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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Petra Sch.:

Bewegendes Zusammenspiel von fünf unterschiedlichen Charakteren innerhalb einer kurzen Zeitspanne

Die Butter und der Schlitten von c.p.haller; Connie Haller

Die Geschichte spielt in dem kleinen Kosmos von fünf ganz unterschiedlichen Menschen, die an der Küste leben; jeder für sich.
Die 91-jährige Emma, die seit 11 Jahren nicht mehr aus ihrer kleinen Wohnung gekommen ist, aus Angst zu stürzen und sich zu verletzen.
Die bisexuelle Joy, die im Obergeschoß des Hauses ihrer Großmutter lebt; das Untergeschoß hat sie vermietet.

Dann ist da noch die stark übergewichtige und depressive Violetta sowie die beiden Männer Leonard (alleinerziehender Witwer einer 4-jährigen Tochter) und Martin (unglücklich verheirateter Großverdiener).
Man liest immer kurze Kapitel aus Sicht der einzelnen Personen; die Perspektive wechselt ständig, was der Geschichte Schwung gibt. Man verfolgt die Fünf von Oktober bis März; jeweils Montag Morgen und Abend und fühlt sich mitten drin in dieser kleinen Straße an der Küste, an der sie immer öfter in Kontakt zueinander treten.
Alle Handlungen hängen auf die eine oder andere Art zusammen, was mich sehr fasziniert hat.

Leider war für meinen Geschmack das Leben von Joy zu dominant; ihr Liebes- (oder eher Sexual-)Leben war viel zu sehr in den Vordergrund gedrängt. Viel lieber hätte ich noch mehr Rückblicke von Emma in die Zeit des Zweiten Weltkriegs lesen wollen, diese Auszüge waren wahnsinnig interessant - und nach tatsächlichen Geschehnissen nacherzählt.
Auch sind die Charaktere alle so schön ausgearbeitet, mit viel Tiefe, auch wenn das Übergewicht und das Gefühlsleben von Violetta etwas klischeehaft dargestellt ist.
Nur die Figur des Martin ist so ganz anders; ein unsympathischer Egozentriker, der zu überzogen dargestellt ist. Diese Figur hat leider nicht so schön in das Gefüge der anderen Charaktere gepasst, was ich etwas schade fand.
Die Besonderheit ist, dass alle eigentlich "nichts besonderes" sind, jeder hat einen mehr oder weniger durchschnittlichen (bis langweiligen) Tagesablauf, aber trotzdem sind so viele Emotionen verarbeitet, dass man immer wissen will, wie sich das Leben dieser Personen weiter entwickelt.
Die Quintessenz des Romans ist (für mich), dass man seinen Mitmenschen offen und positiv gegenüberstehen soll, achtsam sein, auf die Gefühle sowohl der anderen, aber auch auf die eigenen achten und sein Leben nicht einfach irgendwie hinter sich bringen, sondern bewusst leben soll!


Fazit:
Bewegendes Zusammenspiel von fünf unterschiedlichen Charakteren innerhalb einer kurzen Zeitspanne. Gerne hätte ich mehr Rückblicke in Emmas Leben zur Zeit des Zweiten Weltkriegs gelesen.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Ein absoluter Insel-Wohlfühl-Krimi

Wattenmeerblut von Katja Lund; Markus Stephan

Tamme Hansen, der „Hausmeister“ der Insel, ist unterwegs zu Meike Lorenzen um dort nach ihrem Kamin zu sehen, der ihr das Wohnzimmer voll qualmt. Er findet sie in einer Blutlache in ihrem Schuppen, durchbohrt von den langen Zinken einer Frontladergabel mit der gewöhnlich schwere Heuballen aufgespießt wurden.

Jan Benden und seine Frau Laura leben nun schon seit über 5 Monaten das locker-leichte Inselleben auf Pellworm, nachdem sie das hektische und gefährliche Kommissarsleben in Essen satt hatten. Aber seit sie hier leben, hat es schon drei Mordfälle gegeben, die er ermitteln musste. Nun der 4. Fall – auch wieder Mord oder eher ein Unfall? Dann taucht aus einer Baugrube die Leiche eines ehemaligen britischen Jagdflieger-Offiziers auf. Hat das alte Metallteil, das Meike Lorenzen unter Verschluss gehalten hat, etwas mit dem Absturz eines Jagdfliegers kurz vor Kriegsende 1945 bzw. mit dem Mann, den man jetzt gefunden hat, zu tun?
Das versucht Jan zusammen mit seiner Frau Laura, Tamme, der sich als selbsternannter Hilfssheriff sieht, und dessen Freundin Inka, die ihn auch hier tatkräftig unterstützen, heraus zu finden.

