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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Tara:

Eine Reise in die Vergangenheit

Sylter Welle von Max Richard Leßmann

„Sylter Welle“ ist ein autofiktionaler Roman des in Berlin lebenden Autors Max Richard Leßmann.

Max hat in seiner Kindheit seine Sommertage bei seinen Großeltern - Oma Lore und Opa Ludwig - auf dem Campingplatz auf Sylt verbracht. Nun besucht er seine Großeltern noch einmal für drei Tage und es kommen eine Menge Erinnerungen hoch.

Der Schreibstil von Max Richard Leßmann liest sich ausgesprochen angenehm und leicht. Zwischen den Ereignissen in der Gegenwart erinnert sich Max zurück und wir erfahren eine Menge über ihn, seine Großeltern und den Rest der Familie. Dabei gibt es ebenso viele humorvolle Momente wie auch solche, die nachdenklich machen.
Seine Familienmitglieder beschreibt er nicht immer ganz liebevoll, aber genau dadurch sehr authentisch. In jeder Familie gibt es Menschen mit Ecken und Kanten und solche, die einem auf Anhieb ans Herz wachsen.
Das Buch besteht aus vielen kurzen Episoden. Die Übergänge zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit sind oft fließend, so dass ich einige Male kurz irritiert war in welcher Zeit wir uns gerade befinden.

Das Buch bietet keine außergewöhnlichen Ereignisse, sondern lebt von ganz normalen Familienmomenten. Vieles hat dafür gesorgt, dass ich mich an meine Kindheit zurückerinnert habe.

Es ist eine liebevolle Hommage an die Familie und insbesondere an die Großeltern des Autors, die ich gerne gelesen habe und die mich nachdenklich zurückgelassen hat.

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Rezensionen von Gilasbuecherstube :

Schöner Auftakt der Fantasy-Reihe

Das Erbe von Eis und Rauch von Jenny Pieper

Myra hat seit ihrer Kindheit ein verfluchtes Bein. Von den Dorfbewohnern wird sie deshalb gemieden und die „Bestie“, wie sie ihr Bein nennt, quält sie immer wieder mit starken Schmerzen.
Zur Graduierung, bei der in einer Zeremonie die Magie geweckt wird, ist Myra nie gegangen. Lieber verzichtet sie auf ein glorreiches Leben als Magierin und unterstützt stattdessen ihre Großeltern, die die Kampfschule leiten, in der die Magielosen unterrichtet werden.

Doch dann greift in Soror ein Fluch um sich, der verheerende Folgen hat und ihr Großvater wird davon befallen. Er verändert die Persönlichkeit der Miscesen so sehr, dass am Ende nur der Instinkt zum Töten bleibt.
Die einzige Hoffnung, ist ein Heilmittel, dass aber nur die Braumeister herstellen können.
Um ihrem Großvater zu helfen, muss Myra sich nicht nur der Graduierung stellen, sondern auch mit einem verhassten Hexer zusammenarbeiten, der ihr Herz immer wieder höher schlagen lässt. Gemeinsam stürzen sie sich in ein ein gefährliches Abenteuer voller Intrigen, Gefahren und Geheimnisse.

Der Drachenmondverlag ist nicht nur bekannt für seine wunderschönen Cover, sondern auch für tolle Fantasy-Geschichten und deshalb stand nach dem Lesen des Klappentextes schnell fest, dass dieses Buch bei mir einziehen muss.
Das Cover strahlt eine geheimnisvolle und mystische Stimmung aus und verleitet sofort dazu, einen zweiten Blick zu riskieren.
Auch die Innengestaltung des Buches ist wunderbar gelungen.
Es ist für mich das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe. Durch den leichten und sehr flüssigen Schreibstil bin ich schnell in die Geschichte eingetaucht.

Wir verfolgen die Handlung überwiegend aus der Perspektive von Myra. Nur einige Kapitel sind aus der Sicht von Ronan, ihrer Freundin Nelie und einigen anderen Figuren geschrieben.

