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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Anja S:

Spannend bis zum Schluss

Schwarzvogel von Frida Skybäck

Vorab: ich lese sehr selten Kriminalromane. Dieser hier hat mich aufgrund der Leseprobe interessiert durch die düstere und melancholische Atmosphäre.
Das Cover ist ansprechend, der Schreibstil der Autorin flüssig, man möchte das Buch nur sehr ungern aus der Hand legen. Ich mochte die beiden Ermittler unheimlich gern, sehr verschiedene und beides interessante Charaktere.

Man erfährt viel von deren Privatleben und ich möchte da gern auch noch mehr erfahren. Dann noch der Fall, der lange sehr verworren erschien und man lange nicht wusste wie das aufgelöst und enden wird. Die Spannung hat sich im Laufe der Geschichte immer weiter aufgebaut. Alles in allem ein großes Lesevergnügen. Hoffe es wird hier noch weitere Teile geben. Von mir eine ganz klare Empfehlung für alle, die skandinavische Kriminalromane mögen und eigentlich auch für alle anderen ????.

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Rezensionen von Anja S:

Highlight

Als wir an Wunder glaubten von Helga Bürster

Helga Bürster entführt uns hier in diesem Roman nach Unnenmoor in der Nachkriegszeit. Es geht um diese harte Zeit, die Armut, Glaube und Aberglaube, Verbitterung aber auch um Fortschritt und Hoffnung, wie sich Freundschaften verändern können und was Angst mit Menschen machen kann. Ich war von der ersten Seite an voll dabei, mochte schon das Cover sehr gern.

Es geht hauptsächlich um 2 sehr verschiedene Frauen und ihre Kinder, man lernt allerdings auch viele andere Bewohner dieses Dorfes sehr gut kennen. Die Protagonisten sind alle ganz wunderbar und sehr einfühlsam beschrieben. Der Schreibstil der Autorin ist großartig, es wurde alles unheimlich bildlich und atmosphärisch beschrieben, man war einfach mittendrin und möchte es nicht mehr weglegen. Das Buch ist ein absolutes Highlight für mich und eine ganz klare Empfehlung.

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Rezensionen von Anndlich:

K(l)eine Probleme

Kleine Probleme von Nele Pollatschek

Der 49-jährige Lars steht vor einer schier unmöglichen Aufgabe, innerhalb eines Tages möchte er sein ganzes Jahr umkrempeln und seine To-Do-Liste abhaken. Doch ist das überhaupt möglich?

Kleine Probleme ist eine Art innerer Monolog aus Sicht des 49-jährigen Lars. Ein innerer Monolog, der zu Beginn noch witzige Züge hatte, aber mit jeder Seite mehr immer anstrengender und nerviger wurde.

Nele Pollatscheks Schreibstil gefiel mir dabei noch ausgesprochen gut, doch inhaltlich wurde das Buch nicht meins.

Die Ansätze gefallen mir auch hier sehr gut, die Darstellung, dass kleine Aufgaben im Haushalt an manchen Tagen kräftezerrender sind als an anderen, kennt mit Sicherheit jeder. Ebenso Wochen, die nicht ganz so einfach wegzustecken sind, aber für Lars sind das keine Momentaufnahmen, sondern sein Leben; seine Grundeinstellung, die nicht durch eine Krankheit geprägt wurde. Ein Leben in dem das Bett aufbauen zu einem solchen Akt wird, dass man meint, Lars würde den Mount Everest besteigen. Chapeau an Johanna, die dies schon einige Jahre aushält, ich könnte und wollte das nicht.

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Rezensionen von Goejos:

Erinnerungen

Ich, Sperling von James Hynes

Der Rückblick eines alten Mannes auf seine Jugendjahre als Sklavenkind in einem Bordell in Carthago Nova ungefähr um 400 nach Christus. Er weiß nicht wie alt er ist, von wo er herkommt und wie er heißt. Er wächst unter lauter Frauen in einer Taverne, welche gleichzeitig ein Bordell ist, auf. Der einzige Mann ist der Aufseher, Audo.

Von dem erhält er regelmäßig Prügel. Eine der "Wölfinnen" nimmt sich seiner an und lernt im lesen, schreiben und rechnen so gut es geht. Sein Schicksal ist vorgezeichnet, auch er wird eine männliche Hure. In stillen Stunden träumt er von der Freiheit, doch am nächsten Morgen ist alles wieder wie vorher. Dem Autor gelingt es hervorragend das Leben dieser nicht vom Schicksal begünstigten Menschen aufzuzeichnen. Und doch fügen sie sich ihrem Dasein und versuchen das Beste daraus zu machen. Die Hoffnung, sich eines Tages freizukaufen. Doch, wem wird das schon gelingen? Super Milieuschilderung aus einer längst vergangenen Zeit. Oder doch nicht?

