Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Marie aus E.:
Unterhaltsam - aber als Romanformat war es mir zuviel
Fertig ist die Laube von Renate Bergmann
Ich kannte die Renate-Bergmann-Bücher bislang nicht.
Nachdem wir aber auch mit dem Gedanken spielen, uns in einer Kleingartenanlage zu verwirklichen und die Leseprobe so lustig war, musste ich das Buch einfach lesen.
Es ist tatsächlich sehr unterhaltsam und wenn ich es nicht wüsste, dass Frau Bergmann eine Kunstfigur ist, würde ich schwören, dass sie doch real existiert.
Ihre Betrachtungen der Welt sind köstlich, ich habe mich sehr amüsiert. Durchaus auch böse, das mag ich ja. Ein Beispiel? "Da begoss er lieb Mütterlein mit hoher Wahrscheinlichkeit schon ein Weilchen."
Auch in mir steckt etwas Renate, denn als sie ihre Ansicht zum Aussortieren des Gewürzregals teilt, konnte ich mich voll wiederfinden, alles, was schon eine fünfstellige Postleitzahl bei den Herstellerangaben hat, das ist noch gut. Genauso handhabe ich das auch.
Die Beschreibung der verschiedensten Kleingartentypen ist vermutlich auch sehr zutreffend, da gibt es den Mann, bei dem man den Rasen nur barfuß oder mit Hausschuhen betreten darf genauso wie die Hippie-Frau. Schön bunt, wie das Leben auch.
Neben all der Unterhaltung wird aber schon auch klar, dass so ein Garten viel, viel Arbeit macht und zieht jeglichen Romantikzahn diesbezüglich. Und es gibt sogar ein paar handfeste Gartentipps.
Warum trotzdem "nur" drei Sterne, obwohl das doch alles sehr begeistert klingt? Im Laufe des Buches hat mich der Stil dann etwas ermüdet. Für mich ist ein Romanformat mit 240 Seiten zu viel des Guten, kürzere Geschichten wären für meinen Geschmack zu dem Format passender.
Aber das ist Geschmackssache, gute Unterhaltung war es auf jeden Fall.
Rezensionen von brauneye29:
Hat mir gut gefallen
Zara und Zoë - Die Tochter des Paten von Alexander Oetker
Zum Inhalt: Zara und Zoe sind wieder da und mit ihnen eine actiongeladene Story. Zoe wird auf einen Goldtransport angesetzt und es scheint ein lukrativer Job zu werden. Doch sie weiß nicht, dass ihr Boss erpresst wird und das auch noch von Al-Hamsi, dessen Bruder wegen ihr im Koma liegt. Und jetzt will er nicht nur das Gold sondern auch Zoes Leben.
Und es scheint, dass nur Zara ihr helfen kann. Meine Meinung: Die Bücherserie und Zara und Zoe fühlt sich mit jeden Teil so an wie ein Actionfilm in Buchform. Wer Action mag, ist hier genau richtig und mir hat das Buch auch gut gefallen. Permanent passiert etwas, permanent wechselt die Perspektive, der Ort, die Person und das macht das Buch extrem lebhaft und abwechslungsreich. Der Schreibstil wirkt teilweise etwas hektisch, passt aber zum Buch. Ich würde auch weiterhin Bücher des Autoren lesen wollen. Fazit: Hat mir gut gefallen
Rezensionen von Anna625:
Typisch japanisch
Der Klang der Wälder von Natsu Miyashita
Durch Zufall trifft Tomura in der Turnhalle seiner Schule eines Tages auf einen Klavierstimmer, der dort das schuleigene Instrument in Ordnung bringt. Für Tomura eröffnet sich eine neue Welt, er ist sogleich fasziniert von der Klangvielfalt des Klaviers und der präzisen Arbeit des Mannes. So sehr, dass er eine Ausbildung zum Klavierstimmer beginnt und hinterher im selben Laden wie der Mann zu arbeiten beginnt.
Vor Tomura liegen Jahre harter Arbeit und Selbstzweifel, denn die Kunst des Klavierstimmens ist eine ganz besondere, die viel Übung erfordert.