Myra gehört zum Volk der Misceren. Das sind elfenähnliche Wesen, die über eine magische Begabung verfügen. Doch nicht bei jedem kann während der Zeremonie die Magie geweckt werden und so gibt es unterschiedliche Klassifizierungen. Myra findet diese Einstufungen nicht gerecht und hat sich bisher gegen diese Zeremonie entschieden. Doch um ihren Großvater zu retten, muss sie ihre Magie wecken lassen und im Auftrag des Braumeisters, die vier Inzensien finden.
Begleitet wird sie auf ihrer Reise von Ronan, sowie den Neumagiern Ceres und Kaj.
Myra ist, auch wenn ihr verfluchtes Bein ihr das Leben nicht leicht macht, eine starke und selbstlose Protagonistin, die sich nicht unterkriegen lässt. Beharrlich und zielstrebig kämpft sie um das Heilmittel für ihren Großvater.
Ronan hütet ein Geheimnis, doch immer, wenn Myra Hilfe braucht, ist er zur Stelle. Aber kann Myra ihm trauen? Ich habe ihn schnell ins Herz geschlossen, obwohl ich mich am Anfang auch gefragt habe, was er im Schilde führt und auf welcher Seite er überhaupt steht.
Auch die Nebenfiguren sind sehr facettenreich und vielschichtig gestaltet und waren für mich zu jeder Zeit greifbar.

Die Schauplätze sind sehr schön beschrieben und es fiel mir nicht schwer, mir die Heimat von Myra bildlich vorzustellen. Unerwartete Wendungen und Überraschungen sorgen dafür, dass es zu keinem Zeitpunkt langweilig wird.
Mir fehlte es in der Story allerdings etwas an Tiefe und ich hätte gerne mehr über das Leben in Soror erfahren. Aber vielleicht bekommen wir im zweiten Teil einen besseren Einblick in die Strukturen der Gesellschaft.

Jenny Pieper ist mit „Das Erbe von Eis und Rauch“ ein toller Start in die Fantasy-Reihe gelungen.
Die spannende und abwechslungsreiche Story macht Lust auf mehr und ich freue mich schon auf die Fortsetzung. Für den ersten Teil gibt es 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Rezensionen von Lesemama:

Auftakt einer Fantasyreihe

The Darkest Gold - Die Gefangene von Raven Kennedy

Bewertet mit 3,5 Sternen

Zum Buch:

Das Land Orea besteht aus sechs Königreiches. Im sechsten Königreich herrscht König Midas. König Midas hat die Gabe, alles zu vergolden. So hat er auch seine Favoritin goldgeküsst und hält sie in einem goldenen Käfig.


Meine Meinung:

Es ist gewöhnungsbedürftig.

Das erste Kapitel fand ich schon fast abstoßend, obwohl ich viel Liebesromane lese, die auch gerne mal etwas heißer sein dürfen. Aber es kommt eben auch immer auf die Wortwahl an und da fiel einige mal ein Wort, welches mir gar nicht gefällt und auch das Frauen als Sättel bezeichnet werden, ist nicht mein Geschmack. Zuerst ging es eh hauptsächlich um die "Gefangenschaft" des goldenen Sattels, der Favoritin der Königs.
Davon abgesehen gibt es auch zeitliche Fehler, die mich schon sehr stören. Einerseits belauscht Auren seit Tagen die Strategien, andererseits ist immer noch derselbe Tag. Mich stören solch zeitliche Fehler.
Wenn man aber über die ganzen Sattel und die unfähigen Worte hinwegsehen kann, ist es eine Spannende Story, die natürlich mit einem Cliffhänger endet.
Ich bin tatsächlich immer noch sehr unentschlossen, ob mir die Geschichte wirklich gefallen hat. Wie schon erwähnt mag ich solch derbe Sprache nicht, aber zu der Story passt es irgendwie und wenn man das erste Drittel des Buches überwunden hat, bekommt man eine Story, die am Ende viele Fragen offen lässt, genug damit ich weiterlesen möchte.

