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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Marie aus E.:

Menschen und Roboter - wirklich zwei völlig getrennte Welten?

Mein erstes Jahr als Mensch von Edmonds David; Fraser Bertie

Dotty ist ein Roboter - um zu testen, ob sie wirklich überzeugend ist, soll sie ein Jahr als normale Schülerin in die Schule gehen - und darf nicht auffliegen. Nur dann ist der Fortbestand des Forschungsprojekts gesichert.

Tja - obwohl Dotty wirklich detailreich programmiert wurde - sie ist halt ein Roboter.

"Denkt" logisch, handelt entsprechend - Emotionen sind außen vor bzw. nur eingeübt, wenn sie der Programmierlogik entsprechen. Klar, dass da einiges schiefgeht.

Das ist ein hochspannendes Thema, was macht uns als Menschen aus und wie wird Künstliche Intelligenz künftig unseren Alltag und unser Leben gestalten?

Dabei ist das Buch trotz des wichtigen Themas einfach ein witziges Kinderbuch, das allerbeste Unterhaltung bietet. Es macht riesigen Spaß, es zu lesen. Die Thematik ist kein Problem - und es ist auch definitiv kein anstrengend zu lesendes Buch, sondern feinste Kinderunterhaltung mit einem sehr gelungenem Ende.

Ein Beispiel für den Humor gefällig?
"Papa ist Philosophieprofessor. Philosophen arbeiten an Problemen, die den Verstand der Menschen vor Rätsel stellen. In seiner Jugend verbrachte er zwei Jahre damit, über den Unterschied zwischen einem Becher und einer Tasse nachzudenken. Anschließend beschäftigte er sich noch drei Jahre mit der Frage, ob Becher und Tassen wirklich existieren."

Empfohlen wird das Buch ab 10 Jahren - das passt m. E. gut, allerdings ist das Sprachniveau hoch. Dotty geht nun mal auf eine Schule für Hochbegabte und ist ein Roboter - das spiegelt sich auch im Wortschatz wieder. Viele Wörter werden erklärt, aber von Wörtern wie Algorithmus oder Linguistik sollte man sich nicht abschrecken lassen.

Ob Roboter letztendlich Emotionen haben, das bleibt dahingestellt, ich habe Dotty aber auf jeden Fall in mein Herz geschlossen. Ein richtig gelungenes Buch!

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Rezensionen von Mondtaube:

Der Klang der Liebe

Fräulein Mozart und der Klang der Liebe (Ikonen ihrer Zeit 4) von Beate Maly

Zwischen Ballkleidern, Geldsorgen, vielen Reisen und der engen Verbindung zur eigenen Familie gehört das Herz von Anna Maria Mozart ganz und gar den klängen der Musik. Zumindest bis sie eines Abends einem Mann begegnet, welcher so anders auf sie wirkt, als alle anderen. Doch wer verbirgt sich hinter der groß gewachsenen Gestalt mit der Maske? Wird sie diesen Mann wieder sehen und falls ja, werden sie eine Zukunft haben?

Marie Anne Mozart (1751-1829), genannt Nannerl, ist eine ehrgeizige junge Frau, welche versucht, ihr musikalisches Talent bestmöglich zu nutzen.

Da die Zeit, in welcher die Geschichte spiel, sehr Männerorientiert war, war es für Frauen jedoch Normalität, kein vollkommen selbstbestimmtes Leben führen zu dürfen.
Dementsprechend hinterfragt Nannerl auch nicht oft, dass ihr Bruder eine viel stärkere Unterstützung seiner Musikkarriere erhält, obwohl sie ebenfalls sehr begabt ist. Denn sobald sie ihr 16. Lebensjahr erreicht und dadurch nicht mehr als Wunderkind, sondern als junge Frau gilt, scheint die Realisierung einer Karriere als Musikerin unerreichbar.
Dennoch hält Nannerl an ihren Träumen fest und lebt ihre Liebe zur Musik aus, indem sie unterrichtet.

Während des Lesens merkt man immer wieder, dass Nannerl ihre Familie sehr viel bedeutet und sie sich immer wieder dafür einsetzt, dass ihre Familienmitglieder möglichst gut miteinander auskommen. Besonders bewundert Nannerl ihren jüngeren Bruder und dessen Schaffen, aber auch ihr Vater hat einen wichtigen Einfluss auf sie. Ihre Mutter hingegen bleibt sehr blass, über sie erfährt man nur sehr wenig.

