Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Pusteblümchen:
Schwierig, aber durchaus spannend
9mm Cut von Sybille Ruge
Eve Klein soll als Privatermittlerin in der Schweiz eine Stiftung überprüfen bei der es Differenzen in der Buchhaltung gegeben hat. Damit taucht sie ein in die Welt der Schönen und Reichen, was gleichbedeutend ist mit einer Welt in der Korruption, Betrug, Gier, Ausbeutung und Geldwäsche vorherrschen.
In solch einer Umgebung lebt es sich gefährlich und nachdem der Geschäftsführer der Stiftung erschossen wird, verschwindet dann auch noch sein Stellvertreter.
Spannung ist hier durchaus gegeben, aber ich habe den Schreibstil der Autorin als extrem anstrengend empfunden. Die Figuren sind originell, anfreunden oder identifizieren konnte ich mich mit ihnen nicht, dafür blieben sie mir zu oberflächlich.
Die Story selbst und die Ereignisse sind durchaus spannend, aber der abgehakte Schreibstil hat es mir leider schwer gemacht in einen flüssigen Lesemodus zu kommen.
Zusammengefasst kann ich sagen, mir gefällt die Idee, aber die Umsetzung ist nichts für mich.
Rezensionen von Pusteblümchen:
Afrika
Trophäe von Gaea Schoeters
Hunter White ist ein amerikanischer Jäger, der zum wiederholten Male nach Afrika zur Großwildjagd reist. Er besitzt bereits zahlreiche Trophäen, die er seiner Frau geschenkt hat. Diese kann sich nicht für die Jagd begeistern, aber für die mitgebrachten ausgestopften Tiere. Was noch fehlt ist ein Nashorn und genau das will er dieses Mal erlegen.
Für Hunter ist die Jagd ein Teil seiner Persönlichkeit. Für die anstehende Spitzmaulnashornjagd hat er extra eine Lizenz erworben, es ist also alles legal. Er tut sogar noch etwas Gutes, da das Geld, das er zahlt für bedrohte Tierarten eingesetzt wird.
Der Autorin ist es gut gelungen ein Bild von Afrika zu malen, wie ich es noch nie zuvor gesehen hat. Hunters Gedanken sind nachvollziehbar, sein Charakter wirkt in sich schlüssig, aber wenn ich unsere westlichen Werte und Normen heranziehe, ist das Vorgehen von Hunter unmoralisch und unethisch. Ich hatte fast das Gefühl beim Lesen manipuliert zu werden. Gaea Schoeters gelingt es alles in Frage zu stellen und eine Sicht auf eine Kultur zu geben, die ich zuvor noch nicht hatte.
In den afrikanischen Jagdgebieten herrscht ein täglicher Kampf um das Leben und das nicht nur für die Tiere. Der Roman macht eine Wahrheit sichtbar, die dafür sorgt, dass Gedanken über Leben, Tod, Moral und Würde eine ganz neue Bedeutung bekommen.
Ich habe zuvor noch kein so unbequemes und zugleich unfassbar gutes Buch gelesen.
Rezensionen von Schkob:
Toller historischer Roman
Essex Dogs von Dan Jones
Mit Essex Dogs hat Dan Jones einen beeindruckenden historischen Roman geschaffen, der den hundertjährigen Krieg behandelt. Das einen Wappen ähnelnde Cover finde ich sehr passend für den Roman gewählt.
Durch die Gruppe der zehn Söldner werden die Leser*innen in die Welt des 14 Jahrhunderts gezogen und erleben die Geschichte hautnah mit.
Es entsteht ein toller immersiver Plot, der die Brutalität des Kriegs ungeschönt, sehr blutig und gewaltsam darstellt. Durch einige Sichtwechsel wird dieser Effekt verstärkt. Dennoch bewahrt der Roman an einigen Stellen Humor, der durch die Gruppe der zehn Söldner ohne das Emporheben der Kriegführenden entsteht. Diese werden gnadenlos vermenschlicht und insbesondere ihre schlechten Seiten beleuchtet.
Insgesamt hat mir Essex Dogs sehr gut gefallen und ich finde es empfehlenswert für Fans von historischen Romanen.
