Kunden em pfehlungen
Rezensionen von MarcoL:
Die wunderbare Fortsetzung von „Das letzte Einhorn“, magisch schön!
Der Weg nach Hause von Peter S. Beagle
Dieses wunderbare Buch ist die Fortsetzung des Romans: Das letzte Einhorn. Es beinhaltet zwei Geschichten mit den Titeln „Zwei Herzen“ und „Sooz“, welche zusammenhängen.
In „Zwei Herzen“ begegnen wir alten Bekannten wieder: Zauberer Schmendrick, Molly Grue und König Fír, alle nun alt geworden, aber immer noch voller Tatendrang.
Die neunjährige Sooz (fast zehn!) stiehlt sich von zu Hause fort. Sie ist sich sicher, ihre besorgten Eltern voller Kummer zurückzulassen, aber es reicht ihr. Der Greif treibt nun schon zu lange sein Unwesen, und als er letztendlich auch noch Sooz' beste Freundin holt, beschließt sie, alleine zum König zu reisen, um ihn um Hilfe zu bitten. Sogar ihre treue Hündin Malka lässt sie zu Hause – und ein Weg voller magischer Abenteuer beginnt – das Ende? Lest es.
Die zweite Geschichte „Sooz“ spielt Jahre später. Sooz wird erwachsen, und zu ihrem siebzehnten Geburtstag lüftet sie das Geheimnis, welches ihr Molly Grue damals mitgegeben hat.
Sie entdeckt ihre verschollene Schwester Jenia, welche damals, vor Sooz Geburt, vom kleinen Volk mitgenommen wurde in deren Reich. Sooz ist wild entschlossen, ihre Schwester zurück zu holen. Ob es gelingt?
Es sind zwei wundervolle Erzählungen. High-Fantasy wie ich sie wirklich gerne (und viel zu selten) lese. Zum Sprachstil ist nicht viel zu sagen – linear, einfach, auch für Jugendliche sehr gut geeignet, um in die Welt von Zauberern, Greifen, oder Einhörnern einzutauchen.
Man fühlt sich in dieser fiktiven Welt aufgehoben. Dem Autor geht es aber nicht nur darum, eine Geschichte zu erzählen, um den Alltag zu vergessen. Es geht hier um Mut, etwas verändern zu wollen. Um Liebe zum Leben, und vor allem um eins: um die Macht von tiefer Freundschaft. Ich möchte dies auch ein wenig mit Tolkien vergleichen, denn obwohl sich die Protagonist:Innen in einer brutalen Umgebung befinden, hat man beim Lesen den Wunsch, mit dabei zu sein. Kameradschaft, Freundschaft, Zusammenhalt sind es, so finde ich, was dieser Art von Fantasyliteratur ihren besonderen Flair verleiht.
Es ist ein sehr schön gestaltetes Buch mit äußerst angenehmer Haptik. Auch „Das letzte Einhorn“ wurde neu aufgelegt, und erscheint in gleicher Aufmachung.
Rezensionen von brauneye29:
Hat mir gefallen
Der kleine Perry 1: Das Geheimnis des Wanderplaneten von Olaf Brill
Zum Inhalt:
Wie gerne würde der junge Perry Rhodan ins All fliegen! Und der Wunsch kommt nicht von ungefähr, denn seine Mutter hat das berühmte Raumschiff Stardust konstruiert. Als Perry mit seinem Mausbiber den Start des Raumschiffs ansehen will, wird er plötzlich ins Raumschiff teleportiert und kaum im Raumschiff geht es auch schon los.
Schneller als gedacht, kommt Perry tatsächlich ins All!
Meine Meinung:
Wer kennt Perry Rhodan nicht, eine der wahrscheinlich beliebtesten Science Fiction Serien. Hier haben wir nun Perry als Kind und das in Form eines Comics. So kann man natürlich schon frühzeitig neue Fans erreichen, die vielleicht später auch noch Perry Rhodan lesen. Mir hat das Buch gefallen, denn neben der fantastischen Geschichte wird auch ein wenig Wissen vermitteln. Zudem kann ich mir vorstellen, dass es so manches Kind anspricht, dass nicht zu viel Text lesen möchte. Die Illustrationen sind sehr schön und die Geschichte spannend.
