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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von April1985 :

Ein bitterböses Weihnachtsmenü

SCHWEIG! von Judith Merchant

Der Stress zu Weihnachten und die liebe Familie können einem schon mal in den Wahnsinn treiben, aber was uns Judith Merchant hier serviert, übertrifft einfach alles. Schweig! ist familiärer Psychothriller mit Sogwirkung. Beklemmend, raffiniert, absolut böse und durchdrungen von Manipulation und Gift.

Unglaublich genial umgesetzt!

Judith Merchant hat mit Schweig! ein hochspannendes Kammerspiel zu Papier gebracht. Esther und Sue sind zwei Schwestern, die am Tag vor Heiligabend in Sues riesiger Villa im Wald aufeinander treffen. Esther macht sich Sorgen um ihre psychisch instabile Schwester Sue und möchte diese daher überreden das Weihnachtsfest im Kreise ihrer liebevollen Familie zu verbringen. Doch Sue ist wie immer abweisend. Sie will Esther loswerden. Denn wenn Esther nicht geht, passieren schlimme Dinge. Und dann setzt draußen ein Schneegestöber ein, welches die Schwestern dazu zwingt miteinander zu reden....Und eine Person wird die Nacht nicht überleben.

Judith Merchant lässt uns tief in die Gedankenwelt von Esther und Sue eintauchen. Dabei spielt sie geschickt mit den unterschiedlichen Wahrnehmungen der beiden. Was als harmlose Meinungsverschiedenheit zwischen Schwestern beginnt, nimmt schnell gefährliche Ausmaße an. Wir lesen abwechselnd aus Sicht von Esther und Sue, wobei sich dabei einige Szenen wiederholen, allerdings auch einen komplett neuen Blickwinkel zulassen. Und so entblättert sich im Lauf des Streitgespräches, das uns weit in die Vergangenheit mitnimmt, die komplette und zutiefst schockierende und beklemmende Wahrheit.

Zur Auflösung liefert auch Esthers Ehemann Martin einen Beitrag. Auch von ihm erfahren wir einige Dinge, die uns bei der Beurteilung der Situation weiterhelfen.

Es ist ein raffiniertes und perfides Verwirrspiel, das Judith Merchant mit uns spielt. Glaubt man in einem Moment noch zu wissen was los ist, ändert sich im nächsten Kapitel einfach alles. Dabei entwickelt die Geschichte eine enorme Sogkraft, sodass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen kann. Im rasanten Tempo steuern wir, zahlreiche Wendungen nehmend, einem absolut unvorhersehbaren und ziemlich genialen Ende zu.

Absolute Leseempfehlung!



Fazit:

Schweig! ist ein Psychothriller, bei dem nichts so ist, wie es auf dem ersten Blick scheint. Und auch der zweite Blick ist trügerisch.

Judith Merchant hat in ihrem genialen Kammerspiel zwei wirklich unzuverlässige Protagonistinnen ins Rennen geschickt. Die Autorin spielt geschickt mit den Wahrnehmungen und serviert uns ein fesselndes, bitterböses, perfides, äußerst beklemmendes und vergiftetes Weihnachtsmenü.



Absolute Leseempfehlung für Fans von Psychothrillern mit einer besonderen Note.

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Rezensionen von Verena Benedikt:

Bildgewaltiges Epos

Krone des Himmels von Juliane Stadler

Das Buch lässt mich etwas atemlos zurück. Zu Beginn, auf den ersten Seiten, tat ich mir schwer, in die Geschichte zu kommen. So viele Personen, unbekannte Stätten und ungewohnte Handlungsstränge strömten auf mich ein. Ich habe mich durchgebissen und schon nach einigen Kapiteln ging es deutlich besser.

Nachdem ich mich eingelesen hatte, entwickelte sich die Erzählung von Seite zu Seite immer mehr zu dem, was sie letzendlich ist: ein bildgewaltiges Epos zu einem Thema, mit dem ich mich bis jetzt viel zu wenig befasst hatte. Es hat mein Interesse an den Kreuzzügen definitiv geweckt und wieder einiges an geschichtlichem Wissen in meinen Kopf gepflanzt. Sehr gut gefallen hat mir auch, dass die Autorin nach dem Abschluss der Geschichte eine historisch fundierte Abhandlung beigefügt hat.
Liebe Tyrolia, vielen Dank für dieses tolle Leseexemplar!

