Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Daggy:
Ausflug zu den Menschen
Huuu-Berta - Das kleinste Gespenst von allen von Annette Langen
Huuu-Berta ist ein ziemlich kleines Gespenst und es wird wohl auch nicht größer, weil, um zu wachsen muss sie bei den Menschen spuken und das traut sie sich nicht. Deshalb ist sie trotz ihrer 107 Jahre kleiner als ihre Cousinen. Ihr liebster Freund ist eine kleine schwarze Fledermaus, aber das wird in Gespensterkreisen nicht gerne gesehen, deshalb versteckt sich Flitzi auch meist in der Tasche von Bertas Latzhose.
Die Gespenster in diesem Buch wohnen in einem verlassenen Hochhaus und tragen ganz normale Kleidung, allerdings sind Bertas Haare blau, wie man auf den Cover sieht. Als die Gespensterkinder mal wieder mit dem „Magischen Maßband“, das ansagt, wie groß sie sind und warum sie gewachsen sind, ausgemessen werden, fällt Bertas Problem auf und ihre Lehrerin sperrt sie in einem Schrank, mit dem sie in die Menschenwelt gelangt. Leider wird der Schrank sehr bald als Sperrmüll entsorgt und so müssen Berta und Flitzi sich was einfallen lassen, wenn sie wieder zurückwollen. Da trifft es sich gut, dass ein Junge über den Weg läuft.
Mit etwas mehr als 100 Seiten, aufgeteilt in 18 Kapiteln und mit vielen schönen Bildern illustriert, lässt sich das Buch sehr gut (vor-)lesen. Die Gespensterwelt ist fantasievoll beschrieben, aber für mich nicht erstrebenswert, vielleicht weil sie oft an die Realität erinnert. Berta und ihr „Haustier“ sind ein tolles Team und es wird durch Ben sehr gut ergänzt. Sehr gut gefällt mir Bertas Ratschlag, alles den Eltern zu erzählen, die dann auch eingreifen konnten.
Am Ende des Buches kann man noch Aufgaben erfüllen und so ein „Gruselchen“ erwerben.
Rezensionen von Daggy:
Da kann man schon wütend werden
Balduin sieht rot von Fritzi Bender
Das Chamäleon Balduin ist inzwischen in den Vorschule der Chamäleongrundschule gekommen, auch seine Erzieherin Frau Sogehtdas, die wir aus dem ersten Band kennen, ist mit den Kindern dorthin gewechselt. Eine sehr schöne Idee wie ich finde. Balduin kann schon seinen Namen in Druckbuchstaben schreiben, nur das N macht ihm Schwierigkeiten.
Deshalb meldet er sich auch als ein B an die Tafel geschrieben werden soll, doch Frau Sogehtdas ignoriert ihn und er kommt nicht zum Zuge. Als es um Schnelligkeit gibt sich Balduin enorm viel Mühe, doch dann muss er seinem Freund helfen und bekommt einen Rüffel. Als es dann in den Garten zum Verstecken spielen geht, hat Balduin eine besonders gute Tarnung gewählt und er wird deshalb auch nicht gefunden. Doch die Erzieherin meint, dass das Versteck außen am Zaun außerhalb des Gartens gewesen werde, also auf verbotenen Boden.
Da wird Balduin plötzlich rot und das liegt daran, dass er wütend ist, es sind jetzt schon einige Sachen passiert, die er ungerecht findet.
Das können wir wieder total gut nachvollziehen, solche Dinge passieren uns auch immer mal wieder und dann muss die Wut einfach raus, wie hier bei Balduin. Aber dann wird auch in Ruhe über das Thema gesprochen und am Ende hat Frau Sogehtdas eine tolle Idee, und sie bedankt sich bei Balduin, weil er sie darauf gebracht hat.
Ein gelungenes Bilderbuch zum Thema Wut, mit einem verständlichen Text und vielen schönen Bildern, die die Gefühle sehr schön abbilden.
Rezensionen von yellowdog:
Die Gedanken eines 17jährigen
Fall, Bombe, fall von Gerrit Kouwenaar
Der C.H.Beck-Verlag ermöglicht hier die Entdeckung eines niederländischen Klassikers aus den Jahr 1950.
