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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Nele33:

Klischee in Reinform

Kleine Probleme von Nele Pollatschek

Das Buch "Kleine Probleme" der Autorin Nele Pollatschek erzählt einen Tag im Leben des Protagonisten Lars, der die Prokastrination in seiner Reinstform lebt.

Lars 49, im Moment aufgrund der Tatsache, dass seine Kinder im Ausland sind und seine Frau sich in Portugal befindet, quasi allein lebend, bekommt Stress als der Sylvester abend da ist und er noch einiges zu erledigen hat.

Seine Liste scheint endlos. Doch anstatt sich aufzuraffen verliert er sich in seinem Gedankenkarussell und philosophiert über scheinbar unwichtige Dinge.

Wer kennt es nicht, unangenehme Dinge immer wieder aufzuschieben, bis sich daraus ein Berg entwickelt hat. Bei Lars bekomme ich jedoch den Eindruck, er bekommt irgendwie gar nichts wirklich geregelt. Der Schreibstil der Autorin liest sich gut, ist mit genügend Humor und Spitzfindigkeiten gespickt, so dass es mir Spass machte das Buch zu lesen. Es gibt einiges an Längen, welche aber von der Autorin im passenden Moment wieder aufgefangen werden. Sie bedient auf witzige Weise sämtliche Klischees eines unbeholfenen Mannes, der dazu noch ein Kettenraucher ist.

Ein Buch welches mich gut unterhalten auch, auch wenn manche Stellen etwas langatmig und durchaus kürzbar gewesen wären ohne die aussage zu schmälern.

Mein bevorzugtes Genre sind Krimis und Thriller, aber dieser Roman hat mich gut unterhalten und ich kann ihn gerne weiter empfehlen an alle, die überzogene Klischees mit ausreichend Humor mögen.

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Rezensionen von Claudia R:

Büchermagie

Das Buch der gestohlenen Träume (Das Buch der gestohlenen Träume 1) von David Farr

Klappentext / Inhalt:

Der Bestseller aus Großbritannien – für alle, die magische Bücher und Geschichten lieben!
Der Auftakt einer packenden Fantasy-Reihe von Schriftsteller, Drehbuchautor und Theaterregisseur David Farr. Das fantastische Abenteuer ist ein tolles Geschenk und der perfekte Lesestoff für Kinder ab 11 Jahren.

Ein magisches Abenteuer voller Freundschaft, Mut und Büchermagie!
Rachel und ihr Bruder Robert wachsen in Krasnia auf – einem Land, in dem Bücher und Geschichten verboten sind! Der böse Präsident Charles Malstain verbreitet Angst und Schrecken und besonders hasst er Kinder. Eines Tages bekommen die Geschwister ein geheimes magisches Buch geschenkt, das Buch der gestohlenen Träume. Sie müssen alles in ihrer Macht Stehende tun, damit das Buch nicht in die falschen Hände fällt. Doch der grausame Charles Malstain ist Rachel und Robert bereits auf der Spur …
Ein fantasievolles und zauberhaftes Buch mit dem Zeug zum Kinderbuchklassiker
So macht Lesen Spaß: Fantastische Welten, starke Charaktere, verblüffende Wendungen und atemlose Spannung
Zeitlose Fantasy-Geschichte: Fans von Kai Meyer, Cornelia Funke und Mechthild Glaser werden dieses Buch verschlingen
Einzigartige Gestaltung: Mit wunderschönen Illustrationen von Kristina Kister und Goldfolienprägung

Cover:

Das Cover ist wunderschön gestaltet. Die Goldletter und die Goldelemente runden das Ganze sehr schön ab. Zwei Kinder scheinen durch ein aufgeschlagenes Buch zu laufen, deren Welt sich vor ihnen auftut. Optisch und farblich ist es wundervoll umgesetzt und wirkt zu gleich sehr geheimnisvoll und rätselhaft.

Meinung:

Eine rätselhafte und fantasievolle Geschichte, die gleichermaßen berührt und die Magie der Bücher und Freundschaft herüberbringt. Ein Buch voller Spannung, Magie, Mut und Freundschaft und zugleich eine unterhaltsame und faszinierende Geschichte. Rachel und Robert wachsen in einem Land auf, in dem Bücher verboten sind, doch als ihnen ein geheimes magisches Buch geschenkt wird, beginnt das Abenteuer und es ist wichtig, dass dieses Buch nicht in die falschen Hände gerät.