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Rezensionen von Bücherfreundin:

Wunderschön erzählt und sehr berührend

Wie ich lernte, den Fluss zu lieben von Laura Vinogradova

Der Paperento Verlag hat den Roman "Wie ich lernte, den Fluss zu lieben" der lettischen Autorin Laura Vinogradova, der 2021 mit dem Europäischen Literaturpreis ausgezeichnet wurde, veröffentlicht. Das gebundene Buch ist Teil der Schöne Bücher Bibliothek, die von unabhängigen Verlagen zusammengestellt wurde und 10 Bände umfasst.

Es ist sehr liebevoll gestaltet, hat ein Lesebändchen und enthält zahlreiche wunderschöne schwarz-weiße Illustrationen.

Auf 120 Seiten erzählt die Autorin in wunderschöner Sprache die Geschichte der 36-jährigen Rute. Sie hat Schlimmes erlebt, die Mutter sitzt im Gefängnis, ihre drei Jahre ältere Schwester Dina verschwand 10 Jahre zuvor nach einem Besuch bei Rute spurlos. Rutes Schmerz sitzt tief, die ständige Frage, was mit ihrer Schwester passiert ist, quält sie. Regelmäßig schreibt sie emotionale Briefe an Dina.

Nach dem Tod des Vaters Jule, den Rute nie kennengelernt hat, erbt sie dessen kleines Haus am Fluss und beschließt, dort den Sommer zu verbringen. Sie verzichtet auf ihr luxuriöses Zuhause in der Stadt und begnügt sich nun damit, ganz einfach zu leben, ohne fließendes Wasser, ohne Sanitäreinrichtungen. Bald lernt sie ihre Nachbarin, die schwangere Matilde kennen, die einen kleinen Sohn hat. Durch Matilde lernt sie auch deren Bruder Kristofs kennen, der ihr viel von ihrem Vater erzählt. Rute muss das Bild korrigieren, das sie von Jule hatte, ihre Mutter hatte den Vater immer ganz anders dargestellt.

Der Roman hat mir sehr gut gefallen, es ist ein ruhiges, in wunderbarer Sprache geschriebenes Buch, in dem es um Liebe und Freundschaft, Sehnsucht und Leid, aber auch um Hoffnung geht. Die Figuren sind sensibel und authentisch beschrieben. Ich konnte mich sehr gut in Rute hineinversetzen und ihren Schmerz und ihr Leid spüren. Sehr berührend fand ich die emotionalen Briefe, die Rute an ihre Schwester schreibt.

Es hat mir viel Freude bereitet, diese wunderschöne Geschichte, die mich sehr bewegt und zutiefst berührt hat, zu lesen. Absolute Leseempfehlung!

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Rezensionen von Kapitel60:

Wissenswertes über die Menschheit

MENSCH! von Susan Schädlich; Michael Stang

Das Sachbuch - Mensch - von Susan Schädlich, Bea Davies und Michael Stang, ist im Carlsen Verlag erschienen.

Worum geht's?
Kinder ab 11 Jahren können hier viel über die Entstehungsgeschichte der Menschheit lernen. Durch das Buch führt Tali. Tali will die Vorfahren der Menschheit zur Geburtstagsfeier der Oma bringen.

Dazu macht sich das Kind mit seinem elektronischen Freund Xyzo auf die Reise in längst vergangene Tage. Die Reise beginnt vor 7 Millionen Jahren, wo sie den ersten Geburtstagsgast treffen. Neben Talis Geschichte, die übrigens ein Comic ist, ist das Buch vollgepackt mit Daten, Fakten und allerhand Wissenswertem über die Evolution.

Das Cover und die Illustrationen
Das Cover ist kindgerecht gestaltet. Die Farben des Wissensteils sind sehr gut ausgesucht. Die gelbe Farbe ist sehr grell, aber durchaus ansprechend. Beim Comic dominieren die Brauntöne, was ihn etwas eintönig wirken lässt. Saftige grüne Wiesen, wären hier durchaus angebracht gewesen. Die Zeichnungen an sich, sind aber schön anzusehen.

