Kunden em pfehlungen
Rezensionen von HEYN Leserunde, Manuela Meierhofer:
Definitiv zu wenig!
Rose Royal von Nicolas Mathieu
Ein schmales Büchlein. Viele Themen werden angeschnitten. Lieber wäre mir eine mindestens 300seitige Geschichte. So bleiben die Charaktere der beiden Akteure eher flach. Die Zeitsprünge in der Geschichte waren mir zu groß. Ich hätte lieber mehr darüber gewusst, wie sich diese Beziehung entwickelt hat.
Schade. Denn das Buch liest sich sehr gut und flüssig. Aber auf knapp 100 Seiten bringt man eben nicht mehr unter.
Agiert man mit 50 tatsächlich so wie Rose? Ist diese Handlungsweise nicht eher einer jüngeren Frau zuzuschreiben? Und wie kommt der Autor nur darauf, dass das Leben mit 50 quasi schon vorbei ist?
Der Spruch "weniger ist mehr" stimmt in diesem Fall leider überhaupt nicht.
Rezensionen von Ecinev:
Vergangenheitsbewältigung
Ada Roman von Christian Berkel
Ada wurde 1945 in Deutschland geboren. Schon kurz nach der Geburt ging sie mit ihrer jüdischen Mutter nach Buenos Aires. Erst mit 9 Jahren kehrt sie nach Deutschland zurück und muss erst mit der ungewohnten Umgebung klar kommen. Sie fühlt sich nirgends richtig zugehörig, auf ihre vielen Fragen erhält sie keine Antwort.
Auch das Zusammenleben mit ihrem Vater ist nicht leicht. Im gewissen Sinne ist 'Der Apfelbaum' der erste Teil dieser Familiengeschichte aber auch ohne dieses Buch zu kennen kommt man mit dem Buch mit.
Ada erzählt im Rahmen einer Psychotherapie viel aus den 1968 Jahren zwischen Wirtschaftswunder und Mauerbau, ihren Zwiespalt der Frage ihrer Wurzeln und ihrer Identität. Sie ist katholisch aufgewachsen mit einer jüdischen Mutter die ihre Vergangenheit verschweigt.
Der Schreibstil ist nicht einfach und doch mit einem guten Erzählfluss. Die vielen Zeitsprünge machen es einem aber manchmal nicht richtig leicht. Das Ende ist leider sehr abrupt und einige Fragen bleiben offen.
Rezensionen von Ecinev:
emotional schön
Marigolds Töchter von Woolf Julia
Marigold kümmert sich aufopferungsvoll um ihre Familie und den kleinen Dorfladen mit Poststelle. In ihrem Haus wird es noch etwas enger als die älteste Tochter wieder in das Elternhaus zurückkehrt in das sie vorher schon ihre Mutter aufgenommen hat.
Schon bald bemerkt sie dass sie immer mehr vergisst und ein kleines Notizbuch wird ihr ständiger Begleiter in dem sie alles aufschreibt.
Auch die Familie merkt bald das etwas ganz und gar nicht in Ordnung ist.
Der einfühlsame ruhige und lebendige Schreibstil macht das Buch sehr lesenswert und läßt einem fast den Schrecken einer Demenz Diagnose vergessen. Auch humorvolle Gegebenheiten lockern die eigentlich traurige Geschichte immer wieder auf.
Was am Ende zählt ist, dass die Familie zusammenhält und Marigold hilft ihr Leben so zu leben wie sie ist.
Das Cover ist sehr schön gestaltet und erinnert an Rosamunde Pilcher Filme
Rezensionen von Gudrun Gaber:
Auch Haie müssen essen ...
Kalmann von Joachim B. Schmidt
Ich kann mich der allgemeinen Begeisterung für das Buch nicht anschließen.
