Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lesehörnchen99:
Eheprobleme oder Glücksroman ?
Sylt auf unserer Haut von Claudia Thesenfitz
Maya und Robert machen seit über zwanzig Jahren Urlaub auf Sylt. Maya ist gelangweilt, sie steckt in eine Ehe fest, in der sie mehr nebeneinander als miteinander leben.
Auf Sylt sind ein Kollege ihres Mannes mit Frau ihre Nachbarn und sie verbringen viel Zeit zusammen.
Als es zwischen Maya und Bernd, dem Kollegen von Robert, anfängt zu knistern muss sich Maya entscheiden.
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Also das Cover ist ein Hingucker, es macht Lust auf Urlaub, auf die Insel, aufs Meer. Die Geschichte liest sich sehr angenehm, ist aber wohl eher für das "reifere" Alter, ich mag es lieber, wenn die Protagonisten noch jünger sind. Aber trotzdem sind sie angenehm, auch wenn sich Maya mit ihrem exzessiven Weingenuss ein wenig unsympathisch gemacht hat. Davon halte ich nämlich gar nichts.
Ansonsten kam die Insel natürlich ganz gut weg, die Geschichte ist sehr leicht zu lesen. Angenehme Unterhaltung, auch wenn mit das Glücksgefühl ein wenig fehlte.
Rezensionen von yellowdog:
Hunde-Episoden
Meine Jahre mit den Hunden von Susanna Maria Rossmann
Der Untertitel „Aus dem Leben einer Hundesitterin“ verrät schon, dass das Buch aus eigenen Erfahru.ngen schöpft. Es sind einige kurze Episoden, in der die Autorin Susanna Maria Rossmann immer wieder verschiedene Hunde in Pflege nimmt. Zum Teil dann, wenn die Besitzer in Urlaub fliegen und den Hund nicht mitnehmen können, manchmal auch aus anderen Gründen.
Die einzelnen Geschichten zeigen verschiedene Erlebnisse dar, denn kein Hund ist wie der andere.
Da gibt es den furchtlosen Rottweiler oder einen schon alten, kranken Hund.
Es gibt kleine und große, einmal auch eine gestörte Hündin, aber überwiegend sympathische Hunde.
Auf eine relevante Rahmenhandlung wird verzichtet, so sind die Hunde immer im Mittelpunkt. Es gibt detaillierte Berichte über die Umstände und Eigenheiten der Hunde.
Potentielle Leser dieses Buches sollten also auch wirklich an Hunden interessiert sein.
Rezensionen von TheUjulala:
BUCH VERSCHLINGT LESER - Berührend, mitreißend und spannend wie ein Thriller
Der Junge, der das Universum verschlang von Trent Dalton
Dieses Buch zog schon mit seinem Cover im Adventskalender von Netgalley meine Aufmerksamkeit voll auf sich. Da ich in letzter Zeit nur fast ausschließlich Romance oder Romantasy lese, wollte ich gerne mal wieder das Genre wechseln. Der australische Journalist Trent Dalton debütiert mit diesem Roman sehr erfolgreich und es wurde schon in mehrere Sprachen übersetzt.
Mein Dank geht an den HarperCollins Deutschland Verlag und an Netgalley für das Rezensionsexemplar. Gelesen habe ich das Buch bereits im Dezember.
Coverbild
Das Cover ist schrill und bunt, geprägt durch knalliges Magenta bis hin zu Rot- und Blautönen. In der Mitte sitzt ein farbenprächtiger Türkisstaffelschwanz auf einem weißen Punkt, in dem das Zitat “Dein Ende ist ein Blauer Zaunkönig” steht. Jetzt weiß ich nicht, ob ein Türkisstaffelschwanz auch hierzulande Blauer Zaunkönig genannt wird, oder die Übersetzung nicht richtig ist, oder lediglich ein falscher Vogel abgebildet wurde. Der Türkisstaffelschwanz ist ein nur in Australien, vor allem in Queensland - wo sich diese Geschichte abspielt - beheimateter Vogel. In großen serifenlosen Lettern steht der Titel des Buches “Der Junge, der das Universum verschlang”. Leider wurde hier der Originaltitel “Boy Swallows Universe” nicht richtig übernommen. Denn gerade die Tatsache, dass der (Original) Titel nur aus drei Wörtern besteht, ist ein elementarer Bestandteil der ganzen Geschichte und ein sich durch den ganzen Roman ziehendes und wiederkehrendes und vor allem wichtiges Element.
