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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von yellowdog:

ruhige Gedichte

Bulgariens Herz von Rumjana Zacharieva


Gegenwartslyrik aus Bulgarien ist den meisten deutschen Leser wahrscheinlich wenig bekannt. Daher kennt man auch keinen der Autoren dieser Anthologie.
Hängen bleiben Gedichte z.B. von Kamelia Spassova, Galina Zlateva
Ein paar Gedichte sind sogar auf deutsch geschrieben, z.B. die von Antina Zlatkova oder Darina Schneider

Einige, sogar viele der Autoren wirken auf mich wie Nachwuchslyriker.

Oft sind die Gedichte bedächtig und ernst.

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Rezensionen von barbara.liest:

Trauer betrifft jeden

Was bleibt, wenn wir sterben von Louise Brown

Das Cover ist sehr schön gestaltet und sehr passend für das Thema Trauer.

Das Buch ist in drei Hauptteile und einige kurze Unterkapitel eingeteilt, die aufeinander aufbauen.
Das Thema Trauer ist sehr komplex und vielfältig, das kommt auch im Buch gut heraus. Die Autorin hat das Thema Trauer leicht verständlich und trotzdem umfassend beschrieben und versucht den Lesern einen natürlichen Zugang zu vermitteln.

Nachdem die Autorin selbst Trauerrednerin ist habe ich mir erwartet, dass es in diesem Buch einige fachliche Inputs und Hinweise geben wird.

Es gab zwar immer wieder Geschichten aus ihrer Erfahrung, die Verarbeitung ihrer eigenen Trauer um ihre Eltern stand aber meiner Meinung nach durchgängig im Vordergrund was ich sehr schade war, denn ich habe mir keine Geschichte über die Autorin selbst erwartet.

Leider keine Empfehlung für Menschen, die einen professionellen Ratgeber erwarten.

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Rezensionen von KimVi:

Gelungener Reihenauftakt

Vergissmeinnicht - Was man bei Licht nicht sehen kann von Kerstin Gier

Quinn ist cool, sportlich und beliebt. Kein Wunder also, dass Matilda, die in Quinns Nachbarschaft wohnt, schon lange heimlich in ihn verliebt ist. Die Chancen, dass ihre Liebe jemals erwidert wird, stehen denkbar schlecht, denn Matilda ist alles andere als cool und wird außerdem von ihrer nervigen Familie geplagt.

Doch dann ändert sich alles. Denn Quinn wird plötzlich von merkwürdigen Wesen verfolgt und bei der Flucht in einen schlimmen Unfall verwickelt. Für Quinn ist nichts mehr, wie es vorher war. Plötzlich kann er Dinge sehen, die es eigentlich nicht geben sollte. Das kann er nicht einmal seinem besten Freund anvertrauen, ohne dabei in Gefahr zu geraten, mit der Zwangsjacke abgeführt zu werden. Als Matilda vor Quinns Haustür steht, bittet seine Mutter das Mädchen spontan darum, ein wenig Zeit mit ihm zu verbringen. Zunächst ist Quinn davon wenig begeistert. Das ändert sich allerdings schlagartig, als er feststellt, dass Matilda ihn nicht für verrückt erklärt....

In dem Auftaktband ihrer neuen Trilogie gelingt es Kerstin Gier wieder hervorragend, sympathische Charaktere zu erschaffen, die zuweilen so herrlich humorvolle Dialoge führen, dass man unverhofft schmunzeln muss. Dadurch ist man sofort mitten im Geschehen und beobachtet die merkwürdigen Dinge, die Quinn plötzlich passieren, gespannt.

Die Handlung wird in der Ich-Form, abwechselnd aus der Sicht von Quinn und Matilda, geschildert. Dadurch lernt man die beiden genau kennen und kann ihre Gedanken und Gefühle hautnah miterleben. Außerdem kann man beobachten, wie sie aufeinander wirken und was sie voneinander halten. Beide wirken von Anfang an sympathisch und der Humor, der mitschwingt, ist einfach herrlich. Die Geschichte selbst ist durchgehend interessant und wunderbar leicht zu lesen. Deshalb gerät man früh in den Sog der Ereignisse und mag das Buch kaum aus der Hand legen. Der magische Teil der Geschichte enthält zwar keine bahnbrechenden Neuigkeiten, aber das muss er auch gar nicht, da Kerstin Giers wunderbares Erzähltalent und die von ihr erschaffenen Charaktere, dafür mehr als ausreichend entschädigen.