Das Buch besitzt diesen ganz bestimmten, japanischen Büchern eigenen Zauber. Die Erzählung ist schlicht, die Handlung wenig spektakulär und sehr ruhig. Und dennoch wird man als Leser sogleich von der poetischen Sprache und der Macht des Gesagten und des Ungesagten in den Bann gezogen, die dem Buch eine märchenhafte Atmosphäre verleihen. Schlägt man das Buch auf, fühlt es sich an, als tauche man tief hinab in den Ozean. Die Außenwelt wird abgedämpft, während alles andere gleichzeitig viel klarer wird, und man die Melodie des Buches vernimmt, die sich für Tomura im Klang der Wälder manifestiert.
Neben dem wunderbaren Märchencharakter erfährt man beim Lesen tatsächlich auch Einiges über Klaviere und die ihnen eigene Klangwelt. Das ist jedoch keinesfalls so trocken wie man im ersten Moment vielleicht glauben mag, sondern im Gegenteil sehr faszinierend. Dass viele Klaviere sich verschieden anhören, war mir vorher klar, aber welche riesigen Unterschiede zwischen ihnen bestehen und wie bedeutsam beispielsweise schon eine geringfügige Änderung der Höhe des Hockers und die minimale Justierung der Pedale bewirkt, nicht. Man kann als Nicht-Klavierspieler also auch eine Menge lernen mit diesem Buch.
Fazit: Ich habe es sehr gerne gelesen; es ist sehr ruhig, dabei jedoch auch sehr poetisch und atmosphärisch.
Rezensionen von gletscherwoelfchen:
Spannend, faszinierend und abenteuerlich!
Falcon Peak - Wächter der Lüfte (Falcon Peak 1) von Heiko Wolz
Gemeinsam mit seinem Vater zieht Kendrick zurück in die alte Heimat seiner Mutter, wo er künftig das dortige Internat besucht.
Doch schnell wird Kendrick klar, dass irgendetwas dort faul sein muss. Die unterschiedlichsten Greifvögel sind sowohl im Internatsgebäude, als auch im Unterricht selbst stets präsent.
Zudem verschwinden Abends immer wieder einige Mitschüler. Was verschweigen die Schüler und Lehrer bloß? Für Kendrick steht fest: Er muss unbedingt herausfinden, was hier vor sich geht...
Aufmerksam geworden auf "Falcon Peak" sind wir hauptsächlich durch das Cover. Wir finden, dass es wirklich toll aussieht - ein typischer Coverkauf! Die einzelnen Rot-, Rosa- und Gelbtöne harmonieren sehr schön mit einander und auch das Motiv macht sofort deutlich, was den Leser wohl erwarten mag.
Neben der tollen Gestaltung konnte uns jedoch auch der Inhalt überzeugen.
Gleich auf den ersten Seiten konnte uns der Schreibstil packen. Heiko Wolz schreibt sehr schön flüssig und für die Zielgruppe angemessen. Eher kürzer gehaltene Kapitel unterstützen zusätzlich den Lesefluss.
Binnen kürzester Zeit wird es dem Leser so ermöglicht, sich vollkommen fallen zu lassen und in die Geschichte einzutauchen.
Auch diese konnte uns begeistern. Zwar ist die Grundidee dahinter - ein Junge, der an ein magisches Internat gelangt - nicht vollkommen neu, allerdings wird sie mit einigen interessanten Zusätzen und Ereignissen ebenso wie mit unerwarteten Wendungen neu kombiniert. So wird das Lesen nie langweilig. Ganz im Gegenteil! Besagte Wendungen haben wir teilweise überhaupt nicht so erwartet, wodurch die Spannungskurve stets konstant oben gehalten wurde und man sich als Leser kaum vom Buch losreißen konnte.
Zu unserer Freude haben wir uns teils ein wenig an die "Animox"-Reihe erinnert gefühlt, wobei "Falcon Peak" nichtsdestotrotz ein eigenständiges und einzigartiges Buch bleibt. Um niemanden zu spoilern, werden wir dies nicht weiter konkretisieren. Wir können aber versprechen, dass einige zentrale Elemente der Reihe hier wiederauftauchen und ebenso detailreich wie faszinierend umgesetzt wurden.
Unsere Kirsche auf dem Sahnehäuflein war zudem noch ein super sympathischer Protagonist. Kendrick hat uns von der ersten Zeile an sehr gut gefallen. Trotz seiner schwierigen Vergangenheit fanden wir es äußerst bewundernswert, wie er immer das Beste aus bestimmten Situationen machen konnte.