Wie der Buchtitel es erahnen lässt, steht die Liebesgeschichte hier eindeutig im Vordergrund. Dennoch bleibt Nannerls Liebhaber, Franz Ippold. Leider sehr Blass. Auch wenn Ippold durchgehend sehr sympathisch wirkt, so erfährt man, abgesehen von seinem Arbeitsort, nichts über sein Leben. Wenn man hier noch etwas mehr über die Lebensweise und Familienverhältnisse des Herrn Ippold erfahren hätte, wäre dieser Charakter wahrscheinlich noch viel besser zur Geltung gekommen.

Sehr gut gefallen hatte mir, das man während des Lesens auch etwas über die Lebensweisen Mitte des 18. Jahrhunderts erfahren hatte. So galt es zum Beispiel als wesentlich angesehener, sich mit einem trockenem, parfümierten Tuch zu waschen, als mit Wasser.
Auch die Schilderung über die Pockenepidemie und deren Auswirkungen fand ich sehr interessant.

Fazit:
Das Buch erzählt eine sehr ruhige Geschichte. Wer viel Spannung sucht, wird eventuell enttäuscht werden. Wer sich jedoch auf ruhige Geschichten einlassen kann, wird mit einer schönen Lektüre belohnt. Auch wenn ich mir an manchen Stellen noch etwas mehr Charaktertiefe der Nebencharaktere gewünscht hätte, so schafft das Buch es dennoch, auch emotional zu berühren. Zudem verbreitet es die Stimmung der Zeit so gut, dass der Anschein erweckt wird, dass das Leben von Anna Maria Mozart tatsächlich so abgelaufen sein könnte.

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Rezensionen von Lesemama:

Wieviel künstliche Intelligenz verkraften wir

Undercover Robot – Mein erstes Jahr als Mensch von David Edmonds; Bertie Fraser

Zum Buch:
Dotty ist ein Roboter, aber man sieht es ihr nicht an. Sie sieht aus, wie ein elfköhriges Mädchen und sie soll inkognito eine Schule besuchen. Schafft sie es ein jahr lang unerkannt zu bleiben, lockt ein riesen Gewinn. Ein leichtes, sagt zumindest Dotty. Aber so einfach ist es nicht. Es entstehen einige Missverständnisse und Dotty droht aufzufliegen .

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Meine Meinung:
Eine total witzige, aber auch stellenweise tiefsinnige Geschichte für junge Leser. Dotty erinnerte mich an ein Kind mit autistischen Zügen, kann sie doch die Feinheiten der menschlichen Sprache wie Ironie oder Metapher nicht erkennen. Das ist aber sehr gut dargestellt.
Man liest die Geschichte aus Dottys Sicht und fühlt was sie fühlt. Für einen Androiden sehr bemerkenswert.
So macht es Spaß die Gedanken der Kinder kennenzulernen. Es sind total verschiedene Charaktere in der Geschichte versammelt hnd das Ende ist total überraschend und sehr emotional.
Ob es tatsächlich mal soweit kommen wird in der Entwicklung der künstlichen Intelligenz oder ob wir Menschen immer die Oberhand behalten, sei mal dahingestellt.
Die Geschichte zeigt und jedenfalls wie es sein könnte und ist sowohl humorvoll wir auch spannend geschrieben. Ein lesenswertes Buch für Kinder ab neun Jahren.

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Rezensionen von Kokoloreslot:

Tiere im Einsatz für den Menschen

Wieso? Weshalb? Warum? Band 16 - Tiere im Einsatz von Andrea Erne

Die Bücher dieser Frage-Reihe sind immer ein besonderes Highlight. Die Gestaltung ist einfach herausragend, die Illustrationen toll und die Klappen spannend und abwechslungsreich. Kompetent recherchierte Fakten, von denen man sogar als Erwachsener noch etwas lernen kann, machen das gemeinsame Entdecken des Buches zu einem spielerischen Erlebnis.

Aufgrund der guten Stabilität hat man auch lange Freude an den Büchern. Es gibt mittlerweile viele interessante Themen dieser Reihe, aber Tiere und Natur konnte uns bisher immer am meisten begeistern. So ist es auch hier: Hunde, Pferde, Alpakas, Ziegen… - viele bei Kindern beliebte Tiere faszinieren durch ihre vielseitigen Fähigkeiten und warmherzige Freundlichkeit. Man lernt bspw. etwas über Therapie-Bauernhöfe, die Ausbildung von Polizei- und Rettungshelfern und über Tiere, die sich durch viel Kraft und Instinkt auszeichnen.

