Kunden em pfehlungen
Rezensionen von yellowdog:
Victor
A Quiet Man. Ein schweigsamer Mann ist ein gefährlicher Mann. von Tom Wood
In der Kriminalliteratur gibt es einige großartige Reihen mit Berufsverbrecher in der Hauptrolle, z.B. Wyatt von Garry Disher oder die Parker-Romane von Richard Stark.
Tom Woods Victor-Romane passern dazu und sind sogar ein ganz spezieller Fall.
Tom Woods hat schon einige Bücher um Victor gechrieben.
Der neue heißt A quiet Man.
Victor, der Berufskiller, befindet sich in Kanada und lernt den jungen Joshua und seine Mutter kennen. Als diese plötzlich verschwinden, macht Victor sich entschlossen auf die Suche. Ansatzweise erinnert er an Rambo.
Das Buch ist nicht realistisch, aber auf primitive Weise sehr unterhaltsam. Tom Woods versteht es, packende Szenen zu schaffen und eine Handlung richtig abgehen zu lassen.
Rezensionen von SalMar:
Book Hangover vorprogrammiert
The Romeo & Juliet Society, Band 1 - Rosenfluch von Sabine Schoder
Joy fühlt sich wie im falschen Film, als man sie eines Tages völlig unvermittelt kidnappt und sie an einer Akademie landet, an der Capulets und Montagues gegen einen seltsamen Fluch kämpfen, der mit der Geschichte um Romeo und Julia zu tun hat. Geht sie zunächst von einem Irrtum aus, muss sie doch bald feststellen, dass ihr Schicksal tatsächlich davon abhängt.
Aber wie schwer kann es schon sein, sich nicht in den Falschen zu verlieben?
Der Klappentext zu diesem Buch hat mir so gut gefallen, dass meine Erwartungen an die Geschichte ziemlich hoch waren – umso mehr, weil ich erst vor kurzem Sabine Schoders „Liebe ist was für Idioten. Wie mich.“ gelesen hatte und restlos begeistert gewesen war.
Ein bisschen habe ich schon gebraucht, um mit den Figuren warm zu werden, aber dann… Sagen wir es mal so: Die letzten 200 Seiten waren viel zu schnell vorbei und ich weiß gar nicht, wie es jetzt bis Februar, bis zur Fortsetzung, aushalten soll.
Die Welt mit ihren Familienfehden und Flüchen ist schon ein kleines bisschen abgedreht, aber ich finde es total faszinierend, was die Autorin da aus dem Stoff von Romeo und Julia geschaffen hat. Ganz besonders aber mag ich, wie Sabine Schoder ihre Figuren schreibt. Die sind nämlich nicht so perfekt, dass man auf der Stelle hin und weg ist, sondern man verliebt sich allmählich in sie, während man sie mit all ihren Ecken und Kanten kennenlernt. Das Ende dieses ersten Bandes war außerdem richtig toll, mit einer Wendung, die meine Vorfreude auf den zweiten Teil gleich noch mal mehr befeuert hat.
Auf jeden Fall gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung für alle, die Lust auf ideenreiche Jugendfantasy mit wunderbaren Charakteren haben, – aber auch eine Warnung, dass ihr mit einem schlimmen „Book Hangover“ rechnen solltet.
Rezensionen von Gaby 2707:
Der etwas andere Adventskalender
Teelicht, Tatort, Tannenduft von Lea Adam; Eleanor Bardilac; Nina Bilinszki; Andrea Bonetto; Kilian Eisfeld; Thomas Finn; Christiane Franke; Cornelia Kuhnert; Andreas Gruber; Markus Heitz; Marc Hofmann; Daniel Holbe; Thomas Kastura; Thorsten Kirves; Regine Kölpin; Jessica Kremser; Matthias Löwe; Iny Lorentz; Kirsten Nähle; Mona Nikolay; Sonja Rüther; Florian Schwiecker; Ben Tomasson; Su Turhan; Anne Verhoeven
Für diesen kriminellen Adventskalender versammeln sich 24 Autorinnen und Autoren mit mörderischen Kurzgeschichten um uns die Zeit bis zum Fest so gruselig wie möglich zu gestalten. Wie bei jedem anderen Adventskalender bekomme ich hier jeden Tag im Dezember eine neue Überraschung.
