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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Daggy:

Laternenzug bei Lieselotte

Laterne, Laterne, Lieselotte! von Alexander Steffensmeier

Auf dem Bauernhof von Kuh Lieselotte soll es auch einen Laternenzug geben. Lieselotte wartet mit ihrer Mond-und-Sterne-Laterne auf die beiden Schweine sind auch dabei und dann kommt noch die ganze Schar Küken und Hühner. So geht es durchs Tor auf die Wiese. Schnell kommt noch das Pony dazu, aber ihm fehlt die Laterne, zum Glück bringt die Ziege ihm eine mit.

Dann fehlen nur noch der Postbote und die Bäuerin und dann werden die Lichter angezündet und es geht los.
Die Tiere auf dem Bauernhof sind wieder wunderschön gezeichnet und die Reime lesen sich so leicht weg, wie ich es mag.

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Rezensionen von Daggy:

Zauberhaft und magisch

Das Weihnachtswuschel von Katja Reider

Niedlich sieht er aus, der kleine Hund auf dem Cover. Fiete der kleine Fuchs ist im Wald unterwegs und hört, wie sich die anderen Tiere streiten und das obwohl morgen Weihnachten ist. Der Dachs beschwert sich, weil keines der Tiere Nüsse aus seinem Vorrat für den Weihnachtsschmaus hergeben möchte.

Aber auch sonst klappt es nicht mit den Vorbereitungen. Doch da hören die Tiere ein Weinen und sie finden einen kleinen zottigen Hund im Schnee. Sofort sind alle bereit von ihren Nüssen und anderen Leckereien etwas abzugeben, um den Hund aufzupäppeln. Alle wachen über den Kleinen, als er einschläft und kümmern sich liebevoll um ihn.
Wie schön, dass die streitenden Tiere so volles Mitgefühl sind und ihren Streit vergessen und einfach nur helfen. Das kennt man ja auch von Streitereien unter Geschwistern. Die Tiere sind unbekleidet, sammeln aber Brennholz für ein Feuer und trinken Weihnachtspunsch. Die Zeichnungen sind sehr schön und man kann den Tieren ihre Gefühle gut ansehen. Der Text ist gut zu lesen, aber nicht so ganz kurz.

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Rezensionen von Daggy:

Nachhaltigkeit auch an Weihnachten

Das Jahr, in dem Weihnachten (fast) ausfiel von Katja Alves

Pfiffig sehen sie aus, die vier auf dem Cover. Und auf den ersten Seiten werden sie uns auch vorgestellt. Da ist zunächst Klara, die uns auch ihre Geschichte erzählt, die sieben Tage vor Weihnachten beginnt. So viele Türchen muss sie nämlich noch aufmachen an ihrem Adventkalender. Während Luzis Eltern schon mit den Vorbereitungen für Weihnachten beschäftigt sind, tun Klaras Eltern so, als ob nicht wäre.

Die Mutter ist sehr mit ihrer Arbeit beschäftigt und der Vater muss sich um das Baby kümmern. Klara hätte lieber eine große Schwester, mit der sie schon etwas anfangen könnte, aber Papa sagt: „Geschwister sind am Anfang immer klein.“ Und Papa sagt auch „Dieses Jahr feiern wir ohne viel Aufwand.“
So wird das Weihnachtfest am Ende ein nachhaltiges. Es gibt einen Baum für das gesamte Haus auf dem Hof, für die Wohnung reicht ein Gummibaum geschmückt mit Ohrringen. Am Ende des Buches gibt es Tipps für nachhaltige Weihnacht und das Rezept für Luzis vegane Plätzchen, die auch ohne Backen gut schmecken.
Sicher ist es richtig, dass wir bei allem, was wir machen auch die Nachhaltigkeit im Auge halten sollten, ich muss aber sagen, dass ich das doch etwas karg finde. Das Buch liest sich mit seinen acht kurzen Kapiteln in großer Schrift und mit vielen tollen, bunten Bildern sehr schön. Warum allerdings Klaras Haare hellblau sind, wundert mich schon ein wenig und es wird sicher auch Fragen aus der Zuhörerschaft geben.

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Rezensionen von Jenny Lal:

Humorvolle Ännäherung an das Thema Mental Health

Das Jahr, in dem Weihnachten (fast) ausfiel von Katja Alves

Humorvoll und mit Tiefgang wagt die Autorin sich an das Thema Angststörung. Für viele ein tabu Thema oder etwas das ausgeklammert oder sogar runtergespielt wird, nicht so aber von Lea die selber an einer Angststörung leidet. Regelmäßig gibt sie auf ihrem Instagram Account Einblicke in ihr Leben und rund um das Thema mental Health.

