Kunden em pfehlungen
Rezensionen von ClaudiaWirth@t-online.de:
Interessante Einblicke in die britische Monarchie
Teatime mit Lilibet von Holden Wendy
Seitdem ich denken kann, fasziniert mich die britische Monarchie, allem voran Königin Elisabeth II. Deshalb war ich sofort begeistert, als ich hörte, dass die britische Journalistin und Autorin Wendy Holden einen biografischen Roman über die Gouvernante Marion Crawford geschrieben hat. Es war klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss.
Doch um was geht es eigentlich genau in diesem Buch?
Man schreibt das Jahr 1932 und der Leser lernt die junge Schottin Marion Crawford kennen. Die 22jährige hat große Träume und Visionen. Am Liebsten würde sie als Lehrerin in den schottischen Slums arbeiten. Doch dann wird sie zu etwas ganz anderem berufen: Sie soll die Gouvernante von Prinzessin Elisabeth und ihrer Schwester Margarete werden. Zuerst hält sie diesen „Job“ für absurd, doch dann erkennt sie, dass sie durch ihre Anstellung den kleinen Prinzessinnen die „normale“ Welt zeigen könne und dadurch dem Volk näher bringt. Und so nimmt sie die Gelegenheit war, zieht nach England und wird Lehrerin der beiden Kinder. Vorallem Elisabeth, von allen liebevoll Lilibet genannt, wächst ihr ans Herz. Sie tut alles dafür, um den Kindern den echten Alltag zu zeigen und besucht mit ihnen Schwimmbäder und sogar bei Woolworth’s wird eingekauft. Doch Crawfie (den Spitznamen haben ihr Lilibet und Margaret gegeben) verändert das Leben der Kinder. Nein, auch ihr Leben ist nicht mehr das, was es war und die Zeit bei den Royals verändert ihren Alltag komplett. Kann sie sich in dieser glamourösen Welt wirklich ihre Werte und Ziele bewahren?
Mein Eindruck vom Buch:
Der Schreibstil von Wendy Holden ist toll! Man fühlt sich sofort ins Jahr 1932 zurück versetzt und kann sich richtig vorstellen, wie es auf den Straßen Edinburghs zuging. Ihre Art zu erzählen ist schnörkellos und direkt und jede einzeln Seite ist ein wahrer Lesegenuss. Nachdem ich mich mit der britischen Königsfamilie schon viel auseinander gesetzt habe, waren mir viele Begebenheiten schon bekannt, jedoch gab es auch einiges, was mir komplett neu war. Wendy Holden hat als Basis für dieses Buch das Werk „The Little Princesses“ verwendet, welches von Marion Crawford selbst geschrieben und 1950 erschienen ist. Diese Autobiographie war auch ausschlaggebend dafür, dass die Königsfamilie den Kontakt zu Marion Crawford komplett abgebrochen hat. Wendy Holden hat Crawfords Geschichte mit etwas Fantasie aufgefüllt und damit entstand ein wunderbarer Roman, der weitgehend auf wahre Begebenheiten beruht. Marion Crawford wird in dem Buch als Sozialistin dargestellt, die nur das Beste für Kinder möchte und große Träume und Visionen hegt. Anfangs war sie mir sehr sympathisch und ihre innere Zerrissenheit war richtiggehend spürbar. Doch im Laufe des Buches hat sie sich in eine Person verwandelt, mit der ich nicht mehr wirklich mitfühlen konnte. Es wird deutlich, dass sie sich in der royalen Welt nicht wertgeschätzt fühlt, manchmal wirkte sie sogar richtig verbittert und da fragte ich mich, was sie denn erwartet hatte. Für mich entstand der Eindruck, sie hätte angenommen, als „gleichwertiges“ Familienmitglied behandelt zu werden und immer, wenn sie nicht auf Veranstaltungen / Reisen mitgenommen wurde, reagierte sie verletzt und echauffierte sich darüber, dass sie ja soviel für die königliche Familie getan hat. Zweifelsohne hat sie ihre Jugend und auch einen großen Teil ihrer Träume für die Royals geopfert, jedoch war dies ihre eigene Entscheidung und Selbstmitleid war fehl am Platz. Denn letztendlich war sie einfach „nur“ eine Angestellte. Und hätte sie die Prinzessinnen nicht unterrichtet, hätte es jemand anderes getan. Aber das nur meine Ansicht zur Person und meine Interpretation der Darstellung ihrer Figur in diesem Roman. Jeder soll und kann sich seine eigene Meinung zu den Geschehnissen machen.
