Kunden em pfehlungen
Rezensionen von brauneye29:
Tolles Thema
Nachbarn von Diane Oliver
Zum Inhalt:
Kann man es wagen das eigene Kind als einziges Kind auf eine Schule der Weißen zu schicken? Ein anderes Paar fühlt sich durch rassistische Übergriffe genötigt im Wald zu leben und entwickelt eine ungeheure Wut. Und eine Heirat mit einem Schwarzen fordert ihren Preis.
Meine Meinung:
Ich hatte die Gelegenheit sowohl das Buch zu lesen als auch das Hörbuch zu hören und beide haben ihre eigenen Qualitäten.
Was aber natürlich bei beiden gleich ist, ist das überragend gut umgesetzte Thema des Rassismus. Wer selbst nicht damit konfrontiert ist, kann im wahren Leben kaum die Probleme nachvollziehen. Hier wird einem aber sehr deutlich gemacht, was Betroffene durchleiden müssen und das nur durch eine andere Hautfarbe. Ich fand sowohl den Schreibstil als auch die Art des Vortrags sehr gut. Trotz des schwierigen Themas fühlte ich mich gut unterhalten.
Fazit:
Tolles Thema
Rezensionen von brauneye29:
Guter Abschluss
Schatten – Die Macht des Lichts (Schatten 3) von Timo Parvela
Zum Inhalt:
Als Pete und Sara in die Menschenwelt zurückkehren hat sich dort alles verändert. Fast alle Menschen haben ihre Schatten verkauft und damit auch ihre Seele verloren und jeder kümmerte sich nur um sich selbst. Und Krampus schürt Hass und Wut. Doch Pete und Sara wollen sowohl die eigene Welt und Auroria retten.
Meine Meinung:
Was mir in den ersten Bänden schon gut gefallen hat, geht hier nahtlos weiter. Tolle Illustrationen und eine Geschichte, die einen einfach packt. Gerade durch die schon sehr düsteren Zeichnungen kommt eine wahnsinnige Atmosphäre ins Buch und zieht einen förmlich durch die Geschichte. Den Schreibstil fand ich wieder sehr gut und ich hätte gerne noch weiter gelesen, aber mit dem dritten Teil ist halt leider Schluss.
Fazit:
Guter Abschluss
Rezensionen von Novalie:
Gute Fortsetzung
The Queen Will Rise Vampire Royals von Marie Niehoff
Gute Fortsetzung
Nach den Vorkommnissen im ersten Teil herrscht das Chaos nicht nur in den Straßen Londons, sondern auch zwischen Florence und Benedict. Der Krieg zwischen Menschen und Vampiren nimmt neue Formen an und während sich Liebe, Loyalitäten und Vernunft bekämpfen, müssen sich Florence und Benedikt entscheiden, wem sie vertrauen wollen.
Wie schon den ersten Teil, habe ich auch diesen Band sofort verschlungen. Der Schreibstil ist einfach sehr angenehm und den Sprecher:innen könnte ich stundenlang zuhören. Was ich ja auch gemacht habe.
Die Protas haben auch hier sehr authentisch gewirkt und ich konnte ihre Handlungen gut nachvollziehen. Sie bleiben herrlich untoxisch und reflektieren ihr Verhalten, was ein riesiger Pluspunkt ist.
Was mich jedoch etwas gestört hat war, dass man noch immer kaum Kontext bekommt. Zwar spielt hier Politik zumindest eine Rolle, aber über den Rest der Welt habe ich gefühlt nichts erfahren. Dadurch war die Story für mich von einer Wolke der Ungewissheit umgeben und ich wusste bei vielem nicht, wie ich es mir vorstellen soll.
Für meinen Geschmack hätte die Handlung dichter und der Spannungsbogen ausgeprägter sein dürfen, aber auch so war es ein richtig angenehmer Lesesnack.
Die Geschichte bleibt sich treu und man bekommt, was man erwartet. Wer den ersten Teil gemocht hat, wird auch dieses Buch lieben.
Rezensionen von Reiseweise:
Erwachsenwerden, aber melancholisch
Klarkommen von Ilona Hartmann
Was die Erzählerin in Ilona Hartmanns Roman „klarkommen“ beschreibt, kommt vermutlich den meisten Leser:innen in irgendeiner Form sehr bekannt vor aus der eigenen späten Jugend oder frühen Erwachsenenzeit. Das Gefühl, man müsste zu einer Party, aber nicht, weil man wirklich dahin will, sondern nur, um sich nicht zu ärgern, sie verpasst zu haben.