Rezensionen von Schkob:
Toller Startpunkt
Einfach gärtnern! Naturnah und nachhaltig von Horst Mager
Letztes Jahr habe ich angefangen in meinem kleinen Innenhof-Garten zu arbeiten. Doch fehlten mir noch viele Ideen und die optimale Vorgehensweise die Fläche zu gestalten.
Horst Magers „Naturnah und Nachhaltig Einfach Gärtnern“, enthält für genau dieses Problem Antworten. Der Garten von heute soll nicht mehr nur eine möglichst akkurate Wiese sein, hier und da verziert mit einem in Form gebrachten Busch, sondern ein lebender Ort, der ein Heim für Insekten und anderen kleinen Tiere Schutz und Versorgung bietet.
Er soll nicht möglichst hübsch sein, sondern auch ein wenig wild mit heimischen Pflanzen. Das Buch begleitet den gesamten Prozess von der Auswahl der Pflanzen, ihre Setzorte, Bewässerung und Pflege. In Horst Magers Buch wird an alles gedacht, auch an die Orte an denen man als stolzer Gartenbesitzer sein Werk nach getaner Arbeit bestaunen kann. Zudem ist das Buch wunderschön mit Seitengroßen Bildern bedruckt und demnach nicht nur aufgrund des Inhalts eine absolute Empfehlung.
Rezensionen von gerlisch:
Gefährliche Geheimnisse
Twelve Secrets - von Robert Gold
Vor zwanzig Jahren geschah in der englischen idyllischen Stadt Haddley ein unfassbarer Mord. Scheinbar grundlos wurde der ältere Bruder von Ben Harper von zwei Klassenkameradinnen getötet. Heute ist Ben ein bekannter Journalist und soll einen Artikel über den Selbstmord seiner Mutter schreiben. Als er auf Ungereimtheiten trifft und sich dadurch neue Hinweise auf den Mord an seinen Bruder ergeben, macht er sich mit der Polizistin Dani Cash auf die Suche nach Spuren.
Die Story wird erzählt aus Sicht von Ben als Ich-Erzähler. Aufgeteilt in zwölf Abschnitte mit relativ kurzen Kapiteln lässt er uns teilhaben an Geheimnissen die dort nach und nach ans Tageslicht kommen. Wie der Titel des Buches schon sagt, scheint niemand in Haddley die Wahrheit zu sagen.
Obwohl der Thriller wirklich vielversprechend begann und einige packende und brutale Szenen parat hatte, fehlte mir im weiteren Verlauf das Verständnis für die teilweise überzogenen und unglaubwürdigen Handlungen. Viele Charaktere erschweren den Durchblick, hinzu kommt noch, dass der Autor sich in unwichtigen Hintergrundinformationen verliert.
So blieb die Story für mich leider ehr seicht und konnte mich nicht besonders fesseln. Ich werde die Reihe um Ben Harper wohl nicht weiterverfolgen.
Rezensionen von Austrian Bookaholic :
Herzensbuch
Unwritten Love (Unwritten, Bd. 1) von Teresa Sporrer
Mit Unwritten Love hab ich seit langer Zeit wieder ein Buch gefunden, für das ich auch mal eine Nachtschicht eingelegt hab.
Die große Stärke des Buchs ist definitiv die Charakterbildung. Die Protagonistin konnte mich schon auf der ersten Seite abholen, weil ich einfach da schon richtig Persönlichkeit bemerkt hab.
Im Laufe des Buchs lernt man Livia, aber auch Julian sehr tiefgehend kennen und allein das ist wirklich berührend. Vor allem Livia wächst einem so ans Herz, dass man ihr nur das Beste wünscht.
Dadurch sind auch die Szenen zwischen den beiden total mitreissend. Die Autorin versteht sich darauf, die Romantik des Augenblicks perfekt einzufangen und kommt so auch ohne ein übertriebenes Drama aus.
Gerade als Buchblogger/in kommt man mit diesem Buch auf seine Kosten, weil auch die Liebe zu Büchern und der ganze damit verbundene Vibe thematisiert und transportiert wird.
Ich könnte noch so viel mehr dazu schreiben, am besten gebe ich an dieser Stelle aber einfach eine wärmste Leseempfehlung für Romance/ NA-Liebende.
