr gerne historische Romane und habe mich hier durchaus gut unterhalten gefühlt, fand es aber ein wenig unglücklich, dass nicht deutlich wurde, wobei es sich um Realität und wobei es sich um schriftstellerische Freiheit handelt.
Rezensionen von barbara.liest:
Wenn der Wind dreht
Das Wörterbuch des Windes von Nina Blazon
Als Versöhnungsreise wurde der Urlaub in Island von Swea und ihrem Mann Hendrik geplant, getrennt gehen sie nach einigen Tagen auseinander und Swea taucht ein in das Leben Islands.
Sie landet bei Einar, einem einsam wirkenden alten Mann und seinem verschreckten Pferd im Sumarhaus. Im Nebengebäude lebt der etwas verwahrlost wirkende Busfahrer Jon, der durch die Finanzkrise alles verloren hat.
Nach dem anfänglichen Schock beginnt Swea wieder zu malen, sucht sich Jobs, findet Freunde und fühlt sich bei Einar, Jon und dem Pferd Houdini wie zu Hause.
Die Familie zu Hause setzt sie zwar sehr unter Druck, Swea gelingt es aber schließlich sich von deren Vorstellungen zu lösen und sie auf Abstand zu halten.
Neben dem Leben von Swea, Einar und Jon beschreibt die Autorin auch das Leben in Island mit samt seinen geschichtlichen Hintergründen sehr eindrucksvoll.
Die Geschichte hat mich am Anfang sehr gefesselt, in der Mitte war sie ein wenig langatmig, das letzte Drittel aber wieder spannend und enthüllend.
Eine tolle Geschichte nicht nur für Island-Liebhaber.
Rezensionen von Tara:
Erschütternd !
ZEIT Verbrechen,5 Audio-CD von Sabine Rückert
Seit 2018 veröffentlicht die Autorin und Journalistin Sabine Rückert gemeinsam mit Andreas Sentker den Podcast „Die Zeit – Verbrechen“, in dem sie wahre Verbrechen ausführlich thematisieren. Auf der Audio CD „Verbrechen Echte Kriminalfälle aus Deutschland“ werden 12 Fälle der Podcast-Serie besprochen.
Jeder Fall wird von einem anderen Sprecher vorgestellt und jeder einzelne ist gut und passend gewählt. So wird z.B. ein Fall mit einem jungen Straftäter auch von einem jüngeren Sprecher erläutert. Jede Tat hat bei mir Entsetzen hervorgerufen. Die Fälle wurden alle sachlich vorgetragen und erläutert, da ist nichts Reißerisches oder Dramatisierendes, aber es war auch so drastisch genug.
Es ist einfach unfassbar wozu Menschen fähig sind und was sich Menschen gegenseitig antun. Hier werden die Abgründe der menschlichen Psyche zutage gefördert. Es wird aber nicht nur die Seite der Täter erläutert, auch Gerichtsurteile, das Strafrecht, die Justiz, das Umfeld der Täter und entsprechende Ermittlungsarbeiten werden thematisiert. Leider wird dabei auch deutlich wie viel in unserer Gesellschaft schief läuft.
Mich haben die Ereignisse, jedes einzelne für sich, sehr erschüttert. Sie sind spannend und fesselnd, man möchte mehr wissen und ich hatte mehrfach Gänsehaut beim Zuhören. Da die Stimmen wechseln, werden die verschiedenen Fälle gut voneinander abgegrenzt und es fällt leichter, sich auf den nächsten einzulassen. Abschließend meldet sich Sabine Rückert nochmals zu Wort, wodurch sie das gesamte Hörerlebnis gut abrundet.
Die Darstellung der Verbrechen ist ebenso interessant wie lehrreich, aber nichts für schwache Nerven. Trotzdem sollte man nicht davor die Augen verschließen, weil auch von Seiten der Justiz und der Gesellschaft eine Menge Aufmerksamkeit erforderlich ist, um solche Taten zu vermeiden.
Rezensionen von yellowdog:
eine verdüsterte Zeit
Olympia von Kutscher Volker
Volker Kutschers Romane der Gereon Rath-Reihe sind mehr als Krimis. Sie zeigen Berlin in einer dunklen Zeit. Das trifft besonders auf diesen Teil zu, denn ist 1936 und die Nationalsozialisten üben ihre Schreckensherrschaft unerbittlich aus. Als Kriminalkommissar muss Rath sich auch irgendwie arrangieren.
Es ist auch die Zeit der Olympiade und das gibt den reizvolle Hintergrundschauplatz.
Neben Gereon (der in diesen Teil erstaunlich wenig dominant ist) ist Charly, die jetzt seine Frau ist, eine ganz starke Figur. Aber auch Fritze, der jetzt für die Olympiade arbeitet, ist weiterhin eine spannende Figur. Er ist einer meiner Lieblingscharakter der Reihe.
Olympia ist ein gutes und durchaus komplexes Buch, doch eine gewisse Distanz hatte ich beim Lesen und so wie frühere Teile hat es mich nicht erreicht. Ich kann daher nur 3,5 von 5 Sternen geben.










