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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Birgit Hedemann:

Auf der Suche nach dem Lebensglück

Perlenbach von Anna-Maria Caspari

Montjoie (heutiges Monschau) 1867: Wilhelm, ein armer Bauernjunge, reist das erste Mal nach Montjoie. Dies ist überhaupt die erste Reise seines Lebens. Er soll während des Wintern Jacob, dem Sohn eines reichen Tuchmachers, Gesellschaft leisten. Jacob ist leicht kränklich und hat eine verkrüppelte Hand.

Da er keine Geschwister hat, soll Wilhelm ihn bestrafen. Wilhelms Eltern sind froh: Ein Esser weniger, den sie durch den Winter bringen müssen. Im Frühjahr muss Wilhelm auf den ärmlichen Hof seiner Eltern zurückkehren, weil er dort in der Landwirtschaft gebraucht wird. Wilhelm und Jacob werden dicke Freunde und so geschieht es, dass Wilhelm von nun an jedes Jahr den Winter in Montjoie verbringt. Und dort fasst er einen folgenschweren Entschluss: Er will nicht so leben wie sein Vater, sondern wie die reichen Tuchmacher. Und es gelingt ihm tatsächlich, eine Lehre bei Jacobs Vater zu machen.
Doch die Geschichte handelt nicht nur von Wilhelm und Jacob, sondern auch noch von Luise, die Dritte im Bunde. Luise lebt ebenfalls in Montjoie und will wie ihr Vater Ärztin werden. Alle drei Kinder halten wie Pech und Schwefel zusammen, doch dann kommt alles anders als geplant.
Die Geschichte wird bis in das später Erwachsenenleben der drei Freund erzählt. Und manches kommt anders, als sie es sich erträumt haben und so mancher findet sein Glück dort, wo er es nie vermutet hätte.
Ich habe das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen. Über die Zeit ab 1860 bekommt man selten etwas zu lesen. Umso interessanter war es, die Nöte der Menschen der damaligen Zeit kennenzulernen. Sehr interessant fand ich in dem Zusammenhang auch die Tagebucheinträge der Gouvernante, die das Geschehene politisch und wirtschaftlich eingeordnet haben.
Perlenbach ist Band 2 einer Trilogie. Obwohl Band 2, ist es zeitlich Band 1 (Ginsterhöhe) vorgeordnet. Ich kenne Band 1 bisher noch nicht, hatte aber keine Probleme dem Geschehen zu folgen.
Das Buch ist sehr gut geschrieben und ich konnte mich sehr gut in die Protagonisten hineinversetzen. Es hat einfach Spaß gemacht, in die Zeit abzutauchen. Von mir gibt es 5 Sterne!

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Rezensionen von Gavroche:

Anna und Fritz ermitteln wieder

Fräulein Anna, Gerichtsmedizin von Petra Aicher

Bereits am Cover erkennt man gut, dass es sich hier um eine Fortsetzung handelt bzw. dass die beiden Bücher zu einer Reihe gehören. Ähnliches Foto, aber nicht das gleiche Bild - das gefällt mir gut. Hoher Wiedererkennungswert ist gerade bei (Krimi-)Reihen ein wichtiger Aspekt für mich.
Ich denke, das Buch lässt sich auch gut lesen, wenn man den Vorgänger nicht kennt, aber es ist ja immer schöner, wenn man bei einer solchen Reihe auch die Hintergrundgeschichte der Protagonisten und weiterer Personen weiterlesen kann und sie "ein Stück des Lebensweges" begleiten kann.

Allerdings ist es auch gut, wenn man dieses Vorwissen nicht unbedingt benötigt und somit mehr Leser*innen erreichen kann.
Der Erste Weltkrieg, das Ineinandergreifen der Allianzen, die ganzen Zwänge, die Kriegseuphorie zu Beginn des Krieges, all das spielt hier neben dem Kriminalfall auch eine große Rolle und wurde gut eingebunden.
Der Fall, der mit einem toten Baby beginnt, ist nicht ohne. Die Ermittlungen führen die Leser auf manch eine falsche Fährte.
Insgesamt ein gelungener zweiter Band, der gut das Zeitempfinden darstellt und dennoch nicht immer düster ist, sondern auch unterhalten konnte.