Der Trope: Fake-dating
Der Vibe: Bookish
Die Bewertung: 5/5
Viel Spaß, beim Lesen!
Rezensionen von Petra Sch.:
Ein Drama/Krimi/Liebesgeschichte in 5 Akten
Die Insel des Zorns von Alex Michaelides
Elliot Chase erzählt dem Leser in ich-Form ein Drama in 5 Akten. Er nennt es allerdings eine Geschichte über Mord; oder eher eine Liebesgeschichte. Anhand seiner Notizen über Beobachtungen und Gespräche mit den anderen vorkommenden Personen hat er die Geschichte rekonstruiert.
Diese außergewöhnliche Erzählweise hat mir zu Beginn sehr gut gefallen, es ist mal erfrischend anders.
Doch mit der Zeit wird es teilweise zäh, denn er berichtet oftmals ausschweifend. Außerdem präsentiert er auch seine Gedanken und Träume, die nichts mit dem Geschehenen zu tun haben, und das macht es ausufernd.
Und er erzählt zuerst nicht alles. Erst ab ca. der Hälfte des Buches springt er immer wieder in die jüngere Vergangenheit zurück, um ausgelassene - bzw. verschwiegene - Details nachzureichen, die für den Verlauf der Geschichte von Belang sind.
Leider bin ich kein Fan von auslassen, nachreichen und in der Zeit herumspringen. Ich mag es lieber klar, chronologisch und komplett.
Achja, worum geht es überhaupt: Lana Farrar, eine ehemalige, berühmte Filmschauspielerin, lädt zu Ostern auf ihre griechische Privatinsel "Aura" bei Mykonos ein: ihren Sohn Leo, ihren Mann Jason, ihre beste Freundin, die Theaterschauspielerin Kate Crosby und natürlich Elliot. Weiters sind noch die Haushälterin Agathi und der Inselverwalter Nikos da. Insgesamt also 7 Personen.
Über Nacht bläst ein starker Sturm, der von allen "Zorn" genannt wird. Und einer der Sieben stirbt.
Elliott ist kein sympathischer Charakter. Anfangs kann man den Grund dafür noch gar nicht so genau benennen, aber mit der Zeit lernt man ihn ja immer besser kennen (durch die ich-Erzählung und die exhibitionistische Präsentation seines Charakters dringt man immer tiefer in seine Gedanken- und Gefühlswelt ein) und merkt, dass seine schlimme Kindheit viele Spuren hinterlassen hat.
Leider wird man über ihn auch am Schluss nicht aufgeklärt, obwohl Andeutungen gemacht wurden.
Den Ausgang der Geschichte hatte ich mir nach einiger Zeit schon gedacht, das Motiv war einleuchtend und nachvollziehbar, nur der Weg dorthin hat kleine Überraschungen bereit gehalten.
Und auch den heftigen Sturm konnte man beim Lesen leider nicht fühlen. Ja, es wurde immer wieder erwähnt, wie schlimm der Zorn doch geblasen hat, aber es wurde nicht lebendig rübergebracht. Dabei hätte dies die Atmosphäre noch beklemmender wirken lassen.
Fazit:
Elliot erzählt dem Leser das Geschehen in der Osterwoche auf der kleinen griechischen Privatinsel in 5 Akten; eine Art Drama. Leider zu ausschweifend und die Auflösung war kein überraschender Twist.
Rezensionen von liesmal:
Große Unterhaltung
Die Entflammten von Simone Meier
Meine Neugier auf den Maler Vincent van Gogh und die Liebe zu seinen Bildern wurden geweckt und nahmen ihren Anfang mit der Ausstellung „Van Gogh Alive – The Experience“ in München. Seitdem interessiere ich mich für sein Leben.
Mit dem Roman „Die Entflammten“ habe ich wieder etwas mehr, wenn auch nur am Rande, über den Künstler erfahren.
Die Autorin Simone Meier hat einen sehr ansprechenden Roman über Jo van Gogh-Bonger geschrieben, die mit Theo, dem Bruder Vincent van Goghs, verheiratet war. Sie erzählt, mit welcher Intensität es Jo nach Vincents Tod und dem tragischen Ende ihres Gatten gelingt, die Bilder ihres Schwagers in aller Welt bekannt und den Maler berühmt zu machen.
