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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Herrliche Dialoge zwischen Hund und Mensch

Der Hund hat Recht von Elfriede Hammerl

Elfriede Hammerls Kolumnen im österreichischen Magazin „Profil“ sind pointiert und treffen fast immer ins Schwarze.

Das lässt sich von diesem satirischen Dialog zwischen einer Frau und ihrem Hund auch sagen. Der aus dem Tierheim, Pardon, Boarding House, stammende Hund verwickelt seine Besitzerin in zahlreiche Diskussionen, aus denen es kein Entrinnen gibt.

So stellt er mehrmals die Frage, was denn der Unterschied zwischen ihm und Michael, dem Liebhaber sei, beide fressen den Kühlschrank leer, liegen auf der Couch. Und, ob er, Michael, denn der Richtige wäre.
Gleichzeitig bekommt allerdings ER die Frage nach seinem Beitrag zur Haushaltskasse gestellt. Die Antwort fällt entsprechend ernüchternd aus.

Diesen gewitzten Dialog, der teilweise eine bissige Gesellschaftskritik enthält, habe ich sehr gerne gelesen. Manchmal musste ich ob der hündischen Besserwisserei herzlich lachen. Besonders die Szene im Supermarkt mit der quengelnden Tochter, die das Kleinkindalter schon längst überschritten hat, hat mir gut gefallen.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem satirischen Dialog 5 Sterne.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Eine LIebeserklärung an den WInter

Lieber Winter! von Franziska Lipp

Der Winter lässt keinen kalt! Ein Paradoxon? Nicht wirklich.

Dieses in silbergraues Leinen gebundene Buch aus dem Verlag Anton Pustet, betrachtet den Winter aus verschiedenen Perspektiven. In fünf Kapiteln zeigt uns Autorin Franziska Lipp, mit welchen Schönheiten der Winter aufwarten kann:

Spätherbst - Heimkehr
Advent - Erwartung
Weihnachten - Festlichkeit
Raunächte - Zwischenwelten
Hochwinter - Rückkehr des Lichts

Von Allerheiligen (1.

11.) bis Maria Lichtmess (2.2.) spannt sich der Bogen der kalten Jahreszeit. Zahlreiche Festtage, Bräuche und Rituale begleiten uns durch diese Zeit.

Das Buch lädt uns ein, ein wenig innezuhalten, und der hektischen Welt für ein paar Minuten oder Stunden zu entsagen. Was spricht dagegen, einen Spaziergang über Friedhöfe, Parkanlagen oder durch den Wald zu wagen? Die Hagebutten oder Schlehen bewusst anzusehen? Oder, falls doch Schnee fallen sollte, eine kleine Schneeballschlacht zu wagen? Für Meisen Futterknödel aufzuhängen und anschließen die Vögel beim Fressen beobachten, kann uns der Natur wieder näher bringen.

Franziska Lipp lädt uns ein, das Buch mehrmals in die Hand zu nehmen und gemeinsam mit der Familie Kraft zu tanken.

Kommt gut durch den Winter!

Fazit:

Dieses Buch ist ein schönes (Weihnachts)Geschenk in hochwertiger Aufmachung. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Wissenswertes über den Wald

Der Wald in Österreich von Hermine Hackl

Was Sie schon immer über den österreichischen Wald wissen wollten (und sollten)! Hier in Hermine Hackls Buch erfahren die Leser Wissenswertes und Interessantes von A bis Z.

Beginnend mit „Artenvielfalt“:

ist bekannt, dass es in Österreich 65 verschiedene Baumarten gibt?
jedes Jahr ein anderer Baum zum „Baum des Jahres“ gekürt wird? 2023 ist es die Eberesche,
dass, Brettsperrholz aus Nadelbaumholz besteht und extrem erdbebensicher ist?
dass es immer mehr FÖRSTERINNEN gibt?
dass kaum ein Heimatmuseum in Österreich ohne das Thema „Wald und Holz“ auskommt?
und täglich mehr Holz nachwächst, als geerntet wird?

Das ist nur ein Auszug aus dem Wald-Alphabet, das mit „Artenvielfalt“ beginnt und mit „Zuwachs“ endet.

