Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Gavroche:
Die verschwundene Seite
Die Handlung spielt im Jahr 1994 in der Universitätsstadt Oxford. Professor Seldom und sein Doktorand werden in ihren zweiten Fall verwickelt. Dieses Mal steht die Lewis-Carroll-Bruderschaft im Mittelpunkt, die stets auf der Suche nach neuen Inputs ihres Autors ist. Eine junge Doktorandin findet einen Zettel mit einem Satz, der neue biographische Erkenntnisse erbringt, doch bevor sie ihren Fund weiterzeigen kann, wird sie angefahren.
Logikprofessor Seldom - Mitglied eben jener Bruderschaft - und sein Mathematik-Doktorand ermitteln. Zwei wirkliche ungewöhnliche Ermittler, eine spannende Geschichte mit vielen interessanten Fakten rund um den Autor von Alice im Wunderland / hinter den Spiegeln. Ich habe viel mitgebangt, denn es bleibt nicht bei dem einen Mord. Die Auflösung ist logisc, aber so verwickelt, dass ich nie darauf gekommen wäre und gefiel mir, ein toller Schreibstil, ein unterhaltsamer und lehrreicher Krimi.
Die Stimme von Sprecher Sascha Tschorn war mir manchmal zu wenig variantenreich, aber insgesamt noch gut.
Rezensionen von Katharina Goritschnigg:
Land of Stories: Das magische Land – Die Suche nach dem Wunschzauber von Chris Colfer
Rezensionen von C. P.:
Sich der Angst stellen
Brindilla - Zum Licht von Brrémaud
Zum Licht ist der zweite Band eines wunderschön gezeichneten Zweiteilers. Brindilla und ihr wölfischer Gefährte fliehen vor den immer größer werdenden dunklen Horden, bis sie sich der Bedrohung und somit ihrem Schicksal stellt. Wie im ersten Band ist lange Zeit weiterhin unklar, was es mit dem dunklen Feind und Brindillas Bestimmung auf sich hat.
Neben den erneut faszinierenden Panels ist auch die Auflösung des Geheimnisses rund um Brindilla sehr gelungen. Im Anhang findet sich erneut ein wenig Art Work.
Rezensionen von C. P.:
Atmosphärisch und rätselhaft
Brindilla - Die Schattenjäger von Frederic Brremaud
Die Schattenjäger ist der erste Band eines wunderschön gezeichneten Zweiteilers. Eine junge Frau findet sich nach der Flucht vor einem Feuer nackt im Wald wieder, ohne jegliche Erinnerung an Name oder Herkunft. Zunächst kommt sie bei einem kleinen Waldvolk unter, aber das Rätsel um ihre Herkunft lässt ihr keine Ruhe.
Das Abenteuer ist atmosphärisch und detailreich aufgebaut, das Rätsel um die junge Frau, welche später den Namen Brindilla erhält, wird nach einem plötzlichen Cut in der Erzählung noch eine Spur interessanter. Spätestens als eine Bedrohung hinzu kommt wird klar, dass Brindilla eine besondere Vergangenheit haben muss. Ein sehr schönes Graphic Novel, bei welchem mir besonders die überraschende Wendung von den erst friedlichen Wesen hin zur düsteren Bedrohung sehr gefallen hat. Im Anhang findet sich zudem ein wenig Art Work.
Rezensionen von Recker!:
Miese Story, mieser Schreibstil, der vermittelte Inhalt jedoch gut
Ostwind - Zusammen sind wir frei von Carola Wimmer
Mika ist eine Schülerin, die beinahe Autos rammt, weil sie sich für einen Nichtsnutz hält. Ihre Großmutter, Weltmeisterin in Pferderennen, ihre Eltern Profis in Physik. Wegen ihrem Zeugnis kann sie über die Sommerferien nicht mit ihrer besten Freundin Fanny ins Sommercamp, sondern kommt zu ihrer Großmutter auf das Gestüt Kaltenbach.
Dort trifft sie auf ein Pferd,Ostwind, das eine ähnliche Vorgeschichte hat wie sie: Beide haben Ahnen, die in etwas begabt sind, beide werden an einem Ort eingesperrt, beide verletzten unwillentlich Menschen und auch wie Gefangene behandelt. Doch Ostwind soll geschlachtet werden! Um das zu verhindern, lernt Mika bei einem ehemaligen Pferdetrainer, Herr Kaan, Ostwind verstehen und reiten, um mit ihm bei dem alljährlichen großen Pferdeturnier, den Kaltenbach Classics, zu reiten, sich selbst beweisen, dass sie kein Nichtsnutz ist, und der Großmutter beweisen, dass Ostwind nicht geschlachtet werden soll. Wird sie all dies schaffen?
Die Geschichte ist mäßig, da so gut wie nichts passiert. Mika kann nichts, Mika geht auf Pferdehof, Mika lernt Ostwind kennen, Mika wird Ostwinds Bezugsperson, gemeinsam reiten sie das Turnier, danach wird Ostwind wegen einer heimtückischen List krank, Mika nimmt die Krankheit mit und zum Schluss geht es alle wieder gut. Es passiert nicht viel spannendes, außer die Situation um die Krankheit.