Wir finden, dass "Falcon Peak - Wächter der Lüfte" definitiv ein gelungener Auftakt dieser Reihe ist und freuen uns schon sehr auf die Fortsetzung, die voraussichtlich im September 2021 erscheinen wird.
5/5 Sterne
Rezensionen von Miro:
Race & gender
Identitti von Mithu Sanyal
Race & gender sind die Themen, die Nivedita Zeit ihren Student*innenlebens am meisten beschäftigen. Als indisch-polnische Mischung, die in Deutschland geboren wurde, ist sie immer auf der Suche nach Identität.
Als sie bei Saraswati Postcolonial Studies zu studieren beginnt, öffnet sich für sie eine neue Welt.
Sie beginnt sich selbst mit anderen Augen zu betachten, umgibt sich mit Freund*innen, in ähnlichen Situationen und ist halbwegs erfolgreiche Bloggerin unter dem Namen Identitti.
Bis zu dem Tag, als sie erfährt, dass ihre geliebte Professorin gar nicht als Inderin geboren wurde, sondern als blondes deutsches Mädel.
Niveditas Welt steht Kopf. Doch sie entschließt sich, vorerst an Saraswatis Seite zu bleiben, um zu verstehen, was ihr Idol antreibt.
Sie durchläuft einen schwierigen Prozess aus Loyalität und Abnabelung, erkennt, wer ihre wahren Freund*innen sind und wird dabei ganz nebenbei erwachsen.
Mithu Sanyal hat hier einen wichtigen Roman vorgelegt. Das zentrale Thema zeigt die Schwierigkeiten bei der Identitätsfindung auf. Race ist ein Konstrukt, geschaffen aus weißen Privilegien, die längst überholt sind und dennoch in unsere Zeit wirken und manchmal so starke Auswirkungen haben, dass es ganz reale Opfer gibt.
Aus diesem Grund findet sich auch der Anschlag in Hanau in diesem Buch und der Opfer wird gedacht.
Der Roman zeigt auch die Sprachlosigkeit auf, die uns diesen Diskurs erschwert. Wir haben keine Wörter für Menschen mit anderer Hautfarbe. Die Autorin wechselt hierfür ins Englische und spricht von person of color und race. Ob das die beste Lösung ist, kann ich hier nicht beantworten.
Um den Diskurs für alle verständlich zu machen, wird im ersten Teil des Romans sehr viel erklärt. Stellenweise hatte ich fast das Gefühl ein Sachbuch zu lesen, aber das ist wohl notwendig, um alle auf den gleichen Level zu bringen.
Aber dann nimmt auch die Handlung Fahrt auf und es wird richtig spannend.
Aufgelockert ist das Buch mit Twitterperlen von realen Blogger*innen, die sicher vielen Leser*innen bekannt sind und teilweise sehr amüsant zu lesen sind.
Und das Ende ist versöhnlich - wie soll es auch anders sein!
Bei mir hat der Roman einige Denkanstöße hinterlassen, Schubladen geöffnet und bereits Diskussionen angeregt. Damit hat Mithu Sanyal ihr Ziel erreicht, denn das ist, was man einem Roman wünschen kann.
Ich empfehle dieses Buch allen, die bereit sind ihre Augen für andere Lebensentwürfe zu öffnen, allen die auf der Suche nach Identität sind und allen, die gerne in diesen Diskurs einsteigen wollen!
Rezensionen von Karo:
Polarisierend
Identitti von Mithu Sanyal
Bill Kaulitz wurde als Gesicht von Tokio Hotel bekannt. Sein Leben ist geprägt von extremen Gegensätzen, die einen Lieben ihn und sehen zu ihm auf, auf der anderen Seite ist er aber auch mit extremem Hass und verletzenden Spekulationen über seine sexuelle Identität konfrontiert. In „Career Suicide“ arbeitet Bill die ersten dreißig Jahre seines Lebens auf.
Er beginnt mit seiner Kindheit in der Nähe von Magdeburg, während welcher er bereits Anfeindungen kennenlernen musste. Er ließ sich nie davon abhalten, seinen großen Traum zu verwirklichen und gründete so Tokio Hotel, mit welcher er einen beeindruckenden Erfolg erzielte.
