Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Petra:
Für den kleinen Leser von morgen
"Meine liebsten Vorlesegeschichten" vom Ravensburger Verlag ist ein Kinderbuch aus der Reihe ministeps- kleine Schritte in eine große Welt.
Das Pappbilderbuch mit seinen festen, dicken Seiten können auch schon kleine Kinderhände prima umblättern, ohne das Buch gleich kaputt zu machen.
Elf kurze Geschichten aus dem Alltag von Kindern laden ein zum Zuhören und Anschauen.
Jede Geschichte erzählt von anderen Kindern in den verschiedensten Situationen. Jede einzelne Geschichte ist leicht verständlich geschrieben und mit wunderschönen Farbillustrationen versehen. Hier kann beim Zuhören noch viel entdeckt werden.
Die Geschichte "Ein Baby für Anton" schneidet in unserer Familie gerade ein top aktuelles Thema an und der zukünftige Bruder hat begeistert die Idee aufgegriffen ein Bild für sein neues Geschwisterchen zu malen.
Rezensionen von Danislesestube:
Ein Fantasy Abenteuer aller höchster Güte
Moira lebt mit ihrem Ziehvater ein einfaches aber schönes Leben in einem kleinen Dorf. Eines Tages jedoch wird eine sehr liebenswerte Bewohnerin in ihrem Haus ermordet vorgefunden. Schnell wird klar, dass es sich bei dem Mörder nicht um einen Bewohner handelt, sondern um einen Vampir. Kjell, Moiras Ziehvater, zieht los um nach der Basis der Vampire zu suchen, um dort den Mörder ausfindig zu machen.
Nun ist sie alleine auf sich gestellt. Leider folgt schon das nächste Unglück das Moira dazu zwingt das Dorf zu verlassen, und in Richtung Norden zu reisen, auf der Suche nach Kjell. Mit dabei ist ein sprechender Rabe, der ihr fortan Gesellschaft leistet.
Die Handlung ist recht einfach, aber nicht weniger spannend, aufgebaut. Der Fokus liegt, nach dem Prolog aus anderer Sicht, auf Moira, die wir auf ihrer Reise begleiten. Diese ist voller Gefahren, böser Kreaturen die sie sehr gerne tot sehen möchten, scheinbar freundliche Bewohner aus benachbarten Ortschaften. Garniert mit etwas Lügen, Verrat, Liebe, und Zusammenhalt.
Passend zur Handlung gesellt sich ein einfacher, aber sehr aussagekräftiger Schreibstil. Die Autorin hat das Talent Situationen, Menschen, Kreaturen und Umgebungen mit wenigen Sätzen und einfachen Worten nahezu perfekt zu beschreiben.
Ein weiteres positives Beispiel war der Spannungsaufbau und das Spielen mit Erwartungen, im positiven Sinne. Was daran lag, dass sie zuerst augenscheinlich offensichtliche Denkweisen (Oh, gleich passiert das, und dann…) direkt zerstörte, weil es plötzlich anders kam als es den Anschein hatte. Daraus entwickelte sich dann wieder eine scheinbar gewöhnliche und (anscheinend) vorhersehbare Situation. Ich mag sowas. Nichts nervt mich mehr als zu wissen wie das Buch endet oder was als Nächstes passiert.
Was für ein tolles Buch. Kann ich jedem Fantasy Fan empfehlen.
Rezensionen von yellowdog:
Der Winter des Missvergnügens
Ein englischer Winter von Thomas Reverdy
Der französische Schriftsteller Thomas Reverdy lässt seinen Roman in England ab 1978 handeln und erwähnt viele Merkmale und Ereignisse der Zeit. Der Übergang der siebziger in die achtziger Jahre ist mit ein Thema des Buches. Das Leben wurde härter und weniger sozial. Dieser Bruch einer Ära wirkte sich bis heute aus.
Ein echtes Gefühl dieser Zeit und ihrer Stimmung stellt sich jedoch anfangs relativ wenig ein, später wird das deutlich besser und immerhin werden die Kapitel mit Bands und wichtigen Songtiteln versehen. Das bildet den Soundtrack des Romans und trägt dann doch einer zeitlichen Assoziation bei.
Ein auktorialer Erzähler erzählt in lapidaren Ton, der mir nicht gerade behagt. Aber das ist auch Geschmackssache. Eine gute Prise Humor entschädigt ein wenig.