Inhaltlich möchte ich hier nicht allzu viel verraten und halte mich daher mit weiteren Details dazu zurück.

Der Schreibstil ist angenehm und locker lesbar. Es wird bildlich und detailreich beschrieben, so dass man sich alles sehr gut vorstellen kann. Auch in die Charaktere und Situationen findet man sich sehr schnell und gut hinein. Der Aufbau und die Gliederung hat mir sehr gut gefallen. Die Kapitel sind teilweise sehr kurz, was die Spannung und das Tempo erhöht. Die Kapitelanfänge sind sehr gut herausgearbeitet und gut erkennbar. Die kleinen unterschiedlichen Illustrationen am Kapitelanfang sind gut umgesetzt und auch die Kapitelüberschriften sind toll gewählt, ohne dabei zu viel zu verraten.

Auch die schwarz-weiß Illustrationen zwischendurch passen sehr gut und werten das Ganze auf. Der Gesamteindruck ist sehr positiv und faszinierend. Die wunderschönen Illustrationen und die kleinen Elemente und Einschübe sind toll und runden das Ganze perfekt ab.

Die Geschichte in sich ist sehr spannend und mitnehmend. Man kommt sehr gut hinein und wird schnell gebannt und gefesselt von den Ereignisse, so dass es nicht langweilig wird und es sich sehr angenehm und kurzweilig lesen lässt. Auch wenn die Atmosphäre etwas düsterer ist, so passt es dennoch sehr gut zum Gesamteindruck und fasziniert hier sicherlich Groß und Klein. Ich würde es ab ca. 12 Jahren empfehlen. Die Altersempfehlung liegt bei 10 Jahren, aber aufgrund der teils recht düsteren Grundstimmung, würde ich diese ein wenig annehmen, aber dies ist meine eigene Meinung, und jeder Leser und auch de Entwicklung der Leser ist unterschiedlich und daher sicherlich auch früher lesbar.

Die Entwicklung der Charaktere ist toll umgesetzt und man nimmt hier einiges in Sachen Freundschaft, Mut und Magie mit. Ein magisches Buch, dass die Magie auf den Leser überträgt und durch spannende Atmosphäre, etwas Düsternis und Magie überzeugt.

Fazit:

Eine rätselhafte und fantasievolle Geschichte, die gleichermaßen berührt und die Magie der Bücher und Freundschaft herüberbringt.

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Rezensionen von MarcoL:

Dieser Roman, ursprünglich „Die Halloween-Party“, ist die Vorlage für den Kinofilm „A haunting in Venice“. Es ist die neueste Christie-Verfilmung mit Kenneth Branagh (Poirot und Regie).

A Haunting in Venice von Christie Agatha; Grabler Hiltgunt; Mundhenk Michael

Hercule Poirot wird von seiner Bekannten Mrs. Oliver, eine erfolgreiche Krimiautorin, in das kleine Dorf Woodleigh Common gerufen, denn Polizei und alle Beteiligten stehen am Ende ihrer Weisheit. Während einer von Mrs. Drake perfekt organisierten Kinderparty zu Halloween wird die junge Joyce ermordet.

Kein Täter war gesehen worden, es scheint alles sehr mysteriös.
Während des Festes behauptete Joyce, schon einmal, unbewusst, Zeugin eines Mordes gewesen zu sein. Aber es glaubte ihr niemand, wurde nur belächelt. Mit Grund, denn das Mädchen war nicht besonders beliebt und bekannt dafür, sich mit erfundenen Geschichten ins Rampenlicht zu stellen.
Hercule Poirot, in seiner charmanten wie leicht narzistischen Art wie eh und je, führt Befragungen durch, schließt sich mit einem ehemaligen Polizisten kurz, sammelt Daten und Fakten. Aber selbst er kommt nicht richtig im Fall weiter – bis dann zum richtigen Zeitpunkt das richtige Wort gesprochen wird. Und die Lösung scheint nun für ihn sehr greifbar. Der Fall haltet die Leser:Innen bis zum Schluss in Atem, denn der Mordfall würde nicht aus der Feder von Christie stammen, würden wir die Lösung schon vorher erahnen.
Der Schreibstil ist für Agatha Christie Fans wie gewohnt – straight, ohne viele Schnörkel, die Atmospähre oftmals very british.
Ich fühlte mich im Roman sehr gut aufgehoben, war spannend bis zum Schluss und ein wahrer Pageturner. Nun bin ich richtig auf den Film gespannt, welcher wohl ziemlich anders sein wird, als das Buch, und am 14.9. seine Premiere hat. Ganz klare Leseempfehlung für alle Krimifans und Freunde von Spannungsliteratur.

