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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Karo:

Sprunghafte Themenwechsel

Tremor von Teju Cole

"Tremor" von Teju Cole dreht sich um Tunde, der an einer amerikanischen Universität als Dozent für Fotografie tätig ist. Seine Kindheit hat er in Lagos verbracht und er nutzt seine Arbeiten und seine Kunstwerke, um die Kontraste zwischen seiner Heimat und seiner neuen Welt aufzuzeigen. Zudem nutzt er die Fotografie, um Kritik an der westlichen Welt zu äußern und ihre Brutalität und Ungerechtigkeit aufzuzeigen.

Durch "Tremor" erfährt man eine Perspektive, die ich so noch nicht vorher kennengelernt habe. Es erfolgt eine Auseinandersetzung mit spannenden und aktuellen Themen, aber es erscheint mir leider so, als hätte der Autor möglichst viele Themen in das Buch bringen wollen. Dadurch wirkt alles etwas überladen und das Lesen ist stellenweise mit Anstrengung und Überforderung verbunden. Das liegt auch daran, dass diese vielen Themen nicht angenehm miteinander verbunden wurden, sondern in schnellen Sprüngen zwischen ihnen gewechselt wird. Man hat sich gerade in ein Thema eingearbeitet und wird dann wieder herausgebracht, da der Autor sich für etwas Neues entschieden hat. Alles in allem hatte "Tremor" viel Potenzial. Der Autor hat einen interessanten Blickwinkel geschaffen und zudem einen sehr interessanten Charakter kreiert. Leider wird das Leseergebnis durch die Sprunghaftigkeit der Themenwechsel ziemlich gestört und man immer wieder aus dem Lesefluss gebracht.

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Rezensionen von Streiflicht:

Gelungener Abschluss der Reihe

Allsberg 1985 – Der Duft der Veränderung von Hans von Rotenhan

Da ich bereits die ersten beiden Teile dieser Trilogie gelesen habe, war ich natürlich neugierig, wie es weitergeht und endet. Wieder steht Schloss Allsberg im Mittelpunkt, dieses Mal ab Mitte der 1980er Jahre. Wir treffen einige Figuren wieder und lernen neue kennen. Sehr mochte ich, dass hier so viele starke Frauen im Vordergrund stehen.

Sie haben es wahrlich nicht leicht, lassen sich aber nicht entmutigen und kämpfen sich tapfer durchs Leben. Das hat mir gut gefallen und mich beeindruckt.

Gut fand ich auch wieder den schön zu lesenden Schreibstil und die flüssig erzählte Geschichte, die uns nun fast bis in die Gegenwart führt. Man kann wieder in der Zeit erleben und mit den Figuren mitfiebern. Ein toller Reihenabschluss, den ich gerne gelesen habe. Ein wunderbarer dritter Teil, der die ersten beiden Bücher perfekt ergänzt.

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Rezensionen von Karo:

Interessantes Thema aber eine schlechte Umsetzung

Das verborgene Genie von Marie Benedict

Marie Benedict nutzt "Das verborgene Genie", um die Geschichte von Rosalind Franklin zu erzählen. Ich gebe ehrlich zu, dass ich ihren Namen vor Beginn der Lektüre noch nie gehört habe und mir auch nicht bewusst war, welche Bedeutung sie in der wissenschaftlichen Welt hat und welche wichtigen Forschungsergebnisse ihr zuzuschreiben sind.

Rosalind Franklin ist nämlich die Entdeckerin der Doppelhelixstruktur unserer DNA - sie konnte diese nach jahrelanger Forschung entdecken - ihre Forschungsergebnisse wurden jedoch Männern zugeschrieben, die die Lorbeeren hierfür geerntet haben.

Wie schon angemerkt, hat sich Rosalind ganz der Wissenschaft verschrieben und zieht hierfür extra von England nach Frankreich, da sie sich hier eine tolerantere Gesellschaft und bessere Chancen für ihre Forschung verspricht. Anfänglich scheint es auch so auszusehen, als würde sie von ihren (männlichen) Kollegen akzeptiert und für ihre Forschung geschätzt, doch schnell wird deutlich, dass dieser erste Eindruck täuscht und die Wissenschaftswelt in Frankreich auch nicht wirklich fair ist. Neben der unfairen Wissenschaftswelt muss sie auch noch Probleme mit ihren Eltern sowie echte Konflikte mit männlichen Forschern ertragen. Es wird wirklich deutlich, dass Rosalind Franklin kein einfaches Leben hatte und für jeden ihrer Schritte und Erfolge kämpfen musste.

