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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von liesmal:

Es kommt auf die Sekunde an

2047 - Ein Blick in die Ewigkeit von Susanne Wittpennig

„2047 – Ein Blick in die Ewigkeit“ ist der letzte Teil der Time-Travel-Girl-Trilogie von Susanne Wittpennig, erschienen im Verlag fontis.

Endlich sollte es wohl klappen! Lisa ist als Zeitreisende unterwegs in ihr Zuhause im Jahr 1989. Doch stattdessen landet sie noch weiter in der Zukunft: im Jahr 2047.

Mit dabei ist auch Kyle. Für ihn sind es etwa 30 Jahre voraus und für Lisa sogar fast 60 Jahre. Klar, dass sie aus dem Staunen gar nicht mehr herauskommen!

Lisa ist immer noch Teenager, als sie im Jahr 2047 ankommt. Mir fällt es nicht schwer mitzufühlen, wie es ihr ergangen sein muss, als sie erkennt, dass ihre Freunde Momo, Zac und Britta inzwischen alt geworden sind. Aber die Freundschaft hält immer noch an und die drei versuchen alles, um Lisa und Kyle in ihre eigenen Zeiten zurückzuführen. Einfacher wird es nicht, denn auch Professor Ash hat seine Macht in andere Hände gegeben, und es gilt viele unvorhergesehene Situationen und Probleme zu meistern.

Ich bin fasziniert davon, dass eine Geschichte, die in drei Bänden mehr als 1800 Seiten(!) umfasst, mich wirklich bis zum Schluss gefangen hält. Und nicht nur das: Ich staune über die Gedanken und Ideen der Autorin, mit der sie das Leben mit all seinen Möglichkeiten und auch Unmöglichkeiten im Jahr 2047 beschreibt – und vor allen Dingen: wie sie mich so gepackt hat, dass weder ich das Buch noch das Buch mich loslassen konnte.

Es war mitten in der Nacht, als ich es endlich geschafft und das Buch bis zum Ende gelesen hatte. Zu viele Fragen hatten mich beschäftigt und mir keine Ruhe gelassen, wie es wohl sein könnte, wenn Lisa wieder zurück in ihrem Zuhause wäre – und ob sie überhaupt jemals wieder ankommen würde.

Susanne Wittpennig ist es gelungen, mich zu überraschen und mich vollauf zufriedenzustellen. Auf alle Fragen hatte sie Antworten, mit denen ich gut umgehen kann. Besonders freue ich mich, dass auch der christliche Aspekt Berücksichtigung gefunden hat, denn dass der sich mit einem Roman, der von so viel Fiktion geprägt ist, verbinden lässt, das hätte ich nicht vermutet. Auch das ist großartig gelungen!

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Rezensionen von Hennie :

Ein hoffnungsloser Fall?

Die siebte Zeugin von Florian Schwiecker; Michael Tsokos

Mit „Die siebte Zeugin“ eröffnet Michael Tsokos (Rechtsmediziner) gemeinsam mit Florian Schwiecker (ehemaliger Strafverteidiger) eine neue Justiz-Krimi-Reihe.

Schauplatz des Kriminalromans ist Berlin. Der eher unscheinbar wirkende Verwaltungsbeamte Nikolas Nölting fährt an einem Sonntagmorgen mit seinem Fahrrad zu einer Bäckerei.

Den davor stehenden Polizisten schlägt er nieder, entwendet ihm die Dienstwaffe und schießt im Laden um sich. Ein Mann wird tödlich getroffen, zwei weitere Kunden angeschossen. Nölting wird verhaftet und schweigt..
Auf eher ungewöhnliche Weise sucht sich die Ehefrau Nöltings einen Anwalt für ihren Mann. Rocco Eberhardt nimmt sich des aussichtslosen Falles an, für ihn eine Herausforderung gegen seinen ewigen Widersacher, dem arroganten, unsympathischen Staatsanwalt Dr. Bäumler.
Warum hat der sonst unauffällige Nölting so extrem gehandelt? Das will der ehrgeizige Strafverteidiger unbedingt herausfinden, obwohl sein Mandant die Aussage weiterhin beharrlich verweigert. Dafür muss es Gründe geben!