Nach Wattenmeermord, -feuer und -grab ist dies schon der 4. Fall, den der smarte Inselpolizist Jan Benden zusammen mit seiner Frau Laura, deren Freundin Inka und dem Inselfaktotum Tamme Hansen lösen muss. Für mich war es der erste Krimi aus der Feder von Katja Lund und Markus Stephan, den ich gelesen habe. Aber wenn die Reihe hoffentlich weiter geht, wird es nicht der letzte gewesen sein.
Auch wenn ich die ersten drei Fälle, auf die in kurzen Rückblicken immer mal wieder angespielt wird, nicht kenne, hatte ich nicht den Eindruck etwas Wichtiges verpasst zu haben. Allerdings ist es bestimmt schöner gerade die Hauptpersonen in ihrer Entwicklung von Beginn an begleiten zu können.
Auf den Coverinnenseiten finde ich vorne eine Skizze der Insel Pellworm mit einigen Stationen, die auch im Buch vorkommen. Hinten bekomme ich ein kleines plattdeutsches Wörterbuch für alle, die nich platt snacken.
Die Menschen, mit denen ich es hier zu tun bekomme, sind zumeist sympathisch, andere nicht ganz so. Alle haben ihre Eigenheiten, Schrullen und Macken, die sie unverwechselbar machen. Jan und Laura sind mir als Ehepaar genau so ans Herz gewachsen wie als Ermittler. Und auch Tamme muss man in seiner friesisch-herben Art einfach gern haben. Der hinzu gezogenen Ermittler vom Festland dagegen bleibt am besten da wo er her gekommen ist.
Neben dem Mord an der alten Meike Lorenzen und dem Fund der zweiten Leiche hat Jan aber noch mehr zu tun. Im Fall des jungen Jasper Paulsen geht es um Verwahrlosung und Jugendkriminalität; jemand macht mit einer Drohne Jagd auf die Schafe aufm Deich; Laura hat Probleme mit den beiden Jungs und der Mutter, die bei ihr gerade auf dem Ferienhof urlauben. Auch häusliche Gewalt, die es wohl in Meikes Familie gab, wird angesprochen. Nach Drohbriefen an einen Immobilienhändler, passiert dem dann noch ein schwerer Verkehrsunfall. Bei all den nicht ganz so schönen Themen gibt es aber auch Positives. Es wird nämlich Geburtstag gefeiert. Wer der Jubilar ist, müsst ihr beim Lesen schon selbst heraus finden.
Der Erzählstil ist trotz der grausamen Ereignisse leicht und locker und ich habe mich auf Pellworm gleich wohl gefühlt, was auch an den wundervollen, bildhaften Beschreibungen liegt. Durch Tamme, der immer mal wieder in den norddeutschen Dialekt oder Ein-Wort-Sätze fällt, kommt das Flair der Insel noch besser raus.
Als Goodie bekomme ich zum Schluss noch zwei Rezepte von Gerichten, die mir beim Lesen das Wasser im Mund haben zusammen laufen lassen.

Ein spannender Krimi mit einer guten Portion Humor, bei dem die Polizeiarbeit an erster Stelle steht und der mich bis zum Schluss hat zappeln lassen. Mit einer Auflösung, mit der ich so nicht gerechnet habe, die aber absolut nachzuvollziehen ist. Mit einem Ermittlerpaar, das ich sehr gerne bald mal wiederlesen würde.

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Rezensionen von Tiroler Zeilenreisende:

emotionales Liebesdrama in den schottischen Highlands

Der Traum der Lady Flower von Kristin MacIver

Nach diesem Buch muss ich erst einmal durchatmen. Es war so emotional und das habe ich nicht erwartet. Die Charaktere, die von der ersten Seite an sympathisch sind, sind so lebensecht gezeichnet, dass man mit ihnen einfach mitfühlen muss.
Bei Flower brauchte ich allerdings etwas Zeit, um sie zu verstehen, denn einerseits ist sie schlagfertig und willensstark, andererseits traut sie sich nicht, vor ihrer Familie zu ihren Wünschen zu stehen.

