Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Arambol:
Brisant und aktuell
Monster von Nele Neuhaus
"Ihr habt aus mir ein Monster gemacht!"
Ich bin schon seit Jahren begeisterter Leser der Taunus-Krimis um das Ermittlerduo Bodenstein und Sander (Kirchhoff). Mit "Monster" beschert Nele Neuhaus uns nun den inzwischen 11. Teil der Reihe, die bereits im Jahr 2006 gestartet ist.
Der aktuelle Roman, wie auch alle vorherigen Bände, erzählt eine in sich abgeschlossene Geschichte. Dennoch empfehle ich, alle Serienteile in der chronologischen Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen.
Nur so lassen sich die zahlreichen Verknüpfungen und Hinweise auf ältere Fälle überhaupt erkennen, und diese dann inhaltlich einordnen. Auch die persönliche Entwicklung und der private Lebensweg der Charaktere hat während der vergangenen achtzehn Jahre viele Wendungen und auch so einige sehr schicksalhafte Momente erlebt.
"Monster" ist ein überaus aktueller und politisch brisanter Roman der versucht, eine Balance zwischen Recht und Gerechtigkeit zu finden. Dabei stehen höchst moralische Themen wie Vorverurteilungen, die Rechtmäßigkeit von Selbstjustiz, Ausländerfeindlichkeit und pietätlose Sensationsgier im Vordergrund. Gleichzeitig blickt die Handlung tief in menschliche Abgründe.
Die von Nele Neuhaus geschaffenen, handelnden Personen sind jederzeit glaubwürdig und angenehm individuell charakterisiert. Auch für einige der altbekannten Charaktere hält "Monster" absolut überraschende schicksalhafte Wendungen in ihrem Privatleben bereit.
Zudem wird der Spannungsbogen durch unerwartet eintretende Storywendungen durchgehend angenehm hochgehalten.
Fazit: Monstermässig spannend und (wie nicht anders erwartet) durchgängig unterhaltsame Krimikost auf höchstem Niveau.
Uneingeschränkte Leseempfehlung.
Rezensionen von Anndlich:
Heldin mit Handicap
Cosima und der Diamantenraub von Laura Noakes
Wir schreiben das Jahr 1899. Cosima lebt schon ihr ganzes Leben im Heim für beklagenswerte Mädchen in London, zusammen mit ihren drei Freundinnen Pearl, Mary und Diya. Ihren langweiligen Alltag versuchen sie sich immer wieder bunter zu gestalten, u.a. indem sie die tollen Torten, die nicht für die Heimkinder vorgesehen sind, aus der Küche zu stehlen.
Auf einem dieser Raubzüge geraten die Vier dabei in ein viel größeres Abenteuer, das einige Gefahren birgt. Denn der Entdecker von Raubgütern Lord Francis Fitzroy, möchte die Mädchen den gemeinen Heimleitern abkaufen und hat scheinbar auch keine guten Pläne mit ihnen.
Alles hängt davon ab, ob sie den Lord abhalten können.
Cosima und der Diamantenraub ist der Auftakt einer außergewöhnlichen Reihe von Laura Noakes, denn Cosima und Freundinnen sind ganz besondere Mädchen. Alle vier Mädchen haben ein körperliches Handicap, weswegen sie nicht bei ihrer Familie leben. Die Protagonistin Cosima kämpft mit Hypermobilität, die sie an manchen Tagen an den Rollstuhl fesselt, an anderen jedoch kann sie mit oder ohne Stützhilfen gehen. Ich finde es super, dass die Kinder chronischen Erkrankungen haben, denn sie bieten Kindern mit einem ähnlichen Background eine Identifikationsmöglichkeit und spenden dadurch Trost und Mut. Denn Cosima zeigt, dass das Leben dennoch lebenswert ist, das jeder Freunde im Leben findet und dass ein Handicap nichts über den Menschen aussagt!
