Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Claudia R:
heilige Rebellen
Der kleine Rebell von Christian Linker
Klappentext:
Die Kirche kennt über tausend Heilige. Nicht alle waren besonders fromm oder sanftmütig und sind schon als kleines Kind mit einem Lichterkranz um den Kopf herumgelaufen. Die meisten hatten ein sehr abwechslungsreiches und abenteuerliches Leben. Oft waren es Menschen, die gegen etwas rebelliert haben – gegen Unrecht und Unfreiheit, gegen brutale Könige und menschenfeindliche Gesetze, gegen böse Drachen und manchmal gegen ihre eigenen Eltern.
Ihr Leben und ihre Taten inspirieren uns noch heute. Hier erzählen 22 Heilige ihre eigenen spannenden Geschichten!
Cover:
Das Cover zeigt einen kleinen Ritter der heldenhaft einen Drachen bzw. ein Monster getötet hat und auf den Wegweisern am Rande steht "Kloster", "Gefängnis", "Drachengrube" und "Prinzessin" geschrieben. Das Cover wirkt sehr abenteuerlich und macht neugierig.
Meinung:
Kalendarisch werden hier von Januar bis Dezember 22 unterschiedliche Heilige angesprochen und erzählen ihre ganz eigene Geschichte. Diese waren dabei nicht immer ganz besonders fromm und heldenhaft, sondern teils auch sehr besonders.
Die Erzählweise ist sehr locker und auch mit einem gewissen Humor, der das Ganze sehr unterhaltsam macht.
Die Geschichten der einzelnen Heiligen haben eine angenehme Länge und sind sehr schön erzählt, so dass auch die Jüngeren ihnen sehr gut folgen können. Dies Buch wird ab einem Alter von 8 Jahren empfohlen.
Es handelt sich hierbei um die Geschichten von 22 Heiligen, die hier näher beleuchtet werden und man dabei noch so einiges lernen kann und verschiedene Denkanstöße erhält. Auch Gottes Große und Liebe kommt hier zum tragen und auch die Vielfalt und viele wichtige werte werden hier angesprochen und gelehrt.
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, es ist sehr vielfältig und die Geschichten lassen sich sehr gut und einfach lesen. Der Bezug zur Bibel wird dabei sehr gut herübergebracht und die Geschichten selbst kindgerecht und angenehm erzählt.
Toll fand ich auch die bunten Illustrationen, die das Ganze sehr gut veranschaulicht haben und die sehr schön zum Gelesenen passten. Die Bilder runden das Buch sehr gut ab.
Auch das Glossar am Ende hat mir sehr gut gefallen und noch einmal einige zusätzliche Informationen geliefert.
Ein wundervolles Büchlein, was einen kurzen Einblick über die unterschiedlichen Heiligen gibt und dabei sehr wichtige Werte vermittelt und vielfältig auf unterschiedliche Themen und Moral eingeht.
Fazit:
22 Heilige werden hier näher vorgestellt, auf lockere und kindgerechte Weise und dabei wichtige Werte und Moral vermittelt.
Rezensionen von inya:
Socke und Sophie
Socke und Sophie - Pferdesprache leicht gemacht von Juli Zeh
Dies ist kein normales Buch über ein Pferdeabenteuer. Das Buch ist viel tiefgründiger und man lernt auch noch einiges. Denn hier geht es um die Kommunikation zwischen Pferd und Mensch und die Geschichte wird aus den Perspektiven von Sophie, aber auch dem Pferd Socke erzählt. So entwickelt man als Leser ein Verständnis für das Tier und erfährt so einiges Wissenswertes.
Auch die Rahmengeschichte ist sehr schön geschrieben. Hier geht es wie schon angedeutet um Sophie, die sich nichts mehr als ein eigenes Pferd wünscht. Das finden die Eltern natürlich gar nicht toll und es ist ganz willkommen, als Sophie die Chance bekommt sich um Socke zu kümmern, ein verhaltensauffälliges Pony. Das sich dieses Unterfangen als kompliziert für beide herausstellt, liegt auf der Hand. Dennoch meistern Socke und Sophie die Herausforderung wunderbar, aber auch mit Rückschlägen. Ein tolles Pferdebuch für Jung und Alt.