Fazit:
Leider gab es ein paar Begebenheiten, die für mich viel zu oberflächlich behandelt wurden und über diese ich mir viel mehr Informationen gewünscht hätte. Selbst wenn die Erläuterungen aus der Fantasie der Autorin geboren worden wären. Deshalb kann ich leider nicht die volle Sternenzahl geben. Dennoch: Für Leser, die sich für das britische Königshaus interessieren, ist dieses Buch eine absolute Empfehlung und ich kann mir gut vorstellen, dass ich dieses Buch noch einmal lesen werde.
Rezensionen von SalMar:
Leider nicht wie erwartet
Wild like a River von Kira Mohn
Haven lebt, zusammen mit ihrem Vater, in einem kanadischen Nationalpark und ist trotz der Wildnis und gelegentlichen Einsamkeit glücklich mit ihrem Leben. Als jedoch Jackson nach einem misslungenen Ausflug mit einem Freund in eben dieses Leben tritt, führt das dazu, dass Haven so einiges in Frage stellt.
Die Idee zu diesem Buch hat mir gut gefallen, finde ich doch die Vorstellung, in einem Nationalpark zu leben, richtig spannend. Daher habe ich den Beginn des Buches wirklich gern gelesen und ich fand es recht amüsant, mitzuerleben, wie sich Jackson als Städter so in dieser Umgebung macht.
Leider entschließt sich Haven jedoch zu einem Tapetenwechsel und beschließt, zumindest für eine Weile, in die Stadt zu ziehen, in der auch Jackson lebt. Und ich muss gestehen, ab hier hat mich die Protagonistin ziemlich verloren. Jackson fand ich wirklich sympathisch, aber mit Haven wurde ich nicht mehr warm. Ihre Entscheidungen und ihre Denkweise sind teilweise übertrieben naiv und wenig nachvollziehbar. Es gab einige Situationen, da konnte ich wirklich kaum „hinsehen“. Auch einige Entwicklungen wirkten etwas konstruiert.
Mein Fazit: Ich denke, dass ich leider falsche Erwartungen an das Buch hatte und davon ausgegangen war, dass sich ein Großteil der Geschichte draußen in der Natur abspielt und man Haven und Jackson abseits des „normalen Alltags“ begleitet. Leider konnten mich auch die Charaktere nicht überzeugen, so dass ich das Buch doch recht enttäuscht beendet habe.
Rezensionen von brauneye29:
Das Buch besticht durch seine literarische Qualität
Das perfekte Grau Roman. Gebunden. von Jamal Salih
Zum Inhalt:
Die Geschichte erzählt von Novelle, Rofu, Mimi und Dante. Diese kennen sich aus dem Hotel in dem sie arbeiten, aber richtig kennenlernen sie sich erst als die Polizei im Hotel auftaucht und sie gemeinsam flüchten, obwohl die Polizei eigentlich wegen Mimi da ist.
Meine Meinung:
Was mich immer wieder bei den Büchern des Autoren verblüfft, ist der Umgang mit der Sprache.
Ungeheuer gekonnt und wortgewaltig werden wir immer verführt weiter und weiter zu lesen. Um alle Feinheiten zu erfassen, sollte man das Buch sicherlich mehrmals lesen, denn man entdeckt immer wieder neue Facetten, neue kluge Sätze oder auch humorige Sätze, die einen mitunter laut lachen lassen. Auch gelingt es die Geschichten der Protagonisten ein Stück weit greifbar zu machen und sie berühren einen. Manches aus diesem Buch wird sicher nachhaltig im Kopf bleiben.
Fazit:
Das Buch besticht durch seine literarische Qualität
Rezensionen von Gaby 2707:
Ein Weihnachtskrimi – spannend bis zum Schluss
Lasst uns tot und munter sein von Elke Pistor
Ein Weihnachtskrimi – spannend bis zum Schluss
Korbinian Löffelholz, 48, bisher sehr erfolgreicher Immobilienmakler sollte ein erfolgversprechendes Großprojekt an den Mann bringen. Stattdessen wird er nach Dünenbeck zwangsversetzt, einen Ort in einer trostlosen, hässlichen Einöde. Hier soll er das Exposé für die zu verkaufende, heruntergewirtschaftete Jugendstilvilla des Seniorchefs anfertigen.
