Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Petra:
Der Pakt mit dem Teufel
Der Tod und das dunkle Meer von Stuart Turton
Ein Schiff der Ostindienkompanie ist auf dem Heimweg nach Amsterdam. An Bord der Saardam ist unter anderem der Generalgouverneur mit seine Familie und Samuel Pipps ein berühmter Detektiv mit seinem Freund und Gehilfen. Von Anfang an steht die Reise unter einem unglücklichen Stern. Vor Abfahrt gibt es den ersten Toten.
Aberglaube, Angst, Machtgier und Verzweiflung sind mit an Bord.
Der Autor hat eine überragende Mischung aus historischen Roman, Krimi, Fantasy und zarten Liebesroman geschrieben. Es ist das Jahr 1634, ein wertvolles Instrument wird gestohlen und wiederbeschafft, alle glauben es habe etwas mit dem Teufel zu tun. Sara die Frau des Gouverneurs und Arent der Freund des Detektivs sind sich in ihrer Ehrlichkeit und Menschlichkeit sehr ähnlich und kommen sich näher.
Die Machtgier und die Gier nach Geld und Gut ist besonders ausgeprägt, vor allem auch die Grausamkeit spielt eine Rolle. Es sind nicht die Taten sondern mehr die Gedanken der einzelnen Figuren die ich als perfide und grausam bezeichnen möchte. Trotzdem habe ich bis auf die eine Figur für alle Verständnis empfunden und konnte ihre Handlungen mit schweren Herzen auch gut heißen. Aus anderen Büchern weiß ich, dass es für eine Frau in der Zeit nicht gut sondern es kann lebensgefährlich sein wenn sie klug ist.
Es ist ungeheuer spannend wie sich die Geschichte entwickelt, ist wirklich der Teufel im Spiel oder sind es Menschen mit teuflischen Gedanken.
Ich fand die immer wieder überraschenden Wendungen sehr gut, weil es wurde immer wieder die passende Erklärung dazu geliefert.
Die Frage nach Gerechtigkeit, in der Zeit ein ungekanntes Wort, wurde trotzdem groß geschrieben.
Die letzten Seiten haben ein kleines bisschen die Hoffnung vermittelt es könnte ein weiteres Buch mit den Hauptfiguren geben. Das würde mich sehr freuen.
Rezensionen von Wetterfrosch:
Sarahs Aufstieg zu einer Expertin der Londoner Auktionsszene
Das Auktionshaus von Amelia Martin
Im Jahre 1910 lernt Sarah im Atelier, in dem ihre Mutter als Näherin arbeitet, Lady Sudbury kennen. Lady Sudbury ist eine vornehme Dame aus Londons bester Gesellschaft und sie findet Gefallen an Sarah. Sie stellt Sarah als Gesellschafterin ein und bietet ihr ein attraktives Gehalt. Für Sarah, die aus ärmlichen Verhältnissen stammt, ist es die Chance ihres Lebens.
Lady Sudbury nimmt sie mit auf Reisen und unterrichtet sie in Allgemeinbildung und Französisch. Sarah lernt schnell, ist intelligent und fleißig. Sie erhält eine neue Arbeitsstelle als Sekretärin im Auktionshaus Varnham’s . Die Wirren des ersten Weltkrieges helfen ihr, die Karriereleiter nach oben zu klettern. Sie ist eine selbstbewusste und sehr erfolgreiche junge Frau geworden und eine interessante Liebesbeziehung bahnt sich an.
Der historische Roman „Das Auktionshaus – Der Glanz Londons“ wurde von der Autorin unter dem Pseudonym Amelia Martin in fabelhaftem und sehr flüssigem Schreibstil geschrieben. Sie recherchierte detailliert die Zeit des ersten Weltkriegs und die Folgejahre. Die Alltagsbeschreibungen der Kriegsjahre sind beeindruckend. Die tiefen Kenntnisse der Autorin im Auktionsgeschäft sind fabelhaft und eröffneten mir eine neue Sicht in die Welt der schönen und wertvollen Gegenstände.
Das Cover zeigt Sarah in einer vornehmen Londoner Straße. Sie trägt einen edlen dunkelroten Samtmantel, weiße Handschuhe und sie wirkt durchaus elegant. Durch ihren Mut, Glück und ihrem liebenswerten Charakter, aber vor allem durch ihren Fleiß und ihre Intelligenz hat sie einen außergewöhnlichen gesellschaftlichen Aufstieg geschafft.
