Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Chris:
Ein tolles Buch über Zusammenhalt
Wir sind (die) Weltklasse von Tanya Lieske
Ich habe das Buch meinem Sohn vorgelesen und es hat uns beiden sehr viel Spaß gemacht. Anfänglich hatte ich Bedenken, dass es zu "moral-apostelich" sein könnte aber das war es dann überhaupt nicht.
Uns gefiel der Erzählstil, die Bilder haben es wunderbar aufgelockert und alles in allem würde ich es als bunt, positiv, turbulent und unterhaltsam beschreiben.
Es handelt von Adam, einem Jungen der mit seiner Familie aus Polen nach Deutschland zieht. Er muss sich in einem neuen Land und in einer neuen Schule zurechtfinden.
Besonders toll fand ich die Lehrerin Frau Meister, denn ich habe so viele Parallelen zu der Klassenlehrerin meines Sohnes gesehen. "Frau Meister ist der Hauptgrund, warum wir so gerne in die Schule gehen." Dieser Satz bringt es auf den Punkt und macht so sehr deutlich wie wichtig gute und engagierte LehrerInnen für Kinder sind.
Absolut empfehlenswert!
Rezensionen von Tobias Kallfell:
"Cancel Culture" im Jahr 1922 in Russland
Das Philosophenschiff von Michael Köhlmeier
Die 100-jährige Frau Professor Anouk Perleman-Jacob bittet einen Journalisten darum, Gespräche mit ihr zu führen, um einen biographischen Bericht zu ihrem Leben daraus zu verfassen. Sie blickt auf ein ereignisreiches Leben zurück, wurde 1908 in St. Petersburg geboren und gilt im Roman als eine der bedeutendsten europäischen Architektinnen des Jahrhunderts (es handelt sich um eine fiktive Figur!).
Ihr monologischer autobiographischer Bericht, der mitten im russischen Bürgerkrieg im Jahr 1922 beginnt und durch die sprachliche Gestaltung sehr authentisch und realistisch wirkt (obwohl er fiktiv ist), wird immer wieder auch durch dialogische Sequenzen unterbrochen, bei denen sie sich an den Journalisten wendet. Dieser nimmt die Gespräche mit einem Aufnahmegerät auf.
Zu Beginn beschreibt sie die elendigen Lebenszustände im russischen Bürgerkrieg (u.a. werden auch Verhöre der damaligen Geheimpolizei geschildert und wir lernen schlagwortartig einige historisch bedeutsame Figuren kennen, die in die fiktive Handlung eingeflochten werden). Die Eltern von Perleman-Jacob zählten zur unliebsamen Intelligenzija. Zahlreiche Intellektuelle wurden Ende 1922 des Landes verwiesen und mit Schiffen deportiert, darunter auch Anouk mit ihren Eltern. Das Ziel dieser Aktion: Kritiker loszuwerden. Diese Zeit nimmt den größten Raum der Schilderung ein und ich empfehle zur Nachbereitung des Romans das Thema nachzurecherchieren. Es lohnt sich!
Das Buch macht einen gut recherchierten Eindruck. Ich habe einiges über die russische Geschichte dazugelernt. Die sogenannten „Philosophenschiffe“ waren mir zuvor nicht als Begriff geläufig. Das paranoide Denken der Staatenlenker wird ebenso gut deutlich, wie das beengende und verunsicherte Gefühl der Passagiere an Bord der Schiffe. Den Ausgewiesenen ist nicht klar, was mit ihnen passiert. Es herrscht eine angespannte-angstvolle Atmosphäre an Bord. Das wird gut eingefangen. Niemand traut sich Fragen zu stellen, es herrscht großes Misstrauen. Und über allem schwebt auch immer die Frage nach dem „warum“. Warum wurden diese Personen ausgewiesen und wer hat das veranlasst?
