Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lesestern:
Philosophisches Gedankenspiel zum Thema Beten
Hilf mir. Danke. Wow. von Anne Lamott
„Hilf mir, Danke, Wow – drei unverzichtbare Gebete“ ist eine unkonventionelle Sammlung von Erfahrungen, Beispielen und Gedanken zum ungefilterten Beten.
Ein optisch auffälliges kleines Büchlein mit einem modern-designten Cover und erhobenem Schrifttypus, das auf den ersten Blick meine Neugier geweckt hat…
Beten gehört zu meinem Alltag und ist für mich so selbstverständlich und notwendig, wie jeden Morgen das Aufstehen.
Deshalb hat mich die Kurzbeschreibung des Titels direkt angesprochen und so bin ich mit vollem Optimismus in die Gedankenwelt der Autorin eingestiegen.
Doch bereits beim ersten Leseabschnitt wurde meine Erwartung gedämpft: kein roter Faden, sondern eine Anreihung von ungeordneten und für mich selbst auch befremdliche Gedanken.
Manches erschien mir schlüssig, aber vieles empfand ich als unfertig und noch im Stadium des Selbstreflektierens…
Anne Lamott schreibt ungeschönt und zugleich humorvoll. Einige Passagen sind gut lesbar und nachvollziehbar, dazwischen gibt es aber auch einiges holprige und für mich menschlich zusammengemixtes Gedankengut, dass neben christlichen Werten auch mystisches, feministisches und politisch-gesellschaftliches beinhaltet.
Sie teilt ihre Glaubens- und Lebenseinstellungen in die ihr drei wesentlichen Kurz-Gebete „Hilf mir, Danke und Wow“ und beschließt sie mit „AMEN“, dem vierten und letzten Abschnitt ihres Statements.
Sie appelliert an ihre Leserschaft, die Geschehnisse aus dem Alltagsleben, ob positiv oder negativ in Gebete umzuformulieren, um sie zu verarbeiten und dann ins eigene Leben zu integrieren.
Mein Fazit
Ob dieses Büchlein hilfreich ist fürs eigene Beten, muss jeder/jede selbst für sich entscheiden…
Für mich gibt es einige positive Ansätze, aber auch viel unausgegorenes und ungeordnetes, bei dem Christlicher Glaube, Mystik und verschiedene Lebensphilosophien miteinander vermischt werden.
In diesem Fall wäre es vielleicht auch hilfreich mal das englisch-sprachige Original zu lesen…
Rezensionen von Manfred Fürst:
Der Papa wird's schon richten…
Daddy von Emma Cline
In „Daddy“, mit zehn Kurzgeschichten/Storys, stehen selbstredend Väter im Mittelpunkt. Von ihren erfolglosen Kindern enttäuschte Väter, brutale Väter, Väter, die ihre übergriffign Söhne rauspauken nach dem Motto: Der Papa wird's schon richten. Was freilich nicht gerichtet werden kann, ist die Beziehung zwischen den beiden.
Eine Verkäuferin, die darauf wartet, dass ihre Schauspielausbildung Früchte trägt und mehr aus Langeweile denn Geldnot auf abgelegenen Parkplätzen ihre getragene Unterwäsche verkauft und dabei in eine gefährliche Situation gerät. Eine ebenfalls gelangweilte Hausfrau Mitte 30, die sich online zuerst als naive blonde High-School-Cheerleaderin ausgibt und dann als geiler Mann – und sowohl in der einen wie in der anderen Rolle postet sie Fotos von sich selbst in neckischen Posen. Ein Mann, der irgendetwas angerichtet hat, was genau, wird nicht verraten, aber er hat seinen Job verloren, seine ganze Existenz ist ins Rutschen geraten, und jetzt wird er panisch, weil ihm eine Kontaktlinse hinters Auge gerutscht ist. Emma Clines Figuren sind kaputt.
