Kunden em pfehlungen
Rezensionen von PFIFF:
Gustav Mahlers letzte Reise
Der letzte Satz von Robert Seethaler
Gustav Mahler ist mit einem Schiff auf dem Weg nach New York.
Er ist gesundheitlich angegriffen. Es wird seine letzte Reise sein. Seine Frau Alma macht sich Sorgen, doch Mahler liebt die Meerluft an Deck.
Er sinniert und blickt zurück auf sein Leben, seine Erfolge und Misserfolge, seine Schicksalsschläge und seinen Kampf um Alma, die sich als die begehrteste Frau Wiens ihrer Verehrer kaum erwehren kann.
Ein intensives Resumé über den berühmten Musiker Gustav Mahler.
Rezensionen von brauneye29:
War mir zu viel Drama
Der letzte Satz von Robert Seethaler
Zum Inhalt:
Dieses Mal ist der Winter eher einer Eisteit gleich, die sich durch ganz Mitteleuropa zieht. Durch die anhaltende Kälte brechen Lieferketten zusammen, platzen Versorgungsleitungen, werden Ernten vernichtet und die Preise gerade für Energie sind kaum mehr zu bezahlen. Die Forscher suchen nach den Ursachen und schon bald wird klar, dass Europa auf eine Katastrophe zu läuft.
Meine Meinung:
Ich habe mich mit dem Buch extrem schwer getan und ganz ehrlich für mich ist das kein Thriller, nicht mal ein Krimi, eine Art Katastrophenbuch würde ich es eher nennen. Von der Idee her fand ich das Thema bzw Buch schon gut, aber in der Umsetzung eher schwach. Zu viele Orte, zu viele Protagonisten und irgendwie alles zu verworren und auch zu überzogen. Mir war das alles viel zu viel und deshalb kam für mich auch keine Spannung auf sondern eher eine Aneinanderreihung von Ereignissen die alle zu dramatisch waren.
Fazit:
War mir zu viel Drama
Rezensionen von yellowdog:
Das harmonische Beben in Boca Grande
Wie die Vögel unter dem Himmel von Joan Didion
Joan Didions Roman „Wie die Vögel unter dem Himmel“ ist in den siebziger Jahren entstanden und auch ein wenig ein Produkt seiner Zeit. Der Originaltitel A Book of Common Prayer ist vielleicht der bessere.
Auffällig ist der sachliche Erzählstil. Es ist eine Art Bericht. Dadurch kommt man der Hauptfigur nicht so nahe.
Erzählerin ist Grace Strasser-Mendana, eine Frau, die mit der amerikanischen Hauptprotagonistin Charlotte Douglas bekannt war. Sie treffen sich in einem lateinamerikanischen Land.
Einschneidendes Ereignis für Charlotte war das Verschwinden ihrer Tochter Marin, nachdem diese an einem politisch motivierten Anschlag beteiligt war.
Die distanzierte Erzählart erinnert an Essays, von denen Joan Didion so einige geschrieben hat. In einem Roman ist diese Form problematisch, doch die Themen an sich sind packend und die Dramaturgie des Plots nimmt kontinuierlich zu. Es ist insgesamt gesehen ein interessantes Buch.
Rezensionen von Kathie:
Bewegendes Schicksal
Das einzige Kind von Hera Lind
Hera Lind entführt einen in ihrem bewegenden Roman 'Das einzige Kind' in die dramatischen Zeiten des Zweiten Weltkriegs, indem sie das ergreifende Schicksal des kleinen Djoko schildert. Die Geschichte, aus der Perspektive des Jungen erzählt, steht stellvertretend für die circa 250.000 Vollwaisen, die während des Krieges auf sich allein gestellt ums Überleben kämpfen mussten.
Das Buch berührte mich zutiefst, insbesondere durch die eindrucksvolle Darstellung von Djokos Leben mit seiner prügelnden Mutter und den entbehrungsreichen Lebensumständen jener Zeit. Die Authentizität der Beschreibungen ermöglichte es mir, die Dramatik, Verzweiflung und Angst genau nachzuvollziehen und mitzuerleben. Lind schreibt dabei sehr lebendig und flüssig, was es leicht macht, sich vollständig in die Handlung zu vertiefen.
Djoko hat in seinem jungen Leben bereits viel durchgemacht und sämtliche Bezugspersonen verloren. Dennoch findet er immer wieder Menschen, die es gut mit ihm meinen und beweist eine bemerkenswerte Resilienz. Das Thema der Kriegswaisen wird in dem Buch auf eine bewegende und wichtige Weise behandelt.