Das Heimweh nach Elternhaus und Heimatort, um sich dann dort sofort eingeengt zu fühlen und in die Großstadt zurück zu wollen, die einen aber irgendwie auch überfordert. Die Frage, ob eigentlich alle anderen an der Uni genau wissen, was sie tun und wie man cool ist, und man die einzige Person ist, die das noch nicht gelernt hat.
Der Roman ist in viele, meist sehr kurze und episodenhafte Kapiteln unterteilt, so dass man ihn schnell liest, weil man doch so ein kurzes Kapitel noch schnell lesen kann - das gibt dem Roman einen unterhaltsamen Sog, der die Melancholie trotzdem wirken lässt.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Maria Dörfler:
Eine sehr österreichische Frauen Familiengeschichte
Packerl von Anna Neata
Die Sprache rund und angenehm weich, auch dann, wenn es der Inhalt oft gar nicht ist. Die Frauengestalten werden lebendig und ihre Kommunikation, wenn sie denn stattfindet, bissig oder liebevoll, ist unterhaltsam und da oder dort findet sich wohl jede ein wenig selbst in diesem Text.
Als eine, die der Generation von Elli und Ursel angehört, werden Bilder, Themen, Problemstellungen meiner Jugend wieder belebt.
Die Beschreibung von Schwierigkeiten zwischen Müttern und Töchtern, ihr Wechsel von Zuneigung und Aggression haben mich beeindruckt. Familienereignisse, Treffen werden wunderbar und oft durchaus witzig beschrieben. Obwohl die Gräben zwischen den Generationen tief sind.
Die Sprünge von Zeit zu Zeit über Jahrzehnte, vor allem am Anfang, machen mir manchmal zu schaffen, das scheint jetzt modern zu sein - ich sehe darin keinen besonderen Sinn. Und hin uns wieder hat sich mir das Wort Klischee aufgedrängt. Aber vielleicht ist das Leben oft einfach so.
Ein sehr empfehlenswertes Buch, ich werde es verschenken.
Maria Dörfler
Rezensionen von HEYN Leserunde, Lieselotte Fieber:
Kompakt wie ein Paket
Packerl von Anna Neata
Das Leben dreier Frauengenerationen wird in dem Romandebüt von Anna Neata mitunter sehr bedrückend beschrieben. Er handelt von Hoffnungen, unerfüllten Träumen und der Suche nach dem Glück.
Die fehlende Chronologie verwirrt manchmal, zwingt jedoch gleichzeitig zum genauen Lesen.
Einige Ereignisse, die beschrieben werden, wecken persönliche Erinnerungen und man kommt dadurch den Protagonisten sehr nahe.
Leseempfehlung vor allem für die 70er, 80er und 90er Generationen…
Rezensionen von drachenzahn:
Buchstaben und Bits – Ein Roboterbuch für Erstleser
Wieso? Weshalb? Warum? Erstleser, Band 14 - Roboter von Annette Neubauer
Die Erstleser-Bücher von „Wieso? Weshalb? Warum?“ sind perfekt auf Leseanfänger abgestimmt. Die Schrift ist groß und orientiert sich an der gängigen Fibelschrift. Auf einer einzelnen Seite ist meist ein in sich abgeschlossenes Kapitel mit recht wenig Text, das zudem durch passende Illustrationen begleitet und unterstützt wird.
Die Sprache bleibt trotz des Themas Roboter überwiegend einfach, sodass Kinder ab 7 Jahren ihn sehr gut verstehen können.
Besonders toll finde ich, dass dieses Buch die Kinder durch Rätsel und Lesespiele gezielt motiviert, ihre Lesefertigkeiten aktiv unter Beweis zu stellen. So müssen Silben oder Buchstaben in die richtige Reihenfolge gebracht, Buchstaben ergänzt oder Wörter in Gittern gesucht werden. Am Ende des Bandes befindet sich des Weiteren eines Lesequiz, mit dem man sich selbst testen kann, inwieweit das Gelesene verarbeitet und behalten wurde.
Auf einer Doppelseite kann man das Leseverständnis mit Hilfe von Stickern testen, die je nach Text an eine bestimmte Stelle geklebt werden müssen. Einmal erledigt, ist diese Aufgabe jedoch leider nicht wiederholbar. Anders ist das mit dem Leselotto. Hier handelt es sich um insgesamt 24 Karten. Die Kinder sollen hier die richtige Erklärung zum passenden Wort bzw. Bild legen. Ob ihre Lösungen korrekt sind, sehen sie anhand der Farben auf der Rückseite.
Als Erstleserbuch ist der Band wirklich perfekt. Auch inhaltlich ist er definitiv interessant. Das Thema „Roboter“ wird weitgefächert betrachtet. Was ist ein Roboter? Woraus besteht er? Was können sie und was nicht? Was versteht man unter künstlicher Intelligenz? Die einzelnen Texte stellen den jeweiligen Bereich grob vor, ohne jedoch sonderlich ins Detail zu gehen.