Kurzgeschichten sind weit anspruchsvoller als Romane. Viel zu kurz, um viel zu erklären. Der Leser ist gefordert. Diese literarische Form ist offen. Bei vielen dieser Väter-Geschichten lässt Emma Cline sie auch zu, diese Offenheit: Es ist vor Weihnachten, die schon flügge gewordenen Kinder kommen über die Feiertage nach Hause, nisten sich wieder ein, Zeit für John, sich zu erinnern, etwa an die Disney-Filme, die sie damals als Familie gemeinsam geschaut haben, und immer war da ein Dad, dem die Töchter fröhlich um den Hals fielen. Zeit auch, sich zu ärgern: Über Chloe, die ihn ungerührt ihres Zimmers verweist, dabei ist er doch nur gekommen, um ein bisschen zu reden. Über Sasha, die während des Tischgebets aufs Handy starrt. „Der Drang, sich das Ding zu schnappen, es zu zerschmettern. Aber am besten nicht wütend werden, sonst würde Linda auf ihn wütend werden, sie würden alle wütend werden. Wie leicht man alles verderben konnte.“
Die Männer bei Emma Cline sind oft bedrohlich. Da küsst ein Vater die eigene Tochter und deren Freundin zur Guten Nacht auf den Mund. Cline beschreibt hier weniger den Vater als die Folgen für die Mädchen, 13 und elf Jahre alt, die auf die sexualisierte Atmosphäre im Haus auf ihre Weise reagieren. Sie blödeln, klauen Unterwäsche, blättern den „Playboy“ durch und fragen sich, ob das Mädchen, das von Roman Polanski missbraucht wurde, schon Brüste hatte und ihre Periode. „Wir waren neidisch, stellten uns einen Freund vor, der einen so sehr begehrte, dass er gegen das Gesetz verstieß.“ „Das Kindermädchen“ ist die stärkste Geschichte des Bandes, zwingend, drängend, dicht.
Illusionslos.
Rezensionen von Lesemama:
Vor langer, langer Zeit ...
Wie man einen Tiger fängt von Tae Keller
... als Tiger noch aufrecht gingen wie Menschen ...
Zum Buch:
Lily zieht mit ihrer Mutter und ihrer großen Schwester zu ihrer Halmoni. Ihre Großmutter ist krank, sehr krank und die Familie muss zusammenhalten.
Da sieht Lily einen Tiger, der Tiger von dem ihre Halmoni immer erzählte als die Schwestern noch kleiner waren.
Und der Tiger behauptet, Halmoni habe ihm Geschichten gestohlen und wenn er die zurückbekommen, bekommt Lilys Großmutter auch ihre Gesundheit zurück ...
Meine Meinung:
Mich sprach das Cover total an und auch die Kurzbeschreibung und Leseprobe waren vielversprechend.
Nun kenne ich mich mit Koreanischen Geschichte und Märchen nicht aus und weiß daher nicht inwieweit die Geschichte mit den zwei Schwestern einer Legende entspricht oder von der Autorin erfunden wurde, ich hoffe ja, es ist eine Legende. Die Märchen, die Geschichten, die immer wieder erzählt wurden sind schön, erinnern zwar teilweise an die Märchen, die wir kennen, nur mit anderen Gebräuche, aber sie sind schön zu lesen.
Die Geschichte rund um Lily und ihre Familie ist sehr berührend erzählt, eine Art Trauerbewältigung, ein besonderer Umgang mit dem Verlust eines geliebten Menschen. Sehr einfühlsam, aber auch unterhaltend erfahren wir mehr über das Leben von Lily und ihrem neuen Freund Ricky. Freundschaft, Geschwisterzusammenhalt, Trauer und Freude, all das wird in eine schöne Geschichte gepackt.
Nur mit dem empfohlenen Alter bin ich ein wenig skeptisch. Ich würde eher noch ein, zwei Jahre warten.
Rezensionen von Lerchie:
Was ist der Mondwandler?
Nachtschattenwald. Auf den Spuren des Mondwandlers von Kathrin Tordasi
Den Nachtschattenwald zu betreten ist sehr gefährlich. Das weiß Finn nur zu gut, denn der Mondwandler, von allen gefürchtet holt alle, die sich bei Dunkelheit dorthin begeben. So sagen jedenfalls die Erwachsenen. Für Finn ist es bewiesen, denn auch seine Schwester ist von dort nicht zurück gekehrt.
Aber sind die Geschichten über den Mondwandler wirklich wahr? Finn macht dort eine Entdeckung, die noch mehr bedeutet als Hannahs Verschwinden.
