Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Daggy:

Einfach alles über Braunbären

Bären von Bärbel Oftring

Wer sich für Braunbären interessiert findet in diesem Buch alles Wissenswertes über diese Tiere, die langsam wieder in unseren Breiten auftauchen. Schon das Cover fasziniert mit seinem imposanten Bild eines Bärenkopfes.
Einige Seiten lassen sich nochmal zusätzlich aufklappen und sie erzählen immer mit beeindruckenden Bildern von den Jahreszeiten.

Bis hin zum Winter, indem die Bärin ihre Jungen in der Höhle gebiert. Danach begleitet und versorgt sie die Kleinen noch einige Jahre, dann müssen sie sich alleine durchschlagen.
Bären sind nicht gesellig, sie treffen sich nur kurz zur Paarung und trennen sich sofort wieder. Da gibt es keinen Familienverbund. Deshalb haben sie auch keine Mimik, um sich mitzuteilen. Auf den Seiten dazwischen erfahren wir viel über die Braunbären in Zahlen und Fakten.
Ein Sachbuch mit kleinen Erzählungen zum Leben der Bären und Illustrationen, die man sich immer wieder anschauen kann. Aber mit ganz vielen Informationen, die keine Fragen offenlassen. Ein beeindruckendes Buch auch für Erwachsene.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Daggy

Rezensionen von Daggy:

Mega Sachbuch

Alle einsteigen! von Alexandra Litwina

Der Untertitel und das Cover lassen vermuten, dass es nur um die U-Bahn geht, aber das Bilderbuch ist viel weitreichender angelegt. So beginnt das Buch mit der möglichen Erfindung des Rades in Mesopotamien, entlang der Schiene führt die Zeit bis zu einer U-Bahn auf dem Mond. Die Erfindung der Dampfmaschine und die Eisenbahn mit allen Schattierungen, wie dem Tunnelbau, führen zum Bau der U-Bahn in London im Januar 1863.

Dann gibt’s einen Abstecher zur Entwicklung des Fahrrades und des Autos. Weiter geht es mit der Straßenbahn und ihrer unterschiedlichen Formen. Unter der Überschrift „Stadtentwicklung“ kann man das Gestern und wenn man die Seiten ausklappt die Stadt im Jahr 2010 zu sehen und vergleichen. Dann geht es um die U-Bahn in Berlin, auf dem Streckennetz kann am sogar ein Spiel spielen. Wo gibt es auf der Welt überall eine U-Bahn? Dann erfahren wir noch etwas über den Eurotunnel und zum Schluss gibt es noch eine Aufgabe, wie könnte der Verkehr der Zukunft aussehen?
Das Buch befasst sich wirklich umfassend mit dem Thema Verkehr mit Schwerpunkt U-Bahn. Kleine Techniker und Raumplaner werden sehr viel Interessantes finden, die Bilder sind einfach aber klar, wie das Bild der U-Bahn-Haltestelle Alexanderplatz, das wir schon vom Cover kennen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Daggy

Rezensionen von Daggy:

Vereinswechsel

Teufelskicker, Bücherhelden 1. Klasse, Moritz macht das Spiel von Frauke Nahrgang

Neben dem blonden Moritz ist Mehmet und die rothaarige Catrina auf dem Cover zu sehen.
Moritz muss, nachdem der Vater ein Freundin hat, mit der Mutter zum Großvater ziehen. Er war bisher Stürmer beim SV Hulstorf und ihm fehlt das Fußball spielen sehr. Da fragen ihn die Kinder auf dem Bolzplatz, ob er mitspielen möchte.

Nachdem ich die ersten Seiten gelesen hatte, empfand ich ihn wie ein Déjà-vu, diese Situation gab es schon in einigen Büchern. Obwohl Moritz das Angebot als Teufelskicker im Verein Blau-Gelb mitzuspielen, brüsk ablehnt, kommen die Kinder noch einmal auf ihn zu und der Trainer meldet ihn offiziell zum Spiel an.
Jedes der sechs Kapitel endet mit einer Aufgabe, diese Aufgaben überzeugen mich nicht so ganz. Sie sind mir zu einfach für Grundschulkinder.
Die Geschichte ist nicht neu, Themen wie Trennung der Eltern und Erfolg im Fußball werden eine Besonderheiten und Spannung abgearbeitet. Die Illustrationen sind bunt, großformatig und realistisch.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Daggy

