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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Ele:

La Jaconda

Die Erfindung des Lächelns von Tom Hillenbrand

Die Erfindung des Lächelns, Roman von Tom Hillenbrand, EBook; Kiepenheuer & Witsch
Als am 22. August 1911, der Louvre in Paris seine Pforten öffnet, fehlt das Bild der Mona Lisa, trotz der intensiven Suche der Polizei, Straßensperren und alle Häfen und Bahnhöfe werden überwacht, bleibt das Kunstwerk verschwunden.

Juhel Lenoir von der Pariser Polizei soll das Rätsel vom Verbleib des Werkes lösen.
Ich muss gestehen, dass ich ganz schwer in Lesefluss gekommen bin. Sehr viele Akteure, sprunghafte Erzählstrangwechsel und die vielen mir unbekannten Fremdwörter die der Autor verwendet, haben mir das Einlesen nicht leicht gemacht. 63 Kapitel in angenehmer Länge, diverse Erzählstränge, verschiedene Schriftarten, die für Schlagzeilen, Briefe und Gedankengänge verwendet wurden haben das Schriftbild belebt. Besonders die Nebenhandlungen, vor allem der Erzählstrang um die brutalen Revolutionäre, die mich anfangs verwirrten haben sich jedoch ab ca. der Hälfte zu einem Gesamtbild geeint. Letztendlich hat mich dieses „Schurkenstück“ um das Verschwinden des mittlerweile berühmtesten Bildes der Welt, verblüfft, überrascht und kurzweilig unterhalten.
Die zweite Hälfte des Buches habe ich genossen, die Geschichte nahm Fahrt auf, zuweilen musste ich sogar schmunzeln. Diesen Roman rund um die Entführung der Mona Lisa ist Hillenbrand ausgezeichnet gelungen. Hillenbrand schreibt flüssig und bildmalerisch. Reichlich Lokal- und auch Zeitkolorit ist vorhanden. Vor meinen Augen entstand Paris zu Zeiten der Belle Epoque Mode, Kunst Literatur, das Pariser Künstlerviertel rund um Montmatre. Hier möchte ich dem Autor eine gründliche Recherche bestätigen. Das Buch konnte mich in die Zeit und an den Ort entführen.
Dass die Mona Lisa einst aus dem Louvre verschwunden ist, wusste ich wohl, doch waren mir die näheren Umstände nicht bekannt, auch dass Picasso sowie Apollinaire höchstselbst in die Affäre verwickelt waren habe ich durch die Lektüre erfahren. Im Nachwort betont der Autor, dass alles sich in Wirklichkeit so zugetragen hat, abgesehen von den Dingen die er sich ausgedacht hat. Nach der Lektüre habe ich mich nochmals eingehend mit dem spektakulären Raub der Mona Lisa befasst, ich war verblüfft wie nahe Hillenbrand an den tatsächlichen Fakten geblieben ist. Durch diese mysteriösen Umstände ist das Werk Leonardo da Vincis auf jeden Fall zum berühmtesten Kunstwerk der Welt avanciert. Die Figuren waren authentisch und vielfältig geschildert. Viele Berühmtheiten dieser Zeit hatten einen gelungenen Auftritt.
Etwas weniger Okkultismus und Revolution hätte ich mir gewünscht. Deshalb von mir vier Sterne und eine dringende Leseempfehlung für die Fans der Epoche bzw. Leser die sich für das Verschwinden des Kunstwerks interessieren.

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Rezensionen von Kapitel60:

Genau das, was ich gesucht habe

Wieso? Weshalb? Warum? - Meine Schulfreunde von Dela Kienle

Wir haben dieses Schulfreundebuch für unser Schulkind gekauft. Es haben sich auch schon einige Freunde eingetragen. Die Rubriken sind gut gewählt und man bekommt einen guten Eindruck über die Interessen der Kinder. Wir haben uns für das Wieso? Weshalb? Warum? Schulfreundebuch von Ravensburger entschieden, weil es Buben und Mädchen gleichermaßen anspricht.

