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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Island :

Die Macht der Worte

Shitmoves von Iris Gavric; Matthias Renger

Der Titel des Buches weckt auf jeden Fall Aufmerksamkeit, auch wenn sicher nicht alle Altersgruppen mit dem Begriff "Shitmove" vertraut sind. Einen wirklich ähnlich treffenden deutschen Begriff gibt es dafür meines Erachtens nach nicht, aber im Endeffekt ist damit gemeint, den anderen durch bestimmte Aussagen so in die Enge zu treiben, dass man selbst besser da steht und quasi als Gewinner aus der Diskussion oder dem Streit herausgeht.

Und dieser Art manipulative Techniken gibt es viele und jede:r von uns hat schon welche angewendet, egal ob in der Partnerschaft oder auf Social Media gegenüber Fremden.

Diesen Shitmoves widmet sich das Autor:innen-Duo, das auch im echten Leben ein Paar ist und zusammen einen Podcast produziert. Sie kategorisieren die verschiedenen Unterformen von Shitmoves und gehen dann aber auch darauf ein, wie man am besten darauf reagiert, wenn diese einem selbst gegenüber Anwendung finden, sodass die Situation nicht weiter eskaliert und man nicht auch zu unfairen Mitteln greift. Immer wieder gibt es auch konkrete Beispiele aus den Medien und der Politik, wo Shitmoves angewendet wurden. Egal ob durch Götz George gegenüber Thomas Gottschalk oder die junge neuseeländische Abgeordnete, die zuerst den Shitmove "OK Boomer" als Reaktion auf das Verhalten älterer Parlamentarier einsetzte.

Das alles ist zugleich unterhaltsam und aufschlussreich und regt definitiv dazu an, den eigenen Umgang mit Sprache, insbesondere in Streitsituationen oder bei Twitter, mehr zu reflektieren und zu hinterfragen, ob das, was man von sich gibt, so wirklich in Ordnung geht und dem anderen gegenüber fair ist. Gleichzeitig hilft das Buch hoffentlich auch dabei, künftig souveräner auf Shitmoves zu reagieren.

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Rezensionen von Cornelia:

Spannung mit britischem Flair

Mrs Potts' Mordclub und der tote Bräutigam von Robert Thorogood

Mrs Potts' Mordclub und der tote Bräutigam ist der zweite Teil der Reihe, der Krimi ist in sich abgeschlossen und ohne den ersten Teil lesbar.

Judith und ihr Hobby-Ermittlungsteam, bestehend aus ihren Freundinnen Becks und Suzie, sind mittendrin als Sir Peter Bailey stirbt. Sie wollen nicht an einen Unfall glauben und stürzen sich in die Ermittlungen.

Die drei wachsen mir immer mehr ans Herz, die Geschichte wird nach und nach spannender. Nach einigen Verdächtigen und Wendungen wird der knifflige Mord aufgelöst.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig, durch eine überschaubare Anzahl an Personen leicht zu folgen. Der Autor mischt Spannung und britischen Humor zum Schmunzeln. Judith hält sich an keine Konventionen, daher ist sie immer für eine Überraschung zu haben. Becks und Suzie ergänzen das unterschiedliche Team, jede glänzt durch ihre eigenen Talente und so folgen sie den zahlreichen Spuren.

Dieser Krimi war angenehme Unterhaltung, auf den nächsten Band bin ich schon gespannt. Natürlich empfehle ich Mrs Potts' Mordclub weiter, viel Spaß beim Miträtseln!

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Rezensionen von April1985 :

Second-Chance-Rockstar-Romance mit Suspense

One Second to Love von Kristina Moninger

Eigentlich bin ich kein Fan von Rockstar Romances und mit Sportthemen kann man mich auch nur bedingt anlocken. Und dennoch wollte ich Kristina Moningers Reihenauftakt unbedingt lesen. ‚One Second to Love‘ hat mich mit einem ‚Supsense-Versprechen‘ gelockt. Und ich kann nur sagen, dass genau dieser Handlungsstang rund um die vermisste Josie eine riesige Sogwirkung entwickelt hat, auch wenn im Vordergrund Averys & Jakes Geschichte erzählt wird.

