Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Petra Sch.:
berührendes Drama über eine Mutter-Tochter-Beziehung mit einigen Längen
Paradise Garden von Elena Fischer
3,5 Sterne
Die 14jährige Billie, die eigentlich Erzsébet heißt, plant DEN Sommer mit ihrer Mutter: aufgrund eines Gewinns haben sie zum ersten Mal Geld, um auf Urlaub zu fahren.
Doch dann kommt Billies Großmutter aus Ungarn, die sie nicht kennt. Weil sie angeblich sterbenskrank ist. Und Billies Mutter sie dahaben will, auch wenn sie sie nicht mag und deshalb schon mit 14 von zuhause abgehauen ist.
Der Urlaub fällt somit ins Wasser.
Und dann passiert das Allerschlimmste, was einem Kind passieren kann: es gibt einen Streit, einen Unfall, und Billie verliert ihre Mutter.
Billies Welt wird eindrücklich dargestellt: die Liebe zu ihrer Mutter Marika, die alleinerziehend ist und mit viel Phantasie Billies Leben bunt macht und somit das fehlende Geld ausgleicht. Kein Wunder, dass sich beide riesig freuen, bei einem Preisausschreiben gewonnen zu haben, um endlich wirklich in Urlaub fahren zu können - und nicht wie bisher nur die Liegestühle auf den Laubengang ihrer Hochhauswohnung zu stellen.
Und was sich ihre Mutter alles einfallen hat lassen, um mit dem bisschen Geld durchzukommen, trotz zweier Jobs. Es war sooo traurig, dass die beiden am Monatsende nur mehr Nudeln mit Ketchup gegessen haben.
Die Charaktere sind detailliert dargestellt, auch die Nachbarn Luna und Ahmed, deren Freundschaft die große Herzenswärme und Hilfsbereitschaft auszeichnet.
Und besonders die ungarische Großmutter, die an allem etwas auszusetzen hat.
Allerdings kann ich das Verhalten von Billies Mutter soo oft nicht nachvollziehen. Warum verschweigt man seinem Kind wichtige Dinge? Ja, auch wenn es einem wehtut, daran zu denken, aber ein Kind hat die Wahrheit verdient.
Noch dazu, wo der Leser im Lauf der Geschichte Einiges erfährt, fragt man sich , warum Marika nichts über ihr Leben an der Nordsee erzählt hat? Auch den Grund für ihr Verschwinden von dort bzw. das Schweigen kann ich absolut nicht nachvollziehen.
Als dann Billies Mutter stirbt, und auch der Grund dafür, ist einfach nur sooo traurig, man fühlt mit Billie soo sehr mit. Sie trauert so sehr, dass ihr sogar die Haare ausfallen.
Dass sie von ihrer Großmutter weg will, kann man total nachvollziehen, und selbstverständlich auch, dass sie sich auf die Suche nach ihrem Vater macht, von dem sie ja überhaupt nichts weiß.
Allerdings war es sehr absurd, dass ein Teenager mit einem alten Nissan allein quer durch Deutschland fährt, ohne aufzufallen. Und wer kann mit 14 schon so gut Auto fahren, um keinen Unfall zu bauen? Das fand ich sehr unglaubwürdig. Ebenso, dass der Jäger, der sie 'erwischt' hat, einfach weiterfahren lässt...
Im Mittelteil war die Geschichte etwas zäh, doch als Billie endlich an der Nordsee ankommt und glaubt, ihren Vater zu finden, wird es wieder fesselnd. Man fiebert wieder total mit.
Und das halboffene, schöne Ende hat einen mit der Traurigkeit der ersten Hälfte versöhnt.
Dafür, dass es auf der Longlist für den Buchpreis war, hatte ich mir doch etwas mehr Tiefgang erwartet.
PS. Gestört haben mich die deutsch/englischen Namen der Islandpferde. Islandpferde bekommen nämlich immer isländische Namen.
Fazit:
Ein berührendes Drama über eine Mutter-Tochter-Beziehung mit einigen Längen im Mittelteil, einer unglaubwürdigen Autofahrt quer durch Deutschland, aber einem Ende, das versöhnt.
