Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Ruth:

Intensiver und z.T. schmerzhafter Roman

Die Wahrheiten meiner Mutter von Vigdis Hjorth


Vigdis Hjorth zählt zu den wichtigsten Autorinnen der norwegischen Gegenwartsliteratur. Dieser schon 2020 , im Original unter dem Titel „ Er mor dod“ - „ Ist Mutter tot“, erschienene Roman war nominiert für den International Booker Prize“.
Die Ich- Erzählerin Johanna kehrt als erfolgreiche Malerin nach dreißig Jahren in ihre Heimat Norwegen zurück, um eine Ausstellung ihrer Werke mitzugestalten.

Ihr amerikanischer Ehemann, für den sie damals ihren Mann und ihre Familie verlassen hat, ist gestorben. Der erwachsene Sohn ist selbst schon Vater und lebt in Dänemark.
Für ihre Eltern war ihre Flucht damals ein Schock und als Johanna nicht einmal zur Beerdigung ihres Vaters nach Hause kam, hat die Familie endgültig mit ihr gebrochen.
Nun versucht sie Kontakt zu ihrer Mutter aufzunehmen. Sie wünscht sich eine Aussprache und vielleicht sogar eine Aussöhnung. Doch die Mutter geht nicht ans Telefon, reagiert auch nicht auf ihre Mail- Anfragen. Auch ihre jüngere Schwester, die sich ständig um die betagte Mutter kümmert, will nichts von ihr wissen.
Johanna zieht sich in die Einsamkeit einer Hütte am Fjord zurück, um Klarheit zu finden.
Ihre Gedanken führen sie in die Vergangenheit . Schon vor ihrem Weggang war das Verhältnis getrübt. Johanna fühlte sich unverstanden, nicht angenommen. Der Vater hatte für die ersten künstlerischen Versuche seiner Tochter nur Spott übrig und die Mutter, die zuvor noch stolz war auf die Bilder, schließt sich der Meinung des Vaters an. Das für sie vorgesehene bürgerliche Leben als Juristin und Ehefrau war nicht das, was sich Johanna vorgestellt hat. Johanna musste gehen, um ihren eigenen Weg zu finden. Doch das hat ihre Familie nicht verstanden. Die beiden von Johanna geschaffenen Gemälde über eine Mutter mit Kind empfanden sie als persönlichen Angriff, als Beleidigung, nicht als künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Mutterschaft.
Neben den Erinnerungen kreisen Johannas Gedanken um ihre Mutter. Wie war sie damals, war sie glücklich? Und was ist sie heute für eine Frau? Da sie so lange keinen Kontakt zu ihr hatte, ist sie „ zu einem fremden Land geworden“. Sie muss sie neu für sich erfinden. „ Mutter, ich erdichte dich mit Wörtern, um ein Bild von dir zu haben.“
Johannas Wunsch einer Begegnung mit der Mutter wird immer obsessiver. Sie wartet stundenlang im Auto vor deren Wohnung, geht ihr hinterher, schreckt aber vor einem persönlichen Kontakt zurück. Sie erfindet sich den Alltag der Mutter, imaginiert ein Wiedersehen mit ihr.
Das ist zum Teil beklemmend zu lesen, manches ermüdend, weil sich die Gedanken und Handlungen, die wir detailliert miterleben, im Kreis drehen. Allerdings ist genau dieses gleichzeitig sehr glaubhaft und psychologisch stimmig.
Der Roman ist voll mit grundsätzlichen Überlegungen zu Mutterschaft und familiären Beziehungen. „ Wenn man wüsste, wenn man in jungen Jahren verstünde, wie entscheidend die Kindheit ist, würde man niemals wagen, selbst Kinder zu bekommen.“ heißt es im Text.
Auch Bezüge zur Literatur ( Ibsen ) und zur Bibel ( Heimkehr des verlorenen Sohnes ) lassen sich finden. Und Fragen nach dem Recht des Künstlers auf seine freie Gestaltung, ohne Rücksicht auf familiäre Bindungen, werden angesprochen. Diese Reflexionen geben dem Roman zusätzliche Tiefe.
Die Sprache ist klar und präzise, poetisch wird der Text, wenn die Autorin die Natur rund um Johannas Rückzugsort beschreibt. Hier finden sich Bilder, die Johannas Seelenleben spiegeln.
„ Die Wahrheiten meiner Mutter“ ist ein intensiver und z.T. schmerzhafter Roman über eine komplizierte Mutter- Tochter- Beziehung, über Familienstrukturen und seelische Verletzungen. Keine angenehme Lektüre, aber eine gewinnbringende.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Ruth