Bevor ich zu meiner Meinung komme, sollte ich wohl kurz erwähnen, dass ich nie ein besonders großer Tokio Hotel Fan war. Ich kannte das ein oder andere Lied, aber da hörte es schon auf. Gelesen habe ich „Career Suicide“ also nicht, da ich ein Fan von Bill Kaulitz bin, sondern weil ich ein großer Fan von Biografien im Allgemeinen bin und es einfach liebe, einen Einblick in verschiedene Leben zubekommen. Oft findet man in Biografien etwas, dass auf das eigene Leben übertragbar ist und einen weiterbringen kann.
Bill schreibt in „Career Suicide“ sehr offen und ehrlich. Er nimmt kein Blatt vor den Mund und nimmt die Leser mit auf eine Reise durch sein Leben und durch die Höhen und Tiefen. Es wird sehr schnell deutlich, welcher Druck auf jungen Künstlern liegt und wie gefährlich dieser Druck, aber auch die Industrie an sich sind. Ängste, Wünsche und Hoffnungen werden von Bill Kaulitz offen niedergeschrieben und führen dazu, dass man sich sehr eingebunden fühlt. Die Leser werden angesprochen und ganz offen und ungefiltert mitgenommen. Während ich diese Offenheit und Direktheit sehr schätze, kann ich mir vorstellen, dass sie von dem ein oder anderen Leser auch als negativ, möglicherweise überheblich wahrgenommen werden kann.
Im Großen und Ganzen kann ich die Biografie weiterempfehlen, auch an Leser, die nicht zur Fangruppe Tokio Hotels gehören. Man sollte sich darüber bewusst sein, dass hier kein Blatt vor den Mund genommen wird und man einen offenen und ehrlichen Einblick bekommt. Vier Sterne!
Rezensionen von Furbaby_Mom:
Schöner Nordseeroman mit niedlichem Vierbeiner!
Vier Pfoten im Sommerwind von Petra Schier
Sonne, Strand und ein entzückendes Hündchen auf dem Cover – dazu ein Klappentext, der eine romantische Story verspricht…das kling nach einem zauberhaften Wohlfühlroman! Im Nachhinein habe ich zufällig entdeckt, dass es sich bei dem Werk mit dem niedlichen Titel "Vier Pfoten im Sommerwind" (HarperCollins, März 2021), bei dem die Herzen aller Hundehalter/innen höher schlagen dürften, bereits um den 5.
Band einer Reihe handelt, was beim Lesen allerdings überhaupt kein Problem darstellt. Die Geschichte verfügt über eine in sich geschlossene Handlung und ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass mir wichtige Hintergrundinformationen zu den Figuren fehlen würden. Wem die "Lichterhaven"-Reihe aus der Feder von Petra Schier noch kein Begriff ist, dem sei gesagt: Dieser Roman eignet sich sehr gut für den Einstieg.
Der kleine Bearded Collie Barnabas hat es nicht leicht – sein geliebtes Frauchen ist im hohen Alter verstorben und fortan kümmert sich deren Enkelin Ella um ihn. Jene Ella, die stets auf Zack ist, wenig Geduld hat und in dem kleinen, idyllischen Örtchen an der Nordsee als wilde Partyqueen gilt, die nichts anbrennen lässt. Bei all ihren Liebschaften hat Ella stets eine eigens aufgestellte Regel berücksichtigt: Geflirtet wird nur mit Urlaubsgästen – eine Romanze mit einem Lichterhavener hingegen ist tabu. Schließlich möchte sie besagtem Mann nach einem Liebesaus nicht täglich über den Weg laufen. Mit ihren Freundinnen Hannah und Caroline betreibt Ella ein erfolgreiches Cateringunternehmen, welches kürzlich eine Ausschreibung gewonnen hat: Die Foodsisters wurden engagiert für die Jubiläumsfeier der lokalen Feuerwehr. Trotz ihrer Trauer stürzt Ella sich in die Vorbereitungen für das Fest und in die Erziehung des kleinen Hundes, den ihre Oma ihr überraschend vererbt hat. Unerwartete Hilfestellung erhält Ella dabei ausgerechnet von Jörn, mit dem sie in der Vergangenheit schon öfter zusammengerasselt ist – der Mann treibt sie mit seiner ruhigen, unerschütterlichen Art in den Wahnsinn. Aber Barnabas scheint ihn zu mögen…und Hunde haben ja bekanntlich immer den richtigen Riecher, oder?!