Meine Meinung
Dies ist das erste Buch, das ich von dieser Autorin gelesen habe. Der Klappentext hat mich neugierig gemacht und in der Regel werde ich nicht enttäuscht. Oder sehr, sehr selten. So ging es auch hier: Keine Enttäuschung. Das Buch ließ sich dank des unkomplizierten Schreibstils der Autorin, der keine Unklarheiten im Text zuließ, die meinen Lesefluss gestört hätten, leicht und flüssig lesen. In die Geschichte bin ich gut hineingekommen, konnte mich in die Protagonisten hineinversetzen. Hier in Finn und Samira, die Jugendlichen Einbrechern in den Wald folgten. Was dabei passierte, ja das muss der geneigte Leser selbst lesen. Beide, Finn und Samira, wussten von dem Mondwandler, war doch Finns Schwester vor Jahren im Wald verschwunden. Doch ihre Hoffnung ruhte auf einem kleinen Wesen, das ihnen einen Weg zu zeigen schien. Ob es richtig war, dem zu folgen, oder ob sie wohl besser zu Hause geblieben wären, auch das muss der Leser wohl selbst lesen. Auf jeden Fall fing dieses Buch schon recht spannend an – mit Hannahs Verschwinden. Und es ging ebenso spannend weiter. Es ist ein Kinder-/Jugendbuch für Leser ab ca. 10 Jahren. Da ich selbst gerne dieses Genre lese war ich schnell darin versunken. Es hat mich gefesselt und sehr gut unterhalten. Daher empfehle ich es sehr gerne weiter. Von mir gibt es die volle Bewertungszahl.
Rezensionen von Harakiri:
Super Thriller
Eisesschatten von Jonas Moström
Ein neuer Fall für Psychologin Nathalie Svensson.
In Svartviken verschwindet ein junges Mädchen, kurz danach wird ihr Lehrer ermordet. Verdächtige sind schnell gefunden. Aber alle haben ein Alibi. So tappen Nathalie und ihre Profiler-Einheit eine ganze Weile im Dunkeln. Zu lang für das entführte Mädchen?
Ich hing wieder von der ersten bis zur letzten Seite gebannt an den Zeilen.
Moström schreibt so mitreißend, anschaulich und spannend, dass ich das Buch kaum zur Seite legen konnte. Durch die vielen Verdächtigen kommt man erst sehr spät, durch eine minimale Andeutung, auf den Täter und das Rätseln vorher war durch viele Wendungen und Andeutungen mehr als spannend gehalten.
In Einschüben wird Ebbas letzter Weg aufgezeigt, aber natürlich nicht bis zum Ende, das hat noch einige Überraschungen in sich.
Nathalie ist mir als Person schon lange sympathisch und ihre Freundschaft mit Johan mag ich auch sehr gerne. Wenn Moström auch hier mit den Nerven des Lesers spielt.
Der Thriller ist atmosphärisch dicht und durch die lange Dunkelheit, die Kälte und den Schnee noch aufreibender.
Fazit: Wer Thriller mag, wird Eisesschatten lieben.
Rezensionen von S.:
Frauen im Berlin der 20-er
Polizeiärztin Magda Fuchs – Das Leben, ein großer Rausch von Helene Sommerfeld
Berlin, 1922. Magda Fuchs hat es geschafft: sie hat ihre eigene gynäkologische Praxis im vornehmen Charlottenburg eröffnet und arbeitet zudem als Polizeiärztin. Auch einen liebenswerten Mann gibt es in ihrem Leben. Dennoch muss sie wieder Not, Leid und Verbrechen hautnah miterleben. Tänzerin Doris und andere junge Frauen werden niedergestochen, Kinder misshandelt, in sogenannte Klubs verkauft, Frauen diskriminiert und gezwungen, sich Männern unterzuordnen und Kinder auszutragen, die sie nicht versorgen können.
Celia, durch den Selbstmord ihres reichen Gatten wieder ledig, zieht entschlossen ihr Studium durch, zeigt sich mutig, tritt emanzipiert auf. Engagiert und unerschrocken handelt Fürsorgerin Ina, eine zupackende Frau mit Herz.
Helene Sommerfeld hat wieder einen spannenden historischen Roman mit engagierten Frauen im Mittelpunkt geschrieben. Mutig setzt sich besonders die Polizeiärztin mit ernsthaften Gewissenskonflikten auseinander, macht es sich nicht leicht, handelt aber auch emphatisch und liebevoll.