Fazit:

Eine Hommage an den Wald, der uns Menschen durch seine Vielfalt nützt und schützt, aber auch selbst ein wenig Schutz braucht. Gerne gebe ich diesem Buch 4 Sterne.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Penibel recherchiert und fesselnd erzählt

Gottes Plagen von Robert Preis

Mit diesem historischen Roman entführt uns Robert Preis in das Spätmittelalter, genauer gesagt in die Zeit Kaiser Friedrichs III. (1415-1493). Diese Epoche ist geprägt von Aberglauben, Hexenwahn, Türkeneinfällen, Feudalherrschaft sowie von Wetterkapriolen und dem Kampf um die Vormachtstellung der Kirche.

Der wortkarge und menschenscheue Kaiser in seinen Residenzen in Graz und Wiener Neustadt trägt sein eigenes Scherflein zu diesem düsteren Umfeld bei. Menschen zählen für ihn nicht, sondern sind häufig Figuren auf dem Schachbrett der Politik. Dazu tragen auch zahlreiche Günstlinge wie der Münzmeister von Graz, Balthasar von Eckenperg bei.

Über den Inhalt des Romans will ich nur so viel sagen:

Das Buch beginnt und endet mit der Enthüllung eines Freskos mit dem Titel „Gottesplagen“, das an der Außenseite des Grazer Doms gemalt worden ist. Schöpfer, des von den Grazer Bürgern gestifteten Bildes ist Thomas von Villach, ein bekannter Maler dieser Epoche.

Dazwischen liegen fesselnde Seiten von Krieg, Brandschatzung, Mord und Totschlag, eine ungewöhnliche Liebesgeschichte, zwischen einem Georgsritter und einer entmachteten Königin sowie die Sicht auf eine politisch höchst instabile Zeit und einen zaudernden Kaiser.

Robert Preis ist für seine peniblen Recherchen und seine opulente Erzählweise bekannt. Seine Leidenschaft gilt den Sagen und Mythen seiner Heimat Steiermark. Mit diesem historischen Roman, der uns in das Spätmittelalter führt, hat er sich einen großen persönlichen Wunsch erfüllt.

Geschickt verknüpft Robert Preis Fakten mit Fiktion. Dazu gibt es ein Personenverzeichnis, das die historischen Personen als solche kennzeichnet. Im Nachwort erklärt der Autor, an welchen Stellen er die (Welt)Geschichte der Dramaturgie des Buches wegen ein wenig geglättet hat. Ein Verzeichnis der wichtigsten Begriffe ergänzt diesen historischen Roman.

Fazit:

Ein historischer Roman, der das Hochmittelalter in der Steiermark höchst lebendig auferstehen lässt. Gerne gebe ich hier 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

regt zum Nachdenken an

Aussöhnung mit uns selbst und dem unvollkommenen Leben von Uwe Böschemeyer

Prof. Dr. Uwe Böschemeyer ist Psychotherapeut und Theologe ist der Entwickler der »Wertimagination« und der »Wertorientierten Persönlichkeitsbildung«. Er ist Leiter des Instituts für Existenzanalyse und Logotherapie sowie der Akademie für Wertorientierte Persönlichkeitsbildung und hat zahlreiche Bestseller verfasst.

Dieses Buch ist sein neuester Ratgeber, in dem er „den Mut zur Lücke“ empfiehlt, auch wenn er seinen Rat nicht so nennt. Niemand muss perfekt sein, dafür authentisch. Er gibt Anregungen, wie es uns gelingen kann, in Zeiten von Hass und Unsicherheit, sich selbst zu verändern.

In zwei großen Blöcken stellt er seinen Lesern Tipps und Tricks vor, wie es gelingen kann, mit sich und dem eigenen Umfeld ins Reine zu kommen. Natürlich gibt es dafür kein Patentrezept, doch Böschenmeyers Hinweise können ein Rüstzeug für die Bewältigung von Schwierigkeiten in alle Lebenslagen sein. So mancher bisherige Glaubenssatz kann durch einen neuen, positiven ersetzt werden.

Die wichtigste Botschaft ist meiner Ansicht folgende:

„Du darfst sein, wie du bist“

Fazit:

Ein kleines Buch zum Innehalten und zum Nachdenken, dem ich gerne 4 Sterne gebe.