Zur Handlung:
Das Buch spielt im Mittelalter ab 1187. Als Leser wandelt man mit mehreren Protagonisten auf den Pfaden des dritten Kreuzzuges, der Jerusalem aus den Händen der Moslems befreien soll:
Etienne, ein junger Mann adliger Herkunft, der jedoch aufgrund seiner Missbildung geächtet wird. Er flieht aus seinem Zuhause und schließt sich nach einem Überfall dem Wundarzt Caspar an, der ihm das Leben gerettet hat. Durch eine Verwundung des Grafen Guillaume gelangen sie in seinen Tross und reisen mit ihm ins Heilige Land. Die Erzählungen ihrer Tätigkeit haben mich am meisten gefesselt. Unglaublich, wie viel manche Menschen damals bereits wussten und wieviel mit Heilkunde und Benutzen der Natur und ihrer Schätze bereits erreicht werden konnte.
Aveline, eine junge Frau, der bereits übel mitgespielt wurde. Sie trifft auf einen Pilgerzug und schließt sich ihnen eher ungewollt an. Ein englischer Pilger bringt ihr das Bogenschießen bei und verwandelt sie von einer Taube in einen Falken, wie er sagt. Durch viele Irrungen und Wendungen landet sie im Tross eines Ritters und schließt sich, als Mann verkleidet, einer Gruppe Bogenschützen an. So gelangt sie in die Truppen Barbarossas (König Friedrich) und mit ihm ins Heilige Land.
Alle Geschehnisse zu erzählen würde hier den Rahmen sprengen. Wer an geschichtlichen Ereignissen interessiert ist und gerne historische Romane liest, ist mit der Lektüre dieses Buches in jedem Fall sehr gut beraten.

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Rezensionen von Lesehörnchen99:

JEDER muss etwas tun

Wie du die Welt verändern kannst von Sarah Welk

Was ist Demokratie und wie funktioniert die? Was passiert bei Wahlen? Und können Kinder schon etwa bewirken?
Viele wichtige Fragen zum Thema Demokratie, Wahlen (gerade sehr wichtig), Klimaschutz ... eben einfach Politik.

Politik ist wichtig und kein bisschen langweilig, wenn sie richtig erklärt und kindgerecht aufgearbeitet wird.

In diesem Buch hat Sarah Welt, die die Nachrichten schon so toll erklärt hat, die Themen Demokratie, Wahlen, Politik und auch Föderalismus so toll erklärt, das es jeder versteht. Viele Schaubilder, überhaupt viele Bilder erleichtern das Verstehen noch zusätzlich. Kindgerecht wird auf die Themen eingegangen, vor allem wie eine Wahl funktioniert war dieses Wochenende ein unendliches Thema bei uns und so verstand es dann auch die Kleine.
Mir gefällt wie mit den Themen umgegangen wird und die Vorschläge was man als Kind tun kann, denn Kinder sind wichtig und können schon viel verändern. Ob in der Familie, in der Schule oder in dem Ort, in dem wir wohnen. Keiner ist machtlos und genau das wird ganz toll und sehr verständlich erklärt und erläutert. Ein Buch, welches meiner Meinung nach in jedem Kinderzimmer stehen sollte.

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Rezensionen von Lesehörnchen99:

Schulalltag digitalisiert

Instagrammatik von Johannes Schröder

Eine Neue auf der HFG-Helene-Fischer-Gesamtschule bringt einen neuen Wind mit. Die Schule soll digitalisiert werden.
Ansatt Blätterflut gibt es einen kleinen Chip der sämtliche Türen öffnen soll. Vor allem die Digitalen.
Keine Bücher mehr, kein Stundenplan und keinen Medienwagen ...

Herr Schröder, Deutsch und Englisch und vor allem Comedian nimmt uns mit auf die digitale Reise ins neue Schulzeitalter.
Witzig wird der neue Alltag auf der HFG beschrieben, viele Begriffe ohne die die neue Generation nicht mehr auskommt, werden genannt. Im großen und ganzen ein etwas ausführlicheres Bühnenprogramm zum Nachlesen. Kommt daher vielleicht nicht ganz so witzig rüber, als würde es erzählt, aber ich habe mich trotzdem ganz wunderbar amüsiert und manches hätte ich mir auch auf meiner Schule gewünscht. Das digitale Zeitalter ist auch in der Schule endlich angebrochen. Vielleicht waren die ganzen Lockdowns und Shutdowns und was für Downs auch immer wenigsten dafür gut.