Obwohl man als Leser von Anfang an einbezogen ist, die Tat „miterlebt", war dieser Krimi spannend. Die Kapitel sind durchgehend kurz bis sehr kurz (104 Kapitel bei 318 Textseiten) sowie mit der genauen Örtlichkeit, Tag/Datum und Uhrzeit überschrieben. Man ist ständig im Bilde, auf der Höhe der Ermittlungen. Der Spannungsbogen bleibt hoch, weil sich immer neue Faktenlagen ergeben. Rocco Eberhardt bleibt trotz Niederlagen beharrlich und holt sich Beistand durch den Rechtsmediziner Dr. Justus Jarmer und seinem besten Freund, dem Privatdetektiv Tobias Baumann. Sie geben entscheidende Impulse, um die irre Geschichte des biederen Beamten aufzuklären. Es geht hart auf hart zu, da auch die Berliner Unterwelt und deren Clankriminalität eine entscheidende Rolle spielen.
Die endgültige Entscheidung im Fall Nölting bringt die Aussage der siebten Zeugin, die auch titelgebend ist. Fast hatte ich schon gedacht, das wird nichts mehr!
Mir hat gut gefallen, dass auch Einblicke in Rocco Eberhardts Privatleben gewährt wurden. Das führt dann zum Ende des Krimis zu einem Cliffhanger, der mich erwartungsvoll auf den nächsten Fall in Bälde blicken läßt. Dann möchte ich auch gern mehr vom Rechtsmediziner Jarmer erfahren, der hier etwas zu kurz kam.

Fazit:
Authentisch und sehr gut erzählter Krimi! Ich spürte die Fachkenntnis der beiden Autoren und freue mich auf weitere Folgen.

Von mir gibt es die Höchstbewertung und eine unbedingte Lese- und Kaufempfehlung für alle Freunde des guten Kriminalromans.

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Rezensionen von bibliofreund:

Fachlicher Justizkrimi

Die siebte Zeugin von Florian Schwiecker; Michael Tsokos

Nikolas Nölting ist Beamter und Vater. Eines Tages platzt er völlig unvorsehbar in einer Berliner Bäckerei und beginnt um sich zu schießen. Dabei tötet er einen Menschen, zwei weitere werden verletzt. Nichts deutet auf die Motive seines Totungsdeliktes hin und er selbst schweigt. Seine Frau engagiert den Berliner Rechtsanwalt Rocco Eberhardt um der Sache auf den Grund zu gehen.

Diese ist überzeugt, seinen Klienten zu helfen und die Hintergründe zu erraten und als der Prozess beginnt holt er die Hilfe seines besten Freundes, des Privatdetektiven Tobias Baumann. Gemeinsam aber begeben sie sich auf dünnem Eis und schon bald haben sie es mit der Berliner Unterwelt zu tun.
Das Buch ist ein Justiz Krimi, was bedeutet, langwierige Prozesse, Zeugenaussagen und weniger das Handeln des Rechtsmediziner Dr. Justus Jarmer liegen hier im Vordergrund. Wer damit warm werden kann, dem ist der Krimi äußerst zu empfehlen, da der Inhalt sehr gut recherchiert und glaubwürdig rüberkommt. Wer gerne Action und Spannung ununterbrochen braucht, dem sei hier nicht gedient.
Für mich war es nicht das beste Buch in dem Tsokos mitgewirkt hat, jedoch allemal authentisch.

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Rezensionen von bibliofreund:

Realistisch und aktuell

Kreuzberg Blues von Wolfgang Schorlau

„Denglers zehnter Fall“ ist wieder mal eine Mischung aus purer Spannung gepaart mit aktuellen Ereignissen, welche für die Gesellschaft an erster Stelle stehen. er schon vertraut mit dem Schreibstil von Wolfgang Schornlau ist, der wird auch hier auf seine Kosten kommen. Das Thema ist detailliert recherchiert und treu umgesetzt mit einer soliden Aufklärung und so einigen Überraschungseffekten.

Diesmal geht es über die großen Mietwucherkonzerne und welche Ausmaßen der der Betrug in dieser Branche hat. Wohnungs-Immobilienhaie, Machtkämpfe, feindliche Übernahmen internationaler Großkonzerne für einen Apel und ein Ei, alles ist einbehalten. Sogar die Korona Pandemie wird ab einem Punkt erwähnt, das war da schon ein wenig zu viel des Guten. Denn entweder sollte man auf das eine Thema fokussieren oder auf das andere. Das Thema Immobilien und Co. war ja schon von selbst umfangreich genug. Nichtsdestotrotz ist der Fall für Dengler Fans wieder einmal ein Muss.