Trotz all der Entbehrungen findet Djoko am Ende des Romans zumindest eine neue Familie, was vielen anderen Kriegswaisen verwehrt blieb. Das Buch hinterlässt einen tiefen Eindruck und bietet trotz aller Tragik auch kleine Hoffnungsschimmer. Die glaubwürdig angelegten Protagonisten ermöglichen es, sich gut in die schwierigen Lebensumstände hineinzuversetzen.
'Das einzige Kind' hat mich von Anfang bis Ende gefesselt, emotional bewegt und erschüttert. Hera Lind zeichnet ein tiefgründiges, aber trotzdem hoffnungsvolles Portrait einer dramatischen Fluchterfahrung, das noch lange nachhallt.
Rezensionen von S.:
Generationen
Der Schacherzähler von Judith Pinnow
Ob der alte Mann, die alleinerziehende Barista oder der in der Schule als schwierig geltende Junge, sie alle finden einen anerkannten Platz in der wunderbaren Erzählung von Judith Pinnow. Gefühlvoll beschreibt sie deren verschiedenen Welten, Emotionen, Ansichten. Trotz einiger Eigenheiten hat sie Verständnis für die Sorgen ihrer Protagonisten, beobachtet genau und erzählt detailliert, wie ihre Figuren die Welt erleben.
Die Gedanken von Janne werden so geschildert, wie Kinder denken. Seine lebhafte Phantasie ist bewundernswert. Oldmanns Gedanken sind altersentsprechend ein wenig resigniert, kritisch aber wohlüberlegt und vorausschauend. Malu dagegen sorgt sich um ihren Sohn, scheut sich aber auch nicht vor der Konfrontation mit Ungerechtigkeiten und setzt sich für andere ein.
Entstanden ist eine gefühlvolle und berührende Geschichte, optimistisch und auf jeden Fall lesenswert.
Rezensionen von miriamB:
Eine großartige Geschichte!
Die Wirtinnen von Silvia Pistotnig
Drei starke Frauen, deren besondere Begabungen in einem Wirtshaus in der Kärntner Provinz keinen Platz finden und zwischen familiären Erwartungen und gesellschaftlichen Konventionen untergehen.
Das klingt jetzt ein wenig nach „Heimatroman“, aber davon ist Silvia Pistotnig wirklich weit entfernt.
Es ist vielmehr eine Familiengeschichte mit stark femininen und feministischen Aspekten.
Die Autorin verzichtet völlig darauf, das Leben der Frauen zu romantisieren. Ihre Darstellung ist sprachlich und inhaltlich authentisch und ungeschminkt. Aber gleichzeitig ist sie voller Empathie für die Heldinnen und immer wieder durchaus humorvoll.
Perspektiven und Zeiten wechseln rasch und man puzzelt sich in diese Geschichte hinein, erfährt so manches Familiengeheimnis, versteht mit der Zeit auch Beweggründe. Und am Ende ist klar, dass im Leben vieles einfach anders kommt als geplant... und vielleicht trotzdem ganz gut ist.
Ich habe dieses Buch auf Empfehlung hin gelesen und bin restlos begeistert!
Es ist großartig lesenswert!
Rezensionen von Petra:
Ungewöhnliche Freundschaft
Einstein, der kleine Pinguin von Iona Rangeley
Ein Zoobesuch mit der ganzen Familie kann zu außerordentlichen Ereignissen führen, zu mindestens bei Familie Stewart. Im Zoo sehen die Kinder einen Pinguin und sind begeistert. Aber man kann so ein Tier ja nicht mit nach Haus nehmen aber wenn es denn zu Besuch kommen sollte ist es willkommen, so die Aussage der Eltern.
Leicht gesagt, passiert in der Regel nicht. Aber nun steht Einstein vor der Tür, mit einem Rucksack voller Fische und wie sein Name ausdrückt, sehr clever und intelligent.
Für die Kinder Imogen und Arthur der absolute Glücksfall, für die Eltern weniger, nun beginnt das Abenteuer ein Zootier in den Alltag der Familie zu integrieren.