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Rezensionen von April1985 :

Vanitas

Die Hüter der fünf Jahreszeiten, Band 1: The Lie in Your Kiss (Romantische Fantasy - So aufwühlend wie der Herbstwind, so unvergesslich wie ein Sommerabend.) von Kim Nina Ocker

Mein erstes Buch von Kim Nina Ocker hat mir ganz wunderbare Lesestunden bereitet. Passend zum Herbstbeginn wurde mir ein ganz neuer und ziemlich magischer Blickwinkel zum Wechsel der Jahreszeiten eröffnet.

Bloom ist ein Wintermädchen. Hineingeboren in eine der vier mächtigen Wächterfamilien, welche über die Jahreszeiten herrschen, führt Bloom ein Leben voller Geheimnisse.

Denn niemand darf erfahren, was es mit dem Kreislauf der Jahreszeiten auf sich hat. Nicht einmal Bloom selbst ist in die Aufgaben ihrer Familie involviert. Ohne magische Fähigkeiten und als Kind aus einer verbotenen Liaison wird Bloom eher ausgegrenzt. Das ändert sich schlagartig als Blooms Cousin, der amtierende Hüter des Winters, stirbt. Als nächstgeborene wird Bloom nun das wichtige Amt zuteil in einer Zeremonie den Winter zu verabschieden und den Frühling einzuläuten. Doch auf dem Jahreszeitenball kommt alles ganz anders und ein einziger Kuss bringt den Kreislauf der Jahreszeiten gewaltig ins Wanken.

Kim Nina Ocker hat mit ihrer Jahreszeiten-Dilogie einen wirklich spannenden und faszinierenden Mythos geschaffen. Die Idee hinter den Hüterhäusern und wie wichtig diese für die Aufrechterhaltung des Gleichgewichtes sind, konnte mich total fesseln. Und dann ist da auch noch die mysteriöse, vergessene, fünfte Jahreszeit, die ich genau genommen am genialsten finde.

Die Autorin hat ihr Jahreszeitthema wirklich unglaublich gut durchdacht. Es wirkt alles in sich stimmig. So zum Beispiel das Magiesystem, welches sich an der Natur und der jeweiligen Jahreszeit orientiert.
Wirklich passend fand ich auch die Gedankenspiele zum Klimawandel, dem Schmelzen der Polarkappen und Naturkatastrophen wie Hurrikans. Kim Nina Ocker hat damit ihrer Romantasy einen realitätsnahen Anstrich verpasst.

Bloom mochte ich als Protagonistin recht gerne, vorallem weil sie nicht auf den Mund gefallen ist. Zudem ist sie einfach erfrischend normal. Keine Superwoman, die alles auf Anhieb schafft. Bloom entwickelt sich sehr authentisch, sie macht Fehler und lernt daraus. Und sie verliebt sich, was weitreichende Konsequenzen hat. Neugierig geworden? Dann lest es selbst. Allen Romantikerinnen verspreche ich, dass Love Interest Kevo wirklich nicht zu verachten ist. Er ist geheimnisvoll, ein bisschen gefährlich, gleichzeitig aber auch sehr fürsorglich und hilfsbereit. Und er steht auf der falschen Seite. Ich denke man kann sich ganz gut vorstellen wie das ganze endet. Ziemlich gemein!

Sosehr mich die Geschichte letztlich mitreißen konnte, einen kleinen Kritikpunkt habe ich dennoch. Der Einstieg war nämlich doch mit ziemlichen Längen verbunden. Die Autorin hat sich in unnötigen Wiederholungen und Erklärungen verrannt und das Tempo leider dadurch sehr gedrosselt. Ich empfehle allerdings dringend durchzuhalten, denn nach dem ersten Drittel nimmt die Geschichte Fahrt auf. Es wird schlagartig rasant, mitreißend und wendungsreich. Man fragt sich durchwegs wem man vertrauen kann und wem nicht. Und ich kann sagen, dass mich die Autorin teilweise sehr überraschen konnte.