Handlung
Eli Bell lebt mit seinem stummen Bruder August und seiner Mutter Francis bei Lyle, dem neuen Mann der Mutter und Elis Vaterersatz in Darra, einem Vorort von Brisbane in Queensland. In einer sozial schwachen Gegend, in der sich die Eltern mit Drogengeschäften über Wasser halten. Doch sein großes Vorbild und Vaterersatz ist der alternde “Slim”, Arthur Halliday, ein Exknacki, der wegen seinen mehrfachen Ausbruchversuchen zu einem zweifelhaften Ruhm gelangte. Elis großer Traum ist Journalist zu werden, weil er sich viele Details merken kann, auf viele Einzelheiten achtet. Mit dieser Fähigkeit drängt er sich bei den Geschäften seines Stiefvaters mit auf, was der Familie aber zum Verhängnis wird. Seine Mutter landet im Knast und Lyle ist verschwunden. Sein Bruder August und er gehen zurück zum leiblichen Vater, den von Panikattacken und Alkohol verlotterte Robert Bell. Eli kämpft sich weiter und will seinen Traum, Journalist zu werden, nicht aufgeben, vor allem nachdem er die Kriminalreporterin Caitlyn Spies kennen gelernt hat. Aber seine Vergangenheit holt ihn ein und alte Rechnungen wollen beglichen werden.
Buchlayout / eBook
Die Aufmachung des eBooks ist eher schlicht. Die 512 Seiten werden in 23 Kapitel aufgeteilt, die jeweils in mehrere Abschnitte durch ein Sternchen getrennt werden. Die Kapitel werden konsequent nur mit drei Wortsätzen in Versalien betitelt, bei dem der Satz immer mit “JUNGE” beginnt.
Idee / Plot
Trotz Gewalt, Dreck und Drogen lieben Kinder unvoreingenommen ihre Eltern, ihre Vorbilder, ihre Bezugspersonen. Auch wenn ihnen traumatische Erlebnisse zugeführt wurden, die sie unterbewusst in Ersatzbilder überführen müssen, um die seelischen Verletzungen ertragbar zu machen, um den Blick auf das Gute nicht zu verlieren. Der Glaube, dass das Verhalten der Peiniger aus Liebe zu ihnen geschieht ist die treibende Kraft, und wird von den Erwachsenen auch bewusst als Druckmittel eingesetzt.
Emotionen / Protagonisten
Der 11-jährige Eli ist mit seinem ein Jahr älteren Bruder August sehr eng verbunden. Beide wachsen in einer abgewrackten Umgebung mit einer ambivalenten Beziehung zum gewalttätigen Stiefvater auf. Aber in Elis kindlichen Unvoreingenommenheit und Naivität schaut er zu seinen Vorbildern auf, sucht in jedem Menschen das Gute und empfindet trotz alledem Liebe für seine Eltern. Mit seiner überbordenden Fantasie überlebt er den unterschwelligen Psychoterror nicht nur seines Ziehvaters sondern verdrängt damit auch seine traumatischen Erlebnisse aus seiner Kindheit. Genauso wie sein Bruder Gus, der beschlossen hat nicht mehr zu reden. Dieser nutzt autistische Verhaltensweisen, um sich von seinen traumatischen Erlebnissen abzuschotten.
Die Suche nach dem Guten in den Menschen, und der Überzeugung, dass auch schlechte Menschen Gutes in sich tragen, bzw. die Frage, wann der Punkt erreicht ist, bei dem ein guter Mensch böses tut, treibt den Jungen an weiter zu machen, selber Gutes zu tun.
Mich hat Elis Verwundbarkeit aber auch Stärke sehr beeindruckt. Seine anfängliche Situation tut einem als Eltern weh, die Gewalt, ob körperlich aber vor allem auch psychisch, die er erleiden musste, haben mich sehr bedrückt. Er erkennt, dass seine Fantasie sein Schutzschild ist und er trotzdem unbeirrt seinen Weg geht. Er beginnt sich abzunabeln, ohne abzustumpfen und verzweifelt nicht an seiner Situation, sondern schöpft immer neue Kraft daraus.
Handlungsaufbau / Spannungsbogen
Am Anfang hatte ich Probleme in die Geschichte zu kommen. Das lag an den verworrenen Gedanken und Ausschnitten, die zunächst sehr zusammenhanglos erscheinen. Aber relativ bald kommt man in das Geschehen rein und beginnt den Faden aufzunehmen. Man durchlebt mit Eli seine Höhen und Tiefen. Die Geschichte nimmt immer mehr Fahrt auf, sei es emotional aber auch spannungstechnisch. Durch geschickte Rückblenden über das gesamte Buch hinweg puzzeln sich die einzelnen Handlungsstränge zusammen. Am Ende wird es sehr packend und gipfelt in einem Thriller ähnlichen Showdown.