Ja, es ist eine gute Abenteuergeschichte in einem realen isländischen Fischerdorf, aber ich kann nicht außer Acht lassen, dass es mich stört, dass der Ich-Erzähler salopp ausgedrückt Dorttrottel genannt wird. Er wird als naiv mit einer Behinderung und Lernschwäche, auf dem Level eines Kindes beschriebenen.
Auf Seite 180 taucht eine Tante Gudrun auf :-)
Rezensionen von Gudrun Gaber:
... richtete sich wieder nach den Bedürfnissen eines anderen
Rose Royal von Nicolas Mathieu
Das Cover zeigt eine starke und selbstsichere Frau. Das Buch bildet das Leben einer 50jährigen Frau mit Alkoholproblemen ab. In einem Zeitrahmen von 2,5 Jahren bewegt sich die Geschichte in großen Schritten auf knapp 100 Seiten.
Es ist kein feines Gefühl in das mich dieses Buch bringt.
Da kann ein Krimi blutrünstig sein, das macht mir nichts, aber so tragische Figuren - insbesondere Frauen - ist kein angenehmes Leseerlebnis.
Rezensionen von Claudia R:
Gesprächsbedarf ...
Rose Royal von Nicolas Mathieu
Klappentext:
"Welche Superkraft hättest du gern?" und 98 weitere harmlose Fragen mitsamt Antworten warten darauf, von Eltern und Kindern gestellt zu werden! Ralph Caspers, der Moderator von Wissen macht Ah!, Quarks und Die Sendung mit der Maus, stellt in seinen Sendungen gern Fragen. Als Vater von drei Kindern hat er sich selbst auch schon mal diese Frage gestellt: "Was denken die sich eigentlich?" Da Eltern das allerdings nur dann herauskriegen, wenn Gespräche keine Verhöre sind, in denen sie ihre Kinder aushorchen, hat Ralph sich dieses Hörbuch ausgedacht.
Denn im besten Fall werden Gespräche zu einem Gedankenaustausch. Gedanken kann man aber nur austauschen, wenn man welche hat.
Cover:
Das Cover ist recht einfach gewählt. Es zeigt Ralph Caspers und der Hintergrund ist in einfachem orange gehalten. Der Titel ist leicht erkennbar und das Cover wirkt eher schlicht.
Meinung:
Spannend, interessant, humorvoll und wissenswert.
Ein Hörbuch welches sehr viel Freude bringt, zum Nachdenken anregt und auf jeden Fall für sehr viel Gesprächsstoff sorgt.
Hier werden 99 vermeintlich harmlose Fragen gestellt und von dem Moderator Ralph Caspers beantwortet.
Die Mischung der Fragen ist sehr gut gewählt und es sind sehr viele unterschiedliche Themen und Fragen dabei, auf die man so wohl nie gekommen wäre ... und dennoch sorgen sie für viel Gesprächsstoff.
Die Fragen selbst sind sehr unterschiedlich, von einfach und simplen, bis hin zu komplexen, philosophischen und schwer beantwortbaren Fragen, die heiße Diskussionen auslösen. Auch humorvoll, aber auch nachdenklich sind sowohl die Fragen, wie aber auch die Antworten, die Ralph Caspers darauf gibt.
Mit diesen tollen Fragen und Antworten kommt man auf jeden Fall in einen Gedankenaustausch und hat so einigen Gesprächsbedarf, obwohl ich einige Fragen eher für Erwachsene sehe und nicht so recht zum Austausch mit Kindern, vor allem jüngeren Kindern, da nicht ganz altersgemäß geeignet. Aber auch dies ist vermutlich Ansichtssache.
Im Großen und Ganzen, aber ein richtig tolles Hörbuch. Vor allem Ralph Caspers macht auch seine Sache als Sprecher richtig gut. Es kommt keine Langeweile auf und auch die Betonung und Stimme von Ralph Caspers passt sehr gut und war sehr angenehm.
Eine tolle Idee, die sehr gut für Unterhaltung, aber auch für Gesprächsbedarf und zum Nachdenken anregt.