Zu allem Übel hat er jetzt auch noch einen Hund an der Backe, der ihn verfolgt hat und dann auch noch angefahren wurde. Kaum in seinem Schicksalsort angekommen, wird er vom Wintereinbruch überrascht, kann die Villa nicht finden und landet so bei der alten Elisabeth von Petersen, die ihm ein Dach über dem Kopf gewährt. Da der Mieter der Villa sich nicht vertreiben lassen will und ihn stattdessen hinaus wirft, bleibt ihm nur die Zuflucht bei Elisabeth. Als er am nächsten Morgen wach wird, weiß er nur noch, dass er in der einzigen „Piz e ia“ im Ort zu Abend gegessen und zu viel getrunken hat. Nun liegt er hier blutverschmiert und erfährt, dass der Leiter des Jugendtreffs, mit dem er sich Tags zuvor gestritten hatte, tot ist. Hat er ihn auf dem Gewissen?
Korbinian Löffelholz ist so unsympathisch, egoistisch und egozentrisch, kennt nur sich selbst, nimmt sich die Frauen, wie er sie gerade braucht und ist bisher ohne Freunde sehr gut durch´s Leben gekommen. Nur Hund Carreras weicht ihm nicht mehr von der Seite (er scheint den guten Kern gerochen zu haben). In Dünenbeck trifft er auf zwei Frauen, die das ganze Gegenteil von ihm sind, die ihn ohne zu urteilen oder zu fordern so annehmen wie er ist. Er hat erst mal Probleme sich daran zu gewöhnen.
Gerade Elisabeth mit ihrer herzerfrischenden Natürlichkeit, die manchmal etwas esoterisch wirkt und sich mit Glücksworten umgibt, habe ich sofort ins Herz geschlossen. Genau so wie Sozialpädagogin Rike, die in der Villa gerade dabei ist, die Jugendlichen des Ortes in ein Weihnachtsmusical einzubinden. Wobei die Musikalität bei einigen schon sehr zu wünschen übrig lässt. Hier hat mich Korbinian mit seinen Gesangskünsten überrascht. Und ich habe sogar noch etwas über Stimmbildung gelernt.
Während Korbinian alles versucht um sich vom Verdacht, ein Mörder zu sein, zu befreien, lerne ich nach und nach alle Bewohner des kleinen Ortes kenne. Und nicht nur einer von denen hat ein Geheimnis im Keller versteckt. Gleichzeitig finde ich es toll zu lesen, wie sich Korbinian immer weiter von seiner selbstgeschaffenen Identität befreit und zu sich selbst findet. Seine Entwicklung kann ich sehr gut nachvollziehen und nun gefällt er mir schon sehr viel besser.
Weihnachtskrimi – darunter hatte ich mir irgendwie etwas anderes vorgestellt, war aber dann doch positiv überrascht, von dem, was hier hier bekommen habe. In 24 Kapiteln, die auch sehr gut als Adventskalender-Krimi gelesen werden können, stoße ich immer wieder auf Kleinigkeiten, die auf Weihnachten hinweisen. Und Krimi, klar, es gibt ja einen Toten und schlussendlich eine Auflösung, die ich so nicht erwartet hatte. Es gibt immer wieder neue Tatverdächtige, viele haben ein Motiv, was sich aber immer wieder zerschlägt. Korbinian hat mir manchmal schon leid getan, dass er mit seinen „Ermittlungen“ nicht weiter bzw. voran gekommen ist. Aber er hat einiges Anderes ans Tageslicht gebracht.
Elke Pistor hat mich mit ihrem Weihnachtskrimi sehr gut unterhalten, mich beim mit ermitteln gefordert und mir dabei meine Grenzen aufgezeigt. Ich habe viele verschiedene Menschen kennengelernt, habe im Schnee gesessen und gebibbert und mich immer wieder in Elisabeths Glücksworte, die am Ende des Buches noch mal aufgeführt sind, rein fallen lassen.
Ein wunderbares Buch, das weihnachtliche Stimmung mit spannendem Krimi gekonnt verbindet. Sehr zu empfehlen.
