Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Marie aus E.:
Liest sich leicht, hat mich aber nicht berührt
Die Geschichte von Kat und Easy von Susann Pásztor
Nach zwei Coming-of-Age Büchern aus Sicht männlicher Jugendlicher in diesem Jahr nun auch eines aus der weiblichen Perspektive.
Hier allerdings mit Wirkung bis in die Gegenwart, weswegen die Geschichte von Kat und Easy immer im Wechsel 1973 und jetzt erzählt wird.
Das Teenie-Leben in einer Kleinstadt mit der altersüblichen Reduzierung auf Musik, Hesse, Liebe & Sex, Heimlichkeiten und Drogenerfahrung fand ich sehr überzeugend geschildert.
Allerdings ist es für Außenstehende nicht so sonderlich spannend, da alles nunmal nur darum kreist und das hatte man ja mehr oder minder ausgeprägt „damals“ selbst und seitenlanges Lesen über hier sehr ausgeprägte Drogenexperimente fand ich doch ganz schön langweilig und mit viel zu vielen Wiederholungen behaftet.
In der Gegenwart steht dann weiterhin der Konflikt von früher zwischen den Beiden. Statt sich gemeinsam an einen Tisch zu setzen, arbeiten sie es über Kats Blog auf.
Das fand ich nicht schlecht und es hat zu den beiden gepasst.
Aber auch hier gilt: so wirklich interessant fand ich es nicht. Zuviel Unwichtiges, wie für die Handlung völlig bedeutungslose Feste in Griechenland haben es für mich schleppend gemacht.
Vermutlich sollte man bei dem Buch tatsächlich auch aus der Generation sein. Autonome Jugendzentren gab es zwar in meiner Jugend auch noch, aber weder zu der Musik noch zu den Drogenexperimenten konnte ich einen Bezug herstellen, das machte es nicht einfacher.
Fazit: Guter Schreibstil, aber einfach nicht mein Thema bzw. meine Generation.
Rezensionen von OWI:
Die geschichte der Emigration aus Galizien
Kaiser von Amerika von Martin Pollack
Die Massenemigration aus dem ärmsten Kronland der Monarchie, Galizien, ist Thema dieses Buches und wird detailreich nachgezeichnet. Ein - zumindest für mich - kaum bekanntes Kapitel europäischer Geschichte. War gut, auch darüber mal etwas zu lesen.
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Die Geschichte der Emigration aus Galizien
Kaiser von Amerika Die große Flucht aus Galizien. Kartoniert. von Pollack Martin
Die Massenemigration aus dem ärmsten Kronland der Monarchie, Galizien, ist Thema dieses Buches und wird detailreich nachgezeichnet. Ein - zumindest für mich - kaum bekanntes Kapitel europäischer Geschichte. War gut, auch darüber mal etwas zu lesen.
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Vermisste Kinder
Nacht ohne Sterne von McLain Paula
Nacht ohne Sterne von der amerikanischen Schriftstellerin Paula McLain ist ein bedrückender Thriller.
Der Roman ist 1993 in Mendocino angelegt.
Die Ermittlerin Anna Hart, eine Ermittlerin mit Schwerpunkt , verschwunden Kinder, kehrt nach einer privaten Krise, in den Ort ihrer Kindheit zurück.
Da sind in letzter Zeit junge Mädchen verschwunden.
Zuletzt die 13jährige Cameron die Adoptivtochter einer Schauspielerin. Anna untersucht die Hintergründe des Mädchens. Zwischendurch denkt sie an ihre eigene Kindheit, mit ähnlichem Hintergrund zurück.
Die Autorin beschreibt die Emotionen mit wahren Geschehnissen. Der Leser wird in diese Geschehnisse hinein gezogen. Es ist kein einfacher Thriller.
Aber es lohnt sich, dieses Buch bis zum Ende zu Lesen. Die Erklärungen der Autorin ist besonders wichtig.
Rezensionen von brauneye29:
Sehr düster
Nacht ohne Sterne von Paula McLain
Zum Inhalt:
Anna ist Expertin verschwundene Kinder zu finden und arbeitet als Ermittlerin in San Francisco. Nach dem Scheitern ihrer Ehe flieht sie nach Mendocino, dem Ort ihrer Jugend. Doch schneller als gedacht, holt der Job sie wieder ein obwohl sie eigentlich nicht damit zu tun haben will, doch eine alter Freund bittet sie um Hilfe.
