Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Birgit Hedemann:
Dem Universum die Stirn bieten
Wenn die Faust des Universums zuschlägt von Johannes Wimmer
Ich kenne Dr. Johannes Wimmer aus dem Fernsehen. Stets gut gelaunt erklärt er in einfacher Sprache mit einer Prise Humor Medizin für den Laien. Ich mag diesen großen Lausbuben. Umso erschrockener war ich, als ich ihn im letzten Spätsommer in einer Talkshow gesehen habe. Er sah müde, abgekämpft und tottraurig aus.
Der Grund: Seine kleine Tochter Maxi, gerade einmal sechs Monate alt, war unheilbar an einem extrem aggressiven Tumor erkrankt. Es bestand keine Hoffnung auf Genesung.
In diesem Buch erzählt Dr. Johannes Wimmer fast schon minutiös von der Zeit der Diagnose bis zur Beerdigung seiner kleinen Tochter. Von der Zeit, in der die Eltern ahnten, dass etwas mit der Tochter nicht stimmte, die Ärzte aber nichts finden konnten. Von den vielen OPs, nach denen die kleine Maxi im künstlichen Koma lag und sich immer weiter entfernte. Von den vielen schönen Momenten, die die Wimmers für ihre Tochter und sich selbst geschaffen haben.
Die Schreibart erinnert ein wenig an Tagebucheinträge. Dr. Johannes Wimmer würzt seine Erzählungen mit Erinnerungen aus seinem Leben. Obwohl ich den traurigen Ausgang der Geschichte kannte, habe ich beim Lesen so manches Mal geschluckt. Das Buch ist wahrlich keine Kost, aber grundehrlich und der Leser kann die Botschaft mitnehmen, dass man sich vom Universum nicht unterkriegen lassen darf und durchaus gestärkt aus Krisen hervorgehen kann mit Hoffnung am Horizont. Für mich das eindrucksvollste Buch, das ich seit langem gelesen habe. Daher bekommt es natürlich 5 Sterne.
Rezensionen von brauneye29:
Viel Spannung
Wenn die Faust des Universums zuschlägt von Johannes Wimmer
Zum Inhalt:
In Hussfeld kann mann sich sicher fühlen, den es gibt keinen, der sich nicht an die Regeln hält. Genau hierhin zieht Katharina mit ihrer Tochter Fenja und ist davon überzeugt genau das richtige getan zu haben. Dann verschwindet Fenja spurlos und gleichzeitig geht Katharinas Leben auch den Bach runter.
Was stimmt in diesem Dorf nicht?
Meine Meinung:
Das Buch hat einen ganz schön hohen Spannungsbogen und der hält dich eigentlich such das gesamte Buch über. Ich fand allerdings das Ende irgendwie wie ein bisschen lieblos zu Ende gebracht, als müsse es auf einmal schnell gehen. Es wird mit vielen Klischees gespielt wie dem typischen Blockwart oder der gsr so schlimmen alleinerziehenden Mutter. Das passt aber gut zur Story. Auch der Wechsel zwischen Fenjas Erleben und der übrigen Geschichte hat mir gefallen. Er macht das Buch lebhafter. Der Schreibstil ist auch gut.
Fazit:
Viel Spannung
Rezensionen von Natalie:
Tiere sind keine Dinge!
Anthologie von Jürgen Zwilling
Es ist das zweite Buch, welches ich von Jürgen Zwilling gelesen habe und auch dieses konnte mich wieder begeistern. Auf knapp 100 Seiten schildert der Autor eindringlich, dass wir gegenüber Tieren Verantwortung tragen. Ein Beispiel (von vielen) ist, dass man sich vor Anschaffung von Haustieren überlegen sollte, was das bedeutet und ob man dafür bereit ist.
Dass immer noch tausende Tiere jährlich herzlos ausgesetzt werden, wird immer noch viel zu wenig Beachtung geschenkt oder als Bagatelle abgetan.
Schnörkellos und authentisch hält der Autor die oft grausamen Handlungen von uns Menschen den Tieren gegenüber fest. Ein solches Buch sollte meiner Meinung nach von so viel mehr Menschen gelesen werden, um auf diese Umstände aufmerksam zu machen und Bewusstsein zu schaffen - Tiere sind keine Dinge! Unbedingt lesen.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Manuela Meierhofer:
Verwirrend
Salonfähig von Elias Hirschl
Gleich vorweg - ich habe mir mit diesem Buch schwer getan. Schaffte es nicht, mehr als 2 - 3 Kapitel am Stück zu lesen. Obwohl stilistisch sehr gut, haben mich diese 'marktschreierischen', 'lauten' Beschreibungen der Dinge genervt. Ich brauchte nach ein paar Seiten eine Pause.