Rezensionen von Lesemama:
Teenieliebesgeschichte in einer unglaublichen Umgebung
Wild like a River von Kira Mohn
Bewertet mit 3 Sternen
Zum Buch:
Haven wächst mitten in der Wildnis auf, im Jasper Nationalpark.
Jackson, ein Student, macht dort mit seinem Freund Wanderurlaub. Als sich sein Freund verletzt bleibt Jackson alleine zurück und unternimmt viel gemeinsam mir Haven.
Die Beiden kommen sich näher.
Gibt es für sie eine gemeinsame Zukunft, wenn sie doch so unterschiedlich leben?
Meine Meinung:
Ich mag die Romane aus dem Verlag sehr gerne. Es sind oftmals besondere Geschichten.
Diese konnte mich nicht ganz überzeugen. Es war nett, aber auch sehr vorhersehbar. Was allerdings echt grandios war war das Setting. Ein ursprüngliches Kanada, die vielen Tiere. Sehr schön beschrieben, es lädt definitiv zum Träumen ein.
Haven war etwas seltsam und vielleicht auch naiv, aber sie lebte ja auch zwölf Jahre mehr oder weniger alleine mir ihrem Vater. Jax (Jackson) war der Großstadtjunge mit viel Erfahrung allerdings ohne viel NaturErfahrung.
Die Beiden waren schon niedlich zusammen, aber ich fand es jetzt nicht überragend.
Eine nette Geschichte in einem tollen Setting.
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Rezensionen von BarbaraM:
Ein wirklich informativer, inspirierender und natürlicher Ratgeber für die werdende Familie!
Das Weleda Babybuch von
„Das Weleda Baby Buch – Selbstvertrauen, Zuverlässigkeit und Liebe. Warum Eltern nur wenig brauchen“ ist 2020 im Eugen Ulmer Verlag erschienen und umfasst in der gebundenen Ausgabe 252 Seiten im Großformat. Verfasst wurde diese Buch von verschiedenen Autorinnen, die meistens auch selbst bereits Mutter sind.
Hierbei handelt es sich um die acht Expertinnen Christina Hinderlich (Hebamme, Diplom-Pflegewissenschaftlerin), Nicola Schmidt (Wissenschaftlerin und Autorin), Frauke Ludwig (Mitgründerin der Trageschule Hamburg), Susanne Mierau (Diplom-Pädagogin, Autorin, Familienbegleiterin), Katharina Hartmann (Ehrenamtliche Mitarbeiterin bei Mother Hood e.V.), Danielle Graf (Autorin, Bloggerin), Kristin Lenherr (Hebamme) und Regine Gresens (Hebamme, Berufspädagogin, Still- und Laktationsberaterin, Heilpraktikerin für Psychotherapie).
Dieses Buch hinterlässt beim Lesen ein sehr wohltuendes, sicheres Gefühl und ich bin mir sicher, dass ich dieses Buch noch unzählige Male in Händen halten werde.
Es behandelt wichtigen Themen kurz vor, während und kurz nach der Geburt
Die einzelnen Kapitelüberschriften lauten wie folgt:
1. Am Anfang ist Hülle
2. Geburt ist Loslassen und Ankommen
3. Wochenbett – eine ganz besondere Zeit
4. Wie das Stillen gelingt
5. Das Baby mit der Flasche füttern
6. Wie Säuglinge gut schlafen
7. Das Baby und seine Haut umsorgen und pflegen
8. Hören, was dein Bauch sagt
9. Zeit für dich
Besonders hervorzuheben sind auch die wunderschönen, natürlich gehaltenen und ein so positives Gefühl ausstrahlenden Fotos. Die ganze Gestaltung und das Layout sind qualitativ hochwertig und gut durchdacht und man merkt als Leserin, dass in der Umsetzung sehr viel Herzblut steckt und es sich vielerlei Gedanken darum gemacht wurden.
Außerdem möchte ich noch positiv anmerken, dass das vorliegende Buch auf höchstem ökologischen Standard gedruckt wurde, ausschließlich mit Substanzen, die wieder in den biologischen Kreislauf rückgeführt werden können.
Fazit: Hier handelt es sich um einen umfassenden Ratgeber für werdende Familien. Das Buch ist gespickt mit unglaublich viel wertvollem Wissen. Oftmals werden auch schon Fragen beantwortet bevor sie noch gestellt werden. Das hat mir so gut gefallen und bei mir ein sehr gutes und sicheres Gefühl hinterlassen.