Ich hatte mich wirklich sehr auf "Das verborgene Genie" gefreut. Die Handlung hat mich direkt angesprochen und ich wollte unbedingt mehr über Rosalind Franklin lernen, da sie ja ganz bedeutende Forschungsergebnisse erreicht hat - ich aber noch nie von ihrer Bedeutung für die Wissenschaft gehört habe. Meine Freude auf das Buch konnte dann jedoch nicht erfüllt werden. Der Schreibstil der Autorin konnte mich gar nicht abholen; es erschien mir eher monoton und es konnte keinerlei Spannung aufgebaut werden. Natürlich habe ich bei einem Werk, das auf einer Biografie basiert, keine große Spannung erwartet, aber etwas mehr hätte man durch den Schreibstil und die Gestaltung der Handlung schon aus der Geschichte herausholen können. Viele Entscheidungen der Autorin - aus schriftstellerischer Sicht, aber auch hinsichtlich der Handlung - konnte ich gar nicht nachvollziehen. An manchen Stellen wollte ich das Buch am liebsten abbrechen, an anderen Stellen war ich dann aber doch sehr fasziniert. Leider kann ich jedoch nach der Lektüre nicht nachvollziehen, ob die Momente, die mir gefallen haben, wirklich tatsächliche Berichte aus dem Leben von Rosalind Franklin sind oder ob die Autorin hier ihre künstlerische Freiheit genutzt und weitergearbeitet hat. Hier hätte es unbedingt ein längeres Nachwort gebraucht, in dem die Handlung des Buches und die schriftstellerischen Entscheidungen kontextualisiert und in die Lebensgeschichte von Rosalind Franklin eingeordnet werden. Da das Ende des Buches dann auch noch sehr enttäuschend war und hier nicht nachvollziehbare Entscheidungen getroffen wurden, bin ich einfach nur froh, dass ich das Buch jetzt weglegen kann. Mehr als zwei Sterne kann ich leider wirklich nicht vergeben.

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Rezensionen von Karo:

Flache Charaktere und oberflächlicher Schreibstil

Everything I Hate About You von Sarah Saxx

"Everything I Hate about You" ist eine Rockstar-Romance von Sarah Saxx. Tessa trift in einem Pub auf den attraktiven Alexander, der dort den Gig eines Freundes besucht. Die beiden fühlen sich sofort zueinander hingezogen und verbringen eine heiße Nacht miteinander. Als Tessa dann einige Zeit später einen Song im Radio hört, kommt dieser ihr erstaunlich bekannt vor.

Sie hat den Text geschrieben und ihn in einem Notizbuch festgehalten, das sie in Alexanders Hotelzimmer vergessen hat. Dieser hat ihren Songtext geklaut und dadurch den Durchbruch seiner Band Mighty Bastards geschafft. Alexander verkauft den Song und den Text jedoch als sein Werk und Tessa will Rache. Sie bewirbt sich als Tourbusfahrerin der Mighty Bastards und will der Gruppe, aber besonders Alexander, einen Denkzettel erteilen.

Ich hatte mir viel von "Everything I Hate about You" versprochen. Es klang nach einer sehr spannenden und explosiven Handlung, bei der starke Charaktere aufeinandertreffen. Leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt. Die Charaktere waren eher flach beschrieben und es fehlte eindeutig an Charakterentwicklung - obwohl das in diesem Setting so wichtig gewesen wäre. Außerdem erschien mir auch die Handlung nicht besonders gelungen ausgearbeitet. Es wurde viel über den Konflikt nachgedacht und philosophiert, die eigentliche Handlung war dann jedoch sehr flach gehalten und es traten keine großen Konflikte auf. Wenn man bedenkt, dass die gesamte Prämisse des Buchs auf diesem Streit beruht, war diese schriftstellerische Entscheidung dann doch sehr enttäuschend. Der wenig emotionale und flache Schreibstil sowie die eher oberflächlich ausgearbeitete Handlung haben mich dann doch sehr enttäuscht und ich habe mich stellenweise doch sehr durch das Buch quälen müssen. Von mir gibt es keine Leseempfehlung.