Ein wunderbar gefühlvoller historischer Roman der unbedingt gelesen werden muss. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
Rezensionen von nil_liest:
Harlem – ein Kosmos für sich!
Harlem Shuffle von Colson Whitehead
New York ist im ewigen Wandel, eine Stadt die nie schläft, nie zur Ruhe kommt, sich immer wieder neu erfindet, sich selbst in Frage stellt und stets die innovative und kreative Speerspitze der USA ist. Aber wie sieht es aus, wenn es um rassistische Fragen geht? Um Viertel, die schon immer das „Hinterzimmer“ der Stadt waren? Ist New York da auch allen anderen einen Schritt voraus, wenn es um Rassismus geht? Ich hoffe schon, aber leider vielleicht nur einen und nicht einige viele Schritte!
Und nun richten wir den Blick nach innen und in die Vergangenheit und wir halten mit Colson Whitehead innen und begeben uns in die 60er Jahre des letzten Jahrhunderts nach Harlem.
Dort ist Ray Carney als Antiquitätenhändler tätig. Ein Mann, der versucht für seine Familie den Lebensstandard zu ermöglicht, der ihnen gebührt, aber leider wird er ungewollt in familiäre Ausrutscher hineingezogen. Der ewige Zwiespalt lockt, denn das Geld ist zu knapp, aber auf legale Weise scheint Ray es nicht auftreiben zu können und dann noch die nötigen Schutzgelder. Ein negativer Kreislauf aus dem er kaum eine Chance hat eigenständig auszubrechen.
Harlem Shuffle ist ein gesellschaftliches Zeitportrait, dass Harlem als Kosmos in sich selbst darstellt und Probleme fiktional beleuchtet und uns vor Augen führt wie wenig sich die strukturelle Schieflage verändert hat. Gebettet ist die Geschichte um Ray in die Präsidentschaft von J.F. Kennedy, denn die Zeitspanne oder besser gesagt die Zeitpunkte um die es geht sind: 1959-1961-1964 und finden dort auch ihren Höhepunkt mit den Harlem Riots (’64). Trotz aller rassistischer Probleme hat Colson Whitehead Harlem mit diesem Roman auch ein Denkmal gesetzt und eine Liebeserklärung geschrieben. Ein Viertel wie kein anderes mit Jazz im Blut und viel Liebe im Herzen!
Colson Whitehead macht was er kann: Aufrütteln & ins Grübeln bringen und uns trotz allem gut unterhalten und das mit großartiger Prosa! Natürlich ist der Roman auch wunderbar übersetzt von Nikolaus Stingl. Der eigenwillige Sound vom Autor bleibt aus meiner Sicht erhalten.
Rezensionen von Meli:
Spannender Science-Fiction-Krimi
Der dunkle Schwarm von Marie Graßhoff
In der Zukunft können Menschen ihre Gedanken in sogenannten Hives miteinander teilen und Atlas hat da noch eine ganz besondere Gabe, denn sie kann diese Gedanken hacken und somit bleiben vor ihr keine Geheimnisse verborgen. Doch dann sterben alle Mitglieder eines Hive auf einmal, was unmöglich sein sollte, und auch die Erinnerungen an diese Menschen wurden ausgelöscht.
Das ist ein Fall, der Atlas' Fähigkeiten beinahe übersteigt.
Atlas geht ziemlich gleichgültig durchs Leben. Sie arbeitet als gesichtslose Programmiererin für das Unternehmen, das die Hives entwickelt hat, und bleibt immer unauffällig - bis auf ihr geheimes Leben als Gedankenhackerin. Als dann Noah mit einem Auftrag zu ihr kommt, fasziniert seine Gedankenwelt sie sofort und obwohl sie als Hackerin sehr vorsichtig sein muss, wirft sie ihre Prinzipien schnell über Bord und findet sich in gefährlichen Situationen wieder, die sie früher zu vermeiden wusste.
Ich fand es schon etwas enttäuschend, wie viele Fehler sie macht, obwohl sie als so unglaublich clever präsentiert wird, trotzdem fand ich sie sympathisch und konnte ihre Neugier und Vorsicht immer ganz gut nachvollziehen. Ihre Begleiter sind Androide Julien, eine Mischung aus Freund, Beschützer und technischem Hilfsmittel, und Noah, der im Vergleich zu Atlas schon etwas naiv, sanft und hilflos wirkt, aber eigentlich auch ziemlich schlau ist.