Seit ihrer Kindheit verbringt Avery ihre Sommer in Harbour Bridge bei ihrem Vater. Dort lernt sie nicht nur ihre besten Freundinnen Isabella, Odina, Lee und Josie kennen. In Harbour Bridge kann Josie sich fallen lassen und das Leben genießen. Zumindest bis zu dem schicksalhaften Tag, an dem Josie spurlos verschwindet. 10 Jahre später – die Freundinnen haben sich mittlerweile aus den Augen verloren – kehrt Josie zurück. In Harbour Bridge wird Avery nicht nur mit neuen Spuren zu Josies Verschwinden konfrontiert. Auch Bandkollege Jake, mit dem Avery eine On-Off-Beziehung geführt hat, versucht erneut Averys Herz zu erobern.

Kristina Moninger erzählt die Handlung auf zwei Zeitebenen. Während wir in der Gegenwart erleben, wie Avery versucht in Harbour Bridge wieder Fuß zu fassen und Jake möglichst nicht zu nahe heran zu lassen, erfahren wir durch Rückblicke in die Vergangenheit wie sich die Freundinnen kennen gelernt haben und welche Rolle jede von ihnen in der Clique eingenommen hat. Und wir lernen natürlich auch Josie kennen. Was wir dabei alles über die junge Schauspielerin erfahren, lässt viel Raum für eigene Spekulationen, was mit ihr passiert sein könnte. Und auch die neuen Hinweise in der Gegenwart geben viele Rätsel auf und bringen ordentlich Spannung in die Handlung.

Ich war überrascht welche Sogwirkung die Geschichte auf mich hatte. Ich habe fast durchgehend mitgerätselt, Vermutungen aufgestellt, diese wieder verworfen und komplett neue Ideen entwickelt. Und auch Averys und Jakes Geschichte, habe ich mit Spannung verfolgt und ich habe insbesondere Jakes persönliche Entwicklung sehr gefeiert.

Kristina Moningers Schreibstil ist toll. Man fliegt nur so durch das Buch. Und das Setting ist einfach traumhaft, was nicht zuletzt an den sehr bildhaften Beschreibungen der Autorin liegt.

Noch ein kurzes Wort zum Schluss: Während Averys und Jakes Geschichte auserzählt wird, ist der Handlungsstrang rund um Josies Verschwinden offen geblieben. Und ich gehe einfach mal davon aus, dass sich dieser auch durch alle vier Teile ziehen wird, was ich persönlich ziemlich genial finde. Womit ich allerdings absolut nicht gerechnet habe, war der richtig fiese Cliffhanger am Schluss. Ich kann nur sagen, dass ich froh darüber war, Band 2 schon zu Hause zu haben.


Fazit
Kristina Moningers Reihenauftakt hat mich total überrascht und gefesselt. Zum einen wird Averys und Jakes Geschichte erzählt – eine Second-Chance-Rockstar-Romance mit Ups and Downs – zum anderen dreht sich die Handlung um Josie, einer Freundin aus Kinder -und Jugendtagen, die von einem Tag auf den anderen spurlos verschwunden ist.

Ich kann den Reihenauftakt absolut empfehlen und rate auch dazu Band 2 schon mal bereit zu legen.

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Rezensionen von Island :

Krimi um Beutekunst in Spanien

Die Akte Madrid von Andreas Storm

Lennard Lomberg wird von seinem Mentor Peter Barrington gebeten, Franziskus Ritter, den deutschen Verteidigungsminister bei der Suche nach einem gestohlenen Gemälde zu unterstützen, das eigentlich seit der Franco-Ära als verschollen galt. Der Politiker wird mit dem Gemälde erpresst und es zeichnet sich auch bald ab, dass es einige dunkle Kapitel in dessen Familiengeschichte zu geben scheint.

Diese deckt der Kriminalroman, der einerseits im Jahr 2016 spielt und andererseits während des Zweiten Weltkrieges und Ende der 60er Jahre, auf verschiedenen Zeitebenen nach und nach auf.

Ich fand es interessant, mehr über die Hintergründe und die damalige Zeit, insbesondere auch das Spanien während der Franco-Diktatur, zu erfahren und darüber, wie manche Menschen es immer wieder auf's Neue schafften, auf der Seite der jeweils Mächtigen zu stehen und vom Leid anderer zu profitieren. Auch die Spannung blieb recht lange erhalten und alles wirkte gut recherchiert. Das Lesen erforderte bei mir aber recht viel Konzentration aufgrund der vielen verschiedenen Namen und auch etwas zeitgeschichtliches Hintergrundwissen, um alles einordnen zu können. Als leichten Krimi für nebenbei würde ich das Buch daher nicht empfehlen.