Ich hatte mir viel von "Everything I Hate about You" versprochen. Es klang nach einer sehr spannenden und explosiven Handlung, bei der starke Charaktere aufeinandertreffen. Leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt. Die Charaktere waren eher flach beschrieben und es fehlte eindeutig an Charakterentwicklung - obwohl das in diesem Setting so wichtig gewesen wäre. Außerdem erschien mir auch die Handlung nicht besonders gelungen ausgearbeitet. Es wurde viel über den Konflikt nachgedacht und philosophiert, die eigentliche Handlung war dann jedoch sehr flach gehalten und es traten keine großen Konflikte auf. Wenn man bedenkt, dass die gesamte Prämisse des Buchs auf diesem Streit beruht, war diese schriftstellerische Entscheidung dann doch sehr enttäuschend. Der wenig emotionale und flache Schreibstil sowie die eher oberflächlich ausgearbeitete Handlung haben mich dann doch sehr enttäuscht und ich habe mich stellenweise doch sehr durch das Buch quälen müssen. Von mir gibt es keine Leseempfehlung.

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Rezensionen von kabo16:

Junges, geheimes britisches Ermittlungsteam auf der Actionspur

Last Line of Defense, Band 1 - Der Angriff von Andreas Gruber

Wie es der Titel schon verrät ist hier die quasi letzte Linie der Verteidigung. Es handelt sich dabei um ein sehr junges Team, dass sehr geheim ist und weltweit eingesetzt wird. Die angeworbenen drei Menschen sind die letzten, die in England ausgebildet werden. Jayden, Erik und Lenny durchlaufen auf der Academy eine sehr harte Schule.

Die Handlung wechselt rasant die Schauplätze von 15 Monaten zuvor, quasi wie alles begann, bis zum Einsatz von Jayden in Buenos Aires.
Immer voller Action, es gibt keine langweiligen Absätze. Genau wie bei James Bond, Menschenleben spielen keine große Rolle. Die Akteure können alles, egal ob Technik, Fahrzeuge, Waffen oder Kampfsportarten.
Das ganze wirkt auf mich etwas unglaubwürdig, zumal dies ja ihr erster Einsatz ist.

Wer Andreas Gruber gerne liest, merkt sofort, dies ist eine ganz andere Schreibart von ihm ist. Einfach zu lesen. Etwas wo man sich keine großen Gedanken machen muss. Fazit: Ein Buch fürs Wochenende mit Unterhaltungsfaktor.
Mir gefallen seine anderen Bücher besser.

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Rezensionen von marsu:

Absolut genial

Willkommen bei den Grauses 1: Wer ist schon normal? von Sabine Bohlmann

Ich weiß gar nicht, wo ich bei diesem Buch anfangen soll. Hier passt einfach alles. Es ist ein riesiger Angriff auf die Lachmuskeln, aber dahinter steckt ein Plädoyer für alle, die anders sind, für den Mut, so zu sein, wie man ist und darin das Besondere zu sehen. Ein Hoch auf die Freundschaft, auf gegenseitige Hilfe und Akzeptanz.

Und wir haben uns vor allem sehr über die überschäumende Fantasie gefreut, mit der die Geschichte prall gefüllt ist.

Ottilie lebt mit ihren Eltern in einer ruhigen Straße. Sie hat keine Freunde, dafür verschlingt sie jede Menge Bücher. Aber dann ziehen gegenüber in die Nummer 13 neue Nachbarn ein. Und die Grauses sind eine ganz ungewöhnliche und besondere Nachbarn. Das merkt Ottilie schon, als sie mit einem Kuchen vor der Tür steht. Langsam nähert sie sich den zwei - oder nein, es sind drei - Kindern an, mit Spielen durch das Fenster.

Ein wunderbares Buch, das Spaß macht und dabei ein tolles Plädoyer für Akzeptanz ist.
Und nun freuen wir uns schon sehr auf die Fortsetzung.

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Rezensionen von Natalie:

Ein cold case, der seine Fänge in der Gegenwart ausstreckt

Mädchenfeuer von Anna Jansson

Worum gehts?
In einen schwedischen Naturschutzgebiet wird das Skelett eines kleinen Mädchens gefunden. Der entscheidende Hinweis dazu kam von einem selbsternannten Medium. Kriminalinspektor Kristoffer Bark und seinem Team gelingt es, Spuren zu einem 50 Jahre zurückliegenden Fall herzustellen. Was sie dabei herausfinden, lässt keinen kalt… besonders eine Person in Kristoffers direktem Umfeld…

Mein Fazit:
Auch Band 4 der Krimi-Reihe rund um Kristoffer Bark konnte mich gut unterhalten.