Rezensionen von Bellis-Perennis:

Penibel recherchiert und fesselnd erzählt

Der Totengräber und der Mord in der Krypta von Oliver Pötzsch

In diesem dritten Fall bekommen es Leo von Herzfeldt und Julia Wolf mit Spiritisten und verschwunden Waisenkindern zu tun.

Doch von Beginn an: Oberpolizeirat Stukart lässt Leo von Herzfeldt und Julia Wolf aus der Opernaufführung, in der die berühmte Maria Vanotti singt, holen. Der Grund: Sein Freund Dr.

Lichtenstein liegt tot in der Krypta unter dem Stephansdom. Der Mediziner hat angedeutet, die betrügerischen Machenschaften in der Spiritistenszene offen zu legen. Da der Tote ebenso wie Stukart und Herzfeldt jüdischer Abstammung ist, befürchtet Stukart, dass die Ermittlungen im bekannt antisemitischen eingestellten Polizeiwesen, nicht wirklich ordnungsgemäß betrieben werden.

Leo ist ein rational denkender Polizist, deswegen hat er so seine Zweifel an Séancen und Spiritisten. Da er zu wenig darüber weiß, wendet er sich an Augustin Rothmayer, den Totengräber vom Zentralfriedhof. Der hat allerdings selbst eine schwierige Zeit, denn Jossi, der Freund seiner Adoptivtochter Anna ist plötzlich verschwunden. Genauso verschwunden, wie der kleine Czerny, ein Sohn aus begütertem Haus, dessen Eltern Verbindungen zum Kaiser nachgesagt werden und zahlreiche Knaben aus dem Waisenhaus in Margarethen. Während sich Oberinspektor Leinkirchner, ein Antisemit und Intrigant, mit dem Fall Czerny herumschlägt, sind ihm die verschwundenen Waisenkinder völlig egal.

Bald wird klar, dass die beiden Fälle Gemeinsamkeiten aufweisen, doch wirklich belastbare Beweise gibt es noch nicht. Und welche Rolle spielt der Journalist, den Polizeifotografin Julia Wolf aus ihrer Jugend kennt?

Meine Meinung:

Mit diesem dritten Fall für Leo von Herzfeldt und Augustin Rothmayer lässt uns Oliver Pötzsch wieder in das Fin de Siècle in Wien abtauchen. Die Diskrepanz zwischen Arm und Reich ist größer denn je. Die einen haben kein Dach über dem Kopf und bei anderen ist mit Telefon und Automobil die Moderne eingezogen. Es ist die Zeit des Bürgermeisters Karl Lueger, eines glühenden Antisemiten, der ständig über Juden herzieht, aber mit deren Geldern die Stadt am Laufen hält. Diese antijüdische Stimmung beherrscht auch den Polizeiapparat wie an Oberinspektor Paul Leinkirchner deutlich zu erkennen ist.

Wie wir es von Oliver Pötzsch gewöhnt sind, hat er penibel recherchiert und ist dabei auf einen bekannten wie umstrittenen Forscher gestoßen: Karl Freiherr von Reichenbach (1788-1869), der sein Leben lang nach dem „Od“, jenem Stoff, der das Leben darstellen soll, geforscht hat. Wer mehr über Reichenbach erfahren will, dem sei Bettina Bàlakas Roman „Der Zauberer vom Cobenzl“ empfohlen.

