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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von brauneye29:

Nicht meins

Stadt des Zorns von Marc Meller

Zum Inhalt:
Janus spielt ein Spiel und hat alles perfekt geplant. Für die anderen sieht es aus, als ob es ein Anschlag ist, doch alles ist nur ein Spiel und es gibt nur eine Chance zu überleben. Du musst besser sein als er, seinen geschickten Fallen ausweichen und die Rätsel lösen. Janus hat es geschafft, dass die gesamte Stadt eine Todesfalle ist.

Das letzte Exit-Game hat Hannah überlebt, doch wird das auch jetzt gelingen.
Meine Meinung:
Ich weiß nicht warum, aber das Buch hat mich von Anfang an nicht gefangen. Ich fand es z. B. anstrengend zu lesen. Ich fand das Buch auch trotz der Grundidee auch nicht spannend, vielleicht weil ich das Gesamtkonzept im Grunde viel zu abstrus fand. Ich habe mich im Grunde durch das Buch gequält und war froh als zu Ende war. Der Schreibstil hat mich auch nicht wirklich überzeugen können.
Fazit:
Nicht meins

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Rezensionen von stina23:

tragisch-schöner Roman

Der Gesang der Berge von Phan Nguyen Que Mai

„Der Gesang der Berge“ hat mich auf mehreren Ebenen beeindruckt.
Die Geschichte wird von der Großmutter Dieu Lan und ihrer Enkelin Huong in zwei alternierenden Erzählsträngen wiedergegeben. Während Huong im Vietnamkrieg der 60er und 70er Jahre des letzten Jahrhunderts aufwächst, hat ihre Großmutter schon den Indochinakrieg, mit französischer und japanischer Besatzung, durchlebt.

Immer wieder werden beide Frauen von Schicksalsschlägen gebeutelt, jedoch geht auch das Leben mit all seinen schönen Seiten weiter.
Mir gefällt die feine, klare Sprache der Autorin sehr. Sie beschreibt die Gräuel des Krieges mit all seiner Macht, lässt aber die ProtagonistInnen immer wieder das kleine Glück finden und nicht aufgeben. Die Autorin, selbst Vietnamesin, malt sprachlich schöne Bilder ihres Landes und formt Figuren, die einem ans Herz wachsen und deren Handeln man nachvollziehen kann.
Ich war mir zuvor der Geschichte Vietnams nur wenig bewusst. Dieser Roman eröffnete sie mir über den bekannten Vietnamkrieg hinaus.
Mich hat die Geschichte der beiden Frauen und ihrer Familienmitglieder emotional sehr berührt. Für mich war es ein Buch, das ich auf Raten gelesen habe, weil es Tiefgang hat, den ich zwischendurch verdauen musste.
Ich empfehle dieses Buch für jede, die nicht etwas zum Zwischendurch-mal-Lesen suchen.

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Rezensionen von Lilli33:

Roman mit Krimielementen

Der Sucher von Tana French

Roman mit Krimielementen

Inhalt:
Cal Hooper hat jahrzehntelang als Cop in Chicago gearbeitet. Nun steckt er in der Krise, weiß nicht mehr, war richtig und was falsch ist. Um zu sich selbst zu finden, hat er sich in den Westen Irlands verzogen, wo er inmitten der gewaltigen Natur ein altes Farmhaus gekauft hat.

Im Dorf wird er freundlich aufgenommen, doch bald hat er das Gefühl, beobachtet zu werden …

Meine Meinung:
Tana French schreibt in der Regel sehr fesselnde Romane, in denen es unter anderem auch um Verbrechen geht. So auch in ihrem neuesten Werk. Nur leider dauert es in diesem Buch sehr lange, bis überhaupt der Hauch eines Verbrechens aufkommt. Da ist die Hälfte der Seiten schon durchgeblättert, bis es so weit ist. Dafür kann man sich ein gutes Bild von den Protagonisten machen, dem Ex-Cop Cal, seinem alten Nachbarn Mart und dem Teenager Trey.