Szenerie / Setting
Australien in den 80ern. Ich bin wahrscheinlich im ähnlichen Alter wie der Autor, und habe die Zeit gut vor Augen. Keine moderne Technik, das einzige Unterhaltungsmittel waren damals nur 3 Fernsehprogramme. Trostlosigkeit wird in Alkohol ertränkt. Ein perfektes Setting für diese Geschichte.
Sprache / Schreibstil
Trent Dalton benutzt einen sehr facettenreichen Stil. Streckenweise reihen sich elendig lange Schachtelsätze aneinander, die aber die verstrickten Gedankengänge des Jungen widerspiegeln. Daneben denkt Eli dann auch in Sätzen mit wenigen Worten, bis hin zu nur noch 3 Worten, bei denen er oft den Gedanken wiederholt, um ihn sich selber zu verdeutlichen. Es ist auch das wiederkehrende Element der Reduktion auf das Wesentliche, die Zusammenfassung eines Inhalts auf nur 3 Worte.
Die gesamte Geschichte erleben wir aus Elis Perspektive als Erzähler. Der Haupthandlungsstrang wird im Präsens dargestellt, die Rückblenden im Präteritum.
FAZIT
Ein in sich absolut gelungener, emotionaler aber auch spannender Roman, der einen berührt und mitreißt. Anfänglich hatte ich etwas Schwierigkeiten den Hauptfaden aufzunehmen, war aber dann von der gesamten Entwicklung ziemlich gefesselt.
Rezensionen von Streiflicht:
Bunt und berührend
Odo und der Beginn einer großen Reise: von Dayan Kodua
Als ich das erste Mal von diesem Buch gehört habe, habe ich mich sofort ein bisschen verliebt. Ich bin wahrlich kein Coverkäufer, aber in diesem Fall war ich sofort begeistert. Das Cover ist kindgerecht, farbenfroh und ansprechend. Und auch die Kurzbeschreibung der Geschichte hat mich sofort angesprochen.
Besonders mochte ich auch das Vorwort der Autorin Kirsten Boie, das mich sehr berührt hat. Es passt perfekt und ist so wahr. Ich finde es unglaublich wichtig, dass unsere Kinder schon ganz früh erfahren, dass jeder Mensch anders ist und vielleicht auch anders aussieht und das genau das das Schöne ist, das unsere Welt so bunt, vielfältig, lebens- und liebenswert macht.
Odo lebt mit ihrer Mama in Ghana und liebt das Leben in ihrem kleinen, wunderbaren Dorf. Man lernt sie und ihre Spielkameraden kennen. Dann erfährt sie, dass sie mit ihrer Mama zum Papa nach Deutschland auswandern soll. Das macht sie traurig… Wie Odo ihre Angst in den Griff bekommt, wie sie Abschied nimmt und endlich ihren Papa wieder trifft, das erleben alle großen und kleinen Leser live mit.
Ich mochte nicht nur die erzählte Geschichte, sondern auch die wunderbaren Illustrationen, die jede Seite so bunt machen und zum Entdecken und Erzählen einladen. Sie machen das Buch so herrlich rund und schön.
Auch das Nachwort und die vielen Infos hinten im Buch haben mir gut gefallen. Ich fand es spannend, dass in Ghana viele Kinder nach den Wochentagen benannt werden. Wusste ich gar nicht. Sollte ich demnächst mal eine Puppe verschenken wollen, werde ich eine Odo-Puppe kaufen! Die sind super!
Rezensionen von Streiflicht:
Gruselig und spannend
Die Nacht der Acht von Philip Le Roy
Dieses Buch hat mich von der Beschreibung her sehr neugierig gemacht und ich war sehr gespannt darauf, es zu lesen. Horror ist eigentlich nicht so mein Bereich, aber da es ein Jugendbuch ist, wollte ich es gerne versuchen. Zum Glück ist das Buch eher ein Krimi oder Thriller und hat mich gut unterhalten.
Ich fand es wirklich spannend zu lesen, was mit den Jugendlichen passiert und wie sich das Haus nach und nach auf gruselige Weise leert.
Einige haben ja kritisiert, dass das Buch nicht so realistisch ist und das mag auch stimmen, meinem Lesespaß hat das aber keinen Abbruch getan. Für mich müssen Bücher und vor allem Romane nicht immer bis ins Letzte realistisch sein. Auch wenn natürlich der Vorwurf bleibt, dass Jugendliche, die dieses Buch lesen, hier vielleicht das eine oder andere mitnehmen, das nicht so gut ist. Gerade am Ende… aber gut, mehr kann ich dazu nicht sagen, sonst muss ich spoilern.
