Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Diesmal nicht
Die Zeit der Kirschen von Nicolas Barreau
Wie viele andere war auch ich überrascht von der plötzlichen Fortsetzungsgeschichte von "Das Lächeln der Frauen". Selbigen Roman fand ich sprachlich sehr schön, inhaltlich nervten mich die Protagonisten der Verwechslungsgeschichte aber ein wenig. Ich war gespannt, was die Autorin nun zu bieten hatte.
Um eine Verwechslung geht es anfänglich auch hier. Aurélies Restaurant "Le temps des Cerises" (Die Zeit der Kirschen) gewinnt einen Michelin-Stern. Aber nur aufgrund eines Fehlers, der Preis sollte an ein anderes Restaurant mit demselben Namen gehen. Dessen Besitzer nun natürlich sehr wütend ist. Als er sich später wieder einkriegt, ist er zwar netter - mir aber immer noch unsympathisch.
Aurélie hingegen ist von ihm angetan, auch von seiner Küche. Fast zu sehr, weshalb André anfänglich zu Recht eifersüchtig ist, sich dann aber immer mehr reinsteigert.
Eifersucht ist das Thema dieses Romans. Somit ist es wieder eine Art von Verwechslungsgeschichte. Es scheint, als haben unsere beiden Pappenheimer nichts gelernt seit ihrem Kennenlernen im ersten Band (welches übrigens immer wieder erwähnt wird; zu oft für meinen Geschmack). Wie schön wäre es, wenn sie ehrlich miteinander reden und nicht irgendwas annehmen und/oder beleidigt agieren. Erst reagiert der eine blöd und verschweigt was, dann agiert der andere und das immer wieder von vorne.
Ihr seht, viel geändert hat sich nicht zwischen Band 1 und Band 2. Inhaltlich konnte mich die Story dieses Mal nicht begeistern. Mir reicht das wenig Angebotene nicht aus, um mich in der Dreiecksgeschichte wohl zu fühlen. Man hätte zum Beispiel auch viel mehr aus der Tatsache machen können, dass Marronier nicht, nicht mehr oder nur noch selten selbst kocht. Alle drei Charaktere empfand ich viel zu blass.
Schlussendlich überzeugte mich einzig der erneut poetisch-schöne Schreibstil, der den Roman flüssig und ohne Längen lesen lässt, und einmal mehr das Setting in Paris.
Fazit: Die schöne Sprache reist die eher belanglose Geschichte um eine Sterne-Verwechslung leider nicht raus, diesmal nicht.
3.5 Punkte.
Rezensionen von yellowdog:
ungewöhnlich
Die Anomalie, 2 Audio-CD, MP3 Ungekürzte Ausgabe, Lesung. 614 Min.. CD-ROM, Audio-CD. von Le Tellier Hervé
Camil Jammal liest diesen ungewöhnlichen Roman von Hervé Le Tellier, der trotz seinem gediegenen Plot preisgekrönt ist.
Der Sprecher liest ganz gut, wenn auch nicht so einprägsam. Seine Baritonstimme klingt jung.
Im Mittelpunkt steht ein Flugzeug und dessen Fluggästen in einem Flug über den Pazifik.
Der Autor Hervé Le Tellier hat sich viel Mühe mit der Romankosntruktion gegeben, aber es klingt teilweise auch ein wenig konstruiert und auf jeden Fall überfrachtet.
Ich fand das Hörbuch nicht schlecht, aber leicht überbewertet und die Figuren manchmal etws stereotyp.
Das ungekürzte Hörbuch geht gute 10 Stunden und hat dabei ein ordentliches Tempo und viele Figuren.
Rezensionen von liesmal:
Wie ein Kaleidoskop
Die Anomalie, 2 Audio-CD, MP3 Ungekürzte Ausgabe, Lesung. 614 Min.. CD-ROM, Audio-CD. von Le Tellier Hervé
Das Hörbuch „Tief wirst du schlafen“ von Christian Kraus ist erschienen im Verlag Audiobuch.
Das Cover zeigt ein Muster, das mich an ein Kaleidoskop erinnert, obwohl es nicht farbig gestaltet, sondern in Schwarzweiß zu sehen ist. Titel und Cover passen sehr gut zur Geschichte, in der es sich in weiten Teilen um Hypnose dreht.