Außerdem gibt sich Arthur Conan Doyle, der Schöpfer von Sherlock Holmes, die Ehre, Leo von Herzfeldts Mutter durch Wien zu begleiten. Der Schriftsteller hat als Jugendlicher ein Jahr lang eine Schule in Wien besucht.

Neben den komplexen Kriminalfällen kommt auch die menschliche Seite nicht zu kurz. Für Julia, die alleinstehende Mutter Julia, die ihren Lebensunterhalt als Polizeifotografin verdient, scheint sich eine berufliche Veränderung anzubahnen, die auf eine Fortsetzung der Reihe hoffen lässt. Stoff dafür gibt es im Wien des Fin de Siècle ja genug.

Fazit:

Ein gelungener historischer Krimi aus dem Wien um 1895, bei dem die Stimmung und die gesellschaftlichen Konventionen der Hauptstadt der Donaumonarchie sehr gut getroffen sind. Gerne gebe ich hier 5 Sterne und eine Leseempfehlung für die ganze Reihe.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Bellis-Perennis

Rezensionen von Petra:

Teit und Lehmann Nr. 2

Taubenschlag von Dennis Jürgensen

Drei Morde und alle haben eins gemeinsam, die Toten sitzen mit einer toten Taube auf dem Schoß da. Sie wurden gefoltert und dann erschossen. Wer hasste diese Menschen so sehr, dass er ihnen das angetan hat. In welchen Zusammenhang steht das tote Tier mit den Opfern. Parallel dazu wird in Berlin auf der Kartographie von alten Bunkern eine tote Familie gefunden.

Erstmal ist da kein Zusammenhang sondern eine Meldung wie die anderen. Aber es wäre kein Krimi wenn es da keinen Bezug zu einander geben würde. Aber die Morde stehen im Vordergrund, die anderen Toten hat man beim lesen schnell aus dem Gedächtnis verloren. Rudi Lehmann ermittelt bei dem ersten Mord, da seine letzte Ermittlung in Verbindung mit der Dänin Lykke Teit soviel Aufsehen erregt hat, wird sie dazu gebeten. Keine nationale Polizeiarbeit sondern eine europäische in der Hoffnung das sich die Beamten austauschen, das die unterschiedlichen Ausbildungskonzepte sich mit einander verbinden und dann jeder vom anderen lernt.
Schon im ersten Band fand ich dieses Team klasse. Vom Alter und Gehabe wirken sie wie Vater und Tochter, ein stolzer Vater der seine Tochter fordert und fördert und eine stolze Tochter die das Niveau ihres Vaters bereits erreicht hat. Eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe.
Es sind die Kleinigkeiten die auf einen Ermittlungsansatz hindeuten. Die Morde verbinden sich langsam und wir Leser können genau so vorsichtig einen Grund dafür erkennen. Die Details sind sehr sorgsam aufeinander abgestimmt, es passt einfach alles zueinander. Auch der Täter und das Umfeld der beiden Ermittler sind stimmig.
Wohltuend ist auch, das es wenig Privatleben gibt, kurze einschneidende Sequenzen werden erwähnt die auch schon im ersten Band eine kleine Rolle gespielt haben, da diese noch nicht abgeschlossen sind, besteht Hoffnung auf zu mindestens ein drittes Buch des Autors und dieser beiden Ermittler.
Sehr schön ist auch das man das Buch unabhängig vom ersten Band lesen kann oder auch den ersten ohne diesen. Denn die Fälle haben nichts miteinander zu tun und es wird nur erwähnt das die beiden schon mal zusammen gearbeitet haben.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Petra

Rezensionen von Rosenvik :

Ein wahrhaft besonderes Buch!

Schneekinder von Andreas Langer

Das Cover ist wunderschön und sehr passend: Mir gefallen die sanften, ruhigen Farbschattierungen und die so kreierte Stimmung. Es ist zeitlos und wirklich besonders zwischen all den (zu) bunten, knalligen Jugendbüchern.

