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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Lilli33:

Unterhaltsam, aber wenig Tiefe

Endling von Jasmin Schreiber

Unterhaltsam, aber wenig Tiefe

Inhalt:
Zoe ist Biologin und forscht in München. Ihre Familie - alkoholkranke Mutter, schrullige Tante Auguste und sechzehnjährige Schwester Hanna - hat sie in den letzten Jahren aufgrund wiederkehrender Pandemien kaum gesehen. Da bittet die Mutter sie, während deren Reha ein Auge auf Hanna und Auguste zu haben.

Schon bald muss Zoe einsehen, dass sie hier so einiges verpasst hat. Die drei Frauen müssen sich einander erst wieder annähern und tun dies auf einem Roadtrip, denn Augustes Freundin Sophie ist verschollen. Die Spuren führen Zoe, Hanna und Auguste nach Italien zu einem mysteriösen Dorf, in dem nur Frauen leben.

Meine Meinung:
Von Jasmin Schreiber habe ich bereits „Marianengraben“ und „Der Mauersegler“ gelesen und war schlicht und ergreifend begeistert. Beide Bücher haben mich tief berührt. „Endling“ ist dies leider nicht gelungen. Ich bin mit den Charakteren einfach nicht warm geworden.

Die Handlung lässt sich zunächst ganz gut und interessant an. Wir befinden uns im Jahr 2041. Die Unterschiede zur Jetztzeit erweisen sich als durchaus nicht unwahrscheinlich. Der Umwelt geht es noch schlechter als heute, viele Arten sind vom Aussterben bedroht, die Rechte der Frauen wurden wieder mehr eingeschränkt und so manche muss gar um ihr Leben bangen. Dagegen kämpft Zoe, wenn auch ein bisschen halbherzig und ohne großen Erfolg.

Der Roadtrip der drei Frauen ist stellenweise ganz witzig zu lesen, hat aber auch ernste Seiten. Es werden viele Themen angerissen, aber leider für meinen Geschmack nicht ausreichend vertieft. Den Erzählstil empfand ich trotz Ich-Erzählerin als eher distanziert, sodass mich die Schicksale der Protagonistinnen nicht mitnahmen.

Wie von der Autorin gewohnt, sind auch diesmal wieder viele Fakten aus der Biologie eingestreut - auf Dauer waren es mir zu viele, zumal durch diese Ablenkungen von der Handlung der Lesefluss ein wenig leidet.

Der Roman ist im Großen und Ganzen ganz unterhaltsam, aber es fehlt ihm an Tiefe. Zudem entwickelt sich die Geschichte immer mehr in eine nicht greifbare, mystische Richtung, was ich nicht so gelungen finde. Einige wichtige und gute Denkansätze sind aber auch vorhanden.

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Rezensionen von liesmal:

So packend wie der 1. Fall

Tief im Schatten von Viveca Sten

Nachdem mich Viveca Sten mit ihrem Buch „Kalt und still“ bereits begeistert hat, habe ich ihrem neuen Buch entgegengefiebert. „Tief im Schatten“ beschreibt den zweiten Fall, in dem Hanna Ahlander und Daniel Lindskog gemeinsam ermitteln.
Wieder zieht mich die Geschichte von Anfang an in den Bann.

Diesmal dreht sich in Are alles um den Mord an einem Mann, der von allen gemocht wurde und der scheinbar keine Feinde hatte. In einem weiteren Erzählstrang erfährt man vieles über eine freikirchliche Gemeinde, in der es recht eigentümlich zugeht. Zumindest habe ich ein beklemmendes Gefühl und in manchen Situationen denke ich an das Leben in einer Sekte. „Gottes Liebe glänzt durch Abwesenheit.“ Dieser Satz hat mich besonders erzittern lassen.
Die Kälte des Landes erzeugt mit der oft eisigen Stimmung eine fast unerträgliche Gänsehaut.
Mir gefallen auch in diesem Roman die kurzen Kapitel, die mich in Endlosschleife denken lassen: Nur noch ein Kapitel. Sehr gern gebe ich meine Empfehlung für diesen großartigen Roman.

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Rezensionen von Tiroler Zeilenreisende:

ein berührender Abschluss

Die Uhrmacherin - Tage voller Geheimnisse von Claudia Dahinden

Hier geht es um den dritten Band einer Trilogie. Die Bücher können zwar unabhängig gelesen werden, jedes beinhaltet einen spannenden Krimi, allerdings empfehle ich die Reihenfolge, denn es gibt durchaus einen roten Faden, der sich durch die Geschichte zieht. Die Mordserie im dritten Band steht nicht im vollkommenen Vordergrund, auch die Freundschaft zwischen Sarah und Gideon nimmt viel Raum ein und man fragt sich als Leser, wohin das Ganze wohl führen wird.