Der Fokus der Handlung liegt auf der Liebesgeschichte, die sich wunderbar realistisch und nachvollziehbar aufbaut. Sowohl Ella als auch Jörn sind unheimlich sympathische Figuren, charakterlich wie Feuer und Wasser, aber so offensichtlich füreinander bestimmt, dass es richtig Spaß gemacht hat, ihrem Happy End entgegenzufiebern. Besonders gut gefiel mir, dass es zwischendurch auch immer wieder Passagen aus der Sicht von Barnabas gab und man erfahren hat, wie der kleine Vierbeiner die Geschehnisse und Personen einschätzt. Der angenehme, humorvolle Schreibstil der Autorin ließ die Seiten nur so dahinfliegen. Ein weiteres Highlight waren das einladende Flair des Küstenortes und die liebenswerten Nebenfiguren (- mit der Mädelstruppe hätte ich gerne eine Runde getanzt, bei all den bekannten Hits hatte ich beim Lesen so einige Ohrwürmer im Kopf).
Fazit: Tierisch gut – nicht nur für Hunde-Fans! Wer auf der Suche nach einer unterhaltsamen, sommerlichen Alltagsflucht ist, wird mit diesem Roman viel Freude haben!
Rezensionen von Lilli33:
Hartes Thema, locker geschrieben
Mörderfinder - Die Spur der Mädchen von Arno Strobel
Hartes Thema, locker geschrieben
Inhalt:
Vor sechs Jahren verschwand die damals zehnjährige Leni Benz spurlos auf dem Schulweg. Ihr Vater ist mehr als erstaunt, als nun plötzlich Gegenstände, die Leni damals bei sich hatte, in seinem Haus auftauchen: ihr Schulrucksack, ihre Strickjacke, ihre Puppe.
Doch von Leni keine Spur. Kann es sein, dass sie zurückgekommen ist oder treibt hier jemand ein böses Spiel? Da die Polizei in all den Jahren in dem Fall nicht weitergekommen ist, engagiert Robert Benz Max Bischoff, den Ex-Polizisten, der eigentlich nicht mehr ermitteln wollte …
Meine Meinung:
Die Trilogie um den Düsseldorfer Kriminalkommissar Max Bischoff hat mich richtig begeistert, und ich war etwas traurig, dass er nach 3 Bänden aus dem Polizeidienst ausscheiden wollte. Umso mehr habe ich mich gefreut, jetzt wieder auf ihn zu treffen. Er ist nun Dozent an der Polizeihochschule in Köln, doch eigentlich ist er ein Vollblutermittler und kann einfach nicht aus seiner Haut. Den vorliegenden Thriller „Mörderfinder“ kann man problemlos ohne Vorkenntnisse lesen.
Ich mag Arno Strobels Thriller allgemein sehr gerne. Er schreibt schön locker und unangestrengt, sodass man beim Lesen gut vom Alltag abschalten und tief in seine Kriminalstorys eintauchen kann. „Mörderfinder“ erweist sich als sehr spannend und fesselnd, man kann das Buch kaum aus der Hand legen, weil es so unter die Haut geht. Verschiedene Perspektiven, hauptsächlich aus Max Bischoffs Sicht sowie kürzeren Einschüben aus Täter- und Opfersicht, geben immer wieder neue Hinweise auf das, was damals geschah und was heute wieder geschieht. Es lässt sich gut miträtseln, aber durch überraschende Wendungen kaum etwas vorhersagen.
Der Titel des Buches „Mörderfinder - Die Spur der Mädchen“ gibt ja schon einen Hinweis, in welche Richtung sich die Handlung entwickelt. Wer damit Probleme hat, sollte lieber die Finger davon lassen. Es ist schon harter Tobak und für entsprechend veranlagte Menschen nicht gut zu ertragen.
Für alle anderen ist es eine tolle, spannende Lektüre, die ich gerne weiterempfehle.