Es empfiehlt sich, die Bücher beim ersten Mal mit kleineren Kindern gemeinsam zu lesen, weil die Klappen vorsichtig geöffnet werden sollten, damit sie nicht kaputt gehen.

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Rezensionen von Kokoloreslot:

Spuckhaus-Feeling auf einer Berliner Insel

Der Nachlass von Winner Jonas

Bei einem Psychothriller, indem sich mehrere Hinterbliebene einem Spiel stellen müssen, indem es darum geht Wettbewerbe für sich zu entscheiden und die in Aussicht stehenden Punkte zu ergattern, um das millionenschwere Erbe zu erhalten, erwartet man eine neue Dimension der Hunger Games - aber weit gefehlt.

Der Wettkampf war nur anfangs treibende Kraft und ging dann schließlich unter, in alten Geschichten, vergangenen Konflikten und neu aufgerissenen Wunden. Von den Spieler n als notwendiges Übel betrachtet, dass es schnell hinter sich zu bringen gilt, ging es vermehrt um das Grauen, was sich im Hintergrund abspielt. Wer Lust auf eine Kombination aus Familiendrama und Spuckhaus-Feeling hat, wird auf jeden Fall seine Freude habe. Wer außergewöhnliche Wettkämpfe und viel Beiwerk erwartet, wird vermutlich enttäuscht sein.

Fazit: Handwerklich gekonnt auf Effekt gebürstet und peinlich darauf bedacht, keine verräterischen Informationen durchsickern zu lassen, was in einem gelungenen Plot endete, dessen Geheimnisse nicht zu früh gelüftet werden. Trotz angesprochener Punkte, wurde ich spannend unterhalten.

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Rezensionen von Claudia R:

bewegend und spannend erzählt ...

Grenzgängerin aus Liebe, 1 Audio-CD, von Lind Hera

Klappentext:

Die junge Sophie aus Weimar ist beeindruckt, als sie Hermann aus dem Westen kennenlernt. Soll sie Karsten, ihren verheirateten Liebhaber und einflussreichen DDR-Funktionär verlassen? Hermann schwärmt von Westdeutschland und verspricht Sophie das Paradies auf Erden. Doch als ihr Ausreiseantrag bewilligt wird, stehen nur seine Eltern am Bahnhof, Hermann selbst ist für Monate beruflich im Ausland.

Das hält sie nicht aus, sehnt sich nach Karsten. Erneut überquert sie die Grenze, nicht ahnend, dass sie in eine Falle mit doppeltem Boden geraten ist …

Cover:

Das Cover zeigt eine Frau und ein Mädchen auf einem Bahnhof auf den Zug wartend. Es wirkt sehr einsam, verlassen und fast schon ein wenig traurig, die Szene macht neugierig auf mehr.

Meinung:

Die Geschichte ist bewegend, emotional, tiefgründig, spannend und fesselnd erzählt und aufgebaut. Nach wahren Begebenheiten, macht es das Ganze noch beeindruckender und packender.

Die Geschichte um Sophie, ihr Doppelleben mit Herrmann und Karsten, berührt und bewegt. Man kann sich sehr gut in die Charaktere hineinversetzen und diese kommen sehr authentisch und realistisch rüber. Auch die Gefühle und Emotionen werden gut vermittelt. Teils wirkt Sophie sehr naiv und blauäugig, aber dies passt sehr gut zu den Situationen und Beschreibungen. Auch die Beschreibungen zum Leben in der DDR und die damalige Zeit wird sehr gut aufgegriffen und vermittelt.

Sehr gut hat mir auch die Sprecherin gefallen, die ihre Sache hier sehr gut macht. Die Geschichte wird gut erzählt und so lauscht man dem Hörbuch sehr gern und die Kapitel verfliegen nur so.

Inhaltlich möchte ich an dieser Stelle nicht allzu viel verraten, da ich nichts vorweg nehmen möchte und auch nicht Spoilern will.

Die Geschichte wird spannend und fesselnd erzählt, aber auch Gefühle und Emotionen bleiben hier nicht aus. Ergreifend und bewegend, wird hier eine Geschichte nach wahren Begebenheiten wiedergegeben.