Ein gelungener Auftakt, der durch den humorvollen Schreibstil und die lebendigen Charaktere überzeugt.

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Rezensionen von PeLi:

erstes Wörterbuch für die Kleinen

ministeps Mein erstes großes Wörterbuch - ab 12 Monate von Hannelore Dierks

Ein sehr schön gestaltetes und farbenfrohes ministeps Buch für Kinder ab 12 Monaten. Schon das Cover ist total niedlich mit einer süßen Ente und einem Frosch. Außen ist das Buch gepolstert und die einzelnen Seiten sind ebenfalls sehr stabil und dick, lässt sich also auch mit kleinen Kinderhändchen leicht greifen und umblättern.

Im Buch sind dann mehrere Kategorien, zum Beispiel "Was ziehen wir an", "In unserer Kita"", "Was esse ich gern" , die Kleinen können mit dem Buch die verschiedenen Farben lernen, es gibt eine Doppelseite mit Bildern, von Dingen, die Geräusche machen, Dinge, die man einkauft, verschiedene Feste, Zahlen, Tiere und vieles mehr. Also alles Situationen aus dem ganz normalen Alltag und jeder der zahlreichen Begriffe wird durch eine wunderschöne , kindgerechte Illustration dargestellt. Ich habe das Buch jetzt schon sehr oft mit meinem Enkel angeschaut und er findet die niedlichen Bilder immer wieder toll und freut sich jedes Mal total darüber, wenn er etwas entdeckt, das er schon kennt.
Ein wirklich ganz tolles Kinderbuch!

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Rezensionen von barbara.liest:

gute Freunde auf Reisen

Flucht nach Patagonien von Revedin Jana

Eugenia Errázuriz und Jean-Michel Frank sind in „Flucht nach Patagonien“ unterwegs in die Heimat von Eugenia. Sie ist eine einflussreiche Kunstmäzenin, die unter anderem bekannte Persönlichkeiten wie Coco Chanel und Pablo Picasso gefördert hat.
Er ist ein zu dieser Zeit sehr bekannter Innenarchitekt, der auch der Onkel von Anne Frank ist.

Zudem stehen sein schillernder, einzigartiger Stil sowie seine Homosexualität im Vordergrund.
Die beiden verbindet eine tiefe Freundschaft, auch wenn sie altersmäßig sehr weit auseinander liegen.
Als der zweite Weltkrieg auch Paris zu erreichen droht flüchtet Eugenia mit Jean-Michel nach Patagonien um dort mit ihm gemeinsam ein Hotel einzurichten.

Es bedarf phasenweise großer Anstrengung um der Geschichte folgen zu können. Jana Revedin erzählt sehr detailreich und detailgetreu und verliert sich auch gerne in architektonische Beschreibungen.
Der geschichtliche Hintergrund ist einerseits sehr interessant, nimmt andererseits aber auch sehr viel Platz in Anspruch.

Für Geschichtsliebhaber ein sehr gelungenes Buch, für Romanliebhaber eher langatmig deshalb nur 4 Sterne.

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Rezensionen von Tara:

Was für eine Show

Reality Show von Anne Freytag

„Reality Show“ ist ein spannender Roman der in München lebenden Autorin Anne Freytag.

Die sozialen Ungerechtigkeiten werden immer größer, der Konsum immer wichtiger und der Rechtsdruck steigt. Es sind nicht mehr die Politiker, die das Land regieren, es ist das Geld und die wenigen Menschen, die dieses besitzen.

Nach außen nennt sich die Regierungsform Demokratie, aber in Wirklichkeit ist davon nichts mehr übrig. Unzufrieden über die Zustände entwickeln ein paar junge Menschen einen unglaublichen Plan. An Weihnachten sollen an verschiedenen Standorten Geiseln genommen werden. Dabei handelt es sich um zehn wohlhabende und einflussreiche Menschen, die jeder eine oder mehrere Leichen im Keller haben, aber bisher nicht im Fokus der Öffentlichkeit standen. Sie sollen sich vor Millionen von Menschen zur Primetime im TV live für ihre Taten verantworten und die Zuschauer dürfen über sie urteilen. Innerhalb kürzester Zeit ist die Polizei im Großeinsatz und das Chaos perfekt.