Auch wenn die Geschichte mäßig ist, ist der Inhalt, der vermittelt wird, toll, da es das Schulsystem kritisiert, dass es alle Schüler traurig mache, doch auch vermittelt es die Botschaft, dass jeder Mensch bestimmte Fähigkeiten hat und diese nur warten, entdeckt zu werden. In Zeiten, wo wegen Corona das ganze Land im Lockdown ist, sind solche Botschaften besonders wichtig, damit man nicht die Hoffnung aufgibt. Andererseits ist es dadurch, dass es das System kritisiert ein bisserl anarchistisch, da es dazu aufruft, das System zu stürzen. Dass das alles noch in die Fassade eines Kinderbuches gepackt ist, finde ich cool, da es vermutlich schwierig war derartigen Mischmasch zwischen Aufruf zum Systemumsturz und Pferdeliebe zu schreiben.
Auch wenn der Inhalt toll und die Geschichte mäßig ist, ist der Schreibstil kompliziert zu bewerten. Denn da es offensichtlich für Kinder sein sollte, ist es fragwürdig, ob der Schreibstil absichtlich derartig schlecht geschrieben ist, um die Kinder anzusprechen, oder ob die Autorin derartig schlecht schreibt, weil sie es nicht besser kann. Deshalb ist ein Urteil über den Schreibstil unmöglich.
Fazit? Das einzige Gute ist der Inhalt, die Geschichte ist schlecht und über den Schreibstil kann nicht geurteilt werden.
Rezensionen von C. P.:
Mäßig interessante Fortsetzung der Trilogie
Serafin. Das kalte Feuer,1 Audio-CD, 1 MP3 von Kai Meyer
Serafin ist der Nachfolger der Merle-Trilogie von Kai Meyer und erzählt die magische Geschichte rund um Merle, Junipa und Serafin weiter. Allerdings setzt die Handlung eine Weile nach Ende der Merle-Trilogie an.
Merle und Junipa haben bereits auf der Suche nach Merles Vater einige Welten durch die magischen Spiegel besucht und landen nun in einem alternativen Venedig, in welchem der dortige Serafin und seine geflügelte Katze Cagliostra in den Kanälen der Stadt nach Schätzen suchen, sobald sich das Wasser auf unerklärliche Weise zurückzieht.
Vieles ist hier anders, statt der Sphinx-Göttin gibt es eine Katzen-Göttin und eine weitere, finstere Merle bedroht sie ebenso wie die mysteriösen Kartographen, welche in der Spiegelwelt leben.
Hauptcharakter ist diesmal Serafin, der mit Cagliostra einen pfiffigen Sidekick an seiner Seite hat. Auch Junipa bekommt endlich eine größere Rolle, während Merle für meinen Geschmack erstaunlich blass blieb. Die Magie ist diesmal ein wenig anders und die Handlung gefiel mir zunächst ganz gut, konnte mich aber im Laufe der Erzählung, als es um die Suche des Herzens von Venedig ging, nicht vollauf überzeugen.
Gelesen wird das ungekürzte Hörbuch von Simon Jäger, der die verschieden Charaktere gekonnt interpretiert und der Erzählung die passende Atmophäre verleiht.
Rezensionen von yellowdog:
Erinnerungen und Anekdoten
In allen Tonarten von Siegfried Franzen
Das Buch In allen Tonarten enthält einige amüsante Erinnerungen und Anekdoten des Verfasser Siegfried Franzen, ein Pfarrer im Ruhestand.
Viele der Geschichten haben sich in den siebziger Jahren ereignet. Das prägt das Buch mit. Für heutige Verhältnis wirkt es altmodisch. Mich erinnert es an die Geschichten von Jo Hand Rösler.
Hinzu kommt die Lebenseinstellung der Menschen in Schleswig-Holstein, mit ihrer erfrischenden Herzlichkeit und manchmal ihrem Dialekt. Gerade auch Kinder sind häufig Hauptfiguren der Geschichten.
Viele der kurzen Ereignisse speisen ihren Humor aus Verwechslungen oder falsch verstandenes.
Manchmal ist man auch erstaunt, wie schnell jemand belustigt sein kann. Es ist jedoch klar ein Plädoyer für Humor und Lebensfreude.
Rezensionen von C. P.:
Stimmiger Abschluss der Trilogie
Merle. Das Gläserne Wort,1 Audio-CD, 1 MP3 von Kai Meyer
Im dritten Band der Merle-Trilogie treffen nach und nach alle Charaktere in der Spiegelfestung der Sphinxe ein, welche durch den im zweiten Band geflüchteten Winter im ewigen Eis liegt. Dort steht die Erweckung des mächtiges Sphinxgottes unmittelbar bevor. Nur gemeinsam können sie ihn besiegen.
Nach einem ereignisreichen und vielfältigen zweiten Band fokussiert sich das Ende auf die pyramidenförmige Spiegelfestung.