Der Ratgeber hat mich rundum überzeugt und gefällt mir außerordentlich gut.
Rezensionen von Recker!:
Die wahre Bedeutung von Weihnachten
Doktor Proktor und das beinahe letzte Weihnachtsfest von Jo Nesbø
Herr Thrane gibt sich als Pilzinspektor aus, kauft dem norwegischen König Weihnachten ab und stiehlt die Kopie des Rathauses der Urkunde, in der beglaubigt wird, dass dem Weihnachtsmann Weihnachten gehört, und lässt eine Urkunde aufsetzen, in der beglaubigt, dass ihm Weihnachten gehört. Somit ist er von der Staatsseite her im Recht und darf, was er will.
Deshalb macht er Weihnachten zu einem Fest des Kapitalismus, man darf nur Weihnachten feiern, wenn man 1000€ bei seinem Kaufhaus ausgibt. Doch das lassen sich Doktor Proktor und seine Freunde Lise und Bulle nicht gefallen und retten Weihnachten. Gut, dass sie auch den echten Weihnachtsmann kennen.
Ein Aspekt aus dem Buch gefiel mir sehr gut. Der Weihnachtsmann hörte in den 1990ern auf, doch es fiel keinem auf, die Familien beschenkten sich immer gegenseitig mit viel mehr, als der Weihnachtsmann jemals produzieren könnte, und es fiel nicht mal auf, dass der Weihnachtsmann aufhörte. Wegen dem Klimawandel mussten die Wichtel nach Australien auswandern und wurden durch Roboter ersetzt, die Rentiere kommen von Australien. Kurzgesagt, die moderne Konsumgesellschaft. Das fand ich ein interessantes Konzept, da kritisiert wird, dass zu viel gekauft wird (Weihnachtsgeschenke), dass es wegen dem Klima Tierarten aus ihrem heimischen Lebensraum vertrieben werden (Wichtel) und die Produkte von überall her kommen (Rentiere).
Die Figuren sind ein breites Spektrum.
Bulle ist einer der Protagonisten. Er hat immer einen Witz auf Lager, steckt voller Fantasie und ist trotz seiner Armut nicht traurig. Durch Bulle wird die Aussage vermittelt:,, Man kann sich Freude nicht erkaufen." Dieser Aspekt ist bei diesem Kinderbuch sehr gut, dass Geld zwar die Welt regiert, man davon allein aber noch lange nicht glücklich wird.
Liese ist "das liebste Mädchen der Welt", setzt sich zeitintensiv gegen Leid ein und auf sie passt der Begriff Nihilistin auch recht gut, da sie es schön findet, wenn man zu Weihnachten nichts Großes bekommt, sondern nur kleine Aufmerksamkeiten wie ein Buch oder ein Kreisel. Sie ist sozusagen das Gegenteil der modernen Konsumgesellschaft, will wenig haben und hat für alle Dinge, die ihr wichtig sind Zeit. Dieser Aspekt gefiel mir auch sehr gut, da dadurch vermittelt wird, dass man sich für alle Dinge, die einem wichtig sind, Zeit nehmen sollte und nicht alle Dinge aus der Welt braucht.
Doktor Proktor ist ein genialer Erfinder, unter anderem von Pupspulver, Zeitreisen, unsichtbaren Bumerangs und vielen weiteren Erfindungen. In seiner Kindheit schenkte man sich zu Weihnachten Erfindungen, unter anderem eine Pralinenschachtel, deren Pralinen "Nimm mich" beim Öffnen schreien. Sein Vater arbeitet mit dem Weihnachtsmann zusammen und er ist derjenige, der den Weihnachtsmann überzeugt, bei der Rettung von Weihnachten mitzumachen und den Job Weihnachtsmann wieder anzufangen. Durch ihn wird unter anderem Überzeugungskraft vermittelt, ein Wert, den man in der heutigen Gesellschaft sehr häufig braucht, ja man glaubt es kaum, man braucht ihn sogar beim Rezensieren von Büchern????. Auch wird durch ihn vermittelt, dass man zu Weihnachten nicht unbedingt immer etwas kaufen muss, sondern selbstgemachtes viel mehr zählt.
