Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lesemama:
Anja und ihr Schrebergarten
Kleiner Garten - so viel drin von Anja Klein
Zum Buch:
Die Autorin zeigt uns Einblicke in ihren Schrebergarten und gibt Tipps, was man alles beachten sollte und dergleichen.
Meine Meinung:
In dem Buch sind auch Beispielgärten, wie sie aussehen können und was man alles beachten sollte, damit er so wird wie abgebildet. Alleine schon das Blätten im Buch sorgt für Entspannung.
So viele tolle Ideen, was man alles selber machen kann, was für Material man braucht, wie man z.B. Beetumrandungen macht und so.
Wer einen Garten anlegen möchte ist mit dem Bich gut beraten, es ist Anfängerfreundlich, es wird alles genau erklärt.
Es gibt Listen, wann was angebaut werden sollte, was wann geerntet werden kann und was mit welcher Erde am besten wächst. Mit Beetplanung und in welchem Monat man es am besten sät.
Mir fehlt leider der Garten für die tollen Ideen, aber auch das lesen hat Spaß gemacht.
Für Gärtneranfänger sehr zu empfehlen.
Rezensionen von C.P.:
So langweilig wie das Leben manchmal auch
Klarkommen von Ilona Hartmann
Klarkommen liest sich fast autobiografisch, auch wenn oder gerade weil der Name der Protagonistin nie genannt wird.
Es geht um diese ganz besondere Zeit rund um das Abitur, den Weggang aus der Heimatstadt, dem Studieren in der (nicht benannten) Großstadt. Denn dies erlebt die Protagonistin mit ihren beiden Freunden Mounia und Leon, mit denen sie letztlich auch in eine WG zieht.
Ich konnte mich in ein paar Worten wiederfinden, in anderen wiederum überhaupt nicht.
So ist es eben immer, man lebt sein eigenes Leben, schafft sich seine eigenen Erinnerungen und manchmal gibt es Überschneidungen mit den Erinnerungen und Erfahrungen anderer Personen. Doch schon meine Erinnerung an meine Schulzeit weicht von denen meiner besten Freundin ab. Zum Glück, schließlich sind es unsere eigenen Leben und nicht das Leben von vielen.
Deswegen mochte ich das Buch und ich mochte es auch wieder nicht. Ich konnte mich mit bestimmten Dingen identifizieren, andere waren mir vollkommen fremd.
Ich glaube, dass Klarkommen ein Buch ist, das man unweigerlich mit seinen eigenen Erfahrungen abgleicht, das ich deswegen auch irgendwie sehr persönlich genommen habe. Zumindest könnte es auch jemandem so gehen, der ebenfalls gut behütet groß geworden ist, an einem Gymnasium in Deutschland sein Abitur gemacht hat und eventuell zum Studieren weggezogen ist.
Die Kapitel sind sehr kurz gehalten, manche sind nur eine Handvoll Seiten lang. Ich habe das Hörbuch gehört und fand es mit den kurzen Kapitel sehr abwechslungsreich.
Auch wenn die Kapitel immer andere Themen als Schwerpunkte behandeln, so gibt es doch eine gewisse chronologische Reihenfolge. Manchmal springt die Erzählperspektive in die Vergangenheit und die Protagonistin erzählt über eine Erinnerung ihrer Kindheit, dann wieder ist das nächste Kapitel erneut im gefühlten Hier und Jetzt in der WG angekommen.
Ich mochte auch diese Wechsel wirklich gerne und finde, dass die Autorin ein gutes Gefühl hat für die richtigen Erzählpunkte.
Vereinzelt habe ich selber über bestimmte Erinnerungen von mir nachdenken müssen. In einem Kapitel geht es um eine Familienfeier auf dem Land und hier hatte ich zum Beispiel gleich eigene Erinnerungen vor Augen.
Bei vielen Kapiteln aber musste ich dann doch eher den Kopf schütteln. Klar, die Geschichte lebt irgendwo von der Naivität und Unwissenheit der Charaktere, aber es fehlt irgendwie vor allem an einem: einer Geschichte. Für diese war auf den 224 Seiten beziehungsweise in den 208 Minuten Hörbuch kein Platz.