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Rezensionen von bibliofreund:

Spannendes Debüt

Der Mädchenwald von Sam Lloyd

Schach ist für die 13 jährige Elissa mehr als nur ein Hobby. Sie ist sehr begabt und nimmt an vielen Jugendschachturnieren teil. Doch eines Tages wird sie bei so einem Turnier entführt und in einem Kellerverlies eingesperrt. An Fliehen ist kaum zu denken, nur der kleine Junge Elijah, der dort lebt, in ihre einzige Hoffnung, Sie versucht sich mit ihm anzufreunden damit er ihr hilft, auf ihrem Gefängnis zu entkommen.

Doch so bald merkt sie, dass der Junge ihr nicht helfen will, denn er versteckt ein grausames Geheimnis.
Am Anfang ist die Story etwas kompliziert doch nach und nach werden die Geheimnisse enthüllt und es kommt zu einem spektakulären Finale. Manchmal wirklich etwas zu brutal ist der Thriller nichts für schwache Nerven. Der Schreibstil verursacht Kopfkino pur und trotz mancher Verwirrungen bleibt der Plot durchschaubar und fesselnd. Man kann gar nicht glauben, was das menschliche Gehirn sich für Grausamkeiten ausdenken kann. Das Ende hat da noch ein paar Überraschungen parat, was das Ganze nochmal einen in seinen Bann zieht. Sehr empfehlenswert, meine Erwartungen wurden vollends erfüllt.

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Rezensionen von Mondtaube:

Ich hatte etwas anderes erwartet

Ich und der Andere von Jürgen Kaizik

Das Leben als Musiker, die Stimmung der 60er Jahre und Drogenkonsum. Auch wenn ich nicht viel über die Band „The Doors“ weiß und mich auch mit Jim Morrison selbst nicht gut auskenne, hatte mich die Thematik des Buchs direkt angesprochen.

Durch Inhaltsangabe und Leseprobe bin ich davon ausgegangen, dass es sich hierbei um einen Roman über Jim Morrison handeln wird.

Jedoch handelt dieses Buch nicht ausschließlich von diesem, sondern auch von „dem anderen“.
Dabei handelt es sich um einen Dichter, welcher sehr stark an Hölderlin, welcher mehrere Jahrhunderte vor Morrison geboren wurde, angelehnt wurde. Man versuchte damit anscheinend eine weitere Quelle der Inspiration für Jim Morrison in die Geschichte einzubringen und eine interessante Bindung der Charaktere aufzubauen. Für mich hattet das jedoch nicht funktioniert und ich hätte einen Roman, welcher sich nur mit Jim Morrison beschäftigt, wesentlich interessanter empfunden.

Wie man es von Romanen über berühmte Persönlichkeiten kennt, gibt es jedoch auch hier viele biografische Elemente. Jene empfand ich als besonders interessant, leider gingen diese Jedoch in der Menge von geschilderten Gedankengängen unter.
Oft hatte ich das Gefühl, dass der Inhalt von 5 Seiten auch genauso gut auf ein bis zwei Seiten Platz gefunden hätte.
Durch all diese Abschweifungen konnte ich mich auch nie richtig in die Geschichte einfinden. Eher hatte ich mich so gefühlt, als ob ich die Geschehnisse nur durch einen Schleier hinweg beobachtet hätte.

Der Schreibstil des Autors erschwert das Lesen zudem noch mehr. Denn hier bekommt man einen verschachtelten Satz nach dem anderen zu lesen. Unter den Sätzen befinden sich zwar wahrhaftige Schätze, die wirklich zum Nachdenken anregen. Leider gehen jedoch genau solche schönen Sätze regelrecht unter, wenn jeder Satz Überlänge hat.
Dazu kommt auch noch, dass das Buch zwar Absätze hat, aber nicht in Kapitel unterteilt wurde. Dadurch weiß man am Anfang eines neuen Absatzes oft nicht direkt, ob die Handlung an derselben Stelle, oder einer ganz anderen weitergeht.

Fazit:
Insgesamt bin ich leider sehr enttäuscht von dem Buch, obwohl ich die Geschichte von Morrison sehr interessant fand. Leider gerät diese jedoch durch viele verschachtelte Sätze und philosophische Ausschweifungen zu sehr in den Hintergrund.
Falls Interesse an dem Buch vorhanden ist, würde ich empfehlen, zuerst die Leseprobe lesen. Dabei sollte man sich jedoch bewusst sein, dass das Buch nicht erst nach der Leseprobe richtig in Fahrt kommen wird (wie ich es zuerst vermutet hatte), sondern genau so weitergeht.