Rezensionen von Claudia R:
liebevoll Gesamtgestaltung ...
Socke und Sophie - Pferdesprache leicht gemacht von Juli Zeh
Klappentext:
Hab-mich-lieb, die kleine Drachendame, ist unterwegs mit Kater Ferdinand - und über beide Drachenohren verliebt. Und sie muss feststellen, dass Kater ganz anders sind als Drachen und dass Liebe gar nicht do einfach ist. Aber Zauberer Moya und die kluge Elster Eiki helfen ihr, die Liebe etwas besser zu verstehen - und vor allem sich selbst.
Ein wunderschön illustriertes Märchen für Groß und Klein - weil man nie auslernt mit der Liebe.
Cover:
Auf diesem Cover ist ein Drache und ein Kater erkennbar. Beide sind sehr schön gezeichnet und es wirkt sehr liebevoll und vertraut. Die Zeichnung bzw. Karikatur ist auch von der Farbgebung und Gestaltung sehr schön gelungen.
Meinung:
Dies ist bereits der zweite Band des kleinen Drachen Hab-mich-lieb, aber man kann die Bücher auch sehr gut unabhängig voneinander lesen.
Ich kannte jedoch den ersten Band und hatte diesen erst kurz zuvor gelesen, daher fiel es mir entsprechend leicht in die Charaktere und das Märchen hineinzufinden.
Auch in diesem Band kommt man sehr gut in die Charaktere und die Story hinein und kann diese sehr gut nachempfinden. Ein Märchen für Groß und Klein, dass zum Nachdenken anregt und über Liebe und der Suche zu sich selbst handelt. Die philosophisch angehauchten Texte, laden zum Nachdenken und Überlegen ein und so beschäftigt man sich als Leser hier auch mit den vermittelten Werten und Botschaften.
Die Geschichte ist wieder sehr schön erzählt und der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Inhaltlich möchte ich hier gar nicht zu viel verraten, da ich nichts vorweg nehmen möchte und nicht spoilern möchte.
Auch in diesem Band sind die einzelnen Kapitel bzw. Abschnitte durch die deutlich hervorgehobenen ersten Buchstaben erkennbar.
Auch die Illustrationen sind wieder wunderschön und niedlich gestaltet. Die schwarz-weiß Illustrationen veranschaulichen das Gelesene und lockern das Gesamtbild auf und runden dadurch das Buch sehr gut ab.
Auch der zweite Band ist wieder wundervoll gestaltet, sehr unterhaltsam und regt zum Nachdenken an. Eine tolle Story, wirklich schön erzählt, mit sympathischen Charakteren und einer liebevollen Gesamtgestaltung.
Fazit:
Auch die Fortsetzung kann durch eine tolle Story, sympathische Charaktere und einer liebevollen Gesamtgestaltung überzeugen.
Rezensionen von brauneye29:
Rache wird eiskalt serviert
Darling Rose Gold von Stephanie Wrobel
Zum Inhalt:
Patty hat ihre Tochter jahrelang vergiftet, dafür saß sie fünf Jahre im Gefängnis. Jetzt kommt sie wieder frei und erstaunlicherweise nimmt ihre Tochter Rose Gold sie wieder auf. Sie hat mittlerweile selbst ein Kind. Patty ist glücklich, wie sie doch ihr Verhältnis zu ihrer Tochter verbessern.
Dann glaubt sie zu erkennen, dass es ihrem Enkel nicht gut geht. Ist Rose Gold dafür verantwortlich?
Meine Meinung:
Schon früh im Buch glaubt man, dass man weiß, wohin die Reise in diesem Buch geht, aber ist das wirklich so? Ich werde es nicht verraten. Mir hat das Buch insgesamt schon gefallen, aber die vielen Zeitsprünge machen es nicht immer leicht, der Geschichte zu folgen. Interessant war das Buch auf jeden Fall, auch gerade in Hinsicht auf die Rachegedanken, die sich immer deutlicher darstellen. Etwas blöd fand ich den Namen Rose Gold, weil er für Deutsche doch sehr ungewöhnlich ist.