Schreibstil
Wie bereits erwähnt, ist Talis Geschichte in Comicform erzählt. Die Geschichte ist sehr einfach und man kann ihr sehr leicht folgen. Auch der Wissenteil ist kindgerecht und einfach formuliert. Die Altersangabe mit 11 Jahren ist passend. Der Comic ist aber durchaus schon für jüngere Kinder geeignet.

Fazit
Ein schönes Sachbuch, das durch den Mix aus Comic und Wissensteil hervorsticht. Der Comic lockert die Theorie auf und es liest sich daher nicht wie ein reines Sachbuch.

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Rezensionen von Kapitel60:

Ein sympathischer Protagonist

Kleine Probleme von Nele Pollatschek

Das Buch Kleine Probleme von Nele Pollaschek, ist im Gallini-Berlin-Verlag erschienen und umfasst ca. 208 Seiten.

Worum geht's?
Lars ist Ende 50 und schafft es nicht Dinge sofort zu erledigen. Darunter leidet nicht nur er selbst, sondern auch seine Frau Johanna und die übrige Familie, die noch aus zwei Kindern besteht.

Am Silvestertag kommt er zur Einsicht und will an einem halben Tag quasi alles erledigen, was er bisher immer aufgeschoben hat. Unter anderem das Bett für sein Kind aufzubauen, einen Nudelsalat zuzubereiten, aber auch sein Lebenswerk zu schreiben. Nachdem er an diesem Tag verschlafen hat, erstellt er eine To-Do-Liste mit den Punkten, die er erledigen will. Leider verzettelt er sich bei jeder Aufgabe und versinkt in seinen Gedankengängen.

Das Cover
Auf dem Cover ist ein Graureiher abgebildet. Wahrscheinlich weil in der Mythologie ein Graureiher für einen Neuanfang steht, egal wie aussichtslos eine Situation erscheint.

Schreibstil
Der Schreibstil ist sehr außergewöhnlich, aber sehr sympathisch. Das gesamte Buch liest sich kurzweilig, obwohl es nur um Gedankengänge und Monologe von Lars geht.

Fazit
Man muss Lars als Leser einfach mögen. Er ist ein liebevoller Chaot, dem man gerne zuhört. Mich hat die Geschichte überzeugt und ich kann das Buch guten Gewissens weiterempfehlen.

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Rezensionen von Kapitel60:

Die Geschichte einer Zeitzeugin

Eigentum von Wolf Haas

Der Roman, Eigentum, von Wolf Haas umfasst ca. 160 Seiten und ist im Hanser Verlag erschienen.

Worum geht’s?
Wolf Haas‘ Mutter lebt im Altersheim. Kurz vor ihrem Tode lässt der Autor ihr Leben noch einmal Revue passieren und erzählt Ereignisse aus ihrem Leben.

Das Cover
Das Cover des Buches ist schlicht gehalten.

Anstatt eines Klappentextes gibt es nur UND DANN IST DIE INFLATION GEKOMMEN UND ALLES WAR HIN, NICHTS WIE SCHREIBEN SCHREIBEN SCHREIBEN, NICHTS WIE SPAREN SPAREN SPAREN, zu lesen. Es lohnt sich auch den Umschlag zu entfernen. Darunter versteckt sich ein Gegenstand, der wahrscheinlich bis heute nicht aufgetaucht ist.

Der Schreibstil
Leute - la gente - die Wolf Haas kennen, wissen, dass der Schreibstil sehr extravagant unverkennbar ist. Entweder man mag ihn, oder man mag ihn nicht.

Fazit
Wolf Haas erzählt von seiner Mutter, aber mit den Worten seiner Mutter. Die Geschichten erinnern sehr an die Erzählungen meiner Oma. Sie wurden immer wieder erzählt und man kennt sie regelrecht auswendig. So auch der Autor. Schön finde ich, dass diese Erzählungen niedergeschrieben wurden. So erhält man einen Einblick in das Leben, wie es einmal war. Alles andere als einfach. Es herrschte Krieg und Inflation und die Leute - la gente - mussten sparen wo es geht. Das große Ziel von Wolf Haas Mutter war es, einmal ein Eigenheim zu besitzen. Leider hat sie es bis zum Schluss nicht geschafft, bzw. am Ende hat sie es doch geschafft.