Da kommt wohl ihr sanftes Wesen zutage. Sie macht im Laufe der Geschichte eine starke Entwicklung durch, die schließlich auch Cailan dazu zwingt, sich seinen Dämonen zu stellen. Er ist gerade am Anfang schwerer zu durchschauen, weil man sein Geheimnis noch nicht kennt. Er ist subtiler in seinen Gefühlen, mehr bleibt unausgesprochen. Das finde ich für einen männlichen Charakter absolut realistisch.
Der Schreibstil ist toll und gefiel mir richtig gut. Ein wenig Konzentration forderte die Vielzahl an Nebencharakteren, die aber letztlich keine so große Rolle spielten.
Das Setting ist auch wunderbar beschrieben, sodass man sich richtig vor Ort fühlt. Eine Reise in die schottischen Highlands mitsamt Burgen.
Flowers Familie ist sehr sympathisch dargestellt, obwohl ihre Mutter ein wenig zu engstirnig ist. Jedenfalls werde ich den nächsten Band lesen und bin gespannt auf die Geschichte von Lady River.

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Rezensionen von Sophie H.:

Aufregung im Urlaub von der ersten Minute an

Wie wir eine versunkene Stadt suchten und dabei beinahe das Klima gerettet hätten von Anni E. Lindner

Die fünf Geschwister Himmelweit sind alles andere als begeistert: Sie müssen die Osterferien auf einer kroatischen Insel verbringen. Auf einer Insel, auf der es keinerlei Attraktionen gibt. Zu einer Jahreszeit, zu der es zu kalt zum Baden ist. Und dafür stundenlang im Auto sitzen. Das muss einfach der ödeste Urlaub schlechthin werden.

Gut hat es nur das älteste Himmelweitkind. Sofi ist schon so groß, dass sie alleine zuhause bleiben darf. Schuld an diesen stinklangweiligen Ferien hat Papa Himmelweit, der auf der Insel für eine Woche arbeiten muss. Mama Himmelweit nutzt die Gelegenheit und besucht Freundinnen auf der Insel, die dort ein Ferienhaus haben.
Die Geschichte wird aus der Sicht der 13jährigen Emmi Himmelweit erzählt, der gleich zu Beginn ein großer Fehler passiert: Sie hat ihren Koffer in Deutschland vergessen und damit nichts anzuziehen. Doch kein Problem für die Nachbarin in Kroatien, die kurzerhand bestimmt, dass Emmi sich vom Nachbarsmädchen Neva Klamotten leihen kann. Neva ist davon ungefähr so begeistert wie Emmi – nämlich gar nicht. Von Anfang an können sich die beiden Mädchen nicht riechen. Noch dazu ist Neva eine echte Angeberin und lügt das Blaue vom Himmel herunter. Ehe sich die Himmelweitkinder versehen, sitzen sie zusammen mit noch zwei weiteren Kindern in Nevas Segelboot und suchen eine versunkene Stadt. Dumm nur, dass Neva gar nicht alleine segeln kann, die Kinder auf das offene Meer treiben und in Seenot geraten. Doch dieses Abenteuer schweißt die Emmi und Neva so zusammen, dass sie dicke Freundinnen werden. Und dann wird Emmi auch klar, dass Neva etwas ganz Anderes schwer auf der Seele liegt. Klar, dass die Himmelweitkinder Neva bei der Lösung ihres Problems helfen und schon stecken sie im nächsten Abenteuer.
Dieses Buch ist schon Band 2 um die Familie Himmelweit. Ich kenne das erste Buch nicht, hatte aber überhaupt keine Probleme, der Geschichte zu folgen.

