Kunden em pfehlungen
Rezensionen von _ich.lese_:
Naturschutz und Liebe
Herzenssachen - Sternenzelt & Sommerträume von Corinna Wieja
Bewertet mit 4,5 Sternen
Fee verbringt die Ferien mit ihrer Freundin Merle in einem französischen Nationalpark. Dort im Camp lernen sie die Söhne des Campingplatzbetreibers kennen. Eric und Leo könnten nicht unterschiedlicher sein. Und vor allem der ruhige Eric hat es Fee angetan.
Das Buch ist perfekt für die Ferien, es enthält nicht nur eine Geschichte, sondern auch jede Menge DIYs, die einladen sie nachzumachen.
Die Geschichte ist eine Kurzgeschichte und bleibt daher eher oberflächlich, ist aber dennoch sehr schön zu lesen. Die Romantik der ersten Liebe in einem ganz zauberhaften Setting und nebenbei erfährt man viel neues und wissenswertes über die Natur und den Naturschutz. Wobei ich die Info über die Kakao-Bohnen jetzt nicht unbedingt wissen wollte. Ob ich jetzt noch heiße Schokolade genießen kann?
Der zweite Teil des Buches enthält einige DIYs und auch ein paar Seiten zum Eintragen. Das hat echt Spaß gemacht.
Wir gesagt, das optimale Urlaubsbuch.
Die Story bekommt von mir 4 Sterne, der DIY-Teil 5 Sterne, so komme ich auf eine Mitte von 4,5 Sternen
Rezensionen von Wetterfrosch:
Trost erfahren und Lebensfreude entdecken
Der Trost der Schönheit von Gabriele von Arnim
Die Autorin Gabriele von Arnim hat mir mit diesem Buch eine ganz neue Sicht der Schönheit vermittelt und dabei spielt die Art der Betrachtung der Welt eine beachtliche Rolle. Sie zeigt neue Wege, die eigene Betrachtung zu schärfen und vor allem versteht sie es, die Wahrnehmung auf die positiven Aspekte des Alltags zu lenken.
Für mich war es ein therapeutisches und sehr intensives Lesen, das mir meinen Blick für alltägliche Probleme und Hürden verändert und zu weitaus positiveren Gedankengängen gelenkt hat.
Der Schreibstil von Frau von Arnim ist wunderbar leicht und sehr flüssig lesbar und sie schreibt äußerst wortgewandt. Ihre persönliche Lebensgeschichte, auch durch die schwere Erkrankung ihres Ehemannes und die Trauer, hat ihren Blick für die Schönheit der Welt geschärft und sie vermittelt im Buch vor allem den Trost, der aus dieser Schönheit gewonnen werden kann, wenn der Leser sich auf ihre Gedanken einlässt. Hierbei haben die zahlreichen Zitate im Buch einen wesentlichen Anteil. Viele dieser Zitate haben mich tief berührt und als ich mir im Anhang des Buches die Quellenangaben genauer ansah, war ich sehr erstaunt, wie vielfältig Frau von Arnim über das Thema Schönheit der Welt recherchierte.
Das sehr ansprechende Cover des Buches trifft in seiner schlichten Schönheit genau die Gefühle, die der Leser des Buches erlebt.
Für mich zeigt es auch den Weg, den roten Faden des Lebens, der nicht immer geradlinig verläuft und auch von vielen äußeren Einflüssen gelenkt wird.
Meine eindeutige Leseempfehlung für alle, die ihre positive Sicht auf die Welt im Alltag stärken, Trost erfahren und Lebensfreude gewinnen möchten.
Rezensionen von KimVi:
Spannende Fortsetzung der Reihe
Die letzte Nacht von Karin Slaughter
Zunächst scheint Dr. Sara Lintons Schicht in der Notaufnahme des Grady Memorial Hospitals so zu verlaufen, wie viele andere auch. Doch dann wird Dani Cooper mit schweren Verletzungen eingeliefert. Sara kämpft um Danis Leben. Dabei flüstert ihr die junge Frau zu, dass sie vergewaltigt wurde. Als Dani ihren Verletzungen erliegt, setzt Sara alles daran, den Täter zur Verantwortung zu ziehen.
Doch dafür muss sie sich ihrer eigenen Vergangenheit stellen...