Da berichtet Lea Adam, Thorsten Kirves und Markus Heitz aus Hamburg, Eleanor Bardilac aus Wien, Nina Bilinski aus Bad Nauheim, Andrea Bonetto aus Arosa, Kilian Eisfeld aus Heidelberg, Thomas Finn aus dem Schwarzwald, Christiane Franke & Cornelia Kuhnert aus Neuharlingersiel, Andreas Gruber aus Hernstein, Marc Hofmann aus dem Markgräflerland, Daniel Holbe aus Oberhessen, Thomas Kastura aus den Kitzbühler Alpen, Regine Kölping von der Insel Juist, Jessica Kremser vom Chiemsee, Matthias Löwe aus Herford, Iny Lorentz aus Ebersberg, Kirsten Nähle aus Würzburg, Mona Nikolay von der Insel Rügen, Sonja Rüther aus Leipzig, Florian Schwiecker aus Berlin, Ben Tomasson aus Kiel, Su Turhan aus München und Anne Verhoeven aus Voerde am Niederrhein.
Es geht also von Rügen bis nach Arosa, von Deutschland über die Schweiz nach Österreich. Eine Karte, wo all die kriminellen Orte eingezeichnet sind, finde ich zur Orientierung gleich vorne im Buch. Und damit ich die Autorinnen und Autoren besser kennenlerne, finde ich vor jeder Geschichte einen kurzen Steckbrief des Schreiberlings.
Zur Einstimmung auf die 24 mörderischen Geschichten bekomme ich vorweg ein Gedicht. Und dann geht es auch schon los mit weihnachtlichem Nervenkitzel, Gänsehaut und Schaudern vom Feinsten. Es gibt aber auch Geschichten zum Schmunzeln und Lachen. Bei jeder kann ich mit rätseln, wie sich die anfangs recht weihnachtlichen Geschichten entwickeln werden und wer da jemand Anderem ein Leid antut.
Da wird vergiftet, gestohlen, gemordet, betrogen, gelogen, getrickst, gekillt, erschossen, beleidigt, jemand für dumm verkauft, eingebrochen, jemand erfriert im Schnee, es kommt zu Missverständnissen und die Polizei ist wirklich Freund und Helfer.
In diesem bunten Potpourri an kriminellen Grausamkeiten ist für jeden Geschmack etwas dabei. Mir haben die Geschichten bis auf ein oder zwei sehr gut gefallen. Und ich habe für mich wieder einige mir bisher unbekannte Autorinnen und Autoren mit ihren Kurzgeschichten kennengelernt, die ich weiter verfolgen werde.
Ein krimineller Adventskalender, den ich nur empfehlen kann.
Rezensionen von Harakiri:
Bizarre Handlung
Das Nachthaus von Jo Nesbø
Ich habe mich sehr auf das neue Buch von Jo Nesbo gefreut und die Leseprobe fand ich auch sehr ansprechend. Leider konnte das Buch nicht ganz halten, was es versprochen hat.
Die Handlung ist in 3 Teile gegliedert, wovon mir der 1. noch recht gut gefallen hat. Zwar war es eine Mischung aus Horror und Fantasy, aber ich habe der Auflösung entgegengefiebert und wollte unbedingt wissen, was es mit dem Verschwinden von Tom auf sich hat.
Der 2. Teil war dann sehr bizarr und der 3. konnte diesen beinahe noch toppen. Zwar gibt es hier die Auflösung, aber für mich war die eher unbefriedigend. Vor allem aber mit dem 2. Teil konnte ich gar nichts anfangen, der war mir zu surreal. Zwar wird das Ganze dann ebenso im 3. Teil gelöst, aber für mich fehlt in dem Buch der Rote Faden, der alles zusammenhält.
Fazit: Der Autor schreibt sehr anschaulich und mitreißend und packt einige Details ein, die mich überrascht haben. Dennoch ist der Funke nicht richtig übergesprungen und ich hoffe bald auf einen neuen Harry Hole.
Rezensionen von Marie aus E.:
Nachhaltige Küchenorganisation
Deine Küche kann nachhaltig! von Verena Hirsch
Das Buch ist kein klassisches Kochbuch, es gibt zwar etwas über 50 vegetarische Rezepte, der Schwerpunkt liegt aber meines Erachtens auf dem Thema Zero-Waste und Nachhaltigkeit.
Es geht viel um Organisation in der Küche und im Haushalt und Anregungen, wie man Lebensmittelverschwendung reduzieren kann.
Dazu zum Beispiel eine Auflistung, wofür man Produkte noch verwenden kann, wenn man z. B. Nüsse, Kekse oder Schokolade übrighat, die man nicht mehr so essen mag (das Weihnachtsmann-Problem..).
Es gibt Tipps zum Vorräte ordnen, kleine Mini-Challenges (sowas mag ich ja sehr)und Küchenroutinen.
Abgerundet wird das mit schönen Rezepten, die vegetarisch und/oder vegan sind, die Autorin aber sympathischerweise diese Ernährungsform zwar klar favorisiert, aber auch die Sonntagsbratenfraktion völlig o.k. findet.