Manchmal fiel es mir schon ein kleines bisschen schwer, die Details der futuristischen Welt vollständig zu verstehen, aber eigentlich hatte ich kaum Schwierigkeiten, mich zurechtzufinden und konnte auch die Schritte der spannenden Ermittlungen immer gut nachvollziehen. Ich fand es gut, wie das Buch in zehn Folgen unterteilt ist, die alle einen eigenen Spannungsbogen haben und so fühlt sich die Geschichte schon ein bisschen so an, als würde man eine Serie schauen. Zum Ende hin wurde mir die Handlung schon ein bisschen zu bunt, aber trotzdem hat mir das Buch gut gefallen. Ich würde gerne wieder in diese Welt zurückkehren!
Fazit
"Der dunkle Schwarm" ist ein spannender Science-Fiction-Krimi mit einer Hackerin als Protagonistin, von der ich noch ein bisschen mehr erwartet hätte.
Rezensionen von manu63:
Gute Fortsetzung
Bloom - Sie schlüpfen auch in deiner Stadt von Kenneth Oppel
Sie schlüpfen auch in deiner Stadt ist der zweite Band der Bloom Reihe des Autors Kenneth Oppel. Der Band schließt unmittelbar an den ersten Band an und Anaya, Petra und Seth müssen sich einer weiteren Herausforderung stellen. Nach dem Gras kommt Regen mit Eiern aus denen außerirdisches Leben schlüpft das alle bedroht.
Die Geschichte wird spannend weiter erzählt und auch dieses Mal dürfen die Leser die Geschichte aus den Perspektiven der drei Hauptakteure erleben. Sie sehen die Bedrohung sehr unterschiedlich und reagieren dementsprechend auch jeweils anders. Die Erzählstränge laufen am Ende des Buches wieder zusammen und ergeben ein rundes Bild. Sprachlich richtet sich das Buch an die Zielgruppe der Jugendlichen und das sollten Erwachsenen Leser auch immer wieder im Auge behalten. Insgesamt fand ich den zweiten Band der Reihe lesenswert und der Cliffhanger am Ende des Buches verspricht Spannung für den dritten Band.
Rezensionen von Petra Sch.:
herzallerliebstes Kinderbuch darüber, wie man Freude schenken kann
Lächeln gefunden von Sophie Schoenwald
Bär erwacht aus dem Winterschlaf und erfreut sich an den schönen Blumen.
Im Teich erblickt er sein Spiegelbild, das plötzlich ein breites Lächeln ziert, von einem Ohr zum anderen. Das kann bestimmt nicht seines sein, denn vor dem Winter war es noch nicht da.
Also sucht er den Besitzer, indem er überall im Wald Zettel aufhängt: "Lächeln gefunden.
Abzuholen bei Bär."
Sämtliche Tiere des Waldes kommen bei ihm vorbei, und alle sagen, dass es ihnen nicht gehört: Hase, Igel, Dachs und Wiesel, Reh, Wildschwein und Eule. Doch Bär zaubert ihnen auf unterschiedliche Weise ein Lächeln ins Gesicht und zeigt ihnen danach im Teich, dass sie eben doch auch ein Lächeln haben.
Diese Geschichte erzählt warmherzig über den Zauber eines Lächelns und wie gute Laune und Freude sich ausbreiten können.
Besonders merkt man das, als Bär plötzlich über das Verschwinden seines Lächelns überrascht ist, als er Dachs und Wiesel streiten hört.
Doch es sind genug Lächeln für alle da, denn gute Laune breitet sich schnell aus und ist richtig ansteckend! :D
Eule sagt etwas sehr Weises zu Bär: "Das Besondere an einem Lächeln ist, dass man es immer wieder verschenken kann, ohne es weggeben zu müssen."
Die wundervollen ganzseitigen, färbigen Illustrationen erwecken Bär, Igel, Reh und alle andere Waldbewohner zum Leben.
Ganz besonders toll ist auch die Maske zum Selberbasteln am Ende des Buches: so kann man sich sein eigenes Lächeln basteln und viele Lächeln verschenken :)
Fazit:
Ein warmherziges Bilderbuch über den Zauber des Lächelns, und wie ansteckend gute Laune ist. Mit wunderschönen färbigen Illustrationen.