Ich ertappte mich sehr häufig dabei, dass ich mich darüber wunderte, warum das Buch publiziert worden ist. Es muss nicht immer ein dicker Wälzer voller Belanglosigkeit sein und nicht jedes publizierte Buch muss ein literarisch hochtrabender Roman werden. Aber dies sind heruntergebrochen einfach Erfahrungen einer relativ privilegierten Person und irgendwie könnte es fast jede Person unter 40 im meinem Umfeld geschrieben haben. Also bitte nicht missverstehen, selbst ich konnte mich ja mit einigen Dingen identifizieren. Und ich bin immer für Nachschub auf dem Buchmarkt. Aber warum das Medium Buch für Beiträge, die man so auch auf Instagram finden könnte und würde?
Ich habe das Hörbuch vertont von Jodie Alhorn gehört und fand sie als Erzählstimme absolut passend.
Ich glaube, dass Klarkommen für Personen Anfang 20 noch passender sein könnte als für mich. Dieser Abschnitt meines Lebens liegt zwar noch nicht allzu lange zurück, aber mit Anfang 20 hätte das Buch in mir vielleicht etwas länger nachgeklungen. Ich war mit jetzt Anfang 30 beim Hören des Hörbuchs durch bestimmte Passagen eher nostalgisch gestimmt.
Aber nun ja, das Buch ist vielleicht auch einfach das, was das Leben manchmal ist: langweiliger als erwartet.
Rezensionen von Lesemama:
Die neue Conni
Abenteuerspaß mit Conni 1: Conni im Ferienlager von Barbara Iland-Olschewski
Zum Buch:
Conni geht in ein Ferienlager, ohne ihre Freunde Anna, Billi und Paul, und ohne ihre Familie. Zuerst ist es etwas seltsam, aber dann findet sie schnell neue Freunde. Und dann ist da noch Lotte. Sie ist etwas anstrengend, sie ist laut und nicht keine Rücksicht. Kann sich Conni auch mit Lotte vertragen?
Meine Meinung:
Das Conni Buch ist anders als die Conni-Geschichten, die ich bisher las.
Es ist nur Conni alleine, ganz ohne ihre Freunde und sie sind in einem Nachhaltigkeitslager. Hier geht es vor allem darum, die Natur zu schützen und auch um Upcycling.
Die Schrift ist groß, gut für Grundschulkinder zu lesen, die Kapitel sind kurz, nur sechs, sieben Seiten und es gibt immer wieder Illustrationen, die gut zu dem Gelesenen passen. Allerdings alles in schwarz weiß. Zum Nachhaltigkeitsthema passt auch das Papier des Buches.
Was mir an der Geschichte am besten gefallen hat, war der Umgang mit Lotte. Obwohl sie sich doch das ein oder andere Mal daneben benommen hat, gibt Conni nicht so leicht auf und blickt hinter die Kulisse von Lotte. Am Ende haben alle Kinder eine schöne Zeit im Ferienlager.
Die neue Conni behandelt Themen die aktuell sind, sie werden kindgerecht erklärt und trotzdem hat man eine tolle Geschichte, die auch mal lustig ist.
Rezensionen von Tara:
Das Leben auf dem Land, Familie & Erinnerungen
Mühlensommer von Martina Bogdahn
„Mühlensommer“ ist das Debüt der in München lebenden Autorin Martina Bogdahn. Da sie selbst auf einer Mühle groß geworden ist, hat sie sich von ihren eigenen Kindheitserinnerungen inspirieren lassen.
Maria freut sich auf ein langes Wochenende mit ihren beiden Teenagertöchtern und Freunden, als sie ein Anruf ihrer Mutter erreicht, dass ihr Vater im Krankenhaus liegt.
Sie kehrt direkt um und fährt zum elterlichen Hof. Damit beginnt für Maria eine Reise in die Vergangenheit, in das Leben auf dem Land mit den damaligen Konflikten und denen, die es bis in die Gegenwart geschafft haben.
Der Schreibstil von Martina Bogdahn liest sich leicht und ist sehr lebendig. Sie hat es innerhalb kürzester Zeit geschafft, mich mit auf das Land zu nehmen. Ihre Beschreibungen sind so authentisch, dass ich das Gefühl hatte, den Duft von frischen Brot zu riechen und die unerträgliche Hitze bei der Heuernte wahrnehmen zu können.
Alles wird aus der Ich-Perspektive von Maria berichtet. Ihre Erinnerungen aus den 1980er Jahren als sie 10 Jahre als war, sind eine Mischung aus all dem, was das Landleben mit sich bringt. Neben vielen schönen Momenten werden auch die Schattenseiten einprägsam geschildert. So müssen z.B. Maria und ihr zwei Jahre älterer Bruder Thomas regelmäßig auf dem Hof helfen anstatt mit ihren Schulkameraden ins Schwimmbad zu gehen. Das Geld ist einfach knapp.