In Jorland, einem Land der Vulkane und Geysire spielt dieses besondere Abenteuer-/ Fantasybuch.

Die Zwillinge Elin und Kjell wachsen auf der Flucht vor dem namenlosen Schrecken über sich hinaus.

Neben dem Cover finde ich auch die Karte im Buchinneren sehr schön und praktisch. Ich habe beim Lesen die Route der Kinderkarawane immer dort mitverfolgt.

Der Autor hat mich durch seine bildgewaltige Sprache nach Jorland mitgenommen. Ich konnte mir die Schauplätze sehr gut vorstellen und hab sie richtig vor mir gesehen.
Die Kinder sind alle fein, detailliert und tiefgründig charakterisiert, ich habe sie gleich in mein Herz geschlossen und gerne ihre Entwicklung verfolgt. Smilla ist meine Lieblingsfigur.

Es ist ein Buch, dass bleibenden Eindruck hinterlässt und stimmungsvoll wichtige Werte, wie Mut, Zusammenhalt und Vertrauen in sich selbst aufgreift.

Unbedingte Leseempfehlung, auch für Erwachsene geeignet!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Rosenvik

Rezensionen von drachenzahn:

„Game of Thrones“ für Jugendliche

Schneekinder von Andreas Langer

Das Buch „Schneekinder“ von Andreas Langer ist ein spannendes und berührendes Abenteuer, das mich tief beeindruckt hat. Es handelt sich vordergründig um einen historischen Roman, der den Kampf ums Überleben im eisigen Norden mit einigen fantastischen Elementen verknüpft. Die Geschichte wird sehr realistisch und anschaulich erzählt, sodass man sich sofort mit den Protagonisten und ihre Notlage hineinfühlen kann.

Im Kern des Buches geht es um eine Gruppe von Kindern und Heranwachsenden, die sich auf ihrer Flucht vor einem hochgradig giftigen Nebel und einer Armee steinerner Riesen durch eine unbarmherzige, kalte Schneelandschaft kämpfen müssen. Auf ihrem Weg werden sie immer wieder vor schweren Entscheidungen gestellt. Besonders aber die Kälte, der Hunger und die Naturgewalten zerren an ihnen und fordern ihren Tribut.

Die Hauptperson Elin wird als Älteste der Kinder widerwillig in die Rolle der Anführerin gedrängt. Sie ist durchweg sympathisch, leidet an Selbstzweifeln und doch findet sie immer wieder die Stärke, sich und die Gruppe zum Weitergehen zu mobilisieren. Doch Vorurteile, Neid, Missgunst, Trauer und die Angst vor dem Tod sind allgegenwärtig und säen Zwietracht.

Ich persönlich finde das angesetzte Alter von 11 Jahren zu niedrig. Die Geschichte geht nicht gerade zimperlich mit ihren Charakteren um. Da auch Themen wie Suizid und Märtyrertum angesprochen werden, würde ich das Alter eher ab 14 Jahren ansetzen. Allerdings werden die grausameren Elemente immer plausibel, nachvollziehbar und realistisch in das Gesamtgeschehen eingebaut. Das Verhalten aller Charaktere ergibt durchgehend Sinn und bildet das Spektrum der Gesellschaft ab.

Das Buch ist in sich abgeschlossen, bietet aber jede Menge Potenzial und Ideen für weitere Bände. Es gibt noch einige lose Enden, die zwar als offenes Element funktionieren, die aber durchaus Anlass für neue spannende Geschichten liefern würden. Sollte es jemals einen zweiten Band geben, werde ich mir diesen auf jeden Fall holen.

