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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Chris:

Auf auf zur Revolution

Bella und die Böllersum-Bande von Karin Gothe

Das Buch handelt von Bella und ihren Freunden die in dem kleinen Dorf Böllersum wohnen. Dort soll die Dorfschule geschlossen werden und die Kinder beschließen dagegen zu protestieren. Sie rufen zur Revolution auf und planen die ein oder andere "radikale Aktion".

Leider fand ich das Thema nicht sehr kindgerecht geschrieben und es passierten Sachen die meiner Meinung nach umfangreicher oder anders in einem Kinderbuch behandelt werden sollten.

Eine der ersten Aktionen war das Freilassen von Tieren welches mein Sohn sofort als "unklug" titulierte. Es wurden Begriffe verwendet mit denen mein Sohn nicht wirklich etwas anfangen konnte und immerzu ging es darum radikal zu sein und zu revolutionieren.

Wir haben das Buch durchgelesen aber ich habe definitiv gespürt, dass bei uns keine richtige Spannung aufkam...kein "wie geht es wohl weiter" und auch nie die Frage von meinem Sohn ob ich denn nicht noch ein Kapitel mehr lesen könne.

Daher mein Fazit: Eigentlich ein tolles Thema aber die Umsetzung hat uns leider nicht überzeugt.

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Rezensionen von Anno:

Actionreich und spannend

Stadt der bösen Tiere, Band 2 - Die Rettung von Gina Mayer

Dieses Buch ist bereits das zweite Band der Reihe „Stadt der bösen Tiere“.
Zwischenzeitlich ist Lizard auf den Inseln des Internats eingetroffen und wird dort ausgebildet. Doch als sie erfährt, dass ihre Schwester in Not ist, setzt sie alles aufs Spiel um sie zu retten und verschwindet klammheimlich von den Inseln um sich auf die Suche nach ihr zu machen.

Trotz der Verlegung des Handlungsortes hin zum Internat hatte ich, ohne Kenntnis der vorangegangenen Buchserie, keinerlei Orientierungs- oder Verständnisprobleme. Alle nötigen Details und Infos wurden in die Handlung mit eingebaut, so dass auch ein Quereinstieg zur zweiten Serie problemlos möglich ist.

Zwar kann ich durch meine mangelnde Kenntnisse keinen Vergleich zur ersten Serie aufstellen, doch bin ich absolut begeistert vom Verlauf und Aufbau der Handlung. Sie ist abenteuerlich und voller Spannung, spricht sowohl Jungs als auch Mädchen sehr an.
Der Erzählstil ist dem Alter entsprechend gut verständlich und durch die düstere Grundstimmung auch sehr aufregend. Es fällt leicht sich in die eigenwillige Lizard hineinzuversetzen und ihre Erlebnisse und Entscheidungen mitzuerleben und nachzuvollziehen. Dank der Möglichkeit der Kommunikation mit Tieren eröffnet sich dem Leser eine wunderbar exotische, aber auch bedrohliche Welt, die sicher noch einige Abenteuer bereit hält. Sehr cool!

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Rezensionen von Chris:

Was würdest Du tun?

Das andere Tal von Scott Alexander Howard

Die Geschichte von Odile hat mich absolut berührt und gefesselt. Ich fand die Vorstellung sehr bedrückend, in einem Tal gefangen zu sein welches durch hohe Zäune und Wachen begrenzt wird. Ich fand es ebenfalls sehr beklemmend zu lesen wie kontrolliert das Leben für Odile in dem Tal war und wie begrenzt beispielsweise ihre Wahl für einen Beruf war.

Das Buch beschreibt finde ich sehr eindrucksvoll das Leben in einer Diktatur, gleichzeitig war es für mich eine sehr surreale Vorstellung unter Umständen 20 Jahre in die Vergangenheit oder 20 Jahre in die Zukunft reisen zu können. Viele Fragen nach dem was wäre wenn sind mir beim Lesen des Buches durch den Kopf gegangen.

Die Geschichte handelt von Odile die mit 16 Jahren nicht nur ihren Freund und ihre erste heimliche Liebe Edme verliert, sondern sich durch diesen großen Schicksalsschlag auch ihr ganzes zukünftiges Leben verändert. Ein sehr mitreißender Roman der noch lange in mir nachklang.