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Rezensionen von C. P.:

Der Monster-Anwalt ermittelt wieder

Monsteranwalt von Royce Buckingham

Mittlerweile hat Daniel Becker sich selbstständig gemacht und betreibt seine kleine Kanzlei für besonders monströse Fälle. Unterstützung erhält er von Praktikant Phil sowie Hund Dennis. Neben vereinzelten kleineren Aufträgen der besonderen Art bittet ihn die Bürgermeisterin von Seattle um Hilfe: Bereits mehrere Schiffe sind auf unerklärliche Weise vor Seattle gesunken und Becker soll dieses Problem bitte klären, damit die Bürgermeisterin sich voll auf ihre Werbekampagne konzentrieren kann, die Eishockey-Mannschaft der Seattle Kraken in die Stadt zu bekommen.

Im zweiten Band darf man sich auf ein Wiedersehen diverser Charaktere des ersten Bandes freuen, sofern sie diesen überlebt haben. Neben Phil und Dennis sind z. B. auch Privatschnüfflerin Martina sowie Monster Brett wieder mit dabei. Zudem haben einige weitere interessante Wesen ihren Auftritt. Die kleine Kanzlei läuft mehr schlecht als recht: Klienten gibt es zwar genug, nur können Monster meistens nicht sonderlich viel zahlen, so dass Daniel Becker zunächst weiterhin auf seinem Hausboot wohnen muss. Dafür nimmt er sich immerhin wieder mehr Zeit für seine Tochter Lucy.
Diesmal geht es im Gegensatz zum ersten Band schnell spannend los, denn auf Daniel wird ein Anschlag verübt. Zudem empfand ich es als deutlich angenehmer, dass der Ich-Erzähler kein arroganter Großkotz mehr ist, auch wenn er weiterhin seine Macken hat. Die Interaktionen mit den anderen Charakteren sind diesmal deutlich vielseitiger, was in Bezug auf den Unterhaltungswert viel ausmacht. Die Handlung an sich gestaltet sich um einiges komplexer im Vergleich zum ersten Band. Und Daniel und sein Team kommen diesmal viel herum, wobei der Besuch einer ComicCon fast zu einem Cameo des Autors geführt hätte.
Mehr Spannung, mehr Spaß, der zweite Band des Monsteranwalts bietet neben aussergewöhnlichen Fällen und Wesen lustige Urban-Fantasy-Unterhaltung gleich von der ersten Seite an.

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Rezensionen von C. P.:

Seattle bekommt einen Monster-Anwalt

Im Zweifel für das Monster von Royce Buckingham

Anwalt Daniel Becker erfüllt zunächst jedes Klischee: Als karrieregeiler Unsympath glaubt er großkotzig, jeden Fall gewinnen zu können und ignoriert, dass sich Freunde und Familie längst von ihm abgewendet haben. Plötzlich steht ein alter Bekannter aus Kindheitstagen vor dem einsamen Workaholic: Das Monster, welches früher nachts unter dem Bett lauerte, benötigt nun seinen anwaltlichen Beistand, weil es des Mordes beschuldigt wird.

Gleich zu Beginn macht sich Daniel Becker mühelos unbeliebt bei den Lesenden: Scharf auf den Partner-Status einer angesehen Kanzlei teilt er Seitenhiebe auf seine KollegInnen aus, behandelt seinen eifrigen Praktikanten Phil herablassend und wirkt auch ansonsten bissig bis skrupellos. Als sein nächtliches Kindheitstrauma, besagtes Monster unterm Bett, plötzlich vor ihm steht, ahnt Daniel Becker noch nicht, dass dies der Start seiner späteren Karriere als Monsteranwalt ist. Tatsächlich schafft das Monster es, dass Daniel Becker es vor dem für Monster und Geister zuständigen Gericht vertritt. Mit dem Ergebnis, dass kurz darauf nicht nur weitere Wesen der Anderswelt um seine Hilfe bitten sondern er die Aufgabe erhält, den wahren Täter des Mordes zu ermitteln, welchen sein Monster nicht begangen hat. Dass seine eigentliche Anwaltskarriere mehr oder minder darunter zu leiden hat stört Daniel Becker von Tag zu Tag weniger.
Tatsächlich schafft der Autor es, dass der Monsteranwalt in spe auf dem Sympathiebarometer von unterirdisch auf erträglich hochklettert. Dies geht allerdings in langsamen Schritten voran und gewisse Zänkeleien mit seiner Ex-Frau empfand ich da doch eher als anstrengend. Mein erstes Highlight war das Monstergericht, welches Beckers Überheblichkeit das erste Mal den Wind aus den Segeln nimmt. Ebenso bringen die weiteren Klienten der besonderen Art eine gewisse Unterhaltung mit sich. Doch das Highlight ist, wie Becker sich nach und nach dazu durchringt, mit seinem Praktikanten Phil sowie der Privatermittlerin Martina als Team in Sachen Mordfall zusammen zu arbeiten. Und darüber seine eigentlichen Karrierepläne das erste Mal an zweiter Stelle stehen.
Der erste Band rund um Seattles Monsteranwalt Daniel Becker zieht sich zunächst ein wenig, wobei der Unterhaltungswert sich diametral zur Arroganz des Protagonisten verhält: Je weiter man liest, desto unterhaltsamer wird es.