Mit ihren Geiselnahmen geben die Protagonisten, die den Plan ausgearbeitet haben, dem Volk die Möglichkeit sich zu rächen. Da die Geiselnahmen von verschiedenen Standorten aus live übertragen werden und die Autorin dem Leser ein umfassendes Bild gibt, erfolgen innerhalb weniger Seiten immer wieder Ortswechsel. Dadurch kommt ordentlich Tempo in die Handlung und die Spannung steigt stetig.

Die Anzahl der Charaktere ist durch die vielen Geiseln recht hoch und ich hatte anfangs die Befürchtung den Überblick zu verlieren. Einfach weiterlesen hat hier gut geholfen, da die Ereignisse Stück für Stück ein stimmiges Gesamtbild ergeben und sich gut zusammenfügen.

Der klare Schreibstil ist einfach und angenehm zu lesen, enthält aber viele Details und nimmt immer wieder Bezug auf aktuelle politische Themen. Sehr interessant sind auch die Überlegungen mit Blick auf die Wahlen, deren Nutzen und Effektivität. Wer hat wirklich das Sagen ? Durch einen stetigen Wechsel der Perspektive und der Orte bleibt die Spannung durchgehend gewahrt.

Der Plot ist originell und gut durchdacht. Mir hat das Lesen Spaß gemacht und ich war durchgehend gefesselt.

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Rezensionen von nil_liest:

Tolles Sachbilderbuch für Groß und Klein!

Das Museum der Pilze von Ester Gaya; Katie Scott

Es ist bereits das achte Buch der Reihe „Eintritt frei: Das Museum …“ und wir lieben auch dieses!!! Diese Buchreihe ist großartig, ich kann es anders nicht sagen. Diesmal erkunden wir die Pilze! Was könnte passender sein im Herbst als sich diesem Gewächs der Wälder zu widmen und zu erforschen.

„Das Museum der Pilze“ ist ein großformatiges Bilderbuch, aber lasst euch davon nicht abschrecken. Kein Bilderbuch im Sinne des Kleinstkind-Format sondern ein Buch für 6-99 Jahre. Denn es ist in der Tat ein Museum zwischen zwei Buchdeckeln.
Es gibt viel zu schauen, da das Buch mit viel Liebe zum Detail illustriert wurde von Katie Scott.
Die Texte stammen alle von renommierten Fachleuten, auch wenn auf dem Cover „nur“ Dr. Ester Gaya, die dieses Buch federführend kuratiert hat.
Aber nun mal zum Inhalt! Was erwartet den Museumsbesucher im Geiste. Es werden Fragen geklärt was ein Pilz überhaupt ist, seine Evolution und wie pflanzt sich so ein Pilz eigentlich fort? Natürlich auch reichlich gattungsspezifische Informationen zu Hutpilzen, Becherpilzen Bauchpilze und viele mehr. Auch werden (wieder) die Lebensräume beleuchtet und die Beziehungen von Pilzen zu seinen spezifischen Umwelten. Klar, natürlich wird auch nicht ausgelassen was es mit den giftigen Pilzen auf sich hat!
Sehr spannend! Eine tolle Erweiterung unserer Familienbibliothek!

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Rezensionen von barbara.liest:

ein fader Urlaub wird spannend

Dicke Biber von Bettina Balàka

Amadeus alias Pico hat Null Bock auf Urlaub mit seinen Eltern und seiner kleinen Schwester an der Donau. Er ist schließlich schon im 4. Gymnasium und möchte Abenteuer erleben und keinen Pensionistenurlaub verbringen.

Es dauert allerdings nicht lange und dann ist Pico mit seinen neu gewonnenen Freunden mittendrin im Abenteuer welches die Natur und die Vogelschutzinsel bieten.

Das Cover ist sehr bunt gestaltet und toll illustriert, auch die Bilder im Buch drinnen sind schön gestaltet.
Der Schreibstil ist flüssig und leicht verständlich.
Toll finde ich, dass die Autorin in ihrem Buch soviel Wissen über die Natur und den Artenschutz vermittelt und die Kinder auch zum Nachdenken bringt.


Die erste Hälfte des Buches war eher langatmig und beschreibend, nach der Mitte wurde es sehr spannend und mein Sohn konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Als Krimi würde ich es trotzdem nicht bezeichnen, eher als Abenteuerroman.