Die Autorin zeigt die enormen Gegensätze zwischen arm und reich und setzt die Handlung gekonnt im turbulenten Berlin der 20er Jahre um. Interessant, unterhaltsam, packend - gelungener 2. Teil der Geschichte um Polizeiärztin Magda Fuchs.
Verlegt von dtv.
Rezensionen von brauneye29:
Sehr interessant
Was bleibt, wenn wir sterben von Louise Brown
Zum Inhalt:
Die Journalistin Louise Brown weiß worüber sie schreibt. Nach dem Tod ihrer Eltern beschloss sie als Trauerrednerin dem Tod etwas neues, anders abzugewinnen. Und das änderte nicht nur ihre Einstellung zum Tod sondern auch zum Leben. Ein Buch, dass eine neue Sichtweise auf Tod und Trauer bringt.
Meine Meinung:
So richtig war ich mir nicht bewusst auf was für eine Art Buch ich mich hier eingelassen hatte, aber gut das ich es getan habe. Ich fand das Buch total interessant, weil es auf der einen Seite recht abgeklärt, auf der anderen Seite sehr emotional mit Tod und Trauer umgeht. Sehr interessant fand ich auch die vielen Erfahrungsberichte und die daraus erfahrenen unterschiedlichen Herangehensweise der Menschen mit Tod und Trauer. Aber auch wie ein Todeserlebnis eines geliebten Menschen das Hier und jetzt verändert und das nicht immer nur zum negativen.
Fazit:
Sehr interessant
Rezensionen von LadyNinily:
Gelungene (Urban) Fantasy für Erwachsene
Was bleibt, wenn wir sterben von Louise Brown
„Pantarch“ lässt sich einfach super „weglesen“.
Trotz Kapiteln aus wechselnden Perspektiven gibt es keine langatmigen Passagen – und das ist oft ein Kunststück, weil es doch fast immer mindestens! einen Charakter gibt, auf dessen Kapitel man als Leser keine Lust hat. Natürlich, auch hier sind nicht alle Charaktere gleich-sympathisch, aber man ist so in der Geschichte gefangen, dass man dem gar nicht so viel Beachtung schenkt.
Auch wenn Pantarch kein Buch ist, bei dessen Lektüre man sich vor Spannung die Fingernägel abknabbert, ist es doch schwer, die Geschichte auf die Seite zu legen. Denn die grundlegende Spannung hält sich permanent – wenn auch ab und zu natürlich etwas schwankend – aufrecht. Wie bei einer guten Serie. Obwohl ich mir doch an der ein oder anderen Stelle gewünscht hätte, die Hintergründe würden etwas langsamer aufgebaut werden. Ich denke, 50 Seiten mehr hätte das Buch auch locker vertragen.
Allerdings fällt es mir doch recht schwer, das Buch genretechnisch einzuordnen. Es ist eindeutig Fantasy und zeigt dabei Züge der Subgenres YA und Urban. Es ist aber nicht klassisch YA und Urban, weil es sehr erwachsen ist. Es gibt keine tiefschmachtenden, romantischen Szenen. Keine verkappten Dreiecksbeziehungen. Und unwiderstehliche schwarze Wuschelhaare sind hier nicht Hauptantrieb und Dreh- und Angelpunkt der Handlung. Das ist einfach unglaublich erfrischend! Ich habe bei weitem nichts gegen Romantik, aber ich bin langsam einfach zu alt für Bücher, in denen alles nur wegen ein paar schöner Augen oder eines harten Sixpacks ins Rollen gerät.
Trotzdem haben die Charaktere auch hier je eine leichte Prise Klischee xy verpasst bekommen, über die ich aber eigentlich immer schmunzeln konnte. Man nehme Evan als Hauptcharakter. Ein schöner, etwas mysteriöser und nach außen kühler Mann, der sich doch langsam von Aurora – der Protagonistin – erweichen lässt. Aber nicht weil ständig betont wird, wie toll Aurora ist und wie wunderschön und dass man sich einfach erweichen lassen MUSS. Nein, es passiert einfach, weil sich die Beziehung der beiden organisch entwickelt und sich beide immer mehr öffnen. Das war zu Beginn meine größte Sorge und es war sehr schön zu lesen, dass die Autorin die Geschichte in eine derart erwachsene Richtung gelenkt hat.
Alles in allem ein wirklich absolut gelungenes Debüt, das sich vor allem an Fans von erwachsener Fantasy richtet, die gerne mehr Story, tiefgründigere Charaktere und weniger anschmachtendes Süßholzgeraspel lesen möchten.