Aber an dieser Erzählhaltung leidet auch die Figurenzeichnung teilweise. Candice, eine Fahrradkurierin und Jones, ein arbeitsloser Musiker sind keine schlechte Figuren, aber es dauert zu lange, bis man ihnen nahekommt.
Candice Temperament, ihre Leidenschaft und Engagement bei dem was tut, z.B. die Schauspielerei, gefallen mir gut. Sie ist klar die führende Figur im Roman.
Die fast spürbare Körperlichkeit der Beschreibungen gehören zur Stärke des Romans.
Auch die sozialkritische Komponenten des Buches sollte man nicht unterschätzen
Am Ende war ich mit dem Roman zufrieden.
Rezensionen von yellowdog:
Das Gewicht des Universums
Ein englischer Winter von Thomas Reverdy
Der kroatisch-bosnische Dichter Sead Mahmutefendić verfügt über sprachliche Kraft. Seine Sätze haben aber auch Eleganz und erzeugen starke Bilder.
Düstere Stimmungen und Selbstbefragung kennzeichnen die Gedichte dieses Bandes, das mit Requiem ein Langgedicht mit 16 Kapiteln hat sowie weitere für sich stehende Texte.
Die Gedichte verbindet die Atmosphäre und Schwermut.
Vieles ist nicht so einfach verstehen. Leider bietet das durchaus auch komplexe Vorwort wenig Hilfestellung. Als Leser muss man versuchen, sich einzufühlen.
Rezensionen von heinoko:
Ein profundes Sachbuch, bei dem es viel zu lächeln gibt
Essen gut, alles gut von Heike Niemeier
„Essen kann heilen, lindern, stärken – und müde Geister wecken.“ So könnte man den Inhalt des vorliegenden Buches in Kürzestform zusammenfassen. Denn genau das erläutert uns die promovierte Ökotrophologin sehr umfassend und detailgenau, nämlich den Wert von Essen, von gutem Essen, denn nur gutes Essen sorgt für gutes Bauchgefühl.
Lebensmittel sind Mittel zum Leben. Was gibt es da Wichtigeres als gute Lebensmittel zu wählen. Ohne Wissen, ohne Information kann man nicht gut wählen. Und genau das ist das Anliegen des Buches: Über Essen so umfassend zu informieren, dass es aus der schier grenzenlosen Angebotsfülle möglich wird, das Gute zu wählen, das, was unserem Körper (und unserer Seele) guttut. Und zwar freiwillig! Denn „Verbote sind verboten.“ Alles Wissenswerte wird uns sehr anschaulich, fast möchte ich sagen unterhaltsam, angeboten. Ja, ich habe das Buch nicht Seite um Seite von vorne bis hinten gelesen. Denn die graphisch gekonnte Gestaltung, die besondere oder wichtige Zusatzinformationen farblich abgehoben vom laufenden Text besonders hervorhebt, verführt dazu, erst einmal im Buch zu blättern und sich von den Graphiken verführen zu lassen. Und ehe man es sich versieht, hat man sich in einzelnen Kapiteln festgelesen. Übrigens macht das Buch sprachlich besonderes Vergnügen: Von „Zucker-Tsunami“ bis „es ist Käse, auf Fett zu verzichten“ hat es die Autorin auf sehr sympathische Weise geschafft, dass ich immer wieder mit einem Lächeln auch die teilweise sachlich-trockenen Informationen schluckte. Locker eingestreut im Text findet man außerdem einfache, leicht nachzukochende Rezepte als zusätzliche Unterstützung.
Einzig negative Anmerkung: Die schrecklichen Gendersternchen hätte man sich sparen können.
Fazit: Ein Sachbuch, das mir auf unterhaltsame und sympathische Weise allein durch Wissensvermehrung ermöglicht, genau diese Lebens-Mittel zu finden, die ganz individuell mir persönlich gut tun. Ich werde das Buch noch ganz oft zur Hand nehmen!
Rezensionen von yesterday:
Agatha Christie trifft Snowboard
Frostgrab von Allie Reynolds
Kurze Abschnitte und fast durchgehend wechselnde Erzählebenen machen diesen hochalpinen Thriller zum flotten Pageturner. Spannung und Cliffhanger (wenn der Erzählstrang aus der Vergangenheit die Gegenwart unterbricht) sind in ausreichendem Maß vorhanden.
Fünf ehemalige Freunde und Profi-Snowboarder, die sich ein Jahrzehnt nicht mehr gesehen haben, treffen sich auf einem verschneiten Gipfel wieder.