Der abstruse Schluss des Buches schaffte es, mich völlig zu verwirren.
Was ist echt? Was wird dem Protagonisten da vorgegaukelt? Und vor allem ... WER ist die erzählende Person des Romanes???
Fazit: kein Roman im herkömmlichen Sinne.
Rezensionen von Andrée Feyertag:
Ich will deine Blumen gießen!
Salonfähig von Elias Hirschl
Selten so viel geschmunzelt und gelacht. Mit Sprachwitz und guter Beobachtungsgabe die junge Generation der Politiker beschrieben und daraus einen Roman mit Qualität und Überraschungen geschrieben. Wenn es im Sinne des Autors war die Kommunikationstechnik des neurolinguistischen Programmierens darzustellen und zu hinterfragen, so ist es ihm gelungen.
Sehr unterhaltsam.
Rezensionen von C. P.:
Aussergewöhnliches Märchen vor tragischem Hintergrund
Die Mäusekönigin von Jay Kay
Wieder einmal hat es Jay Kay geschafft, mich zu begeistern. Diesmal geht es um eine ganz besondere Freundschaft. Vietnamesin Nhi ist seit ihrer Geburt von den Folgen des Einsatzes von Agent Orange im Vietnamkrieg gezeichnet, sie kam ohne Beine auf die Welt. Zusätzlich besitzt sie ein aussergewöhnliches Talent: Sie kann Tiere verstehen und mit ihnen kommunizieren.
Ihr bester Freund ist die Maus Bao, welche sie als verlorenen gegangenen Nestling fand und heimlich bei sich aufnahm. Als sie zu ihrer entfernten Familie in ein kleines vietnamesisches Dorf zieht, wächst Nhi über sich hinaus und setzt sich gemeinsam mit Bao für ganz besondere Opfer der Unterdrückung ein. Bis die Situation eskaliert.
Eine wunderschöne Komposition aus einer märchenhaften Erzählung sowie Hintergründen zu Vietnams Geschichte und Politik. Manches ergänzt sich, während manchmal Gegensätze aufeinander treffen, welche die jeweiligen Themen umso drastischer erscheinen lassen. Die Abenteuer von Nhi und Maus Bao, welche wie in einem Märchen gemeinsam stark und stets füreinander da sind, werden somit erzählerisch ergänzt durch interessante Fakten, aber auch durch Erinnerungen daran, was dem Land Vietnam einst angetan wurde. Nach und nach lassen sich Parallelen erkennen, wie jeweils Unschuldigen unnötiges Leid angetan wurde und wird. Hinzu kommt eine fast schon unschuldig wirkende Kulisse, in welcher sich die anstehende Katastrophe Bahn bricht.
Sowohl die Erlebnisse von Nhi und ihren Freunden als auch die vielen interessanten Fakten, mit welchen die Erzählung gespickt ist, haben mich das Buch vor Begeisterung kaum zur Seite legen lassen. So manches Details hat mich dazu verleitet, parallel ein wenig zu recherchieren, wodurch mir das Buch umso mehr naheging. Ein in allen Punkten faszinierendes Abenteuer, märchenhaft und bewegend zugleich und vor einem tragischen Hintergrund platziert.
Rezensionen von C. P.:
Spannende Variante des Mythos um Jack the Ripper
Der letzte Rabe des Empire von Patrick Hertweck
In seinem neuesten Jugend-Fantasy-Roman entführt der Autor die Leser ins viktorianische London. Es ist 1888 und mehrere Frauen des horizontalen Gewerbes wurden bereits brutal ermordet in den Gassen Londons aufgefunden. Als Straßenjunge Melvin ein Muster darin erkennt befindet sich seine heimliche Liebe Ayleen in tödlicher Gefahr.
Währenddessen bereiten sich zwei verfeindete Parteien auf etwas Großes vor. Wer von ihnen zählt zu den Guten und wer zu den Bösen? Und in welcher Beziehung stehen sie zu den grauenhaften Verbrechen, denen die Frauen zum Opfer fielen?