Einzelne Passagiere werden näher porträtiert. Und den Höhepunkt bilden in meinen Augen die Streifzüge Anouks durch das Schiff. Dabei begegnet sie eines Abends einem Passagier, der sich als Lenin zu erkennen gibt. Er ist von Krankheit schwer gezeichnet. Man fragt sich natürlich, ob die Begegnung der kindlichen Fantasie entspringt, ob sich von den Passagieren jemand als Lenin ausgibt oder ob die Begegnung tatsächlich stattgefunden hat. Vielleicht will Anouk ihre Biographie mit dieser Anekdote zu Lenin auch einfach nur aufwerten? Kurzum: An dieser Stelle sind verschiedene Lesarten möglich, das ist gut arrangiert (letztlich ist die gesamte Begegnung aber natürlich eine Fiktion, Lenin war niemals auf einem Philosophenschiff). Die Unterredung von Anouk und Lenin war für mich die interessanteste Stelle im Buch.
Was mich beim Lesen wieder sehr beschäftigt hat, ist die Frage, was real und was fiktiv ist. Beide Ebenen vermischen sich. Man weiß nicht, welche Figur rein fiktiv ist und welche tatsächlich historisch verbürgt ist. An welchen Stellen macht der Autor von künstlerischer Freiheit Gebrauch? An einigen Stellen hätte ich ein gern ein passendes Geschichtsbuch begleitend zur Lektüre gelesen, doch leider gibt es weder ein Nachwort noch weiterführende Literaturhinweise. Teilweise habe ich versucht, Figuren im Internet zu recherchieren, habe aber nichts zu ihnen gefunden (dann werden sie wohl fiktiv sein?! Oder hat der Autor etwa die Passagierlisten zu Rate gezogen, z.B. bei Danil Danilowitsch Sidorow und seine Frau Monja Sidorowa?!).
Für wen ist das Buch geeignet: Sicherlich für Leute, die sich mit russischer Geschichte auskennen und für sie interessieren. Wer auch Parallelen zur heutigen Situation entdecken möchte, ist bei diesem Buch gut aufgehoben (der Vergleich drängt sich ja förmlich auf!). Punktuell geht es z.B. auch um die schwierige Situation der entwurzelten Exilanten im neuen Aufnahmeland. Man kann den inhaltlichen Bogen in meinen Augen sogar bis zur Diskussion um die sogenannten „Cancel Culture“ spannen. Das Buch bietet als viel Stoff zum Nachdenken. Von mir gibt es 4 Sterne! Warum nicht 5 Sterne? Weil ich mir ein Nachwort gewünscht hätte und weil ich den Erzählton stellenweise als etwas zu trocken empfunden habe
Rezensionen von yellowdog:
Der Unfall
Arctic Mirage von Terhi Kokkonen
Terhi Kokkonen ist eine neue Autorin aus Finnland, die mit Arctic Mirage ihren ersten Roman vorlegt.
Die Handlung wird stark vom ersten Satz geprägt. „Nachdem Karo Risto umgebracht hat, steht sie auf“.Danach zeigen die folgenden Kapitel, die je mit Wochentagesnamen (Sonntag bis Freitag) bezeichnet sind, wie es dazu kommen konnte.
Karo und Ristos hatten im Urlaub einen Autounfall und mussten leicht verletzt im Hotel Arctic Mirage absteigen. Die Stimmung ist gereizt. Auch die Umstände des Autounfalls erinnern beide anders.
Die meiste Zeit ist man als Leser an der Seite von Karo, gelegentlich bei dem Hotelpersonal. Hinzu kommen Rückblenden.
Man erkennt zunehmend eine toxische Beziehung.
Das Buch ist lange geheimnisvoll und atmosphärisch sowie geschickt gemacht.
Rezensionen von Claudia R:
Gedichtesammlung
Licht über Licht von Pinar Akdag
Klappentext / Inhalt:
Der da leidet sehr in dunkler Nacht,
Über ihn das Licht behutsam wacht.
Bald ist sie vorbei, die arge Schlacht –
Und du bist stark und mutig aufgewacht.
In "Licht über Licht" ergründet die Autorin Pinar Akdag die Tiefen ihrer Seele und verarbeitet ihre Erfahrungen mit schwierigen Lebensumständen.
Ihre spirituellen Gedichte laden die Leser und Leserinnen ein, die Welt mit neuen Augen zu sehen und lehren, dass es auch in schweren Zeiten immer ein Licht gibt, das uns durch die Dunkelheit führt.