Rezensionen von Daggy:

Abenteuerliche Reise

Mina Wirbelfee (Bd. 1) von Zoe Magdalena

Mina Wirbelwind wartet sehnsüchtig auf ihren siebten Geburtstag, denn an dem Tag bekommen kleine Feen ihre Zauberkräfte. Nur leider kann man die Schrift in der Mitteilung der Feenkönigin nicht lesen und so macht sich Mina auf den gefährlichen Weg ins Schloss auf Wolke sieben. Bis dahin muss sie einige Abenteuer bestehen, sie hat aber den Dackel Rüdiger, einen niedlichen kleinen Kerl, an ihrer Seite und auch die Warze Wanda, die sich selbstständig bewegen kann sucht mir ihr das Abenteuer.

Mina schafft es die bösen Blumen auf der Wiese zu besänftigen und so geht es langsam für sie voran zum Ziel.
Das Buch ist wunderschön illustriert und Dank der Vielzahl der Bilder kann man das Buch auch schon Vorschulkindern vorlesen. Leider kommt auch dieses Buch am Trend „Pupsen“ nicht vorbei und einige Situationen scheinen mir nicht ganz logisch. Ich gebe zu, da bin ich etwas empfindlich.
Natürlich ist das Cover ein echter Hingucker und kleine Mädchen werden diese süße Fee und den glitzernden Feenstaub lieben, ob das Buch auch Jungen anspricht, wag ich zu bezweifeln.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Daggy

Rezensionen von Daggy:

Traumklasse

Wir sind (die) Weltklasse von Tanya Lieske

Die 19 Kinder der Igelklasse kommen aus vielen Ländern, auf dem Cover sitzen einige von ihnen auf dem Dino Mathilda, den sie selbst, mit etwas fachmännischer Hilfe, gebaut haben. Im Einband sind Portraits der Kinder und ihre Namen zu sehen. Adam kommt aus Polen und er erzählt uns, was sie in der Schule so alles erlebt haben.

Er berichtet aber auch von seiner Familie, besonders von seinem Opa, der auf Polnisch „Dziadek“ genannt wird. Er betreibt einen Laden für polnische Lebensmittel auf der Kölner Straße. Auf dieser Geschäftsstraße des Viertels gibt es viele unterschiedliche Läden, so auch eine Fundgrube, die ein vermischtes Angebot hat, dass die Kinder in die Regale räumen. Kann es sein, dass es in einem leerstehenden Zoogeschäft spukt?
Frau Meister, die Lehrerin der Igelklasse ist einfach nur toll. Sie fährt mit den Kindern nach Frankfurt ins Museum, kann verstehen, dass sich ein Mädchen dort ängstlich versteckt, baut mit den Kindern einen Dinosaurier und unterstützt die Zweitklässler, wo sie nur kann. Dazu gibt es Regeln, die das Zusammenleben einfacher machen und ganz viel Verständnis von Seiten der Klassenlehrerin. Ein Traumlehrerin!
Das Buch bietet einen Einblick in den ganz normalen Alltag unserer Kinder. Viele Nationen sind da zusammen, aber das fällt eigentlich gar nicht ins Gewicht. Eher, dass Mariam nicht stillsitzen kann, Yanis, der so gerne vorliest, stottert und Artem nicht spricht. So haben die Kinder ihre Eigenarten, die sie aber auch liebenswert machen.
Die Schrift ist etwas größer und es gibt einige kleine Bilder auf einigen Seiten, aber die Geschichte ist so einfallsreich, dass man es ganz schnell lesen möchte. Und für die, die keine Haustier haben gibt es noch die Maus Karol

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Daggy

Rezensionen von Jule:

Kaum Spannung, kein Thriller

Schneesturm von Tríona Walsh

Schneesturm von Triona Walsh ist für mich alles, aber definitiv kein Thriller gewesen. Woran das liegt?

Schon das Cover nimmt dem Buch viel Spannung. Beziehungsweise sind es die Sätze „Sechs Freunde. Einer ist Tot. Einer ist der Mörder.“ Damit ist von Beginn an klar, dass es sich bei einem der Freunde um den Mörder handelt.