Meine Meinung:
Ich habe das Hörbuch als ungeheuer düster empfunden. Klar, bei dem Thema kann man nicht einen lockeren Krimi erwarten. Aber gerade die Stimme der Sprecherin war neben der düsteren Erzählung sehr düster und trug die Geschichte irgendwie sehr zäh vor. Ich glaube, eine etwas lebhaftere Art der Erzählung hätte dem Hörbuch richtig gut gefallen. Die Stimme war fast ein bisschen einschläfernd. Hier zeigt sich mal wieder, wie sehr ein Sprecher eine Geschichte heben kann oder eben auch nicht.. Hier war das nicht so gut gelungen.
Fazit:
Sehr düster
Rezensionen von Miro:
Ein Monolog
Die Beichte einer Nacht von Marianne Philips
Heleen befindet sich in der Hölle. Oder genauer: in einer Nervenheilanstalt in den 30er Jahren. Das bedeutet, sie liegt in einem Schlafsaal im Bett, die Fenster sind vergittert, Ausgang wird nicht gestattet. Die Frau neben ihr spricht die ganze Zeit unzusammenhängende Sätze. Sie selbst spricht seit Wochen nicht.
Doch eines Nachts beschließt sie ihr Schweigen zu brechen, setzt sich zur Nachtschwester an den Tisch und beginnt zu erzählen.
Diesen Monolog dürfen wir hier lesen, denn die Nachtschwester antwortet ihr nicht. Sie gibt nicht einmal zu erkennen, ob sie zuhört, doch Heleen lässt sich nicht aus dem Konzept bringe.
So erfahren wir, wie früh sie ihre Kindheit aufgeben musste, weil ihre Mutter mit zehn Kindern schlichtweg überfordert war. Da musste die Älteste schon mal einige Aufgaben übernehmen. Als der Vater einen Arbeitsunfall hat, wird Heleen mit ihren 13 Jahren in Stellung geschickt. Schnell erkennt sie, dass sich ihr Leben niemals ändern wird, wenn sie es nicht selbst in die Hand nimmt.
Sie zieht hinaus in die Welt und bringt es weit. Das Glück ist auf ihrer Seite, denn sie findet Hilfe, wenn sie Hilfe braucht. Sie hat Talent, ihre Schönheit kommt ihr zugute und sie ist sich ihres Wertes bewusst.
Aber sie ist auch einsam und in der Liebe hat sie weniger Glück. Nach einer gescheiterten Ehe findet sie doch die Liebe, doch diese zweite Ehe bleibt kinderlos. Die Familie wird von Heleens jüngster Schwester komplettiert, doch Heleen verkraftet es kaum zu sehen, wie sie altert, während ihre Schwester aufblüht.
Langsam aber sicher gleitet sie in eine Depression, die ihre Familie komplett zerstört und sie schließlich ins Irrenhaus bringt.
Dieser Roman von Marianne Philipps trägt teilweise autobiografische Züge und hat damals für schwere Kritik gesorgt. Depression gab es wohl noch nicht und so fehlte wahrscheinlich das Verständnis für die Nöte der Protagonistin.
Auch der narrative Stil ist etwas gewöhnungsbedürftig. Anfangs ist die Sprache sehr einfach gehalten. Mit dem Fortschreiten der Geschichte wird sie komplexer. So spiegelt die Sprache die Entwicklung der Protagonistin wieder, die kaum Schulbildung erhalten hat, sich aber Zeit ihres Lebens weiterbildete.
Die Lebensgeschichte von Heleen ist berührend und interessant. Ich bin ihr gerne gefolgt, durch ihre erfolgreichen Jahre. Aber ihren Weg in die Dunkelheit konnte ich nicht ganz nachvollziehen. Sie war eine kämpferische, junge Frau und plötzlich scheint sie komplett in ihrer Ehe gefangen zu sein. Hätte sie es geschafft, ihre Zeit und Energie anderweitig zu kanalisieren, wäre es wahrscheinlich nicht so weit gekommen. Aber es war wohl undenkbar, dass eine verheiratete Frau ihr Geld selbst verdient.