"Die letzte Nacht" ist bereits der elfte Band der Georgia-Serie um Will Trent und Sara Linton. Da die Fälle in sich abgeschlossen sind, ist es nicht zwingend notwendig die Reihenfolge einzuhalten. Wichtige Hintergrundinformationen werden in die Handlung eingestreut, wodurch man dem aktuellen Geschehen auch ohne Vorkenntnisse folgen kann. Um die privaten und beruflichen Nebenhandlungen und die Weiterentwicklung der Hauptcharaktere zu verfolgen, empfiehlt sich aber, wie bei jeder anderen Bücherserie auch, die Einhaltung der Reihenfolge.
Dieser Thriller hat es wirklich in sich. Die Autorin versteht es von Anfang an, Spannung aufzubauen, die durchgehend gehalten werden kann. Besonders Fans der Reihe werden den Ausflug in Sara Lintons traumatische Vergangenheit mit großem Interesse lesen.
Sara Linton, Will Trent und dessen Partnerin Faith setzen alles daran, den Tod von Dani Cooper aufzuklären und die Verknüpfung zu Saras Vergangenheit herzustellen. Da die Ermittlungen zunächst nicht offiziell sind, müssen sie zuweilen kreativ agieren. Gemeinsam mit den Hauptprotagonisten versucht man die winzigen Puzzleteilchen, die sie nach und nach zusammentragen, zu einem stimmigen Bild zu legen. Doch das ist gar nicht so einfach, denn die verdächtige Gruppe, die hinter allem zu stecken scheint, ist äußerst vorsichtig.
Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Szenen mühelos vorstellen. Die Autorin gibt einem das Gefühl, selbst vor Ort zu sein. Deshalb sollte man nicht zu zartbesaitet sein, denn in einigen Szenen geht es hart zur Sache. Bereits nach kurzer Zeit gerät man in den Sog der Ereignisse. Es gibt zwar auch immer wieder Passagen, in denen man durchatmen kann, doch dann zieht das Tempo wieder an. Da die aktuellen Ermittlungen untrennbar mit Saras Vergangenheit verknüpft sind, fließen die privaten Nebenhandlungen gekonnt ins Geschehen ein. Das Ganze gipfelt in einem hochspannenden Finale, das man atemlos verfolgt.
Ein spannender Fall aus der Will-Trent-Reihe, der für Fans von Sara und Will ein absolutes Muss ist.
Rezensionen von Birgit Hedemann:
Auf der Suche nach dem Lebensglück
Perlenbach von Anna-Maria Caspari
Montjoie (heutiges Monschau) 1867: Wilhelm, ein armer Bauernjunge, reist das erste Mal nach Montjoie. Dies ist überhaupt die erste Reise seines Lebens. Er soll während des Wintern Jacob, dem Sohn eines reichen Tuchmachers, Gesellschaft leisten. Jacob ist leicht kränklich und hat eine verkrüppelte Hand.
Da er keine Geschwister hat, soll Wilhelm ihn bestrafen. Wilhelms Eltern sind froh: Ein Esser weniger, den sie durch den Winter bringen müssen. Im Frühjahr muss Wilhelm auf den ärmlichen Hof seiner Eltern zurückkehren, weil er dort in der Landwirtschaft gebraucht wird. Wilhelm und Jacob werden dicke Freunde und so geschieht es, dass Wilhelm von nun an jedes Jahr den Winter in Montjoie verbringt. Und dort fasst er einen folgenschweren Entschluss: Er will nicht so leben wie sein Vater, sondern wie die reichen Tuchmacher. Und es gelingt ihm tatsächlich, eine Lehre bei Jacobs Vater zu machen.
Doch die Geschichte handelt nicht nur von Wilhelm und Jacob, sondern auch noch von Luise, die Dritte im Bunde. Luise lebt ebenfalls in Montjoie und will wie ihr Vater Ärztin werden. Alle drei Kinder halten wie Pech und Schwefel zusammen, doch dann kommt alles anders als geplant.
Die Geschichte wird bis in das später Erwachsenenleben der drei Freund erzählt. Und manches kommt anders, als sie es sich erträumt haben und so mancher findet sein Glück dort, wo er es nie vermutet hätte.
Ich habe das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen. Über die Zeit ab 1860 bekommt man selten etwas zu lesen. Umso interessanter war es, die Nöte der Menschen der damaligen Zeit kennenzulernen. Sehr interessant fand ich in dem Zusammenhang auch die Tagebucheinträge der Gouvernante, die das Geschehene politisch und wirtschaftlich eingeordnet haben.