Die Geschichte “Schneekinder” ist wirklich eine faszinierende Reise durch die Schneelandschaft Jorlands, die einen von Anfang an packt und bis zum Schluss nicht mehr loslässt. Sowohl Heranwachsende als auch Erwachsene finden hier eine anspruchsvolle und kurzweilige Unterhaltung.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von drachenzahn

Rezensionen von Lilli33:

Realitätsnah, eindrücklich und bewegend

Die Regeln des Spiels von Colson Whitehead

Realitätsnah, eindrücklich und bewegend

„Es war ein herrlicher Junimorgen. Die Sonne schien, die Vögel sangen, die Rettungswagen heulten, und das Tageslicht, das auf die Tatorte der vergangenen Nacht fiel, ließ das Blut glitzern wie Tau in einem grünen Himmel.“ (S. 255)

Colson Whitehead entführt uns in die 1970er Jahre nach New York, genauer nach Harlem, das hauptsächlich von Afroamerikanern bevölkert wurde und wird und sich zu der Zeit durch Gewalt und Korruption hervortat.

In drei Episoden (1971, 1973, 1976) schildert er fiktive Ereignisse im Leben seiner kriminellen Protagonisten, die aber auch Freund und Familienvater sind. Mit seinem unnachahmlichen Schreibstil stellt Whitehead eine geballte Normalität, gepaart mit brutaler Gewalt und ihren Folgen dar - so typisch für Harlem in den Siebzigern. Dabei könnten sich diese Ereignisse durchaus genau so abgespielt haben.

„Die Regeln des Spiels“ ist die Fortsetzung von „Harlem Shuffle“, kann jedoch auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Viele Figuren sind aus dem Vorgängerband bekannt und für die treuen Leser*innen ist es natürlich ein gelungenes Wiedersehen, während sich Neueinsteiger wie ich mit den unzähligen Namen von (fiktiven und realen) Personen und Organisationen etwas schwertun könnten. Wer viel Zeit investieren kann, tut gut daran, das ein oder andere Stichwort zu googeln, um die Hintergründe besser zu erfassen. Ich habe die Zeit leider nicht.

Trotzdem fand ich das Buch sehr beeindruckend, wenngleich es durch die manchmal zu ausschweifende Erzählung auch hin und wieder Längen aufweist. Colson Whitehead hat diese Story aus scheinbar unendlich vielen Details gebildet, die sich wie bei einem Kaleidoskop immer wieder anders zusammensetzen, wenn man daran dreht bzw. die Sache von einer anderen Seite betrachtet. Das ist schon gut gemacht.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lilli33

Rezensionen von Claudia R:

Schwein gehabt

Nelly & Düse - Ein Schwein zieht Leine von Nicole Mahne; Caroline Opheys

Klappentext / Inhalt:


Alltagsabenteuer mit viel Situationskomik – auch für Große ein superlustiger Vorlesespaß
Nelly und Max sind begeistert: Lorenzo Spitzo, weltbester und aus dem Fernsehen bekannter Hundetrainer, ist in die Nachbarschaft gezogen! Die zwei wollen ihm unbedingt einen Besuch abstatten.

Nellys Terrier Düse könnte ein bisschen Erziehung gut gebrauchen, finden sie. In dem piekfeinen Viertel scheint der Hundetrainer jedoch nicht sonderlich beliebt zu sein. Ob das an seinen ungewöhnlichen Haustieren liegt? Und dann wird auch noch eines davon vermisst – wie gut, dass Nelly und Max zur Stelle sind, um bei der turbulenten Suche mitzuhelfen ...
Mit ganz viel Witz und Hundeverstand - ideal zum Vorlesen und für Erstleser!
Die lustige Geschichte über Nelly, ihren Hund Düse und den Nachbarjungen Max ist das perfekte Lesefutter und ein tolles Geschenk für Mädchen und Jungs ab der 2. oder 3. Klasse. Die vielen bunten Illustrationen sind auch für Kleine ein großer Spaß und das originelle Abenteuer eignet sich wunderbar zum Vorlesen ab 5 Jahren.
- Lustiger Lesen: Perfekt für Kinder ab 7 Jahren, die in die Grundschule gehen, und zum Vorlesen für kleine Geschwister
- Macht der ganzen Familie Spaß: auch für Eltern ein großes Vorlesevergnügen
- Schneller Leseerfolg: mit witzigen Farbillustrationen von Caroline Opheys auf jeder Doppelseite
- Ein tolles Geschenk für kleine Hunde- und Tierliebhaber*innen
- Zu diesem Buch gibt es ein Quiz bei Antolin
Alle Bände dieser Reihe:
Nelly & Düse - Pudel frisch gestrichen
Nelly & Düse - Frühstück mit QUAK
Nelly & Düse - Ein Schwein zieht Leine