Rezensionen von Iomarmi:
ENTKÖRPERT
Entkörpert von Christoph Gschoßmann
Puuh, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. „Entkörpert“ hat mich absolut unvorbereitet getroffen. Angefangen bei der Grundidee (die einfach genial ist), dem Schreibstil (an dem ich alles geliebt habe) und der Storyline (die mich abends viel zu lange wachgehalten hat).
Wir sind im Jahr 2095.
Die Welt wie wir sie kennen, gibt es nicht mehr. Jede Nacht trennen sich Körper und Geist voneinander, wenn man dies nicht verhindern kann. Teenager Luka lebt in der “Einheit”, die die Menschen vor der Außenwelt und vor Körperdieben schützen soll. Doch was verbirgt sich hinter den Mauern der Einheit? Nachdem Luka zwei Körperdiebe enttarnt, gerät seine Welt aus den Fugen.
Christoph Gschoßmanns Debütroman ist eine einzigartige All-Age Dystopie, die mit düsterer Grundstimmung, den interessanten Charakteren und den unerwarteten Twists überzeugt. Ich musste die Geschichte ein paar Tage sacken lassen und über das Gelesene noch viel nachdenken.
Entkörpert ist absolut genial und ein wahnsinniger Pageturner. Ich habe jedes Wort aufgesaugt und meine eigenen Theorien aufgestellt. Wieso? Weshalb? Kann man den Menschen trauen? Kann man die Welt in Gut und Böse einteilen? Und auf welcher Seite stehen wir?
Von mir gibts eine rieeeeesige Leseempfehlung und verdiente 5/5 ⭐️! Ich freue mich schon unheimlich auf die Fortsetzung und bin gespannt, wohin uns der Weg führt.
Rezensionen von Anno:
Bildgewaltig
Nordlicht - Das Orakel von Malin Falch
ja, ich liebe den Stil dieser Comic-Serie ungemein! Die Illustrationen sind wunderschön, auch detailliert gezeichnet und farbintensiv dargestellt, wobei die Farben zudem wunderbar atmosphärisch eingesetzt werden um z.B. die Magie darzustellen. Und dennoch erzeugt dieser bildgewaltiger Erzählstil auch ein Dilemma in mir.
Denn die zahlreichen Bilder bringen die Handlung nicht so recht voran. Was dazu führt, dass auch hier im aktuellen Band das Geschehen nur ein paar wenige Tage umfasst und Aktionen nur angerissen werden, deren Verläufe und Zusammenhänge allesamt noch offen bleiben.
Während das erste Band den Prolog der Geschichte liefert und erzählt, wie Sonja nach Jotundalen gerät und dort erste Bekanntschaft knüpft, erfährt man im aktuellen Band nun etwas mehr über die Vorgänge und Bewohner des Landes. Der nordische Stil ist hier unverkennbar und auch der magische Anteil der Handlung bekommt etwas mehr Gewicht. Nordische Gottheiten und deren Mythologie sind jedoch nicht Teil der Geschichte.
Für mein Empfinden beginnt mit Band 2 das Abenteuer erst so richtig, vermute aber, dass es noch einige Bände benötigen wird um ganz darin eintauchen zu können. Dafür war der Handlungsverlauf einfach noch zu kurz.
Rezensionen von Gaby 2707:
Wenn Abenteuerlust und Mut zusammen treffen
Der kleine Raubdrache (Bd. 2) von Dagmar H. Mueller
Der kleine Drache, der Prinzessin Caramela von Tiefentauch- und Perlensee in sein Drachendorf entführt hat, soll sie nun wieder zurück zu ihren Eltern ins Schloss Tiefentauch- und Perlensee bringen. Die Prinzessin, die sich geweigert hat von einem Prinzen gerettet zu werden, hat den Urlaub im Drachendorf sehr genossen.
Aber nun hat sie Heimweh. Und sie will nicht in den Klauen des kleinen Drachen reisen. Nein, sie will auf der Reise vieles sehen und vor allem Abenteuer erleben.