Diese typischen Themenbücher bzw. Fanbücher gefallen uns persönlich nicht so gut. Die Interessen der Kinder ändern sich. Comichelden oder Prinzessinnen z.B. können heute gefragt und morgen out sein. Wissen ist zeitlos und es kommt hier jeder auf seine Kosten. Obendrein kann man noch einiges lernen. Das Schulfreundebuch bietet in unserem Fall genügen Platz für alle KlassenkameradInnen und LehrerInnen. Auch das rechteckige Hochformat gefällt uns sehr gut, da das Buch einfach in der Schultasche zu verstauen ist.

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Rezensionen von Kapitel60:

Der sympathische Superheld aus der Nachbarschaft

Bookmän: Alles Konfetti von Rüdiger Bertram

Das Kinderbuch Bookmän umfasst ca. 160 Seiten und ist im Carlsen Verlag erschienen.

Worum geht’s?
Matteo ist ein kleiner Bücherwurm und geht sehr gerne in die Bibliothek. Freunde hat er leider keine, aber er versteht sich gut mit dem Buchverleiher Herrn Steinschweiger. Herr Steinschweiger war einmal aktiver Fußballspieler, weshalb er immer noch so tut als wäre er am Fußballplatz.

Eines Tages passiert etwas Cooles, etwas ganz und gar Unerwartetes. Aber lest selbst…

Cover und Schreibstil
Das Cover ist sehr kindgerecht und bunt gestaltet. Man kann aufgrund des Titels und des Covers sofort erahnen worum es geht. Die Illustrationen im Buch sind in Schwarz-Weiß und gefallen uns sehr gut. Die Anzahl der Bilder passt für die Zielgruppe sehr gut.

Fazit
Ich habe das Buch zusammen mit meinen Kindern gelesen. Herr Steinschweiger ist komplett fußballfanatisch und er spricht die ganze Zeit in Fußballsprache. Da meine Kinder überhaupt keine Fußballfans sind, dachte ich zuerst, dass ihnen das nicht gefallen könnte. Es hat ihnen aber nichts ausgemacht, obwohl ich bezweifle, dass sie alles verstanden haben. Mir persönlich hat es jedenfalls nicht zugesagt, aber ich bin ja auch nicht die Zielgruppe.
Ansonsten ist die Geschichte wirklich sehr süß. Die Kinder waren sehr angetan vom Superhelden aus der Nachbarschaft. Schön ist, dass es auch einen Bösewicht gibt. Den muss es schließlich immer geben. Was einem Kind aufgefallen ist: Bookmän wird im Buch optisch unterschiedlich beschrieben. Einmal bekommt er einen gelben und einmal einen blauen Anzug. Ich weiß nicht, ob das Absicht oder ein Fehler ist, am Cover ist er jedenfalls mit gelbem Anzug abgebildet. Mir wäre es ohnehin nicht aufgefallen. Trotzdem volle Punktezahl für Bookmän.

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Rezensionen von Kapitel60:

Krimi mit ernsten Themen

Mord im Christmas Express von Alexandra Benedict

Mord im Christmas Express ist ein Kriminalroman von Alexandra Benedict, übersetzt aus dem Englischen, von Anke Caroline Burger. Der Roman ist im Tropenverlag erschienen und umfasst ca. 330 Seiten.
Worum geht’s?
Roz ist ehemalige Polizistin und macht sich auf den Weg, um ihre schwangere Tochter Heather zu besuchen.

Im Zug befinden sich außer Roz‘ noch ein bekanntes Instagram-Paar, eine StudentInnenrunde, die an einer Quizshow teilnehmen möchte, eine ältere Dame mit ihrem Sohn und Kater, eine Familie mit Kindern, ein Staatsanwalt namens Craig, eine Frau im roten Mantel, ein blinder Passagier und natürlich die Crew und die Lokführerin.
Grant, die männliche Hälfte des Instagram-Paares, entpuppt sich schon vor Antritt der Reise als Widerling und keiner der Passagiere finde ihn sympathisch. Um sich die Reisezeit zu vertreiben, beginnen die Passagiere – angespornt von den StudentInnen – eine kleine Quizshow, die schlussendlich abrupt endet…
Das Cover
Das Cover sieht - passend zum Titel - sehr weihnachtlich aus.
Fazit
Mord im Christmas Express ist nicht nur ein Kriminalroman. Es werden auch nebenbei sehr ernste Themen behandelt. Dennoch ist die Kriminalgeschichte im Vordergrund. Der Roman liest sich vom Anfang bis zum Ende sehr flüssig und es kommt – obwohl die Vorstellung der Charaktere sehr lange dauert – keine Langeweile auf. Hauptsächlich wird die Geschichte aus Roz‘ Perspektive erzählt, aber es gibt auch einige Perspektivenwechsel, die den Spannungsbogen wieder erhöhten. Alles in allem eine sehr runde Story.