Fazit:

Ein junges Mädchen, das ungeahnte Kräfte entfaltet, die Magie der Jahreszeiten, und eine junge Liebe entzweit durch eine Rebellion.

Kim Nina Ocker konnte mich mit ihrem lockeren und leichten Schreibstil und dem Jahreszeiten-Thema nach einem etwas langwierigen Start doch noch mitreißen.
Die Hüter der fünf Jahreszeiten ist ein packender und magischer Dilogieauftakt, an dessen Ende mein Herz kurz zum Schlagen aufgehört hat.

Ich kann das Buch all jenen empfehlen, die gerne leichte Romantasy lesen.

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Rezensionen von I.weilharter@ais-jugend.at:

Ein mühsames Buch!

Der Kolibri von Sandro Veronesi

Als Erstes muss ich sagen, dass ich nicht glaube, diesen Roman verstanden zu haben. Ich konnte, und das ist jetzt sehr subjektiv, keinen Gefallen daran entwickeln. Dementsprechend mühsam gestaltete sich das Lesen von Anfang bis zum Schluss. Die Figur des Marco Carrera erscheint mir geprägt von Selbstmitleid und Opfertum.

Und ich konnte einfach keine Empathie entwickeln. weder für ihn noch für seine bis zum Schluss geliebte Luisa.
Die Stielmittel des Autors, welche er im Anhang beschreibt, wann und warum er welches Gedicht, welches Lied oder auch nur gewisse Begriffe im Buch verarbeitet hat, mögen gekonnt und raffiniert gesetzt sein, trotzdem war mir dieser Roman zu mühsam und langatmig. Vielleicht ist es auch die Absicht des Autor, dem Inhalt eine Kolibri-Funktion überzustülpen, als Spiegel der Haltung des Hauptprotagonisten. Das Buch tritt an der Stelle - und ich als Leser auch!
Was will uns der Autor drüber hinaus noch sagen? Dass durch Trauer und Leid das Leben an Reife und Sinn gewinnt und wir nur dadurch in Bewegung gebracht werden können? Vielleicht, aber auch diese Sicht auf das Leben kollidiert mit meiner Auffasung eines "bewegten" Lebens.
Letztendlich gelingt es, dem Protagonisten Marco Carrera, welcher übrigens dringend eine Psychotherapie gebraucht hätte, nur einmal im Buch eine gewisse Präsenz und ein Format zu geben, nämlich als dieser aus dem Leben scheidet. Und diese Haltung konnte ich der Figur zum Schluss nicht mehr abnehmen.

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Rezensionen von April1985 :

Atmosphärisch, genial, rätselhaft, Turton!

Der Tod und das dunkle Meer von Stuart Turton

Lasst uns die Segel setzen und in See stechen! Es gibt einen Mord aufzuklären. Der Teufel treibt an Bord der Saardam sein Unwesen und Leutnant Arent Hayes benötigt tatkräftige Unterstützung bei den Ermittlungen. Sein genialer Freund Detektiv Samuel Pipps, kurz Sammy, wurde nämlich selbst wegen eines schweren Verbrechens angeklagt und ist Gefangener auf dem verfluchten Schiff.

Hayes muss nicht nur seinen Freund vor der Hinrichtung bewahren, sondern auch die Saardam vor dem drohenden Untergang.

Schon die ersten Seiten haben mich unglaublich in den Bann gezogen. Stuart Turton ist einfach ein Meister der Manipulation und Atmosphäre. Ich durfte seinen unverkennbaren Stil bereits in 'Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle' kennenlernen und dieser findet sich auch in 'Der Tod und das dunkle Meer' wieder. Ein Genremix aus Krimi, Fantasy und Horror im historischen Kleid. Toll recherchiert, authentisch und doch der fiktiven Handlung angepasst. Einfach großartig!