Fazit:
Rache wird eiskalt serviert
Rezensionen von Claudia R:
Märchen für Erwachsene ...
Der kleine Drache Hab-mich-lieb von Andrea Schwarz
Klappentext:
Es war einmal... So beginnt die Geschichte vom kleinen Drachen Hab-mich-lieb und vom Zauberer Moya, der auch ein guter Koch ist. Sich selbst zu finden und angenommen zu werden, Freunde zu gewinnen und anders sein zu dürfen: Das von Thomas Plaßmann illustrierte Märchen der Bestseller-Autorin Andrea Schwarz macht Mut, der eignen Sehnsucht zu vertrauen.
Cover:
Das Cover zeigt einen kleinen Drachen und ist sehr niedlich karikiert. Doch man sollte sich hier nicht vom Cover täuschen lassen, denn dies ist eher ein Märchen für Erwachsene und nicht für Kinder.
Meinung:
Ein niedliches kleines Büchlein in dem so viel mehr steckt. Auf dem ersten Blick scheint es etwas unscheinbar, aber die Geschichte darin, ist sehr liebevoll und herzerwärmend geschrieben. Der kleine Drache Hab-mich-lieb ist auf der Suche nach dem Glück und der Verwirklichung ihrer Träume. Sie möchte nicht sein, wie alle anderen und begibt sich so auf ihre Reise zu sich selbst und ermöglicht dies auf märchenhafte weise, auch dem Leser, der sie begleitet. Denn das Büchlein regt zum Nachdenken und philosophieren an.
Die Schreibweise ist sehr angenehm und flüssig und lässt sich sehr gut lesen. Die einzelnen Kapitel sind, wie im Märchen durch das Großschreiben des ersten Buches erkennbar und einfach wundervoll gestaltet. Dieses Widererkennungsmerkmal hat mir sehr gut gefallen. Die einzelnen Kapitel bzw. Abschnitte haben eine angenehme Länge und lassen sich sehr gut lesen.
Die Geschichte ist sehr niedlich erzählt aus der Sicht des Drachen Hab-mich-lieb. So kann man sich sehr gut in sie hineinversetzen. Den Drache Hab-mich-lieb habe ich sehr schnell sehr lieb gewonnen und diesen sehr gern auf ihrer Reise begleitet. Es sind tolle Ratschläge und Botschaften in diesem kleinen Märchen enthalten, die auch mich zum Überlegen und Nachdenken gebracht haben. Ein Märchen für Erwachsene, dass zum Nachdenken anregt und den Leser mitnimmt.
Ein wundervolle und niedliche Geschichte, der ich sehr gern gefolgt bin.
Wundervoll fand ich auch die kleinen Illustrationen zwischendurch. Die kleinen schwarz-weiß Zeichnungen bzw. Skizzen lockern das Ganze sehr gut auf und runden dieses Märchen sehr gut ab.
Fazit:
Ein niedliches kleines Märchen für Erwachsene, dass mich begeistern konnte und welches ich sehr gern weiter empfehle.
Rezensionen von Anja:
vorhersehbar aber dennoch bewegend
All das Ungesagte zwischen uns von Colleen Hoover
Eine glückliche Familie. Ein Unfall. Tausend Lügen. Das Leben von Morgan und ihrer Tochter Clara gerät von einem Moment auf den anderen völlig aus den Fugen.
Dies ist das erste Buch von Colleen Hoover, welches ich gelesen habe – und nun bin ich definitiv neugierig auf mehr.
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen.
Zwar ist die Geschichte von Beginn an ziemlich vorhersehbar. Aber das sind trifft ja auch auf die meisten Liebesromane zu. Der Weg ist das Ziel, und hier haben die Figuren einen holprigen Weg vor sich.