Somit scheitern die Versuche im Buch, jemand anderes verdächtig erscheinen zu lassen, kläglich. Würden diese Sätze nicht auf dem Cover stehen, wäre es vielleicht anders gewesen, denn dann hätte man definitiv den ein oder anderen in den Kreis der Verdächtigen aufnehmen können.

Des Weiteren gibt es immer wieder Logikfehler. Logikfehler die es, für mich, in einem Thriller niemals geben darf, denn so wird die Freude am Lesen schnell genommen und darüber kann ich auch nicht einfach hinwegsehen. Dazu kommen dann widersprüchliche Handlungen der Protagonisten, die keinen Sinn ergeben. Einmal beschweren sie sich über die Kälte und im nächsten Moment laufen sie pitschnass durch die Gegend ohne etwas zu merken (nur als kleines Beispiel).

Generell sind die Protagonisten eine Sache für sich. Zum Großteil waren sie mir wirklich unsympathisch und eine Protagonistin, die am Ende plötzlich alles kann und alles weiß? Absolut unrealistisch und unpassend. Hätte man gesagt die Protagonisten sind jünger und stehen noch nicht mitten im Leben, okay. Das wäre wesentlich passender gewesen, aber so war es irgendwie nicht rund. Es sind besonders am Ende Dinge passiert, die nicht in die Story gepasst haben und mich dazu gebracht haben mich zu fragen, ob das gerade wirklich passiert.

Nichtsdestotrotz gibt es auch etwas Positives. Die Atmosphäre, die sich durch das gesamte Buch zieht, hat mir wirklich gut gefallen. Sie hat einfach gut zum Setting gepasst und alles etwas dunkler wirken lassen. Man konnte sich bildlich vorstellen, wie es wäre gerade auf der Insel zu sein. Auch der Schreibstil hat dafür gesorgt, dass man recht schnell durch das Buch kommt. Er ist einfach und kommt mit einem sehr simplen Satzbau aus, der an manchen Stellen, vielleicht zu simpel war.

Schlussendlich bleibt zu sagen, dass ich Erwartungen an dieses Buch hatte, die allesamt nicht erfüllt wurden. Für mich war es enttäuschend. Einzig und alleine die Atmosphäre und das Setting, sowie der ein oder andere Nebenprotagonist, haben das Leseerlebnis etwas aufgewertet.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Jule

Rezensionen von Buchchecker :

Spannender und actionreicher erster Band der Urban-Fantasy-Reihe von Kate L. Gorien

Don't Kill the Demon : Das Artefakt : Der Auftakt der neuen mitreißenden Urban Fantasy Trilogie (Don't Kill 1) von Kate L. Gorien

"Don't Kill the Demon - Das Artefakt"  ist der spannende und actionreiche erste Band der Urban-Fantasy-Reihe von Kate L. Gorien.

Als die Protagonistin Liz, die seit dem Tod ihres Vaters vor fast drei Jahren auf Wunsch ihrer Mutter im Internat in Luisenwerder lebt, während eines Anrufs erfährt, dass ihr Leben in Gefahr ist, flüchtet sie auf der Suche nach Sicherheit nach Oxford.

Dort angekommen überschlagen sich die Ereignisse und Liz muss erkennen, dass ihr ganzes Leben eine einzige Lüge war, denn Hexen, Elfen, Pixies, Gestaltenwandler und Vampire gibt es wirklich....

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen und sehr bildhaft, was die Handlung anschaulich und verständlich macht, aber dennoch Spielraum für Interpretationen lässt.
Die Handlung ist spannend, schreitet in einem rasanten Tempo voran und hat mich von Anfang an mitgerissen. Es fiel mir nicht schwer, mich in die Geschichte reinzulesen, die Protagonisten zu begleiten und mit ihnen mitzufiebern, denn sie sind allesamt gut beschrieben, sympathisch sowie authentisch dargestellt und bilden eine unterhaltsame und interessante Gruppe. 

Alles in allem hat mich die Story mit ihren liebenswerten Protagonisten, witzigen Dialogen und der rasanten Handlung von der ersten Seite an gefesselt und super unterhalten. ... Das Buch endet mit einem mega Cliffhanger ... 
Ich kann es kaum erwarten, den zweiten Band zu lesen, um zu erfahren wie es weitergeht.