Das fand ich sehr schön, im Buch geht es nicht um einen Exklusivzirkel, es gibt auch Tipps, wie man seine tierischen Produkte reduzieren kann, ohne dass ein völliger Verzicht gefordert wird.
Insgesamt weiß man als alter Küchenhase natürlich Vieles aus dem Buch schon, trotzdem ist es angenehm, es so schön aufbereitet und kompakt serviert zu bekommen.
Und einiges Neues habe ich trotzdem herausziehen können bzw. das Bewusstsein wieder mal fokusiert.
Insgesamt hatte ich aber etwas mehr mit einem Kochbuch und weniger mit einem Ratgeber gerechnet - das verspricht ja der Titel, deswegen hat es nicht ganz für fünf Sterne gereicht.
Für Neueinsteiger in einen eigenen Haushalt ist das aber ein prima Ratgeber, damit sich gar nicht erst blöde Routinen einschleichen.
Das ideale Einzugsgeschenk für die erste eigene Wohnung beispielsweise.
Garniert mit wirklich schönen Rezepten.
Rezensionen von Marie aus E.:
Ein Leseerlebnis zwischen Begeisterung und Ernüchterung
Vom Ende der Nacht von Claire Daverley
Das Buchcover finde ich ja wunderschön und auch der Klappentext hat mich sofort angesprochen.
Das Buch hingegegen...da bin ich hin- und hergerissen.
Die Handlung an sich ein Klassiker.
Zurückhaltendes Mädchen aus gutem Haus, das sich an alle Regeln hält, verliebt sich in den coolen, angesagten Frauenschwarm und Bad Boy der Schule.
Soweit, so vorhersehbar.
Die Umsetzung fand ich dann aber gut gemacht, weil ich mich sowohl in Rosie als auch in Will hineinversetzen konnte, trotz ihrer Gegensätzlichkeit.
Ihre Entwicklung im Laufe der Jahre - vom Schul-Teenie zu Erwachsenen - fand ich stimmig und manchmal hat mich das Buch richtig gepackt und berührt.
Gerade Will entwickelte sich für mich immer mehr zum Sympathieträger.
Über längere Stellen fand ich es aber ereignislos und redundant und musste mich zwingen, die Seiten nicht nur zu überfliegen. Da hat für mich das berühmte Etwas gefehlt, der Funken konnte nicht zu hundert Prozent überfliegen.
Mein Fazit: lesenswert, aber nicht überragend.
Rezensionen von KimVi:
Nichts für schwache Nerven!
Rotkäppchen lügt von Elias Haller
Nora Rothmann ist Sonderermittlerin beim LKA Berlin und dafür zuständig, Korruptionsfälle in den eigenen Reihen aufzudecken. Da sie außerdem als äußerst zielstrebig und unbestechlich gilt, ist sie bei den Kollegen nicht gerade beliebt. Als sie gegen den pensionierten LKA-Präsidenten ermittelt, beginnt eine brutale Mordserie.
Da der Täter einen Bezug zum Märchen "Rotkäppchen" aufbaut, die Opfer grausam zurichtet und alle aus Noras Umfeld stammen, lässt sich die Sonderermittlerin nicht beirren und beginnt auf eigene Faust nachzuforschen....
"Rotkäppchen lügt" ist der erste Band der Grimm-Thriller-Trilogie. Elias Haller versteht es wieder hervorragend, von Anfang an ein hohes Tempo anzuschlagen. Relativ kurze Kapitel und unterschiedliche Perspektiven, die häufig an entscheidenden Stellen wechseln, sorgen dafür, dass man sofort in den Sog der Ereignisse gerät. Allerdings sollte man anfangs konzentriert lesen, da einige Charaktere eingeführt werden. Wenn einem die Zuordnung gelungen ist, steht einem spannenden Lesevergnügen nichts mehr im Wege.
Da der Killer mit seinen Opfern nicht gerade zimperlich umgeht und der Autor diese Szenen so intensiv beschreibt, dass man die entsprechenden Bilder dazu unmittelbar vor Augen hat, sollte man nicht zu zartbesaitet sein. Bei diesem Thriller ist nichts so, wie es auf den ersten Blick scheint, denn der Täter lässt sich nur schwer in die Karten schauen. Man wird dazu angeregt, eigene Überlegungen anzustellen. Unerwartete Wendungen sorgen allerdings dafür, dass man nicht weiß, wem man hier vertrauen kann. Deshalb bleibt die früh aufgebaute Spannung durchgehend erhalten und kann sich zum Ende hin sogar nochmals steigern.