Über Lieses Eltern gibt es nicht viel zu sagen. Sie schenken zu Weihnachten nur nützliche Geschenke und machen eine Liste, in der sie den Wert des jeweiligen Geschenkes eintragen, um im nächsten Jahr für ebendiese Summe der Person etwas zurückzuschenken. Lieses Vater arbeitet als Kommandant für Norwegen und bläst am Heiligen Abend einen Schlitten, den er für einen finnischen Jäger hält, Dieses Verhalten wird auch im Buch ziemlich kritisiert. Dass diese beiden Eltern den Geist von Weihnachten nicht verspüren und auch keine Fehler bekennen macht sie in meinen Augen zu "Bösewicht*innen", da sie statt Nächstenliebe zu zeigen, nützliche Dinge verschenken und den Preis ganz genau nehmen, statt einer stillen Nacht blasen sie einen Schlitten vom Himmel. Doch darum geht es bei Weihnachten nicht. Es geht darum, anderen eine Freude zu machen und ein ruhiges und besinnliches Fest zu feiern. Deshalb finde ich es gut, dass die Eltern für ihre Aktionen kritisiert werden.
Bulles Mutter ist zu Beginn ähnlich wie Lieses Eltern, eigentlich noch schlimmer. Denn sie will Bulles Sachen wegnehmen, sie zu Geld machen und mit diesem Geld bei Herrn Thrane einkaufen. Dann verkauft sie eines von Bulles wertvollsten Schätzen, die Trompete, die er von seinem Opa bekam, der jedoch das Mundstück fehlt, sodass kein Ton rauskommt. Auch hat sie die einzige Urkunde, in der steht, dass dem Weihnachtsmann Weihnachten gehört, beinahe als Klopapier benützt, doch Bulle hielt sie davon ab. Doch als Bulle, Liese und Proktor Weihnachten retten, besinnt sie sich zum Weihnachtsgeist der Nächstenliebe, kauft die Trompete zurück und gemeinsam mit Liese kauft sie
Herr Thrane ist der typische Kapitalist. Er will immer noch mehr, zwingt die Leute eine bestimmte Summe bei ihm auszugeben, alles in allem ein Geizkragen. Doch dann landet er auf einer Insel mitten im Meer und denkt, dass er Weihnachten auf nimmer Widersehen an die Menschheit zurückgibt, doch dann wenn es hart auf hart kommt, Weihnachten doch lieber für sich behält. Durch ihn wird impliziert, dass sich manche Menschen nie ändern. Auch das gefiel mir recht gut, da dadurch auch aufgerufen wird, stark zu sein für Herzensangelegenheiten.
Der norwegische König verhält sich wie ein Trottel. Denn statt autoritär zu handeln, lässt er Leute, die mit ihm reden wollen, aus seinem Palast werfen, schreit schnell mal das Wörtchen langweilig und spielt am liebsten mit seiner Playstation. Ich finde gut, dass er als König so dargestellt wird, da Monarchien längst aus der Mode sind. Deshalb finde ich gut, dass der König sich nicht wie ein König benimmt. Anmerkung: Norwegen befindet sich in einer konstitutionellen Monarchie, also das, was Österreich und Deutschland vor dem Ende der beiden Kaisserreiche hatten.
Der Schreibstil ist schön, es gibt keinen komplizierten Satzbau, aber durch die Setzung von den richtigen Adjektiven an den richtigen Stellen wirkte es viel emotionsvoller als wenn man die Adjektive zufällig setzte. Dass die Adjektive an den richtigen Stellen gesetzt wurden, ist echt supi.
Über den Rest der Geschichte gibt es nichts mehr zu sagen, ausser Spitzenbuch, Leseempfehlung.
Rezensionen von readpassion9:
spannender Start einer neuen Reihe
Leichenblume von Anne Mette Hancock
Schauplatz Dänemark: Die Journalistin Heloise Kaldan bekommt Briefe von der untergetauchten Mörderin Anna Kiel. Anna hat vor Jahren einen erfolgreichen, jungen Anwalt brutal ermordet, das Motiv ist unklar. Heloise hat keine Ahnung, wieso sich Anna ausgerechnet mit ihr in Verbindung setzt, wieso Anna so viele Details über ihr Leben kennt.
Aber sie wittert eine Story. Doch nicht nur Heloise, auch der Ermittler Erik Schäfer ist auf der Suche nach Anna. Die beiden haben ein gemeinsames Ziel und teilen ihr Wissen, eine Zusammenarbeit zwischen Polizei und Journalistin.