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Rezensionen von C. P.:

Märchenmorde in Berlin: Die Jagd beginnt

Rotkäppchen lügt von Elias Haller

Nora Rothmann ist bei ihren Kolleginnen und Kollegen des LKA Berlin nicht sonderlich beliebt. Ein Grund dafür ist, dass sie interne Korruptions- und Betrugsfälle untersucht und hierbei sehr akribisch vorgeht. Die neuesten Vorwürfe gehen gegen den mittlerweile pensionierten LKA-Präsidenten: Hat Wilhelm Tuchfeldt wirklich die Manipulation wichtiger LKA-Akten ermöglicht? Nach der Konfrontation mit diesen Anschuldigungen überschlagen sich die Ereignisse, es gibt mehrere Mord- bzw.

Todesfälle. Innerhalb dieser Ermittlungen taucht wiederholt das Thema Wolf bzw. Wolfsmaske auf, ebenso wirken einige Bluttaten wie nach einem bestimmten Schema inszeniert. Gibt es eine Verbindung zum inhaftierten Serienmörder, dem Wolf von Berlin?
Rotkäppchen lügt ist der erste Band einer Thriller-Trilogie rund um von Grimms Märchen inspirierten Bluttaten. In einem zunächst undurchschaubaren Meer an Lügen und Korruption versucht die 33-jährige LKA-lerin Nora Rothmann, alte und neue Bluttaten aufzuklären, welche in Zusammenhang zueinander zu stehen scheinen. In manchen Situationen kommt ihr hierbei ihre Jagdausbildung zugute, welche sie von ihrem Vater erlernt hat, bevor ihre Familie damals ebenfalls einer Bluttat zum Opfer fiel. Rangiert die Ermittlerin beim LKA eh bereits im unteren Bereich der Beliebtheitsskala unter ihren KollegInnen, kommt hier nun erschwerend hinzu, dass sie bald nicht mehr weiß, wem aus den eigenen Reihen sie noch trauen kann.
Der Fall bzw. die Fälle wirken zunächst völlig unüberschaubar, wobei es eine zeitlang so aussieht, als würde der Täter eine regelrechte Blutspur hinter Nora Rothmann hinterher ziehen, wodurch Nora teilweise selbst unter Verdacht gerät. Diverse Märchenelemente sowie vorerst mysteriös bis brutal wirkende Einschübe aus Tätersicht bieten zusätzliches Material zum Mitspekulieren. Zum Ende des ersten Bandes gibt es einen Teilerfolg, das große Thema der von den Grimmschen Märchen inspirierten Morde läutet hingegen die nächste Runde für Band zwei ein. Die Spannung ist durchgängig hoch, kurze Kapitel, eine zügige Handlung und regelmäßige Szenenwechsel sorgen für angenehmen Lesegenuss.
Spannend, unvorhersehbar und bisweilen brutal startet der erste Band der Trilogie rund um Korruption und märcheninspirierte, sadistische Bluttaten rund um Berlin.

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Rezensionen von C. P.:

Brisante Details und starke Emotionen

Das schwarze Element - Folge 3 von Nicole Böhm

Im dritten Band der Reihe werden die Regler für Spannung und Emotionen voll auf Anschlag gedreht. Rose und Alec müssen nach ihrer Rückkehr von den Ereignissen im Lagerhaus berichten, welchen sie nur knapp entkommen konnten. Zudem macht Rose eine Entdeckung, welche sie emotional an ihre Grenzen bringt.