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Rezensionen von aon.912401633@aon.at:

Erinnerungen

Ich, Sperling von James Hynes

Der Rückblick eines alten Mannes auf seine Jugendjahre als Sklavenkind in einem Bordell in Carthago Nova ungefähr um 400 nach Christus. Er weiß nicht wie alt er ist, von wo er herkommt und wie er heißt. Er wächst unter lauter Frauen in einer Taverne, welche gleichzeitig ein Bordell ist, auf. Der einzige Mann ist der Aufseher, Audo.

Von dem erhält er regelmäßig Prügel. Eine der "Wölfinnen" nimmt sich seiner an und lernt im lesen, schreiben und rechnen so gut es geht. Sein Schicksal ist vorgezeichnet, auch er wird eine männliche Hure. In stillen Stunden träumt er von der Freiheit, doch am nächsten Morgen ist alles wieder wie vorher. Dem Autor gelingt es hervorragend das Leben dieser nicht vom Schicksal begünstigten Menschen aufzuzeichnen. Und doch fügen sie sich ihrem Dasein und versuchen das Beste daraus zu machen. Die Hoffnung, sich eines Tages freizukaufen. Doch, wem wird das schon gelingen? Super Milieuschilderung aus einer längst vergangenen Zeit. Oder doch nicht?

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Rezensionen von Goejos:

Erinnerungen

Ich, Sperling von James Hynes

Der Rückblick eines alten Mannes auf seine Jugendjahre als Sklavenkind in einem Bordell in Carthago Nova ungefähr um 400 nach Christus. Er weiß nicht wie alt er ist, von wo er herkommt und wie er heißt. Er wächst unter lauter Frauen in einer Taverne, welche gleichzeitig ein Bordell ist, auf. Der einzige Mann ist der Aufseher, Audo.

Von dem erhält er regelmäßig Prügel. Eine der "Wölfinnen" nimmt sich seiner an und lernt im lesen, schreiben und rechnen so gut es geht. Sein Schicksal ist vorgezeichnet, auch er wird eine männliche Hure. In stillen Stunden träumt er von der Freiheit, doch am nächsten Morgen ist alles wieder wie vorher. Dem Autor gelingt es hervorragend das Leben dieser nicht vom Schicksal begünstigten Menschen aufzuzeichnen. Und doch fügen sie sich ihrem Dasein und versuchen das Beste daraus zu machen. Die Hoffnung, sich eines Tages freizukaufen. Doch, wem wird das schon gelingen? Super Milieuschilderung aus einer längst vergangenen Zeit. Oder doch nicht?

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Rezensionen von marsu:

Bereits der dritte Fall

Der Totengräber und der Mord in der Krypta von Oliver Pötzsch

Dies ist nun bereits der dritte Fall für das ungewöhnliche Duo des Polizisten Leopold von Herzfeldt und des eigenwilligen Totengräbers Augustin Rothmayer und auch dieser konnte mich - wie die beiden ersten - bestens unterhalten. Natürlich sind auch hier wieder die Polizeifotografin Julia Wolf und Anna, die Adoptivtochter von Augustin, mit dabei.

Dieses Mal geht es um Geister, spiritistische Sitzungen und alles Mögliche Übernatürliche, ein großes Thema im ausgehenden 19. Jahrhundert. Ein Toter in der Krypta des Stephansdoms und auf dem Foto vom Tatort sieht man außerdem einen Geist - wie kann das sein?
Gleichzeitig verschwinden Kinder aus einem Waisenhaus - gibt es da einen Zusammenhang?

Oliver Pötzsch hat auch hier wieder hervorragend recherchiert und verbindet auf das Beste die historischen Begebenheiten und das Alltagsleben mit dem spannenden historischen Kriminalfall.

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Rezensionen von marsu:

Etwas anstrengend

Kleine Probleme von Nele Pollatschek

Prokastrination - das ist seit ein paar Jahr ja so ein absolutes Modewort. Früher sagte man "Verschiebe nichts auf morgen, was du heute kannst besorgen". Und mit diesem Spruch bzw. Begriff lässt sich dieses Buch gut auf den Punkt bringen.
Es ist Silvester. Der Protagonist Lars ist 50 Jahre alt und hat gerade eine Sinnkrise.