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Rezensionen von S.:

Cosy Crime mit Humor

Kommissar Jennerwein darf nicht sterben von Jörg Maurer

Auch ein Kommissar Hubertus Jennerwein braucht mal Urlaub. In einem Sporthotel (!) sollte das klappen … . Oder doch nicht? Ein von 12 Knastis angeheuerter Superkiller soll ihn für immer am Ermitteln hindern. Genau das möchte aber ein aufdringlicher Asiate nicht.
Wer die vorangegangenen 14 Jennerwein-Fälle verfolgt hat ( oder auch nur einige davon) kennt Jörg Maurers hintergründigen Humor ebenso wie seine eigenwilligen Wortschöpfungen.

Einen Ganoven in der Hotelküche stundenlang Zwiebeln schälen lassen, also bitte. Nicht das einzige unterhaltsame Missgeschick. Auch angedachte Team-Arbeit einer Buffetschmarotzerin mit dem Ermittler bietet Potenzial.
Nicht durchgängig spannend ( Technikkram und Künstliche Intelligenz nehmen zu breiten Raum ein), mit vielerlei Twists und satirischen Überspitzungen schreitet die Handlung voran. Zielstrebig agiert der clevere Kriminalhauptkommissar, Wellness und Kräuterspaziergänge weitgehend ignorierend. Aber ob er trotzdem Erfolgt hat?
Gut zu lesen, gute Unterhaltung.

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Rezensionen von Gavroche:

Keine einfache Lektüre

Rattensommer von Juliane Pickel

Ein Buch, dessen Cover komplett in rot gehalten ist, darauf sieht man vorne zwei Mädchen in Rückenansicht nebeneinander sitzen, im (stillgelegten) Freibad. Toll gemacht fand ich die kleinen blauen Akzente. Das ist auf jeden Fall ein Cover, das auffällt und Fragen aufwirft.
Es ist keine einfache Lektüre, das gleich vorweg.

Keine Sommerliebesgeschichte, kein spannender Kriminalfall.
Keine Geschichte, bei der man sofort in die Kategorien "gut" oder "böse" einsortieren kann.
Keine Geschichte, bei der man die Protagonistin oder Protagonistinnen sofort mag und mit ihnen fühlt, sich ihnen verbunden fühlt. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Lou, doch es geht um Sonny. Beide sind 15 Jahre alt. Kein einfaches Alter. Und dann kommt noch dazu, dass der Mörder der Mutter zurückkehrt.

Aber eine Geschichte, die fordert. Eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt.
Eine Geschichte, in dem es auch um Grausamkeiten geht. Um niedere Gefühle.
Um eine schwierige Situation. Wer jedoch eine locker-leichte Sommerromanze oder Freundinnengeschichte erwartet, wird sie hier nicht finden.
Ein Buch, das durchaus sperrig ist und gerade deswegen anders ist, Beachtung verdient hat.

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Rezensionen von rewareni:

Rache

Overkill - Tod der Schwalben von Astrid Korten

Mo Celta nimmt an einem Austauschprogramm der EU Ermittlungsbehörde teil und wird dabei Polizeihauptmann Felix Bojko in der Ukraine zur Seite stehen. Dass sie dabei auch hofft, ihre verschwundene Schwester Elisa zu finden, kommt ihr dabei gerade recht. Eine grausam verstümmelte Leiche eines junge Mannes ist der Beginn einer brutalen Mordserie, der nicht nur die beiden Polizisten, sondern auch den russischen Kollegen Alexej Markow beinahe an ihre seelischen und auch körperlichen Grenzen bringt.