Rezensionen von PeLi:
großartige Mischung aus Fiktion und Wirklichkeit
Das letzte Bild von Anja Jonuleit
Im November 1970 wurde im norwegischen Isdal eine verkohlte Frauenleiche gefunden. Sie wurde nie identifiziert und ihr rätselhafter Tod gibt bis heute Anlass zu allerlei Spekulationen. Gegen die weit verbreitete Vermutung, es sei Selbstnord gewesen, spricht einiges, aber falls es ein Verbrechen war, dann bleibt natürlich die Frage: "Wer hat diese junge Frau umgebracht und warum?"
Diesen sehr rätselhaften Kriminalfall nahm die Autorin Anja Jonuleit als Grundlage für ihren Roman "Das letzte Bild" Sie hat hier die Fakten über die Isdal-Frau, wie die Tote in der Presse genannt wird, mit einer spannenden fiktiven Handlung verknüpft und herausgekommen ist ein wirklich fesselnder Roman.
Zu Beginn entdeckt die Schriftstellerin Eva in der Zeitung ein Phantombild der toten Frau vom Isdal. Eva kann es nicht fassen, aber dieses Phantombild zeigt eine Frau, die ihrer Mutter wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Darauf angesprochen, reagiert diese komischerweise ungewöhnlich heftig, behauptet felsenfest, die Frau nicht zu kennen und Eva bilde sich die Ähnlichkeit nur ein. Durch diese seltsame Reaktion der Mutter, ist die Neugier der Schriftstellerin natürlich erst recht geweckt und so reist sie kurz darauf tatsächlich nach Norwegen und recherchiert über diese Tote, die aussieht wie ihre Mutter. Bei dieser Recherche kommen nach und nach unglaubliche Dinge ans Licht. Auch über ihre eigene Familie.
Ich fand dieses Buch fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite. Zwei Handlungsstränge wechseln sich hier immer wieder ab. Im ersten die Gegenwart , in der Eva herauszufinden versucht, wer die Isdal-Frau war und was sie mit ihrer eigenen Familie zu tun hat. Wie sie gelebt hat und was damals mit ihr passiert ist, wieso sie sterben musste. Und im zweiten Handlungsstrang geht es weit zurück in die Vergangenheit, man erfährt die ganze tragische Lebensgeschichte der "Isdal-Toten" und wird Zeuge, was damals schreckliches mit ihr passierte.
Und das war richtig spannend. Ich kannte bisher noch kein Buch von Anja Jonuleit, aber ich bin so begeistert von ihrem packenden Schreibstil, dass ich jetzt unbedingt auch noch ihre anderen Bücher lesen möchte. Die Mischung aus echtem Kriminalfall und fiktiver Familiengeschichte macht "Das letzte Bild zu einem ganz außergewöhnlichen Buch. Am Ende gibt es noch einen extra Abschnitt, in dem die Autorin über die Entstehung des Buches berichtet und genau auflistet, was in der Geschichte auf Fakten beruht und was dagegen ihrer Fantasie entsprungen ist. Das fand ich nochmal ganz besonders interessant.
Von mir eine uneingeschränkte Leseempfehlung!
Rezensionen von Wetterfrosch:
Eintauchen in die afrikanische Wildnis
Löwenherzen von Gesa Neitzel
Beim ersten Betrachten des sehr ansprechenden Covers von "Löwenherzen – Zwei unterwegs in Afrika" spürt man schon das Glück, das Gesa Neitzel zusammen mit ihrem Lebensgefährten Frank ausstrahlen. Sie gehen in ruhiger Harmonie mit Fernglas und Kamera durch die afrikanische Natur, immer bereit für ein neues Abenteuer.
Im unteren Teil des Covers kann man einer entspannten Löwin direkt in die Augen schauen. Diese Abenteuer im Einklang und mit viel Liebe zur Natur beschreibt Gesa Neitzel einzigartig und weckte damit ein starkes Fernweh in mir.
Gesa Neitzel kam ursprünglich aus Berlin und reiste nach Südafrika um dort eine Ausbildung zur Rangerin zu machen. Dabei lernte sie die Verhaltensweisen der Tiere kennen und die Kunst Spuren zu lesen. Jetzt lebt sie mit Frank, der aus Südafrika stammt, zusammen in Australien und arbeitet als Autorin.