Mir hat das Buch außerordentlich gut gefallen. Das fängt schon beim farbenfrohen Cover an, auf dem es so viel zu entdecken gibt und das perfekt zum Inhalt des Buches passt. Zu Beginn des Buches werden alle Familienmitglieder der Familie Himmelweit mit einer kleinen s/w-Zeichnung vorgestellt. Sonst gibt es keine Illustrationen im Buch, was aber zum Alter der Zielgruppe passt. Auch die Größe der Schrift, Schreibstil und Sprache passen perfekt zur Zielgruppe. Das erste Kapitel liefert einen kleinen Teaser, der auf den Inhalt neugierig macht. Von da ab kann man das Buch eigentlich nicht mehr aus der Hand legen.
Thematisch hat das Buch viel zu bieten. Hier geht es nicht nur um eine spannende Suche nach einer versunkenen Stadt – welches Kind liebt solche Schatzsuchen nicht? -, sondern auch um Themen wie Angeberei, Freundschaft, Zusammenhalt und Klimawandel. Richtig gut hat mir auch gefallen, wie die Autorin den christlichen Glauben verpackt. Sehr unaufgeregt erzählen die Geschwister Himmelweit von Geschichten aus der Bibel, auch kurze Gebete werden gesprochen. Dadurch, dass die kroatischen Kinder offensichtlich nicht aus einer gläubigen Familie stammen, fühlen sich auch Leser angesprochen, denen es ebenfalls so geht. Christliche Praxis wird so verpackt, dass sie nicht peinlich daherkommt.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

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Rezensionen von Gavroche:

Ein Raub

A Tempest of Tea von Hafsah Faizal

Bei diesem Buch war ich schon beim ersten Blick auf das Cover total neugierig. Zum Einen, weil es wunderschön aussieht und zum Anderen, weil ich eine große Tee-Liebhaberin bin. Aber das ist gar keine Voraussetzung für dieses Buch.
Hafsah Faizal hat einen komplexen und anspruchsvollen Fantasy-Roman geschrieben, den man nicht mal so eben nebenbei lesen kann.

Aber gerade das ist für mich ein großer Pluspunkt. Der Schreibstil ist einfach etwas Besonderes, auch wenn ich das nicht genau festmachen kann. Ich habe ihn geliebt und auch die vielschichtigen Charaktere.
Die Handlung ist immer wieder unvorhersehbar und man kommt als Leser*in nicht zur Ruhe, sondern muss immer aufmerksam dabei sein.
Arthie hat mir gut gefallen und aus ihrer Perspektive wird am meisten geschrieben, aber es gibt noch weitere. Ihr Teehaus war sehr interessant und vor allem der Wechsel von Tag und Nacht, wenn es zum Treffpunkt der Vampire wird. Das Teehaus wird allerdings bedroht und deswegen muss Arthie mit Jin und einem zusammen gewürfelten Team einen spektakulären Raub begehen. Ein ganz besonderer Vampir-Roman. Das Ende ist ganz gemein und ich hoffe, es geht bald weiter.

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Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :

A Tempest of Tea von Hafsah Faizal

Ich mag das Genre total gerne, finde es aber oft etwas eintönig. Dieses Buch war anders, schon dadurch, daß der Eishockeystar die weibliche Protagonistin war. Insgesamt gefiel mir die Storyline schon gut. Künftiger Hockey-Star verliert jegliche Hoffnung durch einen Unfall bei gerade dem Spiel, wo sie den Sprung zu den Profis geschafft hätte, wäre der Unfall nicht gewesen.

Nun soll sie sich zurückkämpfen auf die Beine und ins Leben.
Unterstützt durch ein Team von Therapeuten, wovon es vielen nicht gelingt zu ihr durchzudringen, soll sie wieder gehen lernen. Der Physiotherapeut ist maßgeblich an dem Heilungsprozess beteiligt und soll alles im Rahmen einer Studie dokumentieren. Die beiden kommen sich näher, und ihre Arbeitsbeziehung macht ihr Verhältnis nicht leichter.
Nach meinem Empfinden war die Story keinesfalls langweilig oder eintönig. Das Leben nach dem Unfall wird sehr dramatisch und einprägsam geschildert, wobei dies gleichzeitig leise passiert. Die Verzweiflung ist so greifbar und das finden neuen Lebenssinns und neuen Mutes wird zum eigentlichen Thema neben der Lovestory. Die psychischen Probleme der Unfalls werden realistisch eingefangen und die Annäherung der beiden ist auch geprägt davon. Wie das gelingt, müsst ihr einfach selbst lesen! Mir hat es sehr gut gefallen!