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Rezensionen von Kapitel60:

Science Fiction für kleinere Kinder

Der kleine Perry 1: Das Geheimnis des Wanderplaneten von Olaf Brill

Der kleine Perry und das Geheimnis des Wanderplaneten ist ein Weltraumcomic für Kinder ab 8 Jahren. Das Buch umfasst 96 Seiten und ist im Carlsen Verlag erschienen.

Worum geht’s?
Ganz unverhofft befindet sich Perry in einer Weltraumrakete und düst Richtung Mond. Gemeinsam mit seinem Freund Gucky, dem Mausbiber, erlebt er spannende Abenteuer.

Cover, Illustrationen und Schreibstil
Das Cover, wie auch die Illustrationen sind einfach toll. Die Farben sind kräftig und die Zeichnungen kindgerecht und einladend. Wie schon erwähnt, ist das Buch in Comicform geschrieben. Man muss nicht unbedingt ein geübter Comicleser sein, um der Geschichte folgen zu können.

Fazit
Zugegeben kannte ich Perry Rhodan bisher noch nicht. Wenn man ihn kennt, ist man vielleicht noch angetaner von diesem Buch. Für mich hatte es jedenfalls keine Relevanz. Für uns ist Perry ein kleiner „Weltraumtrotter“, den wir sehr lieb gewonnen haben. Perry wird immer wieder gerne gelesen, oder es werden sich einfach die wunderschönen Bilder angesehen. Eine moderne Science Fiction Geschichte für kleinere Kinder, die sehr spannend ist, Mut macht und die grauen Zellen beansprucht.

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Rezensionen von Julia:

Der Tod mal anders

Laura und der Tod von Marisa Winther

Tim ist Bestatter, naja unter anderem, denn eigentlich ist er der Tod. Er begleitet Menschen ins Jenseits. Als sein Kollege ausfällt muss Tim dessen Aufträge übernehmen und gleich der erste bringt ihn ganz aus dem Konzept. Laura hat keine Angst vor dem Tod, im Gegenteil, sie stellt ihn interessiert Fragen.

Tim bringt es nicht übers Herz Laura mitzunehmen und auch die 5 anderen Personen, die er noch besucht, bringen ihn immer mehr dazu sich über seinen Job Gedanken zu machen.

Die Geschichte über Laura und Tim ist tatsächlich sehr kurz, was ich schade finde, denn Marisa Winther hat hier eine wunderbare Geschichte geschaffen, die mehr Tiefe und Länge durchaus vertragen hätte. Es werden die Geschichten der unterschiedlichsten Personen beschrieben, die kurz vor ihrem Tod noch einmal überlegen, was sie an ihrem letzten Tag noch einmal tun wollen. Dabei verbindet die meisten eine Sache: die Liebe. Und auch Tim harter mit der Liebe und denkt immer mehr über sein Handeln nach und was es eigentlich bedeutet, wenn er jemanden mitnimmt. Der Tod in Form einer sanften Person, mit Hoodie und Sneaker, den kann man doch nur gernhaben.

Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen, der Schreibstil war angenehm und die Charaktere sehr schön ausgearbeitet. Definitiv kann man mit Tim einige schöne Stunden verbringen!

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Rezensionen von Julia:

Wohlfühl Roman

Tage im warmen Licht von Kristina Pfister

Maria lebt zusammen mit ihrer Tochter in München, bis sie nicht nur ihre Wohnung, sondern auch ihren Job verliert. Der einzige Ausweg ist der Umzug in das Haus ihrer Großmutter, welches sie geerbt hat. Doch in dieses Dorf wollte sie eigentlich nie zurück. Als sie nach über 20 Jahren doch wieder dort landet hat sich einiges verändert.

Bei anderen Dingen scheint jedoch die Zeit stehen geblieben zu sein, wie zum Beispiel bei ihrer Freundschaft mit Henners. Kann sie mit der Vergangenheit abschießen und dort einen Neuanfang starten?



