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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von ingri:

gelungener nordischer Thriller mit Cold Case Element

Deine Zeit wird kommen von Carl-Johan Vallgren

In einem abgelegenen schwedischen Waldstück wird im Jahr 1993 eine junge Frau gefunden – angespült an ein Hindernis im Flussbett. Der Körper scheint ausgemergelt zu sein, trägt diverse Hämatome und kurz geschorene Haare. Für die Region Falkenberg durchwegs ungewöhnlich, hat sich hier doch der letzte Mord vor mehr als zehn Jahren ereignet.

Auch wenn Kommissar Björling durch seine Vergangenheit in Göteborg schon öfter mit Todesfällen zu tun hatte, wird ihm Johanna von Rikskrim aus Stockholm zur Seite gestellt. Doch es gibt wenig Anhaltspunkte und schließlich verschwindet auch noch Björlings Tochter Malin von einem Campingausflug spurlos.

Der Roman lebt von der düsteren Stimmung, die ab der ersten Seite erzeugt wird. Eine ruhige Gegend in Schweden, mit düsteren Wäldern in der eine ausgehungerte Leiche gefunden wird. Auch die Schicksale der beiden Ermittler tragen zur bedrückenden Stimmung bei. Auf der einen Seite Kommissar Björling, der seit einem Jahr Witwer ist und dessen Tochter nun spurlos verschwindet. Aber auch Johanna kämpft mit den Dämonen aus ihrer Vergangenheit. War doch das Leben bei einer alkoholkranken Mutter und ein damit verbundener unsteter Lebensstil herausfordernd.

Der Schreibstil ist ruhig und angenehm. Die beklemmende Stimmung wird durch die bildhaften Beschreibungen gut transportiert. Auch der Wechsel der Perspektive zwischen den beiden Ermittlern und auch Malin trägt zur Spannungsbogen bei. Besonders an diesem Roman ist außerdem über welch langen Zeitraum, nämlich etliche Monate, sich die Ermittlungen ziehen, auch da sich der Fall im Laufe der Ereignisse zu einem Cold Case entwickelt. Hier nimmt die Erzählung der Vergangenheit und der Ermittler viel Raum ein und die eigentliche Ermittlung tritt in den Hintergrund. Man kann die Seelenqualen von Kommissar Björing wirklich spüren und nachvollziehbar.

Ein typischer nordischer Thriller – beklemmende Stimmung aber dennoch leicht zu lesen.

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Rezensionen von Dragon:

Märchenhaft und geheimnisvoll

Im Bann des Erlkönigs von Mina Roth

Zora war schon immer anders als die Menschen um sie herum. Sie sieht Wesen, die für alle anderen unsichtbar sind und direkt aus Märchen und Mythen zu stammen scheinen. Als sie versucht, einer Fee das Leben zu retten, wird sie in eine Welt hineingezogen, die alles verändert. An der Umbra Academy muss sie nicht nur um ihr eigenes Schicksal kämpfen, sondern auch herausfinden, wem sie vertrauen kann.

Besonders schwierig wird das, als ihr Herz ausgerechnet für jemanden schlägt, der mehr Geheimnisse zu haben scheint, als Antworten zu geben.

Schon der Auftakt der Geschichte hat mich neugierig gemacht. Trotzdem muss ich zugeben, dass ich anfangs etwas gebraucht habe, um wirklich in die Handlung hineinzufinden. Die Vielzahl an verschiedenen Wesen, Namen und neuen Begriffen war zunächst etwas überwältigend und hat meinen Lesefluss immer wieder unterbrochen. Zum Glück hat sich das nach den ersten Kapiteln gelegt, denn je weiter die Geschichte voranschritt, desto mehr hat sie mich in ihren Bann gezogen.