Dass nicht alle Fragen, die man sich während des Lesens gestellt hat beantwortet werden, liegt sicher daran, dass es sich hier um den Auftakt einer Trilogie handelt. Die Neugier auf den weiteren Verlauf der Reihe wird dadurch definitiv geweckt.
Ein spannender Auftakt, der nichts für schwache Nerven ist!
Rezensionen von CanYouSeeMe:
Lebenshandwerk
Am Tag des Weltuntergangs verschlang der Wolf die Sonne von Sina Scherzant
Am Tag des Weltuntergangs verschlang der Wolf die Sonne von Sina Scherzant ist in der Hörbuchfassung von Jodie Ahlborn gesprochen. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, bei diesem Buch beinahe in doppelter Geschwindigkeit. Mir sind Hörbücher meist zu langsam eingesprochen.
Die Stimme der Sprecherin kann ich daher nur bedingt einschätzen, aber auch bei höherer Geschwindigkeit war diese noch sehr angenehm zu hören. Betonungen kamen gut heraus und haben den Inhalt unterstützt.
Autorin Sina Scherzant stellt in diesem Buch mit Katha eine sehr authentische und lebensnahe Protagonistin vor, die Leser:innen auf ihrem Weg ins Erwachsenenalter und durch Trauerbewältigung begleiten. Katha selbst wirkt teilweise deutlich reifer als 14. Dabei ist dieser Roman in drei Teile gegliedert, die verschiedene Lebensstationen abfangen. Die Szenerie ist eingehend und bildhaft beschrieben, so dass ich mich direkt sehr gut in die Handlung hinein denken konnte.
Der Schreibstil ist dabei sehr angenehm zu lesen, doch nicht immer konnten mich die stilistischen Mittel abholen. Vor allem in der Mitte des Buches werden Szenerien immer wieder mit verschiedenem Ausgang wiederholt, was mich persönlich zunächst irritiert und später gelangweilt hat. Eine Unterscheidung zwischen Fantasie und Realität war nicht mehr gut möglich. Fü mich hatte die Story somit einige Längen im Mittelteil, in denen ich das Interesse am Fortgang der Story verloren habe.
Rezensionen von miriamB:
Geniale Gaunereien!
Felix Blom. Der Schatten von Berlin von Alex Beer
Viel zu lange war die Wartezeit auf das neue Buch von Alex Beer und dementsprechend hoch waren meine Erwartungen.
Gleich vorweg: ich wurde absolut nicht enttäuscht!
Die Autorin hat mit Mathilde Voss und Felix Blom ein beeindruckendes Ermittlerduo geschaffen. Die beiden sind extrem sympathisch, zeichnen sich durch Klugheit, Witz und Kombinationsgabe aus, aber auch durch gute Kontakte zur Berliner Unterwelt.
Sie arbeiten immer wieder hart am Rande der Legalität – moralische Zwiespältigkeiten inklusive!
Diesmal gilt es, ein kurioses Rätsel zu lösen: wer ist in eine Familiengruft eingebrochen? Warum wurde ein Sarg gewaltsam geöffnet, wo doch nichts gestohlen wurde? Und wie hängen zwei grausame Morde damit zusammen?
Außergewöhnliche Ermittler, eine spannende Geschichte mit verblüffenden Wendungen, die Auflösung logisch und trotzdem überraschend und außerdem eine Fülle von historischen Details garantieren allerbeste Unterhaltung! Ach ja... immer wieder nebenher eingestreute Hinweise auf die Vergangenheit der Detektive machen jetzt schon neugierig auf die Fortsetzung, die hoffentlich bald erscheinen wird!
Unbedingt lesen!
Rezensionen von Anja S:
Sweet
Was wir uns versprechen (Light in the Dark 3) von Antonia Wesseling
Ach war das sweet. Endlich mal wieder ein toller New Adult Roman mit Tiefgang. Wichtige und ernste Themen wurden hier wirklich schön und relativ leicht umgesetzt, war für mich nicht zu melancholisch. Alicia und Julian sind auch sehr sympathische und authentische Protagonisten, die ich gern mochte aber manchmal auch am liebsten geschüttelt hätte.
Hab hier sehr mit Alicia mitgelitten aber ihr Verhalten war absolut nachvollziehbar. Auch Julian hab ich direkt ins Herz geschlossen mit seiner lieben Art trotz seiner traurigen Kindheit. Das Buch hat mich zeitweise auseinandergenommen aber auch wieder zusammengesetzt. Da war alles dabei. Hätte gedacht es geht noch mehr um die toxische Beziehung aber hier lag eher der Schwerpunkt darauf mit welchen Auswirkungen auch danach die Betroffenen noch zu kämpfen haben. Ein wirklich schöner Abschluss dieser Reihe.