Was den Beiden auf ihrer langen Reise alles passiert, wie sie reisen und wen sie treffen, das hat Dagmar H. Mueller in diesem Buch kindgerecht mit ganz viel Spannung und noch mehr Humor niedergeschrieben. Wir lieben die ausgedachten Spaßworte, die extra stark aus dem Text heraus gehoben sind und die immer wieder zum Lachen reizen. Der große Wortschatz regt zum lernen neuer Worte an, die wahrscheinlich hier und da noch erklärt werden müssen.
Es geht um Freundschaft, Hilfsbereitschaft, Durchsetzungsvermögen, Stärke, Mut, Nein sagen und auch Angst. Ganz viele Gefühle werden hier angesprochen und verarbeitet. Der kleine Raundrache, der gar keiner sein will, und die abenteuerlustige Prinzessin, die genau weiß, was sie will, sind ein tolles Team.
Die wundervollen zum Teil ganzseitigen Illustrationen von Sabine Rothmund ergänzen die Geschichte auf ganz bezaubernde Weise.
Ein wundervolles Buch für Kinder ab 5 Jahren, das Spannung und Humor vereint. Mir, der Vorleseoma, hat es sehr gut gefallen.
Rezensionen von rainbowly:
Mitreißend
Starling Nights 1 von Merit Niemeitz
Inhalt
Mabel möchte eigentlich einfach nur in Ruhe in Cambridge studieren. Aber als ihre beste Freundin Zoe sie mit zu einer Party ihres neuen Freundes nimmt, kommen ihre diese Leute, mit denen sie da zusammen trifft, direkt seltsam vor. Als sie beginnt Nachforschungen anzustellen verstrickt sie sich immer weiter in die Geschichte der Studentenverbindung, die sich „Bund der Stare“ nennt, und ihre Situation wird immer gefährlicher.
Sprache
Ich liebe, liebe, liebe einfach Merit Niemeitzs Schreibstil. Es zieht mich sofort in die Geschichte. Sie schreibt sehr poetisch, mit vielen Wortbildern und ganz großartigen Beschreibungen.
Auch die Story hatte alles was ich mag: Starke Protagonisten, tolles Setting, Spannung und Rätsel.
Ich habe den Zauber, den Cambridge verbreiten soll, gespürt. Und ich habe es geliebt mit Mabel in die Geschichte der Stare einzutauchen. Es war beklemmend, es war spannend, es war gruselig. Ich hatte wirklich bis zur Auflösung keine Ahnung, was hinter den seltsamen Geschehnissen in Verbindung mit den Staren steckt. Und gerade diese Ungewissheit hat für mich den besonderen Reiz dieser Geschichte ausgemacht. Ich hatte viele Theorien, aber keine hat sich bewahrheitet. Leider hat mir die Auflösung aber nicht so gut gefallen. Es hat alle Fragen perfekt beantwortet, es war logisch, aber ich mochte die Wendung, die die Geschichte dann genommen hat, einfach nicht so gern.
Es gibt natürlich auch eine Liebesgeschichte. Die mochte ich bis zur Wendung sehr gern. Die Anziehung zwischen Cliff und Mabel war spürbar. Ich konnte aber auch die Vorbehalte der beiden nachvollziehen, warum sie sich nicht aufeinander einlassen wollten.
Obwohl es noch einen zweiten Band der Starling Nights gibt, ist die Geschichte an sich abgeschlossen. Es gibt einige ungeklärte Nebenerzählungen, aber das große Geheimnis ist gelüftet und der zweite Band bekommt auch neue Protagonisten.
Charaktere
Mabel ist toll. Sie ist tough, sie ist neugierig, sie hat schon viel erlebt und hat deshalb einige Mauern um sich herum errichtet und lässt nur wenige Menschen an sich heran. Doch ihre engen Freunde sind ihr dann auch besonders wichtig. Sie möchte sie mit allen Mitteln schützen.