Das Buch zeigt auf jeden Fall eine interessante Persönlichkeit, deren Eskalation sicher vermeidbar gewesen wäre. Das Drama in der Geschichte zieht sich zwar wie ein roter Faden durch die Erzählung und soll Spannung aufbauen. Ich fand allerdings die Lebensgeschichte interessanter als die Tragödie, die alles beschließt. Daher vergebe ich vier Sterne für einen Roman, der es verdient ein echter Klassiker zu werden.
Rezensionen von Claudia R:
gelungener Auftakt ...
Das Biest in Dir von Felix Hänisch
Klappentext:
Seit jeher ist Epsor die Heimat von Menschen, Elfen, Zwergen und Orks, doch obwohl der Große Krieg seit Langem vorüber ist, verläuft deren Zusammenleben keinesfalls harmonisch. Als dann auch noch das dunkelste aller Völker neu zu erstarken beginnt, öffnet sich für den alten Krieger Skal und seine Schüler Darius und Therry ein Strudel aus Hass, Gewalt und Verrat, dessen Ende sich nicht absehen lässt.
Obwohl die beiden Jugendlichen noch am Anfang ihrer Ausbildung stehen, wird schon bald klar, dass nur sie die Macht in sich tragen, die von Nöten ist, um sich einem Feind entgegenzustellen, der die Welt nach langer Zeit erneut mit Schrecken zu überziehen droht und dessen Macht selbst die Götter fürchten.
Cover:
Das Cover verspricht Glanz, Ruhm und Ehre. Es zeigt eine glänzende Waffe, welche etwas mystisches und magisches ausstrahlt und so den Blick auf sich zieht. Das Cover finde ich wunderschön und sehr gelungen und zieht mich als Fantasy Fan sofort in seinen Bann.
Meinung:
Eine fantastische Welt, voller Abenteuer und Spannung, wartet hier auf den Leser. Man tauch in die Welt ein an der Seite von Darius und Therry und erlebt mit ihnen nicht nur den Weg ihrer Ausbildung, sondern auch all die Gefahren und Abenteuer, die in einer Welt voller Magie, Elfen, Orks herrschen. Auch Kriege, Gewalt und Verrat beherrschen hier das Treiben. Für Spannung ist gesorgt und man wird in eine fantastische Fantasy Welt entführt.
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig und lässt sich locker und leicht lesen.
Gut hat mir auch die Karte zu Beginn des Buches gefallen und auch das Personen Verzeichnis ist hier sehr hilfreich um den Überblick zu behalten. Zu Beginn fiel es mir nicht ganz leicht, die Personen auseinander zu halten, aber wenn man erst einmal drin ist, kommt man damit sehr gut zurecht.
Auch die Kapitel haben eine angesehene Länge und sind sehr gut gegliedert. Die Kapitel Überschriften sind passend, ohne zu viel zu verraten. Das Buch wird aus der erzählenden Perspektive in der dritten Person geschrieben. Die Ereignisse sind gut nachvollziehbar und werden bildlich und detailliert erzählt, so das man den Geschehnissen gut folgen kann.
An einigen Stellen zieht es sich ein wenig, da teils nicht allzu viel passiert, dafür nimmt es an anderer Stelle wieder umso mehr Fahrt auf und die Geschichte an sich bleibt interessant und spannend. Man erlebt eine Reise voller unterschiedlicher und spannender Etappen und Stationen und lernt dadurch die Welt, deren Wälder und Täler, sowie die unterschiedlichen Völker, besser kennen.
Auch die Charaktere sind besonders und die Macht, um die es sich dreht, macht das ganze sehr mystisch und speziell. Man kommt nach und nach immer besser in die verschiedenen Charaktere hinein und auch die Ereignisse und Geschehnisse sorgen für Veränderungen und Entwicklungen, die das Ganze sehr interessant gestalten. Mir hat dies gut gefallen und mich sehr gut unterhalten.
Ein gelungener Auftakt, der neugierig auf den zweiten Band macht und ich daher schon sehr auf diesen gespannt bin. Teil eins hat mir gut gefallen, ein wenig Luft nach oben ist noch, da noch einige Dinge ungeklärt sind und ich mir mehr dazu im zweiten Band erhoffe.