Der Mörder spielt ein besonderes Katz- und Mausspiel mit allen und seine präparierten Schwalben am Tatort gibt jedem Rätsel auf, bis zu dem Zeitpunkt, wo die grausame Wahrheit für die Taten ans Licht kommt.
Im dritten Band aus der Thriller Reihe ,, Overkill- Tod der Schwalben“ bereitet die Autorin Astrid Korten dem Leser ein ,,grausames“ Lesevergnügen, wo man nicht nur einmal den Atem, ob der brutalen, erschütternden und berührenden Handlung, anhalten muss.
Auch wenn man die beiden vorherigen Bände nicht kennt, kann man problemlos in den dritten Teil einsteigen. Hauptkommissarin Mo Celta spielt in dem Roman kaum eine Rolle was zwar etwas schade ist, aber dafür ist die Geschichte ja so ergreifend, dass es kaum auffällt.
Wie gewohnt von der Autorin hat sie auch hier nicht nur gut und intensiv recherchiert, sondern hat ein Thema aufgegriffen, das aktueller nicht sein kann.
Angefangen von den Ängsten und Sorgen der Menschen in der Ukraine, die nicht nur Jahrzehntelang nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl unter Krankheiten, Verseuchung und Armut leben, sondern auch die Angst vor einem russischen Angriff auf ihre Heimat.
Eingebettet darin ist eine spannende Geschichte die zeigt, was aus Menschen werden kann, wenn ihnen nicht nur die Familie genommen wird, sondern auch jede Hoffnung auf Gerechtigkeit. Manche Szenen sind dabei recht brutal und grausam beschrieben und im Gegenzug findet man dann wieder erschütternde und berührende Momente.
Durch die Autorin erfährt man dabei auch immer wieder Dinge, die nicht nur unglaublich, sondern auch sehr interessant sind, so werden unter anderem Reisegruppen erwähnt, deren Ziel es ist einen Ausflug in die verseuchten Zonen zu machen, wo es eigentlich ein Hohn gegenüber den Menschen ist, die dort leben und noch immer unter den Spätfolgen zu leiden haben.
Astrid Korten ist es in dem Roman wieder einmal gelungen nicht nur einen spannenden Thriller zu schreiben, wo man immer wieder überrascht wird, sondern auch auch ein Thema aufzugreifen, wo man nicht die Augen davor verschließen sollte und man erkennt, dass Menschen in ihrem Streben nach Macht, Reichtum und Selbstüberschätzung den Tod von anderen ohne mit der Wimper zu zucken in Kauf nehmen.

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Rezensionen von Vicky:

Jemanden zu lieben ist das Mutigste

Things We Hide From The Light von Lucy Score

'Things we hide from the light' ist ein Liebesroman der Autorin Lucy Score. Außerdem ist das Buch der zweite Band der Kleinstadt-Erfolgsserie 'Knockemout'. Die Versprecher über diese Stadt hier im Buch sind genial – und ich verstehe sie absolut, ich tue mir auch schwer mit dem Namen dieses süßen Städchens.

Das Cover ist wunderschön gestaltet und gefällt mir sehr - ich muss aber gestehen, dass mir das vorherigen mit den Gänseblümchen ein Ticken besser gefiel. Außerdem passt es gut in die Reihe, der Wiedererkennungswert ist also definitiv gegeben.

Unter 'Das Buch' kann man sich bereits einen kurzen Vorgeschmack auf die Geschichte rund um den Polizeichef Nash Morgan und seine neue Nachbarin Lina holen. Wir durften beide bereits im vorherigen Band kennenlernen. An dieser Stelle sei gesagt, dass es nicht unbedingt erforderlich ist diesen zu kennen, schaden tut es bestimmt aber auch nicht. Die Geschichte selbst umfasst 51 Kapitel sowie einen Epilog und Bonus-Epilog. Jedes Kapitel hat einen Titel, das finde ich ganz wunderbar, denn so wird mein persönliches Kopfkino bereits zu Beginn eines jeden Kapitels angeregt und ich muss mir überlegen, was hier passieren könnte.

Die Kapitel sind abwechselnd aus Sicht von Nash und Lina geschrieben. Diese Vorgehensweise finde ich gut, denn so versteht man beide Figuren besser und kann deren Handeln nachvollziehen. Mir hat die Geschichte, die Figuren und der Ort sehr gefallen. Auch fand ich es großartig hier wieder auf bereits bekannte Figuren aus dem ersten Teil zu treffen. Lucy Score's Schreibstil ist sehr angenehm, ich kam dadurch beim Lesen gut voran und viel zu schnell war diese unterhaltsame Geschichte zu Ende. Hier in Knockemout kommt weder der Humor noch die Emotionen zu kurz - hier ist alles dabei, und zwar in geballter Ladung - herrlich!

Fazit: Nashloch und Fieselina sind toll, vielleicht sogar noch besser als Knox und Naomi - zumindest hatten die nicht so tolle Spitznamen. Ich habe mich in Knockemout (hoffentlich richtig geschrieben) verliebt und werde die Autorin sowie die Reihe auf jeden Fall im Auge behalten. Ich bin bereits sehr gespannt auf den nächsten Teil - vor allem auch, wie die Geschichte weitererzählt wird, wenn ich an den Bonus-Epilog denke. Hach, jetzt kann ich nur warten und hoffen, dass das Buch bald erscheint und uns Lucian erfreuen wird.