Auch der Umgang mit Tieren wird hier ungeschönt berichtet und ist nichts für schwache Nerven. Auf einige Details hätte ich gerne verzichtet, da mir auch so klar ist, dass sie zum Leben und in der Viehwirtschaft einfach dazugehören.
Die Autorin beschreibt das Landleben der 1980er Jahre und heute und es ist auf jeder Seite zu spüren, dass sie weiß wovon sie spricht.
„Mühlensommer“ ist ein gelungenes Debüt und ich bin gespannt auf weitere Werke der Autorin.
Rezensionen von Sheilo:
Achterbahnfahrt der Gefühle
Glow Like Northern Lights von Sarah Stankewitz
Lillys Zwillingsbruder Luca erliegt seiner Herzschwäche und für Lilly bricht die Welt zusammen. Sie ist alleine in ihrer Trauer, ihre Eltern haben sich seit der Diagnose ihres Bruders von ihr distanziert. In einem Forum für Angehörige lernte sie vor Monaten Aron kennen und Lilly sieht nur einen Ausweg aus ihrer Trauer - sie fliegt von Berlin nach Island um Aron aufzusuchen.
In "Glow Like Northern Lights" nimmt uns die Autorin Sarah Stankewitz mit in die atemberaubenden Landschaften von Island, die wundervoll von ihr beschrieben werden. Des Schreibstil hat mich direkt gefesselt und ist wirklich sehr angenehm zu lesen.
Lilly hat ihren Bruder verloren und aufgrund dessen Krankheit auch ihre Jugend, da sie ihren Bruder immer unterstützt hat. Damit ist sie leider auch für ihre Eltern unsichtbar geworden und ihre Bedürfnisse rutschten komplett in den Hintergrund. Getragen von der Trauer um Luca sehnt sie sich nach Aron, der sie zuvor immer mit seinen Nachrichten über ein Forum aufgebaut hat.
Aron selbst ist total überrascht, als Lilly plötzlich vor ihm steht. Doch immer wieder spürt man ein Zögern bei Aron. Woher das kommt, dass müsst ihr jedoch selbst heraus finden.
Ich liebe die Anziehungskraft zwischen den beiden Protagonisten sehr, auch wenn sie selbst sich diese zunächst nicht eingestehen wollen. Die offenen Dialoge zwischen ihnen habe ich sehr geliebt.
Der Beginn des Buches war für mich wahnsinnig emotional und herzzerreißend, sodass bei mir einige Tränen geflossen sind. Doch natürlich gibt es viele amüsante und witzige Szenen, die die Tränen schnell vergessen lassen.
Ich bin schon jetzt total gespannt, wie die Geschichte von Lilly und Aron weitergehen wird und kann die Veröffentlichung des zweiten Bandes kaum erwarten. Von mir gibt es eine große Leseempfehlung für die emotionale Achterbahnfahrt von Lilly und Aron.
Rezensionen von Tiroler Zeilenreisende:
der nächste spannende Fall in Grubenstedt
Minen der Macht von Bernhard Hennen; Mira Valentin; Sam Feuerbach; Greg Walters; Torsten Weitze; Fünf Federn
Lasst euch auf eine unkomplizierte, unterhaltsame Highfantasy-Reihe ein! Es ist beeindruckend, wie viel Fantasie in diesem Buch steckt. Allein die Idee der Stadt finde ich sehr interessant und dass die restliche Welt eine untergeordnete Rolle spielt, denn die Story bewegt sich ausschließlich in der Stadt.
Wir begegnen im dritten Band wieder den bekannten Protagonisten, die unterschiedlich sind wie Tag und Nacht. Ich empfehle, die Bücher in der Reihenfolge zu lesen, da dies für das Kennenlernen der Charaktere und das Worldbuilding wichtig ist.
In diesem Band spielt die Charakterentwicklung eine bedeutende Rolle. Mir gefallen die romantischen Plänkeleien, die jeweiligen Gedankengänge, die ich durchwegs nachvollziehbar finde, die Freundschaft zwischen den Handelnden, die immer enger wird.
Was die Handlung betrifft, ist sie in diesem Buch sehr tiefgreifend. Die Schere zwischen Reich und Arm, Stark und Schwach, Mächtig und Machtlos ist die Grundlage für das, was sich in der Geschichte entwickelt und wie in der realen Welt gibt es nur wenige rechtschaffene Menschen, die ihr Leben aufs Spiel setzen, um für Gerechtigkeit zu sorgen.