Ich wurde im ersten Band gut unterhalten, konnte die Welt und deren Völker näher kennen lernen und bin auf Protagonisten und Antagonisten gestoßen, die neugierig auf mehr machen. Karte und Glossar sind stimmig gestaltet und das Cover ist ein richtiger Hingucker. Alles in allem sehr schön und gut gelungen.
Fazit:
Ein gelungener Auftakt, der neugierig auf mehr macht und in eine Fantasy-Welt voller Abenteuer entführt und man die Charaktere auf ihren Etappen dazu begleitet.
Rezensionen von Ele:
Nur die Schwester
Fräulein Mozart und der Klang der Liebe von Beate Maly
Fräulein Mozart und der Klang der Liebe, Romanbiografie von Beate Maly, erschienen bei Ullstein eBooks.
Das Leben von Maria Anna Mozart, die stets im Schatten ihres berühmten Bruders stand.
Maria Anna Walburga Ignatia Mozart, benannt Nannerl wurde am 30. Juli 1751 in Salzburg geboren, sie war die ältere Schwester des berühmten Musikers Wolfgang Amadeus Mozart.
Obwohl sie ebenso talentiert wie ihr Bruder war, stand sie immer im Schatten desselben. Ihr Vater hatte stets nur den Sohn protegiert, er wurde als Musiker und Komponist ausgebildet, Nannerl durfte ihn jedoch nur musikalisch begleiten, seine Stücke spielen und bei vielen Reisen und Auftritten überhaupt nicht in Erscheinung treten. Sogar ihr Lebensglück hat sie für ihren Bruder geopfert. Trotzdem erzählt dieses Buch über die Liebe und Verehrung, die sie ihm stets entgegengebracht hat. Niemand konnte die Noten von Wolferl so leidenschaftlich wie sie spielen, denn nur Nannerl wusste was er beim Komponieren gefühlt hat.
Das Buch besteht aus drei Teilen, die in 31 Kapitel gegliedert sind. Die einzelnen Kapitel sind in überschaubarer und angenehmer Leselänge. Der Überblick in der zeitlichen und räumlichen Abfolge ist durch die Datums- und Ortsangabe am Kapitelanfang gewährleistet. Das Buch besticht durch einen bildhaften und flüssigen Erzählstil, durch die Beschreibung von Kleidern, Frisuren und die Lebensart in damaliger Zeit, hat B. Maly ein hervorragendes Zeitkolorit geschaffen. Ganz besonders, welchen Stellenwert Frauen in der damaligen Gesellschaft hatten. Die Akteure waren ausführlich charakterisiert und beschrieben, so war es einfach, sich jede Figur genau vorzustellen. Somit kann ich der Autorin eine hervorragende Recherchearbeit bestätigen. Die Handlung ist stets nachvollziehbar und die Personen handeln authentisch. Muntere Dialoge z.T. in Mundart, besonders zwischen den Geschwistern, haben mir viel Lesefreude beschert.
Ich bin eine Bewunderin von Mozarts Werken und habe schon einiges über ihn gelesen, doch da ist das Nannerl stets nur am Rande erwähnt worden. Mich hat diese Romanbiografie überzeugt und lässt mich mit Hochachtung über Maria Anna zurück. Hat sie sich doch auf eine reichlich unkonventionelle Art, noch ein Stück des Glücks geholt. Da es sich um eine Romanbiografie handelt, weiß der Leser natürlich nicht was tatsächlich mit den historischen Tatsachen übereinstimmt. Im Nachwort bestätigt die Autorin jedoch, dass gerade die von mir angezweifelten Szenen, sich tatsächlich so zugetragen haben.
An einem einzigen Tag habe ich das Buch zu Ende gelesen, weil ich es einfach nicht aus der Hand legen konnte. Besonders gut gefallen hat mir, dass es im Prolog mit einer Geburt beginnt und im Epilog mit einer Geburt endet. Ich fühlte mich bestens unterhalten und habe noch einiges Wissenswerte dazugelernt. Sicher werde ich mich noch weiter mit dem interessanten Leben der Protagonistin beschäftigen.
Eine absolute Leseempfehlung, besonders an die Leser die gerne mehr über die Schwester Mozarts erfahren wollen. Von mir 5 Sterne.