Perlenbach ist Band 2 einer Trilogie. Obwohl Band 2, ist es zeitlich Band 1 (Ginsterhöhe) vorgeordnet. Ich kenne Band 1 bisher noch nicht, hatte aber keine Probleme dem Geschehen zu folgen.
Das Buch ist sehr gut geschrieben und ich konnte mich sehr gut in die Protagonisten hineinversetzen. Es hat einfach Spaß gemacht, in die Zeit abzutauchen. Von mir gibt es 5 Sterne!
Rezensionen von Gavroche:
Anna und Fritz ermitteln wieder
Fräulein Anna, Gerichtsmedizin von Petra Aicher
Bereits am Cover erkennt man gut, dass es sich hier um eine Fortsetzung handelt bzw. dass die beiden Bücher zu einer Reihe gehören. Ähnliches Foto, aber nicht das gleiche Bild - das gefällt mir gut. Hoher Wiedererkennungswert ist gerade bei (Krimi-)Reihen ein wichtiger Aspekt für mich.
Ich denke, das Buch lässt sich auch gut lesen, wenn man den Vorgänger nicht kennt, aber es ist ja immer schöner, wenn man bei einer solchen Reihe auch die Hintergrundgeschichte der Protagonisten und weiterer Personen weiterlesen kann und sie "ein Stück des Lebensweges" begleiten kann.
Allerdings ist es auch gut, wenn man dieses Vorwissen nicht unbedingt benötigt und somit mehr Leser*innen erreichen kann.
Der Erste Weltkrieg, das Ineinandergreifen der Allianzen, die ganzen Zwänge, die Kriegseuphorie zu Beginn des Krieges, all das spielt hier neben dem Kriminalfall auch eine große Rolle und wurde gut eingebunden.
Der Fall, der mit einem toten Baby beginnt, ist nicht ohne. Die Ermittlungen führen die Leser auf manch eine falsche Fährte.
Insgesamt ein gelungener zweiter Band, der gut das Zeitempfinden darstellt und dennoch nicht immer düster ist, sondern auch unterhalten konnte.
Rezensionen von S.:
Cosy Crime mit Humor
Kommissar Jennerwein darf nicht sterben von Jörg Maurer
Auch ein Kommissar Hubertus Jennerwein braucht mal Urlaub. In einem Sporthotel (!) sollte das klappen … . Oder doch nicht? Ein von 12 Knastis angeheuerter Superkiller soll ihn für immer am Ermitteln hindern. Genau das möchte aber ein aufdringlicher Asiate nicht.
Wer die vorangegangenen 14 Jennerwein-Fälle verfolgt hat ( oder auch nur einige davon) kennt Jörg Maurers hintergründigen Humor ebenso wie seine eigenwilligen Wortschöpfungen.
Einen Ganoven in der Hotelküche stundenlang Zwiebeln schälen lassen, also bitte. Nicht das einzige unterhaltsame Missgeschick. Auch angedachte Team-Arbeit einer Buffetschmarotzerin mit dem Ermittler bietet Potenzial.
Nicht durchgängig spannend ( Technikkram und Künstliche Intelligenz nehmen zu breiten Raum ein), mit vielerlei Twists und satirischen Überspitzungen schreitet die Handlung voran. Zielstrebig agiert der clevere Kriminalhauptkommissar, Wellness und Kräuterspaziergänge weitgehend ignorierend. Aber ob er trotzdem Erfolgt hat?
Gut zu lesen, gute Unterhaltung.
Rezensionen von Gavroche:
Keine einfache Lektüre
Rattensommer von Juliane Pickel
Ein Buch, dessen Cover komplett in rot gehalten ist, darauf sieht man vorne zwei Mädchen in Rückenansicht nebeneinander sitzen, im (stillgelegten) Freibad. Toll gemacht fand ich die kleinen blauen Akzente. Das ist auf jeden Fall ein Cover, das auffällt und Fragen aufwirft.
Es ist keine einfache Lektüre, das gleich vorweg.
Keine Sommerliebesgeschichte, kein spannender Kriminalfall.
Keine Geschichte, bei der man sofort in die Kategorien "gut" oder "böse" einsortieren kann.
Keine Geschichte, bei der man die Protagonistin oder Protagonistinnen sofort mag und mit ihnen fühlt, sich ihnen verbunden fühlt. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Lou, doch es geht um Sonny. Beide sind 15 Jahre alt. Kein einfaches Alter. Und dann kommt noch dazu, dass der Mörder der Mutter zurückkehrt.
Aber eine Geschichte, die fordert. Eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt.