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Rezensionen von bibliofreund:

Manchmal ist weniger einfach mehr

Der Countdown-Killer - Nur du kannst ihn finden Thriller. Kartoniert. von Suiter Clarke Amy

Elle Castillo arbeitet als unabhängige Ermittlerin und versucht durch ihre Podcasts, die schon eine große Fangemeinde haben, ungelöste Kriminalfälle auf die Spur zu kommen. Der Countdown Killer ist der aktuelle Fall, der ihr mehr zu schaffen macht, denn sie möchte unter allen Umständen verhindern, dass der Killer noch ein weiteres Mädchen entführt und brutal ermordet.

Denn der Fall mag vielleicht 20 Jahre zurückliegen, doch der Mörder wurde nie gefasst. Als dann noch ein weiterer Mord geschieht, der dem alten Schema ähnelt, ist Elle sich sicher, das der Countdown Killer wieder zugeschlagen hat.
Der Thriller ist spannend geschrieben und liest sich in einem Rutsch durch. Mittlerweile sind jedoch so viele Bücher dieses Genres auf dem Markt, da ist der kritische Leser schon ein wenig anspruchsvoller geworden. Somit gab es Szenen, die etwas übertrieben wirkten und ein wenig aufgebauscht waren, nach meinem Geschmack zu urteilen. Gut, die Story muss ja irgendwie weitergehen aber dennoch ist manchmal weniger einfach mehr.
Nicht unbedingt mein Lieblingsthriller aber für Einsteiger sicherlich packend.

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Rezensionen von Bibliomarie:

Gelungener Krimi mit Charme

Der Countdown-Killer - Nur du kannst ihn finden Thriller. Kartoniert. von Suiter Clarke Amy

IT-Spezialistin Sonja hilft einem alten Schulfreund seiner Computer zu sichern, kurz danach verschwindet Anton Zargl spurlos. Weil er von Recherchen zu einem großen Coup im Drogengeschäft erzählte, das seinen Durchbruch als Enthüllungsjournalist werden sollte, macht sich Sonja Sorgen und bittet den Freund ihrer Mutter, den pensionierten Kriminalisten Johann Rumpler um Hilfe.

Rumpler kontaktiert seinen ehemaligen Kollegen Moser und rennt dabei offene Türen ein. Auch er hat von Gerüchten gehört, dass hohe Polizeikreise verwickelt sein sollen, umso besser wenn ein außen stehender Ermittler unter dem Radar bleiben kann.

Rudolf Trink schickt seinen sympathischen Ermittler nun schon zum dritten Mal ins Rennen. Jeder Fall ist in sich abgeschlossen und verlangt keine Vorkenntnisse. Der Krimi ist der klassischen Tradition verpflichtet und kommt ganz ohne Gewaltorgien aus, trotzdem entwickelt sich eine spannende Geschichte in ganz eigenem Tempo. Der Autor verwendet selbst die Genre-Bezeichnung Slow-Crime und das trifft es sehr gut.

Rumpler ist ein Mensch der seinen Ruhestand genießen kann, er kocht gern und gut, verwöhnt seine Katze und wenn er wieder in eine Ermittlung verwickelt wird, gibt das seinem Leben noch eine besondere Würze. Er zieht glasklare Schlussfolgerungen und geht auch der Gefahr nicht aus dem Weg. Daneben hat der Autor noch einige, auch recht skurrile Figuren eingebaut, die wunderbar zur Atmosphäre beitragen. Die Austriazismen bringen Charme und ein wenig Wiener Schmäh in die Lektüre.

Wenn ich mit Rumpler über den Naschmarkt schlendere, wo er die Zutaten für ein schönes Essen kauft, kommt Reisesehnsucht hoch. Und als dann Rumplers Ermittlungen noch nach Drosendorf führen, das ich aus einem schönen Waldviertel-Urlaub kenne, möchte ich am liebsten gleich die Koffer packen.

Ein gelungener Krimi, der Spannung und Atmosphäre bestens mischt und dem ich viele Leser wünsche.

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Rezensionen von Eva Caroline Strohmar-Mauler:

Kraftvoller Band über das Werk eines herausragenden Tiroler Künstlers

Raum Licht Volumen von Philipp Christoph Haas; Carl Kraus; Walter S. Methlagl

Wilfried Kirschl (1930-2010) wird gerne als Tiroler "Nationalkünster" genannt, doch er war nicht nur Maler, sondern auch Kunstsammler, Ausstellungskurator und Kunstpublizist u.v.m. Sein Werk umfasst vor allem Stillleben und Architektur bzw. Landschaften. Diese sind sich in der Darstellung Kirschls sehr ähnlich und zeigen sein Interesse für klare Formen und das Spiel von Licht und Schatten klar auf.