Allein die Geschichte über Jo van Gogh-Bonger hat mich schon gefesselt. Ein weiterer Erzählstrang, in dem mehr als hundert Jahre später die junge Kunsthistorikerin und Tochter eines Schriftstellers Gina ihre Faszination für Jo entdeckt und lebt, lässt das Buch zu einem Kunstwerk werden.
Und egal, wie hoch der Wahrheitsgehalt und der Anteil an Fiktion sein mögen: Für mich war das Buch große Unterhaltung und ein köstliches Leseerlebnis.
Rezensionen von Bibibabby:
Traumhaft
Die Traumspinnerin von Simone Veenstra
"Die Traumspinnerin" ist ein wunderschönes Gutenacht-Buch, empfohlen für Kinder ab drei Jahren. Das cover ist Zauberhaft gemalt und zeigt die liebevolle Familie von Luca.
Zuerst muss ich sagen, dass dieses Buch Geschlechterneutralität richtig umsetzt. Die Hauptfigur heißt "Luca" und wird im Buch einfach ohne Pronomen bezeichnet.
Die Bilder sind so gezeichnet, dass das Kind nicht offensichtlich männlich oder weiblich ist, also kann man Luca sowohl als Junge als auch als Mädchen betrachten (obwohl für mich Luca eigentlich ein männlicher Name ist).
Die Geschichte ist sehr schön. Luca und Papa begeben sich auf einen Spaziergang, um zu gucken, was Nachts passiert. Die Beobachtungen vermischen Fakten und Fantasie (z.B. Bauarbeiter in der Nachtschicht oder Blumen, die Sternschnuppen sammeln). Als Leser hat man den Eindruck, langsam in die Traumwelt zu reisen.
Fazit: sanfte Geschichte mit viel Phantasie und einer Prise Magie.
Rezensionen von Lilli33:
Hat mir überraschend gut gefallen
Mayfair House von Alex Hay
Hat mir überraschend gut gefallen
Inhalt:
London, 1905. Mrs King ist Wirtschafterin in Mayfair House. Nach dem Tod ihres Arbeitgebers kündigt dessen Tochter Miss de Vries ihr. Doch Mrs King sinnt auf Rache und schart Verwandte und ehemalige Kolleginnen um sich. Die sieben Frauen planen einen Riesencoup.
Während die neue Herrin des Hauses einen Kostümball feiert, wollen die Ganovinnen das Haus leer räumen.
Meine Meinung:
Ich muss vorausschicken, dass ich mich normalerweise nicht für historische Romane begeistern kann. Aber hier klang die Beschreibung so nett, dass ich einfach mein Glück versuchen musste - und ich wurde nicht enttäuscht. Was sich zunächst nach einer leicht humorigen Wohlfühlgeschichte anhörte, entpuppte sich schließlich als noch viel mehr. Denn es passieren auch ernste, schlimme Dinge. Dass einen die insgesamt etwas düstere Atmosphäre nicht runterzieht, liegt sicher an dem lockeren Schreibstil des Autors und den zum Teil ein bisschen frechen Charakteren. Dabei wirken die sieben Räuberinnen viel sympathischer als die Hausherrin, sodass man sich gerne auf ihre Seite schlägt und auf ein gutes Gelingen des Coups hofft.
Neben genauen Beschreibungen der Vorbereitungen des Raubs (das hört sich jetzt vielleicht langweiliger an, als es ist - ich musste ziemlich oft schmunzeln) erfährt man mit Fortschreiten der Handlung auch immer mehr über die Frauen und ihre Beweggründe. Diese sind äußerst verschieden. Ein wenig blass bleiben die Figuren leider trotzdem. Ich hätte sie gerne noch näher kennen gelernt.
Fazit:
Alex Hay hat mich mit seinem Debütroman gut unterhalten. Er war von der Sprache her leicht, aber von der komplexen Handlung her nicht wirklich einfach zu lesen. Klasse fand ich die vielen überraschenden Wendungen und wie sich manches Geheimnis erst nach und nach herauskristallisiert.