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Rezensionen von Anndlich:

Horror auf dem Campingplatz

Der Trip - Du hast dich frei gefühlt. Bis er dich fand. von Arno Strobel

Evelyn Jancke vermisst seit zwei Jahren ihren Bruder Fabian, der während seines Urlaubs mit dem Wohnmobil spurlos verschwand.

Ihre Arbeit als forensische Psychologin und ihr bester Freund Gerhard Tillmann halten sie über Wasser. Ihr neuester Fall wirft sie jedoch in längst Verdrängtes zurück, denn im norddeutschen Raum werden Camper scheinbar willkürlich ermordet und das Phantombild sorgt bei Evelyn für Entsetzen.

Kann das sein? Evelyn Jancke setzt alles auf eine Karte.

Der Prolog des Buches sorgte bei mir für die erste kleine Enttäuschung, da der Einstieg anders als erwartet und eher stereotypisch war. Dann beginnt die Story um Evelyn Jancke, die seit zwei Jahren ihren geliebten Bruder vermisst. Dies scheint Evelyn auch in ihrem Charakter geprägt zu haben, denn mir blieben ihre Verhaltensweisen bis zum Schluss eher suspekt und ich mich phasenweise gefragte habe, ob sie wirklich die forensische Psychologin ist. Gerade zu Beginn hatte ich meine Probleme mit ihren Gedankenzügen, vor allem gegenüber Tillmann, sodass meine Sympathien für sie auf der Strecke blieben und ich dem Geschehen eher sachlich folgen konnte. Möglicherweise hat das dann auch dazu geführt, dass mich die Story nicht überraschen konnte und das obwohl ich die Handlung durchaus interessant fand.

Hervorragend fand ich die Perspektive des Täters, von der ich mir noch mehr gewünscht hätte.

Leider fand ich dann auch das Finale und den Epilog eher schwach. Dennoch glaube ich, dass viele mit Der Trip Spaß haben werden, vor allem wenn sie Evelyn gegenüber mehr Sympathien entwickeln können als ich, kann sich der Psychoanteil dieses Thrillers eindeutig steigern. Da Sympathien genauso subjektiv wie Buchmeinungen sind, sollte sich jeder seine eigene Meinung über Der Trip bilden. Denn der Schreibstil von Arno Strobel lässt einen auf jeden Fall nicht im Stich.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Ein leichter Sommerkrimi

Mord an der Costa del Sol von Sigrun Dahmer

Polizistin Sandra König ist seit einem Austauschprogramm in Barcelona ein echter Fan Spaniens. Da passt es perfekt, dass sie wegen eines toten Mitglieds einer Seminargruppe nach Malaga fliegen darf. Sie soll an der Seite des Comisario Principal Javier Sànchez, der kein Wort deutsch spricht, bei den Ermittlungen mitarbeiten.

Nun ja, im Urlaub ist es leichter mit den spanischen Männern umzugehen. Im Dienst, ist es manchmal doch ein wenig schwierig. Doch wie es sich für einen Cosy-Krimi gehört, raufen sich die beiden nach anfänglichen Meinungsverschiedenheiten zusammen.

Meine Meinung:

Wer gerne in das Urlaubsflair von Spanien eintaucht und nebenbei einen Krimi lesen möchte, ist hier richtig. Die Geschichte ist leicht und locker zu lesen. Mir persönlich sind die Charaktere zu nett, vielleicht ein wenig oberflächlich. Sandra König verhält sich manchmal, obwohl vom Dienstgrad her Oberkommissarin, ein wenig naiv. Trotz des flachen Spannungsbogens hat mir das Buch ein paar vergnügliche Lesestunden im Schatten beschert.

Fazit:

Ein leichter Sommerkrimi, in dem die Beziehung zwischen den Ermittlern deutlicher im Vordergrund steht, als die Polizeiarbeit. Gerne gebe ich 3 Sterne.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Der schmale Grat zwischen gut und böse

In Zeiten des Verbrechens von Frank Goldammer

An sich ist die sieben Bände umfassende Reihe rund um Max Heller mit dem Band „Feind des Volkes“ und der darin beschriebenen Flucht von Max Heller und seiner Frau Karin abgeschlossen.