Der Sprecher Frank Stieren liest sehr ruhig und ist damit die perfekte Besetzung für diesen Thriller.
Obwohl sich die Abläufe kaum „richtig“ nachvollziehen lassen, habe ich die Geschichte mit großer Spannung verfolgt. Immer wieder hatte ich das Cover vor meinem geistigen Auge. Dafür haben Hypnose, irgendwelche (Wahn-)Vorstellungen und Fantasien gesorgt. Ständig gingen mir Fragen durch den Kopf, und führten sie in eine bestimmte Richtung, so wurden meine Gedanken wieder zunichte gemacht.
Selbst am Ende bleibt bei vielen Dingen ein eigenartiges, aber nicht unangenehmes Gefühl zurück. Und es bleibt die Frage: Was ist Wahrheit, was ist Fiktion?
Sehr gern gebe ich meine Empfehlung für diesen Gänsehaut produzierenden Thriller der besonderen Art.
Rezensionen von begine:
Norwnegen Anfang des 19. Jahrhunderts
Die Hebamme von Edvard Hoem
Der norwegische Schriftsteller Edvard Hoem schreibt eindrucksvoll über seine Heimat und seine Vorfahren.
Der Roman „Die Hebamme“ ist eine tolle Recherchearbeit über seine Ururgroßmutter. Da ich selber in Archieven nach meinen Vorfahren geforscht habe, bewundere ich wie der Autor, alles in realistischer und lesenswertem Stil verpackt hat.
Marta Kristine ist die älteste Tochter eines Schuhmachers. Sie begleitet und hilft ihm früh bei seiner Arbeit.
In der Schule gefällt ihr Hans der Sohn eines Großbauern schnell. Aber der ist ziemlich langsam, eh er sich erklärt.
Durch den Pastor, kommt sie auf die Idee, Hebamme zu werden. Es ist interessant, wie sie sich aus einem Buch schon sehr gut informiert. Dann sind die Probleme intensiv erzählt, die sie erlebt um Patienten zu bekommen. Warum soll man eine Hebamme bezahlen, wenn man genug Familienangehörige hat die der Mutter helfen.
Edvard Hoem schreibt wunderbar, er bringt uns die Personen nahe und lässt uns an deren Erlebnissen teilnehmen.
Die Geschichte über die Not des einfachen Volkes ist große Klasse.
Rezensionen von Petra Sch.:
ein witziger Gasperlmaier ermittelt während des Politgipfels in Altaussee
Letzter Knödel von Herbert Dutzler
Während des Polit-Gipfels in Altaussee liegt auf einmal die Hilfsköchin tot im Cateringzelt.
Kurz darauf wird auch der Koch tot aufgefunden.
Und später verschwindet die Freundin von Gasperlmaiers Tochter Katharina.
Hängen die Fälle zusammen? Vielleicht auch mit den Russen, die beim Politgipfel sind? Oder doch mit der Heimatpartei, deren Chef sich mit seiner Entourage ebenfalls zur gleichen Zeit in Altaussee aufhält?
Meine Meinung:
"Letzter Knödel" ist der neunte Fall für Franz Gasperlmaier, der sich in meinen Augen charakterlich sehr viel weiterentwickelt hat! Er weiß mit einem Smartphone umzugehen und dass seine Tochter eine Freundin hat, damit freundet er sich auch schnell an.
Bloß die Sache mit dem Opa-werden macht ihm Sorge ;)
Man trifft wieder auf alte Bekannte, zB Gasperlmaiers Frau Christine, mit der er sich leidlich wieder ausgesöhnt hat, und Frau Doktor Kohlross, die er aus Liezen für die Leitung des Falles anfordert.
Mangels Büroräumen (die wurden für die Polizisten für den Politgipfel beschlagnahmt) wird das Hauptquartier in Gasperlmaiers Wohnzimmer aufgeschlagen, was auch immer zu viel Chaos und Witz führt.
Das Buch verarbeitet neben viel Humor auch aktuelle politische und gesellschaftskritische Themen, wie heimatnahe patriotische Parteien, Geldannahme und heimliche Geschäftemacherei.
Was mich leider in Büchern immer stört, ist, wenn ständig getrunken wird. Zwar gehört ein Schnapserl hier und eines da sicher zur Mentalität vor Ort, doch ständig darüber zu lesen finde ich nicht gut.
Die Auflösung fand ich dann etwas unaufregend, aber eben deshalb authentisch.