In diesem Buch erzählt sie in sehr ansprechender Sprache von ihrer mehrjährigen Reise mit Frank durch Botswana, Namibia und Sambia. In ihrem schon etwas älteren Landrover Ellie schlafen Sie im Zeltdach und erleben dabei die ganze Pracht der Elefanten, Flusspferde, Zebras, Gnus, Antilopen, Hyänen, Giraffen, Löwen, Leoparden, Stachelschweinen und vielen weiteren Tieren. Für den Leser des Buches sind diese Beschreibungen sehr lehrreich und man fühlt sich wie in einer Reise durch die Wildnis.
Da ich selbst schon mehrmals in Botswana und Namibia unterwegs war, kann ich nachfühlen, wenn Gesa im WC auf eine Puffotter trifft oder wenn sie im Mokorro in Botswana auf nervöse Flusspferde stößt. Die Fotos im Mittelteil des Buches zeigen einen kleinen und trotzdem sehr gefühlvollen Einblick in die Reise. Eine Karte des südlichen Afrikas veranschaulicht die Route der Reise beginnend in Botswana, weiter geht die Safari durch Namibia und Sambia ist das letzte Land der Reise.
Löwenherzen ist ein absolut lesenswertes Buch, ich kann es jedem nur empfehlen in dieses Buch einzutauchen und die Sehnsucht nach Afrika zu erfahren.
Rezensionen von Ecinev:
Fortschritt oder Beständigkeit
Wildtriebe von Ute Mank
Schon seit der Vergangenheit tragen die Höfe in dem hessischen Dorf Namen die wichtiger sind als der Nachname. Auf dem Bethchen Hof tragen die weiblichen Nachkommen den Namen Elisabeth, genannt Lisbeth. Nachdem die älteren Brüder im Krieg geblieben sind, übernimmt die Tochter den Hof. Schon früh steht sie dabei ihren Mann auf dem wohlhabendsten Hof des Dorfes.
Ihr Mann zieht zu ihr auf den Hof, den anderen erbt der Bruder. Nur mit dem Nachwuchs will es nicht so recht klappen und sie geht einen anderen Weg. Als Konrad seinerseits eine Frau mit auf den Hof bringt und heiratet beginnt eine stille Rivalität zwischen den beiden Frauen. Marlies kann Lisbeth nichts recht machen. Sei es im Haushalt oder im Garten und später bei der Kindererziehung. Marlies eignet sich so gar nicht als Hoffrau. Sie möchte wieder arbeiten gehen in ihrem gelernten Beruf als Verkäuferin, möchte Traktor fahren und ihren Jagdschein machen.
Mit Joanna wächst die nächste Generation auf dem Hof auf die nach dem Abitur das sie auf Drängen von Marlies geschafft hat, ein Jahr nach Uganda geht und zurück in der Heimat ein Studium beginnt.
Der Schreibstil ist eigenwillig. Der Erzählstil kommt fast ohne wörtliche Rede auf, die Sätze kurz und knapp, teilweise unvollendet. Das Buch nimmt einem dennoch mit auf eine Reise in die Bodenständigkeit von Lisbeth die eher auf das blickt was andere davon denken mögen, den beginnenden Fortschritt von Marlies die sich nicht beugen möchte, zu Joanna der neuen Generation die während des Studiums schwanger wird.
Das Cover ist wunderschön gestaltet mit den Wildrosen und zieht im Buchhandel bestimmt die Blicke auf sich.
Rezensionen von Ecinev:
zur falschen Zeit
Die Karte von Andreas Winkelmann
Zur falschen Zeit am falschen Ort das trifft in diesem Buch auf einige Personen zu. Da ist Lennart Wolff der nach einem Streit mit seiner Frau aus dem Haus flüchtet und wenig später mit einem Messer im Auge auf der Straße liegt und später der Freund und Kollege von Jens Kerner in einer Gartenlaube.
Den Klappentext finde ich nicht ganz passend, geht es doch um wesentlich mehr als eine App mit der die Jogging Freunde ihre Routen und Zeiten posten. Vielmehr geht es um Drogen und Substitution.
Der Schreibstil von Winkelmann ist wie immer spannend, durch die recht kurzen Kapitel in denen die unterschiedlichen Handlungsstränge geschildert werden wir die Spannung die ganze Zeit hoch gehalten. Dies ist der zweite Teil dieser Serie die aber auch gut ohne große Vorkenntnisse gelesen werden kann.
Dennoch werde ich die anderen Bände bestimmt noch lesen.