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Rezensionen von @lust_auf_literatur:

Unterhaltsam und anspruchsvoll

Der Zauberer vom Cobenzl von Bettina Balàka

Obwohl Bettina Balàka mit „Der Zauberer vom Cobenzl“ ihr 21. (!) Buch veröffentlicht, ist es (soweit ich mich erinnere) mein erster Roman dieser preisgekrönten österreichischen Schriftstellerin.
Es wird aber nicht mein letzter bleiben, denn dieser feinsinnige historische Roman hat mir ziemlich gut gefallen!

In der ersten Hälfte des 19.

Jahrhunderts ist Europa in Aufbruchsstimmung. Erfindungen und Entdeckungen werden gemacht, und die westliche Menschheit wähnt sich kurz vor den Enthüllung der letzten Geheimnisse des Universums.
Neue Wissenschaften sollen alten Aberglauben ersetzen und neue Techniken das Leben erleichtern anstatt der Religion. Aus dieser Zeit lässt Balàka ihre Ich-Erzählerin Hermine aus ihrem Leben und aus weiblichen Blickwinkel berichten.
Sie und ihre Schwester Ottone wachsen nach dem frühen und qualvollen Tod ihrer Mutter bei ihrem Vater auf. Carl Ludwig Freiherr von Reichenbach ist ein typisches Kind seiner Zeit und wird Zeit seines Lebens auf der Suche nach einem Beweis für die Existenz von „Od“ [Alles in der gesamten Natur druchdringendes Dynamid] sein.

Auch Balàkas Erzählerin brennt leidenschaftlich für die Naturwissenschaften und hilft ihrem Vater bei ihren Forschungen. Doch wie kann eine Frau zu dieser Zeit, in der die Gesellschaft einen anderen Platz für Frauen vorsieht, in diesem Feld eigenständig bestehen?

„Ich war ein seltsames Tier, ein Fabelwesen, eine Chimäre. Es machte mich stolz und einsam zugleich.“

Dieser Roman bietet mir auf vielen Ebenen Zugangsmöglichkeiten. Balàka beleuchtet nicht nur das Verhältnis Mensch und Wissenschaft sondern auch die zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen Vater und den Töchtern und das Band der Schwestern untereinander.
Besonders gefiel mir das Gefühl sehr authentisch in eine ganz andere Zeit und eine andere Gedankenwelt einzutauchen.

Unterhaltsam und anspruchsvoll zugleich, ein toller literarischer und historischer Roman!

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Rezensionen von Lerchie:

Spannende Fortsetzung

GötterFunke 2. Hasse mich nicht von Marah Woolf

Als das neue Schuljahr beginnt versucht Jess Cayden zu vergessen, denn er hat ihr zu viel angetan. Aber Zeus hat andere Pläne und Cayden steht in der Schule plötzlich vor ihr. Schwebt sie in Gefahr? Ist Agrios ihr gefolgt? Jess möchte ein normales Leben, nicht möchte sie weniger als in den Kampf der Götter zu geraten.

Aber es ist doch nicht normal, dass sie die Welt der Götter sehen und betreten kann? Und schafft sie es, Cayden wirklich zu hassen?


Meine Meinung0
Es ist schon sehr lange her, dass ich den ersten Band dieser Trilogie gelesen habe, und dieses Buch lag daher auch sehr lange auf meinem SUB. Jetzt habe ich es endlich geschafft, es zu lesen. Trotz der langen Zeit, die seit dem Lesen des ersten Bandes verstrichen ist, kam ich gut in die Geschichte rein, und ich konnte mich gut in die Protagonisten hineinversetzen. Ich hatte auch Zweifel an Caydens Ehrlichkeit, wenn er mich so behandelt hätte wie Jess. Und doch fühlt sie sich immer wieder von Cayden angezogen und weht sich jedoch heftig dagegen. Und dann kommen die Götter mit einem Ansinnen, das sie erst drastisch von sich weist. Wird sie doch noch nachgeben? Und was ist mit den anderen Göttern`? Wer ist der Bessere Zeus oder Agrios? Gibt es überhaupt einen Besseren? Jess ist hin- und hergerissen, was soll sie tun? Doch dann geschieht etwas, was ihr die Entscheidung praktisch abnimmt. Was das jedoch ist, das muss der geneigte Leser selbst lesen. Das wird hier nicht verraten. Ich habe dieses Buch in einem Rutsch gelesen und bin supergespannt auf den dritten, finalen Band. Wie wird er ausgehen? Das Buch war wieder sehr spannend. Es hat mich gefesselt und ich fühlte mit den Protagonisten, hauptsächlich mit Jess. Ich kann es gerne weiterempfehlen, jedoch sollte man den ersten Band gelesen haben. Von mir die volle Bewertungszahl.