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Rezensionen von Bücherfreundin:

Abenteuerliche Reise mit dem Segelboot

Sieben Farben Blau von Claudia Clawien; Jonathan Buttmann

Der Verlag Delius Klasing hat "Sieben Farben Blau" veröffentlicht, die abenteuerliche Geschichte von Claudia Clawien und Jonathan Buttmann, die den Mut hatten, ohne nennenswerte Segelerfahrungen um die Welt zu segeln.

Claudia und Jonathan leben in Berlin, sie haben interessante Berufe und eine schöne Altbauwohnung, pflegen viele Kontakte.

Es geht ihnen wirtschaftlich sehr gut, dennoch sind da eine gewisse Leere und Unzufriedenheit. Sie kaufen sich ein kleines Boot und genießen ihre ersten Touren. Bald schon sind sie sich einig, ganz auf ein Boot zu ziehen, um damit die Welt zu bereisen. Sie kaufen sich ein größeres Boot, die INTI, richten es her - und ein Abenteuer, das sieben Jahre dauern und sie in 30 Länder führen wird, beginnt.

Wir begleiten das sympathische Paar, das für seine Auszeit seine Berufe aufgegeben hat, auf seiner Reise rund um die Welt. Anfangs noch unerfahren, werden die beiden im Laufe der Zeit immer sicherer und meistern unzählige Herausforderungen, die sich durch die Naturgewalten und Schäden am Boot ergeben. Wetterkapriolen zwingen sie immer wieder zu kurzfristigen Planänderungen. Claudia und Jonathan lernen viele Menschen und fremde Kulturen mit ihren Bräuchen und Traditionen kennen. Sie finden neue Segelfreunde, denen sie immer wieder auf ihrer Reise begegnen. Ich habe die beiden für ihren Mut und ihre große Offenheit bewundert, auf alle Menschen, die ihnen begegneten, vorbehaltlos und freundlich zuzugehen. Wenn ihnen unterwegs das Geld ausgeht, finden sie immer einen Weg, um ihre Reise auch weiterhin finanzieren zu können. 

Claudia und Jonathan konnten loslassen, auf unnötigen Luxus verzichten und die Faszination des Augenblicks genießen. Es hat mich sehr beeindruckt, wie viel Gastfreundschaft und Herzlichkeit ihnen immer wieder von Menschen entgegengebracht wurden, die in eher bescheidenen Verhältnissen lebten und dennoch sehr viel Lebensfreude ausstrahlten. 

Mir hat das fesselnde Buch, das in sehr schönem Sprachstil geschrieben ist und im Mittelteil auf 16 Seiten viele Fotos enthält, sehr gut gefallen. Die Autoren haben uns teilhaben lassen an ihrem Alltag auf dem Boot und an ihren Erlebnissen an Land. Das alles ist so mitreißend und lebendig erzählt, dass ich fast das Gefühl hatte, dabei zu sein. Auf den beiden ersten sowie den beiden letzten Buchseiten ist die genaue Segelroute markiert.

Absolute Leseempfehlung für diesen spannenden und unterhaltsamen Reisebericht!

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Rezensionen von nil_liest:

La Joconde - weg!

Die Erfindung des Lächelns von Tom Hillenbrand

Tom Hillenbrand schaffte es auf eine ganz tolle Art historische Stoffe spannend und mit viel recherchiertem Wissen in einen Roman zu verpacken. Schon beim Kaffeedieb war ich hin und weg und nun Paris bei der Eröffnung des Louvres!
Es ist das Jahr 1911, der Louvre ist brandneu und eine Sensation. Abner was fehlt: La Joconde – die Mona Lisa des Leonado da Vinci! Was ein Drama.