Fazit:
Hat mir gefallen
Rezensionen von Streiflicht:
Die schönsten Seiten von Südtirol
Klick dein Wanderglück von Judith Niederwanger; Alexander Pichler
Auf dieses Buch war ich sehr neugierig, denn ich kenne von Südtirol leider bisher sehr wenig. Gleichzeitig höre ich aber immer wieder, wie schön es dort ist, und ich sehe die wunderbaren Fotos. Ein Buch das, die schönsten Touren und Fotomotive zusammenfasst, ist daher perfekt für mich. Schon auf den ersten Blick war ich begeistert.
So viele tolle Fotos, Infos und Hinweise. Ich mag die Gestaltung des Buchs, so klar, deutlich, einfach und zugleich informativ. Für mich hätten es immer gerne noch mehr Hintergründe usw. sein können, aber auch so hat es mir sehr gut gefallen.
Man merkt, dass die beiden Autoren Südtirol lieben und gut kennen. Viele tolle Tipps, die teilweise auch Geheimtipps sind, werden hier für die Leser und angehenden Fotografen zusammengestellt. Besonders gut fand ich die Angabe von GPS-Koordinaten, da kann dann nichts schiefgehen. Tipps, wann man welche Sehenswürdigkeit oder Naturschönheit besonders gut fotografieren kann, und solche zu Blenden, schiefen Fotos oder ähnlichem fand ich auch sehr gut. Die jeweilige Infoseite mit Karte, Icons und allen wichtigen Infos fand ich besonders praktisch. Mit QR-Codes kann man sich die jeweilige Tour auf das Smartphone herunterladen, auch das ist echt benutzerfreundlich.
Rundum gelungen, so macht das Entdecken, Wandern und Fotografieren Spaß und man lernt noch was. Kaum hat man das Buch in der Hand, möchte man am liebsten schon los!
Rezensionen von Tobias Kallfell:
Für mich zu wenig Übungen auf Satz- und Textebene
Wieso? Weshalb? Warum? Erstleser, Band 11 - Detektive und Ermittler von Sandra Noa
Das Erstleser-Buch „Detektive und Ermittler“ aus der Reihe „Wieso, Weshalb, Warum? (Bd. 11)“ vom Ravensburger-Verlag gliedert sich in vier Kapitel: 1) Was machen Detektivinnen und Detektive (S. 6-19), 2) Wie gehen Detektive und Detektivinnen vor? (S. 20-33), 3) Wer ermittelt sonst noch? (S. 36-47) und 4) Warum ermitteln wir alle so gern? (S.
48-57). Der Text ist von der Schriftgröße und vom Textumfang gut für geübte Erstklässler:innern geeignet (bei rein schulischer Vermittlung). Der Verlag weist das Buch der Lesestufe 2 zu. Es werden viele interessante Informationen rund um den Beruf eines Detektivs/ einer Detektivin vermittelt. Für Kinder, die gerne Hintergründe erfahren möchten, ist das Buch also bestens geeignet, evtl. auch als Nachbereitung zu solchen Buchreihen wie „???“ oder „TKKG“ etc.
Am Ende jedes Kapitels gibt es jeweils noch ein Leserätseln, vorwiegend mit Übungen auf Wort- und Buchstabenebene. So müssen im Anschluss an Kapitel 1 geheime Botschaften entschlüsselt werden (Bild-Buchstaben-Zuordnungsübung auf Wortebene), ein Gitterrätsel mit sechs versteckten Begriffen will bearbeitet werden (Wortebene) und es muss die Anzahl von Silben bei drei vorgegebenen Wörtern ermittelt werden (Wortebene). Das Leserätsel nach Kapitel 2 weist folgende Übungsformate auf: a) fehlende Buchstaben in Wörtern ergänzen (Buchstabenebene), b) Silben von Wörtern miteinander verbinden, so dass sie ein sinnvolles Wort ergeben (Wortebene), c) Eine Bild-Satz-Zuordnungsübung im Sinne von richtig-falsch-Aussagen, die dann ein entsprechendes Lösungswort ergeben (Satzebene, gut!).