Sie teilen ein düsteres Geheimnis, aber einer von ihnen ist noch dazu ein Mörder. Schon bald nach ihrer Ankunft gehen merkwürdige Dinge vor sich.
Die fünf sitzen fest - physisch und psychisch. Die gemeinsame Zeit wird zum Psychospiel. Wem kann man trauen? Bis auf ein, zwei Details ist auch die Auflösung durchaus glaubhaft. Stimmig ist sie auf jeden Fall.
Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von Milla, die einerseits immer als “zu tough für ein Mädchen” gesehen wurde, aber in ihrem Inneren viele Zweifel, Ängste und Sehnsüchte versteckt, wie wohl jede Frau sie manchmal hat. Durch ihre Grübeleien und die Rückblicke erfahren wir, was die fünf zusammengeführt hat und was sie trotz der Zeit die vergangen ist, immer noch aneinander kettet.
Der Stil ist knapp und prägnant, verliert sich nur etwas wenn die Protagonistin zu viel nachdenkt. Da fast alle Personen Snowboarder sind beziehungsweise waren, dreht sich die Geschichte abseits der Geheimnisse natürlich darum. Es wird einiges erklärt, Sprünge, Ausrüstung, technische Details.
Das könnte für Wintersport-Neulinge etwas viel sein, aber auch eine Möglichkeit bieten, einen neuen Sport für sich zu entdecken. Auf youtube finden sich auch Videos, um die beschriebenen Gedanken und Bewegungen einmal in Aktion zu sehen. Wer das vor oder begleitend zur Lektüre macht, kann für sich aus dem Buch noch mehr herausholen und versteht die Charaktere dann sicher einen Tick besser.
Der Aufbau des Thrillers ähnelt manchen Klassikern der Kriminalliteratur, wo ebenfalls eine Gruppe von Verdächtigen an einem Ort festsitzt. Die Autorin Allie Reynolds (selbst ehemalige Profi-Boarderin) vergleicht ihr Buch auch selbst mit “Und dann gabs keines mehr“ von Agatha Christie.
Rezensionen von Claudia R:
kreativ und pädagogisch wertvoll ...
Frostgrab von Allie Reynolds
Klappentext:
Leon, das Chamäleon, ist erkältet und muss sich zu Hause ausruhen, doch er vermisst seine Dschungel-Freunde. Als er endlich wieder in den Dschungel-Kindergarten gehen darf, bemerkt er, dass irgendetwas nicht stimmt und seine Zunge dauernd im Weg ist. Abends geht Leon seinen Freunden "Gute Nacht" sagen, indem er mit ihnen verschiedene Mundbewegungen macht.
Den Mund spielerisch erforschen. Erforscht gemeinsam mit Leon euren Mund! In der Lern-App (4+) gibt es passend zum Buch kindgerechte Spiele für die Mundmotorik - mit Zeitbegrenzung und Echtzeit-Feedback!
Cover:
Das Cover ist in grün gehalten und sehr niedlich gestaltet. Zentral ist ein Chamäleon erkennbar, dessen lange Zunge sehr gut und deutlich zu sehen ist. Außerdem wird sehr gut auf dem Cover hingewiesen, dass es sich um ein Mitmach-Buch für Kinder ab 3 Jahren handelt.
Meinung:
Das Buch besteht aus 3 Kapiteln, die sehr anschaulich und liebevoll beschrieben werden und lädt dazu zum Mitmachen und interaktivem Teilhaben ein.
Am Beginn der Geschichte lernt man Leon, das Chamäleon kennen, welches sich wohl erkältet hat und dem es leider gar nicht so gut geht. Als es ihm etwas besser geht, hat er aber dennoch mit einigen Problemen zu kämpfen. was das ist und worum es noch so geht, sei an dieser Stelle noch nicht erwähnt, da ich nicht zu viel verraten möchte und den Inhalt hier nicht vorweg nehmen möchte.
Am Ende erfährt man dann noch, wie Leon seinen Freunden auf unterschiedliche Weise Gute-Nacht sagt und wird dabei aufgefordert es den Tieren gleich zu tun. Eine tolle Mitmach-Aktion, bei der man seinen Mund und das Gesicht auf unterschiedliche Weise benutzt und verschiedene motorische Sachen und Mundbewegungen übt.
Die Geschichte ist sehr niedlich und liebevoll geschrieben. Die Textlänge ist altersentsprechend und lässt sich sehr angenehm und flüssig lesen. Man kann der Handlung sehr gut folgen und auch für die Kleinsten ist es spannend und unterhaltsam geschrieben.