„Aber vielleicht wird auch alles gut“ von Lea Melcher war mein zweiter Roman der Autorin. Innerhalb von einem halben Tag habe ich den Roman förmlich inhaliert. Das Buch über Emilia ist im Jahr 2021 erschienen und ich kann es nicht fassen, dass es noch keine einzige Rezension auf Goodreads hat und warum es noch keine deutsche Verfilmung gibt!

Zum Buch:

Die Protagonistin leidet an einer Angststörung und kann seit vier Jahren kaum mehr einen Schritt vor die Tür setzen. Nach einer Auseinandersetzung mit ihrer Schwester, entscheidet sie sich gezwungenermaßen dazu eine Therapie zu beginnen. Bei ihrem ersten Besuch in der Praxis von ihrem Therapeuten Dr. Struwe kommt es zu einer Verwechslung auf einmal findet sich Emilia in einer Paartherapie wieder. Ihr vermeintlicher Partner Jakob, möchte sich von den Schatten seiner Vergangenheit befreien. Für ihn ist es ganz klar Schicksal das er am Tag seiner ersten Therapiesitzung auf Em trifft. Em und Jack die eine gemeinsame Geschichte haben.

Der Roman ist so schön und ich habe von Anfang mit Em mitgefühlt. Was mir auch so gut an diesem Roman gefällt ist das das Ende viel offen lässt, wie das echte Leben.

‚Ich spüre, wie mein Herzschlag sich beschleunigt. Ich könnte mitten im Laden eine Panikattacke bekommen. Das ist das, wovor ich eigentlich Angst habe, und es tut weh, dass ich es weiß. Nicht vor der Milch, die in alle Richtungen davonläuft, fürchte ich mich, nicht vor der Person, gegen die ich aus Versehen stolpern könnte. Sondern vor mir selbst. Es ist ein beschissenes Gefühl, wenn man sich nicht auf sich selbst verlassen kann.
Manchmal fühlt es sich so an, als würde ich ohne Führerschein Auto fahre, und dieses Auto ist mein Körper, ein etwas missglücktes Modell, das zu schnell aus der Zeit gefallen ist.‘

„Die Mondallee ist wie eine Fata Morgana. Eine nicht greifbare Sehnsucht zwischen zwei Buchdeckeln.“

‚Mit Jack zu schlafen fühlte sich an, als würde ich von einer Klippe stürzen und aus dem Nichts Millimeter über dem Boden aufgefangen werden. Unter seinen Berührungen wurde ich zu mir, nicht besser und nicht schlechter, aber er berührte mich, als würde er mich in diesem Moment zu dem formen, was ich war.‘

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Rezensionen von Claudia R:

brisant ...

Solothurn hüllt sich in Schweigen von Christof Gasser

Klappentext / Inhalt:

Die Ambassadorenstadt im Netz der Mafia.
Ein temporeicher Kriminalroman, bei dem Lokalkolorit auf globales Verbrechen trifft.
Eine Informantin der Polizei erscheint nicht zu einem vereinbarten Treffen. Wenige Stunden später ist sie tot. Am Tag darauf wird am Aareufer die Leiche eines Mannes gefunden.

Das einzig verbindende Element ist der Solothurner Ableger eines deutscharabischen Familienclans. Doch dieser hüllt sich in Schweigen. Um die Fälle zu lösen, muss Hauptmann Dominik Dornach auf die Hilfe bewährter Verbündeter zurückgreifen. Ausgerechnet jetzt holt ihn eine Affäre aus der Vergangenheit ein, die tragisch endete ...

Cover:

Das Cover mit diesem wunderschönen Naturbild und dem leichten Nebel passt sehr gut zum Titel und zum Buch. Auch die Farbgebung und das Motiv sind gut gewählt. Optisch und farblich sehr stimmungsvoll.

Meinung:

Spannend, topaktuell und brisant legt dieser Krimi, den Spannungspegel hoch an und überzeugt durch einen fesselnden Schreibstil. Dies ist bereits der sechste Band im beschaulichen Solothurn, aber man kann die Bücher auch sehr gut unabhängig voneinander lesen, da die Fälle in sich geschlossen sind. Hauptmann Dominik Dornach hat auch diesmal wieder allerhand zu tun und das nicht nur, weil Tochter Pia wieder so einiges gewagtes unternimmt.

Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht zu viel verraten und halte mich daher mit inhaltlichen Details zurück. lest am Besten selbst hinein.

Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Man kommt schnell in die Handlungen und Geschehnisse hinein. Toll fand ich auch das Glossar am Ende, welches schwierige Worte oder Mundart Begriffe erklärt. Toll wäre auch ein Personenverzeichnis gewesen, vor allem für Neueinsteiger der Reihe, mein letztes Buch der Reihe war auch schon etwas her, so dass ich manchmal mit den Namen und Zuordnungen überlegen musste.

Die einzelnen Kapitel haben eine gute Länge und ermöglichen so einen guten Lesefluss. Die Spannung wird anfangs sehr schnell hoch getrieben und so auch das Tempo. Nimmt im verlauf etwas ab, auch wenn es sich stets gut einpegelt und steigt dann am Ende nochmal gut an.

Die Themen hier sind aktuell und brisant und auch Themen wie Ukraine Krieg und Bandenkriminalität werden geschickt mit eingebaut und so politische Interessen und Strukturen aufgezeigt und eingebunden. In diesem Krimi steckt ihr als einfache Morde, die Verwicklungen sind tief und spannend.

Fazit:

Spannend, topaktuell und brisant setzt dieser Krimi den Spannungspegel hoch an und überzeugt durch einen fesselnden Schreibstil.

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Rezensionen von Krani:

Die Liebe zum Leben

Dieses schöne Leben von Mikki Brammer

Clover ist Sterbebegleiterin in New York. Sie ist 36 und lebt seit über zehn Jahren zurückgezogen in der Wohnung ihres verstorbenen Großvaters, bei dem sie aufwuchs. Inzwischen hat sie fast hundert Sterbende betreut. Nun begleitet sie Claudia, eine über neunzig Jahre alte Frau, die bald an Krebs sterben wird.

Was heißt „Leben“ überhaupt? Was bewegt einen Menschen, der weiß, dass sein Leben bald endet? Hat es sich gelohnt, war es gut? Clovers Klienten blicken zurück. Manchmal bereuen sie etwas oder wollen anderen noch etwas mitgeben von ihrer Erfahrung. Das Leben hätte anders verlaufen können, sie hätten andere Entscheidungen treffen oder etwas wagen können. Auch Claudia hat ein Stück ungelebtes Leben hinter sich und eine große Liebe, die sie nicht gelebt hat.
Clover ist eine einfühlsame Protagonistin, die sich um professionelle Distanz bemüht. In Rückblicken erleben wir, wie sie zu diesem Beruf kam. Sehr liebevoll kümmert sie sich um die Wünsche und Gedanken der alten Leute, die sie betreut und hilft, wo es geht. Doch sie lernt, dass die Sterbenden und das Leben, das sie hatten, auch für sie selbst eine wichtige Rolle spielen. Clover ist gern allein, denn dann erholt sie sich von ihrer Arbeit. Manchmal fühlt sie sich auch einsam. Dagegen hat sie Strategien entwickelt. Und jetzt, dreizehn Jahre nach dem Tod ihres Großvaters, gibt es immer öfter Gründe, sich auch privat anderen Menschen zu öffnen. Aber das ist gefährlich.
Eine Geschichte voller Liebe über die letzten Tage und über das Leben. Das Ende ist für meinen Geschmack ein bisschen zu positiv geraten.

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Rezensionen von Claudia R:

idyllische Morde... ?

Föhr in Flammen von Eva-Maria Silber

Klappentext / Inhalt:

Familienmord auf Föhr: Hochspannend und atmosphärisch erzählt.
In einer Holzhütte auf Föhr werden fünf Tote entdeckt. Sie gehörten alle derselben Familie an. Gemeinsam mit Polizeianwärterin Maja Storm rekonstruiert Kriminalhauptkommissar Jan Andretta die Tat und stellt sich die Frage, wer der fünf das eigentliche Ziel des Mörders war.

Doch sie kommen der Lösung erst näher, als ein sechster Toter gefunden wird – und sich die verworrenen Spuren zu einem erschreckenden Bild zusammensetzen.

Cover:

Das Cover wirkt sehr idyllisch und atmosphärisch, was besonders durch die Farbgebung und die Schattenstruktur hervorgebracht wird. Ich finde es farblich und optisch sehr gut umgesetzt. Ein typisches und wunderschönes emons Cover.

Meinung:

Bereits die ersten Kapitel erzeugen sehr viel Spannung und Nervenkitzel. Der Familienmord hat es in sich und was bzw. wer steckt dahinter? Man kommt schnell in die Geschichte hinein und diese beginnt heftig und brutal.