Der Schreibstil ist wie in den anderen Büchern flüssig lesbar, nicht zu flach und nicht zu kompliziert und trotz der vielen Autoren wie aus einem Guss.
Es bleiben am Ende offene Fragen, woraus ich schließe, dass ein weiterer Band folgt. Ich gehe davon aus, dass es der letzte sein wird, der dann im Sommer spielt, sodass das Jahr in Grubenstedt sich schließt. Vielleicht auch nicht, denn wer weiß, was den Autoren noch alles einfällt.
Rezensionen von Tara:
Ein cooler Katzenmanga – fantastisch & spannend
CAT GIRLS Band 1 - Nice to miez you von Claudia Scharf
„CAT GIRLS 1 – Nice to miez you“ ist ein fantastischer und spannender Katzenmanga der in Hamburg lebenden Autorin Claudia Scharf
Die dreizehnjährige Minou zieht mit ihren Eltern, vier Geschwistern und sechs Hunden in eine neue Stadt. Während ihre Geschwister super Stimmen haben und geniale Schwimmer sind, kann Minou nichts, sie ist absoluter Durchschnitt, kann nicht singen und ist zudem auch noch wasserscheu.
Zunächst geht es für sie in die neue Schule, sie kommt in eine neue Klasse und sie lernt ihre Mitschüler kennen. Ihr Start ist alles andere als glücklich, im Musikunterricht soll sie singen und in Sport steht schwimmen an. Alles fühlt sich nach einer ziemlichen Katastrophe an bis sie ihre Mitschülerin Feline kennenlernt und durch sie ihre Fähigkeiten entdeckt….
Auf den ersten Seiten gibt es einen hilfreichen Überblick über Minous Familie und ihre Mitschüler. Dieser Einstig ist perfekt, um ein erstes Bild von den Charakteren mit ihren Eigenheiten zu bekommen.
Zwischen den Fließtexten gibt es immer wieder Comicelemente wodurch jede Menge Leben in die Handlung kommt.
Auf jeder Seite befinden sich Zeichnungen der Illustratorin Clara D'Amico – auch unter dem Künstlername Clariss bekannt. Ich mag ihren Stil und fand ihn passend zu den spannenden und actionreichen Abenteuern um die Cat Girls.
Der erste Band um Minou mit ihren ganz besonderen Eigenschaften hat uns gut gefallen und eignet sich gleichermaßen für Katzenliebhaber und Superheldenfans.
Die Mischung aus Spannung, Humor, Fantasie, chaotischer Familie und Schulalltag ist hier wirklich gut gelungen und macht einfach Spaß. Wir freuen uns schon auf die Fortsetzung.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Eine Hommage an eine fast Vergessene
Lisa Fittko von Eva Weissweiler
Ich bin Lisa Fittko (1909-2005) bereits in mehreren anderen Büchern wie jüngst „Marseille 1940“ begegnet. Meistens wird ihr Name im Zusammenhang mit dem Philosophen Walter Benjamin genannt, den sie im September 1940 als Fluchthelferin über die Pyrenäen geleitet hat. Er ist wohl der bekannteste ihrer Schützlinge.
Doch wie kommt es, dass eine ebenfalls von den Nazis verfolgte Jüdin und Kommunistin zur Fluchthelferin von Dutzenden Menschen wird?
Eva Weissweiler versucht uns die manchmal ein wenig widersprüchliche Persönlichkeit von Lisa Fittko näherzubringen. Nicht immer gelingt das, denn Fittkos Aufzeichnungen sind oft Jahre später verfasst, unterscheiden sich von jenen ihrer Weggefährten. Sind die Diskrepanzen und Lücken in Fittkos Erzählungen mit Absicht herbeigeführt? Oder einem Verdrängen der Erinnerungen an eine psychisch wie physisch sehr fordernde Zeit in ihrem Leben?