Wie man hier merkt, ist der Lokalkolorit sehr gut dargestellt. Was mir besonders gut gefiel, waren die Beschreibungen der Landschaft, des Ortes und der gesamten Umgebung- ich hatte alles genau vor Augen.
Fazit:
Humorvoller Altaussee-Krimi mit viel Lokalkolorit und einem witzigen Gasperlmaier, der sich definitiv charakterlich weiterentwickelt hat. Ich freue mich schon auf einen weiteren Fall mit ihm!
Rezensionen von inya:
beeindruckend
Fanzi von Elisabeth Schmidauer
Fanzi ist eigentlich Franz und um ihn geht es auch in dem Buch. das Cover zeigt einen nachdenklich und leicht melancholischen Mann und dies stimmt schon sehr gut auf das Buch ein. Auch wird mit dem Cover ein historischer Roman angedeutet und so ist es auch, da er bis zu dem ersten Weltkrieg reicht. Franz wächst auf einem Bauernhof auf und ihm wird von seiner Mutter leider Liebe verwehrt.
Von dem Vater erhält er auch kaum Beachtung und so ist sein Alltag eher Trist. Auch liegt eine dunkle Geschichte über der Familie, da die geliebte Schwester von den Eltern in ein Heim gegeben wurde. Die Enkelin von Franz geht der Familiengeschichte und der Geschichte von Franz auf die Spur. Ich finde es sehr interessant geschrieben, da es einmal aus der Sicht von Franz und seiner Enkelin erzählt wird. Das Buch baut eine sehreinnehmende Stimmung auf und man wird direkt in diese fiktive, aber dennoch sehr wahr anmutende Geschichte mitgenommen.
Rezensionen von begine:
Was für Schicksale
Optimisten sterben früher von Susin Nielsen
Die kanadische Schriftstellerin Susin Nielsen hat mich schon mit ihrem Roman
Adresse unbekannt begeistert.
„Optimisten sterben früher“ behandelt wieder ein problematisches Thema.
In diesem Roman geht es um Schuld und die Folgen.
Petulas dreijährige Schwester ist erstickt und sie gibt sich die Schuld.
Die ganze Familie ist aus dem Gleis geraten. Das ist ja auch schlimm, ein Kind zu verlieren.
Petula achtet seit dem auf alles, was gefährlich sein kann.
Sie wird in der Schule zum Außenseiter.
Dann lernt sie Jacob kennen, der ihr hilft, ihre Angstzustände zu bändigen.
Aber auch Jacob hat eine Schuld, von der aber nicht spricht.
Die Autorin versteht es blendend sich in die Schicksale einzublenden und es in dem Buch fest zu halten. Sie schreibt so fesselnd das ich richtig mitfieberte.
Dieser Roman ist wieder eine interessante Geschichte, da bin ich gespannt, was sie als nächstes Thema angeht.
Ich werde das nächste Buch auf jeden Fall auch lesen.
Rezensionen von begine:
Was ist passiert
Die Leuchtturmwärter von Emma Stonex
„Die Leuchtturmwärter“ ist der Debütroman unter dem Klarnamen der britischen Schriftstellerin Emma Stonex.
Der Roman ist fesselnd geschrieben. Er zeigt die Arbeit auf einem Leuchtturm im Meer. Drei Männer leben auf engstem Raum zusammen. 8 Wochen leben sie auf dem Turm und 4 Wochen können sie bei ihren Familien sein.
Der Roman spielt in Cornwall in dem Leuchtturm Maiden kurz vor der Digitalisierung.
Die Autorin lässt die Geschichte 1972 und 1992 erscheinen. Die drei Wärter sind ende 1972 spurlos verschwunden. Deren Frauen stehen plötzlich ohne Erklärung da. Wo sind ihre Männer? Sind sie tot oder leben sie noch? Es gibt viele Gerüchte.
Es werden viele Eindrücke der drei Frauen erzählt. Auch die Dialoge der Leuchtturmwärter sind eindrucksvoll.
Durch die langen Abwesenheiten der Männer kann kein richtiges Familienleben entstehen. Der Roman lehnt sich an eine tatsächliche Geschichte von 1900 an.
Auch da verschwand die Besatzung auf unerklärliche Weise.
Es ist ein Liebesoma und ein Krimi, außerdem gibt fantasievolle Einschläge.