Cover:


Das Cover ist schön und liebevolle gestaltet und gezeichnet. Zwei Kinder und ein Hund scheinen auf der Suche nach etwas oder jemanden zu sein. Im Hintergrund sieht man auch ein kauendes Schwein und auch die Umgebung ist detailreich ausgestaltet.


Meinung:


Eine tolle Geschichte voller guter Unterhaltung und einer guten Portion Situationskomik. Dies ist bereits der dritte Band von Nelly und Düse. Aber man kann die Bücher auch sehr gut unabhängig voneinander lesen, da jedes Buch eine abgeschlossene Geschichte beinhaltet. Jedoch treten immer wiederkehrende Charaktere auf, so dass man natürlich besser in diese hineinfindet, wenn man die vorherigen Bände kennt. Mir waren diese bekannt, so dass ich mich schon sehr auf Nelly und Max und die anderen gefreut habe.


Was für eine Sauerei. Doch geht es hier nicht nur schweinisch zu, sondern sie haben durchaus Schwein gehabt.


Inhaltlich möchte ich hier jedoch noch nichts verraten, da ich dieses humorvolle und kurzweilige Buch sehr gern weitere empfehle.


Der Schreibstil ist locker und angenehm und lässt sich sehr gut und leicht lesen. Die einfachen Sätze und recht kurzen Kapitel bereiten Lesevergnügen. Es eignet sich für Leser ab der 2./3. Klasse oder aber auch zum Vorlesen ab ca. 5 Jahren.


Alltägliches ist in spannender Geschichte eingebaut und humorvoll umgesetzt. Dies macht es so sympathisch und auch authentisch, da macht das Lesen einfach Spaß.


Auch die Gestaltung ist einfach toll. Die vielen kleinen und großen bunten Illustrationen unterstützen das Ganze zusätzlich und veranschaulichen das Gelesene. Die Illustrationen sind sehr fröhlich und liebevoll von der Gestaltung und vom Zeichenstil.


Alles in allem ein wundervoller und humorvoller dritter Band, der wieder viel Freude gemacht hat. Auch die Charaktere sind sehr sympathisch und auch deren Entwicklung hat mir sehr gut gefallen.


Fazit:


Schweinisch, cooles Abenteuer und der richtigen Prise an Humor und Spannung.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Claudia R

Rezensionen von miriamB:

Wie Salz und Pfeffer....

Rezitativ von Toni Morrison

Gerade mal 44 Seiten, aber ich versichere Ihnen: es sind 44 Seiten, die es in sich haben!
Denn Toni Morrison hat diese Erzählung als Experiment gesehen und auch fast 40 Jahre nach ihrem Erscheinen funktioniert es: Toni Morrison erzählt die Geschichte zweier Mädchen, die sich im Kinderheim kennenlernen und im Laufe des Lebens immer wieder treffen.

Eine ist schwarz, die andere weiß – was für die Geschichte eigentlich völlig bedeutungslos ist. Die Autorin gibt zwar entsprechende Hinweise, stiftet Verwirrung, ist aber nie eindeutig in ihren Aussagen.
Ist Twyla schwarz oder doch Roberta? Das habe ich nicht erfahren, aber viel über mich selbst.