Das Zusammenspiel von Cal und Mart, ihre Dialoge, über die man oft schmunzeln muss, obwohl sie gar nicht so witzig gemeint sind, haben mir gut gefallen. Auch Trey ist eine sehr interessante und schillernde Figur. Vor meinem inneren Auge erwachten diese drei und auch alle anderen Charaktere förmlich zum Leben, so plastisch sind Tana Frenchs Beschreibungen. Auch die Landschaftsschilderungen sind eindringlich und wirklich passend. Wer Irland kennt, wird es in den Beschreibungen wiederfinden. Und wer es nicht kennt, wird den Wunsch bekommen, diese raue Schönheit in natura zu sehen.

Im Großen und Ganzen fand ich den Roman sehr gut. Doch hätte ich mir noch mehr Spannung gewünscht. Zeitweise geht die Handlung einfach nicht richtig voran. Etwas mehr Tempo hätte dem Buch gutgetan.

Insgesamt hat mir der neue Roman von Tana French aber ein paar schöne Lesestunden beschert. Ich schwanke zwischen 3 und 4 Sternen, runde aber gerne wohlwollend auf.

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Rezensionen von Minangel:

Ein wunderschöner Begleiter durch das Jahr

Der Sucher von Tana French

Meine Meinung: Ich nahm das große Buch in die Hand und musste sofort über die goldene haptische Überschrift streicheln. Allein die Aufmachung ist schon ein wehr wertiger Hingucker und wird durch ein Lesebändchen veredelt. Öffnet man das Buch, findet sich das Inhaltsverzeichnis der 4 Jahreszeiten mit dem, was einem erwartet.

Die Gestaltung ist sehr großzügig und seitenübergreifend. Ansprechende Bilder, große bunte Schrift und angenehme Zeichnungen. Darin blättern und lesen ohne Lesebrille. Die Begriffe für mich dazu sind: hyggelig, betrachten und Innehalten.
Jedem Monat ist ein kurzer Text gewidmet und dann gibt es Geschichten, Rezepte, Unternehmungen, Ideen, Garten-to-do-Listen,… und auch Traditionen und Bräuche passend zur jeweiligen Jahreszeit. Das Buch beginnt im Frühling mit dem März und endet mit dem Jahreswechsel, obwohl auch noch Jänner und Februar fernab weißer Weihnacht für mich extra abgehandelt werden könnte nach der Jahreswechselseite. Das hat mir ein bisschen gefehlt und wenn ich schon am Nörgeln bin, hätte ich mir noch neue Ideen gewünscht fernab vom Bärlauchpesto im Frühling und heißer Schokolade im Winter.
Fazit: ein rundum gelungenes Wohlfühlbuch, dass durchs Jahr begleitet, sicherlich gerne in die Hand genommen wird und sich hervorragend zum Verschenken eignet. Von mir gibt es hyggelige 4 ½ Sterne.

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Rezensionen von Lesemama:

Eine Liebesgeschichte in 80 Szenen

Kate in Waiting von Becky Albertalli

Zum Buch:
Kate und Anderson sind beste Freunde und sie teilen nicht nur den Alltag in allen Nuancen sondern auch ihre Liebe zu Musicals. Und manchmal schwärmen sie auch für denselben Jungen.
Als Matthew Olsson im Theaterkurs auftaucht ist auf einmal nichts mehr wie es war. Zum erstenmal liefern sich Kate und Andy einen erbitterten Kampf .

..

Meine Meinung:
Zur Zeit kommt man an queren Büchern kaum vorbei, was ich auch absolut wichtig finde. Ich las natürlich schon öfter Bücher mit Protagonisten, die eben nicht dem allgemeinen Standard entsprechen und das ist auch gut so.
Auch von der Autorin las ich schon das ein oder andere Buch, wobei Love Simon noch wartet.
Nun war ich total angetan von dem wunderschönen Cover, von dem interessanten Klappentext und auch vom Autor. Und von wurde nicht enttäuscht.
Ja, die Protagonisten sind noch jung, sie gehen noch zu Highschool, aber dennoch sind es ganz wunderbare, starke Menschen mit ihren Stärken und Schwächen. Eine so zuckersüße, romantisch und tiefgründige Geschichte habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Dieses Buch hat auf jeden Fall hohes Potenzial ein absolutes Lieblingsbuch zu werden und ich kann es nur absolut empfehlen. Einfach topp.