Cliff ist schwer zu durchschauen. Man weiß, dass er zu den Staren gehört, doch man weiß auch, dass er nicht all ihr Handeln gut heißt. Man weiß aber nicht warum er anders ist und warum er sich nicht von der Clique abwendet. Und obwohl man auch aus seiner Sicht liest, bewahrt er seine Geheimnisse sehr gut.
Fazit
Ich mochte die Stimmung und die Erzählart der Geschichte unglaublich gern. Die Auflösung war überraschend und logisch, aber nicht nach meinem Geschmack. Trotzdem absolute Leseempfehlung!
Rezensionen von Bücherwurm78:
Spannend bis zum Schluss
Mit kalter Präzision von Michael Tsokos
Dr. Sabine Yao, Rechtsmedizinerin beim BKA, wird zu einem Tatort gerufen. Die Ehefrau des sehr bekannten Berliner Schönheitschirurgen Roderich Kracht wurde in ihrer Villa stranguliert aufgefunden. War es Mord? Und was ist mit dem wasserdichten Alibi von Kracht?
Dieser Rechtsmedizin-Thriller ist der Auftakt zu einer neuen Reihe um Dr.
Sabina Yao. Nachdem ich dieses Buch gelesen habe freue ich mich jetzt schon auf neue Fälle. Der Thriller war von Anfang bis zum Ende hin spannend. Und das trotz der Tatsache, dass eigentlich schon schnell fest stand wer der Mörder war. Es ist sehr flüssig geschrieben, es gab für mich keine langweiligen Passagen im Text. Michael Tsokos versteht es, seine Leser ans Buch zu fesseln. Man darf aber keine zu schwachen Nerven haben für die zum Teil sehr ins Detail gehende Erklärungen der Obduktionen.
Die Hauptdarstellerin Dr. Sabine Yao kommt bei mir als Leser sympathisch an, auch wegen ihrer privaten Probleme um ihre Schwester Mailin.
Fazit: Klare Leseempfehlung für Thriller-Fans, ich freue mich schon auf den nächsten Fall.
Rezensionen von Kwinsu:
Eine kurzweilige Reise in die Welt der Vögel
Die Superkräfte der Vögel von Silke Hartmann
Vögel haben Superkräfte, ja klar – sie können schließlich fliegen! Dass das aber nicht ihre einzige Superkraft ist, davon überzeugt uns Silke Hartmann in ihrem kurzweiligen Buch „Die Superkräfte der Vögel“. Dabei betrachtet und erläutert sie in 16 Kapitel unterschiedliche Fähigkeiten von vorwiegend in Deutschland vorkommenden Vogelarten.
Neben dem Fliegen, dem Singen oder der Schönheit unterschiedlicher Flugtiere, finden auch außergewöhnliche Begabungen im Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten ihr Gehör. Aber auch solche „Fähigkeiten“, welche die Gefiederten durch ihre bloße Existenz aufwarten können – nämlich Verzaubern und Heilen – werden erwähnt. Hiermit ist schlicht gemeint, dass sie uns bei ihrer bloßen Betrachtung verzaubern und auch „heilen“ können – Studien haben nämlich herausgefunden, dass das Beobachten und das Zuhören von Vögeln und ihrem Gesang positive Auswirkung auf die psychische Gesundheit von Menschen hat. Besonders imponierend ist auch der 6. Sinn der Vögel – schließlich können sie mit ihrem inneren Radar über tausende Kilometer hinweg ihre Brutnester wiederfinden. In weiteren Kapiteln wird noch die Größe, die Tarnung, die Intelligenz, das Sozialverhalten und die Resilienz des Federviehs thematisiert.