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Rezensionen von Kwinsu:

Vom Sehen und gesehen werden

Am Tag des Weltuntergangs verschlang der Wolf die Sonne von Sina Scherzant

"Ohne es zu wissen, lechzte ich offensichtlich danach, gesehen zu werden, und die Sehende zu teilen kam nicht infrage."

Katha ist vierzehn und nicht nur ihr Alter garantiert Umbruch, sondern auch das Leben, das sie nicht beeinflussen kann. Ihre Eltern trennen sich, sie ziehen mit Mutter und Schwester in eine neue Stadt und sie hat viel damit zu tun, es allen recht zu machen.

Ihre Mutter versinkt in Selbstmitleid, ihre Schwester rebelliert biestig, aber liebenswürdig gegen alles und jeden. In der neuen Schule findet sie auf Anhieb Anschluss, weil sie es perfekt beherrscht, sich einzufügen. Durch ihre neue Clique kommt es zu einer Begegnung, die ihr ganzes Leben, ihre ganze Identität auf den Kopf stellen wird: Angelica, die Mutter der Cliquen-Anführerin Sofie, ist anders; rebellisch, unangepasst, bunt, Frauen liebend. Und sie ist die Erste, die Katha scheinbar sieht.

Sina Scherzant erzählt in "Am Tag des Weltuntergangs verschlang der Wolf die Sonne" eine vielschichtige, einfühlsame und feministische Geschichte vom Erwachsenwerden, vom Sich-Finden und vom Empfinden tiefer Verbundenheit, die sich nicht kategorisieren lässt. Haarscharf analysiert sie das Komplizierte an Beziehungen, an Freundschaft, Liebe und der eigenen Identität, verpackt es in einer auto-fiktionalen Erzählung und schafft es gekonnt, die Protagonistin zum Wachsen zu bringen. Die Geschichte ist packend von der ersten Zeile weg, sofort ermöglicht es die Autorin sich in Katha hineinzuversetzen. Die Lesenden fühlen die Zerrissenheit und die Forderung endlich gesehen zu werden; das Für und Wider es allen stets recht zu machen - und den Ausbruch daraus. Der Schreibstil ist kurzweilig und herausfordernd zugleich, denn philosophische und gesellschaftskritische Gedanken begleiten stets den Fortgang der Geschichte. Zwischendurch, in einer Phase der Trauer, werden die Gedanken so selbstzerstörerisch, dass es beinahe unaushaltbar ist. Aber darin liegt die große Stärke des Geschriebenen, denn auch dieser Prozess ist nachvollziehbar und nachfühlbar. Und schließlich versöhnt uns die Autorin mit der Trauer und der Tatsache, dass sich das Leben weiterentwickelt.

Sina Scherzant ist ein ganz großer, einfühlsamer und feministischer Debütroman gelungen, der lange nachhallen wird und es definitiv verdient hat, (mindestens) ein weiteres Mal gelesen zu werden!

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Rezensionen von Marie aus E.:

Rückblick auf ein bewegtes Leben

Eigentum von Wolf Haas

Das Büchlein ist mit nur nur 160 Seiten wahrlich nicht dick - aber mehr hat es auch nicht gebraucht, um der Mutter ein literarisches Denkmal zu setzen.

Haas blickt zurück auf das bewegte Leben seiner Mutter oder wie er es formuliert: "verantwortungsvolle Tätigkeit als Lagerist und Gabelstaplerfahrer für die Erinnerungen meiner Mutter".

Für diese sprachliche Konstruktionen mag ich Haas, ebenso für seinen oft lakonischen Humor und die zumindest vordergründliche Abwesenheit von Sentimentalität trotz des Todes der Mutter.

Meine Lieblingsszene ist eine Abhandlung über Brennnesseltee für Haas´ lange verstorbenen Großvater, einfach köstlich.