Toll ist auch, dass im Booklet die Fragen noch mal alle aufgeführt sind, so dass man diese auch nochmal nachlesen und für Gespräche nutzen kann.
Fazit:
Eine tolle Idee, die gut umgesetzt wurde und für viel Gesprächsbedarf und Diskussionen führt.
Rezensionen von annabookie:
Traum: Meer
Rose Royal von Nicolas Mathieu
Die Wellenreiterin - Mein Traum vom Aussteigen, Segeln und Surfen (Liz Clark)
Traum: Meer
Seit jeher träumt Liz Clark die weite Welt zu erkunden und zu segeln und surfen. Durch diesen Traum segelt sie von Kalifornien Richtung Süden und erkundet die Südsee. Bei dieser Reise erlebt sie Höhen und Tiefen und stößt teilweise an ihre Grenzen, doch von all dem lässt sie sich nicht stoppen.
Das Buch ist ein Plädoyer für ein nachhaltiges Leben im Einklang mit der Umwelt und die Entschleunigung unseres Alltags.
Während des Lesens bekommt man Einblicke in das Leben auf See und in Lizs Gefühlswelt. Auch wenn diese Reise ihr Traum war, passieren nicht nur positive Dinge und Liz muss einige Rückschläge, wie Verletzungen durchs Surfen, erleben. Doch sie macht weiter, lernt neue Leute/ Tiere und vieles mehr kennen. Erschütternd für sie ist auch der zunehmende Müll im Meer. Auch Einsamkeit ist ein Thema. Allerdings wird natürlich auch die Schönheit der Erde thematisiert.
Mir ist außerdem wichtig auf das schöne Cover hinzuweisen, das reine Freiheit symbolisiert und auch das Buch selbst ist ein wahrer Hingucker. Es gibt wunderschöne Illustrationen und beeindruckende Bilder von Liz und ihrer Reise.
Natürlich bekommt man zudem Einblicke in die Welt des Segelns und für segelbegeisterte Leute ist dieses Buch sicher ein tolles Geschenk. Gerade jetzt in der Coronakrise ist diese Geschichte von Liz aber auch genau das Richtig für Leute, die sich nach Freiheit und Reisen sehnen. Mein Fazit ist, dass Liz aus ihrem Alltag ausgebrochen ist und dass jeder, der dieses Buch liest das beim Lesen auch ein Stückchen weit tun kann. Allerdings ist auch klar, dass solche Reisen in diesem Ausmaß nicht jedem möglich sind. Man kann das Buch einfach als Inspiration sehen und erleben und sich ein paar gute Gedanken und Ideen mitnehmen.
Rezensionen von Gudrun7:
Themen werden gut umgesetzt und transportiert
Das schwarze Gold des Südens von Tara Haigh
Das Cover hat mich gleich auf Anhieb gehabt. Es zeigt schon durch die Farben und die Abbildungen auf einen historischen Roman hin.
Der Schreibstil konnte mich ebenfalls schon von der ersten Seite an überzeugen. Das hat sich bis zum Ende hin durchgezogen. Er lässt sich flüssig lesen und macht auf die Historie aufmerksam.
Da spielen zum einen das Lokalkolorit eine interessante und aufschlussreiche Rolle, zum anderen wird durch die Charaktere auch noch gekonnt die damalige Zeit aufgerollt. Hier wird auch der Geschlechterkampf nicht außen vor gelassen. Aber auch die Differenzen zwischen Arm und Reich, oder besser gesagt, zwischen scheinbar Höher-geboren oder niedriger Herkunft sind gut in Szene gesetzt.
Die Themen sind interessant und werden nachvollziehbar umgesetzt.
Gut gefällt mir auch, dass vielerlei Hintergrunddetails erläutert werden, die die Vorgehensweisen zu den unterschiedlichsten Bereichen schlüssig aufzeigen. So erhält man ganz nebenbei Geschichtsunterricht, der mit Spannung aufgearbeitet ist.