Nun hat Autor Frank Goldammer ein Prequel vorgelegt, wie aus dem traumatisierten Max, der 1917 an Körper und Seele verletzt, aus dem Ersten Weltkrieg in seine Heimatstadt Dresden zurückkehrt.

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland ist katastrophal und Max‘ Eltern, die einen kleinen Krämerladen führen, wursteln sich mehr schlecht als recht durch. Um seine Eltern zu entlasten, die aus Gutmütigkeit eher das Nichtbezahlen offener Rechnungen der Kunden tolerieren, sucht Max nach jeder Gelegenheitsarbeit. Dabei gerät er beinahe selbst auf die schiefe Bahn. Nur sein Ehrgefühl und die Intuition bewahrt in vor einer Karriere als Verbrecher.

Die nächste Herausforderung wartet auf ihn, als ein Jugendfreund nach Kriegsende zurückkehrt und sich einer Gruppe vorgeblicher Weltverbesserer anschließt. Auch hier bewährt sich Max‘ Misstrauen, denn wie sich langsam herausstellt, nützt die Gruppe die instabile politische Situation, um ihre eigenen kriminellen Ziele zu verfolgen. Max beginnt undercover zu schnüffeln und bringt sich in Lebensgefahr.

Meine Meinung:

Frank Goldammer ist es mit dieser (späten) Vorgeschichte zur Max-Heller-Reihe sehr gut gelungen, den schmalen Grat zwischen den beiden Welten, Verbrechen und Ordnung, darzustellen.

Neben der quasi „beruflichen“ Seite von Max Heller erfahren wir auch einiges aus der Familiengeschichte der Hellers. So war sein Großvater Gustav in seiner aktiven Laufbahn ein geschätzter Kriminalist. Wie und warum Großvater und Enkel zunächst keinen und dann einen umso intensiveren Kontakt haben, ist Gegenstand des zweiten Handlungsstranges, der Max‘ Leben dauerhaft beeinflussen wird.

Schlägt hier ein wenig die Epigenetik zu, wenn Max ein ausgeprägtes Ehrgefühl hat? Die Ursache des Familienzwistes zwischen Gustav und Max‘ Vater ist schlüssig dargestellt. Gustav Heller erweist sich letztlich in seinem eigenen, bescheidenen Rahmen als Familienmensch. Wenn er schon dem eigenen Sohn wenig Verständnis entgegenbringen konnte, für seinen einzigen Enkel lässt er seine Verbindungen spielen und ebnet Max den Weg zur Dresdner Polizei.

Karins Familiengeschichte ähnelt jener der Hellers. Nur dass Karin, der Tochter eines skrupellosen Geschäftsmannes, der buchstäblich über Leichen geht, ist. Auch hier prallen unterschiedliche Interessen von Vätern, die in der Kaiserzeit aufgewachsen sind aufeinander.

Die historischen Details sind wie immer penibel recherchiert. Ich habe mich anhand der Beschreibung gleich auf der Brühl’schen Terrasse zurechtgefunden. Der Fokus dieses Buches ist der persönliche Werdegang Max Hellers. Die Aufklärung der Verbrechen dienen „nur“ als Kulisse. Nichts desto weniger ist die Geschichte wie gewohnt fesselnd erzählt.

Dieses Prequel umfasst die Zeit von 1917 bis 1923, die Reihe um Max Heller beginnt (ähnlich wie dieses Buch) mit der Rückkehr des verwundeten Soldaten, dort allerdings 1945. Ich hoffe, die Lücke zwischen der Weimarer Republik und dem Aufstieg des NS-Regimes, der in den Zweiten Weltkrieg führt, wird durch ein oder zwei weitere Bücher geschlossen.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem historischen Krimi, der zeigt wie schmal der Grat zwischen gut und böse ist, 5 Sterne. Max Heller hätte ganz leicht auf der anderen Seite des Gesetzes landen können.

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