In der Mitte des Buchs gibt es eine Doppelseite zum Stickern. Den vorgegebenen Sätzen müssen die passenden Bilder zugeordnet werden (Satz-Bild-Zuordnungsübung auf Satzebene). Kapitel 3 weist folgende Übungsformate auf: Buchstaben in die richtige Reihenfolge bringen (Wortebene), ein Sudoku mit vier Silben, die allerdings am Ende keine sinnvollen Wörter ergeben (Silbenebene?!), Wortbestandteile zu sinnvollen Komposita verbinden (Wortebene). Das Leserätsel zu Kapitel 4 trainiert wieder in erster Linie die Rechtschreibkompetenz. In einer Lückenübung müssen Konsonantenverbindungen korrekt eingefügt werden (Buchstabenebene). Und in einem Labyrinth müssen einzelne Buchstaben zu einem sinnvollen Wort verknüpft werden (Wortebene). Zwei Übungen, die dann aus der Reihe fallen, sind das Lesequiz und das Leselotto. Beim Lesequiz müssen multiple-choice-Aufgaben zum Textinhalt beantwortet werden (Textebene, gut!). Beim Leselotto müssen Bild-Wort-Kombinationen und Sätze einander zugeordnet werden (Satzebene).
Betrachtet man die Übungsformate, so ergibt sich zusammenfassend folgendes Bild. Sieben Übungen sind auf Wortebene angesiedelt, zwei Übungen auf Buchstabenebene, drei auf Satzebene, eine auf Silbenebene und eine auf Textebene. Es überwiegen also vor allem die Übungen auf Wort-, Silben- und Buchstabenebene. Übungen auf Satz und Textebene kommen zu kurz. Mit den Übungen wird also vor allem die Rechtschreibkompetenz gefördert, weniger die Lesekompetenz (Ausnahme bilden hier die Übungen auf Satz- und Textebene). Das Erstlese-Buch ist in meinen Augen für starke Schüler also keine echte Herausforderung mehr. Es ist für solche Lernenden geeignet, die Rechtschreibung festigen und wiederholen möchten, weniger für solche, die die Lesekompetenz trainieren möchten. Ansonsten müsste es im Anschluss an die Kapitel mehr Aufgaben v.a. auf Textebene geben (z.B. richtig-falsch-Aufgaben etc.). Das sollten Eltern im Blick haben, wenn sie sich einen Übungseffekt durch das Buch versprechen. Die Aufgabenstellungen sind nach meiner Einschätzung mit einer Ausnahme (= Übung 3 auf S. 33) alle klar verständlich formuliert, so dass die Erstleser:innen wissen, was sie tun müssen. Ich gebe 4 Sterne!
Rezensionen von brauneye29:
Sehr interessant
Das Licht zwischen den Schatten von Michaela Beck
Zum Inhalt:
In diesem Buch begleiten wir verschiedene Personen durch ihre Leben. Arbeiterkind Konrad, der um Selmas Schwester zu heilen, unbedingt Medizin studieren will; Brigitte, die mit ihren Eltern in den Westen flüchten muss und gegen alles und jeden aufbegehrt und dann noch Andre, dessen Eltern bei einem Unfall ums Leben gekommen sind und der in einer sozialistischen Vorzeigefamilie aufwächst.
Meine Meinung:
Das ist schon ein ganz schöner Wälzer, aber keinesfalls langweilig. Vielleicht wäre im letzten Drittel ein wenig Straffung möglich gewesen , aber gut. Mir hat diese Kombination aus Familiengeschichte und auch historischem Hintergrund sehr gut gefallen. Gefallen hat mir auch, wie die Protagonisten sich entwickeln, wie sie teilweise ihre Ansichten ändern, aber genauso ist das Leben. Es fließt und man muss sich auch mal anpassen.
Fazit:
Sehr interessant
Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :
Krimifeeling in Liebesgeschichte
Das Licht zwischen den Schatten von Michaela Beck
Wie der Hintergrund schon verrät, ist es eine Liebesgeschichte, die im LGBTQIA+ Spektrum spielt. Sie hat auch ein wenig was von einem Krimi finde ich. Die Geschichte hat mich ziemlich schnell gefangen gehabt.
Und darum geht es:
Die Ehe von Alexander und Markus kriselt. Die beiden sind ziemlich verschieden, und Markus ist in letzter Zeit sehr schweigsam.