Um ehrlich zu sein, ist es mir zu Beginn schwer gefallen in das Buch hineinzukommen. Einerseits irritierte mich der umgangssprachliche und „lässige“ Ton des Geschriebenen – beispielsweise Überschriften wie „Vögel sind supercool“ oder „Wissenschaft, Baby!“ oder Sätze wie „Sie fallen vielen Menschen erst auf, wenn sie mitten in der Nacht von ihrem Geträller geweckt werden, sie ihnen das Auto und die Gartenstühle vollkleckern oder gegen die Wohnzimmerscheibe knallen. […]“ – womit sie zwar recht hat, trotzdem wehrte sich etwas in mir gegen diese einfache Sprache. Anderseits sorgten die hervorgehobenen Sätze irgendwo auf der Seite – Wiederholungen aus dem Text, die an anderer Stelle in Großbuchstaben und mit Illustrationen versehen, abgedruckt wurden, für Irritation. Mit dem Schreibstil konnte ich mich dann aber schnell anfreunden und empfand ihn schlussendlich als angenehm. Die Hervorhebungen bzw. Wiederholungen haben mich aber bis zum Schluss gestört. Auch bei den Illustrationen bzw. dem Layout des Buches bin ich mir nicht sicher, ob es mir nicht zu überladen ist. Die Illustrationen sind wirklich sehr nett gezeichnet, aber mir wäre es fast lieber gewesen, wenn anstatt der illustrierten Frau, die eine durchs ganze Buch begleitet und eben diese Wiederholungssätze neben sich hat, mehr Inhalt wäre. Ein wenig schade finde ich es auch, dass die Zeichnungen alle in Rot-Schwarz-Weiß gehalten sind - die Farbgebung ist für meinen Geschmack etwas aggressiv und schmälert die Tatsache der Buntheit der Vogelwelt.
Rein inhaltlich finde ich „Die Superkräfte der Vögel“ aber sehr gelungen! Es ist erstaunlich, welche Talente es in der Vogelwelt gibt und wie unterschiedlich diese bei verschiedenen Arten ausgeprägt sind! Die Autorin versucht mit großer Leidenschaft so viele Aspekte wie möglich aufzuzeigen und gibt einen guten Überblick über die Fülle an Fähigkeiten unserer gefiederten Freunde. Da ich mich sehr für Vögel interessiere, bin ich definitiv dazu angeregt worden, mich in verschiedene Thematiken näher einzulesen, beispielsweise über ihr Sozial- und Zugverhalten oder über die Schwarmintelligenz. Dazu gibt es dankenswerterweise am Ende des Buches eine kleine Liste mit empfohlenen Büchern.
Wer sich für Vögel interessiert und sich einen ersten und vor allem kurzweiligen Überblick über diese vielfältige Tierart verschaffen und dies ohne wissenschaftliche Hochsprache tun möchte, sollte durchaus zu „Die Superkräfte der Vögel“ greifen.
Rezensionen von Hennie :
Eiskalter Mörder am Werk
Die eiskalte Kammer: Thriller von Catherine Shepherd
Der neue Thriller „Die eiskalte Kammer“ aus der Reihe mit der Rechtsmedizinerin Julia Schwarz und dem Kriminalkommissar Florian Kessler beginnt ebenso wie die vorherigen sehr spannend und mit Szenen, die mich gebannt am Lesen halten. Sofort war ich wieder mitten im Geschehen.
Dieses Mal geht es um junge, attraktive Frauen mit langen dunklen Haaren, die spurlos verschwinden und nach längerer Zeit auf mysteriöse Weise tot und scheinbar äußerlich unversehrt wieder auftauchen.
Für die Ermittler um Florian sowie für Julia und Lenja aus der Rechtsmedizin gilt es harte Nüsse zu knacken. Hier ist wieder ein skrupelloser, eiskalter Mörder am Werk, der die schönen Frauen zu Tode „spielt".
Der Aufbau dieses Thrillers ist ähnlich wie die anderen. Zum wiederholten Mal narrte mich Catherine Shepherd mit den vielen verdächtigen Männern, um dann zum fulminanten Ende den Täter aus dem Hut zu zaubern! Auch die privaten Seiten der Ermittler werden prima mit eingebunden. Julia und Florian, die Hauptfiguren, sind nun Eltern einer Tochter und vor allem Julia ist gefordert, Beruf, Kind und Familie in Einklang zu bekommen.
Mir gefallen die Bücher der Autorin auch deshalb, weil sie die Handlung, die Abläufe, die Charakterisierung der Personen mit einfachen Worten beschreibt. Im Nachhinein löst sich alles schlüssig auf.