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Rezensionen von Anno:

Sexy Schokolade

Zeilenflüstern (Sweet Lemon Agency, Band 1) von Kyra Groh

Frisch, leicht und sexy wie Schokolade. Schwer fällt es nicht in diese Geschichte einzutauchen, welche ich als Hörbuch hören durfte. Klara ist Texterin und verschossen in die Stimme des unbekannten Sprechers ihrer Lieblingsfantasyreihe, Noel ein Schauspieler in einer Identitätskrise. Aus der Sicht dieser Beiden wird, besetzt mit unterschiedlichen Sprechern, ihr berufliches Aufeinandertreffen und der Beginn ihrer Liebe mit all ihren Hindernissen erzählt.

Während Klara mir rasch sympathisch war und ihre Fähigkeit der Gebärdensprache mich faszinierte, konnte ich Noel deutlich weniger greifen. Auch seine Krise war nachvollziehbar, weniger jedoch dessen Gefühlswelt. Sein crush auf Klara, woher kam der denn so plötzlich? Er hasst seine Sprecherrolle als Fantasyprinz, ließt ihr aber genau jenes Buch vor? Einiger solcher Kleinigkeiten konnte ich nicht ganz so gut nachvollziehen und trotzdem mag ich ihre Liebesgeschichte sehr. Das Setting ist ungewöhnlich, modern und trotzdem romantisch schön. Schokoladensüss.

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Rezensionen von Lealein1906:

Wieder sehr spannend

Stadt der bösen Tiere, Band 2 - Die Rettung von Gina Mayer

Wir kennen schon das Internat der bösen Tiere und es ist einfach toll, dass es mit Die Stadt der bösen Tiere weitergeht. Zumal die Geschichte ja im Internat beginnt. Was das Buch so besonders macht, ist das Zusammenspiel mit Tieren und Menschen und dass man die Tiere oft in einem ganz anderen Licht betrachtet.

Lizzard ist ein nennen wir es aufgewecktes Mädchen, sie hält sich gerne mal auch nicht an alle Regeln und ihr Charakter ist eher wild, trotzdem ist sie sehr fürsorglich. Das macht eine gute Mischung und es ist klar, dass sie alles tun wird, um ihre Schwester zu retten, auch wenn sie dafür unkonventionelle Wege eingeht.
Man hätte locker noch viel mehr von ihrer Geschichte lesen können, aber für ein Kinder-/Jugendbuch hat es eine gute Länge. Der Schreibstil ist wie gewohnt schön locker, an spannenden Stellen mangelt es nicht und die Beschreibungen von den Inseln, aber auch dann der Stadt sind wirklich gelungen. Es gibt immer etwas neues zu entdecken.
Nicht unerwähnt bleiben soll das Cover mit dem Loch, die Illustrationen über den Kapiteln und die Stadtkarte im Einband.
Kurz gesagt, es gibt nichts zu meckern und deswegen auch 5 Sterne. Und wir hoffen, dass es bald weitergeht mit den Bösen Tieren.

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Rezensionen von Manfred Fürst:

Ungewöhnlich wie faszinierend

Blutmond von Jo Nesbø

Harry Hole zum Dritten. Drei Jahre hat uns Nesbø warten lassen, bis zum Erscheinen von „Blutmond“. Um es mit den Worten von Frank Sinatra zu sagen…

That's life and life only
That's what all the people say
You're riding high in April, shot down in May
But I know I'm gonna change that tune
When I'm back on top, back on top in June
…

Harry Hole ist psych- und physisch am Ende.

Der Tod seiner geliebten Rakel hat ihn aus der Bahn geworfen. Er flieht aus Oslo in die USA und ertränkt seinen Schmerz im Alkohol, vorzugweise in eine goldgelbe, erdig und rauchige „duftende“ Flüssigkeit.
In seiner Stammkneipe in LA trifft er auf Lucille, einen abgetakelten Ex-Filmstar, der ihn an seine Mutter erinnert. Und seine Beschützerinstinkte werden geweckt als Lucille von Drogenkartell-Kredithaien zur Zurückzahlung von einer Million US-Doller nachdrücklich „angehalten“ wird. Er will ihr diese Million beschaffen - Lucille wird von den Mexikanern „in Obhut“ genommen – zehn Tage Zeit lassen sie Hole für diese Aktion.
Wie naiv kann Hole sein, dass ihm nicht der Gedanke einer fiesen Abzocke kommt?
Sehr gelegen kommt ihm der Ruf vom fernen Oslo. Zwei junge Frauen wurden ermordet, Kommissarin Katrine Bratt vermutet einen Serienmörder und möchte den weltbesten Profiler in ihrem Team haben: Harry Hole. Abgelehnt, denn für die Polizei-Chefetage ist Hole ein rotes Tuch. Eigenbrötler mit zweifelhaften Eigenschaften, hasst Autoritäten und Dienstvorschriften, liebt Whisky.
Doch der Mordverdächtige Milliardär Røed möchte seine Unschuld beweisen, engagiert Hole als privaten Ermittler und bietet ihm Millionen Dollar als Erfolgshonorar.