Zu Beginn war das Bild auf die Mädchen und das Heim zwar negativer, weswegen ich mich dem Einstieg ein paar Probleme hatte und etwas gebraucht habe, um in die Geschichte reinzufinden. Dann zeigt sich jedoch eine positive Wendung und die Unterhaltung setzte ein.
Rezension: Der Bauchkompass - Saskia Winkler… Das Buch “Der Bauchkompass“ erinnert an eine Rohfassung, die noch mehrere Lektoratsrunden benötigen würde…
Der Bauchkompass von Saskia Winkler
Rezension: Der Bauchkompass - Saskia Winkler… Das Buch “Der Bauchkompass“ erinnert an eine Rohfassung, die noch mehrere Lektoratsrunden benötigen würde…
Das im Remote Verlag veröffentlichte Buch “Der Bauchkompass: Wie du den Mut aufbringst, auf dein Bauchgefühl zu hören, egal was andere dazu sagen“ aus dem Jahr 2022 ist leider weder sein Geld noch die Zeit wert, die es erfordert.
Mit einem orginellen Titel und Cover versucht die Autorin Saskia Winkler ziemlich erfolglos, oberflächlich und widersprüchlich gewisse Dinge in dreizehn Kapiteln auf einhundertzweiundachtzig Seiten zu erläutern. Spätestens im siebten Kapitel als die Autorin Prof. Gerd Gigerenzer zitiert wird es inhaltlich schräg. Es bleibt bei einem Versuch der Autorin Saskia Winkler die Intuition oder auch das Bauchgefühl genannt zu erklären, jedoch ohne jegliche neue Ideen oder erhellende Einsichten im Rahmen des wissenschaftlichen Kontext. Die Seriosität der Autorin wirkt zweifelhaft, da unter Anderem im Autorenportrait geschrieben wird, dass sie zwanzig Jahre ein marktführendes Familienunternehmen als CEO geleitet hat. Im Handelsregister ist sie lediglich von 2011 - 2016 als Gesellschafterin/ Geschäftsführerin eingetragen neben zwei weiteren Geschäftsführern in der Unternehmensführung des mittelständischen Unternehmens. Inwieweit die Geschichten der Autorin in ihrem Buch authentisch sind ist somit fraglich. Ich muss mich den 1-Sterne-Bewertungen leider anschließen und kann mir die guten, sehr guten, fantastischen Bewertungen nicht erklären!
Vielleicht nimmt die Buchhandlung Tyrolia das mangelhafte Buch zurück, das mit einer “Fake biografischen Anmerkung zu der Verfasserin“ wirbt oder gewährt die Möglichkeit des Umtausches…?!
Rezensionen von Anja:
Emotional, toller Schreibstil
Coldhart - Strong & Weak von Lena Kiefer
Elijah ist bereits aus der Westwell-Reihe bekannt. Seit diesen Ereignissen sind einige Jahre vergangen, Elijah ist nun erwachsen, studiert und arbeitet gemeinsam mit seiner Mutter in der Baufirma.
Elijah hat einen festen Freundeskreis, lässt aber keine Frau näher an sich heran, um nicht die Kontrolle zu verlieren, die er so dringend benötigt.
Die Begegnung mit Felicity, die neu in der Stadt ist, bringt genau diese Kontrolle ins wanken…
Die Westwell-Trilogie liegt für mich noch nicht so lange zurück. Dort war Elijah ein sympathischer, aber sehr schüchterner, teils ängstlicher Teenager. Und plötzlich ist er erwachsen – und gibt sich zumindest nach außen stahlhart. Doch noch immer quälen ihn die Erinnerungen an die Entführung, die nie aufgeklärt wurde.
Die emotionalen Einblicke in seine Gefühlswelt mochte ich sehr gern und zeigen ein ganz anderes Bild, als Elijah die Leute sehen lässt.