Besonders gut gefallen hat mir Zora als Protagonistin. Sie ist mutig, klug und schlagfertig, trifft nachvollziehbare Entscheidungen und entwickelt sich im Laufe der Geschichte glaubwürdig weiter. Auch die Beziehungen zwischen den Figuren wirken authentisch und werden mit viel Gefühl aufgebaut. Während Silas für mich leider etwas blass geblieben ist, hat mich Kilian umso mehr fasziniert. Seine düstere Ausstrahlung, die vielen Geheimnisse und die Frage, was wirklich hinter seiner Fassade steckt, haben ihn für mich zu einer der spannendsten Figuren des Buches gemacht.

Ein großes Highlight war für mich das Setting. Die Atmosphäre ist düster, geheimnisvoll und stellenweise richtig unheilvoll. Die vielen Fantasiegestalten aus Märchen und Mythen verleihen der Welt ihren ganz eigenen Charme und gerade diese Mischung aus bekannten Märchenelementen und einer eigenen Fantasywelt fand ich unglaublich faszinierend.

Auch die Handlung konnte mich nach dem etwas holprigen Einstieg immer mehr überzeugen. Dadurch, dass Zora eine klare Mission verfolgt, entsteht ein roter Faden, der die Geschichte spannend vorantreibt. Es gibt immer wieder neue Enthüllungen, offene Fragen und unerwartete Wendungen. Trotz kleiner Startschwierigkeiten hat mich die Geschichte am Ende vollkommen überzeugt. Wer düstere Fantasy, märchenhafte Welten und spannende Young-Adult-Geschichten mit glaubwürdigen Charakteren und geheimnisvollen Figuren liebt, dem kann ich dieses Buch empfehlen.

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Rezensionen von Daggy:

Spannende Magie mit Humor

Emmi & Einschwein 7. Zaubern verboten! von Anna Böhm

Ein Buch voller ungewöhnlicher Fabeltier mit besonderen ungewöhnlichen Eigenschaft. Da hat Anna Böhm schon eine ganze Menge Fantasie. Hier auf dem Cover sehen wir Emmi, die zum 10. Geburtstag, wie alle Kinder in Wichtelhausen, ihr Fabelwesen bekam. Einschwein ist ein niedliches Schweinchen mit einem gedrehten Horn auf dem Kopf und vielen witzigen Ideen im Kopf.

Die beiden freuen sich auf das Große Fabelfest, zu dem alle auf Wichtelhausener auf den Marktplatz kommen. Doch leider stürzen die Drachen ab und auch sonst geht eine Menge schief und leider ist Einschwein wohl nicht ganz schuldlos. Doch dann taucht ein neues kleines Ferkel auf, Pigilino. Kann diese niedliche kleine Wesen wirklich Alles und zu wem gehört es?
Eine Menge Kapitel, viele wunderschöne Bilder und tolle Fabeltiere, eine logisch aufgebaute Geschichte und viel Spannung machen das Buch zu einem besonderen Leseerlebnis. Besonders die vielfältigen Eigenschaften der Fabeltiere haben es mir angetan, mein Favorit ist die Prankenschwester, eine Tigerin, die als Krankenschwester mit viel Empathie die Patienten versorgt.

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Rezensionen von Daggy:

Zwei kleine Monster bestimmen den Tag

Ein Tag mit den Grems von Hayley Schrader

Das Cover zeigt eine fröhliche junge Mama mit ihren zwei monsterartigen Kindern in einer liebevollen Umarmung. Sowohl auf der ersten Seite („Sie liebt uns“) als auch auf der letzten Seite („Weil wir uns so unendlich liebhaben“) wird über die Liebe gesprochen, die die drei verbindet.
Heute ist „Grem-Tag“, denn Grem nennen sich die kleinen zotteligen Gestalten.