I'm back on top

Harry Hole ist zurück, nicht in Polizeidiensten, sondern als Privatdetektiv. Ungewöhnliche Situationen verlangen ungewöhnliche Maßnahmen - was die Auswahl seines Teams betrifft. Im äußert ungewöhnlichen und seltsamen Fall, geht der Täter brutal vor: Dem ersten Opfer entnimmt er noch das Gehirn, vom zweiten nimmt er den ganzen Kopf ab. Kein klares Motiv ist zu erkennen, Hole und die Polizei stehen vor einem Rätzel, und die Zeit verrinnt.

Das Mordmotiv im 13. Band der Harry-Hole-Reihe ist so ungewöhnlich wie faszinierend: Zoonose, ein Phänomen, dass spätestens seit dem Corona-Virus Bekanntheit erlangt hat.

Es folgt Nesbøs kleine Parasitenlehre: Der Serienkiller experimentiert mit Toxoplasma-gondii-Parasiten, die auf nahrhaftes Hirn stehen, er frisst dabei Hundeleckerli „Hillman Pets Wurmkur“ und riecht nach Moschus.

Spätesten ab der Mitte des Romans wird deutlich auf welche Klimax Nesbø hinsteuert. Er ist unübertroffen genial, weil ein ums andere Mal, der auserkorene Täter doch nicht der wahre ist.

Nicht unerwähnt darf ich eine Komponente in Nesbøs „Blutmond“ lassen. Katrine Bratt, Kommissarin in ehemaligen Hole-Team, hat einen kleinen Sohn Gert, der jemandem sehr ähnlichsieht, besonders wenn er schläft … Und sie, verwitwet, unverheiratet, liebt nur…

Nesbø, ein wahres Phänomen. Und Harrry Hole #14?

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Rezensionen von Chris:

Ein Buch das berührt

Cato und die Dinge, die niemand sieht von Yorick Goldewijk

Das Buch habe ich meinem fast neunjährigen Sohn vorgelesen und es hat uns nicht nur berührt, sondern auch zum Weinen gebracht. Ich glaube es ist noch nie vorher vorgekommen, dass ich beim Lesen eines Kinderbuches in Tränen ausgebrochen bin.

Doch ganz der Reihe nach. Das Buch habe ich für uns ausgesucht und die Begeisterung meines Sohnes hielt sich anfänglich in Grenzen.

Das erste Drittel lief auch etwas schleppend und war für meinen Sohn denke ich zu unspektakulär. Ich war zwischendurch ehrlich gesagt auch noch nicht sicher ob wir es zu Ende lesen werden.

Doch dann plötzlich hatte uns das Buch in seinen Bann gezogen und wir konnten es nur sehr schwer weglegen. Die letzten beiden Drittel haben wir in nur wenigen Tagen "durchgesuchtet". Es hat uns berührt, wir haben uns über verschiedene Themen ausgetauscht, wir waren fasziniert und ja, zum Schluss haben wir beide geweint. Daher von uns eine absolute Empfehlung.

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Rezensionen von Claudia R:

Rabengeschwister

Das geheime Leben der Tiere (Wald) - Revier der Raben von Vanessa Walder

Klappentext / Inhalt:

Die Überflieger des Tierreichs
Der Wald ist wunderschön und voller Geheimnisse. Doch das Leben der Tiere dort ist auch gefährlich. Komm mit auf eine Reise unter die mächtigen Baumwipfel!
Hoch oben in einer Kiefer schlüpfen zwei Raben aus ihren Eiern: Roah und Krrik. Während Roah es kaum erwarten kann, ihr eigenes Revier zu erobern, möchte Krrik den Rand der Welt sehen.