Zur gleichen Zeit kämpft sich Matt weiterhin aus seinem Seelentief. Unterstützung erhält er unerwartet von Bishop, dem er damals im Gefängnis bei dessen Panikattacken geholfen hat.
Allein diese Handlungsstränge sind schon für sich genommen wieder sehr spannend und mitreißend. Was mich in dieser Folge besonders in den Bann gezogen hat waren die brisanten Details rund um Lionsgate, der Firma, welche die Studie an Matts Bruder Vincent finanziert, sowie gewisse Szenen, in denen das Schwarze Element seine ersten Machtspielchen zeigt.
Ein packender dritter Band, in welchem neue Details und Sichtweisen hinzukommen und der auch emotional für manche Charaktere recht heftig ausfällt.

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Rezensionen von Geschichtendrache:

Schaurige Gespenster und ein spannender Hexenkongress

Petronella Apfelmus - Burggespenst und Hexensümpfe (Band 11) von Sabine Städing

Das erwartet einen bei dem neuesten und elften Teil von Petronella Apfelmus - Burggespenst und Hexensümpfe, von der Autorin Sabine Stäbing. Ich durfte das Hörbuch, gesprochen von Nana Spier, hören. Dankeschön an das Team der Lesejury.

Worum geht es?
Der Herbst ist da und die Apfelernte steht vor der Tür.

Leider kann Petronella dieses Jahr nicht mithelfen, weil sie zu einem Hexenkongress in den Hexensümpfen eingeladen ist. Unterdessen fahren die Zwillinge Lea und Luis auf Klassenfahrt zu einer Burg, wo es spuken soll. Für die kleinen Geisterjäger wird es ganz schön brenzlich, doch zum Glück können sie gerade noch rechtzeitig Verstärkung rufen.

Meine Meinung:
Die altbekannten Charaktere Lea, Luis und Petronella Apfelmus stehen natürlich wieder im Mittelpunkt. Die Apfelmännchen und der Hirschkäfer Lucius kommen dagegen dieses Mal etwas kürzer. Dafür gibt es einige neue Charaktere mit teilweise sehr lustigen Namen, zum Beispiel Tante Müffel.

Die Handlung ist spannend und schaurig zugleich, also nichts für ängstliche Kinder.
Deshalb ist meiner Meinung nach die Altersempfehlung mit 8 Jahren sehr passend gewählt.
In meinen Augen ist es ein sehr gelungenes Buch/Hörbuch. Besonders gelungen finde ich, den Zusammenhalt der Kinder in der Klasse von Lea und Luis. Auch wenn sich ein Kind etwas nicht traut, wird es nicht ausgelacht oder ausgegrenzt, sondern es wird eine andere wichtige Aufgabe für es gefunden. Eine Sache stört mich leider schon. Die Rabenhexe Hexobine Höckerbein schleicht sich beim Hexenkongress ein, stiehlt einen goldenen Hexenzopf, damit ihr eindringen nicht auffällt und dann lügt sie auch noch. Als sie dann doch auffliegt, wird sie nicht bestraft, sondern sogar belohnt, weil sie den goldenen Hexenzopf, der von einer unachtsamen Gebirgshexe verloren wurde, gerettet hat. Deshalb darf sie ihn behalten. Nachdem vorher erwähnt wurde, dass die Oberhexe, die den goldenen Hexenzopf verleiht, eine gute Freundin von Hexobine ist, machen die Kinder hier erste Bekanntschaft mit „Vetternwirtschaft“. Mir als Elternteil gefällt diese Entscheidung überhaupt nicht und ich hätte auf eine andere Lösung gehofft.
Toll fand ich, wie sich die beiden Handlungsstränge, die immer abwechselnd erzählt werden, dann überschneiden. So wurden dann doch aus zwei Geschichten wieder eine.

Die Sprecherin Nana Spier kannte ich schon von anderen Petronella Hörbüchern. Auch bei diesem überzeugt sie mit der unterschiedlichen Sprechweise der verschiedenen Charakteren. So kann man der Geschichte leicht folgen. Sie spricht sehr abwechslungsreich und betont an den richtigen Stellen. Ihre angenehm raue Stimme, die perfekt zu der herbstlichen Hexengeschichte passt, macht es möglich, auch das ganze Hörbuch auf einmal durchzuhören.

Fazit
Für die neueste, gruselige Geschichte von Petronella Apfelmus und ihren Freunden, vergebe ich, passend zur Herbst- und Halloweenzeit, 4 von 5 Hexenhüten.

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