Ein überaus spannendes Abenteuer, bei welchem man Straßenjunge Melvin und seinen besten Freund Wilkie begleitet. Zwar kommen gleich zu Beginn mehrere Personen vor, welche nach und nach ihre Rollen in der Erzählung einnehmen, doch dauerte es nicht lange, und ich konnte die verschiedenen Personen immer besser zuordnen. Tatsächlich bildete sich aus einem anfänglichen Haufen von Puzzleteilen schnell ein erkennbares Bild, welches mit jedem Detail spannender wurde. Uralte Magie spielt hier eine nicht unwesentliche Rolle, ebenso kommen einige recht aussergewöhnliche Charaktere im Buch vor, welche für so manche Überraschung sorgen. Tatsächlich hängt alles mit der mysteriösen Mordserie um Jack the Ripper zusammen, doch inwiefern, empfand ich als gelungene und spannende Idee.
Stilistisch lässt sich das Buch durch die angenehm kurz gehaltenen Kapitel sehr gut lesen. Die Szenen sind abwechslungsreich gestaltet, so dass man einzelne Handlungsstränge nicht aus den Augen verliert. Die vielen Personen gleich zu Beginn bekamen nach und nach immer mehr Hintergrund, so dass auch diese schnell vertraut wurden.Ein spannendes und rasantes Fantasyabenteuer, welches so manche Überraschung bereit hält.
Rezensionen von Petra Sch.:
Faultier Ferdinand mag keine Blätter
Igitt, Blätter mag ich nicht! von Sandra Schinnagl
Das Faultier Ferdinand sieht allen Tieren beim Fressen zu: zuerst den anderen Faultieren, die Blätter fressen. Doch Ferdinand mag keine Blätter.
Danach beobachtet er den Affen beim Fressen, den Nasenbär; auch Frosch, Papagei und Echse und registriert genau, was diese Tiere so fressen.
Und da Ferdinand ein schlaues Faultier ist, wartet er einfach ab, bis alle schlafen, und dann .
.. - müsst ihr schon selbst lesen, wie er zu seinem Festmahl kommt! ;)
Die Geschichte ist kleinkindgerecht erzählt, in lustigen Versen und daher sehr einprägsam. Und jede Kurzgeschichte endet mit dem gleichen zweizeiligen Reim, den man schnell mitsprechen kann.
Jedes Tier erhält eine Doppelseite mit großflächigen Illustrationen, auf denen es jede Menge zu entdecken gibt.
Auch die Message des Buches ist toll: jeder soll das essen, was er wirklich mag. - Das muss natürlich für Kinder etwas abgeändert werden, denn eine Ernährung rein von Chips, Schokolade etc ist selbstverständlich nicht möglich.
Aber da Ferdinand ja auch nur gesunde Dinge isst, kann man mit den Kindern beim Lesen darüber sprechen.
Auch für Leseanfänger ist das Buch gut geeignet, da der wenige Text in einer angenehmen Schrift gedruckt ist. Leider ist der Hintergrund der Buchstaben für meinen Geschmack manchmal etwas zu dunkel.
Fazit:
Ein wunderschön illustriertes Kleinkindbuch, wo es auf jeder Seite viel zu entdecken gibt und der einfache Text in schönen Reimen gestaltet ist.
Rezensionen von yellowdog:
Let love flow like a river
Identitti von Mithu Sanyal
Zuerst wollte ich den Roman nicht lesen, weil ich befürchtete, dass er sich zu plakativ an die Themen des MeToo und Persons of Color hängt.
Doch als der Roman immer mehr Aufmerksamkeit und positive Stimmen bekam und sogar für den Deutschen Buchpreis nominiert wurde, habe ich doch zum Buch gegriffen.
Und tatsächlich ist der Roman gut geschrieben, empathisch in der Figurendarstellung und oft auch witzig.
Die Vorfälle um den Skandal um eine Professorin Saraswati und ihrer kulturellen Aneignung werden von der Studentin Nivedita beobachtet. Als Leser ist man dicht an ihr dran. Sie hat einen deutschen Vater und eine indische Mutter.
Die Sozialen Medien und was sie in Bewegung setzen können, werden in diesem Buch ziemlich genau dargestellt.
Ein rasantes Buch!
Rezensionen von HEYN Leserunde, Lieselotte Fieber:
Realität oder Satire?
Salonfähig von Elias Hirschl
Mitunter wird man sprachlos, wenn die Realität die Satire des Buches übertrifft.
Die Slim Fit-Politikergeneration wird in diesem Buch von dem jungen Autor sehr gekonnt beschrieben.
Lesenswert!