Im Mittelpunkt steht die Gedankenwelt und Perspektive eines 17jährigen Jungen, Karel Ruis. Er ist ziemlich gelangweilt, dabei vermutlich viel zu klug.
Daher sind seine zum teil merkwürdigen Phantasien vielleicht nicht so ungewöhnlich.
Doch es ist eine schlimme Zeit. 1940 überfällt die deutsche Wehrmacht die Niederlande.
Manchmal ist es wirklich wertvoll, ein Buch der Vergangenheit doch noch entdecken zu dürfen, denn stilistisch ist es wirklich bemerkenswert.
Rezensionen von Daggy:
Meine Enkel haben den Kleinen ins Herz geschlossen
Balduin bleibt grün von Fritzi Bender
Balduin ist ein kleines Chamäleon, dass in den Chamäleonkindergarten geht. Dort sieht es ein wenig so aus, wie in den Kindergärten in den Menschenkinder gehen. Dort gibt es einen Raum zum Turnen mit Bällebad, Sprossenleiter und Hängebrücke. All diese Sachen sind farbig und die Erzieherin Frau Sogehtdas erwartet, dass die Chamäleonkinder ihre Farbe dem Untergrund anpassen.
Doch Balduin sieht das nicht ein und weigert sich, er verlangt, dass ihn ein Grund dafür genannt wird und nicht immer nur gesagt wird, dass Chamäleons das eben so machen. Die Erzieherin verspricht am nächsten Tag eine Erklärung anzubieten, doch dann erlebt Balduin etwas, dass ihm zeigt, dass es in gefährlichen Situationen durchaus gut ist, wenn man seine Farbe zur Tarnung verändern kann.
Der Text ist schon ganz schön lang, allerdings ist die Geschichte so spannend, dass man gerne wissen möchte, wie es weitergeht. Dazu kommt, dass die Kitakinder sich gut in die Situation von Balduin hineinversetzten können, denn das „Warum“ ist in diesem Alter eine wichtige Frage. Besonders schön sind die Illustrationen, die kleinen Chamäleonkinder sind so liebenswert dargestellt und in den Kindergarten würden sicher auch alle gerne gehen wollen.
Frau Sogehtdas ist eine liebevolle, aber auch strenge Erzieherin. Es passt einfach alles.
Rezensionen von Daggy:
Mistkäfer-Philosophie
Hugo, der Mistkäfer von Simona Smatana
Nach Kompostfranzi, dem Regenwurm geht es jetzt um den Mistkäfer und das Cover zeigt uns eine seiner riesigen Kot-Kugeln.
Hugo, der ordentliche Mistkäfer macht „Kügelchen aus reinster Kacke…von den unterschiedlichsten Tieren.“ Wir sehen ihn mit einem Handkarren seine Kugeln transportieren und eine besonders dicke rollt er vor sich her.
Hugo ist sehr fleißig und hortet seine Kugeln überall im Wald. „Er rackert sich ab“ und das Ergebnis ist nicht mehr so ordentlich und sorgfältig wie am Anfang. Da fängt es plötzlich an zu regnen und Hugo kann nicht alle seine Schätze retten. Alle bis auf eine lösen sich im Regenwasser auf. Als er das nach Hause rollen will, fällt ihm die Schönheit der Natur auf und er nimmt sich Zeit für einen Plausch mit andren Tieren. Und er beschießt, dass „sein Glück auf gar keinen Fall vom der Anzahl der Kügelchen abhängt.“
Ein wahrhaft philosophisches kleines Insekt. Das Buch sollte man so manch einem verbissen Arbeitenden schenken damit er von Hugos Erkenntnissen erfährt und ich ein Beispiel nehmen kann. Aber natürlich erfahren wir auch von der Arbeit des Mistkäfers und wie wichtig er für uns alle ist. Am Ende des Buches gibt es noch einen Sachtext über diese kleinen Helfer.
Die Texte sind nicht besonders lang und gut verständlich geschrieben, auf den Bildern ist viel zu entdecken.