Schauplatz ist dieses Mal die Saardam, ein Handelsschiff der Ostindien-Kompanie. Gemeinsam mit Sara Wessel, der Gattin des Generalgouverneurs, ermittelt Arent Hayes im Fall des ermordeten Aussätzigen, der den Untergang des Schiffes prophezeit hat. Und auch Samuel Pipps gilt es zu retten, denn dieser steuert geradewegs auf seine Hinrichtung zu. Was er allerdings verbrochen hat, weiß weder Sammy selbst noch sein Gehilfe Arent. Stuart Turton gibt eine Menge Rätsel auf, öffnet Türen, schickt uns allerdings auch auf zahlreiche Irrwege. Wie im Vorgänger schickt Turton eine Vielzahl an Verdächtigen ins Rennen - von adeligen Passagieren, über hochrangige Offiziere bishin zu dreckigen Matrosen. Man muss schon aufpassen, dass man den Überblick nicht verliert. Umso spannender haben sich aber die Ermittlerinnen gestaltet. Ich habe nach Sherlock-Holmes-Manier gerätselt, Schlussfolgerungen gezogen und Geheimnisse verfolgt. Ich war in den dunkelsten Winkeln der Saardam, habe Salzwasser auf der Haut gespürt und mich fast am Gestank dreckiger Kleidung übergeben. Ich war nicht einfach nur stiller Beobachter. Ich war aktiver Teil der Ermittlungen und Teammitglied von Hayes und Sara, zwei Protagonisten, die ich schnell lieb gewonnen habe. Arent Hayes, der Mann fürs Grobe, und Sara, die frischen Wind an Bord verbreitet hat.

Ja, das Buch lebt von seinen facettenreichen Charakteren - den Neidern, den Habgierigen, den Liaisonen. Es lebt von der unheilvollen Atmosphäre, der spürbaren Gefahr, die scheinbar hinter jeder Planke lauert. Ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen. Es ist ein echter Pageturner von Anfang bis Ende! Typisch Turton!

Fazit:

Das nächste Jahreshighlight ist gefunden. Stuart Turton hat mich wieder einmal an die Seiten bzw. an Bord der Saardam gefesselt. Der Tod und das dunkle Meer ist ein teuflisch guter Genremix. Ein Krimi mit fantastischen und gruseligen Elementen im historischen Gewand in dem nach Sherlock Holmes-Manier ermittelt wird. Ich feiere den neuesten Geniestreich und daher gibt's von mir auch eine absolute Empfehlung!

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Rezensionen von brauneye29:

Ein Wohlfühlbuch

Der Tod und das dunkle Meer von Stuart Turton

Zum Inhalt:
Hier handelt es sich um ein Buch, dass einen Mix bildet aus Geschichten, Beschreibung von Traditionen, Rezepten, Beschreibungen der Jahreszeiten, Bastelideen, Tipps und Tricks und auch Gedichte. Zusammen mit vielen Bildern ein interessantes Buch.
Meine Meinung:
Das ist ein Buch, dass man sowohl selbst lesen kann aber auch gut verschenken kann, am besten an Menschen, die man sehr mag.

Sehr gut gelungen finde ich einerseits, dass auf die jeweiligen Jahreszeiten eingegangen wird und entsprechende Idee, Geschichten und Rezepte passend dazu gezeigt werden. Anderseits finde ich den Mix sehr gut. Nicht nur Geschichten oder Rezepte, sondern ein Mix aus vielen Idee, die mal zum Machen, mal zum Entspannen anregen. Die Rezepte lesen sich sehr gut und da ist bestimmt das ein oder andere dabei, dass ich zur passenden Zeit mal ausprobieren werde.
Fazit:
Ein Wohlfühlbuch

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Rezensionen von Hexenaugen:

Unerzogen, aufsässig, unverbesserlich...

Die Weggesperrten von Grit Poppe; Niklas Poppe

[b]Klappentext:[/b]

Unerzogen, aufsässig, unverbesserlich – wer sich in der DDR nicht zur staatskonformen Persönlichkeit formen lassen wollte, erhielt solche Attribute und wurde oft in Umerziehungsheimen, Spezialkinderheimen, Jugendwerkhöfen weggesperrt. Denn Angepasstheit und das Funktionieren im Kollektiv galten der SED als unverzichtbar für den Aufbau einer sozialistischen Gesellschaft.