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Rezensionen von Petra Sch.:

Eine bewegende Geschichte über drei Freundinnen zum Beginn des Zweiten Weltkriegs

Sturmmädchen von Lilly Bernstein

Die Geschichte handelt von der Halbwaisen Elli, die mit ihren Freundinnen Margot und Käthe in der malerischen Eifel wohnt.
Ellis Mutter ist die von allen geschätzten Hebamme im Tal, und Elli hilft ihr auch immer wieder bei der Arbeit. Die beiden leben in der kleinen Kate bei Bauer Jansen.
Elli wird von allen nur das "Hinkemädchen" genannt, da sie einen kaputten Fuß hat.

Margot ist die Tochter wohlhabender jüdischer Kaufleute.
Die Freundschaft ist 1933 noch wunderschön, bis die Nationalsozialisten bald darauf an die Macht kommen.

Die ersten paar Tracks habe ich gebraucht, um in die Geschichte zu kommen. Keine Ahnung, woran das lag, denn die Sprecherin macht einen guten Job. Und auch die Geschichte ist fesselnd erzählt.
Mir gefällt es sehr gut, die drei unterschiedlichen Freundinnen kennenzulernen. Die (sozialen) Unterschieden sind gut herausgearbeitet, aber ebenso, warum die drei trotzdem gute Freundinnen sind.
Und später, bei Margots Hochzeit, kommen die schrecklichen Zustände der damaligen Zeit soo gut rüber. Margot 'muss' heiraten und mitarbeiten und hoffen, dass ihr und ihrer Familie dadurch ein schreckliches Schicksal erspart bleibt.

Die schlimme politische Stimmung entzweit die Freundschaft der Mädels, und man fiebert mit Elli soo sehr mit. Und natürlich auch mit Margot, der es nicht gut ergeht. Und Käthe ist leider von der neuen Ideologie angezogen, man könnte sie einfach nur schütteln und fragen, ob ihr das den Verlust der Freundschaften wert ist.
Und dann ist da auch noch Hans, der Sohn des Bauern Jansen, für den Elli schon immer mehr als nur Freundschaft empfindet. Doch dieser soll "gut" verheiratet werden.
Alle - aber besonders Ellis - Gefühle werden authentisch transportiert, und auch ihre weitreichende Entscheidung kann man so gut nachvollziehen.
Die Geschichte spiegelt die bekannten schrecklichen Umstände der damaligen Zeit, den Rassenhass und wie Menschen auf einmal über ehemalige Freunde anders denken. Unsagbar traurig.
Elli ist so eine sympathische Person mit jeder Menge Liebe, Mitgefühl, Loyalität zu ihren Freunden und Hilfsbereitschaft für alle unterdrückten Menschen. Deshalb begibt sie sich auch in große Gefahr.


Fazit:
Eine emotionale und bewegende Geschichte dreier Freundinnen zum Beginn des Zweiten Weltkriegs, die die Geschehnisse von damals authentisch transportiert. Man fiebert sooo mit der sympathischen und liebevollen Elli mit!

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Rezensionen von Gaby 2707:

Ein absoluter Insel-Wohlfühl-Krimi

Wattenmeermord von Katja Lund; Markus Stephan

Tamme Hansen, der „Hausmeister“ der Insel, ist unterwegs zu Meike Lorenzen um dort nach ihrem Kamin zu sehen, der ihr das Wohnzimmer voll qualmt. Er findet sie in einer Blutlache in ihrem Schuppen, durchbohrt von den langen Zinken einer Frontladergabel mit der gewöhnlich schwere Heuballen aufgespießt wurden.

Jan Benden und seine Frau Laura leben nun schon seit über 5 Monaten das locker-leichte Inselleben auf Pellworm, nachdem sie das hektische und gefährliche Kommissarsleben in Essen satt hatten. Aber seit sie hier leben, hat es schon drei Mordfälle gegeben, die er ermitteln musste. Nun der 4. Fall – auch wieder Mord oder eher ein Unfall? Dann taucht aus einer Baugrube die Leiche eines ehemaligen britischen Jagdflieger-Offiziers auf. Hat das alte Metallteil, das Meike Lorenzen unter Verschluss gehalten hat, etwas mit dem Absturz eines Jagdfliegers kurz vor Kriegsende 1945 bzw. mit dem Mann, den man jetzt gefunden hat, zu tun?
Das versucht Jan zusammen mit seiner Frau Laura, Tamme, der sich als selbsternannter Hilfssheriff sieht, und dessen Freundin Inka, die ihn auch hier tatkräftig unterstützen, heraus zu finden.