Kristina Pfister schafft es durch ihren Schreibstil die herbstliche Stimmung der Geschichte fühlbar zu vermitteln, Auch die Charaktere sind wundervoll ausgearbeitet und man fühlt sich direkt wohl zwischen ihnen. Während Maria schnell wieder Anschluss findet und in die Dorfgemeinschaft aufgenommen wird bleibt jedoch immer noch die Frage, was damals passiert ist, dass sie eigentlich nicht mehr zurück wollte. Schrittweise erfährt man durch Rückblicke immer wieder etwas über Marias Jugend in dem Dorf.

Marias Handlungen scheinen teilweise etwas unüberlegt und nicht nachvollziehbar, jedoch erfährt man als Leser aber auch erst gegen Ende des Romanes, welches Schicksal dazu geführt hat.

Ein wichtiges Thema, dass sich durch das gesamte Buch zieht ist der Zusammenhalt. Die Frauengruppe rund um Martha, Marias Nachbarin und beste Freundin ihrer verstorbenen Oma, ist immer füreinander da und nimmt auch Maria und ihre Tochter direkt auf.

"Tage im warmen Licht" hat überwiegend eine Wohlfühlatmosphäre geschaffen und auch der Schreibstil war super zu lesen. Dabei wurde von der Autorin leichtfüssig auf ein wichtiges Thema eingegangen ohne jedoch eine düstere und traurige Stimmung zu schaffen, sondern viel mehr den Blick auf die wichtigen und schönen Dinge im Leben zu lenken.

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Rezensionen von Julia:

Neues Ermittlerduo

Der Frauenkeller (Thriller) von Gunnar Schwarz

In Bielefeld verschwindet eine junge Frau und das Ermittlerduo Emma Bajetzky und Alex Kuper übernehmen ihren ersten gemeinsamen Fall. Doch schon bald wird aus der Suche nach einer vermissten Frau die Suche nach einem Mörder, denn die Leiche der jungen Frau taucht übelst zugerichtet auf. Die Ermittlungen kommen nur langsam voran und während immer mehr Frauen verschwinden, führen die Spuren immer wieder in eine Sackgasse.

Gunnar Schwarz schafft auch in seinem neuen Thriller die Spannung zum Bersten zu bringen. Der Schreibstil verursacht wie immer Gänsehaut und ich konnte das Buch nicht zur Seite legen. Denn nicht nur die Ermittler tappen hier im Dunkeln, auch die Leser werden immer wieder in die Irre geführt.

Mit Emma und Alex gibt es ein neues Ermittlerduo, mit dem ich nicht ganz so warm werden konnte, wie mit den vorherigen Teams. Ein wenig hat mir hier die Tiefe gefehlt, die privaten Seiten der Beiden. Charakterlich mochte ich sie aber sehr gerne, da sie sich super ergänzt haben (ohne romantische Aspekte) und vor allem Alex Sprüche haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht.

Die Perspektive ist meist aus der Sicht der Ermittler, wird jedoch auch immer wieder durch die Perspektive der Opfer ergänzt. Es ist ein Zittern und Bangen, denn bei jedem der Opfer hofft man auf die Rettung. Der Plot Twist am Ende ist sehr gut gelungen und wie immer gibt es von mir auch für den neusten Thriller von Gunnar Schwarz eine klare Leseempfehlung!

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Rezensionen von nil_liest:

Eine französische Sommerromanze

Herzenssachen - Sternenzelt & Sommerträume von Corinna Wieja

Ach, was ein schööööönes Buch für Teenager:innen!
„Herzenssachen – Sternenzelt & Sommerträume“ ist eine Mischung aus allem. Zum einen ist es eine Geschichte über die 15jährige Fee, die in ihren Sommerferien 3 Wochen nach Frankreich fährt in ein Öko-Jungendferiencamp um dort mit ihrer Freundin Merle zu zelten,die Natur zu erkunden mit Lagerfeuer und was alles dazugehört! Fee war uns von Anfang an sympathisch, eine ruhige, besonnene Person, die ganz in sich versinken kann.