Rezensionen von Furbaby_Mom:
Spannendes Lesevergnügen vor kanadischer Naturkulisse
Die Schattenwölfin der Rocky Mountains von Natascha Birovljev
Bei "Die Schattenwölfin der Rocky Mountains" handelt es sich um den vierten Teil der in Kanada spielenden Willow-Ranch-Reihe von Autorin Natascha Birovljev. Ich kannte die Vorgängerbände nicht, hatte aber auch als Quereinsteigerin keinerlei Verständnisschwierigkeiten, da es sich um eine in sich geschlossene Geschichte handelt.
Zudem lernt man alle relevanten Figuren und ihre aktuelle Lebenssituation direkt zu Beginn kennen und kann sich fortan gut in die Perspektive der drei Hauptprotagonisten (Rosie, Woodwind und Cody) hineinversetzen.
Woodwind Jones lebt nun seit einiger Zeit wieder im Sunchild Reservat, ohne jedoch wirklich angekommen zu sein. Seine Arbeit in der Wildtierstation macht ihm Spaß, doch es widerstrebt ihm, sich in den Reservatsalltag einzufügen, da er das Gefühl hat, nur geduldet statt willkommen zu sein. Eine alte Schuld, für die er sich nicht vergeben kann, lastet schwer auf seinen Schultern und er treibt relativ orientierungslos durchs Leben. Obendrein hat es der Fiesling Jeremy Bull, der den Posten des Chiefs anstrebt, auf ihn abgesehen. Doch der weise Schamane Chinook stärkt Woodwind den Rücken und ermuntert ihn, sich in das gerade ins Leben gerufene Sommerprogramm für indianische Jugendliche einzubringen und die kürzlich ins Reservat zurückgekehrte Ayita zu unterstützen. Die schöne Frau scheint ebenso einsam zu sein wie er, wirkt recht verschlossen und hat eine dunkle Vergangenheit, über die sie nicht sprechen möchte. Ihr kleiner Sohn Wynono hat sogar ganz mit dem Sprechen aufgehört. Erst als Woodwind ihnen die Wölfin Kachina vorstellt, die sich bei ihm in Pflege befindet, scheinen Mutter und Sohn aufzublühen.
Rosie möchte gerne Pferdetrainerin werden – aber die Kosten für solch eine Ausbildung sind enorm. Ein unerwartetes Angebot ihres Ex-Freundes Calvin scheint die Lösung all ihrer Probleme zu sein, doch kann sie ihm trauen? Immerhin hatte er sie bereits während ihrer gemeinsamen Beziehung ständig belogen. Außerdem drängt sich ein alter Bekannter in ihr Leben (- der gerade aus Australien zurückgekehrte Feuerwehrmann Doug -), der keinen Zweifel daran lässt, dass er Interesse an Rosie hat. Und dann gibt es da noch den stets verlässlichen und herzensguten Nick, der Rosies Herz schneller schlagen lässt…
Cody trauert noch immer um seinen Bruder Scott, der sich das Leben genommen hat. Die Tatsache, dass Scott in den Augen seines Dads der Goldjunge gewesen war, während Cody es seinem alten Herrn nie recht machen kann, macht die Bekämpfung der aktuellen Probleme auf der Familienfarm nicht gerade leichter. Eigentlich wollte Cody immer schon mit Pferden arbeiten, nun wird von ihm erwartet, Milchfarmer zu werden. Soll er seine eigenen Träume wirklich zum Wohle des Familienfriedens aufgeben? Und wie wird das Wiedersehen mit Emma aus Deutschland verlaufen, mit der er sich durchaus eine gemeinsame Zukunft vorstellen könnte?
Überraschend spannend und höchst dramatisch entfalten sich die Ereignisse um die drei Figuren, die allesamt sehr realistisch und glaubwürdig ausgearbeitet worden sind. Cody, Rosie und Woodwind wirken wie aus dem Leben gegriffen, haben Ecken und Kanten, machen Fehler, sind einfach menschlich. Authentisch sind auch die herausfordernden Lebensbedingungen in dieser wunderschönen Region in die Story eingebunden worden - neben Lagerfeuerromantik und Naturverbundenheit werden auch Probleme wie die Perspektivlosigkeit und kulturelle Zerrissenheit junger Indianer, ihr Kampf um die Bewahrung der Traditionen, Alkoholismus und Depressionen angesprochen.