Am 22. August gestohlen aus dem Louvre. Nun wird Kommissar Juhel Lenoir auf den Fall angesetzt und soll das verschwundene Gemälde aufspüren und die Täter dazu. Eine Jagd beginnt!
Neben diesem spannenden Kriminalfall, der sich so ähnlich in der Tat zugetragen hat, denn die meisten Umstände beruhen wohl auf echten Ereignissen bzw. Beschuldigungen, tauchen wir in das wuselige Paris 1911s ab. Eine Stadt im Umbruch, eine sehr atmosphärische Erzählung und fast ist es so als würde man mit Kommissar Juhel Lenoir durch die Künstlerszene in Paris fahnden und auf Debussy treffen. In Grand Hotels zu Untersuchungen gelangen und andernorts die Grenzen sperren.
Ein wirklich fulminant spannender Roman, vor allem für Liebhaber der französischen Hauptstadt! Eine andere historische tolle Perspektive auf die Stadt und ihre quirligen Bewohner. Und nicht abschrecken lassen von knapp 500 Seiten, die rauschen an einem vorbei und es ist schade, wenn der Fall dann zu den Akten gelegt wird!

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Rezensionen von Katharina Grassmugg:

Ein rätselhaftes Buch

Das Buch Eva von Meg Clothier

Ein seltsames Manuskript das der Protagonistin von einer sterbenden Frau ausgehändigt wird ist Ausgangspunkt dieses Romans.

Beatrice, die zur Zeig der Renaissance in einem Kloster als Bibliothekarin tätig ist, gerät in den Bann dieses Manuskripts. Es scheint ihr einiges wichtiges zu erzählen doch setzten die Menschen in ihrem Umfeld alles daran ihr das Buch zu entreißen.

Was hat es damit auf sich und wieso sind die Frauen die das Manuskrit bei sich hatten gestorben? Beatrice möchte dies herausfinden und gerät so zwischen mehrere Fronten. Nicht nur ihr Glaube und ihre Überzeugungen werden dadurch auf die Probe gestellt sondern auch das ihrer Schwestern im Kloster. Immer tiefer gerät Beatrice in die Abgründe des Klosters und erfährt einige Wahrheiten mit denen sie so nicht gerechnet hatte.

Dieser Roman ist wirklich sehr interessant. Allerdings brauchte ich ein bisschen um in die Handlung hineinzufinden und zwischenzeitlich tat ich mir etwas schwer mit der im Buch so gut demaskierten Scheinheiligkeit des Klerus und der durch Männer ausgeübten Gewalt an den Frauen in der Geschichte, das zerrte etwas an den Nerven und brachte einiges an Wut Zutage. Das tut dem Spannungsbogen jedoch keinen Abbruch und gibt dem Buch noch eine zusätzliche Facette.

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Rezensionen von nil_liest:

Ein großes Tier, kein Ungeheuer.

Weil da war etwas im Wasser von Luca Kieser

Die Liebe zum Riesenkalmar des Autors Luca Kieser schlägt sich in seinem Roman wieder mit dem er auf der Longliste zum Deutschen Buchpreis 2023 landete. Eine allumfassende Konstruktion, die sich mit der Frage beschäftig wie man über ein Wesen erzählt, dass uns als Mensch ferner nicht sein könnte.

Er nimmt die tierische Perspektive ein ohne die eigenen Ängste zu projizieren. Gar dekonstruier er solche, wie sie durch den weißen Hai bekannt sind.
Er schreibt über die Andersartigkeit des Tintenfischs. Die Geschichte wird erzählt von einer Riesenkalmarin, aber nicht aus der Gesamtheitssicht, sondern aus der Sicht jedes einzelnen Armes.
Im Grunde sind wiederum drei Erzählstränge im Roman eingebettet, zum einen gibt es da den Trawler in der Antarkis, dem dieser Riesentintenfisch ins Netz geht. Dann gibt es eine künstlerische Beschäftigung mit dem Kalmar und ein dritter Kontext ist eine Familie im Jahr 1829.
Der junge Autor Luca Kieser, ein studierter Philosoph und Sprachkünstler, nutzt viele literarische Formen wie Tagebuch oder Chronik. Dadurch bekommt der Text auch einen ganz eigenen Sound. Auch das Element der Fußnoten wird Teil des Textes, wenn die Arme sich widersprechen. Ein wirklich neugedachter Text.
Ein abgefahrener toller Roman! Lesenswert in jedem Fall, auch wenn Hintergrundwissen an der einen und anderen Stelle von Vorteil ist.