Mir hat dies sehr gut gefallen, mich berührt und gut unterhalten. Gern empfehle ich dieses Hörbuch weiter.

Fazit:

Eine bewegende und ergreifende Geschichte, die spannend erzählt wird und der man, aufgrund der tollen Sprecherin, auch gern lauscht.

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Rezensionen von La Calavera Catrina:

Herzerwärmendes Bilderbuch über die Liebe und das Leben

Du, Papa ... Ist zehn viel? von Sabine Bohlmann

Der kleine Wolf ist wunderbar verspielt, sehr neugierig und lernt, in dieser Geschichte, sich und die Welt ein bisschen besser kennen, indem er seinen Vater mit Fragen löchert. Egal, was der kleine Wolf wissen möchte, Papawolf ist immer für ihn da und beantwortet jede Kinderfrage auf Augenhöhe, während sie gemeinsam über die Wiese toben, im Fluss baden oder einen Nachtspaziergang unternehmen.

Papawolf nimmt sich für seine Antwort dabei immer etwas Zeit, um über bildhafte Tierbeispiele eine Erklärung zu finden. Auf jeder Doppelseite findet sich dieses gleichbleibende Muster. Während einer gemeinsamen Unternehmung stellt der kleine Wolf seine Frage, auf die er von Papawolf eine Antwort erhält. Dabei lernt nicht nur der kleine Wolf, dass es immer auf den Blickwinkel ankommt, von dem aus man das Leben betrachtet, sondern auch die lesenden oder zuhörenden Kinder. Außerdem werden spielerisch viele tierische Einblicke in den Wald und das Leben eines Wolfes vermittelt. Die wichtigste Erkenntnis jedoch folgt zum Schluss und lässt einem das Herz schmelzen. Die Illustrationen von Emilia Dziubak sind einmalig schön - sie würden auch als Kunstwerk an der Wand einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Fazit: Spielerische Leichtigkeit, wiederholende Wortgruppen, humorvolle Illustrationen niedlicher Tiere und angenehme Emotionen sind die besten Voraussetzung um Kinderherzen zu gewinnen. Es ist bereits eines unserer absoluten Lieblingsbücher. Man möchte selbst der kleine Wolf sein und auf dieses Art die Welt erkunden.

Ein berührende Vater-Kind-Geschichte, in Gestalt treuer Wölfe, über bedingungslose Liebe und die Kraft der Fragen. Wir können diese zauberhafte Geschichte wirklich wärmstens empfehlen.

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Rezensionen von La Calavera Catrina:

Atmosphärischer Umweltthriller

Dark Blue Rising (Bd. 1) von Teri Terry

Die 16-jährige Tabby ist es gewohnt, niemandem zu vertrauen. Gemeinsam mit ihrer Mutter Cate zieht sie einsam durchs Land: ohne Handy, ohne Freunde und ohne ein richtiges Zuhause. Doch dann lernt sie Jagd kennen und ein Fehler führt schließlich dazu, dass Cate von den Behörden festgenommen wird und Tabbys richtige Eltern auf sie warten .

Sie soll von Cate entführt worden sein, als sie noch klein war. Die neuen Entwicklungen in Tabby Leben stürzen sie in ein emotionales Chaos. Ihr Vertrauen ist zerstört und trotzdem haben sich Cates Regeln in ihren Kopf gebrannt, die sie zu Misstrauen gegenüber dem System und dem sogenannten Kreis erzogen hat: „Wenn andere deine Lüge glauben sollen, dann suche nach der Wahrheit in der Lüge.“ Immer wieder erinnert sich Tabby an die Zeit mit Cate und die Richtungen des Kompass: „Sonne ... Meer ... Erde ... Himmel …" Erinnerungen, nächtliche Träume und rätselhafte Ereignisse bringen daraufhin immer mehr Licht ins Dunkel, bis es für eine Erkenntnis fast zu spät ist.