Ich war beeindruckt vom harten Leben der Mutter, besonders in ihren frühen Jahren (hier liegt der Hautfokus), vom Kind bis zur jungen Frau. Wie schwer das Leben damals war, wenn man nicht aus einigermaßen wohlhabendem Elternhaus kam. Und wie klaglos das Schicksal angenommen wurde - bis man dann als Erwachsene zu lamentieren begann. Verständlich, wenn auch sehr anstrengend für die Familie. Haas schildert das virtuos.

Ich habe den Rückblick sehr gerne gelesen, stellenweise war er mir aber sogar etwas zu ausschweifend, trotz der Knappheit.

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Rezensionen von Gilasbuecherstube :

Ein Roman der zum Nachdenken anregt

Die Beziehung von Sandra Novak

Lisa arbeitet als Altenbetreuerin in einer Wiener Seniorenresidenz. Sie kümmert sich aufopferungsvoll um die Bewohner und hat immer ein offenes Ohr für sie. Doch die Arbeitsbedingungen in der Einrichtung lassen immer mehr zu wünschen übrig und das führt zu Spannungen unter den Kollegen.
Außerdem ist Lisa einfach zu gutmütig und lässt sich schnell überreden, Dienste zu übernehmen.

Zuhause wartet ja eh niemand auf sie. Seit ihr Freund sich von ihr getrennt und die Mutter verstorben ist, zieht sie sich immer mehr zurück.
Erst als ihre Kollegin Yvonne kündigt, um mehr Zeit für die Familie zu haben, wacht Lisa auf und beschließt etwas in ihrem Leben zu ändern.

Gegenwartsromane gehören eigentlich nicht zu meinem bevorzugten Genre, aber da ich selbst über 20 Jahre in der Altenpflege gearbeitet habe, hat mich der Klappentext neugierig gemacht.

Im Fokus der Geschichte steht Lisa. Sie ist eine herzensgute und liebenswerte junge Frau, die ich von erstem Moment an ins Herz geschlossen habe. Sie trägt viel Menschlichkeit in sich, ist mutig und loyal ihren KollegInnen gegenüber.
Die Arbeit in der Seniorenresidenz ist ihr wichtig und sie liebt den Kontakt zu den Bewohnern und nimmt sich immer wieder Zeit für sie.
Ich empfand ihr Verhalten als sehr realistisch und für mich zu jeder Zeit nachvollziehbar.

Lisa beschließt, einiges in ihrem Leben zu ändern. Als Mitarbeiterin der Personalvertretung versucht sie, die Arbeitsbedingungen zu verbessert und etwas für die Kollegen zu tun. Aber werden diese ihr Arrangement überhaupt würdigen? Auch ihr Privatleben möchte sie neu gestalten und nicht mehr alleine die Abende verbringen.
Aber ist eine Datingplattform das Richtige für sie? Sie will nicht mit irgendwelchen Männern auf irgendwelche Dates gehen, aber ein Versucht ist es ja wert.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen, allerdings gibt es in der Ebook-Ausgabe innerhalb der einzelnen Kapitel einige Sprünge, die nicht gekennzeichnet sind und meinen Lesefluss doch etwas gestört haben.
Doch der Inhalt macht diese kleinen Kritikpunkte wieder wett. Ich konnte mich oft in der Geschichte wiederfinden und die Handlung spiegelt die Realität an vielen Stellen wider.

„Die Beziehung – Neue Horizonte“ ist ein ruhiger Roman, der ein Thema aufgreift, das immer aktuell ist und zum Nachdenken anregt.
Von mir erhält es 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Rezensionen von mamaofhannah07:

Ich male mir die Welt, so wie sie mir gefällt

Away von Nic Jordan

Away Nic Jordan
Transsibirischer Tag 4...
„Hallo, ich heiße Daniel und komme aus Erfurt. Ich hoffe, die Schokolade hat dir geschmeckt“, sagte der etwa sechzig Jahre alte Mann mit starkem ostdeutschen Akzent. …
„Neujahr ist für die Russen heilig, da fährt niemand Zug. Auch Touristen bleiben lieber in den großen Städten, um zu feiern.