Kann das wirklich nur eine platonische Freundschaft sein? Und auch die Uhrmacherei kommt nicht zu kurz.

Der Schreibstil ist sehr harmonisch und passt gut sowohl in die Zeit als auch an den Ort. Es kommen Ausdrücke und Redewendungen vor, die zwar verständlich, mir als Nichtschweizerin aber nicht geläufig sind. Ein Glossar am Ende des Buches hilft.

Sarah, die Hauptprotagonistin, wirkt manchmal ein wenig hart, aber das ist Teil ihrer Persönlichkeit. Mit der Zeit lernt man auch ihre verletzliche, weiche Seite kennen. Auch Gideon wird in diesem Buch nahbarer. Das Ende der Geschichte ist sehr berührend, tragisch, bedrückend sogar. Es ist ein gelungener Abschluss einer tollen Trilogie.

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Rezensionen von Jenny :

Fantastische Abenteuerwelt der Artussage

Die Alchemie der Magie von Tabatha Portejoie

Dieses Buch erschafft eine Welt, in die man komplett hineingezogen wird und automatisch ein Teil davon sein will.
Mit tollen Figuren und philosophischen Gedankengängen wird eine fantastische Geschichte durch's Lesen erlebbar.
Ich habe das Buch verschlungen und wollte nicht auf der letzten Seite ankommen.

Die schönen Illustrationen im Buchinneren machen das ganze Abenteuer noch lebendiger. Absolute Empfehlung!

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Rezensionen von liesmal:

Kinder sollten nicht leiden müssen

Das einzige Kind von Hera Lind

Die Geschichte beginnt im Jahr 1940 irgendwo in einem kleinen Ort im ehemaligen Jugoslawien. Damals ist der kleine Djoko fünf Jahre alt. Was er alles erlebt, welche Verluste er hinnehmen muss, welchen Menschen er begegnet, wer es gut mit ihm meint und vor wem er sich in Acht nehmen muss: All das erzählt Hera Lind in ihrem herzergreifenden Roman, der auf Tatsachen beruht.

Dass die Autorin sich entschieden hat, den inzwischen fast neunzig Jahre alten Djoko seine Geschichte erzählen zu lassen und dabei seinen Erinnerungen freien Lauf zu lassen, gefällt mir ausnehmend gut. Manchmal habe ich das Gefühl, ich sitze neben dem alten Mann und höre zu. Dann wieder ist es der kleine Junge, der auf seinem Weg Unglaubliches erlebt, den ich begleite und einfach nur hoffe, dass der grausame Krieg endlich enden möge und Djoko zur Ruhe kommen kann.
Es ist einfach unglaublich, was ein Mensch ertragen kann. Dafür ist Djokos Geschichte ein gutes Beispiel. Nur gut, dass es trotz allem Bösen auch immer wieder Menschen gibt, die über Regeln und Gesetze hinaus die Nächstenliebe praktizieren. Wenigstens in dieser Hinsicht hat Djoko ein wenig Glück gehabt.
Ich habe die Geschichte gelesen, die sich vor vielen Jahrzehnten zugetragen hat. Doch dabei auch die Sicht auf die heutige Realität zu haben, das lässt sich nicht vermeiden. Immer wieder tauchen aktuelle Bilder vor meinen Augen auf, seien es die aus der Ukraine oder aus Israel und Palästina.

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Rezensionen von Miro:

Eine Sammlung an Gedanken

Sinkende Sterne von Thomas Hettche

Thomas Hettche begibt sich mit diesem "Roman" in die Schweiz seiner Kindheit und versetzt sie gleichzeitig in eine dystopisch anmutende Zeit ohne rechten Rahmen. Manches ist einfach eigenartig, wirkt wirr und unpassend, wird aber nicht näher erläutert.

Ich würde dieses Buch nicht als Roman bezeichnen.

Dafür ist die Rahmenhandlung einfach zu wenig. Der Autor lässt sein Alter Ego manchmal in Erinnerungen schwelgen und manchmal lässt er seinen Gedanken einfach freien Lauf. Dabei schreibt er über Literatur und das Schreiben im Allgemeinen und zwischendurch erläutert er uns die Odyssee und lässt uns eine Abhandlung über Rilke lesen.