Fazit:
Ich hätte gerne von Anfang bis Ende ohne Unterbrechung durchgelesen!
Empfehlenswert für alle Fans der spannenden Unterhaltung.
Meine Bewertung: Fünf von fünf Sternen!
Rezensionen von froschman:
Ist sie es wirklich?
Eine glückliche Familie von Jackie Kabler
Als alleinerziehende Mutter kümmert Beth sich liebevoll um ihre beiden Kinder. Sie selbst wurde ohne Vorwarnung von ihrer Mutter im Alter von 10 Jahren verlassen! Beths Vater kümmerte sich um die kleine Beth, so gut es ging. Nach einem Schlaganfall lebt ihr Vater im nahen Pflegeheim, sie besucht ihn nahezu täglich
Eines Tages steht auf einmal eine unbekannte Frau an der Tür und behauptet, Beths Mutter zu sein.
Sie entschuldigt sich für ihr damaliges Verhalten und wird von Beths Familie aufgenommen. Im Lauf der Zeit zieht sich Beth von ihren Freundinnen zurück, da ihre Mutter einen Keil zwischen sie treibt. Sie verlegt ihre Schlüssel, die Heizanlage funktioniert nicht richtig, immer mehr Probleme tauchen auf.
Doch Beth trägt ein dunkles Geheimnis mit sich, und das seit ihrer Schulzeit. Wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt?
Jackie Kabler hat mit diesem Roman einen Krimi geschrieben, der flüssig geschrieben und leicht zu lesen ist. Die Spannung wird immer wieder aufgebaut, einige Wendungen überraschen. Bei einigen Szenen glaubte ich, Beth schütteln zu müssen, damit sie munter wird und die Vorgänge richtig erkennt. Aber trotzdem ein gelungener, zumeist unblutiger Krimi, der Lust nach mehr macht.
Rezensionen von marianna_thielsch@gmx.de:
Dröge Erzählung
Eigentum von Wolf Haas
Wolf Haas schreibt sich wenige Tage vor dem Tod seiner Mutter ihre Erinnerungen von der Seele. Ihr Leben, geboren 1923, scheint eine einzige Aneinanderreihung von Entbehrungen und einer Verbitterung darüber, die ihren Sohn sehr geprägt hat. Dies wird in der Erzählung sehr deutlich und zeigt sich gut in seinen spitzen und humoristischen Bemerkungen.
In der Art, wie er schreibt, bildet sich das Wesen seiner Mutter ab. Da ist ihr ewiges "sparen, sparen, sparen" und ihre Erzählungen von "früher", die wie ein Tänzchen sind: ein Schritt vor und zwei zurück. So braucht es einen ganzen Absatz um etwas zu vermitteln, was auch gut in einem Satz untergebracht werden könnte. Alles erstreckt sich mehr, als es müsste und verdeutlicht gerade dadurch die Mühen eines alten Menschen Erinnerungen in Worte zu packen. Alles widerholt sich bis ins Endlose, zieht Schleifen, fast wie in einem Gedicht. Haas benennt sogar im Laufe der Erzählung Gründe für die Widerholungen. Hinzu kommt, dass er viel östereichische Mundart unterbringt. Sprachlich ist die Erzählung also anregend, aber vorallem anstrengend.
In der Erzählung wird nicht nur der Kampf seiner Mutter mit den schwierigen Lebensbedingungen deutlich, sondern auch sein Wunsch nach Befreiung von dieser Prägung, aber auch seine Wertschätzung für seine Mutter. Er sucht Trost.
Dabei geht er immer wieder in die Vergangenheit seiner Mutter. Manchmal bin ich über die unerwarteten Wechsel zwischen den Zeiten und den Erzählperspektiven gestolpert und musste mich erstmal wieder orientieren. Spannung kam dabei nicht auf. Ich hätte nicht erwartet, dass sich die 160 Seiten so lang ziehen.
Authentische Erzählung über eine Mutter, geboren 1923 rückblickend kurz vor ihrem Tod. Stilistisch authentisch, aber anstrengend und langatmig.