Den Leser:innen gibt der Prolog einen Wissensvorsprung. Denn ein Rückblick zur Entführung offenbart einen der Täter. Dies macht Elijahs Spurensuchen aber nicht wenige spannend, steigert aber von Beginn an die Dramatik der Geschichte.
Felicity ist eine touche, junge Frau. Sie möchte in New York studieren und bittet daher ihren Vater, den sie zuvor noch nie getroffen hatte, um Geld. Sie ist fest entschlossen, alles zurückzuzahlen und auf eigenen Beinen zu stehen. Die laute, trubelige, teure Stadt macht ihr den Start aber nicht so einfach.
Die Handlung ist ein stetiger Wechsel zwischen ruhigen und dramatischen Passagen. Elijah stellt Nachforschungen zu seiner Entführung an, die nicht nur sein Inneres aufwühlen. Und auch Felicity macht ein paar unangenehme Erfahrungen an ihrem neuen Wohnort.
Das Kennenlernen zwischen Elijah und Felicity geht sehr langsam vonstatten – nicht zuletzt, weil Elijah sie auf Abstand halten möchte.
Ich habe die bedächtige Annährung ebenso gern verfolgt wie die Einblicke in den Alltag der beiden sympathischen Figuren. Der flüssige, anschauliche Schreistil trägt auf jeden Fall seinen Teil dazu bei, dass die Seiten nur so dahinfliegen.
Allerdings war ich mit dem Verhalten der beiden nicht immer einverstanden. Im Verlauf gibt es einiges vermeidbares Drama – das offene Ende gehört definitiv dazu.
Über das Wiedersehen mit Helena und Jess habe ich mich sehr gefreut. Es ist schön, hier am Rande mitzuerleben, wie sich ihre Träume und Ziele einige Jahre später entwickelt haben.
Fazit
Toller Schreibstil, sympathische, facettenreiche Figuren und ein drohendes Unheil, das für stetige (An)spannungsmomente sorgt. Allerdings gibt es einige Szenen, in denen Elijah und Felicity mit ihrem Verhalten unnötig aufgebauschte Dramen herbeiführen, auf die ich gut hätte verzichten können…
Rezensionen von Anja:
Entwickelt sich sehr schön
Book Lovers - Die Liebe steckt zwischen den Zeilen von Emily Henry
Die New Yorker Literaturagentin Nora Stephens lässt sich von ihrer Schwester Libby zu einem gemeinsamen Urlaub in Sunshine Falls überreden, dem Handlungsort eines Buches, das Libby liebt und für das Nora einst einen Lektor suchte. Nora ist wenig begeistert, dass Libby ihr eine Liste mit Aktivitäten zusammenstellt – unter anderem Dates mit Einheimischen –, doch sie möchte ihrer Schwester den Wunsch erfüllen und die Aufgaben abarbeiten.
Allerdings rechnet Nora keinesfalls damit, ausgerechnet den Lektor, der den jetzigen Bestseller damals ablehnte, in dem Örtchen wiederzutreffen.
Dies war mein erstes Buch der Autorin.
Anfangs konnte mich die Geschichte nicht begeistern. Ich war genervt von dem immer gleichen Schema: Charaktere, die sich nicht leiden können werfen sich ununterbrochen Beleidigungen an den Kopf, um dann plötzlich übereinander herzufallen…
Auch mit Protagonistin Nora bin ich zunächst nicht gut zurechtgekommen. Die Literaturagentin, die schon viele Bücher gelesen hat, vergleicht sich selbst mit dem Charakter der gefühlskalten Karrierefrau, deren Freunde sie immer wieder für die süße Frau vom Land verlassen. Die Rolle scheint wie für sie gemacht, ein Stück weit verkörpert sie sie auch bewusst und wird dadurch natürlich auch entsprechend unnahbar wahrgenommen. Sie hält wenig von Liebe und Romantik und fokussiert stattdessen ihre Karriere. Dabei sorgt und kümmert sie sich stets um ihre jüngere Schwester und Nichten.