TRIGGERWARNUNG (bei Bedarf bitte rückwärts lesen):
HCUARBSSIMSEDNIK
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Testleserin Leah (12 Jahre, Hopfgarten)
Soul Hunters von Chris Bradford
Testleserin Leah (12 Jahre, Hopfgarten)
Als Genna zur Museumsaustellung der Eltern ihrer besten Freundin Mei eintrifft, überkommt sie ein unangenehmes Gefühl verfolgt zu werden. Ohne einen zweiten Gedanken geht sie im Laufschritt auf ihre beste Freundin Mei zu und berichtet ihr ihre Paranoia. Als Mei ihr eine komplette Tour der Ausstellung gibt, betrachtet Genna einen alten grünleuchtenden Dolch, der sie wie magisch anzieht.
Da ihre beste Freundin die Tür öffnen soll, um die Freunde ihres Bruders hereinzulassen, verlässt sie Genna. Genna schlendert den Gang entlang, wo der Dolch aufbewahrt wird. Als sie in die Nähe des Messers ist, überkommt sie ein seltsames Déjà-vu, obwohl sie sich sicher ist, dass sie es noch nie gesehen hat. Sie erinnert sich plötzlich an ein Opferritual, wo ein junger Mann mit dem Dolch bedroht wurde. Langsam fuhr der Dolch am blanken Oberkörper des Mannes hinunter und hinterließ eine tiefe Schnittwunde. Als plötzlich…
Mir gefiel das Buch ausgesprochen gut weil es in jedem Kapitel immer spannender wurde. Total spannend war es, alles in der Sicht von Genna zu sehen. Ich empfehle das Buch jedem weiter der gerne Krimi und Horror liest.
Rezensionen von Almuth-Rexer@web.de:
Überladen
Blütengrab von Ada Fink
1993 - In einem abgelegenen Waldstück bei Wussnitz im Osten Deutschlands wird eine Mädchenleiche gefunden – aufgebahrt auf einem Bett aus Blütenzweigen. Ihr ganzer Körper ist mit eingeritzten germanischen Runen übersät. Der jungen Kommissarin Ulrike Bandow, die aus dem kleinen Ort kommt, in dem jeder jeden kennt, wird ein neuer Kollege zur Seite gestellt.
Und dieser neue Kollege, Ingo Larssen, kommt ausgerechnet aus dem Westen. Seine Gründe, von Kiel in die ostdeutsche Provinz zu ziehen, bleiben zunächst im Dunkeln. Allerdings wird bald klar, dass Larssen nicht den typischen Besser-.Wessi verkörpern muss, sondern besondere Gründe für seinen Neubeginn im Osten hat. Die ehrgeizige und manchmal etwas voreilige Ulrike Bandow und der erfahrene und eher zurückhaltende Larssen müssen sich erst etwas aneinander gewöhnen, erkennen jedoch bald, dass sie sich gegenseitig gut ergänzen und wachsen im Laufe des Falls zu einem gut eingespielten Team zusammen. Das ungleiche Ermittlerpaar mit seinen jeweiligen privaten Verstrickungen ist meiner Meinung nach auch das Interessanteste an diesem Krimi. Ulrike Bandow kümmert sich um ihren 18-jährigen Bruder Marc, seit die Mutter nach der Wende in den Westen gegangen ist. Marc sucht sein Heil jedoch lieber bei den lokalen Neonazis. Bandow plagt außerdem eine alte Schuld ihrer ehemaligen Freundin Christa gegenüber, die jeglichen Kontakt mit ihr ablehnt. Larsson dagegen ist auf der Suche nach seiner untergetauchten Tochter, die sich offenbar der RAF angeschlossen hat.
Der Fall selbst wirkt reichlich überladen, mit Mädchenhandel und Pädophilenmilieu bis hinauf in höchste politische Kreise, Stasi-Vergangenheit, Neonazi-Szene, völkische Lebensweise, RAF usw. Hier wäre eindeutig weniger mehr gewesen!
Am Ende gibt es spannungsgeladene Action, allerdings werden so einige private Konflikte auch recht schnell ad acta gelegt.
Auch wenn mich der eigentliche Fall nicht so ganz überzeugen konnte, würde ich dem Ermittlerduo Bandow und Larsson auf jeden Fall eine zweite Chance geben!