Eine Geschichte, in dem es auch um Grausamkeiten geht. Um niedere Gefühle.
Um eine schwierige Situation. Wer jedoch eine locker-leichte Sommerromanze oder Freundinnengeschichte erwartet, wird sie hier nicht finden.
Ein Buch, das durchaus sperrig ist und gerade deswegen anders ist, Beachtung verdient hat.
Rezensionen von rewareni:
Rache
Overkill - Tod der Schwalben von Astrid Korten
Mo Celta nimmt an einem Austauschprogramm der EU Ermittlungsbehörde teil und wird dabei Polizeihauptmann Felix Bojko in der Ukraine zur Seite stehen. Dass sie dabei auch hofft, ihre verschwundene Schwester Elisa zu finden, kommt ihr dabei gerade recht. Eine grausam verstümmelte Leiche eines junge Mannes ist der Beginn einer brutalen Mordserie, der nicht nur die beiden Polizisten, sondern auch den russischen Kollegen Alexej Markow beinahe an ihre seelischen und auch körperlichen Grenzen bringt.
Der Mörder spielt ein besonderes Katz- und Mausspiel mit allen und seine präparierten Schwalben am Tatort gibt jedem Rätsel auf, bis zu dem Zeitpunkt, wo die grausame Wahrheit für die Taten ans Licht kommt.
Im dritten Band aus der Thriller Reihe ,, Overkill- Tod der Schwalben“ bereitet die Autorin Astrid Korten dem Leser ein ,,grausames“ Lesevergnügen, wo man nicht nur einmal den Atem, ob der brutalen, erschütternden und berührenden Handlung, anhalten muss.
Auch wenn man die beiden vorherigen Bände nicht kennt, kann man problemlos in den dritten Teil einsteigen. Hauptkommissarin Mo Celta spielt in dem Roman kaum eine Rolle was zwar etwas schade ist, aber dafür ist die Geschichte ja so ergreifend, dass es kaum auffällt.
Wie gewohnt von der Autorin hat sie auch hier nicht nur gut und intensiv recherchiert, sondern hat ein Thema aufgegriffen, das aktueller nicht sein kann.
Angefangen von den Ängsten und Sorgen der Menschen in der Ukraine, die nicht nur Jahrzehntelang nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl unter Krankheiten, Verseuchung und Armut leben, sondern auch die Angst vor einem russischen Angriff auf ihre Heimat.
Eingebettet darin ist eine spannende Geschichte die zeigt, was aus Menschen werden kann, wenn ihnen nicht nur die Familie genommen wird, sondern auch jede Hoffnung auf Gerechtigkeit. Manche Szenen sind dabei recht brutal und grausam beschrieben und im Gegenzug findet man dann wieder erschütternde und berührende Momente.
Durch die Autorin erfährt man dabei auch immer wieder Dinge, die nicht nur unglaublich, sondern auch sehr interessant sind, so werden unter anderem Reisegruppen erwähnt, deren Ziel es ist einen Ausflug in die verseuchten Zonen zu machen, wo es eigentlich ein Hohn gegenüber den Menschen ist, die dort leben und noch immer unter den Spätfolgen zu leiden haben.
Astrid Korten ist es in dem Roman wieder einmal gelungen nicht nur einen spannenden Thriller zu schreiben, wo man immer wieder überrascht wird, sondern auch auch ein Thema aufzugreifen, wo man nicht die Augen davor verschließen sollte und man erkennt, dass Menschen in ihrem Streben nach Macht, Reichtum und Selbstüberschätzung den Tod von anderen ohne mit der Wimper zu zucken in Kauf nehmen.
Rezensionen von Vicky:
Jemanden zu lieben ist das Mutigste
Things We Hide From The Light von Lucy Score
'Things we hide from the light' ist ein Liebesroman der Autorin Lucy Score. Außerdem ist das Buch der zweite Band der Kleinstadt-Erfolgsserie 'Knockemout'. Die Versprecher über diese Stadt hier im Buch sind genial – und ich verstehe sie absolut, ich tue mir auch schwer mit dem Namen dieses süßen Städchens.
Das Cover ist wunderschön gestaltet und gefällt mir sehr - ich muss aber gestehen, dass mir das vorherigen mit den Gänseblümchen ein Ticken besser gefiel. Außerdem passt es gut in die Reihe, der Wiedererkennungswert ist also definitiv gegeben.