"Licht über Licht" ist ein wunderbarer Gedichtband, der Mut macht und dazu inspiriert, das Leben mit Glaube, Hoffnung und Freude anzunehmen.
Cover:
Das Cover ist sehr stilvoll und elegant gestaltet und wirkt sehr wertig. Der Baum mit den vielen Blättern nimmt eine zentrale Rolle ein. Die Farbwahl ist ausgewählt und passend und nicht zu grell, sondern eher schlicht und elegant angelegt. Optisch und farblich gut gemacht.
Meinung:
Es handelt sich hierbei um einen Gedichtband mit unterschiedlichen und sehr vielfältigen Gedichten. Die Gedichte geben Einblicke in unterschiedliche Lebenslagen oder geben sinnbildlich Dinge und Situationen wieder. Jedes der Gedichte ist anders in seiner Thematik und Umsetzung, so dass hier eine große Vielfalt und Bandbreite entsteht.
Verschiedene Themen von Stärke, Mut, Veränderungen und der Tiefe des Lebens werden hier angesprochen. Auch Glaube und Hoffnung werden hier gegeben und man kann in den Gedichten sehr gut versinken und sich eigene Gedanken und Fantasien dazu machen.
Besonders schön finde ich die Gestaltung und Gliederung.. Die kleinen Verzierungen und Ornamente sind sehr schön abgestimmt und runden das Gesamtbild ab. Auch die Überschriften sind gut gewählt und man kann die Anfänge der Gedichte und die Zuordnung sehr gut erkennen. Auch das Inhaltsverzeichnis ist sehr hilfreich und toll angelegt.
Die Gedichte sind unterschiedlich in Form und Länge. Manche umfassen gerade mal eine einige Zeilen, während andere über mehrere Seiten hinaus gehen. Neben dem Umfang und der Reimform sind auch die behandelten Themen und Eindrücke unterschiedlich. Aber die Gedanken und Emotionen kommen bei jedem der Gedichte sehr gut und auch verständlich herüber und es regt dennoch zum Nachdenken an.
Die Gedichtsammlung ist schön von der Auswahl und der Bandbreite, so dass man hier auf jeden Fall etwas findet, was einen bewegt und nachdenklich stimmt. Mir haben die Gedichte gut gefallen und zum Überlegen gebracht.
Mir hat sowohl die Optik und Gestaltung, aber auch der Inhalt und die verschiedenen Gedankengänge gut gefallen. Manche Reimform, war nicht ganz meins und war für mich nicht immer flüssig und schlüssig, aber dies hat nichts an dem Gesamteindruck geändert, welcher für mich sehr positiv und bereichernd war. Poetisch und wortgewandt und auch sehr bildlich und detailreich umgesetzt. Mir hat es gut gefallen.
Die Hardcoverausgabe wirkt sehr wertig und von guter Qualität. Diese macht einen tollen Eindruck und auch die Gestaltung und das Material sind hier seht gut gewählt. Als Hardcover ein toller Schatz für die eigene Büchersammlung.
Fazit:
Eine wunderschöne Vielzahl an unterschiedlichen Gedichten wird hier geboten, welche zum Nachdenken anregen und bereichernd für den Leser sind.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Beste Krimiunterhaltung
Letztes Zuckerl von Herbert Dutzler
Es ist Winter in Altaussee, ein Winter, fast so wie er früher einmal war: mit viel Schnee und Straßenglätte. Gasperlmaier will die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr dazu nützen, um mit Christine Skifahren zu gehen. Doch dann ist alles ein wenig anders. Anstatt Sohn Christoph, der in Altaussee eine Landarztpraxis übernehmen will, kommen nur Schwiegertochter Richelle mit Enkel Theo aus Kanada.
Dafür tauchen Tochter Katharina mit Ehefrau Stephanie ungeplant, aber herzlich willkommen auf, denn die beiden werden von sogenannten Incels, also Männern, die Frauen hassen, bedroht. Also, nichts ist mit dem Skifahren.
Als dann Gasperlmaier in das Haus des Zuckerlfabrikanten Grafenfeld gerufen, weil der alte Herr tot am Fuße der steilen Treppe liegt, ist es mit seiner Muße endgültig vorbei. Das Zuckerlpapierl, das unter der Leiche liegt, steckt er gedankenverloren ein.