Von mir gibt es eine klare Kauf- und Lesempfehlung!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Buchchecker

Rezensionen von Claudia R:

leichter Liebesroman

Komplett verliebt in dich von Martina Gercke

Klappentext / Inhalt:

Atmosphärisch, romantisch und mit viel Liebe.
Du weißt, dass du ein Problem hast, wenn der Typ, den du als den Grinch bezeichnet hast, sich als dein neuer Chef herausstellt und dir ein unmoralisches Angebot macht.
Social-Media-Agentin Violet Lancaster liebt ihr Leben als Single.

Das sieht ihre Familie allerdings anders. Ein Fake-Freund muss her. Doch leider liegen die passenden Männer nicht gerade auf der Straße. Als Violet mit ihrem neuen Verlagschef im Fahrstuhl stecken bleibt, bietet sich eine ungeahnte Möglichkeit. Die beiden schließen einen Deal. Fake-Freund gegen Fake-Verlobte. So weit läuft alles nach Plan. Dumm nur, dass Violets Hormone in der Gegenwart des attraktiven Verlagschefs verrücktspielen, je besser sie ihn kennenlernt.
Alexander Godfrey hat ein Problem: Er muss bis zu seinem Geburtstag am 25. Dezember eine Frau finden, ansonsten verliert er den Verlag. Da kommt ihm die hübsche Social-Media-Agentin Violet Lancaster gerade recht, die ein ähnliches Problem hat. Die beiden schließen einen Deal, Weihnachten zusammen als Paar zu verbringen. Doch das Weihnachtsfest entwickelt sich anders als geplant und plötzlich hat Alexander ein ganz anderes Problem. Deal oder Liebe?

Cover:

Das Cover wirkt romantisch und winterlich und gut diese Atmosphäre auch sehr gut wieder. Die Gestaltung und auch die farbliche Umsetzung ist gut gelungen.

Meinung:

Liebevoll, romantisch, emotional und unterhaltsam wurde hier eine winterliche Liebesgeschichte mit toller Atmosphäre geschaffen. Schnell findet man in die Charaktere und Handlungen hinein.

Inhaltlich möchte ich hier gar nicht allzu viel verraten und halte mich mit weiteren und genaueren Details zurück.

Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich gut und flüssig lesen. Schnell findet man sich in Alex und Violet hinein. Die wechselnden Perspektiven sorgen für Tempo und Unterhaltung, da so die unterschiedlichen Sichtweisen der Charaktere aus der jeweiligen Sicht beleuchtet werden. Die Ich-Perspektiven vermitteln zudem sehr gut die Gefühle und Gedanken. So kommen auch die Emotionen und die Atmosphäre sehr nah beim Leser an.

Die Gliederung und Gestaltung hat mir gut gefallen. Die einzelnen Kapitel haben eine angenehme Länge und ermöglichen so einen guten Lesefluss. Am Kapitelanfang erkennt man sehr gut aus welcher Sicht berichtet wird, was sehr hilfreich ist. Die kleinen Schneeflocken am Kapitelanfang sind ein schönes und passendes Detail.

Eine leichte und romantische Geschichte mit toller Atmosphäre und wundervoller Umsetzung. Mich hat dieser Roman sehr gut unterhalten und gut gefallen.

Fazit:

Liebevoll, romantisch, emotional und unterhaltsam wurde hier eine winterliche Liebesgeschichte mit toller Atmosphäre geschaffen. Leichter Winterroman, sehr gut für Zwischendurch und zum Träumen geeignet.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Claudia R

Rezensionen von Cornelia:

Ich bin begeistert und motiviert

Arthrose endlich heilen von Wolfgang Feil; Tobias Homburg

Das Buch liefert eine gute wissenschaftliche Basis, es ist sehr viel Wissen in diese 200 Seiten gepackt. Es wird alles verständlich erklärt und begründet, dadurch kann eine Verbindung zu Befunden hergestellt werden (Laborwerte, OP-Befunde). Durch diese Informationen verstehe ich einiges besser was ich erlebte und immer noch spüre.

Das Buch konzentriert sich hauptsächlich auf antientzündliche Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel, welche die antientzündliche Wirkung unterstützen und zusätzlich den Knorpelaufbau fördern. Anfangs gibt es allgemeine und ausführliche Erklärungen, am Ende dann konkrete Empfehlungen, die übersichtlich und verständlich sind.