Ich konnte problemlos in die Story eintauchen, der Schreibstil ist flüssig und meine Neugier war geweckt. Der Mordfall von damals gibt Rätsel auf. Wieso ermordet eine junge Frau, anscheinend ohne Motiv, einen erfolgreichen Anwalt? Man verfolgt zum einen Heloise Recherche, zum anderen die Ermittlungen der Polizei und in einigen Kapiteln auch den Strang von Anna.
Das Motiv für den Mord bleibt lange Zeit im dunkeln, ebenso, wieso Anna ausgerechnet Heloise kontaktiert hat. Die Auflösung ist stimmig, der Fall gut konstruiert. Die Figuren sind gut gezeichnet und der Krimi fesselnd. Ein gelungenes Debüt, ich werde die Fortsetzung auf jeden Fall lesen.
Rezensionen von readpassion9:
fesselnd, aber etwas wenig Spannung
Der Mädchenwald von Sam Lloyd
Der Debütthriller von Sam Lloyd spielt in England. Die 12jährige Elissa ist zum ersten Mal bei einem Schachturnier, sie wird auf dem Parkplatz des Hotels, in dem der Wettbewerb stattfindet, entführt. Ihre Mutter ist am Boden zerstört, zum Glück gibt es einen Zeugen, der die Entführung beobachtet hat.
Die Ermittlerin Mairéad leitet die Ermittlungen und erkennt bald, dass Elissa vom gleichen Entführer gekidnappt wurde, der im Verlauf von Jahren mehrere Kinder entführt hat. Mairéad kämpft gegen die Zeit, sie weiß dass die ersten Stunden und Tage entscheidend sind, um ein Entführungsopfer lebend zu finden.
Der Thriller hat mir gut gefallen, er ist von Anfang an fesselnd und gut erzählt. Die Kapitel, in denen Elijah auftaucht, fand ich verstörend. Er freundet sich mit Elissa an, sie "spielen" Hänsel und Gretel im Lebkuchenhaus. Elissa merkt, dass mit Elijah etwas nicht stimmt und versucht ihn zu manipulieren. Elijah ist von Elissas Schachfiguren fasziniert und möchte unbedingt lernen, Schach zu spielen. Elissa verspricht, es ihm beizubringen. Sie sieht darin eine Chance, ihrem Entführer zu entkommen.
Ich fand das Buch fesselnd, weil es immer wieder neue Wendungen gibt, die ich nicht erwartet hätte. Spannungstechnisch hätte ich mir mehr gewüscht, erst der Showdown am Schluss ist wirklich spannend. Und mir fehlen am Ende noch ein paar Informationen, was die Motivation des Entführers angeht, die bleibt leider etwas im Dunkeln. Für ein Debüt ist der Thriller auf jeden Fall gut, ich werde mir den Autor merken.
Rezensionen von Nele33:
Dicht wie ein Kammerspiel
Wenn Schweigen tötet von John Marrs
Mit " Wenn Schweigen tötet" hat John Marris einen Psychothriller dichter als ein Kammerspiel geschrieben.
Maggie und Nina essen jeden zweiten Abned miteinander. Nach dem Essen bringt Nina Maggie zurück in ihr Zimmer im Dachgeschoss und legt sie wieder in Ketten. Dies macht sie nun schon seit 2 Jahren.
Zwei lange Jahre, in denen Maggie bezahlen soll für Dinge die sie in der Vergangenheit getan hat. Dinge, von denen Nina nicht die ganze Wahrheit kennt und so soll es auch bleiben. Aber kennt denn Maggie die ganze Wahrheit?
Die Geschichte wird in den unterschiedlichsten Zeitebenen erzählt, welche immer so gekennzeichnet sind, dass keinerlei Verwirrung auftreten kann. Es gibt sowohl die Gegenwart, als auch 25 Jahre Rückblick jeweils aus der Sicht der einzelnen Frau.
Die Protagonistinnen sind super charakteriesiert und haben mich von der ersten Seite an in ihrer Vielschichtigkeit und ihren Geheimnissen gefesselt. Der Autor geht hier psychisch sehr in die Tiefe, was mir immer sehr gut gefällt.
Von mir bekommt die Story und die Umsetzung gerne 5 Sterne.