Unter 'Das Buch' kann man sich bereits einen kurzen Vorgeschmack auf die Geschichte rund um den Polizeichef Nash Morgan und seine neue Nachbarin Lina holen. Wir durften beide bereits im vorherigen Band kennenlernen. An dieser Stelle sei gesagt, dass es nicht unbedingt erforderlich ist diesen zu kennen, schaden tut es bestimmt aber auch nicht. Die Geschichte selbst umfasst 51 Kapitel sowie einen Epilog und Bonus-Epilog. Jedes Kapitel hat einen Titel, das finde ich ganz wunderbar, denn so wird mein persönliches Kopfkino bereits zu Beginn eines jeden Kapitels angeregt und ich muss mir überlegen, was hier passieren könnte.
Die Kapitel sind abwechselnd aus Sicht von Nash und Lina geschrieben. Diese Vorgehensweise finde ich gut, denn so versteht man beide Figuren besser und kann deren Handeln nachvollziehen. Mir hat die Geschichte, die Figuren und der Ort sehr gefallen. Auch fand ich es großartig hier wieder auf bereits bekannte Figuren aus dem ersten Teil zu treffen. Lucy Score's Schreibstil ist sehr angenehm, ich kam dadurch beim Lesen gut voran und viel zu schnell war diese unterhaltsame Geschichte zu Ende. Hier in Knockemout kommt weder der Humor noch die Emotionen zu kurz - hier ist alles dabei, und zwar in geballter Ladung - herrlich!
Fazit: Nashloch und Fieselina sind toll, vielleicht sogar noch besser als Knox und Naomi - zumindest hatten die nicht so tolle Spitznamen. Ich habe mich in Knockemout (hoffentlich richtig geschrieben) verliebt und werde die Autorin sowie die Reihe auf jeden Fall im Auge behalten. Ich bin bereits sehr gespannt auf den nächsten Teil - vor allem auch, wie die Geschichte weitererzählt wird, wenn ich an den Bonus-Epilog denke. Hach, jetzt kann ich nur warten und hoffen, dass das Buch bald erscheint und uns Lucian erfreuen wird.
Rezensionen von @lust_auf_literatur:
Unterhaltsam und anspruchsvoll
Der Zauberer vom Cobenzl von Bettina Balàka
Obwohl Bettina Balàka mit „Der Zauberer vom Cobenzl“ ihr 21. (!) Buch veröffentlicht, ist es (soweit ich mich erinnere) mein erster Roman dieser preisgekrönten österreichischen Schriftstellerin.
Es wird aber nicht mein letzter bleiben, denn dieser feinsinnige historische Roman hat mir ziemlich gut gefallen!
In der ersten Hälfte des 19.
Jahrhunderts ist Europa in Aufbruchsstimmung. Erfindungen und Entdeckungen werden gemacht, und die westliche Menschheit wähnt sich kurz vor den Enthüllung der letzten Geheimnisse des Universums.
Neue Wissenschaften sollen alten Aberglauben ersetzen und neue Techniken das Leben erleichtern anstatt der Religion. Aus dieser Zeit lässt Balàka ihre Ich-Erzählerin Hermine aus ihrem Leben und aus weiblichen Blickwinkel berichten.
Sie und ihre Schwester Ottone wachsen nach dem frühen und qualvollen Tod ihrer Mutter bei ihrem Vater auf. Carl Ludwig Freiherr von Reichenbach ist ein typisches Kind seiner Zeit und wird Zeit seines Lebens auf der Suche nach einem Beweis für die Existenz von „Od“ [Alles in der gesamten Natur druchdringendes Dynamid] sein.
Auch Balàkas Erzählerin brennt leidenschaftlich für die Naturwissenschaften und hilft ihrem Vater bei ihren Forschungen. Doch wie kann eine Frau zu dieser Zeit, in der die Gesellschaft einen anderen Platz für Frauen vorsieht, in diesem Feld eigenständig bestehen?
„Ich war ein seltsames Tier, ein Fabelwesen, eine Chimäre. Es machte mich stolz und einsam zugleich.“
Dieser Roman bietet mir auf vielen Ebenen Zugangsmöglichkeiten. Balàka beleuchtet nicht nur das Verhältnis Mensch und Wissenschaft sondern auch die zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen Vater und den Töchtern und das Band der Schwestern untereinander.
Besonders gefiel mir das Gefühl sehr authentisch in eine ganz andere Zeit und eine andere Gedankenwelt einzutauchen.
Unterhaltsam und anspruchsvoll zugleich, ein toller literarischer und historischer Roman!