Der Krimi hat alles was ein solcher braucht, um Spannung aufzubauen und die Ermittlungen bis zum Schluss packend zu gestalten. Das Team rund um Kristoffer als auch er selbst bringen ihre ganz eigenen Päckchen mit, was sie für mich definitiv authentisch und nahbar machen. Der Fall rund um das kleine tote Mädchen lässt einen beim Lesen nicht kalt und so war der Krimi schnell ausgelesen. Auch wenn mir persönlich der Vorgängerband noch besser gefallen hat, gibt es eine Leseempfehlung von mir und ich bin schon auf den fünften Band gespannt.

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Rezensionen von marsu:

Wettkampf

Nordic Clans 1: Mein Herz, so verloren und stolz Nordic Clans von Asuka Lionera

Entgegen der Ankündigung geht es hier eigentlich so gut wie gar nicht um die nordische Mythologie, denn die Welt, in der Asuka Lionera ihr Buch spielen lässt, ist ihrer Fantasie entsprungen und es gibt allenfalls Entlehnungen aus der bekannten nordischen Mythologie. Deshalb finde ich die Ankündigung nicht so gelungen, aber nichtsdestotrotz hat mir das Hörbuch gut gefallen.

Yrsas Vater kam schwer verletzt vom letzten Wettkampf der Clanchefs zurück und ist daran Jahre später gestorben. Yrsa sinnt auf Rache, denn so eine Verletzung ist gegen die Regeln. Allerdings ist der Mann, der ihrem Vater dies angetan hat mittlerweile verstorben, aber bei dem Wettkampf trifft sie auf dessen Sohn.

Die Geschichte erfahren wir aus der Sicht von Yrsa und zwischendurch gibt es auch Kapitel mit Einblicken in die Denkweise von Kier, so dass wir vieles besser verstehen.

Das Ende lässt vieles offen und nun warte ich auf die Fortsetzung.
Die Vertonung mit den beiden Hörbuchsprechern hat mir gut gefallen.

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Rezensionen von marsu:

Toller Nachfolger

Das Opernhaus: Rot das Feuer von Anne Stern

Ich mag es, wenn man eine Reihe an den Covern wiedererkennen kann und dieses Mal ist sogar der Vermerk Opernhaus dazu gekommen.
Mit Spannung und Ungeduld habe ich die Fortsetzung dieser Reihe erwartet und ich bin nicht enttäuscht worden.
Der Schriftstellerin und Historikerin Anne Stern ist es auch dieses Mal wieder wunderbar gelungen, historische Vergangenheit und Romangeschehen auf ganz geschickte Weise miteinander zu verbinden, so dass ich mich sehr gut unterhalten gefühlt habe, aber auch wieder einiges dazu gelernt habe.

Der flüssige Schreibstil und das Gefühl für den Spannungsaufbau kommen noch hinzu.
Die Protagonistin Elise hat es nicht einfach, obwohl sie mittlerweile verheiratet ist. Aber ihr Herz schlägt eben immer noch für den Kulissenmaler Christian und als sie ihn wiedersieht, kommen die Gefühle mit aller Macht zurück und zeigen ihr deutlicher, was sie in ihrer Ehe ohne Liebe alles vermisst.
Eingebettet in die dramatischen Ereignisse der Revolution und natürlich immer wieder die Oper - ein wunderbare Fortsetzung, keine Längen eines zweiten Teiles in Sicht.

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Rezensionen von Petra:

Lebenslauf

Leuchtfeuer von Dani Shapiro

In ihrem Roman "Leuchtfeuer" erzählt die Autorin Dani Shapiro die Lebensgeschichten von zwei Familien, die in einem Vorort von New York leben.
Einmal ist es die Familie des Arztes Ben Wilf ,der mit Ehefrau Mimi und den Kindern Sarah und Theo zusammen lebt. Die zweite Familie sind die späteren Nachbarn mit dem hochbegabten Sohn Waldo.

Bei einer Autofahrt der Geschwister Wilf und einer Freundin, bei der Alkohol eine Rolle gespielt hat, kommt es zu einem tragischen Unglück. Ben Wilf versucht vergeblich zu helfen. Sarah und Theo teilen seit dem ein Geheimnis ,an dem sie zu zerbrechen drohen. Auch der Vater hadert mit sich.
Die Autorin lässt uns in nicht chronologischer Reihenfolge über mehrere Jahrzehnte in das Leben der einzelnen Mitglieder beider Familien blicken.

Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen obwohl die unchronologische Erzählweise etwas Konzentration erfordert hat.

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