Doch bevor er Fliegen lernen kann, fällt Krrik bei einem heftigen Gewitter aus dem Nest. Seine Familie muss hilflos zusehen, wie ausgerechnet ein Menschenkind und ein Hund ihn finden und mitnehmen. Dabei sind Menschen furchtbar gefährlich! Was wird nun aus den Träumen der Rabengeschwister?
Die Wunder des Waldes
Aufregende Abenteuer, erstaunliche Wunder der Natur und das spannende Leben der Tiere – diese Kinderbuch-Reihe entführt Jungen und Mädchen ab 8 Jahren in die verschiedenen Lebensräume der Erde. Ob im tiefen Meer oder im dichten Wald: In diesen Geschichten erleben Tiere wunderschöne und zugleich bewegende Abenteuer. Die Kinder tauchen in die Welt der Tiere ein, werden für die Vielfalt der Natur begeistert und lernen viel Neues auf den Wissensseiten. Mit berührenden und coolen Schwarz-Weiß-Illustrationen. Lehrreich wie ein Sachbuch und berührend wie ein Disney-Klassiker! Für Fans von Peter Wohlleben und Karsten Brensing.

Cover:

Das Cover wirkt majestätisch und bewegend. Ein Rabe in seiner vollen Pracht strahlt von einem Ast hoch über den Bäumen. Auch der Hintergrund ist sehr schön und passend umgesetzt. Farblich und auch optisch ist es sehr schön gelungen. Bestimmte Elemente, wie der Titel und das Symbol der Reihe, sind haptisch hervorgehoben. Auch passt das Cover gut zu den anderen Covern der Reihe und ein Wiedererkennungseffekt ist hier durchaus vorhanden.

Meinung:

Ein wundervolles Buch, welches den Blick der Raben wiederspiegelt und nicht nur in sie hinein, sondern so vieles mehr über Natur und Leben Preis gibt. Man begleitet die beiden Raben Roah und Krrik bei ihren ersten Entdeckungen und auch ihren weiteren Lebenserkundungen. Gerade geschlüpft und dennoch scheinen die beide Rabengeschwister sehr unterschiedlich zu sein.

Inhaltlich möchte ich an dieser Stelle jedoch nicht allzu viel verraten und halte mich mit weiteren Details und Informationen zurück.

Der Schreibstil ist angenehm und sehr gut und locker lesbar. Man kommt schnell in die Handlungen und Geschehnisse hinein. Es wird bildlich beschrieben und man kann sich dadurch alles sehr gut vorstellen. Auch in die beiden, doch sehr unterschiedlichen Raben, findet man sich schnell und gut hinein. Die Charaktere sind sehr gut durchdacht.

Der Mix aus sachlichen Informationen und Hintergründen zu Raben, sowie einer spannenden und emotionalen Geschichte ist auch in diesem Buch sehr gut gelungen. Man lernt ganz nebenbei sehr viel über Raben und auch deren Erziehung, Revierverhalten, Aufzucht, Bezug zum Menschen und so vieles mehr. Gleichzeitig sind diese wissenswerten Informationen gut in die Geschichte miteingegliedert. Spannung und Emotionen werden sehr gut erzeugt und man bangt und hofft während der Geschichte mit, so dass man schnell an die Handlungen und Geschehnisse gefesselt wird. Denn es ist keineswegs ein trockenes Sachbuch, sondern viel mehr eine Abenteuererzählung aus Sicht der Raben, dessen Entwicklungen, gespickt mit vielen Wissenswerten Hintergrundinformationen.

Ein wundervolles Buch, welches besonders auch den jüngeren Lesern die Vielfalt der Natur und der Tiere zeigen und näher bringen soll. Man lernt hier sehr viel, ganz nebenbei.

Die einzelnen Abschnitte und Kapitel haben eine angenehme Länge und lassen sich so sehr gut lesen. Die Kapitelanfänge sind gut und deutlich erkennbar. Auch die Überschriften sind sehr gut gewählt, lassen bereits etwas erahnen, verraten aber nicht zu viel. Auch die Schriftgröße ist für die Altersgruppe gut gewählt. Gestaltung und Gliederung hat mir hier sehr gut gefallen.

Wundervoll sind auch die eingefügten schwarz-weiß Zeichnungen, die das Ganze sehr schön abrunden. Sie passen gut zum vorher gelesenen und setzen dies sehr schön im Bild um, zudem lockern sie auch den Text und die Geschichte auf und machen es perfekt.

Auch die Erklärungen am Ende und die vielen Informationen, welche im Anhang noch gegeben werden, fand ich sehr interessant und informativ. Da kann man noch so einiges bei Lernen und erfahren.

Ein wundervolles Buch, welches sehr gut unterhält, spannend und emotionsreich aufgebaut ist und nebenbei noch viele wissenswerte Informationen mit und über Raben bereit hält.