Zweifel uberklmmen Alex und er flieht aus dieser Situation, will sich eine Auszeit nehmen.
Er landet mit viel Alkohol direkt in den Fängen des berüchtigten Rächers von Berlin. Durch ihn lernt er echte seelische Abgründe kennen, doch er findet auch dort Halt....
Die Geschichte ist irgendwie keine ganz klassische Liebesgeschichte. Auf vielen Seiten geht es um diese Gefangenschaft und um die Beziehung, die der Rächer von der Berlin führte vor dem Schicksalsschlag, der ausschlaggebend für seine "kriminelle Karriere" war. Der Schreibstil hat mir total gefallen und durch das Setting war es mir möglich, auch den Rächer etwas besser verstehen zu können. Die Geschichte ist für mich irgendwie abgedreht und oft fragte ich mich, was alles so möglich ist, und gleichzeitig sehr schön und stimmig. Eine interessante Geschichte!
Rezensionen von S.:
Aufarbeitung
Die Butterbrotbriefe von Carsten Sebastian Henn
Der Titel ist originell, weckt Neugier. Warum Butterbrotpapier?
Die Widmung ist das Motto: „Für alle, die ihren eigenen Weg nicht finden durften.“
37 Briefe schreibt Kati. Mit jedem arbeitet sie eine Kränkung oder erlebte gute Tat für sich auf. Die Briefe ( getippte oder handgeschriebene, je nach Würfelorakel) zu schreiben, ist nicht so schwer.
Sie dem Adressaten persönlich vorzulesen, erfordert Mut. Die Reaktionen sind oft erstaunlich, auch unerwartet.
Jeden Sonnabend frisiert die gute Kati kostenlos Bedürftige auf dem Marktplatz. Sie trifft den herumziehenden Severin. Warum sucht er Kontakt zu ihr?
Viel Potenzial für einen kurzen Roman. Und doch hat mich die Handlung nicht gecatcht. Warum hat die Hauptfigur so wenig Verständnis für die Menschen, die sie vermeintlich verletzt haben? Warum begreift sie erst so spät, dass sie ihr eigenes Leben leben muss? Sie ist fast vierzig … . Auch das Vorlesen und danach wegrennen, statt nach Gründen zu fragen, zeugt von wenig Reife.
Die Briefschreibe-Idee hat mir gefallen, die Figur der Kati weniger. Einzig der etwas skurrile Martin war ein origineller Lichtblick.
Rezensionen von manu63:
Lena und Ford
Faking it with #41 von Piper Rayne
Der dritte Band der Hockey Hotties Reihe des Autorinnenduos Piper Rayne trägt den Titel Faking it with # 41und erzählt wird die Geschichte von Lena und Ford.
Nach der Geburt seiner Tochter zeigt die Geschichte wie Ford sich immer weiter entwickelt und seine Beziehung zu Lena führt Ford zu weiteren Erkenntnissen über sich selber.
Auch Lena muss einiges aus ihrem Leben überdenken und reift im Laufe der Geschichte.
Diese Änderungen der beiden und ihre Beziehung zueinander werden überzeugend dargestellt. Die Gedankengänge sind verständlich und auch die Missverständnisse bzw. die Unfähigkeit der beiden sich ehrlich ihren Gefühlen zu stellen wirkt realistisch.
Die aus den Vorbänden bekannten Charaktere helfen beiden immer wieder auf die Sprünge und die Dialoge dabei sind humorvoll. Explizite Stellen sind vorhanden, nehmen aber nicht den Hauptteil ein. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und die Geschichte dadurch gut lesbar.
Wieder eine Geschichte von Piper Rayne die mich gut unterhalten hat.
Rezensionen von Sheilo:
Ich bin so begeistert!
The Romeo & Juliet Society, Band 1 - Rosenfluch von Sabine Schoder
Wer hat das berühmte Drama nicht während der Schulzeit lesen müssen - Romeo und Julia von Shakespeare. Aber was Sabine Schroder nun daraus gemacht hat begeistert mich sehr.
Joy ist eigentlich nirgendwo so richtig Zuhause, seit dem Tod ihrer Mutter war sie mit ihrem Vater weltweit unterwegs, da er als Schauspieler immer wieder an anderen Theatern gearbeitet hat.