Sie sind meist laut und oft frech steht auf den Klappen darunter ist das Gegenteil zu lesen. Der Tag beginnt um 5:12 Uhr und damit Mama noch ein Augen zumachen kann, erlaubt sie den beiden „Schokobrot ohne Brot“ zu essen und unter der Klappe wird eine Schokocreme aus dem Glas gelöffelt. Da die Grems das Wohnzimmer zu ihrem Zimmer machen sieht es entsprechend aus, denn an Grem-Tagen gilt ihr Ordnungsverständnis. Schaut besser nicht in den Schrank. Auch die Küche machte eine schlimmen Eindruck. Trotzdem geht es dann noch ins Schwimmbad, das gehört auch zum Grem-Tag. Auf dem Rückweg wird im Auto ein englisches Lied angestimmt, warum kein deutschsprachiges, dass ich auch singen könnte?
Da wird wohl ein Tag geschildert, den sich Kinder vielleicht wünschen könnten, aber ich bin mir nicht sicher, ob sie so ein Chaos wirklich glücklich macht. Für mich wäre es kein Liebesbeweis ihnen alles Wünsche zu erfüllen. Aber vielleicht bin ich zu alt für diese Art mit Kindern umzugehen. Ein fröhliches Buch mit vielen bunten schönen Illustrationen. Ich werde allerdings nicht so richtig warm mit diesem Pappbilderbuch.

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Rezensionen von Daggy:

Traumschöne Tierbilder und tolle Papas

Papa von Christian Robinson

Recht einfach kommt das Cover mit dem weißen Hintergrund und dem Pinguinpapa mit Kind daher. Allerdings glänzt alles wunderschön lackiert und fällt dadurch auf.
Zunächst werden unterschiedliche Tierväter vorgestellt. Die erste Doppelseite zeigt einen Gorilla mit seinem Kind, zu lesen ist „Papa ist stark“, danach liegen die Jungen beim Fuchs „Papa ist lieb“ seht daneben.

Der graue Gibbon hat sich von seinem Jungen abgewandt, der die Pfote nach ihm ausstreckt und „Papa lässt dich manchmal im Stich“ lautet der Text. Nach dem Wolf, der „eine Geschichte erzählt“ wechseln die Bilder und es werden Menschen gezeigt. „Papa wischt die Tränen ab“ zeigt einen Vater im Rollstuhl, der seinen mit dem Rad gestürzten Jungen tröstet. Danach träumt Papa vom größer werden des Kindes. Zum Schluss gibt es einen Sachtext zu den Tierpapas. Da lesen wir beim Gibbon, dass er sich noch mehr um die Kinder kümmert als die Mütter.
Das Buch zeigt sehr zärtliche Bilder, die die Nähe der Väter zu ihren Jungen abbilden. Sie beschränken sich ebenfalls wie die kurzen Sätze auf das Wesentliche. Obwohl mir die Aussage klar ist, fehlt mir ein wenig der rote Faden und eine Aussage. Wie ich am Beispiel des Gibbon beschrieben habe, finde ich eine solche Aussage beunruhigend, auch wenn sie durch die anderen aufgehoben wird.

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Rezensionen von Daggy:

Kinder und Tiere sind ein tolles Team

Schule mit Juli von Petra Eimer

Auf dem Cover sehen wir schon Anna, Paul und Max zusammen mit ihren Tieren. Zunächst hinten mit der Tafel Juli, das Pferd, das Paul zugelaufen ist. Das kleine schwarze Pony ist Juno, ihr kleiner Sohn, der zu Anna gehört und auf dem Tisch Watson, den Max von seiner Oma bekommen hat, als sie ausgewandert ist.