Allerdings hat sich meine Stimmung im Verlauf des Buches gedreht: Manche der bissigen Bemerkungen zwischen Nora und Charlie konnten mich zum Lachen bringen. Die Chemie zwischen den beiden entwickelt sich in eine Richtung, die mich neugierig gemacht hat, wohin der Weg führen wird.
Und das ganze Drumherum bringt ganz unterschiedliche Facetten in die Geschichte ein, die unerwartete Hintergründe und Verletzungen ans Tageslicht bringen.
So ist nicht nur die Geschichte zwischen Nora und Charlie ein zentrales Thema sondern auch die Beziehung zwischen den beiden Schwestern, die ein wenig in Schieflage geraten ist.
Und auch Nora muss sich selbst über einiges klar werden. Je mehr man über sie erfährt, desto sympathischer ist sie mir auch geworden.
Fazit
Nach einem schwierigen Start, bei dem ich von den Figuren eher genervt war, konnte mich die Story doch in ihren Bann ziehen. Die Geschichte dreht sich nicht nur um die Liebesgeschichte, sondern auch um eine Schwesternbeziehung und die Selbstfindung der einzelnen Charaktere, woraus sich unerwartete Hintergründe und vielfältige Emotionen entwickeln.
Rezensionen von Anja:
Magisches Abenteuer
Lila Leuchtfeuer - Geh nicht nach Nimmeruh! von Tijan Sila; Lena Schneider
Als ihr Vater geschäftlich verreist, soll Magichanikerin Lila dessen Werkstatt eigentlich geschlossen lassen. Ein paar kleine Aufgaben kann sie schon erledigen, denkt sich Lila, doch ausgerechnet eine fiese Hexe mit einem kaputten fliegenden Fass steht dann bei ihr im Geschäft. Da sie die Hexe nicht verärgern will, muss Lila den Auftrag ausführen.
Und sich dafür auf eine gefährliche Reise begeben…
Die Idee der Magichanikerin ist total niedlich. Lila und ihr Vater reparieren magische Gegenstände. Lila hat das Talent, das Problem der kaputten Gegenstände zu erspüren. Unterstützt wird sie von einem sprechenden Hammer und einem eichhörnchenähnlichen Waldgeist, der die Sprache aller Tiere versteht und für Lila übersetzen kann.
In der Geschichte gibt es Hexen und Zauberer, reimende Würmer und allerhand mehr zu entdecken. Gelungen finde ich auch die Einbindung vieler kleiner Märchenelemente, wie beispielsweise ein defektes Tischlein-deck-dich.
Die Handlung ist turbulent, wild und kunterbunt. Um das Fas zu reparieren, muss Lila sich auf eine Reise begeben, die sie vor immer neue Aufgaben stellt, damit ihr das ursprüngliche Vorhaben gelingen kann.
Lila ist mutig und schreckt vor keiner Aufgabe zurück. Mit Einfallsreichtum begegnet sie allen Schwierigkeiten. Und wird von ihren Freunden und Gefährten tatkräftig unterstützt.
Mir war die Handlung fast schon etwas zu überladen mit immer neuen magischen Ereignissen und Schwierigkeiten. Zwischendurch wird ein etwas gruseliger. Zudem schwingt ein düsterer Unterton mit, den ich schwierig einzuordnen fand. Begleitet wird Lila nämlich vom Augenklappe tragendenden Knecht der Hexe – die wahlweise Kinder isst oder nur deren Augen… es gibt allerlei Andeutungen, aber die Geschichte des Knechts bleibt – zumindest in diesem Band – noch ungeklärt.
Der Schreibstil ist kindgerecht, die Sätze überwiegend einfach gehalten. Die Namen von Orten und Gegenständen sind sehr kreativ, einige Namen sind allerdings etwas komplizierter zu lesen.
Unterstützt wird der Text von einigen schwarz-weiß Zeichnungen, die ich sehr passend zur Geschichte finde.