Die Schriftgröße ist angenehm groß gewählt und eignet sich dadurch auch sehr gut zum Vorlesen. Neben dem Text, stehen hier aber vor allem auch die wunderschön gestalteten bunten Bilder, die auch die Emotionen der Charaktere sehr gut rüber bringen und verdeutlichen, im Vordergrund. So sieht man auch den tierischen Protagonisten ihre Gefühle direkt an, da diese sehr gut zeichnerisch festgehalten werden. Die Illustrationen sind sehr niedlich und liebevoll gestaltet und man merkt, dass sehr viel Herzblut in die Gestaltung des Buches mit eingeflossen ist.
Toll ist auch die Idee mit den integrierten Mitmachen-Aktionen, bei denen unterschiedliche Mund- und Gesichtsbewegungen ausgetestet werden. Diese machen nicht nur Spaß, sondern animieren auch die Motorik und die Funktionen des Mundes zu erlernen und zu entwickeln.
Toll sind auch die Ausmalbilder am Ende der Kapitel. Eine wundervolle Idee, die zusätzlich Spaß macht.
Ein wirklich wundervolles Kinderbuch, mit einer niedlichen Geschichte, wundervollen bunten Illustrationen, aber auch Ausmalbildern, die zum eigenen Gestalten einladen und so die Kreativität fördern und einem Mitmachteil, bei dem man unterschiedliche Mundbewegungen ausprobiert. Und dies alles auf kindgerechte und altersentsprechende Weise. Am Ende erfährt man noch so einige interessante Informationen rund um das Thema Mund und auch als Erwachsener kann man so noch etwas dazu lernen. Es erklärt sich dadurch auch, wieso dieses Thema hier so sehr thematisiert wird und was es damit auf sich hat. Mundproblematiken und deren Folgen werden hier angesprochen.
Rundum kreativ und pädagogisch wertvoll. Eine wundervolle Idee, die sehr gut umgesetzt wurde.
Fazit:
Ein Mitmach-Buch mit einer tollen Geschichte, wundervollen Illustrationen und zusätzlichen Ausmalbildern, die Freude machen.
Rezensionen von yellowdog:
Würdigung
Vati von Helfer Monika
Monika Helfers letztes Buch Die Bagage war sehr stark und hatte mir unheimlich gut gefallen. Vati geht in die gleiche Richtung. Es sind autobiografische Erinnerungen der Autorin an den Vater, literarisch aufbereitet.
Das ist ein eigenes Genre und Monika Helfer ist eine meisterhafte Vertreterin davon.
Die Handlung von Bagage wird sogar einmal kurz zusammengefasst, daher sehe ich die Bücher für mich als eine Einheit.
Vati ist eine Würdigung und von Porträt des Vaters Josef, ein intelligenter, belesener Mann, zurückhaltend und überlegt ist sein handeln. Und er gibt nicht so schnell etwas von sich preis. Das ist vielleicht die größte Herausforderung für die Autorin. Es bleiben auch blinde Flecken im Leben des Vaters.
Monika Helfer nähert sich der Figur auf sensible Art an. Sie zeigt die Kindheit, die versehrte Rückkehr aus dem Krieg und sein späteres Leben.
Es wird ein sehr persönliches Buch, denn Monika Helfer erzählt im Zusammenhang mit ihrem Vater natürlich auch von sich selbst.
Das Buch ist relativ kurz, daher wirkt es manchmal verknappt, aber das ist mir lieber als Geschwätzigkeit. Die Autorin bleibt präzise und verzichtet auf Ausschmückungen. Jeder Satz zählt. Mich überzeugt Monika Helfers Stil und den Ton, den sie erzeugt sehr und gerne werde ich weitere Bücher von ihr lesen.
Rezensionen von gerlisch:
Tödliche Freundschaft
Frostgrab von Allie Reynolds
Nach 10 Jahren trifft sich Milla mit ihrer Snowboard-Clique von früher in einer einsamen Lodge in den französischen Alpen. Niemand sonst scheint anwesend zu sein, doch schon bald beginnt ein übles Psychospiel.
Die Charaktere sind vielschichtig und interessant dargestellt. Jeder hat sein Geheimnis und trägt Schuldgefühle mit sich herum.
Die Handlung wird aus der Sicht von Milla als Ich-Erzählerin dargestellt. So versucht sie teilweise im Alleingang zu ergründen warum sie alle ohne Handys und funktionierendem Skilift in der Lodge festsitzen. Was ist damals vor 10 Jahren passiert, wer will sich rächen? So sucht sie bei jedem nach Antworten und verdächtigt jeden auf die ein oder andere Weise. Doch ist sie ganz unschuldig? Hier gelingt es der Autorin sehr schön bei jeder Person gewisse Zweifel zu säen.