In der Schule gibt es Projekttage unter dem Motto: „Tiere – Was wir von ihnen lernen können“ und zum Start kommt sogar die Bürgermeisterin mit ihrem Therapiehund, der sie bei ihrer Diabetes unterstützt. Die Schüler*innen sollen sich ein Projekt überlegen und es am Ende der Woche präsentieren. Als die Freunde sich zusammentun, erfahren sie davon, dass Max versetzungsgefährdet ist und deshalb muss das Ergebnis besonders gut werden. Zwei andere Freunde wollen sich nicht anschließen, sie hoffen, das KI alles für sie regelt. Schnell ist klar, dass sie eine Art Zirkus einüben wollen und so starten sie bei Herrn Hoppe, dem ehemaligen Besitzer von Juli, ihr Projekt.
Wie immer lebt das Buch von den zauberhaften und so lebendigen Zeichnungen. Der Text der aufgelockert mit unterschiedlichen Schriftbildern gedruckt ist, liest sich auf diese Weise leicht. Natürlich ist es auch spannend, denn es geht immer wieder etwas schief. Zuerst müssen die Kinder und die Tiere eine Möglichkeit finden sich zu verständigen. Aber alle sind hochmotiviert und so wird es am Ende eine großartige Veranstaltung.
Bei jedem neuen Band kommt es mir vor, als würde ich alte Freunde wiedertreffen, denn alle sind mir so vertraut. Ich habe aber auch einiges über Therapietiere erfahren und bin überzeugt, dass diese drei cleveren Tiere einen guten Job machen werden.

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Rezensionen von Daggy:

Wundervolle Gute-Nacht-Geschichte voller Humor

Papafant - Angst im Dunkeln? Ich doch nicht! von Nicola Anker

Schon auf dem Cover sehen wir den ängstlichen Papa, der von seinen Kindern getröstet werden muss.
In dem verschachtelten Haus ist einiges zu entdecken, während wir Mama am Computer arbeiten sehen, bringt der Papafant die Kinder ins Bett. Doch als er das Licht löschen möchte, möchten die Kinder wenigstens das Nachlicht anhaben.

Doch Papa, der auch nie klein war, hatte nie Angst im Dunkeln. Also erfindet er Übungen, die die Kinder länger werden lassen sollen. Doch beim Nachmessen hat sich nichts verändert. Danach wird auf den Betten Trampolin gesprungen bis eines unter Papas Gewicht bricht. Papa stellt die zerbrochenen Bretter vors Fenster. Nachdem er noch versucht mit anderen witzigen Ideen die Angst der Kinder zu vertreiben, macht er das Licht aus, um den Kindern zu beweisen, dass nichts passiert. Aber dann ruft er um Hilfe, erst sind die Geräusche unheimlich und dann sieht er eine Art Gespenst am Fenster. Da haben die Kinder Spaß, als sie Papafant zeigen können, dass nur die Bretter vorm Fenster so unheimlich aussahen. Papa sitzt schlotternd mit Decken auf dem Kopf und muss zugeben, dass er doch Angst hatte. Natürlich dürfen die Geschwister jetzt das Nachtlicht anlassen.
Ganz tolle Bilder, voller Dynamik und Gefühl. Dazu eine Geschichte, dessen Ausgangssituation die Kinder sicher alle kennen. Einfach mit verständlichen Worten und total witzig erzählt. Ich freue mich schon, wenn Papafant wütend wird.

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Rezensionen von Daggy:

Magische Rikscha Reise voller Spannung

Hiro und der Drache: Die magische Rikscha von Jasmin Schaudinn

Auf dem Cover ist der neunjährige Hiro zusehen, er fährt die Rikscha, die der junge Drache Fuju gebaut hat. Der Stil der Illustration erinnert an japanische Kunst, die Wellen im Hintergrund sogar an Hokusai.
Nach der Vorstellung der Protagonist*innen, steigen wir in die Geschichte ein. Hiros älterer Bruder ist aufgebrochen, um das Glück zu suchen, er fehlt dem Jungen und seiner alten Oma sehr.