Es gibt wieder einige Abenteuer und überraschende Wendungen, wichtige Entscheidungen müssen getroffen und schwere Opfer erbracht werden. Aber auch wenn es ein stimmiger Abschluss der Trilogie ist, fehlte mir stellenweise das gewisse Etwas, das Gefühl von Abenteuer, um mich vollauf zu überzeugen. Da es nahtlos an den zweiten Band anschließt sollte man die ersten Bände bereits kennen.
Gelesen wird das ungekürzte Hörbuch von Simon Jäger, der die verschieden Charaktere gekonnt interpretiert und der Erzählung die passende Atmophäre verleiht.
Rezensionen von C. P.:
Ein etwas anderer Weihnachtsmann
Merle. Das Gläserne Wort,1 Audio-CD, 1 MP3 von Kai Meyer
Auf der Flucht vor dem Großen Weihnachtsrat muss Weihnachtsmann Niklas Julebukk mit seinem Wohnwagen unterwegs notlanden. Dort freundet er sich mit den Kindern Ben und Charlotte an, die ihm gegen den bösen Waldemar Wichteltod helfen, um das wahre Weihnachten zu retten.
In dieser kleinen Weihnachtsgeschichte hat Cornelia Funke mehrere Themen liebevoll in einem kleinen Weihnachtsabenteuer verpackt.
Da wären der Junge Ben, der von seinen Mitschülern gemobbt wird sowie Charlotte, die noch neu in der Stadt ist und daher noch keine Freunde hat. Und über allem schwebt das große Thema Weihnachten und der Zauber, welcher dem klassischen Fest innewohnt. Immerhin versucht der Weihnachtsmann seit jeher, die Wünsche der Kinder herauszufinden und zu erfüllen, damit die Kinderaugen vor Freude strahlen. Und genau dies will Waldemar Wichteltod mit seiner Weihnachtsfirma zerstören, um sich an dem Fest eine goldene Nase zu verdienen.
In dieser Erzählung ist Niklas Julebukk nicht dieser dicke Klischee-Weihnachtsmann mit exklusivem Schlitten, sondern wirkt eher wie ein einfacher junger Typ mit Wohnwagen, emsigen Kobolden, Engeln und einem unsichtbaren Rentier. Dies und noch viele weitere kleine Details rund um Niklas Julebukk und Waldemar Wichteltod hebt die Erzählung von anderen Weihnachtsmann-Geschichten ab. Etwas befremdlich hingegen empfand ich, dass die Kinder sich einfach bei diesem fremden Mann in den Wohnwagen setzten.
Der Schreibstil ist bildhaft und die Geschichte selbst ein wenig abenteuerlich. Ich würde es als Weihnachtsgeschichte für die ganze Familie bezeichnen, bei der typische Kindersorgen und -probleme nicht zu kurz kommen. Dadurch verliert sich der Zauber der Weihnacht stellenweise allerdings auch ein wenig in der Erzählung.
Das Hörbuch wird gelesen von Karl Menrad, der mit seiner etwas jüngeren, gemächlicheren Stimme wunderbar zu Niklas Julebukk passt.
Rezensionen von C. P.:
Spannend und realistisch
Vakuum von Phillip P. Peterson
In naher Zukunft: Mehrere Phänomene im Weltraum führen zu erschütternden Erkenntnissen. Das antarktische Neutrino-Teleskop, mit welchem z. B. Supernovae detektiert werden, empfängt vermehrt Signale, Sterne verschwinden und eine Mondlandung wird in letzter Sekunde abgebrochen, als plötzlich ein fremdes Raumschiff im interstellaren Raum auftaucht.
Dieser Science Fiction Roman kann sich sehen lassen. Der Autor hat bereits bestehendes Wissen, Überlegungen und Konzepte zu einer durchaus realistischen Dystopie verknüpft. Der Roman beginnt mit ersten Beobachtungen, deren Bedeutung sich zu einer Gefahr für die Menschheit entpuppt. Sehr interessant ist die Lösung, welche der Autor den Menschen in seinem Roman zukommen lässt, um das Fortbestehen der Menschheit zu sichern. Dabei wurden sowohl technische wie auch logistische, politische und soziale Punkte gut durchdacht dargestellt.
Das Geschehen wird hauptsächlich aus zwei Perspektiven erzählt: Zum einen von der Physikerin Susan Boyle, welche zu Beginn in der antarktischen Forschungsstation tätig ist, zum anderen von Astronaut Colin Curtis. Insgesamt ist die Anzahl der Hauptcharaktere recht übersichtlich, was ich als angenehm empfand. Die physikalischen und technischen Themen wirken fundiert, die gesellschaftlichen Auswirkungen konnten mich ebenfalls überzeugen. Die Handlung selbst ist durchweg spannend und abwechslungsreich. Schade ist, dass der Roman schwerpunktmässig aus amerikanischer Sicht geschrieben ist. Auch ist die Übersetzung stellenweise nicht ganz gelungen. Falsche Satzbildung wie „das macht Sinn“ oder Kindergarten-Begriffe wie „Anziehsachen“ sollten in guter Science Fiction nicht vorkommen.
Insgesamt ein spannender und realistisch wirkender Science Fiction Roman mit einer sehr guten wissenschaftlichen Basis, wenn auch leider primär aus amerikanischer Sicht.