Sieht aus, als wären wir die einzigen zwei Verrückten hier mitten im Nirgendwo.“ Er sagte das mit einem Starren in den Augen, das mir Unbehagen bereitete. „Nun stoßen wir mal an, auf das neue Jahr und das einzige gute Volk der Welt: die Deutschen!“, rief er fast schon zu euphorisch und hob sein Glas in die Luft. …
Weder hatte ich Lust auf einen Wodka zum Frühstück, noch auf seine Gesellschaft, und insbesondere nicht darauf, mit ihm anzustoßen, dass wir das beste Volk der Welt seien. Es war eindeutig, woher der Wind wehte: ein Deutscher mit einem Adler und deutscher Fahne auf seinen Pulli gestickt, auf dem Weg durch Russland nach Nordkorea, der die andere Deutsche auf einen Wodka zum Frühstück einlud. S.196
Puh, was soll man dazu noch sagen? Klischees werden hier sehr gut bedient und Vorurteile sowie einseitige Meinungen an den Leser weitergegeben. Danke, gut das es hier ein Ossi ist, der passt so gut in diese schlechte Geschichte!
Die Reiseberichterstatterin, Autorin mag ich sie nicht nennen, schreibt einfach, nicht spannend, wiederholend und affektiert. Sie glaubt Land und Leute zu kennen und scheint sich weder mit deren Kultur noch den landestypischen Gegebenheiten im Vorfeld beschäftigt zu haben.
Des Weiteren werden Situationen interpretiert und auf besserwisserische Art zu ihren Gunsten verdreht. Hauptsache sie steht im Mittelpunkt.

Fazit: Ein Egotrip, der hoffentlich keinen Nachfolger hergibt! Anstrengend, oberflächlich, verblendend sowie sprachlich unausgereift und wenig ansprechend! Wer auf zentrovertierte Darstellungen der heutigen Zeit steht, der findet vielleicht seine Freude daran?! Für mich: Nicht lesenswert!

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Rezensionen von Herwig Oberlerchner:

Einstieg zum Verständnis der Bildwelt Johann Eggers

Jean Egger – Revolutionär der modernen Malerei von Hemma Schmutz; Brigitte Reutner-Doneus

Johann, später Jean, Egger, 1897 in Hüttenberg geboren, ein fast vergessener und leider viel zu früh (1934) an der Tuberkulose verstorbener Kärntner Künstler, wird nach vielen Jahren seit der letzten umfassenden Ausstellung durch eine Werkschau im Linzer Museum Lentos und anschließend im Museum Moderner Kunst in Klagenfurt im Frühling/Sommer 2023 in Erinnerung gerufen und parallel dazu erscheint dieser trotz aufwendiger Gestaltung preiswerte Bildband.

Der Werdegang Eggers und seine künstlerische Entwicklung werden dargestellt, viele der bedeutendsten Werke abgebildet, die Schwerpunkte bilden die Landschaftsbilder und die Porträts, die Egger ab 1924 in Paris die Tore zu „höheren“ Gesellschaftsschichten öffneten. Die biographischen Angaben zu Egger und auch zur mehrjährigen Lebensgefährtin Signe Wallin sind bedauerlicherweise karg, denn gerade die Verlinkung Leben und Werk könnte einen tieferen Zugang zum Verständnis der kreativen Bildwelt Eggers bieten. Diese Monographie ist ein sehr gelungener erster Einstieg.

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Rezensionen von Claudia R:

modern, gefühlvoll

The Romeo & Juliet Society, Band 1 - Rosenfluch von Sabine Schoder

Klappentext / Inhalt:

** Limitierte Auflage mit farbigem Buchschnitt! Nur solange der Vorrat reicht! **
An dieser Akademie endet die erste große Liebe tödlich.
Noch heute liegt auf den Familien von Romeo Montague und Julia Capulet ein Fluch: Alle siebzehn Jahre muss sich ein Liebespaar aus ihren beiden Häusern opfern.