Fazit
Ein magisch, chaotisches Abenteuer über ein mutiges junges Mädchen, das sich zugegebenermaßen selbstverschuldet in Schwierigkeiten bringt, diesen aber mit kreativen und cleveren Ideen begegnet.
Rezensionen von Anja:
Spannender, trickreicher Wettbewerb (4,5 Sterne)
Thieves' Gambit von Kayvion Lewis
Ich muss zugeben, dass ich etwas andere Erwartungen an die Geschichte hatte, was speziell dem Panem-Vergleich, der in der Buchankündigung gezogen wurde, geschuldet gewesen sein dürfte.
Statt Dystopy- oder Fantasy-Setting spielt Thieves’ Gambit in unserer Welt. Die Diebe haben keine übermenschlichen Kräfte, aber dennoch außergewöhnliche Fähigkeiten – sie sind clever, geschickt, flink und wendig, besitzen teils Hacker-Kenntnisse oder sind in der Lage, mit einem Blick die räumlichen Gegebenheiten neuer Orte so zu analysieren, dass sie Fluchtwege erkennen können.
Rosalyn Quest wächst als Diebin auf. Ihre Familie ist berühmt berüchtigt. Regelmäßig führt Ross mit ihrer Mutter Aufträge aus. Doch sie wünscht sich ein anderes Leben: ein Leben unter anderen Teenagern, mit Freunden und Menschen, denen sie vertrauen kann. Denn dies wurde ihr von klein auf eingetrichtert: Vertraue niemandem!
Als die 17-jährige am Thieves‘ Gambit, einem Wettbewerb für junge Diebe und Diebinnen, teilnimmt, um ihre Mutter zu retten, wird genau das für sie zu einem Problem. Wie soll sie sich gegen ihre Konkurrenz durchsetzen, ohne Allianzen zu schmieden? Wie soll sie mit jemandem zusammenarbeiten, wenn sie nie sicher ist, verraten zu werden? Wie soll sie wissen, ob die Gefühle anderer Personen nicht nur vorgetäuscht sind?
Das Buch ist von Beginn an ziemlich spannend. Ross stolpert von einer brenzligen Situation in die nächste. Bei dem Wettbewerb steht sie extrem unter Druck. Sie muss unbedingt gewinnen, doch die Konkurrenz ist stark und nicht weniger clever als Ross. Und die Spielführer haben ihre ganz eigenen Pläne und legen den Teenagern mit kleinen Zusatzaufgaben und Missionen, in denen sie sie gegeneinander ausspielen, neue Steine in den Weg. Dadurch enthält die Geschichte einige Wendungen. Je weiter der Wettbewerb voranschreitet, desto mehr spitzt sich die Situation zu. Es wird spannender, actionreicher und trickreicher. Das Vorgehen der Diebe ist sehr spannend beschrieben und kommt immer wieder unerwartet.
Ross ist gezwungen, mit einigen der anderen Diebe zusammenzuarbeiten, ihr Vertrauensproblem steht ihr dabei aber extrem im Weg. Und dass einer der Konkurrenten mit ihr flirtet, macht es ihr auch nicht leichter. Zwar konnte ich verstehen, dass Ross aufgrund ihrer Erfahrungen anderen Menschen gegenüber sehr vorsichtig ist, die Anziehung zwischen den beiden war für mich anfangs allerdings nicht nachvollziehbar. Allerdings spielt die Liebesgeschichte bisher auch nur eine untergeordnete Rolle.
Da Ross die Ich-Erzählerin der Geschichte ist, gibt es einen eingeschränkten Blick auf die Handlung. Die Absichten ihrer Mitspieler:innen blieben mir genauso verborgen wie ihr und sorgen teils für Überraschungen. Ross denkt viel über ihre Situation nach und grübelt, wie sie sich verhalten soll. Einige ihrer Überlegungen wiederholen sich dabei mehrfach. Allerdings erlangt sie im Verlauf einige Erkenntnisse, die sie ihre Ansichten überdenken lässt.