Geht man beim Tod vom alten Grafenfeld zunächst noch von einem Unfall aus, so ist der Tote, den wenig später ein Hund beim Gassi-Gehen aus dem Schnee ausbuddelt, eindeutig ermordet worden. Das der Hund die Leiche ausgiebig markiert hat, freut die Spurensicherung naturgemäß nicht wirklich.
Damit Franz Gasperlmaier sich auf die Ermittlungen konzentrieren kann, übernimmt Ehefrau Christine die Regie über das „Full House“. Zusätzliche Unterstützung erhält er von Dr. Altmann, dem pensionierten Richter und Nachbarn, der es mit der Assimilierung an Altaussee ein bisschen übertreibt, wenn er im Winter die Krachlederne mit langen Unterhosen trägt. Altmann gibt Ezzes und hilft mit köstlichem Schnaps aus.
Doch ganz so einfach lassen sich Dinge nicht lösen. Hat es Gasperlmaier mit diesem Fall oder mit einem oder mehreren Tätern zu tun? In diesem Fall ist wenig, wie es scheint.
Meine Meinung:
Eigentlich will es der Gasperlmaier seit dem letzten Fall ein wenig ruhiger angehen, spürt er doch die Last seiner sechzig Jahre. Aber, Autor Herbert Dutzler gönnt ihm das nicht, sondern stellt ihn vor neue Herausforderungen wie den Genuss der veganen Küche oder den Bedrohungen auf den diversen Plattformen im Internet. Immerhin kann er sich zwischendurch kurz mit seinem Enkel Theo beim Bobfahren entspannen.
Herbert Dutzler flicht in seinen Altaussee-Krimi immer wieder tagaktuelle Ereignisse ein. Diesmal sind es die Incels, über die sich Gasperlmaier so seine eigenen Gedanken macht. Herzlich lachen musste ich über Olaf, der in Tränen ausbricht, als sich ausgerechnet eine der verhassten Frauen ans Steuer seines aufgetakelten Boliden setzt. Orange mit schwarzen Streifen und Spoiler - willkommen in der Vergangenheit!
Wie immer spielen Land und Leute rund um Altaussee eine wichtige Rolle. Liebevoll beschreibt der Autor die Schrullen der „Mitspieler“. So darf Gasperlmaier auch diesmal in das eine oder andere Fettnäpfchen tappen. Er ist nicht der intellektuelle Ermittler, der Schopenhauer zitiert oder einen vierzig Jahre alten Whisky zelebriert. Er sagt, was er sich denkt, liebt seine Leberkassemmel und das Bier dazu, was ihn bodenständig und liebenswürdig macht. Veränderungen machen ihm in wenig Angst, sodass er die Ambitionen der toughen Frau Dr. Kohlross, die Karriereleiter weiter emporzusteigen mit Argwohn betrachtet.
Das eröffnet nun bei der Leserschaft allerlei Spekulationen, ob der Gasperlmaier noch einen Fall lösen wird dürfen, denn dann wäre das Dutzend voll.
Fazit:
Dieser gelungenen Fortsetzung, in der wenig so ist, wie es scheint, gebe ich gerne 5 Sterne.
Rezensionen von Kwinsu:
Vom Fliegen lernen
Waldfeder von Tobias Heuer
England in den 1950er Jahren: Quinn ist ein 16-Jähriger, der es gar nicht leicht hat. Er wird in der Schule schrecklich gemobbt und kann sich einfach nicht zur Wehr setzen. Doch er hat ein Geheimnis - er kann fliegen! Als die neue Schülerin Emily ihn dabei erwischt, ändert sich sein ganzes Leben. Die beiden erleben wunderbare Momente miteinander, doch Emilys Cousin Collin, der Quinns Hauptpeiniger ist, versucht dazwischen zu funken und ist dem Geheimnis dicht auf der Spur.
..