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Rezensionen von Lerchie:

Die Dokumentenfälscherin

Das Buch der verschollenen Namen von Kristin Harmel

Dieser historische Roman von Kristin Harmel erzählt aus der Zeit de 2. Weltkrieges von einer kleinen Stadt in Frankreich. Sie wurde zu einem Symbol des Widerstands.
Eva, eine Studentin entkommt 19420 nur knapp aus Paris. Ihr Vater war als polnischer Jude verhafte worden. Sie kommt in den kleinen Ort Aurignon, der in der unbesetzten Zone liegt.

Dort lernt sie den jungen Widerstandskämpfer Remy kennen. Eva fälscht im Auftrag der Resistance Papiere für jüdische Kinder. Aber sie möchte deren wahre Identität für nach dem Krieg bewahren. Und verschlüsselt sie in einem Buch. Doch dieses Buch bedeutet plötzlich für sie große Gefahr und Rémy verschwindet.
Dieses Buch ist inspiriert von einer wahren Geschichte über die Résistance. Ein berührendes und beeindruckendes Leseerlebnis.

Meine Meinung
Von dieser Autorin habe ich bisher noch nichts gelesen. Als ich den Klappentext las, wurde ich bereits neugierig, Daraufhin habe ich die Leseprobe gelesen und gemerkt, dass mir der Schreibstil der Autorin sehr zusagt. Er ist unkompliziert, so dass keine Unklarheit im Text meinen Lesefluss zu stören vermochte. Ich war schnell in der Geschichte drinnen und konnte mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzen, auch wenn ich selbst den Krieg nie erlebt habe, dem Himmel sei Dank. Trotzdem kann ich mir die Zustände damals gut vorstellen, habe ich doch schon viel darüber gelesen. Eva tat mir leid, als ihr Vater vor ihren Augen verhaftet wurde. Zum Glück war sie nicht bei ihm, denn sonst hätte sie vielleicht nicht überlebt. Aber sich die Vorwürfe ihrer Mutter anhören zu müssen, war schon genug. Sie konnte mit ihr fliehen, auch wenn die Mutter gar nicht weg wollte. Aber Eva wusste, dass ihre Mutter sofort ebenfalls verhaftet würde, sollte sie nach Paris zurückkehren. Dass sie dem kleinen Bergdorf Aurignon im Südosten Frankreichs vielen Menschen helfen konnte, machte sie irgendwie zufrieden. Doch wie lange konnte das gutgehen? Was würde passieren, wenn die Nazis auch diesen Ort besetzen würden? All dies, und was Eva alles tat und was sie alles verkraften musste, all dies kann der Leser in diesem Buch nachlesen. Was mir jedoch fehlt, und was meiner Meinung nach in jeden historischen Roman gehört ist ein Personenverzeichnis. Ein Verzeichnis, das mir sagt. Welche dieser Personen es wirklich gegeben hat, und welche fiktiv sind. Im Klappentext steht etwas von einer wahren Geschichte einer kleinen Stadt in Frankreich. Das heißt, dass es diese Stadt (vielleicht stimmt der Name nicht, dann ist es eben eine andere Stadt) die zum Symbol des Widerstands wurde wirklich gegeben hat. Vielleicht hat es ja auch die eine oder andere im Roman erwähnte Person wirklich gegeben. Ab er wen? Das hätte ich sehr gerne gewusst. Daher muss ich leider einen Stern abziehen. Denn sowas gehört einfach in einem solchen Roman dazu. Meine Meinung! Deshalb, und obwohl das Buch von Anfang an spannend war bis zum Ende, mir gut gefallen und mich gefesselt hat, empfehle ich es zwar gerne weiter, aber vergebe nur vier von fünf Sternen bzw. acht von zehn Punkten.

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Rezensionen von yellowdog:

Rumble in the Jungle

Die Eroberung Amerikas von Franzobel

Die Eroberung Amerikas von Franzobel ist ein ungewöhnliches Buch, fast schon ein Ereignis.
Es verbindet historische Geschehnisse mit heutigen Ereignissen, verknüpft Ursachen und Folgen.
Es beginnt mit einem überraschenden Einfall, eine Klage, wie sie noch nicht vorgekommen ist.
Dann geht es in die Vergangenheit.