Dies wird ja auch im Titel des Buches RAUM LICHT VOLUMEN ausgedrückt.
Dieser voluminöse, technisch und kompositorisch sehr gut gestaltete Bildband ist eine Zusammenschau seines Werkes und versucht zehn Jahre nach dem Tod des Künstlers, ein möglichst vollständiges Verzeichnis seiner Ölgemälde zu bieten (anderes, wie etwa Zeichnungen, ist in solcher Fülle vorhanden, dass nur eine Auswahl abgebildet werden kann).
Nach einer Einführung ins Buch von Carl Kraus wird von Matthias Boeckl ein biographischer Abriss zu Leben und Persönlichkeit Kirschls sowie seines künstlerischen Werdegangs, im Kontext der österreichischen Nachkriegskunst, mit Kirschls Lehrern, Kollegen und Wegbegleitern, gegeben. Interessant hier ist z.B., dass sich Kirschl und seine Malerfreunde bereits in den 1950ern in ihren Bildern mit der (damals) modernen Lebenswelt auseinandersetzten und Kritik an deren Zerstörung durch die Konsumgesellschaft übten. In den 1960ern, als Auslandsreisen immer leichter möglich waren, boten diese auch den Malern in Italien, Frankreich oder Griechenland neue Motive, nicht nur durch die Landschaften, sondern auch durch die Beschäftigung mit den dortigen Kunstwerken.
Die Gründung der Galerie im Taxispalais in Innsbruck 1964 durch Wilfried Kirschl ist nur eine der Leistungen seines analytischen Geistes, der sich sowohl im eigenen künstlerischen Werk als auch in seiner künstlerisch-wissenschaftlichen Forschung und der Vermittlungsarbeit niederschlug.
Ein weiterer Beitrag, von Marianne Hussl-Hörmann, beschäftigt sich aus künstlerischer Sicht mit Kirschls Werk als einem der wichtigsten Maler des Tirol der Nachkriegszeit mit einer detaillierten Darstellung der Etappen des malerischen Schaffens.
Der nachfolgende, 150 Seiten starke Bildteil läßt uns diesen Etappen dann auch selbst nachspüren und darüber staunen, wie unterschiedlich auf den ersten Blick sehr ähnliche Motive durch Veränderungen von Licht und Form dann doch sein können.
Abschließend findet sich im Buch noch ein Werkverzeichnis der Ölgemälde sowie eine mit Photographien illustrierte Biographie Wilfried Kirschls.

Ein rundum gelungener Band für alle Freund*innen der österreichischen Nachkriegskunst.

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Rezensionen von liesmal:

Gelegenheit macht Diebe

Ich weiß jetzt, was ich will von Ingrid Metz-Neun

Gisela und Katrin, beide über 60 und Freundinnen, Gisela ist verheiratet, Katrin seit etwa einem Jahr verwitwet, doch fest entschlossen, sich noch einmal auf eine neue Beziehung einzulassen. Irgendwie kann das, was das Leben ihr bisher geboten hat, noch nicht alles gewesen sein. Doch es ist gar nicht so einfach, jemanden kennenzulernen – vielleicht hilft eine Annonce?

Was sich alles entwickeln kann, wenn eine Freundin versucht, der anderen zu helfen, das erzählt Ingrid Metz-Neun in ihrem Büchlein „Ich weiß jetzt was ich will“.

Es ist eine Geschichte, wie sie nur das Leben schreibt: mit Hoffnungen und Wünschen, mit Herz und Schmerz und mit der Erkenntnis, dass das Gute oft so nahe liegt.

Mir gefällt die Geschichte mit dem leichten, lebendigen Schreibstil. Für mich ist sie eine, die man einfach mal so zwischendurch lesen kann – davon gibt es gar nicht so viele. Gefreut habe ich mich über den Anhang, in dem die Autorin ihre Freude am Kochen zeigt und auch einige ihrer Rezepte verrät.

Schon Udo Jürgens wusste in einem seiner Lieder zu berichten „Ich weiß, was ich will“. Und weil der Songtext sehr gut zu der kleinen Geschichte passt, hat Ingrid Metz-Neun ihn aufgenommen, er ist am Ende des Buches nachzulesen.

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