Tobias Heuers Roman "Waldfeder" kann ich gar nicht so richtig einem Genre zuordnen. Natürlich ist es fantastisch und teils märchenhaft, dass Quinn fliegen kann, aber die Welt, die sonst beschrieben wird, ist ziemlich realistisch. Der Autor hat es geschafft, mir ständig Denkanstöße zu liefern: ich habe mich ständig dabei ertappt zu denken - wie wäre das wirklich, wenn jemand fliegen könnte? Wie würde es ihm oder ihr in der Gesellschaft ergehen? Verstärkt haben dies noch die kleinen Kapitel, die eingeschoben werden und uns auf einen anderen Erzählstrang im Mittelalter führen, wo es ebenfalls um einen Jungen geht, der fliegen kann, der aber leider ertappt wurde und dafür sein Leben einbüßen musste. Wie sich diese Einschübe in die Geschichte fügt, wird erst am Ende aufgelöst. Der Schreibstil des Buches ist sehr einnehmend - oft blumig, oft getragen von teils ungewöhnlichen Metaphern. Was mich teilweise etwas genervt hat, ist, dass sich Quinn, obwohl er körperlich ziemlich fit ist, sich ständig von seinen Peinigern unterbuttern lässt, sich nicht zur Wehr setzt und die Situation so hinnimmt, wie sie ist. Im Nachwort lässt uns Tobias Heuer wissen, dass er selbst in seiner Schulzeit Mobbing ausgesetzt war und diese Info ließ mich alles relativieren - und reflektieren, denn als Selbstbetroffene muss ich mir eingestehen, mich auch nicht wirklich gewehrt zu haben... Ein weiterer Punkt, der mir längere Lesepausen beschert hat, weil ich es anstrengend fand: die handelnden Personen werden meines Erachtens sehr in gut und böse eingeteilt, wobei viele böse Charaktere einen Auftritt bekommen. Und Quinn ist auch etwas naiv, was ihn in größere Gefahren bringt... Trotzdem sind die guten Charaktere herzerwärmend und man fragt sich, warum es nicht nur solche Menschen geben kann.
Ich war also lange Zeit etwas zwiegespalten - bis dann das Ende kam: ich weiß nicht, ob ich jemals schon so einen überraschenden Ausgang einer Geschichte gelesen habe - ich bin hin und weg! Es lohnt sich also absolut, bis zum Schluss zu lesen!
Mein Fazit: Waldfeder ist ein kurzweiliger Roman über einen Teenager, der fliegen kann. Er teilt dieses Geheimnis mit seiner Liebe und gibt sich so großen Gefahren hin. Es gibt viel Ungerechtigkeit und schlechte Menschen, doch das überraschende Finale und der einnehmende Schreibstil des Autors lassen mich eine riesengroße Leseempfehlung aussprechen!
Rezensionen von Meli:
Spannend, unterhaltsam und überzeugende Protagonisten
Cast in Firelight - Magie der Farben von Dana Swift
Adraa und Jatin sind Thronerben benachbarter Länder und schon seit Jahren verlobt, doch sie haben sich seitdem nicht mehr gesehen. Als sie unter falschen Namen versuchen, mehr über eine kriminelle Organisation herauszufinden, erkennen sie einander nicht von früher wieder, schließen sich aber zusammen, um gemeinsam zu ermitteln.
Keiner von beiden ist besonders glücklich über die Verlobung und sie haben Vorbehalte gegenüber der Person, die sie schon seit Jahren nicht gesehen haben und zu der sie nur Kontakt über Briefe hatten. Adraa hat zwar eine gute Beziehung zu ihrem zukünftigen Schwiegervater, doch Jatin hält sie für einen arroganten Prinzen, der immer mit seiner überwältigenden magischen Kraft angibt, während sie selbst noch keinen Zugang zu einigen Teilen ihrer Magie hat. Sie hat zwar eine eigene, wertvolle Magie entwickelt, hat aber selbst das Gefühl, dass es noch nicht genug ist.
Jatin ist aufgrund seiner Fähigkeiten tatsächlich etwas arrogant, doch als er von der Akademie zurückkehrt, merkt er, dass er noch längst nicht alles weiß und ist fasziniert von den Dingen, die er noch lernen kann. Er ist auch beeindruckt von den Leistungen seiner größten Rivalin.