Doch zu viel möchte ich hier noch nicht verraten und halte mich daher mit weiteren Details dazu zurück.

Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich gut und flüssig lesen. In die Handlungen und Charaktere kommt man gut hinein. Und auch das Drumherum ist sehr gut ausgearbeitet. Maja Storm und Jan Andretta bilden ein gutes Team und auch im Privaten scheint es zu knistern. Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Maja ist engagiert und scheint immer genau das richtige Gespür zu haben. Jan ist teils etwas überfordert mit seiner Nichte und der Arbeit, aber auch er ist sehr sympathisch.

Die einzelnen Kapitel haben eine gute Länge und sind auch optisch gut erkennbar. Diese sind einfach durchnummeriert und die Anfänge gut erkennbar, durch die entsprechende Zahl des Kapitels.

Es lässt sich locker und gut lesen. Die Spannung wird schnell erzeugt und aufrecht erhalten. Die Ermittlungen sind gut gemacht und durchdacht. Am Ende wurde ich dennoch überrascht und fand dieses sehr spannend. Es bleibt bis zum Schluss sehr interessant und es wird dann gut geklärt und aufgeklärt. Toll fand ich auch den Kontrast zwischen der idyllischen Landschaft und den Beschreibungen rund um Föhr und dem Leben dort und dann diesen doch recht brutalen Morden.

Ein spannender Fall, der brutal und temporeich beginnt und für einige Überraschung sorgt. Ich kam schnell hinein und wurde regelrecht gefangen genommen. Mir hat es sehr gut gefallen und auch vom Lesen was es sehr spannend und angenehm zu gleich.

Fazit:

Idyllische Atmosphäre trifft brutale Morde, ein spannender Kontrast, der es in sich hat.

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Rezensionen von Petra Sch.:

berührendes Drama über eine Mutter-Tochter-Beziehung mit einigen Längen

Paradise Garden von Elena Fischer

3,5 Sterne

Die 14jährige Billie, die eigentlich Erzsébet heißt, plant DEN Sommer mit ihrer Mutter: aufgrund eines Gewinns haben sie zum ersten Mal Geld, um auf Urlaub zu fahren.
Doch dann kommt Billies Großmutter aus Ungarn, die sie nicht kennt. Weil sie angeblich sterbenskrank ist. Und Billies Mutter sie dahaben will, auch wenn sie sie nicht mag und deshalb schon mit 14 von zuhause abgehauen ist.

Der Urlaub fällt somit ins Wasser.
Und dann passiert das Allerschlimmste, was einem Kind passieren kann: es gibt einen Streit, einen Unfall, und Billie verliert ihre Mutter.

Billies Welt wird eindrücklich dargestellt: die Liebe zu ihrer Mutter Marika, die alleinerziehend ist und mit viel Phantasie Billies Leben bunt macht und somit das fehlende Geld ausgleicht. Kein Wunder, dass sich beide riesig freuen, bei einem Preisausschreiben gewonnen zu haben, um endlich wirklich in Urlaub fahren zu können - und nicht wie bisher nur die Liegestühle auf den Laubengang ihrer Hochhauswohnung zu stellen.
Und was sich ihre Mutter alles einfallen hat lassen, um mit dem bisschen Geld durchzukommen, trotz zweier Jobs. Es war sooo traurig, dass die beiden am Monatsende nur mehr Nudeln mit Ketchup gegessen haben.

Die Charaktere sind detailliert dargestellt, auch die Nachbarn Luna und Ahmed, deren Freundschaft die große Herzenswärme und Hilfsbereitschaft auszeichnet.
Und besonders die ungarische Großmutter, die an allem etwas auszusetzen hat.
Allerdings kann ich das Verhalten von Billies Mutter soo oft nicht nachvollziehen. Warum verschweigt man seinem Kind wichtige Dinge? Ja, auch wenn es einem wehtut, daran zu denken, aber ein Kind hat die Wahrheit verdient.
Noch dazu, wo der Leser im Lauf der Geschichte Einiges erfährt, fragt man sich , warum Marika nichts über ihr Leben an der Nordsee erzählt hat? Auch den Grund für ihr Verschwinden von dort bzw. das Schweigen kann ich absolut nicht nachvollziehen.