Ich war insbesondere von der im Prolog vorgestellten Legende der Cherokee begeistert, hätte im Laufe der Handlung jedoch noch gerne mehr über Wölfe im Allgemeinen bzw. die im Buchtitel erwähnte Wölfin gelesen. Leider nahmen diese anmutigen Tiere nur eine winzige Nebenrolle ein. Der Geschichte selbst hat dies allerdings keinen Abbruch getan; diese lebt von dem lebendig beschriebenen Setting, den mitreißenden Entwicklungen in den einzelnen Handlungssträngen und unerwarteten Wendungen, mystischen Elementen sowie überzeugenden, tiefgründigen Dialogen.
Fazit: Man spürt die Verbundenheit der Autorin mit jenem Land, in das sie vor einiger Zeit ausgewandert ist. Gerne spreche ich eine klare Leseempfehlung für alle Kanada-Liebhaber und Fans von indianischer Kultur aus.
Rezensionen von Claudia R:
besonderer Schreib- und Erzählstil
Wenn die Nacht stirbt und dein Herz aufhört zu schlagen von Lisa Lamp
Klappentext:
»Sie wehrte sich tapfer, aber sie würde keine Chance haben. Niemand von uns hatte eine Chance.«
Reads Leben verändert sich für immer, in dem Moment als glühende Brandzeichen sich in ihre Haut brennen. Mit neugewonnene Fähigkeiten reist sie ins Hexeninternat, doch dort wittern Mitschüler eine Gefahr in ihr.
Einzig Hunter, der seine Seelenverwandte in ihr erkennt, sucht ihre Nähe. Alpträume reißen die Grenzen zwischen Wahrheit und Lüge ein und als plötzlich Schüler spurlos verschwinden, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.
Cover:
Das Cover zeigt eine blonde Frau und darunter die Umrisse eines schwarzen Vogels, mit ausgebreiteten Schwingen. Das Cover wirkt interessant und weckt das Interesse.
Meinung:
Der Schreibstil ist ungewöhnlich und hat mir dennoch sehr gut gefallen. Es wird hier in Briefform und in der ich-Perspektive geschrieben. So kommt man sehr gut in die Gefühle und Gedanken von Read hinein. Die Ich-Perspektive ermöglicht einen direkten Einblick und vermittelt sehr gut die Gefühle und Emotionen.
Das Werk ist eine Mischung aus geschichtlicher Hexenjagd und moderner Fantasy. Mir hat diese Mischung sehr gut gefallen und ich kam sehr schnell in die Beschreibungen und die Geschehnisse hinein.
Die Geschichte und der Erzählstil sind außergewöhnlich und dadurch auch sehr besonders. Die Charaktere sind sehr gut durchdacht und die Handlungen werden spannend und fesselnd erzählt. Man kommt schnell in die Handlungen hinein und durch den besonderen Schreibstil kommt hier auch eine gewisse Spannung auf, der man gern weiter folgt. Die Ereignisse sind mysteriös und sorgen für einen fesselnden Charaktere, der den Leser dazu anhält weiter zu lesen.
Die Kapitel haben eine angenehme Länge und auch eine sehr schöne Gliederung. Auch die Gestaltung, mit der Illustration des Vogels, ist passend gewählt und rundet das Gesamtbild sehr gut ab.
Der Schreibstil ist zu Beginn ungewöhnlich, lässt sich jedoch sehr angenehm und flüssig lesen und man kommt sehr gut und locker voran.
Auch die Entwicklung der Charaktere hat mir sehr gut gefallen. Die Charaktere wirken authentisch und sind gut durchdacht. man fühlt sich in ihre Handlungen und auch die Emotionen hinein und kann diese sehr gut nachempfinden.
Ein gelungener Auftakt, der neugierig auf die weiteren Bände dieser Reihe macht. Mir hat dieser erste Band sehr gut gefallen und mich neugierig auf mehr gemacht.
Fazit:
Eine Mischung aus geschichtlicher Hexenjagd und moderner Fantasy, wurde hier authentisch und gut umgesetzt. Das Gesamtbild ist hier sehr stimmig.