Sie sind Verlobte, sehen in einander aber auch ihre größten Rivalen und versuchen immerzu, den anderen zu übertreffen. Man merkt natürlich, dass sie sich nicht gerade über ihre gemeinsame Zukunft freuen und jede Menge Zweifel haben, aber man fühlt auch, dass sie einander irgendwie respektieren. Umso unterhaltsamer ist es dann auch, als sie sich unter falschen Namen kennenlernen und schnell Gefühle füreinander entwickeln.
Auch ihr gemeinsames Abenteuer hat mir sehr gut gefallen. Ich konnte mich nicht so schnell an die verschiedenen Arten und Farben der Magie gewöhnen, aber trotzdem fand ich sie faszinierend und auch, welche magischen Herausforderungen sich ergeben. Es gibt nicht nur die Spannungen aufgrund ihrer Verlobung, dazu kommen noch die Ermittlungen - Spionage und gefährliche Kämpfe gehören auch dazu –, die alltäglichen Probleme des Volkes, denen man sich als (zukünftige) Herrscher stellen muss, und man merkt auch, dass noch andere Mächte mitwirken. So bleibt es auf jeden Fall immer spannend.
Fazit
Insgesamt fand ich das Abenteuer von Adraa und Jatin spannend und unterhaltsam und mir gefielen nicht nur die Magie und ihre Zusammenarbeit, auch ihre Charakterentwicklung und die Entwicklung ihrer komplizierten Beziehung hat mir sehr gut gefallen. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung!
Rezensionen von Tara:
Ein interessantes Stück Zeitgeschichte
Das Lächeln der Königin von Stefanie Gerhold
„Das Lächeln der Königin“ ist das Debüt der in Berlin lebenden Autorin Stefanie Gerhold.
Die Handlung beginnt 1913 in Berlin, in der der erfolgreiche, jüdische Textilunternehmer James Simon im Mittelpunkt steht. Er ist aber nicht nur Geschäftsmann, sondern vertritt auch verschiedene kulturelle und soziale Projekte.
So finanziert er unter Anderem Ausgrabungen im ägyptischen Tell el-Amarna, wo durch den Ägyptologen und Bauforscher Ludwig Borchardt die Büste der Nofretete gefunden wurde.
Der Schreibstil von Stefanie Gerhold hat mich direkt an den Beginn des 20. Jahrhunderts versetzt. Die Dialoge sind lebendig und passen in die Zeit. Die von ihr beschriebenen Ereignisse sind ein Stück Zeitgeschichte und somit eng mit den damaligen historischen Vorkommnissen verbunden. Diese hat sie gelungen in die Handlung des Buches mit eingebunden.
Auch wenn es sich bei dem Roman um eine fiktive Rekonstruktion handelt, hatte ich den Eindruck, dass die Autorin sich ganz nah an den tatsächlichen Gegebenheiten befindet und ausgesprochen gut recherchiert hat.
Für mich waren die Ereignisse um James Simon, den Fund und die Geschichte der Nofretete ein spannendes Stück Zeitgeschichte, das ich gerne verfolgt habe.
Im Epilog gibt es einen chronologischen Überblick über die wichtigsten Charaktere und die Ereignisse, die mit der Büste der Nofretete zusammenhängen. Damit hat die Autorin ihr Debüt gelungen abgerundet.
Rezensionen von Claudia R:
Mallorca Feeling
Inselduft und Meer von Anja Saskia Beyer
Klappentext / Inhalt:
Der bezaubernde neue Roman aus der Mallorca-Sehnsucht-Reihe um fünf unzertrennliche Freundinnen und die Liebe von Kindle-#1-Bestsellerautorin Anja Saskia Beyer.
Wellenrauschen und Inselduft: Willkommen zurück auf Mallorca
Mit ihrem Naturkosmetikladen auf Mallorca lebt Amelie ihren Traum.
Seite an Seite mit ihren besten Freundinnen, die Läden in der malerischen Bucht haben, jede mit anderen mallorquinischen Produkten. Als der Journalist Dennis über Amelies Laden schreiben will, sagt sie begeistert zu. Doch Dennis kommt nicht allein nach Mallorca: Begleitet wird er von Amelies Bruder Nils, der sie nie besucht hat und anscheinend etwas verbirgt.