Als dann Billies Mutter stirbt, und auch der Grund dafür, ist einfach nur sooo traurig, man fühlt mit Billie soo sehr mit. Sie trauert so sehr, dass ihr sogar die Haare ausfallen.
Dass sie von ihrer Großmutter weg will, kann man total nachvollziehen, und selbstverständlich auch, dass sie sich auf die Suche nach ihrem Vater macht, von dem sie ja überhaupt nichts weiß.
Allerdings war es sehr absurd, dass ein Teenager mit einem alten Nissan allein quer durch Deutschland fährt, ohne aufzufallen. Und wer kann mit 14 schon so gut Auto fahren, um keinen Unfall zu bauen? Das fand ich sehr unglaubwürdig. Ebenso, dass der Jäger, der sie 'erwischt' hat, einfach weiterfahren lässt...

Im Mittelteil war die Geschichte etwas zäh, doch als Billie endlich an der Nordsee ankommt und glaubt, ihren Vater zu finden, wird es wieder fesselnd. Man fiebert wieder total mit.
Und das halboffene, schöne Ende hat einen mit der Traurigkeit der ersten Hälfte versöhnt.
Dafür, dass es auf der Longlist für den Buchpreis war, hatte ich mir doch etwas mehr Tiefgang erwartet.

PS. Gestört haben mich die deutsch/englischen Namen der Islandpferde. Islandpferde bekommen nämlich immer isländische Namen.


Fazit:
Ein berührendes Drama über eine Mutter-Tochter-Beziehung mit einigen Längen im Mittelteil, einer unglaubwürdigen Autofahrt quer durch Deutschland, aber einem Ende, das versöhnt.

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Rezensionen von Iomarmi:

ENTKÖRPERT

Entkörpert von Christoph Gschoßmann

Puuh, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. „Entkörpert“ hat mich absolut unvorbereitet getroffen. Angefangen bei der Grundidee (die einfach genial ist), dem Schreibstil (an dem ich alles geliebt habe) und der Storyline (die mich abends viel zu lange wachgehalten hat).

Wir sind im Jahr 2095.

Die Welt wie wir sie kennen, gibt es nicht mehr. Jede Nacht trennen sich Körper und Geist voneinander, wenn man dies nicht verhindern kann. Teenager Luka lebt in der “Einheit”, die die Menschen vor der Außenwelt und vor Körperdieben schützen soll. Doch was verbirgt sich hinter den Mauern der Einheit? Nachdem Luka zwei Körperdiebe enttarnt, gerät seine Welt aus den Fugen.
Christoph Gschoßmanns Debütroman ist eine einzigartige All-Age Dystopie, die mit düsterer Grundstimmung, den interessanten Charakteren und den unerwarteten Twists überzeugt. Ich musste die Geschichte ein paar Tage sacken lassen und über das Gelesene noch viel nachdenken.

Entkörpert ist absolut genial und ein wahnsinniger Pageturner. Ich habe jedes Wort aufgesaugt und meine eigenen Theorien aufgestellt. Wieso? Weshalb? Kann man den Menschen trauen? Kann man die Welt in Gut und Böse einteilen? Und auf welcher Seite stehen wir?

Von mir gibts eine rieeeeesige Leseempfehlung und verdiente 5/5 ⭐️! Ich freue mich schon unheimlich auf die Fortsetzung und bin gespannt, wohin uns der Weg führt.

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Rezensionen von Anno:

Bildgewaltig

Nordlicht - Das Orakel von Malin Falch

ja, ich liebe den Stil dieser Comic-Serie ungemein! Die Illustrationen sind wunderschön, auch detailliert gezeichnet und farbintensiv dargestellt, wobei die Farben zudem wunderbar atmosphärisch eingesetzt werden um z.B. die Magie darzustellen. Und dennoch erzeugt dieser bildgewaltiger Erzählstil auch ein Dilemma in mir.

Denn die zahlreichen Bilder bringen die Handlung nicht so recht voran. Was dazu führt, dass auch hier im aktuellen Band das Geschehen nur ein paar wenige Tage umfasst und Aktionen nur angerissen werden, deren Verläufe und Zusammenhänge allesamt noch offen bleiben.
Während das erste Band den Prolog der Geschichte liefert und erzählt, wie Sonja nach Jotundalen gerät und dort erste Bekanntschaft knüpft, erfährt man im aktuellen Band nun etwas mehr über die Vorgänge und Bewohner des Landes. Der nordische Stil ist hier unverkennbar und auch der magische Anteil der Handlung bekommt etwas mehr Gewicht. Nordische Gottheiten und deren Mythologie sind jedoch nicht Teil der Geschichte.
Für mein Empfinden beginnt mit Band 2 das Abenteuer erst so richtig, vermute aber, dass es noch einige Bände benötigen wird um ganz darin eintauchen zu können. Dafür war der Handlungsverlauf einfach noch zu kurz.

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