Für mich war das alles nicht ganz stimmig. Es wirkt sehr belehrend und gleichzeitig ziemlich zusammenhanglos und obwohl der Autor sein Handwerk beherrscht, konnten mich diese Zeilen nicht erreichen. Immer wenn sich etwas Lesefluss eingestellt hat, schweift die Geschichte in eine andere Ecke und ich quälte mich von Neuem.

Zweifelsohne kann Herr Hettche meisterhaft schreiben und das blitzt auch aus diesem Buch immer wieder heraus, weswegen ich mich doch für 3 Sterne entschieden habe. Aus der Geschichte mit dem abgeschnitten Wallis hätte auch was entstehen können, aber indem der Autor seine autofiktionale Figur am Ende im Fieberwahn schwafeln lässt, bleibt sowieso offen, wie viel davon Bedeutung hat.

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Rezensionen von Daggy:

Wie es kommen könnte

Boy from Mars - Auf der Jagd nach der Wahrheit von Christian Linker

Jonto lebt im Jahr 2099 mit seinem Opa auf dem Mars. Dort gibt es Kolonien, deren Bewohner friedlich und reich zusammenleben. Als aber der Opa plötzlich verstirbt, muss Jonto zu seiner Mutter auf die Erde zurück. Dort hat der dreizehnjährige Junge einige Problem. Seine Mutter ist ihm fremd, aber auch die Kultur und die Entwicklung der Erde kennt er nur aus dem Unterricht.

Er weiß, dass Amsterdam überflutet wurde und es Flüchtlinge, wie Wilhelms Oma gab.
So kämpft er mit der Schwerkraft, mit der sein Körper erst umzugehen lernen muss, freit sich aber darüber, dass er keinen Raumanzug tragen muss.
Das Tage buch seines Opas berichtet davon, dass seine Opa eine Wunderwaffe gegen den Klimawandel konstruiert hat, aber es ist lange unklar, ob es sich um Wunschdenken oder eine reale Maschine handelt. Konto findet Verbündete, die ihn bei der Suche unterstützen.
Erstaunlich mit wie viel Fantasie da eine Zukunft erdacht wurde, die leider an vielen Stellen erschreckend real ist. Ich kann mir vorstellen, dass sich die Erde aufgrund des Klimawandels so entwickeln wird. Untergegangene Städte, missglückte Versuche die Auswirkungen aufzuhalten und neue Städte mit neuen Konzepten.
Das Buch ist spannend zu lesen, aber es geht auch um Freundschaft und Zuneigung. Jonto und seine Mutter müssen zueinander finden und es gefällt mir sehr gut, dass die Mutter schnell einsieht, dass Vertrauen nötig ist, um zueinander zu finden.

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Rezensionen von Daggy:

Eine fantastische Geschichte voller Action

Das Buch der gestohlenen Träume (Das Buch der gestohlenen Träume 1) von David Farr

Das Cover mit seinen glänzenden goldenen Buchstaben ist auf jeden Fall ein Hingucker. Die Geschwister Rachel und Robert leben zusammen mit ihren Eltern in Krasnia, einen Land, dass von dem Diktator Charles Malstain regiert wird. Er mag keine Kinder und deshalb haben sie auch keine Berechtigung im Alltag aufzutauchen.

Das Buch beginnt mit einer Warnung an den Lesenden, das Lesen des Buches geheim zu halten, denn man weiß ja nie, ob ein Spion aus Krasnia uns beobachtet.
Im ersten Kapitel reist Rachel allein mit einem Luftschifft nach Port Clement, einen Nachbarstaat. Ein eigenartiger Mann spricht sie an und wir erfahren, dass sie unter falschem Namen reist und ein Geheimnis kennt. Erst im dritten Kapitel wird uns Rachel und ihre Familie vorgestellt. Ihr Vater ist Bibliothekar in einer großen Bibliothek und er erfindet spannende Spiel, die er mit seinen Kindern zu Hause spielt. Doch an Rachels zwölften Geburtstag geht er ein großes Risiko ein und geht mit den Kindern in sie Bibliothek, hier zeigt er ihnen ein geheimes Buch, „das Buch der gestohlenen Träume“.
Wie sich herausstellt soll dieses Buch vernichtet werden, aber eigentlich möchte Charles Malstain das Buch in seinem Besitz bringen, weil er hofft, dass es ihm einen großen Nutzen bringt. So erforschen die Kinder die Herkunft und den Sinn des Buches. Es beinhaltet 49 Träume, die wundervoll illustriert sind. Dann müssen sie vor der Geheimpolizei, die auch vor Folter und Mord nicht zurückschreckt, fliehen.
Das Buch umfasst fasst 400 Seiten, die allerdings in etwas größerer Schrift gedruckt sind, Einige Kapitel beginnen mit einer Seite aus dem „Buch der gestohlenen Träume“, erfahren wir etwas über diese Texte. Es brauchte einige Zeit bis ich die Zusammenhänge der Geschichte durchschaut hatte und nicht alles schien mir immer logisch aufgebaut zu sein.
Die Beschreibung des Tyrannenstaates hat mir oft richtig geängstigt und Vergleiche mit einigen Diktatoren boten sich an.
Tapfere Kinder erleben spannende Abenteuer um ein Buch mit magischen Eigenschaften, aber so ganz überzeugen konnte mich die Geschichte nicht.