Rezensionen von Streiflicht:
Geht ans Herz
Das Baumhaus. Life is a Story - story.one von Natascha Behr
Ein dünnes Büchlein und doch steckt das ganze Leben drin! Die Geschichte "Das Baumhaus" von Natascha Behr hat mich zuerst neugierig gemacht und angesprochen und dann sehr berührt. Drei Jugendliche auf der Suche - nach sich selbst, dem Glück, dem Leben, der Zukunft und einer besseren Welt.
Auf nur 75 Seiten schreibt die Autorin diese bewegende Geschichte, die sich um Linda, Javor und Darian dreht. Zwischen Vergangenheit und Gegenwart wechselt das Buch sehr schnell, sodass man genau lesen muss. Überhaupt ist es kein Buch für nebenbei, man muss ihm seine volle Aufmerksamkeit schenken. Das Buch geht tief, macht traurig, lässt einen lachen und lächeln und dann wieder tief seufzen. Am Ende bleibt man etwas ratlos zurück, man hätte sich mehr für die Drei gewünscht. Aber so ist es wahrscheinlich realer, vor allem, wenn die Schatten des Lebens so tief und dunkel sind.
Kurz, aber knackig, dünn, aber sehr berührend. Ein Buch, das ans Herz geht und sicherlich niemanden kalt lässt!
Rezensionen von brauneye29:
Klasse
Die Insel des Zorns von Alex Michaelides
Zum Inhalt:
Lana verbringt die Osterferien wie meistens auf ihrer griechischen Privatinsel. Wie immer lädt sie ihre engsten Freunde ein, ansonsten sind nur noch Agathi und Nikos auf der Insel. Doch diesmal ist alles anderes, denn am Ende ist einer tot und kein Fremder auf der Insel. Ist der Mörder unter ihnen? Oder ist doch alles ganz anders? Ein Verwirrspiel nimmt seinen Lauf.
Meine Meinung:
Das Buch zu rezensieren ist mal gar nicht einfach, denn man läuft Gefahr mehr zu verraten als man will. Denn das Buch, die Story ist anders als man erwartet und man wird immer wieder aufs Glatteis geführt um dann wieder eine neue Wendung zu bringen und einen noch mehr zu verwirren. Um es auf den Punkt zu bringen, das Buch hat mir extrem gut gefallen, gerade weil es so völlig anders ist als man vermuten könnte. Es lässt einen auch am Ende ein wenig ratlos zurück aber das passt mehr als gut zur Gesamtgeschichte.
Fazit:
Klasse
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Ohne Rückblicke hätte es mir wohl besser gefallen
Der späte Ruhm der Mrs. Quinn von Olivia Ford
Das Cover ist ein echter Hingucker und machte mich sofort neugierig auf die Geschichte dahinter. Mrs. Quinn wagt es in ihrem hohen Alter ihren Traum zu verwirklichen: einmal bei der TV-Backshow "Britain Bakes" mitzumachen.
Doch sie verschweigt dies ihrem Mann, ihrer Familie und ihren Nachbarn.
So ist sie immer wieder in der Lage Ausreden suchen zu müssen, und nicht immer gelingen sie ihr. Im Gegensatz zu ihren Backkreationen, bei denen man schon von der Beschreibung her sofort hungrig wird.
Bei der Show - die übrigens erst spät stattfindet - trifft sie auf Menschen, die ihr entgegen kommen, andere meiden sie. Dabei fällt mir auf, dass hier vieles kurz gehalten wird, während andere Dinge in den ersten beiden Dritteln des Buches sehr ausführlich erzählt werden. Mrs. Quinns Ängste neben all den jungen Teilnehmerinnen, die ihr in einigen Dingen voraus sind, daneben ihr jahrzehntelanges Wissen: das hätte man noch deutlicher zeigen können.
Die Backshow als solches gerät fast ein bisschen in den Hintergrund und dafür rückt sehr spät ein Geheimnis ins Geschehen. Zu diesem gibt es immer mal wieder Rückblicke, die man aber auch erst spät versteht.
Mir hätte die Geschichte ohne diese Rückblicke wahrscheinlich besser gefallen, die hätte es meiner Meinung nach nicht gebraucht, denn die Gegenwart, eine fast 80jährige in einer Backshow, würde als Stoff bereits reichen.