Ich fand die Geschichte schlüssig und auch sehr spannend, an der einen oder anderen Stelle wäre es vielleicht gut, darüber zu reden, wenn Jugendliche dieses Buch lesen. Auch weil es um Themen wie Extremismus und Selbstmord geht.
Das Ende hat mich überrascht, aber ich fand, es passt zum Buch. Muss man nicht gelesen haben, sorgt aber für kurzweilige und unterhaltsame Lesestunden.
Rezensionen von Streiflicht:
Spannend und unterhaltsam
Abi 95 von Mo Ruby
Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, weil ich einige Zeit im Westerwald gearbeitet habe und daher die Gegend gut kenne. Ich mag es inzwischen sehr, wenn ein Buch auch Lokalkolorit hat und ich die Orte, an denen das Buch spielt, kenne. Ich finde auch, dass die Geschichte und die Szenerie sehr gut dorthin passen.
Die Geschichte hat mir gut gefallen und mich gut und spannend unterhalten. Erzählt wird immer wieder in der Gegenwart und in der Vergangenheit und erst nach und nach lüften sich die ersten Geheimnisse. Wie die Hauptfigur versucht auch der Leser, die losen Enden zusammen zu führen und zu verstehen, was damals passiert ist. Was dazu geführt hat, dass die Abiturientin umgebracht wurde und warum jetzt das Morden erneut losgeht. Ich war wirklich neugierig, wie alles zusammenhängt und wurde immer wieder überrascht. Das mag ich sehr. Auch am Ende stand nochmal eine Überraschung an: gelungen und zugleich passte das, was man erfahren hat, einfach perfekt ins Bild.
Ein rundum gelungenes und spannendes Buch. Gerne würde ich mehr von dieser Autorin lesen!
Rezensionen von Streiflicht:
Viel mehr als eine Biographie
Astrid Lindgren. Helle Nächte, dunkler Wald ... von Maria Regina Kaiser
Auf dieses Buch habe ich mich sehr gefreut, weil Astrid Lindgren wohl die Schriftstellerin ist, die ich schon am längsten lese. Ihre Bücher habe ich schon als Grundschulkind verschlungen und voller Begeisterung wieder und wieder gelesen. Ihre Helden haben mich durch die Kindheit begleitet und ich muss heute noch lächeln, wenn ich an Pippi, Annika, Michel und die vielen anderen denke.
Damals habe ich mir natürlich keine Gedanken gemacht über die Frau, die hinter all den wunderbaren Geschichten steckt. Als sie starb, war es für mich schlimm – eine Heldin meiner Kindheit weg. Gleichzeitig war es aber auch der Auftakt dazu, dass ich mich für den Menschen hinter den Büchern interessiert habe. Ich habe einiges über sie gelesen, aber auf diese Biographie war ich besonders gespannt. Ich kannte bereits andere Bücher dieser Autorin, die ich begeistert und voller Interesse gelesen habe. Sowohl die Kinderbücher als auch die Biographie über Selma Lagerlöff haben mir sehr gefallen und ich war neugierig, was Regina Kaiser über Astrid Lindgren zu erzählen hat.
Das Buch hat mich von der ersten Seite an mitgenommen. Ich mochte es so sehr, mehr über die Kindheit der Schriftstellerin zu erfahren, über ihr Elternhaus und ihre Herkunft. Auch ihre Entwicklung als Jugendliche und junge Frau hat mich zutiefst beeindruckt. Gerade der zweite Teil zeigt, wie schwierig die Zeiten damals für ledige Mütter waren und wie sehr sie kämpfen mussten. Und dabei hat Astrid noch Glück, weil ihre Eltern und auch der Vater des Kindes so unterstützen. Dennoch muss sie viele Entbehrungen und vor allem die Trennung von ihrem geliebten Sohn auf sich nehmen. Sie ist so verzweifelt, dass sie mehrfach überlegt, ob ihr Tod nicht die beste Lösung wäre. Das fand ich schon erschreckend, auch wenn ich ihre Sicht in dieser aussichtslos scheinenden Lage durchaus nachvollziehen kann. Und dann kommt Sture Lindgren, der Mann dessen Namen sie weltberühmt gemacht hat...
Ich fand es sehr Interessant, dass Astrid das Schreiben so sehr liebt, aber dennoch so lange nicht richtig damit angefangen hat. Sehr spannend, wie es dann dazu kam, dass sie doch noch damit anfing und sich in die Herzen ihrer Leser schrieb.