Im Wald trainiert Hiro japanische Kampfkunst mit seinem unsichtbaren Bruder, als er ein Geräusch hört. Dann taucht ein Drache auf, der ihn bitte mit ihm die Rikscha aus der Höhle zu holen, denn er will damit ins Tal der flüsternden Winde fliegen. Er lädt Hiro ein ihn zu begleiten und dabei nach seinem Bruder zu suchen. Nach einer Bruchlandung in der Wüste geht es in einem Fluss weiter, denn die magische Rikscha kann auch schwimmen.
Neben der spannenden Geschichte, in der immer neue spannende Wesen auftauchen, gibt es eine Menge Aufgaben zu erfüllen. Wir lernen Schlangenzunge mit der Hand darzustellen, finden Dinge auf Bildern und machen mit beim Abenteuertalenttest. Unten auf der Seite ist ein Streifen ähnlich wie beim eBook zu sehen an dem wir unseren Lesefortschritt erkennen.
Viele Bilder, kleine Comics und die große Spannung, damit lässt sich dieses Buch schnell lesen. Aber vorne im Buch gibt es einen QR-Code mit dem kann man sich das Buch auch vorlesen lassen und dabei den Text mitlesen.
Für mich ein sehr überzeugendes Erstlesebuch, wenn es mit so viel Maggie und Abenteuer nicht klappt, dann habe ich auch keine Idee mehr.

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Rezensionen von Daggy:

Mobbing-Krimi

Mopping! von Cora Gofferjé

Carlo kam als Niemandskatze in die Tierpension von Ida und lebt dort nun zusammen mit Fiesemöpp, dem Mops und Amboss, der ängstlichen Dogge. Fiesemöpp nutzt Amboss Ängste aus und versucht den Kater nach wie vor loszuwerden.
Es regnet und Ida wartet auf ein Paket, außerdem backt sie massenhaft Leberwurstmuffins und verspricht den Tieren eine Überraschung für den Nachmittag.

Als der Paketbote endlich kommt, ergibt sich eine günstige Situation für Fiesemöpp und er beißt den armen Mann, der sowieso schon in Angst wegen des Mops lebt, ins Hinterteil. Deshalb soll sich ein Hundetrainer um den Übertäter kümmern. Der macht zunächst Yoga mit Fiesemöpp, dann bekommt er einen Maulkorb. Als sich herausstellt, dass Fiesemöpps Zwillingsschwester, die inzwischen ein gefeierter Filmstar ist, als Überraschung anreist, ist Fiesemöpp entsetzt. Denn diese kapriziöse Hundediva moppt noch schlimmer als er und oft ist er das Opfer. Doch als diese Schwester entführt wird, machen sich unsere drei Helden auf, sie zu retten. Mitten in der Nacht geht es auf dem Rasenmäher der Nachbarn nach Pusemuckel.
Es gibt eine ganze Menge Abenteuer und Spannung in dieser Geschichte, aber wir sehen auch wie bösartig die beiden Möpse, die anderen und sich gegenseitig mobben. Im Nachwort gibt es deshalb viele Ratschläge wie man sich verhalten sollte, wenn Kinder sich überwinden und uns von ihrem Gemoppt werden erzählen. Manche Situationen mögen uns witzig erscheinen, aber wenn Fiesemöpp mit Amboss Angst spielt, dann ist das eine schlimme Sache. Deshalb freuen sich Amboss und Carlo zunächst, dass Fiesemöpp jetzt von seiner Schwester gemoppt wird und sie finden, jetzt weiß er mal, wie sie sich fühlen. Aber das Gefühl kennt er schon seit seiner Kindheit und er will wohl nicht wieder zum Opfer werden und ist lieber der Täter.
Das Buch liest sich wie ein Krimi und wir erfahren einiges über Mobbing, lernen die Gefühle der Mobber und Gemobbten kennen und sehen, wie mutig Amoss auf das Wort „Box“ reagiert. Schaut aufs Cover, da seht ihr die drei Hunde beim Yoga und es ist einfach herrlich, wie die Bilder im Buch die Situationen so real und liebevoll darstellen. Ein besonderes Lob an Christina. Ich kann das Buch von ganzem Herzen empfehlen!