Allerdings stört mich schon, dass diese moderne Technik lediglich positiv dargestellt wird. Dass es zum Beispiel Roboter zum Trösten gibt, stellt für mich eher eine traurige Notlösung dar, als tatsächlich ein erstrebenswerter Ersatz für menschliche Nähe. Zumindest ein bisschen könnte man die Kinder neben dem Lesen auch noch zum kritischen Denken anregen.
Ansonsten ist das Buch tatsächlich sehr geeignet, um auch Lesemuffel zu begeistern, insbesondere wenn sie sich für Technik und Roboter im Speziellen interessieren.
Rezensionen von Schlafmurmel:
Todesfälle in der Kinderklinik
Eric Holler: Glück Auf, Tod! von Roman Just
Die Entdeckung von vier Todesanzeigen von Babys, die alle in derselben Klinik entbunden wurden, führt Holler in die Cafeteria des Krankenhauses, denn dieses hat Eric Holler stutzig gemacht und da er zur Zeit einen Auftrag hat denkt er sich da stimmt doch was nicht. Dort lernt er eine Kinderkrankenschwester Cornelia kennen aber ob die ihm helfen kann das ist fraglich.
Nach einem weiteren Todesfall sucht Holler Hilfe beim Kriminalisten Manfred Werthofer, mit dem er bereits in einem offiziellen Fall zusammengearbeitet hat. Doch Werthofer winkt ab, es lagen keine Anzeigen vor und so gläsern waren die Menschen nun doch nicht ,im Netz das hier etwas stehen könnte in den sozialen Netzwerken. Aber Erik Holler gibt nicht auf, wenn er einmal angebissen hat lässt er so schnell nicht locker Die Auflösung des Falls gestaltet sich durch überraschende Wendungen, die den Leser bis zum Schluss in Atem halten. Das Buch besticht nicht nur durch seine packende Handlung, sondern auch durch die Charakterentwicklung von Eric Holler, Insgesamt hat mir „Glück Auf, Tod!“ gesagt. Sehr gut gefallen. Die Mischung aus Spannung, Romantik und gesellschaftlicher Relevanz macht den Krimi zu einer empfehlenswerten Lektüre. Deshalb empfehle ich es sehr gerne weiter
Rezensionen von Daggy:
DDR-Forrest Gump
Heinz Labensky - und seine Sicht auf die Dinge von Anja Tsokos; Michael Tsokos
Heinz Labenski wächst in Briesen in einem kleinen Dorf in Brandenburg bei seiner alleinerziehenden Mutter auf. Der Vater ist vom Russlandfeldzug nicht zurückgekehrt und Heinzi macht sich oft Gedanken um seinen Vater, den der nicht kennengelernt hat. Als das „Russenmädchen“ Rita in das Dorf zieht, setzt sie sich in der Schule ungefragt neben den Außenseiter und der beschließt, dass er das Mädchen mit den schönen Mandelaugen beschützen muss.
Als Heinz mit elf Jahren einem Arzt vorgestellt wird, stuft der den Jungen als „Schulbildungsunfähig“ ein und er kann nach der sechsten Klasse die Grundschule verlassen. So lernt Heinz nie rechnen und nur durch Ritas Hilfe kann er leidlich lesen. Weitere Schulbildung wird ihm verwehrt und das führt dazu, dass er in seinem späteren Leben eine sehr naive Sicht auf die Welt um sich herumhat. So weiß er Ritas sexuelle Aktivitäten nicht einzuordnen und steht brav Schmiere, wenn sie mit den Jungen aus dem Dorf hinter dem Zaun verschwindet.
Ein Brief von Ritas Tochter bringt den fast achtzigjährigen Heinz dazu Erfurt zu verlassen und mit dem FlixBus nach Warnemünde zu fahren. Auf der Fahrt erzählt er wechselnden Mitreisenden sein bewegtes Leben. Dabei tauchen einige reale Personen auf, die Heinz Leben und seine Gedanken beeinflusst haben.
Manchmal musste ich schon über Heinz Gedanken und seine Unwissenheit lachen, aber er ist durchaus auch ein kleiner Philosoph, der sich entscheiden muss, ob er in seiner Fantasiewelt bleibt oder die Realität annimmt, so wie sie sich ihm darstellt.