Geschildert wird das Geschehen abwechselnd aus der Ich-Perspektive der 34-jährigen Morgan und ihrer 16-jährigen Tochter Clara. Beide erleben einen schweren Schicksalsschlag. Für die Bewältigung wählen sie sehr unterschiedliche Vorgehensweisen. Während Morgan versucht, Clara vor allem Unheil zu beschützen, rebelliert der Teenager ganz offen. Dadurch wird auch das Verhältnis von Mutter und Tochter auf eine schwere Probe gestellt.
Es gibt sehr, sehr, sehr viel Familiendrama. Teilweise fand ich es schon etwas arg viel für nur ein Buch, was die Figuren hier alles erleben und verarbeiten müssen. So sind sie verständlicherweise viel mit sich selbst beschäftigt. Dabei gibt es etliche innere Monologe, bei denen sich sowohl Mutter als auch Tochter immer mal wieder gedanklich im Kreis drehen. Dennoch fand ich die Entwicklung von beiden, wie sie die Ereignisse wahrnehmen und zu verarbeiten versuchen, interessant.
Letztlich gibt es gar nicht so viel Handlung, sondern es geht vor allem um die Veränderung der beiden Hauptfiguren, um ihrer Beziehung zueinander und die Erkenntnis, was im Leben wichtig ist. Beide schildern intensiv, was in ihnen vorgeht. Verhaltensweisen und Gedanken fand ich überwiegend nachvollziehbar und habe oft mit den Charakteren mitgelitten und mitgefühlt.
Das Ende ist mir ein klein wenig zu offen. Es ist ganz viel ins Rollen gekommen. Spannungen haben sich aufgelöst, Konflikte sind bewältigt und die Verarbeitung verschiedener Ereignisse hat begonnen. Letztlich hätte ich mir aber wohl einen Epilog gewünscht, der noch ein wenig später einsetzt und zeigt, wie es weiterging. Es gibt zig Dinge, die zwar irgendwie geplant und vorgenommen sind, bei denen es aber noch an etlichen Umständen scheitern könnte.
Allerdings „lehrt“ das Buch auch, dass man gar nicht immer alle Details wissen muss… wenn auch in einem völlig anderen Zusammenhang.
Fazit
Zwar ist die Geschichte arg vorhersehbar, dennoch gibt es viele intensive und gefühlsgeladene Momente. Die Entwicklung der zwei Hauptfiguren – die sich auch mit den Fragen, was sie im Leben erreichen möchten und was ihre Leidenschaft weckt, beschäftigen – sowie die Veränderung ihrer Beziehung zueinander steht im Vordergrund. Dank des eindringlichen Erzählstils konnte ich mich gut in die beiden hineinversetzen.
Rezensionen von Anja:
gefühlvoll und leidenschaftlich
One Last Song von Nicole Böhm
Die 21-jährige Riley lebt seit 1,5 Jahren in New York und versucht dort, ihren Traum von der Musical-Karriere zu verfolgen. In einem halben Jahr läuft ihr Ultimatum aus, doch Riley hat viel zu viel damit zu tun, zu Jobben, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, sodass sie kaum genug Zeit für Gesangsunterricht hat.
Bei einem dieser Jobs trifft sie auf die Mitglieder einer berühmten Band. Diese Begegnung wird ihr Leben verändern…
Das Buch hat mir total gut gefallen. Die Geschichte ist sehr gefühlvoll und insgesamt eher ruhig, überzeugt aber mit der ganzen Atmosphäre.
Es gibt auf der einen Seite Riley, die zwar für ihren Traum kämpft, aber so viele Rückschläge erleidet und zwischen all ihren Jobs kaum genug Zeit und Geld für intensives Training hat. Der Druck, Erfolgserlebnisse zu erlangen, schlägt sich natürlich auch auf ihre Leistung nieder…
Riley ist super sympathisch, freundlich und loyal. Durch Zufall gerät sie in Ereignisse, aus denen sie Profit schlagen könnte, doch sie bleibt sich selbst treu.