Rezensionen von Nele33:
Beeindruckendes Werk
Vierunddreißigster September Roman. Gebunden. von Klüssendorf Angelika
Angelika Klüssendorf ist mit Vierundreißigster September ein wahrer Höhepunkt der Literatur gelungen.
Hilde und Walter, ein altes Eheppar-eingefahren und er ein wirklich unangenehmer Zeitgenosse-herrisch, pedantisch und äußerst barsch, hatten sich arrangiert. Sie lebten mehr nebeneinander als miteinader ein trübsinniges Leben.
Dies ändert sich als Walter die Diagnose Hirntumor erhält. Er verändert sich enorm und wird der liebevolle Ehemann, den Hilde sich zeitlebens so sehr gewünscht hat. Doch leider ist es dafür nun zu spät. Mit Walters Veränderung völlig überfordert, erschlägt sie ihn am Sylvester Abend mit der Axt.
Angelika Klüssendorf hat es geschafft den Protagonisten des Dorfes in dem Walter und Hilde leben, Stimmen zu geben. Stimmen die aus dem Jenseits von Personen kommen, die selbst einmal Bewohner des Dorfes waren und nun einen Blick auf die noch lebenden Einwohner haben. So vielfältig wie das Leben selber sind die Personen charakterisiert und haben ihre ureigenste Geschichte.
Mit poetischem Einschlag und ausreichend Humor webt die Autorin ein zartes Netz und eine Verbindung zwischen Dies-und Jenseits die mich restlos begeistert hat. So einfach und banal die Beschrein´bungen auch sein mögen, spiegeln sie doch das Dorfleben auf eine ganz neue Art und Weise wider.
Für mich ist Vierundreißigster September ein reiner Lesegenuss gewesen und ich hoffe auf weitere Bücher in dieser Richtung.
Rezensionen von Lerchie:
Die Parfümeurskunst
Das Haus der Düfte von Martina Sahler
Schon immer träumt Anouk davon ein eigenes Parfüm zu entwickeln. Doch das Geschäft mit den Düften wird zu ihrer Zeit von wenigen Frauen Dominiert. Durch Zufall lernt sie den Sohn einer dieser Familien, Stephané Girard, kennen und er nimmt sie mit in seien Heimatstadt nach Grasse. Die Gerüche dort inspirieren sie zu neuen Kompositionen Sie folgt damit unwissentlich dem Weg der Florence Girard, die, arm geboren, mit ihrem Mann eine Duft-Dynastie begründete.
Schon damals wollte eine andere Familie den Gerards schaden. Anouk erlebt Liebe aber auch Verlust, Erfolge und Niederlagen. Doch sie gibt nicht auf, hält an ihren Träumen fest.
Meine Meinung
Bei diesem Buch hat mich der Klappentext davon überzeugt eine Leseprobe lesen zu wollen und diese hat mich dann veranlasst, dieses Buch zu lesen. Ich habe es nicht bereut. Ein Buch über Düfte, wobei ich noch nicht mal der Düfte-Typ bin. Ich war schnell in dieser Geschichte drinnen, die von verschiedenen Personen erzählen: Von Anouk, die unbedingt Parfümeurin werden will und alles dafür tut, um Florence die gemeinsam mit ihrem Mann das Duftimperium Girard gründete und auch von der Konkurrenz. Es ist ein Buch mit etwas historischem Hintergrund, Allerdings gibt es hier kein Personenverzeichnis, aber dafür ein ausführliches Nachwort, dass dieses voll und ganz ersetzt. Man erfährt, dass dies eine fiktive Geschichte ist, mit realen und fiktiven Parfümeurbetrieben. Die Autorin hat erläutert, wie sie recherchiert hat. Sie hat sich mit vielen Menschen unterhalten, die sich mit der Parfümherstellung auskennen. Dass man eine Nase dafür braucht, aber auch diese weiterhin trainieren muss, denn es kommt auch darauf an, was man mit seinem Talent des Düfte-Riechens anfängt. Die Autorin hat mich in das Buch hineingezogen es spannend geschrieben, mich gefesselt und gut unterhalten. Ich empfehle es sehr gerne weiter und vergebe die volle Bewertungszahl.