Der Roman liest sich gut und ist lesenswert.
Rezensionen von KimVi:
Spannende Fortsetzung
Trauma - Kein Vergessen von Christoph Wortberg
Die Rentnerin Selma Kiefer wird ermordet in ihrer Wohnung aufgefunden. Ihr Körper ist grausam verstümmelt. Hauptkommissarin Katja Sand und ihr Assistent Rudi Dorfmüller werden mit den Ermittlungen betraut. Selma Kiefers Ex-Mann, von dem sie sich nach 40 gemeinsamen Jahren scheiden ließ, da es offenbar wiederholt zu gewalttätigen Übergriffen kam, scheint ein starkes Motiv zu haben.
Die Kommissarin bittet den Psychoanalytiker Dr. Alexander Hanning um seine Einschätzung. Nach diesem Gespräch entdeckt Katja Sand Parallelen zu den Taten des gerade entlassenen Serienmörders Franz Bichler...
"Kein Vergessen" ist nach "Kein Entkommen" der zweite Band der Trauma-Trilogie. Da die Handlungen aufeinander aufbauen und es außerdem Rückblicke in die Ereignisse des Auftaktbandes gibt, ist es empfehlenswert, die Reihenfolge einzuhalten.
Genau wie der vorherige Band, ist auch diese Fortsetzung in drei Teile gegliedert, die mit Erinnerungen einer unbekannten Person starten. Dadurch bekommt man schon eine Ahnung, was den oder die Täter/-in antreibt. Allerdings weiß man nicht, um wen es sich handelt. Dadurch wird das Interesse an diesem Fall sofort geweckt.
Der erneute Einstieg in die Trilogie gelingt mühelos, denn die eingeflochtenen Rückblicke sorgen dafür, dass man die Ereignisse des ersten Bandes wieder in Erinnerung hat. Im Auftakt hat man Kommissarin Sand eher distanziert betrachtet, da sie offenbar mit Problemen zu kämpfen hat, denen sie sich allerdings nicht stellen kann oder will. In dieser Fortsetzung wirkt sie deutlich sympathischer, denn mittlerweile geht sie erste Schritte, sich ihren inneren Dämonen zu stellen. Dieser eher private Strang nimmt einen großen Teil der Handlung ein. Das macht aber den ganz besonderen Reiz der Trilogie aus, denn man möchte unbedingt erfahren, um was es sich handelt.
Der Fall selbst ist rätselhaft. Man wird dazu angeregt, eigene Überlegungen anzustellen. Doch immer wenn man meint, dass man ein Puzzleteil an die richtige Stelle legen kann, sorgen überraschende Wendungen dafür, dass sich kein stimmiges Gesamtbild ergibt. Die bereits früh aufgebaute Spannung kann deshalb bis zum Schluss gehalten werden.
Eine spannende Fortsetzung, die die Neugier auf den Finalband der Trilogie weckt!
Rezensionen von C.P.:
Ohne Glitzer-Vampire, dafür mit dunklem Eiswasser
Crave von Tracy Wolff
Den Vergleich mit Twilight und die wirklich vielen negativen Stimmen aus dem internationalen Raum haben sich die Herausgeber wirklich selber zuzuschreiben beziehungsweise war wahrscheinlich einkalkuliert. Warum sonst sollte man ein Buch auf den Markt schmeißen, dessen Cover schon nach einem Twilight-Verriss aussieht?
Und ja, es war ein Auf und Ab der Gefühle.
Nach dem ersten Kapitel war ich kurz davor, das Buch entnervt zu beenden. Denn Passagen wie: „Wann habe ich mich bitte in die Protagonistin eines dämlichen Young-Adult-Romans verwandelt? In das Klischee des Mädchens, das neu an eine Schule kommt und sich von der ersten Sekunde an in den heißesten, unerreichbarsten Bad Boy verliebt?“ tragen erheblich dazu bei, dass ich vom Verdrehen meiner Augen ein Schleudertrauma bekommen könnte.
Doch es sind Semesterferien, ich prokrastiniere gerne und war zugegebenermaßen neugierig, warum vor allem auf Goodreads so eine negative Grundstimmung gegen das Buch herrscht. Also blieb ich dran und merkte, dass mir die Geschichte immer besser gefiel, hatte ich mich erst einmal vom Twilight-Bild gelöst.