Auf der anderen Seite ist Julian, Gitarrist und Sänger einer bekannten Band, der ebenfalls unter starkem Druck steht. Die Band muss dringend wieder einen Hit landen, während die Medien sich auf jede Bewegung der Band stürzt. Zudem verfolgen Julian Ereignisse aus der Vergangenheit, die es ihm schwer machen, Menschen zu vertrauen.
Beide Figuren schildern die Erlebnisse und ihre Gefühle abwechselnd aus der Ich-Perspektive. Dank des gefühlvollen Schreibstils, ist es leicht, sich in sie hineinzuversetzen. Beide zeigen ganz unterschiedliche Facetten von sich, was sie zu interessanten, sympathischen Figuren macht.
Als Julian und Riley aufeinandertreffen, lässt es beide nicht kalt. Der Erwartungsdruck, der auf unterschiedliche Art auf beiden lastet, die wenige Freizeit, die ihre Jobs ihnen lässt, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und das Wissen um Zukunft bzw. Vergangenheit stehen zwischen ihnen.
Die langsame Annäherung, die von Fortschritten und Rückschlägen durchzogen ist, ist schön zu verfolgen. Die beiden sind sehr süß zusammen, beide profitieren auf unterschiedliche Art voneinander. Sie harmonieren gut, daher mochte ich die gemeinsamen Szenen besonders gern.
Wie es sich bei einer Rockband „gehört“, gibt es rund um die Stars einige Skandale, die für größeren und kleineren Ärger und Aufregung sorgen.
Der Handlungsverlauf ist nicht unbedingt überraschend, kleinere Wendungen gibt es aber schon.
Die Figuren sprühen vor Liebe und Leidenschaft zur Musik, was durch den Schreibstil übertragen wird. Songs spielen eine große Rolle – dementsprechend gibt es auch längere Passagen englischer Songtexte, denen ich mit meinem eingerosteten Englisch zwar halbwegs folgen konnte, sie irgendwann aber nur noch überflogen habe. Eine Übersetzung dazu gibt es nicht. Wer also kein Englisch beherrscht… In einer Rezension habe ich gelesen, dass das Hörbuch tatsächlich Songs beinhaltet. Die muss ich mir unbedingt noch anhören.
Auch viele der vielseitigen Nebencharaktere mochte ich super gern. Hier deuten sich auch einige schwierige Schicksale an. Jede/r hat auf ganz unterschiedliche Weise mit seinen Träumen und Enttäuschungen zu kämpfen. Ich freue mich daher bereits auf die weiteren Bände, in denen einige dieser Figuren ins Zentrum rücken.
Fazit
Eine Geschichte über Träume und Rückschläge, über Erwartungsdruck und harte Arbeit, um ans Ziel zu gelangen, über die Liebe zur Musik und Schattenseiten des Ruhms. Riley und Julian sind sympathische Charaktere, die gut miteinander harmonieren, obwohl es so viel gibt, was gegen eine nähere Bindung der beiden spricht. Die Geschichte schafft es, trotz nur kleiner Überraschungen und mit nur wenigen Minidramen einfach mit seiner angenehmen Atmosphäre und den leidenschaftlichen Figuren zu fesseln.
Rezensionen von Anja:
unfertig
Elchtage von Malin Klingenberg
Johanna geht nun in die siebte Klasse. Zu ihrer ehemals besten Freundin hat sie kaum noch Kontakt. Die hängt jetzt nämlich mit den „coolen Mädchen“ rum und interessiert sich neuerdings für Jungs. Johanna ist lieber im Wald unterwegs und beobachtet die Elche, die an ihrer kleinen Waldhütte vorbeikommen.
Langweilig wird ihr dort nicht, denn als Elchjäger auftauchen, steckt Johanna plötzlich in einem unerwarteten Abenteuer…
Ich mag Johanna, die sich nichts aus Klamotten und der Meinung der anderen macht. Sie ist natürlich und sich selbst treu. Sich für andere zu verändern, kommt für Johanna nicht infrage. Dass sie deswegen ihre beste Freundin verliert, trifft sie allerdings schon.