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Rezensionen von Ele:

Die unsichtbare Schwester

All die Farben, all das Licht von Cora Wucherer

All die Farben, all das Licht, Roman von Cora Wucherer, EBook im Klett-Cotta Verlag
Ein Roman über die oft komplizierte Liebe zweier Schwestern.
Juna und Martha sind Schwestern, Juna ist 17 und Martha 13 sie leben zusammen mit dem Vater, denn die Mutter ist bei Marthas Geburt verstorben. Juna leidet unter dem Usher-Syndrom das bedeutet, dass sie erblinden wird und auch ihr Gehör nimmt immer mehr ab.

Deshalb dreht sich in dieser Familie alles nur um Juna, Martha möchte so gerne aus dem Schatten ihrer Schwester treten, doch bei ihr läuft immer alles ohne besondere Vorkommnisse. Juna ist eine begabte Malerin, ist hübsch und klug. Martha muss sich bemühen überhaupt gesehen zu werden. Als Junas Krankheit fortschreitet, kommen sich die beiden Schwestern endlich näher. Die beiden unternehmen einen Roadtrip nach Schweden, denn Juna möchte ein einziges Mal, die Bilder der von ihr verehrten Lotte Laserstein sehen.
Das Buch besteht aus 30 Kapiteln, die in drei Teile gegliedert sind. Der Anfang kam mir langatmig vor, er war geprägt von den Streitigkeiten und Spannungen die in einer Familie, in der Geld und die Aufmerksamkeit des Vaters knapp sind. Sie teilen sich ein Zimmer und gehen nicht gerade sanft miteinander um, da geht es oft ziemlich heftig ab, sie schenken sich wirklich nichts. Während die ältere Schwester alle Aufmerksamkeit, des Vaters hat, fristet Martha ein Schattendasein als Glaskind. Es wird wichtiges totgeschwiegen über die Mutter erfahren die beiden kaum etwas. Böse Streitigkeiten sind Alltag, mir kommt es fast so vor als ob die eine Schwester der anderen nichts gönnt. Obwohl ich eigentlich Mitleid mit Juna hatte, fand ich sie trotzdem anstrengend und egoistisch. Was es bedeutet zunehmend das Augenlicht zu verlieren, vor allem wenn man Talent dazu hat Malerin zu werden, ist hier allerdings glaubhaft beschrieben, die Verzweiflung kommt sehr gut rüber. Meine Sympathien galten aber Martha, die im Laufe des Buches zu einer gefestigten Persönlichkeit wird. Die in ihrem bisherigen Leben alles alleine mit sich selbst ausmachen musste, die unterschwellig auch Schuld am Tod der Mutter hat. Die Dynamik zwischen den beiden verändert sich langsam, das war interessant zu beobachten.
Die Erzählweise ist abwechselnd aus Sicht der beiden Schwestern. Der bildhafte Schreibstil hat geholfen, mir geschilderte Bilder Personen und das Setting hervorragend festzustellen. Durch dieses Buch habe ich einiges über die Künstlerin Lotte Laserstein erfahren, ich habe mir Bilder von ihr angesehen. Das Usher-Syndrom kannte ich bis dahin auch nicht, auch darüber habe ich mich informiert. Als die beiden Schwestern sich miteinander auf die Reise begeben, zieht die Spannung an, der Vater blieb bis zum Ende blass, er ist das schwächste Glied in der Familiengemeinschaft. Die Nebenfiguren, die die Geschwister auf ihrem Weg begleiten sind gut charakterisiert. Alle Personen handeln authentisch.
Einiges hätte ich mir ausführlicher beschrieben gewünscht, auch das Ende hat mich ratlos zurückgelassen, ich finde das Buch hätte um das ganze rund zu machen, noch einiges an Seiten mehr haben können.
Die Entwicklung der beiden Protagonistinnen, gleichberechtigten Hauptfiguren, fand ich gut, die Informationen die ich über dieses Buch erhalten habe waren interessant. Es war unterhaltsam, spannend besonders nach dem ersten Drittel, sehr emotional und zu Herzen gehend. Dennoch hat mir etwas gefehlt. Deshalb von mir 4 Sterne

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