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Rezensionen von Nele33:

überzeugt nur bedingt

Das Buch der gestohlenen Träume (Das Buch der gestohlenen Träume 1) von David Farr

Nach Dark Cloud ist White Zero der zweite Umweltthriller von Thilo Falk.

Kommt nun eine Eiszeit nach Europa? Die Thematik und der Klappentext haben mich sehr angesprochen und auch das Cover war zum Thema sehr gut gewählt. Die einzelnen Kapitel sind klar gegliedert und die Temperaturangaben als Überschrift zeigen beim Lesen Wirkung.

Die Auswirkungen auf die Gesellschaft werden leider im Gegensatz zu den privaten Ereignissen im Leben der Protagonisten sehr minimalistisch beschrieben und konnten mich nicht wirklich erreichen.

Es werden sehr viele unterschiedliche Themen vereint, die allesamt sicher geschehen könnten, aber dadurch hat das Buch für mich keinen wirklichen Spannungsbogen gehabt und zog sich an manchen Stellen dadurch sehr in die Länge.
Die Idee mit den Zeitungsausschnitten hingegen finde ich genial und stößt das Nachdenken an. Unser Bundeskanzler ist gut karikatiert und ließ mich dann und wann schmunzeln.

Vieleicht habe ich den Humor nicht ganz verstanden, aber das Gendern im Text war mir dann doch ein wenig zu viel und hat meinen Lesefluss erheblich gestört.

Insgesamt fehlt doch einiges für einen runden Thriller, darum kann ich leider nur 3 Sterne vergeben.

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Rezensionen von PMelittaM:

Lesenswerter dritter Anthologieband

Sternenglut - Ein Raum voller Welten von Szosha Kramer; Katharina Maier; Aybiline I. Dahlson; Mary Stormhouse; Alexander Lenz; Matilda Best; O. E. Wendt; R. M. Amerein; Bob Blanton

Der dritte Band der Anthologienreihe enthält neun Geschichten von ebenso vielen Autor:innen. Diese kennt man zum größten Teil bereits aus den Vorgängerbänden, Bob Blanton ist neu dabei. Alle Geschichten haben wieder einen SF-Hintergrund.

Die Geschichten sind wie gewohnt vielfältiger Natur. Nicht jede hat mir gefallen, doch viele haben mir Lust auf weitere Werke der entsprechenden Autor:innen gemacht, wobei ich von einigen bereits andere Werke kenne und mag.

Gefallen haben mir in diesem Band vor allem die Geschichten, bei denen die Charaktere im Mittelpunkt stehen und auch Wert auf Charakterzeichnung und Emotionen gelegt wurden: Mary Stormhouses „Das Raumschiff, das von Liebe träumte“ hat die Emotion bereits im Titel und macht ihr alle Ehre, allerdings auf andere Weise als man das denken könnte. Szosha Kramers „Die Zeitenblase“ enthält einige interessante Charaktere, die ich gerne wiedertreffen würde. Katharina Maiers „Die Entdeckung von Guang Yu“ ist ein Kammerspiel zweier Charaktere, die erst nach und nach zeigen, was in ihnen steckt, während R. M. Amereins „Das Schicksal steht auf keiner Ladeliste“ vor Emotionen nur so strotzt.

Wie bei fast allen Anthologien gibt es auch hier Geschichten, die mir weniger gefallen haben, benennen werde ich diese aber natürlich nicht, sie waren deutlich in der Unterzahl.

Die meisten Geschichten dieser Anthologie haben mir gut bis sehr gut gefallen und Lust auf weitere Werke der jeweiligen Autor:innen gemacht, so dass ich sie wieder Genrefans und jenen, die einmal ins Genre hineinschnuppern möchten, empfehlen kann.

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