Fazit:

Ein wundervolles Buch, welches den Blick der Raben wiederspiegelt und nicht nur in sie hinein, sondern so vieles mehr über Natur und Leben Preis gibt.

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Rezensionen von Pusteblümchen:

Ein Neuanfang

Bonjour Agneta von Emma Hamberg

Die 49-jährige Agneta hat irgendwie den Absprung in ihr eigenes Leben verpasst. Die Kinder sind groß und melden sich nur noch, wenn sie etwas wollen und ihr Mann Magnus und sie haben sich auseinanderentwickelt. Ihr Leben ist langweilig und leer. Als Agneta eine etwas fragwürdige private Kleinanzeige entdeckt, eine Annonce von dem älteren Jungen in Frankreich, der Hilfe benötigt, lässt sie sich auf das Abenteuer ein und reist nach Frankreich.

Damit beschreitet Agneta ein völlig neues Terrain und gibt ihrem Leben eine Wendung.
In dem Buch steckt viel Wahrheit. Jeder weiß wie schnell sich das Leben in eingefahrenen Bahnen befindet aus denen man sich nur schwer befreien kann. Agneta hat den Mut und lässt sich auf etwas Neues ein.
Mit einer Menge Witz, Ironie und Sarkasmus dürfen wir die Protagonistin auf ihrem Weg begleiten und mit ihr interessante Menschen und Orte kennenlernen.
Es ist ein Roman aus dem Leben, mit Licht- und Schattenseiten, gelungenen Schauplätze und authentischen Charakteren.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und das nicht nur für gelangweilte Frauen in den mittleren Jahren, sondern für alle die das Leben, Frankreich, Neuanfänge, Umbrüche und Veränderungen lieben.

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Rezensionen von PeLi:

Ida und Ottilie

Die Vermesserin der Worte von Katharina Seck

Ida, eine junge Autorin , steckt mitten in einer Schreibblockade. Um aus ihrer finanziell schwierigen Situation herauszukommen, nimmt sie einen Job als Haushaltshilfe bei einer älteren Dame an. Ottilie, so heißt ihre neue Arbeitgeberin, ist ziemlich schweigsam und hat durch ihre schwierige Art schon alle vorherigen Hausangestellten nach kurzer Zeit in die Flucht geschlagen.

Auch zu Ida ist die alte Dame anfangs sehr abweisend und das große Anwesen wirkt zunächst auch alles andere als einladend. Ida , die das Geld dringend braucht und auch die leise Hoffnung hat, in der Abgeschiedenheit dieses Ortes ihre verloren gegangenen Worte wiederzufinden , bleibt trotz der düsteren Umgebung , schnappt sich Putzmittel und Schrubber und macht sich an die Arbeit, um das riesige Haus wenigstens optisch etwas gemütlicher aussehen zu lassen.
Beim Stöbern fällt ihr schnell auf, warum Ottilies Zuhause von jedem nur als "das papierne Anwesen" bezeichnet wird. Und sie findet außerdem jede Menge kleine Schätze aus Ottilies langem Leben und lernt die alte Dame so nach und nach immer besser kennen. Und auch Ottilie kommt mit der Zeit immer ein Stückchen weiter aus ihrem Schneckenhaus und so kommen sich die beiden Frauen mit jedem Tag ein kleines bisschen näher.

Eigentlich gefiel mir dieses Buch ganz gut, obwohl es zwischendurch so einige Längen hatte und man manchmal das Gefühl hatte, es geht einfach nicht voran. Mit Ida wurde ich leider auch nicht so ganz warm, ich fand ihr Eindringen in Ottilies Privatsphäre teilweise schon sehr übergriffig Und was mich leider auch etwas störte, waren solche Bezeichnungen wie "die Dorfbewohnenden" statt Dorfbewohner ( mag korrekt sein, aber für mich hört sich das irgendwie seltsam an) oder solche Sätze wie z.B. "sie fühlte sich wie eine Teilnehmende eines Teekränzchens", denn bei solchen Sätzen frage ich mich automatisch "warum bezeichnet sie sich selbst nicht als Teilnehmerin, sie ist ja eine Frau und muss in ihren eigenen Gedanken nicht gendern. Mich persönlich stören solche Dinge dann einfach beim Lesen. Und das waren ja auch nur zwei kleine Beispiele, in der Geschichte selbst fiel mir das mehrmals auf, dass die Autorin es wohl einfach ganz korrekt machen wollte und meiner persönlichen Meinung nach, dabei leider manches Mal übers Ziel hinausgeschossen ist.

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