Dabei gab es allerdings auch in Johannas Verhalten ein paar Unstimmigkeiten: Einerseits geht es ihr um Tierschutz und Tierwohl, andererseits möchte sie aber einen Elch „zähmen“, weil sie so gern auf ihm reiten würde. Auch eimerweise Popcorn in den Wald zu schleppen, um die Elche damit zu füttern, scheint mir recht eigenwillig…
In lockerer, leicht verständlicher Sprache nimmt Ich-Erzählerin Johanna die Leser/innen mit auf ihr Abenteuer.
Dabei passiert in der ersten Hälfte allerdings nicht allzu viel. Die Handlung plätschert so vor sich hin, während Johanna immer wieder erwähnt, wie es zum Bruch mit ihrer Freundin kam, weil diese sich plötzlich an die „beliebten“ Mädchen hängt.
Die angesprochenen Themen der Selbstfindung, sich verändernde Freundschaften, der Druck, anderen gefallen zu wollen und erste Schwärmereien für Jungs passen für die angegebene Altersgruppe ab 11 Jahren.
Leider bin ich am Ende des Buches dennoch etwas enttäuscht, denn die Geschichte wirkt auf mich unfertig.
Es werden zig Themen im Buch angeschnitten. Tausend Kleinigkeiten passieren. Aber nichts wird wirklich zuende geführt. Bei keinem der Themen weiß man letztlich, wie die Geschichte ausgegangen ist, ob es Konsequenzen für die Figuren hatte oder ob einzelne Charaktere sich nach den Ereignissen verändern werden. In meinen Augen bleibt absolut alles offen…
Was man daraus mitnehmen kann, ist Johannas Einstellung, von der sich jede/r eine Portion abschneiden kann: dass man gut so ist, wie man ist. Und wenn andere das nicht so sehen, ist es deren Problem…
Rezensionen von begine:
Vivat
Orangen für Dostojewskij von Michael Dangl
Der Schriftsteller Michael Dangl lässt zwei bedeutende Männer in Venedig aufeinandertreffen.
Der Roman „Orangen von Dostojewskij“
ist reine Erfindung, Theoretisch könnten hätte er Rossini kennen lernen können, aber dafür gibt es keine Beweise.
Der Autor lässt Dostojewskij durch Venedig stolpern.
Da er kein Italienisch kann, verläuft er sich oft und wir lernen Venedig aus seiner Sicht kennen. Seine Gedanken sind Interessant. Vorher hat er trotz seiner Epilepsie Krankheit und wenig Geld.
Deutschland und England besucht.
Als er jetzt Rossini trifft, gibt es interessante Dialoge. Diese fünf Tage gingen schnell vorbei, es passierte aber viel.
Am Ende wird die Geschichte noch poetisch, über die Gedanken, die die Dostojewskij sich machte.
Michael Dangl lässt den Roman im Epilog gut ausklingen.
So wurde ich gut unterhalten..
Rezensionen von manu63:
Überraschend interessant
Tage des Hopfens, Tage des Zorns von Günther Thömmes
Tages des Hopfens, Tage des Zorns ist der Finalband der Bierzauberer-Saga des Autoren Günther Thömmes. Obwohl es der letzte Band der Reihe ist und ich die Vorbände nicht kenne, konnte ich dem Buch gut folgen und habe keine Informationen vermisst.
Auf eher sachliche Art erzählt der Autor die Geschichte der Brauereien in Deutschland, wobei der Hauptaugenmerk auf die Spatenbrauerei von Gabriel Sedymayr liegt, der zu seiner Zeit ein Hauptakteur in Sachen Bier war.
Chronologisch werden die Ereignisse geschildert ohne ins Sachbuchartige abzuschweifen. Die kleinen Episoden und Dialoge ergänzen sich sehr gut und lassen die Geschichte flüssig lesen. Historisches fließt immer wieder ein und ergeben so ein gutes Bild der damaligen Zeit und den Lebensumständen.
Für mich ein interessanter Einblick in die Brauereigeschichte und die Entwicklung der Braukunst.