Ich glaube, man merkt, dass mich dieses Buch begeistert hat. Die ungewöhnliche Lebensgeschichte wird so toll erzählt, dass man richtig nah dran ist. Dadurch fühlt man mit, ist direkt dabei. Wie gut und geschickt Regina Kaiser erzählen kann, zeigt sich auch hier wieder ganz deutlich. Gepaart mit perfekt recherchierten Fakten und erzählerischen Details, die das Lesen so schön machen, ist hier wieder ein wunderbares Buch entstanden, das viel mehr als nur eine Biographie ist. Danke, dass ich Astrid Lindgren auf diese Weise so nahe kennen lernen durfte!
Rezensionen von Josef Lüthold:
Bewertung wichtiger Privat- und Neuoffenbarungen
Astrid Lindgren. Helle Nächte, dunkler Wald ... von Maria Regina Kaiser
Der katholische Theologe Dr. Robert Ernst (1909 - 1997) war ein profunder Kenner der christlichen Privat- und Neuoffenbarungen. Er hat sich besonders auch mit dem Werk von Jakob Lorber befasst. Diesem Lorber-Werk attestierte er einen aussergewöhnlichen spirituellen Wert, wobei er zugleich berechtigte Kritik an dieser Neuoffenbarung anbrachte.
Rezensionen von Streiflicht:
Wahnsinnsbuch!
Die Farbe des Vergessens von Ina Resch
Alleine der erste Blick auf die Kurzbeschreibung dieses Spannungsromans hat gereicht und ich wusste, dass ich dieses Buch unbedingt lesen möchte. Es wird beschrieben als „Düster, rasant und zutiefst bewegend. Eine Geschichte, die lange nachhallt“ und genau das trifft es perfekt.
Gleich auf den ersten Seiten geht es ans Eingemachte, zarte Gemüter werden hier eher nicht froh.
Ich fand es total faszinierend, die Hauptfigur Juli bei ihrer Arbeit zu erleben und was dann kommt, ist einfach schrecklich – für sie. Gleichzeitig wird der Leser so sofort ins Geschehen gezogen. Man kann nicht entkommen, ist ganz nah dran und leidet mit Juli. Sie ist mit allen ihren Ecken und Kanten und ihren Fehlern sicherlich kein einfacher Mensch, aber ich mochte sie sofort. Sie ist wie ein zerzaustes Vögelchen, das gerade noch so einer Katze entkommen ist – man muss es einfach gernhaben und ihm helfen. Das ist es vermutlich auch, was ihren Jugendfreund so anspricht, dass er ihr immer wieder hilft und helfen will – auch wenn es für ihn weitreichende Konsequenzen haben kann.
Ich fand es total spannend, einen Einblick in das Leben eines Drogensüchtigen zu bekommen – einerseits in die Abläufe, aber noch viel mehr in das Innenleben. Was so jemand dann denkt, fühlt und tut. Absolut spannend und meiner Meinung nach sehr realitätsnah.
Auch die Geschichte mit der verschwundenen Tochter fand ich superspannend und zutiefst berührend. Die dunklen Schatten der Vergangenheit, die Juli verfolgen und nicht mehr loslassen, lassen auch den Leser nicht kalt. Ihr Kampf auf der Suche nach der Wahrheit hat mich wirklich gefesselt. Auch wenn mich das „halbe Happy End“ zum Schluss sehr versöhnt hat, ist es ein Buch, das lange nachhallt. Was für ein tolles Wahnsinnsbuch!
Rezensionen von Streiflicht:
Hat mich nicht gepackt
Marlene Torvett und das falsche Geld von Jana Jürß
Auf dieses Buch war ich sehr neugierig, weil mich einerseits die Kurzbeschreibung angesprochen hat und andererseits fand ich die Gegend, in der das Buch spielt, sehr interessant. Leider hat mich die Geschichte dann aber nicht so richtig gepackt.
Marlene Torvett selbst fand ich sehr interessant und eine gelungene Figur, auch wenn so einiges irgendwie im Nebel blieb.
Ich konnte sie nicht so recht greifen, aber vielleicht macht genau das auch einen Teil der Faszination aus. Die anderen Figuren waren mir nicht so sympathisch, daher bin ich auch mit dem Buch nicht so recht warm geworden. Der Ermittler und seine Freunde waren nicht so richtig mein Fall, auch wenn die Jagd nach den Blüten spannend war.
Gut gefallen hat mir, dass das Geschehen aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird und man so auch als Leser immer wieder neue Sichtweisen einnehmen kann. Gerade auch die Abschnitte, in denen es um die Kinder ging, haben mich sehr berührt.
Insgesamt ein solider Krimi, der für mich eine gute Urlaubslektüre war.