Ja, es gibt durchaus sehr offensichtliche Parallelen zu Twilight, aber nur bis zu einem bestimmten Punkt. Bella und Grace sind sehr verschiedene Protagonistinnen und ich mochte vor allem Grace in der ersten Hälfte des Buches deutlich lieber als Bella. Sie ist nicht ganz so auf den Mund gefallen und devot wie Bella, leider ändert sich das schlagartig, als die Liebesgeschichte anfängt und aus der Grace vom Anfang eine junge Frau wird, die absolut abhängig von den Wünschen und Vorstellungen eines Mannes ist.
Ich verstehe einfach nicht, warum im Jahr 2021 noch immer an solchen Klischees festgehalten wird. Gefühlt entwickelt sich die Welt weiter, nur der YA-Markt tritt trotzig auf der Stelle.
Die Liebesgeschichte wäre ja ganz nett gewesen, wenn es nicht absolute Insta Love gewesen wäre. Hier hätte die Autorin sich wirklich nicht an Twilight orientieren müssen.
Das Setting fand ich ganz nett. Leider weiß ich nicht mehr über die Katmere Academy, als dass sie in Alaska liegt, nicht gut zu erreichen ist und es wahnsinnig kalt ist. Lehrer, Klassenräume, Unterricht werden einfach komplett ausgeblendet nach dem Motto „Bildung? Fremdwort hier!“. Der Fokus der gesamten Handlung liegt auf dem Geflecht der Schüler und ihrer verschiedenen Gruppen.
Und hier ein Punkt, der mir wirklich sehr gut gefallen hat: es gibt nicht nur Vampire und Werwölfe, sondern etliche andere paranormale Wesen. Hier hat es wirklich viel Spaß gemacht, der Geschichte zu folgen.
Das gesamte Buch war dermaßen konstruiert aufgebaut, so dass der Plot absolut vorhersehbar war. Es gab wirklich keinen Plottwist, den man nicht schon 100 Seiten vorher erahnen konnte.
Das Ende war dadurch wenig überraschend. Was mich dann jedoch etwas irritierte war, dass nach Ende der eigentlichen Handlung die gesamte Geschichte noch einmal aus Jaxons Sicht zusammengefasst wurde. Da ich das Hörbuch gehört habe weiß ich nicht, ob es auch in der Printausgabe an der Stelle vorkommt, aber ich persönlich fand es absolut unnötig. Ja, man erfährt ein paar neue Details, aber ein kürzerer innerer Monolog Jaxons hätte es auch getan. Ich fand es unnötig, das Anschmachten nur nochmal aus Jaxons Sicht lesen zu müssen. Das habe ich als ehemaliger Twilight-Fan noch nicht mal für Glitzer-Edward getan, der deutlich sympathischer wirkt, nun da es Jaxon gibt.
Der Schreibstil ist sehr umgangssprachlich, passt aber gut zur Handlung. Für meinen Geschmack war es an der ein oder anderen Stelle etwas zu umgangssprachlich, aber ich bin auch nicht die Zielgruppe. Manche Formulierungen waren etwas merkwürdig (Jaxon riecht nach Orangen und dunklem Eiswasser. Orangen, geschenkt. Aber wie riecht bitte dunkles Eiswasser?!) und über die grübelte ich manchmal länger nach als über die eigentliche Handlung. Alles in allem also ein eher flapsiger Schreibstil, der aus der Geschichte um Grace ein rosarotes Abenteuer einer pubertierenden 15-Jährigen machte.
Aber ich hatte wirklich viel Spaß mit der Geschichte. Ja, ich finde das Buch eindeutig nicht gut, doch hatte ich auch nie den Anspruch an die Geschichte, dass es das lebensverändernde Buch oder Lieblingsbuch werden wird. Ich wollte Ablenkung von meinen Hausarbeiten und die habe ich bekommen.
Da mir das Buch einfach viel zu teuer war, habe ich das ungekürzte Hörbuch auf Spotify gehört. Die Sprecher fand ich beide sehr angenehm.
Wem die Phase von 2007-2010 fehlt, in der fast jedes Buch auf dem Buchmarkt irgendwie mit Vampiren zu tun hatte, dem kann ich das Buch empfehlen. Wer wie ich ganz dringend eine neue Beschäftigung braucht, um nicht an die Uni zu denken, dem natürlich auch ;)