Mein Fazit: Themen werden gut umgesetzt und transportiert
Rezensionen von rewareni:
Der Tag danach
Der letzte Papierkranich von Kerry Drewery
Der letzte Papierkranich- Eine Geschichte aus Hiroshima,ist der zu Herzen gehende Roman der Autorin Kerry Drewery. Auch wenn er dem Jugendgenre zugeordnet wird, ist es ein Roman den man als Erwachsener ebenfalls lesen sollte, da es eine berührende und sehr emotionale Geschichte ist über den Abwurf der Atombombe, über Freundschaft und Schuld.
Der Roman ist in drei Abschnitte gegliedert, wo die Besonderheit darin liegt, dass der erste und dritte Teil in einer sehr lyrischen Art und Weise geschrieben ist, nämlich in der Form eines Haiku, einer traditionellen japanischen Gedichtform. Das Haiku gilt als die kürzeste Gedichtform der Welt, wo oft nur mit wenigen Worten viel ausgedrückt wird. Hier begleitet der Leser Mizuki, die Enkelin von Ichiro, der 1945 mit 17 Jahren miterleben musste, wie seine Heimat vom Bombenabwurf zerstört wurde und er gemeinsam mit seinem Freund Hiro dessen kleine 5 jährige Schwester Keiko aus dem Inferno retten wollte. Doch Ichiro verliert seinen Freund Hiro. Dass er das Versprechen nicht einlösen konnte auf die kleine Keiko aufzupassen und er sie trotz Suche nicht mehr findet, lastet schwer auf seinen Schultern und verfolgt ihn ein Leben lang. Hunderte Origami Papierkraniche lässt er mit seiner Adresse zurück in der Hoffnung, dass jemand von ihrem Verbleib etwas weiß. Im Mittelteil des Romans ist man als Leser hautnah dabei und erlebt die schrecklichen Erlebnisse und die verzweifelte Flucht und auch die nachfolgende Suche nach Keiko hautnah mit. Die Autorin hat dabei sehr intensiv und auch erschütternd offen Bilder im Kopf des Lesers entstehen lassen, wo man sich den furchtbaren Abwurf und die Zeit danach gar nicht vorstellen man. Dabei muss man auch die Übersetzerin Meritxell Janina Piel erwähnen, die es geschafft hat, diesen ausdrucksstarken Roman mit den passenden deutschen Wörtern zu übersetzen, sodass die emotionale Wirkung der Geschichte erhalten geblieben ist. Aber auch die Illustratorin Natsko Seki hat mit ihren zwar wenigen, aber ausdrucksstarken Bildern ihren Teil zum gelingen eines tollen Romans beigetragen. Sie fängt dabei die Stimmung vom Bombenabwurf und den darauffolgenden Tagen sehr gut ein.
Eine sehr berührende Geschichte über tiefe und aufopfernde Freundschaft und die Zeit zwischen 1945 bis 2018, wo man auf zwei Zeitebenen mitleidet und auf ein gutes Ende hofft. Der Autorin ist es wirklich gelungen nicht nur Gänsehautgefühl zu erzeugen, sondern auch die eine oder andere Träne fließen zu lassen, weil sie die Stimmung mit einer sehr emotionalen Intensität zu Papier gebracht hat.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Renate Pfeiffer:
Intensiv und überraschend
Rose Royal von Nicolas Mathieu
Eine Geschichte ohne große Abschweifungen, brillant geschrieben und reduziert auf Wesentliches.
Rose ist eine reife, attraktive Frau mitten im Leben, freundlich und großzügig. Braucht sie nach mehreren Fehlschlägen noch einmal einen Partner? Hält Luc so eine Frau überhaupt aus? Das Ende kommt überraschend, man wünscht sich, sie wäre die Schnellere gewesen.
Eine kurze, intensive Lektüre für einen Nachmittag