Diesen spanischen Eroberer kannte ich bisher nicht. Desoto ist wirklich eine ambivalente Figur.
 
Es ist ein sehr farbenfrohes und detailreiches Buch. Beim Lesen kann man sich alles immer sehr gut vorstellen, selbst wenn das 16 Jahrhundert einem fremd erscheint und es viele Härten und Grausamkeiten gibt. Diese Passagen sind aber auch nicht immer leicht durchzuhalten.
Franzobel prägt den Roman mit seiner überbordenden Sprache, di einem beim Lesen auf die Dauer etwas viel werden kann, die aber doch zu beeindrucken vermag.
Das bietet der durchschnittliche historische Roman üblicherweise nicht.

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Rezensionen von liesmal:

Tolles Staffel-Schreib-Lese-Erlebnis

Die Eroberung Amerikas von Franzobel

Zehn Autor*innen haben gemeinsam ein Buch geschrieben. „Annemone Apfelstroh“ ist das Ergebnis einer ungewöhnlichen, aber großartigen Idee in Zeiten von Corona. Zu verdanken haben wir die Idee des „Staffel-Schreibens“ der Autorin Karin Müller, die den Anfang des Buches geschrieben und dann die Staffel an den nächsten Autoren weitergereicht hat usw.

Dadurch ist aus kleinen einzelnen Geschichten mit Annemone Apfelstroh und vielen unerwarteten Ereignissen, mit Abenteuern, Wünschen und großartigen Überraschungen und viel Magie am Ende eine ganz große Geschichte geworden. Ganz deutlich ist die Liebe zu spüren, mit der alle „Schreiberlinge“ ihren Teil beigetragen haben.
Mir hat das Lesen einen unglaublichen Spaß bereitet und ich freue mich darauf, das Buch auch bald gemeinsam mit Kindern zu lesen. Witzig finde ich, dass alle Autor*innen für ihre Kapitel eine andere Schriftart bekommen haben und dass sich die Geschichten außerdem durch die verschiedenen Farben für Überschrift und Seitenzahl voneinander abheben. Ein weiteres Plus sind die wunderbaren Illustrationen von Florentine Prechtel. Sie haben den bildhaften Beschreibungen der Autor*innen noch das I-Tüpfelchen aufgesetzt.
Sehr gern gebe ich meine volle Empfehlung für dieses Buch mit Annemone Apfelstroh und den Namen der zehn Autor*innen auf dem Cover und mit dem wunderbaren Layout aus dem Carlsen Verlag.

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Rezensionen von liesmal:

Es ist nicht alles recht im Leben

Bonuskind von Saskia Noort

Hinter dem Titel „Bonuskind“ verbirgt sich ein spannender Roman, für mich ein Psycho-Thriller, geschrieben von der niederländischen Autorin Saskia Noort.
Die Hauptprotagonistin ist Lies, die mit ihrem kleinen Bruder Luuk nach der Trennung ihrer Eltern abwechselnd bei Vater und Mutter lebt. Als Lies eines Morgens in der Wohnung ihrer Mutter mit einem komischen Gefühl und der Angst erwacht, ihrer Mutter könne etwas geschehen sein, ist und bleibt diese tatsächlich verschwunden.