In das Leben renitenter Kinder und Jugendlicher wurde massiv eingegriffen, ihre Menschenrechte trat man mit Füßen. Viele von ihnen sind bis heute traumatisiert von den psychischen und physischen Misshandlungen. Grit und Niklas Poppe erklären anhand berührender Schicksale dieses wenig beachtete brachiale Umerziehungssystem und betrachten auch den Umgang mit "Schwererziehbaren" zur NS-Zeit, das Schicksal der „Verdingkinder“ in der Schweiz sowie fragwürdige Methoden in der Bundesrepublik und in Heimen der Gegenwart.


[b]Meinung:[/b]

Mit diesem Buch kann sich der Leser einen realistischen Eindruck über das Thema "Umgang mit schwer erziehbaren und problematischen Jugendlichen in der DDR" verschaffen.
Wie der Titel sagt, besteht der Bezug dabei auch immer zum Thema der Vorstellungen des Staates für das Verhalten und die Freizeitgestaltung, der Jugendlcihen.
In der DDR hatte der Staat ganz bestimmte Pläne mit den Jugendlichen, er wollte sie zu "sozialistischen Werktätigen und Menschen" erziehen.
Von ihrer Ideologie absolut überzeugt sahen die Behörden manchmal selbst harmlose Jugendabgrenzungsphänomene als mittelschwere Delikte an.
Sehr schnell waren die Behörden mit Begriffen wie "unsozialistisch", "asozial", usw zur Stelle; die Justiz konnte zuweilen solche Jugendliche, vor allem die "Rädelsführer" hart bestrafen.

[b]Fazit:[b]

Wie es solchen Jugendlichen in der DDR im Laufe der Geschichte ergangen ist, wird in dem Buch nicht nur allgemein, sondern durchaus auch exemplarisch dargelegt.
Solche Bücher sollte es mehr geben, ich empfehle das Buch sehr gerne weiter! ;-))

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Rezensionen von carola1475:

Sehr spannend und unterhaltsam

Reality Show von Anne Freytag

Zehn superreiche mächtige Personen werden ausgerechnet an Heiligabend in ihrem Zuhause als Geisel genommen. In einer auf allen Sendern live übertragenen „Reality Show“ werden diese einflussreichen Menschen, die die Politik und das wirtschaftliche Geschehen in Deutschland bestimmen, einzeln zur Rechenschaft gezogen und die Fernsehzuschauer stimmen darüber ab, ob und wie sie bestraft werden sollen.

Das Geschehen spielt in einer nahen Zukunft, die Corona-Pandemie ist vorbei und es hat einen politischen Rechtsruck gegeben.

Das Cover passt hervorragend zum Buch mit der Signalfarbe Orange im schummrigen Dunkel und dem ungehinderten Blick durch eine Fensterfront in ein Zimmer, in dem ein bewaffneter Mann drohend steht.
Das Buch besteht aus vielen Kapiteln, die auf zwei Zeitebenen spielen, die Überschriften machen klar, wer hier wann im Mittelpunkt steht, so dass ich gut den Überblick behalten habe.
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen.

Durch den ständigen Perspektivwechsel entwickelt die Geschichte eine große Dynamik und es fällt zunehmend schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Der Anfang des Buchs, in dem die Geiseln einzeln vorgestellt werden, zieht sich etwas, aber mit der Vorstellung der jungen Leute, die den Plan nicht nur zur Geiselnahme und der Reality Show, sondern auch zu einem „Systemneustart“ austüfteln und nach jahrelanger Vorbereitung akribisch durchführen, fesselt die spektakuläre Geschichte immer mehr und lässt bis zum Ende nicht mehr los.
Der Roman ist spannend, abwechslungsreich und sehr geschickt angelegt, immer wieder werden zum Beispiel auch die Gedanken und Reaktionen der Fernsehzuschauer eingestreut, was am Ende zu einem runden Schluss beiträgt.

Die jungen Protagonisten werden durch Rückblenden in ihrer Entwicklung glaubhaft dargestellt und durch die jeweilige Ich-Perspektive sieht der Leser die anderen Gruppenmitgliedern aus verschiedenen Blickwinkeln, wodurch die Charaktere sehr nahbar und authentisch erscheinen.

Anne Freytag kann offensichtlich nicht nur Jugendbücher, sondern auch Thriller schreiben und ich empfehle das Buch jedem Leser intelligenter Spannungsliteratur und durchdachter Utopien. Mich hat es bestens unterhalten.

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