Eine wundervolle und liebevoll erzählte Geschichte. In den wunderschönen Bildern ist der Text immer wieder zu erkennen. Der Geschwisterstreit wird ausgesetzt um dem kleinen Pinguin zu helfen. Wie die Eltern immer wechselseitig mal streng mal nachsichtig sind um den Kindern gerecht zu werden und nicht immer der Buhmann zu sein. Witzig sind die Details wenn der Pinguin mit in die Schule geht oder zum Einkaufen. Am Ende bleibt eine tiefe Freundschaft und der Gedanke dies ist ein Buch das man auswendig können möchte.
Rezensionen von C. P.:
Fantastische Krimödie voller unterhaltsamer Ideen
Der Spurenfinder von Marc-Uwe Kling; Johanna Kling; Luise Kling
Der berühmte Spurenfinder Elos von Bergen zieht mit seinen Kindern ins hochlangweilige Friedhofen, um dort seine Memoiren zu schreiben. Und die Zwillinge vor möglichen Gefahren oder Racheaktionen zu schützen. Dass sich Mord und Intrige dann doch in dieses verschlafene Nest verirren sorgt dafür, dass Elos wieder aktiv werden muss.
Und diesmal wollen seine Kinder un-be-dingt mithelfen. Auch wenn das vielleicht nicht immer so ganz glatt läuft wie erhofft.
Gleich vorweg: Der Roman ist eine äusserst unterhaltsame Mischung aus Fantasy, Krimi und Humor, vollgepackt mit genialen Ideen. Ausgestattet mit zwei Karten (eine von den Verlorenen Provinzen, eine von Friedhofen) und mit vielen Illustrationen versehen, welche von Sohn Naru stammen könnten, ist das Buch zudem auch optisch sehr überzeugend. Aus dem langweiligen Dorfalltag wird für die Zwillinge Ada und Neru schon bald ein spannendes, wenn nicht sogar lebensgefährliches Abenteuer, welche sie und ihren Vater, Spurenfinder Elos von Bergen, durch verschiedene Orte bis hin zum Palast auf dem Drachenberg führt. Ob in Thronsaal oder Kerker sei hier nicht verraten. Die über die Grenzen hinaus hohe Bekanntheit ihres Vaters gestaltet sich für die Kinder nicht immer zum Vorteil. Der Kriminalfall selbst entpuppt sich als überaus perfide, an welchem die drei einige Zeit zu knabbern haben, bis sie die richtige Spur und somit die Tatperson finden. Und bis dahin hat man Gelegenheit, sich aufs Köstlichste mit dem Buch zu amüsieren.
Alle Daumen hoch für das Leseabenteuer aus der Feder von Marc-Uwe Kling und seinen Töchtern. Ich hoffe, das war nicht der letzte Fall für die Spurenfinder-Familie.
Rezensionen von C. P.:
Versprochenes La Catrina-Thema verkommt hier zur Nebensache
Flowers & Bones, Band 1 - Tag der Seelen von Sandra Grauer
Valentina und ihr Zwillingsbruder Emiliano entstammen einer mexikanischen Familie, in der die Aufgabe der La Catrina, der Seelenbegleiterin der Toten, von Generation zu Generation vererbt wird. Als wohlgehütetes Geheimnis unter den Frauen gehandhabt versteht ihr Vater nicht, warum Valentina den bald anstehenden Tag der Toten, den dios de los muertos und Tag ihrer ersten Verwandlung zur La Catrina, bei ihrer Oma in Mexico sein möchte.
Stattdessen zwingt der Alleinerziehende seine Kinder, mit ihm nach Dublin zu ziehen. Dort geraten sie schon bald in den Konflikt zwischen Hexen, dem Volk der Drachenwandler und einer bisher noch unbekannten weiteren magischen Rasse.
Was stark thematisch angepriesen wird, nicht zuletzt durch das passend gestaltete Cover, geht im gebotenen Highschool-Teenie-Drama fast komplett unter. Statt den Fokus auf die mexikanische Tradition zu lesen bzw den Umgang mit den Seelen, baut die Autorin künstlich aufgebauschten Klischee-Zickenterror ein, der rein gar nichts zur Handlung beiträgt, lässt wie aus dem Nichts eine Anti-Drachen-Bewegung aufpoppen samt undurchdachter Parolen und unzählige Magiebegabte in Valentinas Umfeld erscheinen, welche man aus den Vorgängerbänden kennen muss, um sie zuordnen zu können. Zumal diese plötzlich mit magischen Superlativ-Fähigkeiten glänzen, wo ich mich wunderte, warum alle Welt solche Angst vor den Drachen in Menschenegestalt haben soll, welche doch nur um Asyl bitten. Generell wurden mir nicht nur die Personen zu unübersichtlich, sondern auch gewisse Geschehnisse zu unlogisch, z. B. die Verwandlung am dios de los muertos betreffend, welche scheinbar nach Regeln stattfindet, wie es der Autorin am besten in den Drama-Plan passt und dabei doch diverse Logiklücken reißt. Vieles erfährt man nicht durch spannende Handlung sondern langweilige Erzählungen, den Stil empfand ich als defokussiert, verwirrend, plakativ, chaotisch und in den grundlegenden Punkten absehbar. Das dios de los muertos Feeling konnte die Autorin mir nicht näher bringen. Und als unabhängig von den anderen Bänden des Universums lesbar sehe ich das Buch nicht.