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Rezensionen von begine:

Studentenjahre

Wir träumten vom Sommer von Heidi Rehn



Heidi Rehn ist eine Schriftstellerin, die ich schon oft gelesen habe. In dem Buch Wir träumen vom Sommer, wechseln die Zeiten von 1968 zu 1972 und das Geschehen findet in München statt. Der Wechsel ist manchmal nicht so schnell zu merken, das ich überlegen musste, wo ich gerade bin. Es war die Zeit der Studentendemonstrationen und der freien Leibe.

Das hat die Autorin perfekt hinbekommen. So war die Zeit.
Die Protagonistin Amrei wird Hostess im Olympiadorf. Dass das Attentat nicht so ausgeschmückt wurde, fand ich gut. Da hätte ich durch den Klappentext Angst, das es zu dicht kommt.  Man erfuhr mehr von den Emotionen der Bevölkerung, das hat mir gefallen.
Heidi Rehn ist eine erfahrene Schreiberin, deren Stil mir zusagt. Dieser Roman war durch die Themen teilweise etwas getragen aber doch interessant.
Es ist ein gutes Buch, das lesenswert ist.

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Rezensionen von Jule:

Zum wohlfühlen

The stars we reach - Emerald Bay, Band 1 von Lorena Schäfer

"Ich will nicht mehr in der Vergangenheit leben."

"The stars we reach" ist ein Buch zum wohlfühlen, mit einem herausragenden Setting.
Emerald Bay und seine Bewohner sind mir schon nach kurzer Zeit ans Herz gewachsen, denn man spürt diesen besonderen Umgang, den alle miteinander pflegen.

Ivy wurde mit offenen Armen empfangen, nachdem sie die ersten Schritte auf Australischen Boden gesetzt hat und merkt schnell, dass ihr "keine Jungs" Vorhaben zum Scheitern verurteilt ist, als sie Taylor begegnet.
Taylor, der ganz anders ist als ihr toxischer Ex-Freund Leon und nur das Beste für sie möchte.
Beide sind Charaktere, die sehr authentisch rüberkommen und deren Gefühle zum Großteil nachvollziehbar sind.
Bei den Nebenprotagonisten ist dieses ebenfalls der Fall. Sie haben noch mehr Humor in die Geschichte gebracht, für Vielfalt gesorgt und unglaublich wichtige Rollen gespielt.

Der locker, leichte Schreibstil hat dazu beigetragen, dass ich durch die Geschichte geflogen bin und Freude am Lesen hatte.
Das Buch hat eine angenehme Atmosphäre, die nur dadurch getrübt wurde, dass alles, für mich, zu perfekt und an manchen Stellen leider auch zu gewollt gewirkt hat.
Gibt es ein Problem wird direkt eine Lösung dafür gefunden, die einwandfrei funktioniert. Wie schon gesagt, einfach perfekt. Ein bisschen zu perfekt.
Im Gegensatz zur Kommunikation zwischen Ivy und Taylor, die auf vielen Ebenen gescheitert ist, was irgendwann ziemlich nervig wurde.
Dennoch mag ich Beide und mir liegen besonders die kurzen Szenen am Herzen, die für absolute Wohlfühlmomente gesorgt haben. In diesen kurzen Sequenzen hat man die Gefühle der Protagonisten am besten wahrgenommen.
Doch leider hat sich manches am Ende so angefühlt als ob eine Liste abgearbeitet wird, von Dingen, die unbedingt noch in die Geschichte einfließen müssen, obwohl sie getrost hätten weggelassen werden können.
Nichtsdestotrotz hat die Geschichte von Ivy und Taylor ein verdientes Ende gefunden, mit einer wundervollen Abschlussszene, die für ein rundes Bild gesorgt hat.
Trotz mancher Kritikpunkte freue ich mich schon sehr auf Band zwei und darauf wieder nach Emerald Bay zu reisen.

Eine Empfehlung für alle, die ein leichtes Sommerbuch suchen, mit einer absolut traumhaften Kulisse.
Schlussendlich bleibt nur noch zu sagen, glaubt an euch selbst und lebt im Jetzt, auch wenn es schwer sein kann.

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