Joy ahnt von ihrem gefährlichen Erbe nichts, bis sie an eine Akademie entführt wird. Als Capulet darf sie sich auf keinen Fall in einen Montague verlieben, doch die Fürsten beider Häuser lassen ihr Herz höherschlagen. Auf dem Ball, auf dem das tragische Liebespaar ausgewählt wird, bringen Joys Gefühle nicht nur sie selbst in Gefahr …
Band 1 der herzzerreißend romantischen Fantasy-Trilogie
Entdecke die komplette Reihe:
The Romeo & Juliet Society
Band 1: Rosenfluch
Band 2: Schlangenkuss
Band 3: Diamantentod

Cover:

Das Cover ist toll gemacht und zeigt das Dreiergespann der Charaktere. Diese sind sehr gut darauf erkennbar und auch optisch sehr toll und ansprechend umgesetzt. Auch die Verzierungen der Dornenranken und wehenden Blütenblätter rundet das Gesamtbild sehr schön ab. Die Schriftart des Titels ist verschnörkelt, was aber sehr gut zur Thematik und zum Gesamtkonzept passt.

Meinung:

Romeo und Julia, kennt doch nur wirklich jeder. Aber diese wundervolle und atemberaubende Trilogie greift den Klassiker modern und erfrischend auf und setzt diesen ganz neu in Szene. Eine wundervolle Adaption des Klassikers von Shakespeare, die ein neues und faszinierendes Bild auf die Geschehnisse und Entwicklungen wirft.

Inhaltlich möchte ich hier nicht allzu viel verraten, da ich nicht spoilern will und nicht zu viel vorweg nehmen möchte.

Die limitierte Auflage verfügt über einen wundervollen farbigen Buchschnitt, welcher an sich schon ein tolles Blickfang ist und neugierig auf mehr macht.

Der Schreibstil ist locker, fesselnd mit einer besonderen Prise Humor. Die Charaktere sind toll wiedergegeben und man findet sich schnell und gut hinein. Es wird aus Sicht von Joy Capulet in der Ich-Perspektive erzählt, so kommt man besonders gut in ihre Gefühle und Gedanken hinein. Aber auch mit den anderen Charakteren kann man gut mitempfinden und die Handlungen sind bildlich und gut vorstellbar erzählt. Tempo und Spannung wird herein gebracht und es baut sich wunderbar auf. Doch warum so schnell zu Ende und wann kommt Band zwei? Man fliegt regelrecht durch die Seite und ist viel zu schnell mit dem ersten Band zu Ende und schon sehr gespannt auf den zweiten Band der Trilogie.

Wunderschön ist die Gestaltung und Gliederung des Buches. Die einzelnen Kapitel haben einen angenehme Länge und ermöglichen einen guten Lesefluss. Die Anfänge sind gut und leicht sichtbar heraus gearbeitet. Auch das Einbinden der Duellregeln und der Einladung ist wunderschön umgesetzt.

Die Geschichte ist wundervoll und modern umgesetzt und trofft so den Nerv der Zeit. Gefühlvoll, bewegend und fesselnd, wird man schnell von Handlungen und Charakteren eingenommen.

Fazit:

Modern, fesselnd und gefühlvoll, lässt diese Romeo & Julia Adaption, eine neue Sicht auf die Geschehnisse und Entwicklung zu.

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Rezensionen von Sago:

Krimi-Schatz

Mord im Christmas Express von Alexandra Benedict

"Ellie wollte die Worte nicht aussprechen, damit sie bloß nicht wahr würden. Als könnte selbst ein bisschen Atem, der über die Lippen strich und ein Wort bildete, das Grauen schon Realität werden lassen."

Nicht nur solche feinen Beobachtungen sind es, die diesen Krimi zu etwas Herausragendem machen.

Ebenso wie Protagonistin Roz hat die Autorin einen wunderbar scharfsinnigen Blick auf die Zugreisenden, die sich in London versammeln, um mit dem Christmas Express zu Weihnachten nach Schottland zu fahren. Die Figurenzeichnung hat mich absolut überzeugt und mir viel Spaß gemacht. Anklänge an Agatha Christies Mord im Orient Express sind dabei vollkommen beabsichtigt und sehr gelungen. Wie Alexandra Benedict die Stimmung von Christies Romanen einfängt und gleichzeitig äußert modern interpretiert, hat mich beeindruckt.

Roz, eine ehemalige Polizistin in den Wechseljahren, die mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen hat, ist eine wirklich originelle Ermittlerin, die mir schnell ans Herz gewachsen ist.

Winterliche Atmosphäre, die selbst im Sommer Schneeflocken vors innere Auge zaubert, eine wendungsreiche Mordermittlung und jede Menge private Verstrickungen: dieses Buch hat mich wirklich gefesselt.

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