Nach Wattenmeermord, -feuer und -grab ist dies schon der 4. Fall, den der smarte Inselpolizist Jan Benden zusammen mit seiner Frau Laura, deren Freundin Inka und dem Inselfaktotum Tamme Hansen lösen muss. Für mich war es der erste Krimi aus der Feder von Katja Lund und Markus Stephan, den ich gelesen habe. Aber wenn die Reihe hoffentlich weiter geht, wird es nicht der letzte gewesen sein.
Auch wenn ich die ersten drei Fälle, auf die in kurzen Rückblicken immer mal wieder angespielt wird, nicht kenne, hatte ich nicht den Eindruck etwas Wichtiges verpasst zu haben. Allerdings ist es bestimmt schöner gerade die Hauptpersonen in ihrer Entwicklung von Beginn an begleiten zu können.
Auf den Coverinnenseiten finde ich vorne eine Skizze der Insel Pellworm mit einigen Stationen, die auch im Buch vorkommen. Hinten bekomme ich ein kleines plattdeutsches Wörterbuch für alle, die nich platt snacken.
Die Menschen, mit denen ich es hier zu tun bekomme, sind zumeist sympathisch, andere nicht ganz so. Alle haben ihre Eigenheiten, Schrullen und Macken, die sie unverwechselbar machen. Jan und Laura sind mir als Ehepaar genau so ans Herz gewachsen wie als Ermittler. Und auch Tamme muss man in seiner friesisch-herben Art einfach gern haben. Der hinzu gezogenen Ermittler vom Festland dagegen bleibt am besten da wo er her gekommen ist.
Neben dem Mord an der alten Meike Lorenzen und dem Fund der zweiten Leiche hat Jan aber noch mehr zu tun. Im Fall des jungen Jasper Paulsen geht es um Verwahrlosung und Jugendkriminalität; jemand macht mit einer Drohne Jagd auf die Schafe aufm Deich; Laura hat Probleme mit den beiden Jungs und der Mutter, die bei ihr gerade auf dem Ferienhof urlauben. Auch häusliche Gewalt, die es wohl in Meikes Familie gab, wird angesprochen. Nach Drohbriefen an einen Immobilienhändler, passiert dem dann noch ein schwerer Verkehrsunfall. Bei all den nicht ganz so schönen Themen gibt es aber auch Positives. Es wird nämlich Geburtstag gefeiert. Wer der Jubilar ist, müsst ihr beim Lesen schon selbst heraus finden.
Der Erzählstil ist trotz der grausamen Ereignisse leicht und locker und ich habe mich auf Pellworm gleich wohl gefühlt, was auch an den wundervollen, bildhaften Beschreibungen liegt. Durch Tamme, der immer mal wieder in den norddeutschen Dialekt oder Ein-Wort-Sätze fällt, kommt das Flair der Insel noch besser raus.
Als Goodie bekomme ich zum Schluss noch zwei Rezepte von Gerichten, die mir beim Lesen das Wasser im Mund haben zusammen laufen lassen.

Ein spannender Krimi mit einer guten Portion Humor, bei dem die Polizeiarbeit an erster Stelle steht und der mich bis zum Schluss hat zappeln lassen. Mit einer Auflösung, mit der ich so nicht gerechnet habe, die aber absolut nachzuvollziehen ist. Mit einem Ermittlerpaar, das ich sehr gerne bald mal wiederlesen würde.

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Rezensionen von Gavroche:

Mord in der Sauna

Tödliche Tide in St. Peter-(M)Ording (St. Peter-Mording-Reihe 3) St. Peter-Mording-Reihe von Tanja Janz

Ich habe letztes Jahr bereits den Vorgänger zu diesem Krimifall gehört und war nun gespannt auf den neuen Fall. Inzwischen bin ich auch besser vertraut mit den Beziehungen und Personen, so dass ich mich besser auf die Geschichte einlassen konnte.
Sankt Peter Ording ist immer wieder gut für einen Filmdreh, aber dieses Mal herrscht große Aufregung, denn einer der ganz großen deutschen Schauspieler hat hier seinen Auftritt.