Sie möchte gern viel Zeit mit ihrer besten Freundin verbringen. Merle ist da ganz anders: Extrovertiert und immer vorne mit dabei! Natürlich kommt auch ein junger Mann ins Spiel der die beiden ein wenig aus ihrer Bahn wird. Corinna Wieja hat sich große Mühe gegeben hier eine lockerflockige Geschichte zu schreiben, die leicht lesbar ist und sehr gut unterhält.
Dazu kommen Seiten die man selbst befüllen kann, wie die „Weltenbumler Bucketlist“ oder „ein Mandala zum Abschalten“. Und auch Tipps zum aktiv werden, sei es zum runterkommen: Yoga oder auch niedliche Basteltipps und auch das Essen kommt nicht zu kurz, passend gibt es Rezepte zum Lagerfeuer wie das Schokostockbrot. Außerdem ist das Buch noch mit Anregungen gespickt rund um den Naturschutz, Survival Tipps für alle Fälle!
Eine super gute Kombination für die Sommerferien, erst vorne Buch, dann ausgelesen wird es zum Mitmachbuch oder eben parallel. Ein super Geschenk für Mädchen zum Zeugnis, ab der 7. Klasse geeignet.
Nicht nur die Texte und Inhalte von Corinna Wieja sind super, das Buch bekommt seinen ganz besonderen Flair vor allem durch die super niedlichen und schönen Illustrationen von Laura Rosendorfer. So was von MEGA!

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Rezensionen von Tobias Kallfell:

Ein Kinderbuch-Klassiker als Bilderbuch

Der geheime Garten von Calista Brill

„Schon vor über einem Jahrhundert hat Frances Hodgson Burnett Der geheime Garten geschrieben und noch heute ist es eines der beliebtesten Kinderbücher (…) Die Geschichte wurde oft nacherzählt: in Theaterstücken, in Filmen, im Fernsehen und ja, auch in Bilderbüchern wie diesem hier.“ (vgl. Nachwort)

Anlässlich des Erscheinens des Kinderbuchs „Der Geheime Garten“ von F.

H. Burnett im Insel Verlag (bearbeitet von Calista Brill und illustriert von Adelina Lirius, übersetzt von Naemi Schuhmacher) habe ich auch noch einmal das Original in der gekürzten DTVjunior-Ausgabe gelesen und rezensiert. In meiner Rezension hielt ich fest: (…)

Für die Rezension des Bilderbuchs interessiert mich vor allem auch die Frage, ob bei der Kürzung des Textes nicht zu viel verloren gegangen ist. Schließlich umfasst das Bilderbuch 36 Seiten, die von mir rezensierte gekürzte Fassung hat hingegen einen Umfang von 192 Seiten. Kann eine solche Reduktion des Inhalts gelingen? In meinen Augen, leider nein. Für mich machen vor allem die Charaktere Mary und Colin das Werk aus. Sie sind mit viel Profil und Wiedererkennungswert gestaltet worden (vgl. meine Rezension zum Original). Für mich geht bei der Figurenkonzeption zu viel verloren. Es wird z.B. auch nicht erwähnt, warum Mary traurig ist. Mr. Craven mit seiner distanzierten Art kommt gar nicht vor. Und der kränkliche Colin in seiner herablassenden Art kommt mir auch zu kurz. Vermutlich wollte man den jungen Zuhörer:innen nicht zu viel zumuten (was auch in Ordnung ist).

Mein Problem: Ich habe den Fehler gemacht, im Vorfeld der Rezension zum Bilderbuch noch einmal das Original zu lesen. Deshalb habe ich natürlich einen ganz anderen Blick auf das Buch. Ich bin nun vorgeprägt und weiß, was alles fehlt. Anderen Leser:innen werden die Kürzungen vielleicht gar nicht auffallen. Das, was im Nachwort steht, kommt für mich in den wenigen Zeilen nicht genügend zum Ausdruck: (…). Für mich geht beim Bilderbuch zu viel verloren, ich bleibe lieber beim Original für Kinder ab 8 Jahren. Weniger kritische Leser als ich mögen in dem Buch aber auch die Möglichkeit sehen, Kinder schon frühzeitig (Altersempfehlung des Verlags: ab 4 Jahren) an einen Klassiker heranzuführen.

Was aber absolut lobenswert sind, sind die vielen großformatigen, seitenfüllenden Illustrationen. Diese sind wunderschön und laden zur längeren und mehrfachen Betrachtung ein. Sie sind in meinen Augen das, was das Buch ausmacht.

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