Die Story wechselt aus der Gegenwart immer mal wieder in den Winter vor 10 Jahren zurück und nach und nach fügt sich ein Puzzleteil nach dem anderen zusammen. Das hin- und herswitchen ist so geschickt gewählt, dass sich hier die Spannung gut aufbauen kann und man unbedingt weiterlesen möchte.
Die vielen Snowboarding-Fachbegriffe sind etwas gewöhnungsbedürftig, beeinträchtigen das Lesevergnügen aber nicht.
Was den Täter angeht, fand ich die Auflösung etwas vorhersehbar, die Hintergründe waren aber durchaus schockierend.
Hier ist der Autorin ein gutes Thriller-Debüt gelungen, gerne mehr.
Rezensionen von Petra Sch.:
gelungener 3. Teil der Fotografinnen-Saga: Mimi erfindet sich neu
Die Fotografin - Die Welt von morgen von Durst-Benning Petra
Kurz zum Inhalt:
1912-1913. Mimi Reventlow ist nach dem Tod ihres Onkels wieder als Wanderfotografin tätig; an ihrer Seite der Gastwirtsohn Anton Schaufler. Während Mimi immer mehr Schwierigkeiten hat, Gastanstellungen zu bekommen, baut Anton einen florierenden Postkartenhandel auf.
Doch Mimi gibt nicht auf, und so zieht sie mit Anton nach Münsingen auf der Schwäbischen Alb, um die Zukunft von Morgen mitzugestalten.
Meine Meinung:
"Die Welt von morgen" ist der 3. Teil der Fotografin-Reihe. Die Geschichte schließt nahtlos an Band 2 "Zeit der Entscheidung" an. Jeder Band kann aber unabhängig von den anderen gelesen werden.
Man trifft auf alte Bekannte und ist gleich wieder vom Schreibstil gefesselt.
In diesem Band bemerkt Mimi, dass eine Aushilfe in Form von Anton doch nicht so schlecht ist, denn der gewiefte Kerl hat immer wieder neue Ideen, zB mit dem Postkartenverkauf; gerade, als es für Mimi in ihrem Job immer schwerer wird, weil die Zeit der Freizeitfotografen angebrochen ist. Die Welt ist im Wandel und modernisiert sich.
Mimi muss sich also neu erfinden, und was Anton und Mimi dann beruflich machen, war ganz neu für sie und hat mich total überrascht! Aber ich fand es gut, dass sie es wagen, immer neue Wege zu gehen.
Als Mimi und Anton nach Münsingen auf der Schwäbischen Alb kommen, ist man sofort von der Gegend bezaubert, und auch die Einwohner und die vielen Schafe lassen Glücksgefühle aufkommen. Dort lernt man dann neue Personen kennen, wie zb die "Schafbaronin" Bernadette Furtwängler und ihren Verlobten Wolfram Weiß; die Schafhirtin Corinne, die mit ihren wertvollen Merinoschafen eigens von Frankreich angereist ist und auf der Alb bleibt; den Major Lutz Staigerwald, der das Heereslager in Münsingen leitet; und natürlich alle Angestellten der Druckerei.
Man fiebert mit Mimi und Anton (und natürlich auch mit den anderen Charakteren) mit, hofft und bangt, und freut sich mit ihnen.
Antons früherer Freund Alexander Schubert, der jetzt in Stuttgart Malerei studiert, bekommt auch einen größeren Teil in der Geschichte. Dieser hat sich hingegen zum Schlechten verändert und wird total abgehoben. Auf dessen Zukunft bin ich schon sehr gespannt.
Mimi ist einfach eine tolle starke Frau, die sich durchzusetzen weiß und vor allem auch immer wieder neue Ideen hat, um in einer schwierigen Welt zu überleben. Und Anton ist immer an ihrer Seite - zu zweit können die beiden sicher noch viel erreichen!
In diesem Buch wird der Wandel der Fotografie gut dargestellt und man erhält viele Infos über die Druckerei und Schäferei.
Sehr schön fand ich am Ende des Buches die Bilder bzw. alten Stiche von den Schafen und der Alb.
Fazit:
Gelungene Fortsetzung über eine starke Frau, die sich in schwierigen Zeiten neu erfindet.