Denn ich wusste all dies beim Aufschlagen des Buches … und – ich gestehe - trotzdem bin ich mit Anlauf in die Vorurteilsfalle gehüpft. Ganz automatisch hab ich für mich sämtliche Klischees bemüht ebenso wie stereotypes „Denken“. Selten bekommt man so anschaulich vorgeführt, welche Ressentiments man immer weiter hätschelt und wo Vorurteile beginnen.

Zadie Smith hat ein sehr persönliches Nachwort verfasst und analytisch über ihre Verunsicherung beim Lesen geschrieben. Auch ihr hat dieses Experiment neue Erkenntnisse gebracht!

Überaus lesenswert!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von miriamB

Rezensionen von nfu_2525:

Herzerwärmend mit starken Charakteren

Der Panfluch von Kerstin G. Rush

Die Raluka lieben es, die Sagen von Peter Pan zu erzählen; selbst wenn sie diesen noch nie persönlich kennengelernt haben, ist er für sie ein Held. Gerade die Sagen geben ihnen Mut als Nimmerland immer düsterer wird und es von neuen Gefahren wimmelt. Doch von Peter scheint jede Spur zu fehlen, weshalb die Raluka Taja beschliesst, diesen suchen zu gehen, um so Nimmerland und ihre Freunde zu retten.

 


"Panfluch" ist für mich der perfekte Mix aus alten Kindheitserinnerungen durch die Originalgeschichte von Peter Pan und neuen spannenden Abenteuern. Der Schreibstil gefiehl mir sehr gut und die Geschichte liest sich flüssig. Besonders muss ich hervorheben, dass die Autorin Kerstin G. Rush die Charaktere so beschreibt, dass sie einem sehr ans Herz wachsen und man schon nach den ersten Seiten eine persönliche "Beziehung" zu diesen aufbauen kann. 


Alle, die das Original Peter Pan mögen, sollten "Panfluch" unbedingt lesen! Auch Leute, die nicht gross mit Peter Pan vertraut sind, werden keine Mühe mit dem Buch haben, da durch die Erzählungen der Raluka die Originalgeschichte immer wieder eingebaut wird. 


Ich empfehle "Panfluch" allen, die eine herzerwärmende Geschichte mit sich weiterentwickelnden Charakteren mögen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von nfu_2525

Rezensionen von Streiflicht:

Dem Geheimnis auf der Spur

schleich® Horse Club(TM) - Das geheimnisvolle Medaillon von Kerstin G. Rush

Bisher kannte ich noch kein Buch aus dieser Reihe, aber meine Patenmädels werden älter und sie sind beide Pferdefans. Umso gespannter war ich auf dieses Buch, weil wir natürlich auch Schleich-Tiere haben - Pferde und Einhörner in alle möglichen Varianten. Nun also das Buch, das mir gut gefallen hat, auch wenn ich es als Erwachsene natürlich viel zu schnell durchgelesen hatte.

Hannah, Lisa, Sarah und Sofia entdecken auf dem Dachboden eine geheimnisvolle Truhe mit alten Briefen. Sie stöbern herum und finden heraus, dass hinter dem Medaillon eine spannende Geschichte steckt. Anfangs ging es recht gemütlich los, erst spät wurde es dann so richtig spannend und aufregend. Aber vielleicht ist das für Kinder um die acht Jahre durchaus in Ordnung so, daher war das für mich auch ok. Ich fand es toll, die Welt der vier Mädchen kennenzulernen und denke, dass es für pferdebegeisterte Mädels genau das Richtige ist.

Gut gefallen haben mir auch die Illustrationen, die in schwarz-weiß für mich einen ganz besonderen Charme haben. Sie passten nicht immer zum Text auf der jeweiligen Seite und haben daher manchmal etwas vorgegriffen. Das hat mich ein bisschen gestört, aber wahrscheinlich haben Kinder hier auch einen anderen Blick darauf.

Ich fand es schön, dass die vier Mädchen am Ende mit Tori zusammensitzen, das wirkte sehr versöhnlich auf mich und die Geschichte hinter dem geheimnisvollen Medaillon mochte ich auch - sehr romantisch!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Streiflicht