Es werden nur ein paar wenige Rezepte präsentiert, aber es ist etwas für mich dabei. Übungen werden ein paar gute angeführt, aber bei schwerer Arthrose ist physiotherapeutische Unterstützung sicher hilfreich und auch Übungen mit weniger Belastung, wie z.B. im Wasser. Ergänzend werden noch ein paar Methoden zur Entspannung und Schmerzlinderung beschrieben, die unkompliziert ausprobiert werden können.

Es wird eine 80-prozentige Verbesserung nach sechs bis neun Monaten und eine nachhaltige Sanierung nach zwölf Monaten prognostiziert, erste Erfolge bereits nach ein bis drei Monaten. Eine Heilung innerhalb zwölf Monate bei schwerer Arthrose kann ich mir noch nicht vorstellen, aber eine deutliche Besserung erwarte ich. Sanfte Bewegung half bei mir bisher schon. Zudem ernähre ich mich seit einiger Zeit antientzündlich, aber trotzdem sind meine Nährstoffdepots nicht gut befüllt, daher sehe ich viel Potential bei den empfohlenen Nahrungsergänzungsmitteln. Das Buch gibt mir allgemein Hoffnung auf Besserung und ich möchte die empfohlenen Nahrungsergänzungsmittel und weitere Tipps in meine Therapie integrieren. Das Buch empfehle ich gern weiter, mich wird es in den nächsten Monaten sicher begleiten.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Cornelia

Rezensionen von Manfred Fürst:

Nicht jedermanns Geschmack, aber meiner

Eigentum von Wolf Haas

„Am Ende hieß es noch, ich hätte mich über sie lustig gemacht. Man schuldet ja allen einen gewissen Respekt. Auch jenen, die es vielleicht nicht wahrnehmen, wenn man ihn nicht zeigt. Man kann auch den Verlöschenden und vor sich hin Dämmernden nicht irgendwas erzählen, nur weil es langweilig ist mit ihnen.

Man darf unterlegene Menschen nicht auf die Schaufel nehmen. Man darf Schwachsinnige nicht verarschen, man darf kleine Kinder nicht verarschen, man darf Behinderte nicht verarschen. Im Prinzip darf man überhaupt niemanden verarschen, fürchte ich. Schon gar nicht seine sterbende Mutter.“ (S. 8, Haas)

Wolf Haas besucht das Altersheim, in dem seine 95-jährige Mutter wohnt, die in drei Tagen sterben wird. Haas tut gar nicht so, als ginge sie ihm nicht auf die Nerven. (Unausgesprochen: Ich darf doch etwas dement sein, wenn ich meinen Sohn bitte, meinen längst verstorbenen Eltern eine Nachricht zu überbringen.) Ausgesprochen: „Meine Mami und mein Tati, wo sie jetzt sind, ich weiß nicht wie es da heißt, aber du kannst dort mit dem Handy anrufen und ihnen sagen, dass es mir gut geht.“
Das Gejammer tönt ihm noch in den Ohren: „Immer nur sparen, sparen, sparen.“ Immer nur „arbeiten, arbeiten, arbeiten“,
Und im Rückblick Geschichte: Die seiner Mutter und der Familie und die Österreichs, von einer Frau, die 1923, ins Jahr der Superinflation, hineingeboren wurde.

Sicher Autofiktion, aber weder geschmacklos noch sentimental. Von Seite zu Seite verschwindet der lapidare Ton, der Sohn erzählt von der Mutter, die in Zeiten jung gewesen ist, als fast jeder ein Schicksal hatte und nicht nur ein Leben mit Aufs und Abs. Krieg. Krankheit. Gewalt. Tod überall. Und die Hoffnung auf das Eigenheim, das sich nie erfüllt hat. Bis jetzt. Seit vielen Jahren steht schon ihr Name auf dem Grab, ihre eigenen Kubikmeter nun bereit, bezogen zu werden – nur ein Datum fehlt.

„Mein ganzes Leben lang hat mir meine Mutter weisgemacht, dass es ihr schlecht ging. Drei Tage vor dem Tod kam sie mit der Neuigkeit daher, dass es ihr gut ging." (W. Haas)

Wolf Haas, Autor beim Carl Hanser Verlag, wovon viele seiner Kollegen nur träumen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Manfred Fürst