"Der späte Ruhm der Mrs. Quinn" ist zwar nett erzählt, mir fehlte aber das gewisse Etwas. Die Geschichte war mir teilweise zu lahm, eben auch durch diese vielen Rückblicke, die erst spät in der Geschichte Form annehmen. Die Figuren bleiben leider auch alle sehr blass und monoton, egal ob Mrs. Quinn, ihr Mann Bernard oder der nette Kollege aus der Backshow.
Fazit: Eine tolle Roman-Idee, für meinen Geschmack aber zu lahm umgesetzt.
3.5 Punkte.
Rezensionen von Jazz:
Vollgepackt mit Geschichten
Das Flüstern des roten Ahorns von Kate Dakota
Der Roman "Das Flüstern des roten Ahorns" von Kate Dakota ist leicht zu lesen. Es geht um Hannah, die nach jahrelanger Eiszeit zwischen ihr und ihrer Großmutter Dora zurück zu ihren Wurzeln kehrt, da sie von Doras Nachbarn hört, dass sie HIlfe braucht. Daher lässt sie alles stehen und liegen und überrascht Dora mit ihrer spontanen Ankunft.
Trotz ihres gebrochenen Arms und ihres Alters ist diese aber gar nicht erfreut über ihren Besuch. Doch Hannah lässt sich nicht unterkriegen. Auch nicht vom unhöflichen Gast, der eine zuckersüße Tochter und Geheimnisse mit sich bringt.
Die erste Hälfte des Romans las ich zügig und sehr interessiert. Der Aufbau des Settings und der Handlung haben mir äußerst gut gefallen. Doch dann geriet der Roman in meinen Augen etwas ins Strudeln. Er wich mir zu sehr von einem roten Faden ab, da plötzlich sehr viele kleine Geschichten eingebaut wurden, die mich überrascht haben. Ab diesem Zeitpunkt habe ich nicht mehr so interessiert und begeistert gelesen, da ich es zu sehr an den Haaren herbeigezogen und konstruiert fand. Ich mag leichte Lektüren mehr, wenn sie realistisch wirken.
Daher empfehle ich den Roman liebend gern Frauen, die gern einen Liebesroman mit vielen Geheimnissen und kleinen Geschichten lesen wollen und sich gern überraschen lassen. Der Kanadaaspekt hat mir sehr gefallen. Das Feeling inmitten der Wildnis Kanadas zu leben und täglich im Wald Spaziergänge an einen See zu machen, kommt sehr gut durch.
Rezensionen von Natalie:
Andreas‘ persönlichster Fall
Die Nacht des Blutadlers von Marc Voltenauer
Worum gehts?
Während Kommissar Andreas Auer und sein Freund Mikaël versuchen ihr Leben wieder in eine Normalität zu lenken, erfährt Andreas von einem gut gehüteten Familiengeheimnis. Dieses lässt ihn nach Gotland, Schweden reisen. Dort stößt er bei seinen Recherchen auf einen ungeklärten, grausigen Mordfall aus 1979, bei dem eine ganze Familie ausgelöscht wurde.
Alles deutet auf ein altes Wikinger-Ritual hin und das es doch einen Überlebenden gibt…Andreas taucht immer mehr in eine verworrene Vergangenheit ein…
Mein Fazit:
Band 3 rund um Andreas Auer ist diesmal ein sehr persönlicher Fall, der aber nicht weniger spannend ist als die Vorgänger. Um die Gegenwart zu verstehen, lässt uns Marc Voltenauer in die Mystik der Wikinger und ihre Rituale eintauchen. Man erfährt so nach und nach, was 1979 passiert ist. Vieles bleibt aber lange unklar und nebulös, was die Spannung beim Lesen enorm in die Höhe treibt. Was in einem Moment klar scheint, ist es im nächsten schon wieder nicht mehr. Zusätzlich gibt es kürzere Auszüge aus der Zeit des zweiten Weltkrieg Schwedens und Estlands, wodurch sich die Geschehnisse über drei Zeitebenen verbinden.
Ich habe das Buch innerhalb von einem Tag ausgelesen und kann daher nichts anderes als eine große Leseempfehlung aussprechen.