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Rezensionen von nanu?!:

Nicht ganz wie erwartet

Hundert Klassiker von Steffen Henssler

In seinem neusten Kochbuch widmet sich Steffen Henssler den Klassikern.
Erwartet hatte ich typisch deutsche Klassiker wie etwa Kohlrouladen, Sauerbraten und solche Köstlichkeiten. Das ist auch bei fast 90% der Rezepte der Fall. Umso irritierender also, Gerichte wie Mac & Cheese, Vitello Tonnato oder auch Asia Bratreis zu finden.

Irgendwie passen diese Gerichte nicht zur restlichen Sammlung.

Aufgeteilt ist das Buch in praktische Kapitel: Fleisch, Fisch & Meeresfrüchte, Pasta & Reis, usw. So findet der Leser schnell das Gesuchte.
Jedes Kapitel beginnt mit allerlei praktischem Wissen rund um das jeweilig vorgestellte Lebensmittel. Manche der Tipps und Tricks finde ich auch wirklich hilfreich. Wie rette ich eine versalzene Bouillon zum Beispiel, oder was bedeuten eigentlich die Nummern auf Hühnereier.
Aber oft habe ich mich auch gefragt, ob Steffen Henssler seinen Lesern überhaupt nichts zutraut? Da gibt es Tipps für die ganz Doofen: Flüssigkeiten dehnen sich beim Einfrieren aus. Salat sollte man erst kurz vor dem servieren mit dem Dressing vermengen, sonst wird er matschig. Camembert lässt sich kalt am besten schneiden. Wie funktioniert die Stäbchenprobe beim Kuchen. Von diesen Weisheiten gibt es eine ganze Menge, die die Seiten ausfüllen.

Auch finde ich einige der Rezepte echt unnötig. Braucht jemand echt eine Anleitung für Rührei? Oder eine für Gurkensalat und Tomatensalat? Bratkartoffel mit Spiegelei?
Über die meisten Rezepte freu ich mich aber, vor allem weil sie gesammelt in einem einzigen Werk zu finden sind: Leipziger Allerlei, Königsberger Klopse, Omas Kohlrouladen, Hamburger Labskaus, Kartoffelpuffer mit Apfelmus, ...
Sehr gelungen finde ich das Kapitel "Suppen & Eintöpfe", denn da gibt es richtig deftige Hausmannskost die glücklich macht, wie Grünkohl mit Kasseler oder Erbsensuppe mit Mettenden. Lecker!
Auch schön, dass ganz hinten auch Basics wie Fonds gezeigt werden, wo sie doch ständig gebraucht werden.

Die Anleitungen sind, wie immer bei GU, klar und verständlich geschrieben. Jedes Gericht ist machbar, es gibt keine exotischen Lebensmittel. Alles an Zutaten ist leicht zu bekommen.
Vegetarier werden leider nicht viele Gerichte in diesem Buch finden, die Auswahl der Rezepte ist sehr Fleisch- und Fischlastig.
Das Buch finde ich für Kochanfänger sehr nützlich, da jedes kleinste Bisschen das schief gehen könnte in der Küche, angesprochen wird. Leute die regelmäßig kochen und die wissen, worauf es in der Küche ankommt, könnten diese Ratschläge als "zu viel" empfinden. Immerhin füllen diese einige Seiten des Kochbuches aus.
Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

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Rezensionen von kabo16:

Horror, den ich nicht erwartet habe

Das Nachthaus von Jo Nesbø

Die LP von Nachthaus las sich, im Stil von Jo Nesbo, wirklich spannend.
Zwei Jugendliche unternehmen etwas zusammen, aber nur einer kommt wieder zurück. Hat Richard seinen Freund Tom im Wald von einer Brücke gestoßen?
Ich habe mit Begeisterung weiter gelesen, wollte schließlich wissen, was passiert ist.

Allerdings wurde Richards Geschichte immer merkwürdiger. Und es war gerade Halloween, da passte dieser Roman wirklich. Allerdings nicht zu mir und nicht zu dem Autor.
Natürlich verstehe ich, dass jemand auch mal etwas anderes schreiben möchte als immer nur Thriller. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass dies auf dem Cover, bzw. der Kurzbeschreibung auch erwähnt wird. Alles nur kein Thriller, hätte vollkommen ausgereicht.
Diese drei Teile in Nachthaus passen zusammen und lesen sich gut weg. Insofern war ich am Ende nicht allzu enttäuscht.

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