Rezensionen von Gilasbuecherstube :
Schöner Sommerroman
Gefühlvoll von Katrina Verde
Es handelt sich um den dritten Teil der "Sinnvoll"-Serie.
Im Prolog gibt es einen kurzen Rückblick ins Jahr 2005.
Birtie und Lonny kennen sich seit dem Kindergarten und als Teenager wurde irgendwann aus ihnen ein Paar. Doch kurz vor den Sommerferien des Jahres 2005 steht Birtie plötzlich vor ihm und küsst einen anderen.
In diesem Moment ist nicht nur die Beziehung zwischen den Beiden Geschichte, sondern auch meine Sympathie für Birtie ist massiv gesunken.
15 Jahre später kreuzen sich ihre Wege erneut und es liegt sehr schnell wieder ein Knistern in der Luft.
Aber was war in der Zwischenzeit geschehen?
Birtie führt an der Seite ihres Freundes Rafa ein Sorgenfreies Leben. Sie reist mit ihm durch die Welt, besucht angesagte Lokale und ihr größtes Problem ist es, zu entscheiden, ob ein Kleidungsstück auf die „Vielleicht-Liste“ oder die „Definitiv-Liste“ kommt. Finanziellen Druck kennt Birtie nicht, denn Papas Kreditkarte hat ja kein Limit.
Doch dann beendet Rafa plötzlich die Beziehung und nach einer ausartenden Shoppingtour sperrt ihr Vater die Kreditkarte.
Als sie ihren Frust mit einem Rosé ertränken will, steht in der kleinen Bar plötzlich nach 15 Jahren Lonny vor ihr. Hat ihre Liebe erneut eine Chance?
Der Schreibstil von Katrina ist sehr angenehm, doch obwohl die Bände alle unabhängig voneinander gelesen werden können, habe ich mich etwas schwer damit getan, in die Geschichte hineinzukommen.
Es gibt zu Beginn ein Kapitel „Was bisher geschah“, in dem alle bisherigen Protagonisten vorgestellt werden. Allerdings sind das eine ganze Reihe Figuren und es fiel mir trotzdem lange nicht leicht, sie alle zuzuordnen.
Doch nach und nach bekam ich einen guten Überblick und Birtie wurde mir, auch wenn sie oft sehr naiv reagiert, mit der Zeit etwas sympathischer.
Lonny mochte ich von Beginn an gerne. Obwohl es mir etwas an Tiefe fehlte bei den Charakteren, konnte ich seine Angst, sich für einen Weg zu entscheiden nachvollziehen. Wahrscheinlich, weil ich mich damit auch schwergetan hätte. ;-)
Gut gefallen hat mir auch, dass ich die Geschichte abwechselnd aus beiden Perspektiven verfolgen konnte.
Eine große Rolle spielt gutes Essen, denn die Autorin hat eine Vorliebe für guten Kuchen. Im „Endlich Satt“ oder im „Goldi´s“ wäre ich auch gerne einmal Gast und auch einen Cocktail oder einen guten Kaffee von Lonny würde ich gerne probieren.
Warum allerdings ein Gewitter die richtige Zeit ist, um Zitronenkuchen zu backen, habe ich nicht so ganz verstanden. Gegessen hätte ich ihn trotzdem gerne.;-)
Auch wenn es mir etwas an Tiefe gefehlt hat, sorgte die Stimmung zwischen den beiden Protagonisten und die Achterbahnfahrt ihrer Gefühle dafür, dass ich die Story letztendlich innerhalb kurzer Zeit beendet habe.
„Gefühlvoll“ ist ein toller Sommerroman und Wohlfühlroman mit Happy End. Dafür gibt es 4 Sterne und eine Leseempfehlung.