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Rezensionen von Lisa:

Ein Blick über den Tellerrand... oder den Schallplattenrand?

Miss en Place von Sarah Satt

Inhalt: Sofia Sabato ist leidenschaftliche Musikjournalistin, wird aber zu ihrem Leidwesen von der Chefredakteurin ins Kulinarik-Ressort versetzt. Nach einigen Pannen beim Verfassen von „Fresskritiken“ und auf einer Pressereise lernt Sofia die junge Souschefin Mari kennen und erkennt, dass Musik und Kulinarik sich sehr gut verbinden lassen…

Meine Meinung: Zunächst kurz zum äußeren Eindruck, den das Buch macht: Es ist liebevoll bis ins Detail gestaltet, angefangen von Kopfhörerdesign auf dem Cover bis hin zur Orangenschalen-Haptik unter dem Schutzumschlag.

Auch im Inneren wird mit orangenen Farbakzenten gespielt, was wunderschön und hochwertig aussieht. Besonders schön sind auch die Rezepte von Sofias Nonna zum Nachkochen und -backen. Mindestens eines davon werde ich demnächst ausprobieren! Mit der Playlist zum Buch wird die Lektüre zum Fest für alle Sinne.
Sarah Satt schreibt locker, humorvoll und sehr sprachgewandt. Da sie aus Österreich kommt und der größte Teil des Romans in Wien spielt, kann man sich auf eine Menge guter Schmähs und Austriazismen gefasst machen. Auch der (musik-)journalistische und gastronomische Arbeitsalltag werden liebevoll aufs Korn genommen. Selten habe ich mich beim Lesen so gut unterhalten gefühlt. Die äußerst humorvollen Aufzählungen und Listen haben mich zum Lachen gebracht. Die meisten Bücher entlocken mir höchstens ein belustigtes Schnauben, aber dieses hier hat meinen Humor voll getroffen.
Die Freunde Sofia, Mari und Patrick habe ich in mein Herz geschlossen und auch Sofias Eltern sind sehr herzliche Personen. Sofia macht eine tolle Charakterentwicklung durch, im Zuge derer sie im wahrsten Sinne des Wortes „über den Tellerrand blickt“ und ihre neuen Aufgaben in Teamarbeit mit Mari wunderbar meistert.

Mein Fazit: „Miss en Place“ beinhaltet eine gelungene Kombination verschiedener Künste und hat mir großen Spaß bereitet. Leseempfehlung!

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Rezensionen von froschman:

„Mühlviertler Hasenjagd“-Schicksal

Fanzi von Elisabeth Schmidauer

Franz Kaltner, von seiner kleinen Schwester Elfi liebevoll „Fanzi“ genannt, will Tischler werden, den elterlichen Hof soll einer der beiden älteren Brüder übernehmen. Doch da kam die Nazizeit dazwischen, die Brüder müssen in den Krieg und kehren letztendlich nicht mehr zurück. Die kleine Schwester ist sein Ein und Alles, für sie erträgt er die Lieblosigkeit und Härte seiner Eltern.

Doch Elfi erkrankt und nach der Hirnhautentzündung ist nichts mehr wie früher. Sie muss aus der Schule, kommt in die Heil- und Pflegeanstalt Niedernhart, wo sie letztendlich (wie damals üblich, da sie ein Volksschädling ist, der nur Geld kostet und nichts bringt!) ermordet wurde. Und schließlich noch die berüchtigte „Hasenjagd“, an der sich auch der Vater beteiligte. Jahrzehnte später sieht Franz in seinen Gedanken immer wieder die ermordeten sowjetischen KZ-Flüchtlinge am Straßenrand liegen. Aber über das alles wurde und wird nicht gesprochen.
Erst 70 Jahre später stellen sein Sohn Kurt und seine Enkelin Astrid Fragen, und so muss er schließlich doch Antwort geben und kann endlich auch für sich dieses Kapitel abschließen.

Elisabeth Schmidauer hat es geschafft, mit ihren langen, oft verschachtelten, Sätzen die Härte des Lebens von Franz Kaltner niederzuschreiben. Die Grausamkeit des Krieges ist für die Protagonisten teilweise nicht auszuhalten, aber auch als Leser wird man mit voller Härte erwischt. Nicht geeignet für zartbesaitete Leser.

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