Er ist ein wahrer Meister der Prokastrination, was er nun aber auf die Schnelle ändern will. Was natürlich nicht funktioniert, aber er erstellt ganz optimistisch eine Liste der zu erledigenden Aufgaben, von trivial bis bedeutend. Vom Nudelsalat für den Silvesterabend bis hin zum Zusammenbau des Bettes für die Tochter oder aber auch Putzen. Partnerin Johanna ist eine Weile auf Reisen (oder auch mehr), die Kinder auch nicht Zuhause. Sie sind inzwischen 16 und 20 Jahre alt.
Lars hält sich ganz gerne an Nichtigkeiten auf, langweilte mich mit der Beschreiung der Schrauben für den Bettaufbau, dann wieder konnte ich ihn gut verstehen. Viel passiert hier nicht und ich bin eher zwiegespalten in meiner Beurteilung.

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Rezensionen von signalhill:

Jeannette Walls und ihre starken Frauen

Vom Himmel die Sterne von Jeannette Walls

Während Jeannette Walls in ihren Vorgängerwerken viel über ihr eigenes Leben und das ihrer Familie schreibt, ist "Vom Himmel die Sterne" nun ein rein fiktiver Roman (auch das aber nicht ihr erster). Die Szenerie ist aber ähnlich geblieben.

"Vom Himmel die Sterne" ist wieder ein Roman über eine starke Frau, Sallie Kincaid, die ihren Vater, den Duke, vergöttert, die aber in ihrer Familie nicht die Hauptrolle spielt.

So wird sie auch nach einem Unfall ihres Bruders, den sie zu verantworten hat, aus der Familie "entfernt" oder "verstoßen", darf erst wieder heimkommen, nachdem die Stiefmutter verstorben ist.

Wie auch Walls' eigener Vater dealt der Duke mit Schwarzgebranntem in der Zeit der Prohibition. Die damalige Zeit, ein wichtiges, wenn auch unnützes Kapitel der amerikanischen Geschichte, wird lebendig, ebenso, wie auch das Aufstreben und die Stärkung der Frauen. Sallie selbst sieht sich nicht als typisches Mädchen oder Frau. Sie trägt die Kleidung, in der man damals nur Männer gesehen hat, fährt und lebt nach ihren eigenen Regeln.

Das Buch hat mich wieder begeistert, weil mich die beschriebene Zeit sehr interessiert und auch die Werke der Autorin mich bisher sehr begeistert haben. An "Schloss aus Glas" kann das Werk nicht ganz anknüpfen, was aber daran liegen mag, dass man hier weiß, dass dies die wahre Geschichte über Walls' Kindheit ist. Ansonsten ist dies wieder ein Buch, das meinen Geschmack in Thema, Schreibstil und Emotionalität genau trifft. Ich vergebe daher natürlich die volle Sternzahl.

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Rezensionen von Tara:

Ein erschütterndes Buch

Ich, Sperling von James Hynes

„Ich, Sperling“ ist ein historischer Roman des in Texas lebenden Autors James Hynes.

Ein alter Mann, der sich Jakob nennt, blickt zurück auf sein Leben und schreibt in einer Bibliothek seine Erinnerungen auf.
Er wurde im 4. Jahrhundert nach Christus geboren und ist in einem Bordell aufgewachsen.

Zunächst hat er Arbeiten als Küchenjunge und Kellner verrichtet, aber dann wird er im oberen Stockwerk dem Bordell der „Wölfinnen“ eingesetzt.
Mit der Köchin und der Prostituierten Euterpe hat er zwei Bezugspersonen, die ihm Halt geben und die Welt erklären. Von ihnen erhält er auch sein Wissen, u.A. auch das über den Sperling, mit dem er sich schnell verbunden fühlt und dessen Perspektive einnimmt.

Der Schreibstil von James Hynes liest sich angenehm. Jakobs Gedanken sind klar und es ist leicht seinen Erzählungen zu folgen. Inhaltlich sind diese allerdings weniger leicht verdaulich. Als Waisenjunge ohne Namen ist er in einer Welt von Brutalität, Schmerz und Gewalt groß geworden. Das Leben des Jungen ist geprägt von Grausamkeiten. Ich habe beim Lesen gelitten und vor Schreck die Luft angehalten.
Auch wenn es sich hier um einen fiktiven Roman handelt, ist zu merken, dass der Autor sehr ausgiebig recherchiert haben muss. Es gelingt ihm ausgezeichnet seine Leser um knapp 2000 Jahre zurückzuversetzen und sie in das spätrömische Reich eintauchen zu lassen.

Der Roman steckt voller Schrecken, berichtet von Zusammenhalt und Verrat und gibt damit einen unfassbar authentischen Einblick in das Leben der Vergangenheit.
Liebhabern historischer Romane kann ich dieses Buch nur empfehlen.

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