Lies kann im Gegensatz zu allen anderen nicht daran glauben, dass ihre Mutter sie und ihren Bruder einfach so im Stich gelassen hat. Darum macht sie sich allein auf die Suche nach den Gründen für das plötzliche Verschwinden ihrer Mutter – und stößt dabei auf ein Tagebuch ihrer Mutter mit unglaublichen, ganz persönlichen und erschütternden Eintragungen.
Dass Lies erst 15 Jahre alt ist, kann ich fast gar nicht glauben. Sie wirkt unglaublich erwachsen, kümmert sich rührend und voller Liebe um ihren kleinen Bruder und lässt sich trotz aller gegenteiliger Meinungen und allem, was sie erfährt, nicht von ihrer Überzeugung abbringen, dass ihre Mutter nicht freiwillig fortgegangen ist.
Egal, ob Lies mit ihrer Meinung recht hat oder nicht, ist sie für mich eine überzeugende und damit meine Lieblingsprotagonistin. Sehr gut gefällt mir, dass es Kapitel aus unterschiedlichen Perspektiven gibt. Dabei ist die Schrift - teilweise in Kursiv - eine gute Idee und sehr hilfreich. Einen großen Raum nimmt die erschütternde, aber außerordentlich interessante Beschreibung einer toxischen Beziehung ein.
Hat Lies mit ihrer Vermutung recht? Kann sie beweisen, dass ihre Mutter nicht freiwillig gegangen ist? Oder ist vielleicht doch alles ganz anders? Diese Fragen haben mich bis zum Schluss nicht losgelassen und für eine ordentliche Portion Spannung gesorgt. Das Ende war dann allerdings tatsächlich eine totale Überraschung für mich. Wenn es vom Verständnis her auch gut erklärt war, kann ich mich damit nicht zufrieden geben – aber so ist das Leben manchmal!

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Rezensionen von nil_liest:

Großartiges Abenteuer in zwei Welten, sinnesberauschend und überzeugend gut!

Daliahs Garten - Das Geheimnis des grünen Nachtfeuers von Fabiola Turan

WOW! Dieses Buch hat uns umgehauen. Nicht nur meine Tochter (4. Klasse) hat es verschlungen, auch ich habe es sehr gerne als Erwachsene gelesen! Ich könnte hier nun Dutzende Superlative aufzählen um meine Begeisterung zu teilen, aber ich will vor allem erklären WAS mich so begeistert.
Der Roman ist ab 10 Jahren und dieses Alter trifft es ziemlich gut, für manche etwas früher möglich, für manche auch noch später.

Denn dies ist ein tolles Buch für Kinder, die gerade so mit einem Fuß in der Pubertät stehen und sich aber doch noch gerne als Kind begreifen. Auch hier wandern Daliah und Rahim zwischen zwei Welten, die ein Wechselbad der Gefühle auslösen bei den beiden. In der einen fiktionalen Welt, einer Fantasywelt, wird der klassische Kampf zwischen Gut und Böse ausgetragen. Es wird der Wert der Freundschaft hochgehalten und auch über Vergangenes reflektiert sowie positiv in die Zukunft geschaut. Und hey, welches fast pubertierendes Kind fühlt sich da bitte nicht zu Hause? Dazu natürlich alles mächtig spannend.
Außerdem fand ich die Namenswahl äußerst gut getroffen, bunt gemischt, wenig anglophile Namen. Einmal quer durch das Namensbeet mit Daliah, Esme, Maria, Mirza, Ariane usw… Gibt einen dicken Pluspunkt. Daran meine ich die sehr intensive Auseinandersetzung der toll schreibenden Autorin Fabiola Turan durchschimmern zu sehen. Das strotz vor Liebe zur Natur, natürlich auch zu den Farben und allgemein zur Wahrnehmung der eigenen Umgebung. Mich begeistert ihr Schreibstil sehr.
Dies ist übrigens der erste Band einer Reihe zu „Daliahs Garten“: Das Geheimnis des grünen Nachtfeuers. Aber es ist eine in sich abgeschlossene reiche Geschichte. Hier braucht man nicht fürchten, dass man den 2. Band lesen „muss“. Allerdings bin ich davon überzeugt, dass die meisten Leser:innen des ersten Bandes auch zum Folgeband greifen! Wir freuen uns schon darauf!
Ach und noch ein Hinweis, weil das wunderschöne Cover von Verena Körting sicherlich im ersten Augenblick eher die Mädchen anspricht: Daliah und Rahim erleben dieses Abenteuer gemeinsam und daher finden sich auch Jungs hier wieder aus meiner Sicht! Und für alle die sich erst im Netz schlau machen bevor sie in eine lokale Buchhandlung gehen: es sind leider keine weiteren dieser tollen Illustrationen im Buch. Ein Text für wirklich sattelfeste Leser:innne!
PS: Es könnte nach der Lektüre der Wunsch entstehen einen Vogel haben zu wollen…einen Bienenfresser! ;0)

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