Der Aufbau und auch Heinz Gedanken erinnern schon sehr an Forrest, der ja auch mit seinen intellektuellen Möglichkeiten auf sein Leben blickte. Nur hier geht es um das Leben in der DDR. Ich, die ich seit fast 70n Jahren in Westdeutschland wohne, habe auf diesem Wege einiges über das Leben dort erfahren, über schwarze Taxen, Werbung, Fernsehsendungen und dem Wort Erdmöbel für Sarg. Ein Buch, das zu lesen ich sehr empfehlen kann.
Heinz Labenski wächst in Briesen in einem kleinen Dorf in Brandenburg bei seiner alleinerziehenden Mutter auf. Der Vater ist vom Russlandfeldzug nicht zurückgekehrt und Heinzi macht sich oft Gedanken um seinen Vater, den der nicht kennengelernt hat. Als das „Russenmädchen“ Rita in das Dorf zieht, setzt sie sich in der Schule ungefragt neben den Außenseiter und der beschließt, dass er das Mädchen mit den schönen Mandelaugen beschützen muss. Als Heinz mit elf Jahren einem Arzt vorgestellt wird, stuft der den Jungen als „Schulbildungsunfähig“ ein und er kann nach der sechsten Klasse die Grundschule verlassen. So lernt Heinz nie rechnen und nur durch Ritas Hilfe kann er leidlich lesen. Weitere Schulbildung wird ihm verwehrt und das führt dazu, dass er in seinem späteren Leben eine sehr naive Sicht auf die Welt um sich herumhat. So weiß er Ritas sexuelle Aktivitäten nicht einzuordnen und steht brav Schmiere, wenn sie mit den Jungen aus dem Dorf hinter dem Zaun verschwindet.
Ein Brief von Ritas Tochter bringt den fast achtzigjährigen Heinz dazu Erfurt zu verlassen und mit dem FlixBus nach Warnemünde zu fahren. Auf der Fahrt erzählt er wechselnden Mitreisenden sein bewegtes Leben. Dabei tauchen einige reale Personen auf, die Heinz Leben und seine Gedanken beeinflusst haben.
Manchmal musste ich schon über Heinz Gedanken und seine Unwissenheit lachen, aber er ist durchaus auch ein kleiner Philosoph, der sich entscheiden muss, ob er in seiner Fantasiewelt bleibt oder die Realität annimmt, so wie sie sich ihm darstellt.
Der Aufbau und auch Heinz Gedanken erinnern schon sehr an Forrest, der ja auch mit seinen intellektuellen Möglichkeiten auf sein Leben blickte. Nur hier geht es um das Leben in der DDR. Ich, die ich seit fast 70n Jahren in Westdeutschland wohne, habe auf diesem Wege einiges über das Leben dort erfahren, über schwarze Taxen, Werbung, Fernsehsendungen und dem Wort Erdmöbel für Sarg. Ein Buch, das zu lesen ich sehr empfehlen kann.
Rezensionen von Daggy:
Verrückt und lesenswert
Alles im Grünen oder Wie ich die Kette der Beschissenheit durchbrach von Filiz Penzkofer
Ein herrlich verrücktes Buch, ich hatte solch einen Spaß beim Lesen.
Dank ihrer Therapeutin Maya bekommt Rabea einen Platz in einer WG.
Hier lebt sie zusammen mit Queen Tigers, einer Voodoo-Zauberin mit geschwärztem Augenweiß und Musti, einem Syrer, den sie aufgrund seinen Bartes für einen Terroristen hält.
Da wird es im Alltag für eine junge Frau, die voller Ängste ist, schwer. Auf keinen Fall will sie den beiden in der Wohnung begegnen, auch den gemeinsamen Kühlschrank kann Rabea unmöglich benutzen. Statt einzukaufen, nutzt sie die Lieferdienste, U-Bahn oder Taxi kann sie auf keinen Fall nutzen und an Friedhöfen geht sie nicht einmal vorbei.
Doch dann geschieht etwas völlig Unerwartetes, die Vermieterin liegt tot in ihrer Wohnung und Musti hat sie dort gefunden. Doch statt die Polizei zu informieren, versucht Queen Tigers die alte Frau mit ihren Zauberkünsten zurückzuholen. Die Situation wird immer chaotischer und ich konnte mir oft ein Lachen nicht verkneifen.
Im Laufe der Geschichte erklärt sich auch der ungewöhnliche und etwas unhandliche Titel auf witzige Weise. Zu Anfang fand ich das Buch einfach nur durchgeknallt, aber je weiter ich las umso mehr konnte ich die Denkweise der Protagonisten verstehen und die drei ungleichen Menschen wurden zu einer tollen Gemeinschaft, Geheimisse wurden preisgegeben und Rabea entwickelte sich zu einer etwas weniger ängstlichen jungen Frau.
Es lohnt sich auf jeden Fall, sich den Titel zu merken und das Buch zu lesen.