Die Auflösung am Schluss konnte mich nochmal ziemlich überraschen. Das Ende schließt die meisten der aktuellen Ereignisse ab, lässt Rosalyns Zukunft aber dennoch völlig offen.
Fazit
Eine spannender Wettbewerb zwischen Teenager-Dieb:innen, die mit listigen Tricks, Mut und Einfallsreichtum agieren. Da Ross unbedingt gewinnen muss, steht sie sehr unter Druck, jede Niederlage steigert daher die Dramatik. Zahlreiche Wendungen und immer neue Aufgaben haben mich durchweg mitfiebern lassen. Nur die Liebesgeschichte, die bisher aber noch recht dezent bleibt, konnte mich noch nicht so recht erreichen.
Ich vergebe 4,5 Sterne mit Tendenz zur 5 und runde daher auf.
Rezensionen von rewareni:
Nur nicht aufgeben!
Von wegen Boomer von Tanja Samson
Als fleißiger Angestellter in einer Bank und mit 54 Jahren schon ein wenig bequem geworden, ist es für Ferdi ganz normal, dass er seine Abende gemütlich auf dem Sofa verbringt und mit einem Bier in der Hand, sein Fernsehprogramm genießen möchte. Dass dabei seine Frau und seine Kinder zu kurz kommen, merkt er aber nicht.
Doch er hat nicht mit seiner Familie, allen voran seiner Tochter Flora und seinem Sohn Raffi gerechnet, die der Meinung sind, dass er endlich aus seiner Komfortzone heraus kommen muss. Als auch noch seine Frau Vera kurzerhand die Koffer packt und auszieht, beginnt für Ferdi eine schwere und vor allem aufregende Zeit. Denn herausfordernde Challenges, die ihn besonders in seiner Arbeit immer wieder einmal Schweißausbrüche bescheren und peinliche Situationen hervorrufen, lassen ihn mit der Zeit sein bisheriges Leben in einem anderen Licht sehen und so nimmt Ferdi den ,,Kampf“ mit den nicht immer leichten Aufgaben auf.
Im Debütroman ,, Von wegen Boomer“ nimmt die Autorin Tanja Samson den Leser auf eine humorvolle Reise mit, wo der arme Ferdi einiges erleiden und erdulden muss, bis er dorthin gelangt, wo ihn seine Familie haben will. Bis dahin gibt es viele witzige aber auch nachdenkliche Situationen und Momente, wo man sich auch selbst reflektieren kann.
Die Challenge wirkt besonders zu Beginn etwas übergriffig wo man sich denkt, dass man gewisse Aufgaben, gerade in Ferdis Position nicht so einfach ausführen kann.
Aber es ist ja ein Wohlfühlroman, den man durchaus mit einem Augenzwinkern lesen sollte und so ist es für Ferdi zwar manchmal peinlich, aber dafür für den Leser umso mehr amüsant ihn dabei zu begleiten wie er sich abmüht jede Aufgabe bestmöglich zu erfüllen.
Schön werden in der Geschichte seine Wandlung und seine Gefühle darin beschrieben. Von Wut, Unverständnis und Verzweiflung bis hin zu Hoffnung, Ehrgeiz und wieder Freude am Leben haben. Es zeigt, dass man hin und wieder einen kleinen Denkanstoß braucht und vor allem gute Freunde, die sich auch nicht scheuen die manchmal unbequeme Wahrheit über einen selbst zu sagen, damit der eingefahrene Weg, der bekannt, sicher und vielleicht auch
manchmal schon langweilig ist, wieder zu einer neuen Abzweigung führt, wo man neues und interessantes erleben und entdecken kann.