Allerdings wird dieser kurze Zeit später tot in seinem Feriendomizil gefunden, verbrannt in der Sauna. Natürlich mischt Ilva bei den Ermittlungen wieder ordentlich mit, weil ihr Bruder mal wieder nicht den Mund halten kann. Dieses Mal ermittelt auch Freds Vater mit, pensionierter Kommissar aus dem Ruhrgebiet.
Neben den Ermittlungen gibt es wieder viel Lokalkolorit (ich war noch nie dort, aber für diejenigen, die den Ort kennen, ist es bestimmt etwas anderes, weil sie viel wieder erkennen), viel Essen und noch ein Theaterstück, das Ilva mit ihrer Freundin in der Schule probt.
So treten manchmal die Ermittlungen etwas in den Hintergrund und gehen gemächlich voran, dann wird das Tempo wieder angezogen. Insgesamt ein cozy crime mit vielen regionalen Komponenten, angenehm vorgelesen von der Sprecherin Irina Salkow.

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Rezensionen von Anja:

Interessante Geschichte zu überhastet erzählt

The Last Dragon King - Die Chroniken von Avalier 1 von Leia Stone

Der Drachenkönig sucht eine Frau, die ihm einen Erben gebärt. Dafür kommen nur Frauen infrage, die über eine ausreichend starke Magie verfügen. Arwen hält sich für unmagisch und ungeeignet, bis die Witterer des Königs sie zur Brautschau mitnehmen. Es wiederstrebt Arwen, nur als Körper betrachtet zu werden.

Sie möchte aus Liebe heiraten. Allerdings löst die Gegenwart des Königs immer mehr Gefühle in ihr aus…

Den Anfang der Geschichte empfand ich als etwas holprig. Ein paar viele Wiederholungen und die Gespräche irgendwie nicht ganz rund. Dies legt sich mit der Zeit aber.

Nach dem Start hatte ich keine genaue Vorstellung, wohin sich die Geschichte entwickeln würde und so konnte mich die Handlung mehrfach überraschen. Allerdings empfand ich leider viele Ereignisse als zu schnell abgearbeitet. Alles geht Schlag auf Schlag, es passiert so unglaublich viel auf wenigen Seiten, aber kaum etwas wird intensiver ausgebaut und so bleiben sowohl die Spannung als auch die Emotionen mehrfach auf der Strecke.

Zudem hatte ich so manches Mal meine Probleme mit den Entscheidungen der Figuren.
Sie werden angegriffen und sind wütend. Ihre Reaktion darauf ist ein unvorbereiteter, völlig überhasteter Gegenschlag, der natürlich ziemlich daneben geht… Praktischerweise hält der Feind aber monatelang die Füße still, als es den Hauptfiguren gerade in den Kram passt. So ganz passte es für mich nicht.

Arwen stellt sich als mutige, kämpferische Protagonistin vor. Seit ihr Vater tot ist, geht sie jagen und versorgt damit die Familie. Anfangs zeigt sie diese Kämpfernatur auch noch am Hof, sagt, was sie denkt, und hinterfragt Dinge. Leider verliert Arwen im Mittelteil ihren Biss, es fiel mir dann schwerer, ihrer wechselnden, teils jammernden Gedankengänge nachzuvollziehen.

König Valdren ist mir teilweise etwas zu launisch. Allerdings muss man ihm wohl die dramatische Lage, in der er steckt, zugute halten. Die Eindrücke zu seinem Volk fand ich sehr spannend. Gern hätte ich noch mehr über die Natur der Drachen, die verschiedenen Arten und die anderen Reiche erfahren – letzteres wird dann wohl in den Folgebänden der Fall sein.

Fazit

Sehr ereignisreiche, oft aufregende Handlung, in der unglaublich viel passiert. Leider werden die meisten Ereignisse viel zu schnell abgearbeitet, sodass es schwierig ist, zwischen all den Wendungen hinterher zu kommen. Es gibt gefühlvolle und dramatische Szenen, aber aufgrund des zu hohen Tempos konnte ich die meiste Zeit weder nachfühlen noch mitfiebern.

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