Teri Terry schreibt unglaublich einnehmend in der Ich-Perspektive und lässt tief eintauchen, in die Gefühls- und Gedankenwelt von Tabby - einer außergewöhnlichen starken Heldin, der man gern durch die Geschichte folgt. Aktuelle Themen wie Klimaschutz und eine vegane Ernährungsweise werden immer wieder aufgegriffen. Im Fokus liegt das Element Wasser und das Meer - dem Meer, zu dem Tabby sich wie magisch hingezogen fühlt. Nur beim Schwimmen fühlt sie sich zufrieden und geborgen. Außerdem besitzt sie besondere Fähigkeiten. Teri Terry hat sich für den Auftakt ihrer neuen Trilogie Zeit genommen; schreibt authentisch über Ängste, Abläufe, Charakterentwicklung und baut vielschichtig atmosphärische Spannung auf. Es lohnt sich bei dem gemäßigten Tempoeinstieg dranzubleiben. Im letzten Drittel steigt das Handlungstempo dramatisch und lässt auf eine vielversprechende Fortsetzung hoffen, in der es dann wahrscheinlich auch mehr Handlung und Abenteuer gibt.

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Rezensionen von nil_liest:

Auch auf Madeira wird gestorben!

Tod auf Madeira von Tomás Bento

Bei hohen Temperaturen im heimischen Garte oder am See, im Freibad könnte man mit diesem Krimi fast denke, dass man selbst im Urlaub verweilt! Laura Flemming, eine Krimi-Autorin macht sich mit ihrer Freundin Britta auf nach Madeira. Sie will einfach nur raus und weg vom untreuen Ehemann. Sie wollen in ein Retreat mit weiteren Ehepaaren.

Denn diese Gruppe fährt seit Jahren gemeinsam weg. Tja, und dann geschieht es einer wird ermordet – bloß wer war es?
In diesem ersten Fall vom attraktiven Comissário Torres begibt er sich auf die Spuren des Mordes und Laura hilft ihm dabei den Fall zu lösen nachdem er ihre Qualitäten erkannt hat. Der neue Krimiautor aus dem Ullstein-Verlag Tomás Bento ist neben seiner Schreibtätigkeit auch Germanist, Pädagoge und diplomierter Psychologe Kein Wunder also, dass er die Charaktere, deren Motivation und die einhergehenden Gefühle besonders gut abbilden kann. Da ‚Tod auf Madeira‘ natürlich auf Madeira spielt, wird auch Flora & Fauna sowie Land und Leute entsprechend in Szene gesetzt. Ich kann die Authentizität nicht beurteilen, aber es erscheint recht stimmig, denn ich kenne die Insel (noch) nicht. Auf jeden Fall so einladend, dass ich nun irgendwann selbst mal auf die Insel muss! Oder den nächsten Fall vor Ort lese.
Fazit: Gute Unterhaltung im kompakten Taschenbuch! Sommerlese mit Spannung.

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Rezensionen von carola1475:

Rasant und unerwartet

Ausweglos von Henri Faber

Nach Jahren hat der Ringfingermörder wieder zugeschlagen – doch diesmal gibt es einen überlebenden Zeugen, ein Mann namens Noah. Er lebt mit seiner Frau Linda in der Nachbarwohnung des Mordopfers. Von Anfang an haben es die beiden bei den Ermittlungen hauptsächlich mit Elias von der Kripo Hamburg zu tun, der vor Jahren die damals ergebnislose Untersuchung leitete.

Die Handlung wird aus der Sicht von 4 Charakteren beschrieben, die alle mit mehr oder weniger großen psychischen Problemen zu kämpfen haben. Das hat es für mich schwierig gemacht, die Glaubwürdigkeit der Personen zu beurteilen. Mehr als einmal habe ich gedacht „kann das sein, wie ist das möglich?“. Darüber hinaus wird ausschließlich in der Ich-Form erzählt. Das fand ich anstrengend, da jeder Protagonist gedanklich hauptsächlich mit seiner eigenen schwierigen Lage beschäftigt ist und vom Geschehen her wenig passiert. Die Handlung entwickelt sich nicht, sondern „springt“ zur nächsten Szene. Das Erzähl-Tempo ist hoch, aber da mit jedem Kapitel der Erzähler wechselt, geriet für mich der Lesefluss oft ins Stocken.

Gegen Ende gibt es einen wirklich überraschenden Twist, der alle meine bisherigen Überlegungen über den Haufen geworfen hat. Mehr dazu kann ich nicht ausführen, ohne zu spoilern.

Das Cover ist auffallend gestaltet, optisch und auch haptisch gelungen. Der Schreibstil ist sehr angenehm, flüssig zu lesen, bildhaft und lebendig.

Ich vergebe wegen des starken Twists, des durchaus vorhandenen Kopfkinos und des guten Schreibstils wohlwollende 3 Sterne. Für mich war das Buch allerdings nichts.

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