Während Amelie Dennis für den Artikel die Insel zeigt, kommen sie sich zwischen Mandelbäumen, Lavendelduft und Sonnenuntergängen allmählich näher. Kann Amelie sich auf ihn einlassen, solange Nils’ Geheimnis über ihr schwebt?
Die Bände der »Mallorca-Sehnsucht«-Reihe können unabhängig voneinander gelesen werden.
Cover:
Das Cover wirkt sehr idyllisch und atmosphärisch. Am liebsten würde ich mich auf eine der Holzliegen legen und die Aussicht, den Duft und das Urlaubsfeeling genießen. Optisch und farblich ist es wunderschön umgesetzt.
Meinung:
Zurück auf Mallorca und gleich habe ich wieder den Orangenduft in der Nase und die warme atmosphärische Stimmung kann man direkt fühlen. Diesmal dreht es sich um Amelie und ihren Traum als Kosmetikerin. Doch der Mann zum Glück fehlt ihr noch. Feste Beziehung bisher nicht in Aussicht, oder vielleicht doch?
Dies ist bereits der fünfte Band dieser Mallorca Reihe und ich bin immer wieder begeistert und lasse mich gern dorthin entführen. Die vorherigen Bände sind mir alle bekannt, aber auch ohne diese zu kennen, kann man dieses Buch gut lesen, da die Bände auch unabhängig voneinander lesbar sind und eigene Storys enthalten. Es sind aber wiederkehrende Charaktere vorhanden, die mal mehr oder weniger auftreten und daher sind Vorkenntnisse natürlich auch bei dieser Reihe von Vorteil, aber Bein Muss.
Inhaltlich möchte ich hier nicht allzu viel verraten, daher halte ich mich mit weiteren Informationen dazu zurück.
Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich gut und locker lesen. Man kommt schnell und gut in die Charaktere, Umgebung und Hintergründe hinein. Auch wird alles sehr bildlich und detailreich beschrieben, so das man es sich sehr gut vorstellen kann. Auch hat man direkt den Lavendel- und Orangenduft in der Nase und bekommt Urlaubsfeeling beim Lesen, denn die Umgebung und Landschaft wird sehr sinnlich und bildlich beschrieben. Auch die Emotionen kommen sehr authentisch und nachvollziehbar herüber, dadurch kann man sich auch gut in die Charaktere hineinversetzen.
Die einzelnen Abschnitte haben eine angenehme Länge und lassen sich gut und flüssig lesen. Die Kapitelanfänge sind deutlich und gut erkennbar.
Die Stimmung und Atmosphäre wird gut erfasst und die Geschichte voller Gefühl und Emotionen umgesetzt. Die Charaktere wirken authentisch und so kann man sich gut in diese hineinversetzen und ihren Gedanken gut folgen. Die Storyline ist interessant und angenehm lesbar. Schöne Lesestunden sind hier garantiert. Mir hat es gut gefallen und er Abstecher nach Mallorca war auch dieses mal wieder sehr erholsam.
Fazit:
Mallorca Feeling, mit atmosphärischen Hintergründen und besonderen Charakteren.
Rezensionen von inya:
überzeugend geschrieben
Weiße Wolken von Yandé Seck
Das Cover hat mich sehr angesprochen, da es so farbenfroh ist und ich einfach Farben mag. Dennoch hat es für mich dann doch nicht ganz zu dem Inhalt gepasst. Dieses Buch handelt von zwei Frauen. Diese Frauen sind miteinander verwandt, denn sie sind Schwestern. Zwei Schwestern die sich lieben und unterstützen und deshalb auch zusammenhalten, obwohl sie unterschiedliche Sichtweisen und Herangehensweisen haben.
Ich fand diese Geschichte sehr überzeugend und authentisch, da sie der heutigen Zeit entspricht und dabei richtige und vor allem wichtige Themen thematisiert. Diese zwei Schwestern leben unterschiedliche Leben und haben viele Diskussionen bezüglich dem Thema Rassismus. Denn die zwei Schwestern sind mit diesem schweren Thema sehr oft konfrontiert. Ich fand das Buch sehr gut geschrieben und es war für mich überaus authentisch.