Mit viel Glück und dank ihres eigenen großen Netzwerks gelingt es Lisa und ihrem Mann Hans letztlich die Flucht aus Frankreich. Den Faschismus überstehen die beiden auf Kuba, ausgebrannt von mehr als zehn Jahren im Widerstand, wie folgendes Zitat beweist:
„Wir fahren auf eine Insel, die heißt Kuba. Vater und Mutter sind frei, aber sie können nicht mit. Ich aber sitze hier und nichts rührt sich in mir. Ich habe keine Angst, ich freue mich nicht, ich bin nicht einmal traurig. Ich fühle nichts, gar nichts.“
1948 übersiedeln sie in die USA. Ihre frühere aktive Rolle als Kommunistin verschweigt sie bei der Einreise, da diese zu jener Zeit, ein Ablehnungsgrund sind. Wahrscheinlich müssen die Auslassungen in Lisa Fittkos eigenen Aufzeichnungen unter diesen Gesichtspunkten betrachtet werden. Wer als Andersdenkende und Jüdin unter dem NS-Regime gelebt hat und von ihm verfolgt worden ist, wird wohl eine gewisse Vorsicht bei den eigenen Äußerungen an den Tag legen. Bis ins hohe Alter setzt sich Lisa Fittko für ihren Traum von Frieden und Freiheit ein.
Fazit:
Lisa Fittko war bestimmt keine einfache Persönlichkeit, aber bestimmt eine couragierte. Eva Weissweiler zollt ihrem politischen Vermächtnis Respekt, wenn uns Lesern auch die Person Lisa ein wenig verschlossen bleibt. Gerne gebe ich dieser Biografie 5 Sterne.
Rezensionen von S.:
Gefährliche Wunder
Der Vertraute von Leigh Bardugo
Luzia, Dienstmädchen bei der geizigen und stets unzufriedenen Valentina, beherrscht Zauberkunst. Sie muss vorsichtig sein, lebt sie doch in der Epoche der spanischen Inquisition. Ehrgeiz und Streben nach einem besseren Leben bringen sie dazu, ihr Geheimnis zu offenbaren. Natürlich versuchen Höhergestellte, das auszunutzen.
Dann taucht der geheimnisvolle Santangel, dessen Vorgeschichte unbekannt bleibt, auf und versucht, sie zu unterstützen. Ein gefährlicher Plan wird erdacht.
Viel Religiöses kommt vor, besonders die Verfolgung und die Gefahren für Menschen jüdischen Glaubens oder Conversos wird geschildert. Auch philosophische Diskussionen spielen eine Rolle.
Das alles beschreibt Leigh Bardugo ausführlich, um nicht zu sagen, langatmig. Es gibt Unerwartetes, Spannendes, aber auch lange Erklärungen zu nicht ganz so interessanten Ereignissen. Konnte mich nicht wirklich packen.
Rezensionen von Tara:
Ein stimmungsvoller Krimi aus Torreira
Südlich von Porto wartet die Schuld von Mariana da Silva
„Südlich von Porto wartet die Schuld“ ist nach „Südlich von Porto lauert der Tod“ der zweite Krimi der in Hamburg lebenden Autorin und Redakteurin Mariana da Silva mit den Protagonisten Ria Almeida und João Pinto. Der Fall ist ohne Vorkenntnisse aus dem vorherigen Band zu verstehen, allerdings entwickeln sich die Charaktere weiter und ich fand es interessant, diese Entwicklung zu verfolgen.
Zunächst war Ria Almeida Hauptkommissarin in Stuttgart, ist aber inzwischen in die alten Heimat ihrer Eltern den portugiesischen Küstenort Torreira gezogen. Ihre Kisten sind noch nicht ganz ausgepackt, als sie einen Anruf des Dorfpolizisten João Pinto erhält, der ihre Unterstützung benötigt. Im Naturschutzgebiet ist ein Toter gefunden worden und dabei handelt es sich ausgerechnet um den Richter auf den Comissário Baptista gerade in einer Verhandlung wartet.
Der Schreibstil von Mariana da Silva liest sich leicht und ist durch zahlreiche Dialoge sehr lebendig. Sie hat portugiesische Wurzeln und ihre Liebe zu dem Land ist deutlich zu spüren. Die Beschreibung der Umgebung macht Lust auf Portugal und Traditionen, Besonderheiten, Wissen über Land und Leute, Kulinarisches oder auch typische Redewendungen fließen ganz nebenbei ein, so dass ich direkt Urlaubssehnsucht bekam.
Gut gefielen mir die Kapitelüberschriften und -untertitel, die aus einem portugiesischen Wort mit einer kurzen Weisheit bestehen und so neugierig auf das folgende Kapitel machen.
Insgesamt ist es ein eher ruhiger Krimi mit Urlaubsfeeling, der durch ganz viel portugiesisches Flair und gut ausgearbeitete Protagonisten überzeugt. Mich hat die Autorin damit gut unterhalten und ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Fall von Ria Almeida und João Pinto.