Gerade laufen die Vorbereitungen für eine Generalprobe, als zwei junge Männer, Cut Montague und Rhyme Capulet, auftauchen und sie bitten mit ihnen zu kommen. Sie erzählen ihr eine verwirrende Geschichte und wollen sie mit nach Verona nehmen. Und damit beginnt ein Abenteuer für Joy, mit dem sie wohl nie gerechnet hätte.
Die Idee, aus dem altbekannten Drama ein Fantasy-Buch zu erschaffen ist wirklich fantastisch. Der Schreibstil ist wundervoll und man wird mitten in die Geschichte gezogen. Die Spannung wird während des gesamten Buches aufrecht erhalten und eine absolut unerwartete Wendung wartet als Cliffhanger am Ende der Geschichte auf den Leser.
Die Protagonisten wurden von der Autorin wirklich großartig umgesetzt. Joy ist extrem mutig und lässt sich auf das Abenteuer ein. In Verona findet sie Anschluss an eine wundervolle Clique rund um Rhyme im Hause der Capulets. Rhyme und Cut sind die sogenannten Fürsten der jeweiligen Häuser der Capulets bzw. Montagues und damit für die Schüler verantwortlich. Sie sind beide sehr aufgeschlossen und ich liebe die Dynamik zwischen den Beiden sehr. Wir lernen auch weitere Nebencharakter kennen, die von der Autorin liebevoll ausgestaltet wurden und man schließt sie direkt ins Herz.
Ich persönlich kann es jetzt schon kaum erwarten, dass der zweite Band im Frühjahr 2024 erscheint. Ich bin wahnsinnig gespannt, wie es weitergehen wird und kann diesen phänomenalen ersten Band allen sehr empfehlen. Die erste Auflage besitzt dazu noch einen tollen Farbschnitt, auf welchem Rhyme dargestellt wird.
Rezensionen von Lilli33:
Zum ersten Mal von Poznanski enttäuscht
Oracle von Ursula Poznanski
Zum ersten Mal von Poznanski enttäuscht
Inhalt:
Julian litt jahrelang unter Trugwahrnehmungen. Nebel, Schattenbalken und wabernde Wolken bedeckten teilweise die Körper seiner Mitmenschen und machten ihm Angst. In der Schule galt er deswegen als Freak und wurde gemobbt. Seit er in Therapie ist und entsprechende Medikamente bekommt, sind die „Marker“, wie er die Wahrnehmungen nennt, verschwunden und er kann endlich ein normales Leben führen.
Doch als er nach Jahren seine Schulkameraden wieder trifft, erfährt er etwas Schockierendes: Diejenigen, bei denen er damals Marker gesehen hatte, wurden genau an den entsprechenden Stellen verletzt. Zufall? Oder sind die Marker eine Art Vision? Julian beschließt, dies herauszufinden.
Meine Meinung:
Der Roman wird vom Verlag als Thriller angepriesen - und damit war meine Enttäuschung vorprogrammiert, denn von Thrill fand ich keine Spur. Kein Nervenkitzel, keine atemberaubende Spannung, nur ein nicht uninteressanter Plot. Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass endlich etwas Großes passiert, aber da kam einfach nichts. Nur ganz am Schluss kommt so etwas wie leichte Spannung auf. Die ist dann aber auch ganz schnell wieder vorbei und das Buch endet, ohne dass wichtige Fragen beantwortet würden. Mystery halt, da muss man nichts erklären. ;-)
Gut gefallen hat mir der Schreibstil und die Charakterisierung der Personen. Ich konnte mir sowohl die Hauptfiguren als auch die Nebenfiguren bildlich vorstellen und auch gut auseinanderhalten, weil jede Person etwas Besonderes ist. Ein klein wenig öd fand ich nur den Protagonisten Julian, der über weite Strecken mit sich und seinen Zweifeln hadert, bis er dann mal in die Puschen kommt und agiert. Dann aber wächst er über sich hinaus, wie sich das für einen richtigen Helden gehört.
Bisher konnte Ursula Poznanski mich mit jedem ihrer Bücher - egal ob für Jugendliche oder Erwachsene - begeistern, doch dieses Mal konnte sie mich leider nicht erreichen.










