Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Jenny Lal:

Humorvolle Ännäherung an das Thema Mental Health

Humorvoll und mit Tiefgang wagt die Autorin sich an das Thema Angststörung. Für viele ein tabu Thema oder etwas das ausgeklammert oder sogar runtergespielt wird, nicht so aber von Lea die selber an einer Angststörung leidet. Regelmäßig gibt sie auf ihrem Instagram Account Einblicke in ihr Leben und rund um das Thema mental Health.

„Aber vielleicht wird auch alles gut“ von Lea Melcher war mein zweiter Roman der Autorin. Innerhalb von einem halben Tag habe ich den Roman förmlich inhaliert. Das Buch über Emilia ist im Jahr 2021 erschienen und ich kann es nicht fassen, dass es noch keine einzige Rezension auf Goodreads hat und warum es noch keine deutsche Verfilmung gibt!

Zum Buch:

Die Protagonistin leidet an einer Angststörung und kann seit vier Jahren kaum mehr einen Schritt vor die Tür setzen. Nach einer Auseinandersetzung mit ihrer Schwester, entscheidet sie sich gezwungenermaßen dazu eine Therapie zu beginnen. Bei ihrem ersten Besuch in der Praxis von ihrem Therapeuten Dr. Struwe kommt es zu einer Verwechslung auf einmal findet sich Emilia in einer Paartherapie wieder. Ihr vermeintlicher Partner Jakob, möchte sich von den Schatten seiner Vergangenheit befreien. Für ihn ist es ganz klar Schicksal das er am Tag seiner ersten Therapiesitzung auf Em trifft. Em und Jack die eine gemeinsame Geschichte haben.

Der Roman ist so schön und ich habe von Anfang mit Em mitgefühlt. Was mir auch so gut an diesem Roman gefällt ist das das Ende viel offen lässt, wie das echte Leben.

‚Ich spüre, wie mein Herzschlag sich beschleunigt. Ich könnte mitten im Laden eine Panikattacke bekommen. Das ist das, wovor ich eigentlich Angst habe, und es tut weh, dass ich es weiß. Nicht vor der Milch, die in alle Richtungen davonläuft, fürchte ich mich, nicht vor der Person, gegen die ich aus Versehen stolpern könnte. Sondern vor mir selbst. Es ist ein beschissenes Gefühl, wenn man sich nicht auf sich selbst verlassen kann.
Manchmal fühlt es sich so an, als würde ich ohne Führerschein Auto fahre, und dieses Auto ist mein Körper, ein etwas missglücktes Modell, das zu schnell aus der Zeit gefallen ist.‘

„Die Mondallee ist wie eine Fata Morgana. Eine nicht greifbare Sehnsucht zwischen zwei Buchdeckeln.“

‚Mit Jack zu schlafen fühlte sich an, als würde ich von einer Klippe stürzen und aus dem Nichts Millimeter über dem Boden aufgefangen werden. Unter seinen Berührungen wurde ich zu mir, nicht besser und nicht schlechter, aber er berührte mich, als würde er mich in diesem Moment zu dem formen, was ich war.‘

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Jenny Lal

Ein Sack voll Gefühle. New Adult at it‘s best!

Fühle mich. Unendlich von Kathinka Engel

Kathinka entführt uns ein viertes und letztes Mal nach Pearley. Das Buch kann unabhängig gelesen werden, für mehr Lesevergnügen kann man sich Band 1-3 gönnen. ????
Kathinka hat nach Band 1-3 der „Fühle mich“- Reihe, zwei weitere Trilogien geschrieben, bevor Band 4 erschien, weshalb man eine Entwicklung in Kathinkas Schreibstil- und Tiefe erkennen kann.

Stärkster Band der Reihe.

4,5/5 ⭐️⭐️⭐️⭐️

In Band vier dreht sich alles um Sophia und Philip. Zwei Welten die aufeinander stoßen.

Sie ist beschädigte Ware und gerade aus dem Knast, auf ihrem Weg zurück in die Gesellschaft und auf der Suche nach sich selbst wird sie von der Sozialarbeiterin Amy unterstützt.
Philip ist der Golden Boy seiner Familie und frisch gebackener Anwalt. Seine Wünsche und Bedürfnisse stehen immer hinten an, sein Pflichtbewusstsein hat ihn fest im Griff. Statt Bier zu brauen, bezieht er ein Büro in einer renommierten Anwaltskanzlei. In seinem ersten Fall kämpft er für Rhys, der Unschuldig sechs Jahre im Gefängnis war.

Erst als Sophia und Philip sich begegnen, finden sie zu sich selbst, doch haben ihre Gefühle eine Chance?

„Du kannst am Leben sein, ohne richtig zu leben. Aber Sinn macht es eigentlich erst, wenn du die Dinge zulässt. Die guten, die schlechten.“

Ich will sie ago hochziehen, zurück zu mir. Will nicht, dass sie auf diese Art zu mir aufsieht, als wäre ich jemand, zu dem man Aufsehen muss.

„Überall liest man, wie man es dem Mann so schön wie möglich machen kann. Und wie er den maximalen Lustgewinn aus allen zieht. Aber es geht nie um uns. Dabei haben unsere Bedürfnisse die gleiche Relevanz.“

„Ich würde ja aufstehen, um dich zu begrüßen, aber …“
Doch Sophia muss nicht aufstehen. Nicht für mich. Sie muss für mich gar nichts, außer sie selbst sein.

Kathinka schafft es mit ihren Romanen nicht nur zur Unterhalten, sondern hat auch immer ein Paar wichtige Messges an ihre Leserschaft.

F*** the Patriarchat. Be yourself. Love yourself. Talk about your needs. Sex ist nicht immer gut, der Orgasmus muss nicht das Ziel sein.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Jenny Lal

Pure Poesie. Gefühlvoller Roman über Unfruchtbarkeit und zweite Chancen.

Where the Roots Grow Stronger von Kathinka Engel

„Where the Roots grow stronger“ von Kathinka Engel ist der starke Auftakt ihrer Shetland Trilogie.

5/5⭐️

Nach drei Jahren kehrt Fiona Linklater in ihre Heimat zurück. Nun muss sie sich mit den Konsequenzen ihrer plötzlichen Flucht auseinandersetzen. Nicht nur die Beziehung zu ihren Schwestern hat in dieser Zeit gelitten…

Ich habe in letzter Zeit keinen Roman gelesen mit so tollen und starken Frauenfiguren wie in den „Roots“.

Marigold ist so eine tolle Mutterfigur.

Connal‘s Gedichte sind so schön. Zu Connal selbst kann ich eigentlich nicht viel sagen, da er für mich ohne die Gedichte aus seinem Journal nur eine Nebenfigur wäre, vielleicht auch trotzdem ist.

Achtung Spoiler!!

Für mich ist der Roman stark, weil Kathinka ein Thema behandelt, über das viel zu selten gesprochen wird: Unfruchtbarkeit bei Frauen. Jeder kennt Betroffene, aber viel zu oft wird das Thema Totgeschwiegen.

????????????????

#piperverlag #heartbeatsbypiper #kathinkaengel #roots#wheretherootsgrowstronger #buchhandlunggraff #deutscheautorin#roman #shelfiesunday#bücherzitate #bookquotes #unfruchtbarkeit #gedichte

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Jenny Lal