Dass es aber auch an der eigenen Familie liegt die dabei vergessen hat, dass man Wünsche und Bedürfnisse dem anderen mitteilen muss, wenn man eine Veränderung will, wird in dem Roman ebenfalls gut thematisiert. Ein lockerer und unkomplizierter Schreibstil lassen die Geschichte gut lesen und das eine oder andre Schmunzeln ist dabei gewiss. Ein schöner Roman also wo man auch erkennen kann, dass die Zeit niemals stillsteht und Veränderungen einfach zum Leben dazu gehören und jede Generation von der anderen etwas lernen kann.
Rezensionen von tonton:
Tolle Wissenshäppchen für Weltraum-Fans
Guinness World Records für Erstleser - Weltraum von
In diesem Band der "Guinness World Records für Erstleser" geht es um das Thema Weltraum. Ich finde diese Buchreihe sehr gut für junge Kinder und dieses Buch ist besonders toll für die, die wie mein Sohn auf Raketen stehen. Und Kinder finden natürlich alle Superlative toll.
Das Buch umfasst unterschiedliche Weltraum Themen, wie Planeten, Raketen und wichtige Menschen in der Weltraumforschung.
Ich finde die Aufmachung dieses Buches sehr gelungen. Die Textmenge auf jeder Seite ist sehr übersichtlich. Die Schrift ist groß und der Text ist in kurzen Abschnitten unterteilt. Die Gestaltung mit dem farblichen Hintergrund und Rahmen um den Abschnitten, inklusive kleine Zeichnungen finde ich sehr kinderfreundlich. Ich mag auch, dass es viele Fotos gibt, damit die jungen Leser genau sehen können, worum es geht.
Ich finde aber dieses Buch Jungs-orientiert. Die "erste Frau im All" bekommt nicht nur kein Foto, sondern eine Illustration zu ihrem Text, welche eine Rakete zeigt, die um die Erde fliegt, mit "Noch eine Runde!" in einer Sprechblase. Das finde ich irgendwie nicht so gut durchdacht.
Rezensionen von Gaby 2707:
Kleine Geschichten zum schmunzeln
Für Stress fehlt mir die Zeit von
Kleine Geschichten zum schmunzeln
Das kleine Büchlein „Für Stress fehlt mir die Zeit“ aus dem Eulenspiegel Verlag hat mir mit seinen 17 Kurzgeschichten immer wieder meinen Tag versüßt. Ideal um es in meine Handtasche zu stecken, kann ich das kleine Buch überall hin mitnehmen und habe so immer etwas zu lesen dabei.
Außerdem machen die kleinen Geschichten richtig gute Laune.
Ich lerne eine Frau kennen, die sich den Mut zur Lücke leistet; einen Mann, der seinen Tagesablauf mit Powernaps optimiert; einen Vater, der weinen muss, weil er morgen wieder ins Spaßbad muss; einen Mann, der seine Küche dermaßen optimiert hat, dass ich bei einigen Ausdrücken fast googeln wollte, was er damit meint und 13 weitere Menschen, die alle dem Stress aus dem Weg gehen wollen. Mal mehr und mal weniger erfolgreich. Interessante Geschichten von Selbstoptimierern und Perfektionisten, die aber auch in Situationen kommen können, wo ihre Lebensmaxime ins Straucheln gerät.
Von Heinrich Böll über Johannes Conrad, Diana Drechsel, Susi Groth, Stephan Hähnel, Nils Heinrich, Lothar Kusche, Robin Lille, Robert Niemann, Mario Drichardt, Regine Sylvester, Kurt Tucholsky bis Janine Wagner haben sich alle mit ihren kleinen Geschichten hier versammelt.
Zu jeder Kurzgeschichte gibt es noch ein kleines Bild, das den Text optimal unterstreicht.
Ein wunderbares kleines Geschenk nicht nur für die, die mal einen Schritt langsamer machen und die Seele baumeln lassen sollten. Diese kleinen Geschichten zaubern jedem ein Lächeln ins Gesicht.











